Die Verabschiedung – auf der Dachterrasse

Das mit dem Kuchen und den Törtchen zur Verabschiedung ist gut angekommen….der zu verabschiedende Kollege hat sich gefreut, weil er eh nicht so gerne backt…und er hat noch Klein-Gebäck (Hessen: Stückchen/ NRW: Teilchen) besorgt…so war ausreichend für alle Geschmäcker etwas dabei.

Für die Verabschiedung haben wir uns am Mittag, bei dem strahlendem Wetter, auf der Dach-Terrasse zusammen gefunden…Neun Kollegen in Winterjacken und Mützen gehüllt (bei gefühlten 3-4 Grad) haben in einem weit gezogenen Kreis auseinander und doch beisammen gesessen, …jeder hatte sich vorher drinnen Kuchen und Kaffee geholt.

Zugeprostet haben wir mit Kaffee und dann war es eine lustige 3/4 Stunde….schön wars….

Ach ja und meine veganen Torteletts sind gut angekommen….der vegane Kollege hat auch gleich 2 davon gegessen und mich gelobt…puh – bin ich erleichtert, das es ihm geschmeckt hat…insgesamt sind 4 der 6 Törtchen verputzt worden….und dazu die komplette Blitzkäse-Torte…Das Backen hat sich gelohnt und ich kann zufrieden sein.

Der junge Kollege, der uns jetzt verlässt, wandert mit seiner Freundin in ein osteuropäisches Land aus….aus familiären Gründen….Als ich vor einem Jahr anfing, war er einer Derjenigen, die mich in den Wochen des 1.Lockdown freundlich und unkompliziert in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben….Mit ihm Zusammen haben der Controller und ich angefangen in diesem gerade neu bezogenen Bürogebäude die Dachterrasse für Mittagspausen zu erobern…hach ja….

Hauptsache gut Aussehen

Also heute kann ich mit tiefster Überzeugung sagen: Ein Veganer werde ich nie!

Ich hab für die Verabschiedung meines Kollegen morgen, eine Blitzkäse-Torte „gebacken“ (auch bekannt unter dem Namen: Philadelphia-Torte)…die besteht hauptsächlich aus Sahne, Butter, Zucker, Zitrone und Philadelphia-Frischkäse…saulecker – aber weit davon entfernt für eine diätische Lebensweise und schon gar nichts für unseren einen veganen Kollegen.

Schon vor Tagen hab ich im Internet ein Rezept für vegane Torteletts mit Früchten gesucht….heute war ich in einem Bio-Supemarkt und hab noch ein paar Dinge dafür besorgt und meine Kollegin hatte mal Hafer-„Milch“ mit gebracht, die dann aber doch unangetastet stehen geblieben ist.

Nun gut…Also der Teig für die Torteletts war ein relativ einfacher Rührteig eben ohne Milch und Ei, dafür mit Hafermilch und Pflanzenöl….der Teig ist gut gelungen und schmeckte im rohen Zustand ganz okay….Während also die kleinen Teig-Küchlein im Ofen backten, hab ich aus dem veganen Vanillepudding-Pulver von Alnatura zusammen mit der Hafermilch einen Vanillepudding gekocht…hmmm also die Farbe ist jetzt nicht helles Vanille-gelb, sondern eher bräunlich. Na gut – also der normale Pudding- ist ja auch nicht auf natürlichem Wege so hell …das ist ja auch eher ein Kunstprodukt.

Ich hab den Pudding probiert..ohhha..also er hat weder nach Pudding, noch nach Vanille geschmeckt…echt schräg… also so gar nicht mein Geschmack…dazu diese Konsistenz und die Farbe…hmmm neeee…

Okay…sieht jetzt nicht so doll aus, aber er soll ja direkt auf meine Törtchen und darüber kommt das Obst…sieht man also nicht…das Obst hab ich gewaschen, abgetrocknet und die Weintrauben halbiert, danach auf den mit Vanille-Pudding bedeckten Törtchen verteilt….und jetzt kommt der Clou:

Auf meine Nachfrage wie ich dann jetzt noch einen Tortenguss ohne Gelatine mache, bekam ich im Supermarkt eine Sprühflasche in die Hände mit dem Hinweis (steht auch drauf) es sei ein veganer Sprüh-Tortenguss auf Agar-Agar-Basis….aha ! …..?? Für Anfänger sei es eine gute Idee….na gut…ich probiere es aus

Also mal im Ernst….die Törtchen sehen gut aus, auch wenn ich von dem Sprühlack…ähmmm Sprüh-Guss nicht so viel sehe…aber ich wollte es nicht gleich zu dick haben ….aber ob das gesamte Törtchen auch schmeckt? Allein der Gedanke an den Pudding lässt mich gruseln….

Ich freue mich dann doch mehr auf meine Blitz-Käsetorte (die ist im Kühlschrank und noch nicht präsentabel), die mich bestimmt nicht dünner werden lässt….aber für einen Moment bestimmt glücklich machen wird ….hahaha

Offizielle Verabschiedung

Meine offizielle  Verabschiedung war ja bereits am 10.09. / den Blogbeitrag hab ich bisher aber noch gar nicht veröffentlicht:

Es sollte am 10.09. schon um 11.30 Uhr los gehen…unsere Chefs und vor allem meine Chefin hatte sonst die ganze Woche über keine Zeit mehr….also wurde die Verabschiedung mal so für sie passend dazwischen rein geschoben….meine Chefin hatte ein Zeitfenster von maximal 45 Minuten….

Für mich war das aber okay… viel wichtiger war mir, ob das auch alles so funktioniert.

Erst dachte ich noch einen Tag vorher: Mist, das Essen reicht nie und nimmer für alle, während der Vorbereitung dachte ich: Mist ich hab viel zu viel, und kurz vorher dachte ich: Mist es wird gar keiner kommen, Mist, Mist, Mist,

Wenn es ums Essen geht, gilt bei mir die Devise: Keiner muss hungrig vom Tisch aufstehen…also ich hab eigentlich immer viel zu viel…hab immer die Befürchtung ein Gast könnte zu kurz kommen…oder etwas nicht mögen, es muss auf jeden Fall eine Alternative möglich sein. Natürlich gibt es Ausnahmen: Wenn ich zum Gulasch einlade, dann gibt es eben Gulasch…lol…das gibt es dann höchstens eine Auswahl in den Beilagen: also Kartoffeln und Spätzle oder Nudeln….

Ich hatte mich ja für diverse italienische Vorspeisen (selber vorbereitet)   und Pizza (vom „Guten Italiener um die Ecke“ entschieden.

Also um es kurz zu machen…ich hatte reichlich aufgefahren.

Da ich ja keine Möglichkeit hatte die Vorspeisen in meinem Ferienzimmer vorzubereiten, hab ich am frühen Morgen im Büro und im Meeting-Raum gebastet …mit Hilfe meines Teams. Während ich die diversen Käsecremes mit Spritzbeuteln auf kleine Einzelschälchen  verteilte und Salamischeiben  kunstvoll auf Käsewürfel fältete, waren die Kollegen sooo fleißig: haben Getränke-Kisten und Flaschen geschleppt, das Geschirr aus den Küchen zusammen gesucht, Servietten drapiert,  die weitere Komponenten für die Vorspeisen auf Spieße gesteckt…Kräcker auf die Schälchen verteilt…LOL…Wenn ich es recht bedenke haben wir an dem Tag eigentlich gar nur ganz wenig gearbeitet.

Als dann endlich alles fertig war, wurde ich aus dem Besprechungsraum geschickt, es hab noch eine Deko-Überraschung… süß oder?

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Danach begannen meine Nerven zu flattern: kommen die bestellten Pizzen rechtzeitig?  Geliefert werden sollten diese um 11.15 Uhr / Start der Verabschiedung war um 11.30 Uhr…

Um 11.25 Uhr kam alles gerade noch rechtzeitig an…und dann wurde es auch eine richtig tolle Verabschiedung. Die Kollegen aus den anderen Etagen kamen zwar nicht pünktlich (und unser GF war an diesem Tag gar nicht im Haus)…aber so war die Ansprache meiner Chefin nur im kleiner vertrauten Umfeld aller Kollegen aus der Etage…sogar unsere Logistik-Abteilung die solche Termine meidet ist gekommen …und meine Chefin hat sooo schöne Worte gefunden… es war feierlich, respektvoll und trotzdem locker und lustig…eine sehr schöne Stimmung…ich hab es auch fast ohne Tränen und nur mit einem kleinen Kloss im Hals gut überstanden, hab mich mit 2 Sätzen bedankt und dann allen einen guten Appetit gewünscht…So damit war der offizielle Teil erledigt…und dann begann der gemütliche Teil…

Mit einiger Verspätung kamen…aber noch rechtzeitig zum Essen kamen dann noch die Kollegen aus der Konzernmutter…und erst viel später noch ein paar Kollegen aus der IT. Das machte aber nichts…unser Besprechungsraum ist eh viel zu klein für alle.

Ich hab viele Komplimente für das Buffett bekommen und am Ende des Tages war wohl wirklich für jeden genug dabei…Die 4 riesigen Pizzen waren fast komplett weg und wir haben am nächsten Tag noch die Reste der Vorspeisen zum Mittagessen vertilgt…Mit anderen Worten: es war weder viel zu viel, und schon gar nicht Zuwenig…es war richtig…

Der ganze Tag fühlte sich einfach richtig an.

Eigentlich könnte ich langsam aufatmen

Der letzte Teil des Konzernumbaus wurde für uns abgesagt….HURRA !!!!!  so laut hab ich schon lange nicht mehr gejubelt…Es gab zu viele Probleme bei der Umsetzung, so das von oben entschieden wurde, das nur auf Konzernebene zu berücksichtigen, nicht bei den Einzelgesellschaften.  Wieviel Stunden ich im letzten Jahr genau für diesen Teil aufgewendet habe….grrrrrr…aber egal. Es ist vorbei.

Die Einarbeitung meines Nachfolgers ist abgeschlossen,…was jetzt nicht bedeutet das er alles weiß oder gar alles kann…aber die Zeit ist abgelaufen, denn jetzt ist er erst mal in Urlaub….und wenn er wieder kommt bin ich bereits weg. Aber na klar kann man  nach 5 Wochen bereits 2 Wochen Urlaub machen….

Ich hab die Zwischenzeugnisse für mein Team in Zusammenarbeit mit unserer HR-Abteilung  fertig…puh…auch eine Aufgabe die ich nicht so einfach aus dem Ärmel schüttele…aber  die Zeugnisse sind gut geworden und ich stehe hinter den Formulierungen….Chefin und ich haben unterschrieben….und sie hatte auch keine Einwände….die Zeugnisse habe ich einzeln an meine Teammitglieder übergeben….

Meine Chefin hat mein Zeugnis jetzt auch fertig …auch das ist immer etwas Unangenehmes , aber ich muss sagen… WOW – ich hab ein wirklich gutes und individuell formuliertes Zeugnis erhalten, das genau meine Stärken hervorhebt…ich bin sehr zufrieden damit.

Ich bin jetzt seit einer Woche in meiner letzten Wohnungslos-Etappe in der ich bis zum Ende meiner Zeit hier bleiben werde…das ist leider nicht so der Hit und war auch komplett  anders geplant…..aber was soll ich mich jetzt aufregen….ist halt so …

Wie gesagt eigentlich könnte ich jetzt anfangen aufzuatmen…aber der schlimmste Teil steht mir noch bevor…meine „offizielle“ Verabschiedung….boooa wenn ich das überlebt habe, DANN kann ich wirklich aufatmen.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen….jetzt geht es nur noch darum alle Vorspeisen entsprechend zusammen zu stellen und anzurichten, die Pizzen müssen rechtzeitig kommen und die Ansprache der Chefin muss schnell vorbei sein….DANN und erst DANN kann ich aufatmen…wenn auch dieser Tag überstanden ist…

Aufforderung zur Kündigung

Sooooo nun ist es also soweit….Nicht das es offiziell gemacht wird, aber  die 1. Vorsitzende unseres Vereins hat auf meine Frage  wie es mit dem Verein nun weiter geht, geantwortet:

Wir Mitglieder (egal ob Aktive oder Passive) sollen jetzt regulär  bis Ende des Jahres kündigen….wer dann möchte, kann ganz offiziell in den Kooperations-Verein eintreten…Der Vorstand wird dann mit Hilfe eines Beraters aus dem Tanzsportverein einen Förderverein machen. Ein Förderverein kann sein Vermögen an den Kooperations-Verein verschenken und dann ist der Verein aufgelöst.

Na das klingt so locker und leicht….und ich mache mir Gedanken ob ich jetzt tatsächlich bereits meine Kündigung zum 30.06. einreiche, während unsere 1. Vorsitzende mir sagt, sie wäre froh und dankbar wenn ich das täte…umso weniger Arbeit hat sie mit den Mitgliedern die ja ALLE kündigen müssen. Naja, soweit ich es weiß sind das nicht mehr ganz so viele, wie zu meiner Zeit als Kassenwart.

Okay…wenn das so ist…dann schreibe ich meine Kündigung nun direkt und damit hat sich dieser Verein damit erledigt.

Es gibt ihn seit 1986 …also mehr als 30 Jahre…ich bin seit fast 11 Jahren Mitglied und  war davon 4  Jahre als Kassenwart im Vorstand aktiv tätig…..und jetzt der Verein bald Geschichte…

Das Lateintraining wurde schon im letzten Jahr aufgelöst, die Breitensportgruppen schrumpften auch immer mehr und letzten Dienstag wurde nun auch unsere Trainerin im Standard-Training verabschiedet….mein Ex-Tanzpartner und ich waren mit unseren Männern bei der Verabschiedung dabei.

Und jetzt muss ich meinem Ärger echt mal Luft machen….Das was sich der Vorstand da getraut hat als Blumenstrauß zu präsentieren, war reinstes Gestrüpp. Also wenn diese hässliche Auswahl  an Banalitäten ohne als Strauß gebunden worden zu sein, mehr als 5 EUR gekostet hat, versteh ich die Welt nicht mehr.

Ich hab für 20 EUR  – im Namen von uns Vieren  – einen tollen Blumenstrauß ganz in Weiß zusammenstellen lassen… Unsere Trainerin liebt Blumen in Weiß….der Strauß war liebevoll, schick und modern zusammengestellt und sah klasse aus….und sie hat sich unglaublich gefreut das WIR gekommen sind….so als Ehemalige.

Das Highlight war dann der Entschluss das wir noch ins Schreiber-Heyne gehen…so wie früher sehr oft nach dem Training…ich hab schnell angerufen und einen Platz für 10 Personen reserviert und das hat sogar noch geklappt.

Also Mein Schatz, mein Ex-Tanzpartner mit Mann, unsere Trainerin, das einzig noch verbliebene Standard-Paar in der A-Klasse und ein Paar aus der D-Klasse ….und es war ein herrlicher lustiger ausgelassener Abend…soo wie wir es früher oft hatten….DAS war die eigentliche Verabschiedung. Und wir haben uns vorgenommen uns 3x im Jahr genau so zu treffen…..um auf die alten Zeiten anzustoßen. Sie hat sich so unglaublich gefreut, das hat man wirklich gemerkt…

Ach ja – vom Vorstand war KEINER mit dabei… das war schon erbärmlich und das für eine Trainerin die so lange Jahre für den Verein aktiv war, die nie die teuren Preise anderer Trainer aufgerufen hat und immer für den Verein da war, der die Tänzer immer am Herzen lagen….auch wenn wir uns zum Schluss bei ihr  trainingstechnisch nicht mehr wohl gefühlt haben – menschlich ist sie schon echt toll.

DANKE dafür liebe Trainerin

Einer von 3 Musketieren geht heim…

Nun haben wir also meinen lieben Kollegen in die Rente verabschiedet, d.h. die offizielle Verabschiedung hat statt gefunden….Morgen kommt er noch einmal um seinen Schreibtisch zu räumen und um sich persönlich zu verabschieden.

Seit Jahren ist er einer der Wenigen mit denen ich einen engen Kontakt pflege, auch wenn ich seit einiger Zeit feststellen musste, dass sich alles nur noch um die nicht erhaltene Anerkennung seiner Chefin drehte. Es wurde langsam schwierig in der privaten Kommunikation. Ich hab mich deshalb schon etwas zurückgezogen.

Und ich konnte  in den letzten Wochen meinen eigenen Frust  z.B. über seine direkten Kollegen nicht mehr loswerden….er hat das schon nicht mehr hören wollen….das kann ich zwar gut verstehen, hat mich aber doch etwas getroffen.

Nun gut dann stehe ich eben schon jetzt alleine da…. JETZT sowieso… Der Nachfolger meines Kollegen ist zwar nett, aber seine Art harmoniert nicht so ganz mit Meiner….es gibt nur noch Einen der zu unserem Dreier-Bund dazu gehört…und der ist eben räumlich weiter weg.

Der 3. Musketier in unserer Gruppe war auch bei der Verabschiedung und ich hab mich gefreut, dass er aus NRW  extra zur Verabschiedung des Kollegen gekommen ist….und er hat noch zwei Kolleginnen mit gebracht.

Eine davon liegt mir besonders am Herzen. Obwohl wir uns bisher in den letzten Jahren nur ganz selten gesehen haben  und auch mehr unregelmäßig (nur bei entsprechenden Projekten) telefonischen Kontakt hatten, sind wir uns trotzdem sehr nahe…Von Anfang an, war es ihre unkomplizierte Art die es mir leicht machte, sie in mein Herz zu schließen.

Die offizielle Verabschiedung verlief echt so  reibungslos, das einem schlecht werden konnte (Entschuldigung). Seine Chefin las die Rede wie engagiert und lustig er war und wie sehr sie ihn schätzt, vom Blatt ab…wenn auch nur die Hälfte von dem Vorgelesen stimmt, dann waren unsere Unterhaltungen in den letzten Jahren scheinbar am Thema vorbei…GRINS….Der so hoch Gelobte hat sich dann brav bedankt und nur eine ganz kurze Ansprache gehalten.

Ich werde ihn echt als kompetenten und engagierten Kollegen vermissen….und ich gönne ihm noch viele unbeschwerte Jahre….