Learning by mistake

Noch vor ein paar Tagen war ich überzeugt davon, das ich den Urlaub in der kommenden Woche, eigentlich gar nicht brauche…

Immerhin arbeite ich erst seit April für diese Firma und eigentlich lief bisher alles relativ locker und easy…. hahaha leicht verdientes Geld und Spaß macht es auch noch.

Bis ich jetzt das 1. Mal mit dem Spezial-Report aus DK meine Bekanntschaft machen durfte…und auf einmal lief es gar nicht mehr rund.

Also nach der Datenübernahme von 11 neuen Gesellschaften sagt mir mein Computer-System das die Bilanz aufgeht und die G+V  ebenfalls stimmt….prima…dann kann ja gar nichts mehr schief gehen – dachte ich.

Mein Kollege hatte mich schon vorgewarnt, das es mit dem besonderen Report gerade zu Anfang immer einige Schwierigkeiten gibt… ich hab einen Probelauf gemacht….ach die paar Daten…sieht doch gut aus…alles richtig im laufenden Jahr…kein Problem – dachte ich.

Ich hab aber nicht auf das Vorjahr geachtet und als ich es  endlich gemerkt habe wurde ich unruhig…warum geht auf einmal die Bilanz mit den Vorjahreswerten nicht mehr auf? Das kann doch nicht sein…in meinem System sieht es gut aus….aber der Report für die Zentrale wird mittels eines Spezialprogramms aus meinen Daten gezogen…warum  stimmen dann die Werte nicht?

Wie immer wenn ich die Funktionsweise eines Programms nicht kenne, versuche ich es herauszufinden…. dann verändere ich die Buchungen und schaue was passiert…und was dann passierte machte mich zuerst sprachlos….

Es  werden also nicht nur fertige Daten übernommen – sondern einige Dinge errechnen sich auch,  durch bestimmte Parameter haben sich das Eigenkapital und das Ergebnis  ständig verändert….aber richtig wurde es damit nicht….

Und immer wenn ich endlich das Vorjahr stimmend hatte, passte das laufende Jahr nicht mehr und als ich dann endlich glaubte eine Lösung gefunden zu haben und beide Jahre ordentlich angezeigt wurden,  stimmten auf einmal  die Querchecks in den Bewegungsdaten nicht mehr.

….es hat Tage und zig Versuche gebraucht  um herauszufinden, wie das alles zusammen hängt…leider war das Helpdesk an dieser Stelle keine wirkliche Hilfe und mein Kollege hatte keine Zeit….

Dann endlich Donnerstag Mittag platzte der Knoten in meinem Kopf und ich hab es für alle 11 Gesellschaften  so geändert, das alles funktionierte. Aber logisch fand ich das nicht.

Und genau DAS war mein Problem…im Hintergrund hab ich immer noch nach einer Erklärung gesucht…und heute Nacht um 3:34 Uhr bin ich dann aufgewacht und war der Überzeugung jetzt ist ganz bestimmt alles noch viel falscher  (das Wort gibt es eigentlich nicht: weil falsch ist falsch und lässt sich nicht deklinieren hahaha) …und ich war so beunruhigt das mir dieses  Durcheinander bestimmt am Jahresende auf die Füße fallen wird, so das ich bis zum Aufstehen weiter gegrübelt habe, wo da eigentlich die logische Erklärung liegt….

…ich war der felsenfesten Überzeugung jetzt ist alles komplett falsch…hahaha….also hab ich heute Morgen (unausgeschlafen und mit Kopfschmerzen) noch einmal das Thema aufgerollt und noch einmal mein System nach den Korrekturbuchungen und den Report für den Konzern überprüft und jetzt muss ich sagen…ich habe  zwar neue Erkenntnisse erlangt, verstehe es trotzdem nicht, aber es scheint trotzdem in Beidem richtig zu sein.

In solchen Momenten merke ich, das ich doch die Buchungslogik von SAP  vermisse….hier konnte ich nach so den vielen Jahren der Nutzung sicher sein,  das alles funktioniert… und wurde wie vieles zusammenhängt…

Wenn es einen Nachteil an dieser Firma gibt, für die ich jetzt arbeite, dann ist es genau das, ich vermisse SAP und ich vermisse die IT-Kollegen mit denen ich Probleme wirklich besprechen und durchtesten konnte.

Na gut, immerhin glaube ich jetzt zu wissen, das mir diese Buchungs-Umwege die ich gehen musste, um den Report einwandfrei zu bekommen,  am Jahresende keine Probleme bereiten werden…aber das werde ich erst wissen, wenn ich den gleichen Report für das Jahresende erstellen muss…

JETZT zumindest kann ich beruhigt  in  den Urlaub gehen und den hab ich dann auch sehr schnell heute eingeläutet….nach dem Mittagessen mit einigen Kollegen aus der Projektabteilung, bei einem Italiener in der Nähe, hab ich um 13.30 Uhr das Büro hinter mir gelassen.

So und diesen Nachmittag hab ich dann damit verbracht, den fehlenden Schlaf nach zu holen… Jetzt kann der Urlaub beginnen….1 Woche!

ich fröstele….

Jetzt muss ich gerade mal über mich selber lachen….

Die  aktuelle Hitze finde ich teilweise als unangenehm und versuche  Wohnung, Büro und mich selber in einem erträglichem Klima zuhalten. Zumal mich ja die innere Hitze  auch nicht verschont. Hab sogar die letzten 2 Tage die Klimaanlage im Auto angeschaltet, was ich EIGENTLICH schon das 2. Jahr nicht mehr tue. Das war auch keine gute Idee….hmmmm ich müsste mal den Filter wechseln lassen…es roch etwas unangenehm.

Heute Abend nun sind es auf dem Balkon angenehme  24 Grad bei leichtem Wind, also genau die Temperatur, die ich ziemlich in Ordnung finde…und was mache ich?

Fast wie ferngesteuert gehe ich rein und hole eine leichte Strickjacke, um mir diese über die Schultern zu legen….hahahaha: 24 Grad und mir ist es gerade „zu frisch an den Armen“….ja der Körper ist ein Wunderwerk….schon nach 1,5 Wochen hat  sich mein Körper klammheimlich doch  an die Hitze gewöhnt…

Ein schöner Abschluss

Ein schöner Abschluss

…für dieses heiße Sommer-Wochenende

Nachdem ich den Tag heute eher faul und müde  zuhause auf dem Balkon verbracht habe,  bin ich gegen Abend spontan ins Auto gestiegen und nach Wedel gefahren.

Mein Rad war ja von gestern noch im Auto…also rauf aufs Rad….aaaach so gegen 20 Uhr waren es noch ca. 27 Grad  so war schon durch den Fahrtwind die Abkühlung zu spüren….und am Hettlinger Ufer hab ich mich am Strand nieder gelassen,  meine Shorts hochgekrempelt und bis zu den Knieen im Elbwasser am Ufer entlang geschlendert…dazu ein herrlicher Sonnenuntergang…

….. mehr gibt es eigentlich nicht zusagen…. außer das es insgesamt  heute locker leichte 36km mit dem Rad waren.


 

Fladenbrot – das Ur-Brot der Welt

Das einfachste Brot, das es fast überall auf der Welt gibt, ist das Fladenbrot.

Es ist ungesäuert und besteht in der Regel nur aus Mehl, Wasser und Salz/sonstigen Gewürzen. Aber bei uns in Deutschland gibt keine eigene Kultur für diese Form des Ur-Brotes.

Wir sind das Land der Vielfalt in den Brotsorten und hier bestehen die Brote aus Hefe- oder Sauerteig…in über 700 verschiedenen Variationen und in der Regel haben die Brote eine Form, um daraus Scheiben schneiden zu können.

In den letzten Monaten backe ich regelmässig Fladenbrote mit Hefe…also die erweiterte Form des Ur-Brotes….dieses Brot bekommt mir besser, als die sonstigen Gekauften und ist einfach herzustellen.

Da ich meinem Einkauf gestern „hitzefrei“ erteilt hatte und auch keinen Hefeteig vorbereitet…hab ich heute seit längerem mal wieder ein klassisches Fladenbrot ohne Hefe gemacht:

Zubereitungszeit: 1 Minute, Backen in der Bratpfanne: ca. 5 Minuten je nach Dicke

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Weizenmehl, Wasser, Salz und Kräuter der Provence (oder jedes andere Gewürz das man mag) zu einem Teig verrühren, ausrollen und mit etwas Olivenöl in der Bratpfanne mit Deckel auf beiden Seiten braten ….Fertig

(ergänzen kann man es z.B. mit einem Tomatensalat oder Oliven und Knoblauchbutter )

Unterm Sternenzelt

Unterm Sternenzelt

Gestern war es soweit, die Temperaturen in der Nacht  hier sollten bei knapp unter 20 Grad bleiben.

Angeregt durch den Beitrag von  „Schöne Perle“ hab ich mich entschlossen diese Nacht auf dem Balkon zu schlafen. Danke Monika für die schöne Idee!!

Also Wolldecke auf den Fliesenboden des Balkon, darüber meine klappbare Gästematratze auf der ich im letzten Jahr ein paar Wochen habe schlafen dürfen…darüber eine dünne Baumwolldecke als Bettlaken und zum zudecken meine Sommerbettdecke, na klar und ein Kopfkissen.

Als Sichtschutz für die eine Seite hab ich meinen Sonnenschirm nicht ganz zugeklappt und so gestellt, das die Nachbarn von schräg nicht auf den Balkon gucken können.

Es waren noch 23 Grad als ich mich gegen 23 Uhr hin gelegt habe …sternenklarer Himmel und mit etwas Glück würde ich sogar eine Sternschnuppe sehen können….immerhin ist im August die Zeit des Perseiden-Schauers…

kaum lag ich in meinem Bett unter freiem Himmel und hab in die Sterne geschaut….war ich auch schon eingeschlafen. Wenn  tatsächlich Sternschnuppen am Himmel zu sehen waren, haben sie mich  gesehen können…ich sie jedoch nicht.

Und aufgewacht bin ich das 1. Mal um 4 Uhr Morgens….es fing langsam an zu dämmern und ich hab die kühle Luft auf meinen Armen genossen…war aber froh, das ich sonst unter der Decke lag….und kaum gedacht, hab ich schon weiter geschlafen.

Erst als eine Elster versuchte auf der Dachrinne zu landen, bin ich dann wirklich wach geworden… hab aber noch eine Weile gelegen und den  wenigen Schleierwolken des Morgens  beim langsamen Vorbeiziehen zu geschaut…

Erst jetzt ist mir klar geworden wie friedlich und ruhig es hier vor allem Nachts ist. In der Nacht werden Geräusche ja viel deutlicher wahr genommen….es war eine himmlische Ruhe…

Ich habe noch nie auf dem Balkon übernachtet…die letzten Jahre hatte ich einen eher offenen  einsehbaren Balkon im Hochpattere…der Balkon meines Ex-Freundes war viel zu klein und davor hatte ich viele Jahre überhaupt keinen Balkon… Schade eigentlich.

Frisch und munter hab ich  mich also heute  aus meinem Freiluft-Bett erhoben und nun sitze ich hier erneut auf dem Balkon und plane meinen Tag…

Nicht fertig – trotzdem Feierabend

Meinen heutigen Abgabetermin hätte ich FAST geschafft….oder um es mal so zu sagen: ich hatte heute Nachmittag meine Daten zur Abgabe fertig…und als ich gerade die Mail nach DK schicken wollte, meinte mein Kollege er hätte gerade die Genehmigung erhalten noch eine Rechnung für diese Gesellschaft zu schreiben, die ich gerade fertig melden wollte.

BITTE? …. sag mal….. geht`s noch?  Es ist bereits 16 Uhr  und ich habe HEUTE Abgabetermin…hab ALLES fertig…und nun soll noch mal eine Rechnung kommen, d.h. ich muss unzählige Excel-Sheets noch einmal anpassen…..Gut das ich viele Quer-Checks mit Formel hinterlegt habe, die aktualisieren sich  somit automatisch…trotzdem muss ich die Daten erst einmal manuell eintragen und dann muss noch einmal durch geschaut werden….

Noch vor weniger als 1 Jahr hätte ich einmal kurz aufgeheult…mir einen frischen Kaffee geholt und mich an die Arbeit gemacht.

JETZT … in meinem neuen Leben hab ich auch einmal kurz aufgeheult…eine Mail nach Dänemark geschrieben ob es Okay ist den Abschluss erst Montag fertig zu melden, da der Kollege noch etwas berechnen muss.

Rückmeldung der Zentrale: OK und schönes Wochenende…

Hahahaha und genau  in dem Moment hab ich Feierabend gemacht…und was macht mein Kollege?

Mit Blick auf meinen Aufbruch…macht er ebenfalls Feierabend…die Rechnung bekomme ich also erst Montag von ihm…und schwuuups war er sogar noch vor mir weg….

Nun gut…..dann ist ja alles klar und auf dem Nachhause-Weg hab ich noch den halben Hofladen leer gekauft und gleich mal eine Pfifferlingspfanne zum Abendessen gemacht und die letzten Erdbeeren vom Feld als Nachtisch…. hmmm – lecker:

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Einfach nur mit Frühlingszwiebel und etwas Speck gebraten und mit einer Scheibe Bauernbrot und Butter war das leeeecker …

Wenn die Intelligenz nicht ausreicht…

…muss man den Rest über Fleiß erledigen!

Hahahaha – ich weiß nicht genau, warum ich mich gerade JETZT an diesen Spruch erinnere…ich weiß nicht einmal mehr von wem der Spruch stammt … es ist Jahre her, das ich den mal gehört habe.

Aber er passt zu meinem heutigen Tag.

Seit Wochen schon grübele ich über einem beruflichen Problem…verursacht durch eine Mitarbeiterin im Steuerbüro. Es ist das LETZTE noch verbliebene Schwarze Loch nachdem ich die Daten übernommen habe.

Fragestellung: Wie kommt die gute Dame auf die Werte der Bestandsveränderung?

Mit aller Logik und mit all meinen geistigen Möglichkeiten bin ich nicht auf ihre Zahlen gekommen.

Daher blieb mir jetzt nichts anderes übrig, als mit jeder Menge Fleiß erneut eine Excel-Liste zu basteln und das komplette Jahr mit Hilfe jeder einzelnen Rechnung im Ordner und Kontrolle mit meinen Buchungen und den Buchungen, Umbuchungen und Rückbuchungen des Steuerberaters abzugleichen. Nach 9,5 Stunden Arbeit hab ich es endlich fertig…und siehe da:

Die Zahlen der guten Dame aus dem Steuerbüro waren falsch….JETZT hab ich es schwarz auf weiß…bei mir geht alles auf und auch alle Quer-Checks stimmen.

Diese Fleißarbeit hätte ich mir evtl. schenken können, wenn ich mich auf meine Logik verlassen hätte…auf der anderen Seite kann ich jetzt anhand der neuen Excel-Datei alles nachweisen und kann diese auch zukünftig weiterführen….also vergeblich war diese Mühe auf keinen Fall.

Also hoch die Tassen (bei mir Früchtetee) und Feierabend gemacht…nun sitze ich auf dem sonnigen Balkon und freue mich auf diesen Fleiß-Erfolg .

Es regnet – ich tropfe

Heute ist es mir schwer gefallen mich zu einem Ausflug zu motivieren…und so hab ich den Vormittag auf dem Balkon verbracht…über Mittag hab ich die Wohnung aufgeräumt und es mir danach auf der Couch bequem gemacht…

….Als ich mich dann endlich für eine kleine Runde mit dem Rad überredet hatte, waren es noch 23 Grad und nur leicht bewölkt…aber  es sollte später ja noch regnen…also fahre ich jetzt oder heute gar nicht mehr….

Kaum im Naturschutzpark Wedeler Aue angekommen, hab ich  mich in Richtung Schnaakenmoor gewendet und um den Wildpark herum  wollte ich wieder zurück….ich hab mal wieder für mich neue kleine Wege genutzt…und eine sehr schöne Strecke gefunden.

Während ich also kreuz und quer den verschlungenen Wegen zwischen Moor und Wald gefolgt bin, zogen sich Wolken immer weiter zu und der Himmel verdunkelte sich ….aber Lust die Fahrt abzubrechen hatte ich jetzt nicht. Nicht JETZT – wo ich doch endlich unterwegs war …dann frischte der Wind auf….und die ersten Tropfen fielen…das ist ein schönes Geräusch…ich hatte eine leichte Regenjacke  mit Kapuze und kurze Hosen an…kein Problem also…. aber der Regen wurde heftiger…

Als ich dann wieder vor meiner Haustür stand ,war ich ein einiger nasser Tropf…..hahaha   Jacke,  Schirm-Kappe,  Hose, Socken und Schuhe…alles tropfte…und ich?

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht…trotz des heftigen Regens…jetzt bin ich wieder munter und fühle mich frisch….und den Rest des Abends kann ich jetzt mit kochen und bügeln verbringen…man bin ich froh das ich doch noch raus gegangen bin…

so waren es in dieser Woche immer hin 43 km die ich zu fuß unterwegs war und 21km mit dem Rad….okay – es hätte mehr sein können…normalerweise komme ich immer über 50km ….auf der anderen Seite ist Sommer und da bin ich manchmal schon etwas faul…ähmmm  ich meine gemütlicher….

 

 

Schreck-Sekunde

Natürlich  gehen Treffen der Familie Wirbelwind nicht immer glatt…

Meine Schwester und ich haben so eine Dappigkeit…das führt manchmal zu blöden, manchmal schmerzhaften, oft zu unfreiwillig komischen und manchmal eben auch so unangenehmen Momenten.

So einen unfreiwillig komischen Moment hatte meine Schwester ein paar Tage vor unserem Treffen mit einem Einkaufswagen….durch diese Dappigkeit hat sie sich die Rippen an dem Einkaufswagen geprellt, als sie gegen eine Bordsteinkante stieß…WIE sie das hinbekommen hat…hahahha  keine Ahnung – ist aber typisch: Sie hat die Schmerzen….ich hab gelacht.

Nicht mehr gelacht hab ich allerdings gestern, als ich mitten während des Shoppens feststellen musste, das mein kleines Klemm-Portemonai NICHT mehr an meinem Hosenbund hing….SCHOCK.

Nicht nur das da Geld, Ausweis und Kreditkarten drin waren…es war vor allem auch mein Haustür-Schlüssel drin…Wenn ich unterwegs bin, trage ich entweder einen Brustbeutel unter dem Shirt oder ein kleines Klemm-Portemonai innen am Hosenbund….und auf einmal ist es WEEEEEGGGGGGGGG.

Ich werde in solchen Momenten nach Außen sehr ruhig: hab zu meinen Beiden gesagt: wir treffen uns später am Hafen…ich muss  jetzt noch mal den Weg zurück gehen. In dem Moment wollte ich nicht das hektische Geschnatter meiner Schwester oder Kommentare meines Schwagers…bei so etwas brauche ich erst einmal Niemanden der versucht zu helfen, ich muss mich konzentrieren und will ja nicht hektisch und  kopflos agieren (Beispiel: meine Schwester hat  beim Erdbeerstand nachgefragt – wir waren nicht einmal in dessen Nähe haha) ……evtl. hab ich es in einem der Geschäfte verloren.

In meinem Kopf  bin ich schon den Weg zurück gegangen…wo und wann hab ich es das letzte Mal gesehen oder gefühlt….als ich den Südwester am Hafen gekauft habe….und dann ?…. ich bin ja manchmal schusselig vielleicht hab ich es mit dem Regenhut in den Rucksack?…ich hatte den Gedanken noch nicht einmal ganz zu Ende gedacht und schon den Rucksack aufgemacht, den Hut rausgenommen und tatsächlich, da lag das kleine Portemonai ganz friedlich. Stimmt – ich hatte in dem Angelladen beim Bezahlen mit dem Verkäufer eine lustige Unterhaltung und hab dann alles zusammen einfach nur in den Rucksack gepackt….so ganz nebenbei…unbewusst eben…

Der Stein der mir vom Herzen gefallen ist, war riesig…und nachdem ich Schwester und Schwager wieder informiert hatte: alles  I.O. –  alles da…hab ich mich irgendwo  am Rand niedergelassen und mich dem  Schreck hingegeben…die Nerven flatterten und es hat eine Weile gedauert, bis ich meine Unbeschwertheit wieder gefunden hatte…wir haben uns dann erst einmal in einem Cafè niedergelassen….und auf den Schreck etwas getrunken…mit Alkohol…

Im nachhinein hat es mich geärgert, das ich WIEDER einmal etwas Wichtiges unbewusst verstaut habe…das passiert mir in letzter Zeit öfter: Vor allem bei Handy, Portemonai, Schlüssel oder auch letztens hab ich bestimmt 1 Woche Führerschein/Fahrzeugschein vermisst… ja klar -sind wieder aufgetaucht….trotzdem-  Ich muss echt vorsichtiger damit sein.

 

 

Mit dem Raddampfer….

Mit dem Raddampfer….

…nein nicht über den Mississippi im Süden der USA, sondern ganz corona-tauglich:  ganz nahe und in Deutschland: auf der Schlei…und natürlich hat die Schlei Princess auch einen Motor um uns zielsicher bis zur Schlei-Mündung und zurück zu schippern.

Ich hatte  Karten für die Schiffstour ebenso vor-reserviert, wie die Plätze am frühen Abend im Restaurant….weil ich befürchtet hatte, das wieder halb Deutschland auf dem Weg an die bekannten Küstenorte ist.

Kappeln ist hierbei zwar kein klassischer Küstenort, aber die Schlei ist ein 42km langer Meeresarm der Ostsee. Ob es sich dabei um eine Förde oder Fjord handelt ist laut Internet umstritten….ist mir persönlich aber egal. SCHÖN ist sie trotzdem.

Mit Schwester und Schwager hatte ich mich für 11 Uhr verabredet…um 11.15 Uhr sollte es bereits auf das Schiff gehen….Getreu der Devise „lieber zu früh – als zu spät“ und man ja nie weiß wie die Verkehrsverhältnisse unterwegs sind, hatte ich mehr als reichlich Pufferzeit für die Fahrt eingeplant:

7 Uhr aufstehen, 8 Uhr los fahren und vor der Rader-Hochbrücke (bei Rendsburg ) war  ich dann in einem ca. 10km langen Stopp-and -Go  Schleichmodus…und kam trotzdem bereits um 10:08 Uhr in Kappeln an….im Radio gaben sie gerade durch das an der Hochbrücke jetzt 12km STAU ist. Prima – wäre ich später los gefahren, wäre ich da voll drin gewesen ….so war ich zwar eine Stunde zu früh da, aber auch meine Familie, die ja von der anderen Seite kam, waren auch schon um 10.20 Uhr am Treffpunkt.   Hahaha – das liegt bei uns echt in der Familie….keiner mag zu spät kommen.

Also haben wir die Karten für das Schiff gekauft und uns sehr früh die Plätze auf dem Oberdeck  gesichert.

Norddeutsche  „Einheimische“ haben ja ein anderes Verhältnis zum Wind und zum Wetter im allgemeinen. Es war warm und mein Schwager war nur mit kurzärmliges Hemd und halblanger Hosen bekleidet. KEINE Jacke. Meine Schwester hatte  ein Sommerkleid mit freien Schultern und nur ein kurzes Strickjäckchen dabei…..ICH hatte ein ärmelloses Top und halblange Hosen an: ABER eine Sportjacke im Rucksack UND dazu noch Wind-Regenjacke ganz unten im Rucksack., dazu noch ein Schal..für den Fall aller Fälle war ich also gerüstet. Immerhin waren wir ja auf einem Schiff und so ein Fahrtwind kann ja auch mal kühl sein.

…und kaum hat das Schiff abgelegt, hat sich die Sonne auch längere Zeit verzogen und lt. Schwager ging ein leichter Ostwind…Wir auf dem Oberdeck waren ungeschützt und sogar meinem Schwager war ein wenig kalt….wenn er das schon freiwillig zugibt, war ihm wohl wirklich kalt….Ich zumindest war froh meine Sportjacke anziehen zu können..

Die Fahrt haben wir trotzdem genossen und bei Kaffee und Fischbrötchen geklönt und die Umgebung angeschaut….Das Schiff war nicht voll besetzt….auf dem Oberdeck saßen zwar an jedem der 6-8er Tische Personen, manchmal aber eben nur zu zweit Nur ein Tisch war wirklich voll besetzt…und die gehörten alle zu einer Familie. Auf den beiden anderen Ebenen waren nicht mal 1/3 der Tische belegt…

Das Personal war lustig und freundlich und die Fahrt hat Spaß gemacht…Zielpunkt: die Lotseninsel an der Schlei-Mündung. Hier haben wir Zeit für einen Landgang…aber das war etwas enttäuschend….nicht nur weil es auch dort sehr zugig und kalt war, sondern weil das Naturschutzgebiet komplett gesperrt war….beim nächsten Mal würden wir dann lieber den Landgang im Fischerdorf Maasholm machen….das wäre auch möglich gewesen…aber ich dachte ein Grundgang auf der Lotseninsel wäre schön….

Der Rückweg mit dem Raddampfer war dann wesentlich angenehmer, da der Wind nachgelassen hat und sich auch die Sonne wieder hervor getraut hat.

Den Rest des Nachmittags haben wir in Kappeln verbracht mit Softeis,  bummeln und etwas shoppen:  ich habe jetzt endlich auch einen echten „Südwester“…den hab ich im Angelladen am Hafen gekauft. Das tolle ist, der hat auch ein Bindeband unter dem Kinn, so das es auch bei Wind nicht gleich vom Kopf weht…hahahha so ein Ding wollte ich schon den ganzen Winter über haben, da ich ja doch oft bei Regen spazieren/wandern gehe. Mit dem Südwester ist nun meine Wanderausrüstung so ziemlich komplett.

Für den Abend hatte ich im „Restaurant am Hafen 19“ einen Tisch reserviert….wir haben draussen gesessen und hatten alle 3 etwas mit Fisch…Das Restaurant kann ich wirklich sehr empfehlen…Die Karte ist überschaubar, dafür hat uns alles geschmeckt was wir auf den Tellern hatten und der Service war einfach KLASSE.

Nach einem abschließendem Spaziergang an der Schlei entlang haben wir uns wieder in die Autos gesetzt und waren  uns einig: das war ein schöner Tag…

Südwester: ist ein robuster Regenhut aus wasserabweisendem Material. Die Besonderheit ist die breite Krempe die besonders im Nacken weit  über die Schultern  herunterreicht, so das der Regen nicht in die Jacke läuft….früher war es die klassische Kopfbedecktung der Seefahrer, zusammen mit dem Ostfriesennerz…ich kenne auch noch den Begriff des „Ölzeug“…