Das Gespräch

Als ich Donnerstag ins Büro kam, war ich immer noch nicht wieder gut gelaunt….das mit Kollegin Cordula saß noch in mir wie ein Stachel. Und ja ich bin ein „Stier“ also stur und nachtragend. Aber ich habe im Laufe meines Lebens gelernt, wenn es mich beschäftigt, muss ich darüber sprechen….aber eben besser nicht sofort….lieber eine Nacht darüber schlafen.

Als gegen Mittag Kollegin Cordula alleine in ihrem 2er Büro war, bin ich zu ihr rüber und habe gefragt ob sie kurz Zeit hat….und dann habe ich ihr ruhig gesagt, das es mich sehr getroffen hat WIE sie einen Tag zuvor mit mir gesprochen hat und das ich leider die Angewohnheit habe, sehr spontan und ohne darüber nachzudenken im selben Ton zu antworten…ich bin dann sofort im Verteidigungsmodus und das mir meine Reaktion leid tut, das ich hätte ruhig bleiben und mir ihren Ton einfach hätte verbitten lassen müssen, anstatt in den Abwehr-Modus zu gehen.

Sie hat merkwürdig geschaut und gesagt, ihr wäre es auch aufgefallen, das ihr Ton evtl. nicht passend wäre…und dann hat sie eine Erklärung gebracht, die für mich aber vorne und hinten nicht passte…bis klar war, sie redet von einer anderen Situation innerhalb des Meeting. Auf meine Aussage es gehe um den Anfang des Meetings in dem sie mich ohne Anlass und Vorwarnung und ohne das ich bei diesem Treffen zu dem Thema überhaupt schon etwas gesagt hätte, persönlich angegriffen hatte….da hatte sie keine Erklärung dafür, warum sie so reagiert hat, aber sie hat sich dafür entschuldigt.

Nicht das ich danach schlagartig gute Laune hatte, aber mein Seelenfrieden war wieder herstellt…und ich bin zurück in mein Büro und habe ruhig und konzentriert weiter gearbeitet. Die Angelegenheit ist damit für mich erledigt…aber es hallt noch etwas nach…und wie immer bleibe ich nach solchen Aktionen erst einmal verhalten und ziehe mich etwas zurück.

Denn natürlich bekomme ich bei solchen Gesprächen immer einen Kloss im Hals und die Tränen schießen mir schnell in die Augen….diese Reaktionen meines Körpers kann ich leider nicht kontrollieren und es nervt mich schon mein ganzes Leben….manno, es ist doch nicht notwendig sich auch noch nach außen verletzlich zu zeigen…reicht doch, das ich mich dabei so fühle.

Naja – das bin eben ich und ich werde es wohl nicht mehr an mir ändern können.

Freitagmorgen dann wachte ich mit Kopfschmerzen auf, bin trotzdem ins Büro gefahren…aber es wurde nicht besser – im Gegenteil….also habe ich mich in unserem Abteilungs-Chat krank gemeldet, dann auch noch in unserer Arbeitszeit-Erfassungs-App und bin nach Hause gefahren.

Woher die Kopfschmerzen so plötzlich kommen – keine Ahnung, entweder es ist der Wetterwechsel von „heiß“ auf „frisch“ oder das Thema oben hat mich mehr beschäftigt als mir lieb war oder eine Mischung aus Beidem….ist aber auch egal.

Den gestrigen Tag habe ich hauptsächlich schlafend auf der Couch verbracht….erst am Nachmittag ließen Kopfschmerzen und Übelkeit endlich nach und heute ist alles wieder okay.

Sooo jetzt ist Wochenende und morgen sollen es schon wieder 30 Grad bei uns werden…seufz…zum Glück nicht mehr, wie in anderen Landesteilen….aber für mich ist es einfach eine Belastung und nimmt mir die Freude mich draußen aufzuhalten.

Ein Gedanke zu “Das Gespräch

Hinterlasse einen Kommentar