4.000m Höhe

DAS hab ich heute gewagt…ein Abenteuer…Den 1. Fallschirmsprung meines Lebens (natürlich war das ein Tandemsprung) ….unbeschreiblich, also das ist eine Erfahrung, die ist echt unvergesslich schön.

Bis gestern Morgen war bei mir noch alles okay….war in freudiger Erwartung auf dieses Abenteuer, ich dachte, das ich das mit dem tatsächlichen Sprung aus dem Flugzeug wahrscheinlich so gar nicht richtig mit bekomme. Doch dann hab ich im Internet ein wenig rumgesurft und da war klar….nenene, da sitzt man schon so 2-5 Sekunden an der geöffneten Flugzeugtür, bevor es dann tatsächlich raus geht…

…und dann bekam ich echte Angst und …noch schlimmer…schlechte Laune…BOA …sag mal…auf was lass ich mich da ein….erst im Laufe des Abends fand ich die Vorstellung es sehr bewusst zu erleben wieder positiv aufregend und die Angst war wieder weg…aber Puls und Blutdruck sind seitdem leicht erhöht, das hatte ich erwartet und geschlafen hab ich trotzdem gut….wenn auch nicht so lang.

Der Vormittag zuhause war ganz okay…noch ein Corona-Test im Drive-through….alles prima: negatives Ergebnis….die Sonne schien immer wieder, aber es war windig…hmmm.

Meine größte Sorge war jetzt, hoffentlich kommt jetzt nichts dazwischen….hoffentlich klappt alles….also war ich pünktlich da…aber auch nur ICH war da und eines der Mädels Vorort war überrascht, was ich denn wolle….ähmmm…ich hab einen Termin…und zwar JETZT…..

da dachte ich schon…okay – das war`s dann jetzt…aber ne….achso….die Sprungtermine wurden etwas nach hinten verlegt….aber man hatte mich nicht informiert…na DAS fängt ja gut an….also bin ich noch einmal gefahren….jetzt schon nervös…..und war noch eine Stunde im Wald spazieren.

Danach ging es dann so langsam los, es trudelten immer mehr Menschen ein, Guides, Solo-Springer, Neulinge für Tandemsprünge wie ich……aber es zog sich…..und ich saß in einer Ecke und schaute einem relativ jungen Mann dabei zu, wie er den fertig gepackten Fallschirm eingehend betrachtete und dann ALLES auseinander nahm, auf Matten am Boden sorgfältig den Schirm erneut zusammenfaltete, Stück für Stück….hoffentlich weiß er was er da tut…viele kamen und unterhielten sich mit ihm…..hmm nicht das er abgelenkt ist…..er schaute ab und an zu mir rüber und lächelte…

Ich weiß nicht wieso, aber weil kein anderer noch einmal einen Fallschirm packte, dachte ich irgendwie es wäre ein Anfänger der noch nicht so oft alleine gesprungen ist…hinterher stellte sich heraus, DAS war mein Tandem-Guide….. und als er mich später ausrüstete (Overall, Lederkappe, Brille, Gurtzeug), machte er eine so flapsige Bemerkung, das ich meinte, also ich wäre ja schon aufgeregt genug, da wäre es an ihm der ruhige Gegenpol zu sein.

Er hat den Wink sofort verstanden und von da an hat er in einer ruhigen, aufmerksamen und vertrauenserweckenden Art alles erklärt, das er das Hauptberuflich macht, er schon mehr als 2.000 Sprünge hinter sich hat und auch als Coach tätig ist…und es hat gewirkt…ich hab ihm dann voll vertraut und dann war flapsig und lustig sein, kein Problem mehr..(Ein bisschen wie früher bei Turnieren, wenn ich meine ganze Aufmerksamkeit auf meinen Tanzpartner fokussierte, dem ich ja auch quasi „blind“ folgen musste….hahahs).

Dann gab es die Einweisung, wie man sich bei einem Tandemsprung verhält…..und dann ging es auch ENDLICH los- immerhin waren schon gut 2 Stunden vergangen….Zuerst ging es mit einem kleinen Bus zum Flugzeug…..in zwei Reihen eng hintereinander sitzend ging es hinein….dann hob das Flugzeug auch schon ab und stieg höher und höher, bei tollem Wetter mit großen weißen Wolken, durch die wir hindurch flogen…immer weiter hinauf…über die Wolken hinaus…

….und ich war auf einmal total ruhig, gar nicht mehr nervös….und hab den Flug genossen (man sitzt übrigens mit dem Rücken zur Flugrichtung), der so zwischen 15-20 Minuten dauerte…..unterdessen hat mein Tandem-Guide mich fest an sich und den Fallschirm gegurtet und mir noch einmal alles erklärt…irgendwann ging vor uns die Tür auf und die Solo-Springer sprangen in kurzen Abständen….man sind die verrückt dachte ich noch…danach kamen direkt wir…..

An der offenen Tür auf dem Boden sitzend im Hohlkreuz, die Hände am Gurtzeug, den Kopf im Nacken, die Füße nach hinten biegend….dann der Moment des Hinaus-Fallen….ich schloss die Augen…konnte nicht glauben, das ich das TATSÄCHLICH mache, der kritische Moment des tatsächlichen hinaus-Fallen…dann nach ca. 3 Sekunden hab ich die Augen doch schon wieder geöffnet…wir fielen vom Himmel…nach weiteren 1-2 Sekunden kam schon das Klopfen auf die Schulter, um die Hände vom Tragegurt zu lösen, um diese typische Haltung mit geöffneten Armen einzunehmen, wir fielen der Erde entgegen (irgendwas zwischen 200-240kmh)….FREIER Fall, ich hatte vorher geglaubt, das ich das nicht könnte, die Hände vom Gurt zu lösen…aber es ging gang leicht, ich schaute auf die Erde unter uns….ein unglaubliches Getöse durch den Wind…aber der Blick….GIGANTISCH…nach weniger als 1 Minute im freien Fall, wurde der Fallschirm geöffnet….das war der zweite komische Moment, denn eigentlich sollte es diesen Fahrstuhl-Effekt gar nicht geben….das man durch den Fallschirm das Gefühl hat, nach oben gezogen zu werden, das sei eher eine optische Täuschung ….aber ich hatte schon dieses Gefühl, wahrscheinlich durch den böigen Wind…und mein Guide brauchte auch 1-2 Sekunden bis wir dann auf einmal wirklich ruhig im Fallschirm hingen……und es war eine schöne Stille…das war sooo …unbeschreiblich…nun schwebten wir langsam und ruhig….und mein Guide flog ein paar Kurven, und noch ein paar Kurven…ich weiß nicht wie genau ich es mir vorgestellt hatte- SO allerdings nicht – so toll….

…..ach es hätte auch ruhig noch länger dauern dürfen…aber da kam schon das Kommando: Beine anziehen und dann gerade ausstrecken…und dann sanfte Landung auf dem Hintern….

Mein Guide hat mir zum Geburtstag gratuliert und zu meinem 1. Sprung und meinte ich hätte alles toll mitgemacht….und ich ….vollgepumpt mit Adrenalin hab später noch mehr als 1 Stunde im Fond meines Autos gesessen…so hätte ich nicht Autofahren können…..irgendwann, während ich noch mit meiner Schwester telefonierte, merkte ich dann, das es nachlässt….

Das war ein außergewöhnlicher Geburtstag….und ich bin sehr stolz auf mich, das ich es tatsächlich getan habe.

Ich habe mich an etwas Neues gewagt, bin ein kontrolliertes Risiko eingegangen (ist eigentlich ein Widerspruch in sich), habe Ängste überwunden, meine Komfortzone verlassen….und habe etwas hinzugewonnen: Die Gewissheit ich kann viel mehr und ich bin frei herauszufinden, was das noch alles sein kann…

Apfeltarte mit Marzipan

Nur wenige Zutaten , kein Schnick-Schnack und zügig gemacht…das zeigt mal wieder das tolle Sachen nicht kompliziert sein müssen….

Beim Blick auf den Berg Äpfeln, die schon seit ein paar Tagen in meiner Obstschale lagen…war klar: entweder ich esse in den nächsten Tagen einen Apfel nach dem anderen oder es muss eine andere Lösung her.

Unser Arbeitgeber hat ein wöchentliches Abo für frisches Obst und versorgt uns damit mit Bio-Obst. Durch die Pandemie sind aber aktuell so wenig Kollegen im Büro, das Freitags immer noch einiges übrig bleibt und das teilen wir dann unter den anwesenden Kollegen auf…so fielen letzten Freitag einige Äpfel auf mich und zusammen mit denen ich ich schon gekauft hatte, ist das jetzt mehr, als ich so pur essen möchte.

Okay, also es gibt eine Apfeltarte….und die hab ich dann sofort backen wollen…nur ich hatte keine Eier mehr…okay also ich brauche für den Mürbteig noch eine Ersatz-Zutat um das fehlende Ei auszugleichen…und da fiel mir das letzte Back-Marzipan-Päckchen ins Auge (ist noch von Weihnachten) …..also schnell im Internet geschaut und tatsächlich hab ich ein einfaches Rezept gefunden:

120g Mehl, 100g Butter, 100g Marzipan, 40g Zucker zu einem Mürbeteig verarbeiten…und wie bei jedem Mürbteig 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen….in der Zwischenzeit die Tarteform fetten und 500g Äpfel schälten und in Scheiben schneiden, den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Den Mürbeteig ausrollen und auf die 22cm Form verteilen (meine Form ist 24cm im Durchmesser, deshalb ist der Kuchen am Rand etwas dünner als geplant und nach dem Backen auch ein klein wenig zu dunkel)….die Apfelscheiben darauf verteilen und mit Zimt oder Zimt/Zucker bestreuen und ca. 40 Minuten backen lassen:

Die Tarte soll eigentlich im Backofen auskühlen….aber wie immer liebe ich es, wenn der Kuchen noch warm ist…und was soll ich sagen…der dünne Boden ist phantastisch: mürbe, aber nicht trocken und durch das Marzipan unglaublich lecker……und passt prima zu den Äpfeln…..

ähmmm….okay- also mein Mittagessen hab ich damit schon gehabt….😇

Und wer es gerne vegan möchte, braucht eigentlich nur die Butter gegen Pflanzenfett zu tauschen…cool da hab ich ja gleich mal einen Kuchen den ich demnächst fürs Büro backen kann.

Im Cafè

Ich habe für den Rest der Woche Urlaub und um das gebührend zu würdigen hab ich erst einmal

……..sehr lange geschlafen.. hahahaha das tat gut.

Das Highlight des Tages war am Nachmittag mein Spaziergang in die Innenstadt….das eigentliche Ziel war der Optiker…das filigrane Gestell meiner Gleitsichtbrille hat das ständige Maske-auf und Maske-ab der letzten Tage nicht überlebt…ein Bügel ist abgebrochen.

Leider muss ich im Moment die Brille nehmen….der Online-Shop bei dem ich seit mindestens 15 Jahren schon regelmässig meine Kontaktlinsen kaufe und noch NIE Lieferschwierigkeiten hatte, kann gerade nicht liefern…..Corona lässt grüßen. Na egal.

Zum Glück hab ich ja sogar 2 Gleitsichtbrillen…das „rettet“ mich gerade, wo die eine nun kaputt ist.

Mit dem Erreichen der Fußgängerzone komme ich an der Drostei vorbei und sehe in dem schönen Garten des Restaurants, an diesem schönen alten Haus, Menschen mit Gläsern sitzen….ECHT – die haben auf? Prima….

Das Wetter war zwar leicht windig, aber zum größten Teil schien die Sonne…also irgendwie doch warm…aber nicht so ganz….es gibt neben den ganzen normalen Tischen noch 2 Strandkörbe am Rande….und der eine wurde gerade frei….Soooo der ist für mich – erst einmal wurde der Tisch gereinigt und ich konnte mit dieser neuen Luca-App einchecken…die hatte ich schon vor 1 Woche installiert…..jetzt konnte ich sie tatsächlich ganz unkompliziert zum 1. Mal nutzen (ich weiß, diese App wird gerade sehr gescholten…ich fands trotzdem komfortabel).

ohhh und dann sitze ich nach so vielen Monaten endlich mal wieder in einem Cafè / Restaurant draussen, mit einer Tasse Kaffee (witzig diese kleine Karaffe mit frischer Milch) und einer Weinschorle…..gut geschützt durch den Strandkorb und schaue auf den kleinen Drosteipark….sag nur einer etwas gegen dieses kleine norddeutsche Provinzstädtchen…ich finde es klasse hier….

…und weil es gerade schon für ein verfrühtes Abendessen passte, gab es noch einen Caesar Salad,….die Qualität ist echt super und die Portion reichhaltig….die Croutons waren der Hit…und überhaupt….

DAS tat so gut und wer weiß, wie lange dieses kleine Stück Normalität noch möglich ist, bevor es einen nächsten Lockdown, Shutdown oder eine Notbremse gibt …. das war seit lange zeit mal wieder ein ziemlich PERFEKTER Urlaubstag….

…und obwohl ich mich lange dort aufhielt, hab ich es tatsächlich noch rechtzeitig vor Ladenschluss bis zum Optiker geschafft und nach 15 Minuten war auch meine Brille repariert….aber die lasse ich vorläufig besser im Etui.

Zurück ging es dann mit einem Spaziergang durch den Stadtwald…..

sperrige Namen

Wer denkt sich eigentlich solche Namen aus?

Wer Wirtschaftsnachrichten hört, vor allem auf den Englischen Sendern oder auch Hörbücher über die Finanzgiganten: Blackrock, Vanguard oder State Street…. kommt um die Namen diverser Fonds nicht herum.

Was es mir so schwer macht, den Inhalten dieser Bücher oder Nachrichten zu folgen, sind die manchmal echt lustigen, kryptisch erscheinenden und vor allem sehr langen Namen, wie hier z.B. exemplarisch:

iShares Core MSCI World ETF USD Acc

UBS FS MSCI Emerging Mkts SF USD A acc

…und erst wenn man sich mit dem Thema länger beschäftigt, wird klar wofür diese komischen Buchstaben-Kombinationen stehen….

„MSCI“ ist der Finanzdienstleister der hinter dem Fond steckt und ausgeschrieben stand das mal für „Morgan Stanley Capital International „…okay also Morgan Stanley ist eine amerikanische Investment Bank…. und „UBS“ ist eine Schweizer Bank….und so kann man mit etwas Interesse und etwas Englisch tatsächlich anhand des Namens erkennen was sich dahinter vergeben soll.

Trotzdem finde ich diese Namen sperrig und unhandlich.

Erst Sonne – dann Wind

Der Samstag war so sonnig, das ich den Nachmittag auf meinem Balkon verbracht habe….und das obwohl immer noch die Spuren des Winters zu sehen sind….ich muss mich dringend um meine Dauer-Pflanzen kümmern und meine Pflanzschalen mit den Saisonpflanzen neu gestalten…..

Ich aber blieb in einer absolut entspannenden Liegehaltung, und tankte Sonne auf bloßer Haut (nur Füße, Beine und Arme) und lauschte meinem Hörbuch…erst am Abend hab ich dann noch die Kurve gekriegt und bin an die Elbe gefahren….aber nicht in Richtung Hamburg (da gibt es ja schon die Ausgangssperren ab 21 Uhr) sondern in Richtung „Haseldorfer Marsch“:

Auf dem Deich pfiff der Wind jedoch ganz gewaltig und es wurde ungemütlich, denn entgegen meiner sonstigen Gewohnheit hatte ich auf eine wärmende dünne Jacke unter meiner Windjacke verzichtet und ich hatte keine Mütze dabei…es war ja heute tagsüber sooo warm… Wind an den Ohren mag ich überhaupt nicht….also war der Ausflug auch mit nur 40 Minuten sehr kurz.

Gut das ich Vormittags bereits 25 Minuten auf dem Trampolin stand….hahaha, ja ich hab mich auch darauf bewegt….und vorher hatte ich schon einen Teil Wohnung geputzt….also genug Bewegung für heute….

Tagesausflug: Nord-Ostseekanal (Kudensee)

Nach einem ruhigen Morgen zuhause, hab ich mich am Vormittag wieder ins Auto gesetzt und bin in Richtung Kudensee gefahren….

Der Kudensee gehört zum Kreis Dithmarschen und steht unter Naturschutz….es ist „der letzte Flachwassersee in den Elbmarschen“ ….soweit die Infos aus Wikipedia…..Prima – da fahre ich hin.

Kurz vor dem Ort Kudensee fahre ich auf der Landstraße um eine Kurve und auf einmal realisiere ich ein riesiges Rot-Weißes „Etwas“ in einiger Entfernung, aber direkt voraus….zuerst dachte ich, es wäre ein riesiges Tanklager (weil in Nähe ist ein Industriegebiet)….dann erst bemerke ich, das sich das vermeintlich stillstehende „Etwas“ bewegt und zwar quer zu meiner eigenen Fahrtrichtung.

Dann erst kapiere ich, das ich hier den Nordostsee-Kanal vor mir habe und das „Etwas“ ein großes Frachtschiff ist….hahaha. Um zum See zu kommen, muss ich mit einer kleinen Fähre rüber setzen….aber spontan entschließe ich mich, mein Auto in der Nähe des Fähranlegers abzustellen und direkt am Kanal entlang zu laufen.

Mein Auto zeigte 15 Grad Außentemperatur….in der Sonne waren es gefühlt doppelt zu viele und wenn die Wolken überhand nahmen, fühlte es sich durch den Wind nur nach halb soviel an….hahaha…also perfektes Wetter zum Laufen….

An einer Wasserstraße geht es entweder linksherum….oder rechtsherum….ohne weiter nachzudenken bin ich links entlang des Kanals gelaufen (hab ich mal erwähnt das ich Linkshänder bin…wenn ich mich entscheiden muss, tendiere ich fast immer nach links…während der Durchschnitt in Deutschland sich unbewusst meistens nach Rechts wendet) um nach etwas mehr als 2km festzustellen, das es nicht mehr weiter geht….auf dem Rückweg zum Fähranleger sah ich die Fähre in kurzen Zeitabständen an-und ablegen, okay, dann setze ich halt rüber und laufe dort weiter …und wieder hab ich etwas gelernt:

Fähren die Bundes-oder Landeswasserstraßen überqueren (und dazu gehört der Nord-Ostsee-Kanal) können kostenfrei genutzt werden… Aber natürlich herrscht Maskenpflicht…. MIST – sonst hab ich IMMER ein paar entweder in der Jacke oder im Rucksack…dieses Mal nicht…aber ich durfte trotzdem mit, der nette Mann der das Aus-und Einsteigen kontrolliert meinte, es sei kein Problem – ich sollte mich aber am Rand halten…dann zog ich mir noch mein Halstuch über Mund und Nase, freute mich über diese freundliche Gelassenheit und verfluchte meine eigene Nachlässigkeit ( Memo an mich selbst 😇: Sofort bei Rückkehr zum Auto mindestens eine OP-Maske in mein Notfall-Set legen, das ich i.d.R. im Wander-Rucksack mitführe.

Auf der anderen Seite angekommen, bin ich noch gemütlich am Kanal entlang gewandert, hab mich mit Kaffee, Milchreis und Hefezopf (Mein Mittagessen für heute) am Wasser niedergelassen und einfach nur den vorbeifahrenden Schiffen zugeschaut…Alle Menschen, denen ich begegnete, waren so vergnügt und guter Dinge und ich hab scheinbar auch so gestrahlt, das ich mehrfach in kurze Unterhaltungen eingebunden wurde…..das war lustig.

Heute stand für mich beim Walken/Wandern nicht die Bewegung als Sport im Mittelpunkt, ich war also nicht ganz so zügig unterwegs….es ging mehr um das Genießen der warmen Sonnenstrahlen, die ruhigen Wellen auf dem Kanal, es ging um die vorbeifahrenden Frachter….einfach um ein gemütliches Aufsaugen eines sonnigen Frühlingstages….

Einfach machen….

Auch in diesem Jahr werde ich ein paar Tage Urlaub über meinen Geburtstag haben, denn ich unternehme immer gern etwas Besonderes an diesem Tag….es war schon immer mein ICH-Tag. Das war mir während meiner Beziehung sehr wichtig. Jetzt bin ich getrennt und ich kann jedes Wochenende zu ICH-Tagen machen. Trotzdem möchte ich Geburtstage immer besonders gestalten, auch wenn es nicht immer möglich ist.

2018: 50 Jahre – Zwei Tage vor meinem 50. Geburtstag war die Seebestattung unseres Vaters in Emden….als mein (heutiger) Ex-Freund und ich am Abend vor meinem Geburtstag wieder Zuhause in Hessen ankamen, lagen körperlich anstrengende und mental belastende Wochen hinter mir…und die Wohnungsauflösung in NRW (ich pendelte wochenlang die ca. 280 km pro Strecke) war auch noch immer nicht vorbei….so hab ich an diesem Geburtstag NICHTS gemacht. Selbst zu dem geplanten Restaurantbesuch am Abend fühlte ich mich nicht in der Lage …ich war einfach nur erschöpft – von Allem.

2019: 51 Jahre – Ich wohnte immer noch im Rhein-Main-Gebiet, hatte mich aber schon von meinem langjährigen Freund getrennt und bin mit dem Auto für ein paar Tage an den Gardasee gefahren, um den nächsten Schritt zu überlegen: ich plante meinen langjährigen und sehr stressigen Job zu kündigen und nach Schleswig-Holstein ziehen….und brauchte ein paar Tage Ruhe, um die Entscheidung zu überdenken…meinen Geburtstag hab ich dann bei strömenden Regen in Verona verbracht und es war ein so herrlicher Tag…es fühlte sich schon nach Freiheit an.

2020: 52 Jahre – pandemiebedingt ging ja fast gar nichts und außerdem hatte ich gerade erst erneut den Job gewechselt: Also war ich erst Arbeiten, später im Volkspark den Sonnenschein bei fast 24 Grad geniessen und dann hab ich zuhause auf dem Balkon den Grill angeworfen….das war ein schön relaxter Tag…..gaaaaaanz ohne Aufregung.

Und in diesem Jahr wäre ich gerne wieder mal ins Ausland gefahren….ein paar Tage fernab der Heimat…aber immer noch bestimmt die Pandemie unseren Alltag…trotzdem hab ich ein paar Tage Urlaub und ich habe vor ein paar Monaten bereits angefangen über ein Abenteuer nachzudenken. Wie sagt man so schön: man wird ja auch nicht jünger und die Hürden für sportliche Herausforderungen werden nicht leichter…wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es NIE.

Über das Thema hatte ich mich mit einem jungen Kollegen unterhalten der so begeistert davon berichtet hat und mich mit seiner Euphorie ansteckte und immer wieder flackerte die Abenteuerlust in mir auf….denn es war auch immer so ein unausgesprochener Wunsch von mir, aber jeden Gedanken daran hab ich gleich wieder zur Seite geschoben….das erfordert Mut und ich bin nicht so mutig….

Dann hab ich vor ein paar Tagen, einfach zum Laptop gegriffen und mich angemeldet… als es dann um die Terminauswahl ging musste ich lachen: aaaaach ECHT…direkt an meinem Geburtstag ist noch ein Termin frei? Prima – na den nehme ich doch…..

Bin ich jetzt nervös – NEIN, da ich nur ungefähr weiß, wie genau das abläuft und noch sind es ein paar Tage….im Moment überwiegt noch die Vorfreude auf das Abenteuer….aber noch kann ich nicht sagen, ob ich nicht doch im letzten Moment einen Rückzieher mache….Aber EINMAL im Leben möchte ich das jetzt machen.

Es fühlt sich aktuell so an wie damals, als ich unsportliches, pummeliges Kind eigenständig beschloss vom 5m Brett im Hallenbad zu springen. Das hatte ich vorher nicht lange geplant, das hab ich mit Niemandem besprochen…es gab Niemanden der gesagt hat, das ich das machen muss oder das Mitschüler es vorgemacht haben…es war mein freier Wille es einfach zu versuchen.

5m klingt nicht nicht so viel, aber wenn man oben erst einmal steht, ist das verdammt hoch….und mein Mut drohte mich zu verlassen. Ich konnte zwar schwimmen und vom Beckenrand sogar ein Köpper machen…aber das war es dann schon mit meiner Sportlichkeit…

…aber ich hab dann meinen Kopf einfach ausgeschaltet und bin gerade herunter gesprungen….Jawohl – ich hab es getan….und ich hab es noch 1x wiederholt. Spaß hat es mir auch beim 2.Mal nicht gemacht, aber ich habe meine Angst besiegt und es einfach gemacht…..

Diese Gewissheit reichte mir aus und danach hab ich nie wieder den Sprungsturm im Hallenbad betreten.1990 wurde das alte Soester Hallenbad dann abgerissen. Der Zahn der Zeit…..

Und ehe jetzt der Zahn der Zeit weiter an MIR nagt und inzwischen bin ich ja auch seit vielen Jahren sportlich aktiv….jetzt kommt ein etwas größeres Abenteuer….und ich hoffe es klappt genauso wie damals….Kopf aus und einfach machen….

halbwarme Gemüse-Bowl – mit Ei

Beim Blick in den Kühlschrank hab ich zuerst gedacht aus Tomaten und Gurke könnte ich einen klassischen Tomaten-Gurkensalat machen, aber irgendwie erschien es mir heute zu langweilig damit ….dann sah ich die Rote Beete…..und aaach Frühlingszwiebel und Zucchini sind auch noch da….

Also hab ich mich kurzerhand für eine zweigeteilte Zubereitung entschieden….und damit war die spontane Idee da,es als Bowl anzurichten:

Zuerst einmal in der Pfanne Pinienkerne rösten…dann zum Abkühlen in eine kleine Schüssel geben.

Olivenöl in die noch heiße Pfanne geben, Frühlingszwiebel und Zucchini kleinschneiden darin anbraten, kleingeschnittene und entkernte Tomaten dazu geben, die Schlangengurke schälen (ich finde die Schale oft zu hart), ebenfalls kleinschneiden und am Ende auch mit in die Pfanne geben…mit Salz und frischem Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die gekochten Rote Beete in Würfel schneiden und frischen Parmesan hobeln.

Und da mein Brot noch nicht fertig ist (den Hefezopf hab ich als unpassend wieder zur Seite gestellt) hab ich noch ein Spiegelei dazu gebraten.

Und jetzt alles in der Bowl anrichten: auf der einen Seite Rote Beete mit Salz, Pfeffer und Olivenöl, darauf die Pinienkerne und den gehobelten Parmesan (das allein ist für mich schon eine magische Kombi) und auf der anderen Seite das noch halbwarme nur leicht angebratene Gemüse und darauf das Ei:

Farblich und optisch macht das richtig Spaß, und das alles mit den vorhandenen Zutaten aus meinem Kühlschrank und geschmeckt hat es dann auch noch 🙂

Das „Geheimnis“ des Food-Trends Bowl besteht hauptsächlich im verwenden von gesunden Zutaten die vor allem farblich kunterbunt sind, von allem etwas enthalten und in einer Schüssel optisch ansprechend geschichtet werden…der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt und es müssen dazu auch keine teuren oder ungewohnten Super-Food-Produkte (wie z.B. Chia-Samen, Algen o.ä.) genommen werden…Nehmt einfach was Euch gefällt und schmeckt und los geht es mit einem gesunden, leckeren Essen ….

Jumping – CardioTraining

Als vor ein paar Jahren der Hype um Trampoline als Sportgeräte startete, hab ich mir mal so ein Ding bestellt, weil ich die Idee sehr gut finde….und es mir auch gut vorstellen konnte auf diese Art zuhause zu trainieren.

Soweit, es auch selber auszuprobieren, bin ich jedoch gar nicht gekommen….es kam in 1000 Einzelteilen und ich bin mehr als kläglich am Zusammenbau gescheitert, alles wirkte klapprig und nicht vertrauenserweckend und die Sprungfläche hab ich gar nicht gespannt bekommen…also hab ich es wieder eingepackt und zurück geschickt. Das Trampolin war günstig für ich glaube 129 EUR oder 119 EUR zu haben…

Danach blieb zwar der Wunsch, aber ich war vorerst geheilt mir so ein Teil zu kaufen…Vor einem Jahr hat meine Schwester sich nun eines gekauft…ein sehr teures…aber, für sie war es eine gute Methode, auch bei schlechtestem Wetter mal eben ein gutes Kardiotraining zu absolvieren (und sie musste/wollte zügig einige Kilos verlieren, um so den Insulin-Spritzen zu entgehen).

Als ich Ostern bei Ihr war, hab ich es auch mal ausprobiert und sofort war mein Wunsch wieder da….aber ich und so ein Teil zusammenbauen….neeee, lass mal. Hahaha:

DIESES Sportgerät wird fertig aufgebaut geliefert…es ist sechseckig, mit einem Durchmesser von 136cm und wiegt 13kg, es ist sehr stabil und wird auch von Fitnessstudios für Kurse genutzt.

Aber es ist eben teuer…und das obwohl die Preise mittlerweile schon runter gegangen sind….aber okay, ich hab ja bald Geburtstag, also hab ich es bestellt und in weniger als 1 Woche wurde es von einer Spedition geliefert…sogar einen Tag früher als angekündigt…gut, das ich im Homeoffice war.

Ich hab in dieser Woche bereits mehrfach mein verfrühtes Geburtstagsgeschenk ausprobiert und bin begeistert.

Es ist nun von Vorteil, das ich gleich in 2 Räumen genügend freie Bodenfläche habe, in denen ich trainieren kann…und wenn ich es nicht nutze, dann steht es jetzt hochkant in meinem Kleiderzimmer…..hmmm im Kleiderzimmer muss ich nur wegen der Schräge aufpassen hahaha….im Wohnzimmer geht es eindeutig unfallfreier.

Die Trainingsvideos dazu, die es im Internet gibt, sind wirklich klasse…aber eindeutig zu schnell, das Level ist viel zu ambitioniert für mich….also hab ich mir die Übungen angeschaut und mache diese jetzt ohne die Videos etwas langsamer, in meiner eigenen Geschwindigkeit….das geht auch gut vor dem Fernseher oder mit den Kopfhörern auf….hahahaha.

Es soll meine Walkingrunden und mein „Bodenturnen“ ergänzen…wer weiß wann wir mal wieder normal ins Fitnessstudio gehen können…oder zum Schwimmen.

Der Vorteil beim Trampolin: Es ist ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining, auch gut um das Gleichgewicht zu trainieren…und spricht so ziemlich jeden Muskel im Körper an.

Kochend durch die Woche

In dieser Woche hab ich in der Küche an verschiedenen Tagen verschiedene Gerichte gekocht, und das gipfelte gestern im ultimativen Reste-Essen: Es gab also in Rotwein geschmorten Rinderbraten mit den den Resten einer hellen Zwiebelsoße, dazu Pellkartoffeln aus Kartoffeln vom Bauernhof in der Nähe, Grüne Bohnen und in Olivenöl geschmortes Ofengemüse bestehend aus Brokkoli und Pilzen :

Alles lecker und in der Kombination zwar nicht perfekt, aber trotzdem ging es ganz gut zusammen. Für den Rinderbraten wäre eine dunkele Zwiebelsoße besser gewesen.

Brokkoli ist jetzt nicht so mein Gemüse, ist mir immer zu wässerig und labberig….dann lieber Blumenkohl, da ist wenigstens Geschmack drin. …aber vor ein paar Tagen hab ich eine Unterhaltung mit bekommen, das Brokkoli ohne blanchieren, direkt im Ofen mit Olivenöl und Kräutern dem Gemüse den richtigen Kick geben soll….nun, das musste ich glattweg mal ausprobieren..

Ergebnis: ja – es stimmt…auf diese Weise ist der Brokkoli noch etwas knackig, nicht latschig und auch schmackhafter…aber die frischen Champignons die ich dazu gegeben habe, haben noch besser geschmeckt.

Ansonsten gab es in dieser Woche auch noch einen kleines unspektakuläres (aber leckeres ) Brot,.

Gestern Abend hab ich mal wieder Milchreis gekocht. Noch in warmen Zustand gab es gleich Butter, Zimt und Zucker dazu und anschließen hab ich 2 Portionen in Transport-Behältnissen verstaut….die 3. Portion gab es noch warm, als Nachtisch:

Das sieht jetzt vielleicht nicht ganz so appetitlich aus, aber so sind Zimt und Zucker nicht nur obenauf und ich hab für meinen Ausflüge gleich etwas zum Essen dabei. Diese kleinen Behälter haben noch Löffel die man dran klipsen kann…perfektes to-go Essen für zwischendurch.

Man muss sich ja heute immer wieder etwas Einfallen lassen, wenn man unterwegs ist….so ohne Cafés und Restaurants zum Einkehren.

Und heute hab ich noch einmal ein „Osterbrot“ gebacken…also einen Hefezopf…nach dem tollen Ergebnis zu Ostern mit dem „Kochstück“ wollte ich jetzt noch einmal einen ohne backen….um zu vergleichen, wie lange sich die Haltbarkeit verändert.

Auch dieser Hefezopf ist wieder gelungen, wenn er auch nicht ganz so hochgegangen ist, wie beim letzten Mal….aber er ist feinporig und schmeckt richtig gut, auch mit weiter reduziertem Zuckeranteil im Teig.
Das ist das Schöne am selber backen: man kann solange ausprobieren, bis es zum eigenen Geschmacksempfinden passt…..