Mit offenen Karten

…ist der Name einer wöchentlichen TV-Sendung auf ARTE. Es ist ein geopolitisches Magazin.

Was macht man wenn man krank ist und sich erholen möchte…also die meiste Zeit hab ich geschlafen…den Rest der Zeit konnte ich nicht so viel machen,  außer  Essen kochen (ist ja notwendig), lesen, Hörbücher hören und Fernsehen schauen.

In der ARTE-Mediathek bin ich auf diese Sendung gestoßen mit der Folge „Iran im Zentrum der Spannungen“…und ganz ehrlich so etwas komprimiert übersichtliches WAS da eigentlich zwischen Iran, Irak, Saudi-Arabien, Jemen, Israel usw. passiert und was das mit den USA, Türkei  und Europa zu tun hat, hab ich schon seit Jahren gesucht.

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, für mich ist der gesamte Nahost-Konflikt ein Buch mit 7-Siegeln…ich hab es nie wirklich überschaut.  Es ist kompliziert, vielschichtig und verworren und die ständige Berichterstattung macht es mir tatsächlich nicht leichter.

Schon nach wenigen Minuten war klar….nur so durchs Hören der Dokumentation werde ich die Zusammenhänge trotzdem nicht dauerhaft behalten. Mithilfe eines DIN A4-Blattes und mehrerer Buntstifte,  hab ich mit Hilfe des Internets erst einmal alle  diese Länder aufgezeichnet…und dann hab ich die Sendung noch einmal gestartet und nach jeder neuen großen Aussage  auf Stopp gedrückt und die Infos  aufgeschrieben und Zusammenhänge auf meine Karte aufgemalt…in meinem Eifer  jedoch die verschiedenen Farben vergessen….lach…soooo sieht jetzt alles ziemlich verworren aus….aber ich hab es endlich mal grundsätzlich verstanden.

Erwachsenenbildung kann manchmal so einfach sein, wenn man es schafft seine Neugierde über das eigene  Phlegma zu heben und wirklich mal versucht zu verstehen um was es da eigentlich geht.

Und manchmal geht es eben nicht anders, als es tatsächlich – wie in der Schule – auch mal nachzuzeichnen….oder wisst Ihr auf Anhieb auswendig wo genau sich welches Land im Nahen Osten auf der Landkarte befindet? Also ich hatte da so meine Schwierigkeiten  (okay – Eltern mit schulpflichtigen Kindern haben da wahrscheinlich einen strategischen Vorteil)…und selbst unter Zuhilfenahme von Landkarten aus dem Internet  hab ich 5mal neu angefangen zu zeichnen….lach…weil ich das mit den Proportionen auf dem Blatt nicht auf Anhieb hinbekommen habe.

Die Sendung geht übrigens nur zwischen 10-15 Minuten je nach Thema…und kommt jeden Samstag um 18:10 Uhr auf ARTE.

Nachtrag: Sooo, hab meine Zeichnung jetzt noch einmal erneuert…jetzt in Bunt 🙂 hab ja gerade sonst nichts zu tun und

NEIN: Diese Zeichnung erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit, die Farbauswahl ist rein willkürlich gewählt, hat keinen weiteren Sinn, als mir die geografischen Zusammenhänge zu erleichtern, ist keine Raubkopie und anhand vieler öffentlich zugänglicher Informationen freihändig nachgezeichnet ….nur mal so…zur Vorsicht….lach.

Zusätzliche Versicherung: ich habe nicht vor aktiv in das Geschehen einzugreifen um die geopolitische Lage im Nahen Osten zu meinen Gunsten zu beeinflussen und versuche auch nicht anhand von bewussten Verfälschungen der Grenzlinien weitere Streitigkeiten zwischen den Ländern zu provozieren….😂

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Essen für die Gesundheit

Also nach der leckeren Hühnersuppe gestern, und gleich mal 2 Notfall-Rationen eingefroren, hab ich heute mit dem Gesund-Essen weiter gemacht.

Und selbst wenn es nicht hilft – so schmeckt es wenigstens….und belastet meinen Magen nicht zu sehr.

Frühstück: Quark mit Joghurt gemicht, etwas Regionalen Bio-Honig untergerührt …dazu Haferflocken (senken den Blutdruck und sättigen lange) und Blaubeeren (die haben soooo viel gesunde Inhaltsstoffe die ich hier gar nicht in aller Kürze aufführen kann: auf jeden Fall viele Antioxidantien, Polyphenole und Vitamine) und  2 Walnüsse (die Omega3-Fettsäuren und vieles mehr)

Mittagessen: Milchreis  (B-Vitamine im Reis)   mit Zimt und Zucker (DIE Kombination  ist gut für die Seele)

Abendessen: gegrilltes Lachssteak (Omega3 Fettsäuren) mit frischen gebratenen Paprika, Lauchzwiebeln und Tomaten

Na – das ist doch wohl mal ein gesundes Tagesmenü oder?  Gut das ich mich nach Jeder Kochaktion wieder hinlegen konnte. Denn mehr muss ich aktuell nicht tun, außer gesund werden…

…..gut das ich  jetzt eine Spülmaschine habe….so bleibt mir zumindest der größte Teil des Abwaschs erspart.

 

Hühnersuppe – macht gesund?

Krank sein macht  einfach keinen Spaß.

Nach knappen 2 Tagen zuhause, musste ich heute

  1. meine Krankmeldung abgeben
  2. Lebensmittel einkaufen

Da inzwischen meine Nase einem tropfenden Wasserhahn gleicht, fand ich die Idee aus dem Haus zu gehen, jetzt nicht soooo dolle…aber was sein muss – muss sein.

Bin also erst mal zur Firma gefahren um die Krankmeldung abzugeben…die beiden Damen am Empfang schauten mich schon ganz erschrocken an… ich hab aber nur den Schein rüber gereicht und bin gleich wieder los.

Mit einer Kollegin und Chefin hab ich noch per WhatsApp gechatted….leider bin ich nicht die Einzige aus unserem 3er Team, die krank ist….ohhha.

Als nächstes bin ich zum großen Supermarkt zum Einkaufen, da bekomme ich relativ schnell was ich haben möchte. Ich brauchte so ziemlich alles, was ich jetzt gerne hätte: frisches Obst, frisches Gemüse, Milch für Milchreis, Fadennudeln und  Hühnerfleisch für eine Suppe, frischen Fisch….Also hab ich mal „kurz“ einen Rundumschlag gemacht…und zum Schluss war nicht nur das Einkaufen beendet…sondern auch ich am Ende meiner Kräfte.

Also nun schlafe ich gleich erst einmal eine Runde auf der Couch….und später koche ich eine frische Hühnersuppe.

Wissenschaftlich ist inzwischen erwiesen, das Hühnersuppe zwar keine aktiven Wirkstoffe zur Linderung von Erkältungssymthomen hat, aber sie ist eben heiß und hat viele Nährstoffe die ein geschwächter Körper brauchen kann. So eine heiße Suppe fördert die Durchblutung und damit verteilen sich auch  die Immunzellen besser  im Körper. Also eher eine Art  Placebo-Effekt führt dazu, das die meisten Menschen sich nach dem Verzehr einer frischen Hühnersuppe einfach besser fühlen. Und bekommt man sie dann noch ans Bett gebracht, ist das genau so viel Wert, als wenn die Mutter ihrem Kind über den Kopf streichelt…es hilft der Seele.

Okay, also ich muss mir die Suppe schon selber kochen….aber ich freue mich schon darauf..später…denn  erst muss ich noch etwas schlafen…

 

 

 

So…jetzt aber

…jetzt bin ich wenigstens nicht mehr halb-krank….sondern krank.

Heute Vormittag ging es mit mir derartig bergab, das ich mich bei meiner Vorgesetzten abgemeldet habe und nach Hause gegangen bin. Mir tun alle Knochen weh, mir ist schon seit gestern erbärmlich kalt, mein Kopf schmerzt und ist zu. Ich hab erhöhte Temperatur und mir ist schlecht.

Eigentlich wollte ich mich nur heute ausruhen und morgen dann wieder arbeiten. Aber dann musste ich mich übergeben und zusätzlich hab ich das Gefühl als ob ich „Muskelkater“ in den Rippen habe…also mein Rippenfell tut ebenfalls weh.

Also bin ich heute Nachmittag dann doch zum Arzt gegangen. Gut das ich mir bereits einen Hausarzt gesucht hatte, so ging es unkompliziert…auch wenn ich fast 1,5 Stunden im vollen Wartezimmer saß.

Na …wer bis dahin nicht krank war, ist es spätestens dann. Bis Ende der Woche bin ich jetzt krank geschrieben…Das fand ich zuerst übertrieben, aber inzwischen bin ich ganz froh…Jetzt kann ich mich auskurieren.

Essen lecker – Unterhaltung locker

Zum Glück hab ich dann irgendwann noch rechtzeitig angefangen das Essen vorzubereiten, zu Duschen, Tisch zu decken…Gänsekeulen dauern ja auch 2 Stunden und benötigen etwas Aufmerksamkeit.

Und als ich erst einmal so im Kochmodus war, hab ich die Halsschmerzen usw. auch glattweg verdrängt und  hab auch gleich noch einen schnellen Nachtisch gemacht (Mascapone-Creme mit Erdbeerpüree ….hmmmm…lecker).

Das Essen war also pünktlich fertig…und mein Gast war es auch.

Das Essen war lecker, die Unterhaltung locker …später haben wir noch eine kleine Walking-Runde eingelegt, dann noch etwas gemütlich zusammen gesessen. Als er dann gegangen war,  hab ich die Küche zwar noch aufgeräumt, aber ich war  echt müde…und auf einmal hab ich meine schweren Knochen wieder gespürt.

Ich bin dann schon sehr früh schlafen gegangen (heute musste ich ja wieder früh raus)..aber ich hab schlecht geschlafen…und dieses Mal war es der Kopf der schmerzte (boaaa – nerv – hatte ich nicht erst geschrieben das es mir körperlich gut geht).

Aber natürlich bin ich auch heute früh zur Arbeit gegangen und hab den ganzen Tag fleissig zu tun gehabt….Immerhin ist Morgen die 2. Deadline und in der nächsten Woche dann die nächste….Es ist wie bei einer Rakete…die nächste  Zündstufe wird gestartet…

Durch den angenehmen Tag  und die netten Gespräche über Gott und die Welt, kann ich den Trubel aktuell  ganz gut weg stecken. Es tut mir gut einfach mal wieder locker drauflos zu quatschen..

 

Ändern von Gewohnheiten

Ich hab ja schon öfter darüber geschrieben, das ich mich in bestimmten Situationen von langjährigen Gewohnheiten gelöst und dafür neue Gewohnheiten geschaffen habe.

Und ich war überrascht, das ich bereits seit mehr als 2,5 Jahren meine Angewohnheit Pepsi-Light in rauen Mengen zu trinken, abgelegt habe. Hatte damals darüber geschrieben ( Sieht so ein Cola-Junkie aus? )

Seitdem trinke ich Cola nur noch ganz wenig…es hat tatsächlich seinen Status als Lebensmittel bei mir verloren und gehört für mich in den Bereich Genussmittel….wenn ich ausgehe und keine Lust auf einen Wein habe, dann gibt es mal ein Glas Cola…oder im Sommer im Biergarten eine kalte Cola…lecker….manchmal steckt auch eine kleine 0,33l Flasche in meinem Wanderrucksack.

Ansonsten trinke ich immer noch genauso viel Kaffee, viel mehr Wasser und Früchtetees oder Fruchtschorlen.

Ich kann jetzt nicht sagen ob es meiner Gesundheit gut getan hat oder nicht…aber ich fühle mich wohl so.  Und das ich im Laufe der letzten 2 Jahre etwas zu genommen habe, hat eindeutig keinen ursächlichen Zusammenhang mit meiner Quasi-Cola-Abstinenz grins.

 

Schleppender Start am Sonntag

Eines haben diese langen Arbeitstage aber immer noch …es sind hochkonzentrierte Tage, an denen viele unterschiedliche Aufgaben, fast zeitgleich erledigt werden müssen…und am Ende eines solches Tage bin ich froh, wenn ich dann zuhause bin.

Sobald ich mich dann hingesetzt habe, falle ich fast schlagartig in einen Ruhemodus und so bin ich auch noch während der 20 Uhr Nachrichten erst einmal eingeschlafen….irgendwann hab ich mich dann ins Bett verkrochen und…

….heute bin ich mit Halsschmerzen und bleiernden Knochen aufgewacht. Na das hat mir noch gefehlt. Allerdings kann ich mich überhaupt nicht beschweren….seit sich die Schmerzen in Rücken und Knie lautlos wieder davon geschlichen haben geht es mir körperlich super.

Und das, obwohl ich seit 3 Monaten in einem Hotspot an Vieren und Bakterien arbeite…dort wird immer geschnieft und geschneutzt, gehustet und geröchelt. Immer wird jemand krank oder kommt halb-gesund zurück…gut das meine Abwehrkräfte bisher alles klaglos mit gemacht haben.

Und schlappmachen gilt heute nicht…ich habe den Briten zum Essen zu mir eingeladen. Er war etwas enttäuscht, weil es Weihnachten  bei seiner Schwester keine Gans zum Essen gab.

Ich hatte Glück, bei meiner Schwester gab es eine…und die war lecker. Aber selber hab ich in diesem Winter noch keine Gans gebraten….also ist die Einladung ein guter Anlass mich mal wieder ordentlich an den Herd zu stellen. Allerdings mache ich keine ganze Gans…sondern nur Gänsekeulen…lach… das dauert nur halb so lange und reicht für 2 Personen. Rotkohl habe ich noch im Gefrierschrank und Klöße gibt es im Beutel. Also der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.

Aber noch kann ich mich nicht aufraffen mit irgendetwas Sinnvollem anzufangen…ich trinke also  im Schlafanzug meinen Kaffee und warte darauf, das mein Motor endlich anspringt…

 

 

 

 

 

 

Jahresend-Rallye und Austern

Nach den vielen Feiertagen waren die Arbeitstage jetzt voll gepackt bis oben hin…Jahresend-Rallye.

Wie zu erwarten zeigt auch dieser Konzern keine „Gnade“ was den Jahresabschluss angeht…und so mussten wir gestern (oder sagen wir lieber spätestens HEUTE am Samstag) die Daten für die 1. Deadline fertig bekommen.

Das Hauptbuchhaltungsteam und Teile des Controllings waren anwesend…und auch ich hab einen weiteren 10-Stunden-Tag eingelegt und  meine beiden Gesellschaften soweit fertig bekommen.

Und soll ich mal Euch etwas sagen…es hat Spaß gemacht…wo ich mich ja an vielen Stellen in dieser Firma noch unwohl fühle, aber DAS hier … das macht Spaß…DAS ist Arbeit die ich echt gerne mag. Ich finde mich inzwischen in den Firmen ganz gut zurecht…bekomme immer mehr Einblick in die Konten und Zahlen und hantiere inzwischen relativ sicher innerhalb der 3 verschiedenen Buchungs-Ebenen.

Na klar bleibt es an manchen Stellen einfach merkwürdig…und bei manchen Unterhalten die nur aus Abkürzungen bestehen, kann ich nicht beurteilen ob da eine Verschwörung geplant wird oder es sich um einen simplen Kontenabgleich handelt….ich verstehe da nur Bahnhof und Bratkartoffeln…

…apropos Essen: Wenn hier von Austern die Rede ist, WEISS ich inzwischen, das keine Krustentiere zum Essen gemeint sind….sondern bei „AUST-ER“ geht es um „ausstehende Eingangsrechnungen“…. hahaha. Diese Abkürzung finde ich lustig…bei uns hier das „aRG“.

Das schönste an diesen 10-Stunden-Tagen: alles wird ohne übertriebene Hektik absolviert…meine frühere Chefin hat den Stress ja derart auf uns abgewälzt, der Ton wurde immer hektischer und lauter, teilweise aggressiv und immer so, als ob gleich die Welt untergeht.

In dieser Firma ist der Ton der Chefin ruhig und auch ihre ganze Körpersprache bleibt , trotz der Eile und Dringlichkeit relativ entspannt und locker…wie wunderbar.  Mal sehen wie lange das so bleibt…evtl. gibt es ja noch eine Steigerung des Stresses…

Das allerbeste ist jedoch, wenn Feierabend ist, ist für mich Feierabend…ich denke nach Feierabend nur selten darüber nach… und dieser Samstag war voraussichtlich der einzige Samstag den ich arbeiten musste…evtl. noch ein weiterer… Aber auch das ist noch alles im Rahmen…

Und zur Feier des Feierabends war ich noch kurz Einkaufen und bei einer Friseurin. Vor Weihnachten hatte es ja nicht geklappt mit dem Haareschneiden…es wurde langsam Zeit. JETZT kann das Wochenende beginnen…

 

 

 

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Der Morgen des neuen Jahres empfing mich mit diesigem Wetter, ich hatte Kopfschmerzen und hab gefroren, obwohl es warm in der Wohnung war.

Mit diesen Voraussetzungen fiel es mir schwer mich für irgendwelche Aktivitäten aufzuraffen.. Hab es aber trotzdem geschafft – in der Hoffnung, das mir durch die Bewegung endlich warm wird.

Lust auf eine lange Autofahrt hatte ich nicht, deshalb hab ich meinen Wanderausflug direkt vor der Haustür gestartet. Kurz hinter der Stadtgrenze beginnt ja bereits der Regionalpark  „Wedeler Aue“…und da gibt es so einiges zu entdecken.

Bereits nach knappen 2,5 km hatte ich den Stadtforst „Klövensteen“ erreicht und der erstreckt sich über eine große Fläche, mit einen Wildgehege und  dem Schnaakenmoor. Viel zu groß um es an einem Nachmittag zu fuß zu erkunden… aber es war klasse…der Wald ist dicht und groß  und es gibt viele kleine Wege, Abzweigungen …das diesige Wetter machte es im Wald noch einmal gemütlicher.

Jede Menge Menschen waren unterwegs…aber je weiter ich die kleinen Wege gegangen bin, um so weniger Menschen sind mir begegnet…

Ach ja: Warm ist mir dabei sehr schnell geworden…und mit knappen 10km war es  ein schöner Neujahrs-Spaziergang…hier gibt es noch vieles zu entdecken und das Schöne ist, es ist quasi ums Eck… ich bin also sehr schnell und unkompliziert in einem großen Naherholungsgebiet, das hab ich so noch gar nicht wahrgenommen….

Silvester – Abend

Silvester – Abend

Das es für mich ja nichts mehr wirklich Wichtiges zu erledigen gab, hab ich noch ein wenig meine Wohnung umdekoriert…und ähmmm Fenster geputzt…GRINS. Als ich die Blumen auf der Fensterbank und die Weihnachtsdeko umstellen wollte, wurde mir bewusst wie dreckig die Fenster sind…wollte ja die Silvester-Raketen vom Fenster aus betrachten…und ehe ich noch weiter darüber nachgedacht habe, hab ich kurzerhand alle Fenster geputzt…Prima – denn das mache ich nun wirklich nicht gern.

Für das Abendessen brauchte ich heute KEINEN Herd, ich hatte mich für ein mediterranes Vorspeisen-Potpourri entschieden: grüne frische Oliven, gefüllte Weinblätter, Fladenbrot mit verschiedenen Frischkäsecremes, dazu noch geräucherten Lachs und Seranoschinken…..es fehlte eigentlich nur die Melone…die hatte ich vergessen zu kaufen. Aber egal…dazu ein Glas lieblichen Muskateller vom Weingut Weizel…. so schön kann Leben sein…

Da mich so gar nichts im Fernsehen fesseln konnte…jedes Jahr sind es die gleichen Shows, und „lustigen Sketche“….das Meiste ist eh nicht mein Fall…hab ich einen Infosender eingestellt, die Kopfhörer aufgesetzt und mich mit meinem persönlichen Jahresrückblick am PC beschäftigt. Mit anderen Worten, ich hab das Jahr in meinem privaten Tagebuch aufgearbeitet.

Den Kopfhörer hätte ich heute eigentlich gar nicht benötigt, da ich ja ruhig auf der Couch gesessen habe und ganz allein im Haus bin (meine Vermieterin ist in Urlaub geflogen). Aber hier wurde den GANZEN TAG über schon ununterbrochen mit Knallern und Raketen hantiert. Also wie blöd…WENN die doch knallen wollen, dann doch bitte ab Mitternacht, von mir aus stundenlang. Da gehört es hin und dann ist es dunkel und man sieht wenigstens etwas am Himmel… ich fand es nervig….weil unnötig.

Irgendwie vergingen die Stunden bis Mitternacht ganz rasch und beinahe hätte ich es sogar verpasst. Als das permanente leichte Dauerknallen, welches ich trotz der Kopfhörer wahr nahm, mit einem Mal zu einem Stakkato anwuchs schaute ich irritiert auf die Uhr: 0:00 Uhr. Da ist es – das Neue Jahr – 2020, ein neues Jahrzehnt beginnt.

Mit dem Weinglas in der Hand hab ich mich ans geöffnete Badezimmer-Fenster gestellt und hatte eine herrliche Aussicht (warum hatte ich noch mal die Fenster geputzt…grins…), aber nach ein paar Minuten hab ich Schuhe und Jacke angezogen und bin mit meinem Weinglas auf die Straße gegangen. Die Nachbarn von Gegenüber und Nebenan standen ebenfalls draußen und ich hab mit Ihnen angestoßen…

Das Feuerwerk was hier in meiner neuen Heimat…in dieser Norddeutschen Provinzstadt von den Menschen abgefeuert wurde, hätte jeder Großstadt zur Ehre gereicht….so toll, so viel gleichzeitig und so lange…wow….also von Zurückhaltung wegen Feinstaub und so…keine Spur. Insgeheim glaube ich ja, das es zwar viele gibt die nicht mehr knallen…aber die, die es ohnehin tuen sagen sich: jetzt erst Recht…wer weiß ob wir das im nächsten Jahr überhaupt noch dürfen….

Sooo, das war`s dann…ich hab in diesem Jahr von Vielen und Vielem Abschied genommen und jetzt hab ich das Jahr 2019 selber auch verabschiedet. Es war turbulent, es war anstrengend, es war mühevoll, zugleich aufregend und hat mich in ein neues Leben katapultiert.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes aufbrechendes Jahr. Ich habe meine Strukturen aufgebrochen und bin neue Wege gegangen…mich auf den Weg gemacht.

Und diese Aufbruchstimmung transportiere ich voller Zuversicht und Hoffnung in das Jahr 2020.

Frohes NEUES Jahr an ALLE