Brot – wieder selber backen

Und weil ich gerade meine lieb gewonnenen Angewohnheiten wieder aufnehme, hab ich gleich nach der Wanderung mal wieder ein Weizenmehl-Brot gebacken:

Die ersten Scheiben gab es natürlich sofort, noch warm und nur mit Butter. Außen knusprig – innen fluffig….hmmm lecker:

Allerdings lag davor noch der Kampf mit meinem Backofen…..es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert hatte, wie ich nach der Reinigung das Metallgestell wieder einbauen muss. Der Elektro-Monteur hatte es mir zwar gezeigt, aber es klappte nicht….nach dem Studium der Bedienungsanleitung hätte es jetzt klappen sollen: es klappte aber nicht.

Die Einhark-Technik hab ich zwar richtig angewendet…trotzdem hielten die beiden Gestelle weder links, noch rechts….bis ich irgendwann feststellte, ich hab die Seiten vertauscht…uuups…. danach ging es schnell und einfach.

Wieder Sonntagsausflüge

Wieder Sonntagsausflüge

Jetzt wo das Thema mit der alten Wohnung, Umzug und Einrichten im neuem Zuhause endlich erledigt ist, hab ich auch wieder Muße für meine so liebgewonnen Ausflüge am Wochenende.

Heute also ging es ins Nienwohlder Moor, das ist im Kreis Bad Segeberg in der Nähe von Bad Oldeslohe und damit gar nicht so weit von mir entfernt….Das stürmische und regnerische Wetter der letzten Wochen hat den Goldenen Oktober jetzt endgültig fortgeweht….na gut – ist ja auch schon Mitte November….Die Bäume sind teilweise schon ziemlich kahl.

Atmosphärisch schön war es heute Morgen trotzdem kurz nach 8 Uhr….und mit 9 Grad und ohne Wind auch echt angenehm zu laufen….In Itzstedt hab ich das Auto abgestellt und bin in Richtung Moor gelaufen….aber zuerst ging es außenherum….zur Quelle der „Norderbeste“.

Ja auch wandern bildet: denn ich kannte diesen kleinen Fluss überhaupt nicht. Also die Norderbeste fließt ab in die Trave und dann in die Ostsee. Die Quelle ist jetzt unspektakulär und wohl auch nicht ganz klar wo sie genau liegt, aber es gibt einen Markierungsstein und dahinter, direkt vor dem Baum in der Mitte des Bildes ist ein kleiner „Tümpel“.

Richtig witzig fand ich am Anfang den Hinweis das ich nur noch 2,6km von Sibirien entfernt bin

….ähmm….nanu….völlig verdattert hab ich dann später ein Erklärungsschild gefunden: Das Itzstedt-Sibirien ist eine Wasserscheide zwischen Nord-und Ostsee…. und nein, ich hab mich nicht verlaufen. Befinde mich immer noch in Schleswig-Holstein, Deutschland.

Leider war das Moor von der Seite, wo ich es betreten habe, nicht wirklich zu durchqueren…ein Weg war gesperrt, auf anderen kleinen Wegen stand das Wasser ziemlich hoch….ich hab mich auf den großen Wegen also um das Moor herum bewegt…das war auf Dauer jetzt nicht so spanned…hab den Haupt-Wanderweg also irgendwann verlassen und bin anderen kleinen Wegen gefolgt…und die waren dann auch wieder richtig schön.

Am Ende waren es 7,1 km und ich komplett entspannt und gut gut gelaunt…

Renovierung – abgeschlossen

Eine ausgedehnte Dusche heute Nachmittag hat soo gut getan, wie schon lange nicht mehr, komme ich doch gerade von der letzten Renovierungs-Session für meine alte Wohnung. So hab ich nicht nur die weiße Farbe aus Haaren, von Gesicht und Händen abgewaschen, sondern auch gleich noch das unschöne Gefühl immer noch im Fokus meines Haus-Drachen zu stehen.

Mit jeder weiteren Minute unter der Dusche, hab ich den Stress und den Druck mit der Wohnung der letzten 2,5 Monate, von mir abfließen lassen….völlig erfrischt und auf geradezu magische Weise befreit, hab ich mich jetzt mit meinem Kaffee und dem Laptop in meinem Zuhause im gemütlichen Wohnzimmer nieder gelassen.

Ja es hat alles länger gedauert als gedacht….weil ich mehrfach die Grundierung auftragen und dann noch einmal alles neu streichen musste.

Die teure weiße Wandgarbe ging dadurch leider schneller zur Neige als gedacht….das lag aber an mir und meiner Schusseligkeit…beim letzten Mal stand ich auf einer Leiter und war gerade mit einem Pinsel Überkopf beschäftigt eine Kante zu streichen, während ich eine gerade neu gefüllte Farbwanne oben auf der Leiter abgestellt hatte….und hab nicht gemerkt, wie sie mir weg gerutscht ist….erst als meine nackten Füße auf einmal wohlig warm überschüttet wurden, schaute ich nach unten….MIST…..das hat nicht nur viel Zeit gekostet die Farbe aufzuwischen, sondern eben auch einen Teil der Farbe. Einiges konnte ich aber weiter verwenden.

Nun gut, es hat heute gerade noch so hingehauen….hab mit den aller letzten Farbresten dann sogar noch die Kammer gestrichen bekommen….Danach kam das große Reinemachen und Zusammenpacken der Malerutensilien. Hab allen Dreck und restlichen Müll in die verschiedenen Mülleimer runter gebracht….alles andere ns Auto geräumt und dann zu guter Letzt noch einmal alle Böden gefegt und gewischt. FERTIG !!

Jetzt muss ich nur noch einen Übergabetermin mit meinem Drachen vereinbaren….

Zur Belohnung gab es eine Currywurst mit Pommes…beim Baummarkt um die Ecke…jaaaa, das sollte ich eigentlich lieber nicht machen, immerhin hab ich immer noch Probleme mit der Entzündung in meinem linken Ellenbogen-Gelenk und durch die Malerarbeiten ist es heute auch nicht besser geworden…immerhin bin ich als Linkshänder nur eingeschränkt fähig länger mit der rechten Hand zu arbeiten. Aber lecker war es trotzdem und wohlverdient.

Sandwich-Wohnung

Sandwich-Wohnung

Zum ersten Mal in meinem Leben wohne ich in einer doppelten Sandwich-Wohnung.

Das heißt ich liege mit meiner Wohnung in einer perfekten Mitte – habe Nachbarn über und unter mir (1.Sandwich) und dann auch noch links und rechts daneben (2.Sandwich)….und erstaunlicherweise höre ich (bis auf das Mädel über mir) NICHTS davon….und profitiere auch noch heiztechnisch von dieser Mitte. In meinem Wohnzimmer sind es bisher immer 18 Grad, ohne das ich die Heizung angeschaltet habe…und das obwohl es nachts schon auf 3 Grad runter gegangen ist.

Wenn ich mit geöffneter Balkontür und offenen Fenstern in den anderen Räumen lüfte ,sind es danach zwischen 13-15 Grad. Sobald ich die Fenster und Tür wieder schließe steigt die Temperatur innerhalb kurzer Zeit wieder auf 18 und etwas hoch. Einzig die Zahl hinter dem Komma schwangt ein wenig.

Da ich ja genügend eigene Hitze produziere, mich viel und ständig in der Wohnung bewege, reicht mir diese Temperatur im Moment vollkommen aus….und am Abend auf der Couch lege ich dann schon mal eine leichte Wolldecke über mich…ziehe dann aber meistens gleich darauf die Socken aus…

Na klar, wenn die Außentemperaturen jetzt bald im Winter permanent runter gehen, werde ich auch die Heizung anschalten und dann werden es auch leicht über 20 Grad im Wohnzimmer.

Die gesunde Wohntemperatur wird für Wohnräume in denen man sich länger aufhält zwischen 20-23 Grad angegeben, in Schlafzimmer und Küche so zwischen 17-19 Grad….aber das hängt vom eigenen Wärme-Wohlbefinden ab. Einig sind sich alle, das eine Temperatur in der Wohnung von weniger als 15 Grad vermieden werden sollte…weil dann das Aufheizen der ausgekühlten Räume mehr Energie verbraucht, als wenn man die Heizung mit 15 Grad hätte durchlaufen lassen.

schnelle Pfanne mit Spitzkohl

In den letzten Monaten bin ich vom Weißkohl mehr und mehr auf Spitzkohl umgestiegen….ich finde ihn leichter und auch bekömmlicher…ist aber natürlich subjektiv.

Beim Blick in den Kühlschrank hab ich mal wieder alles restliche Gemüse hervor geholt und zu einer schnellen Pfanne verarbeitet: Möhren, Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Paprika und Porree….dazu gab es noch den Rest Thüringer Mett…alles hab ich nach und nach in der Bratpfanne gebraten und zum Schluß wieder zusammengeführt…gewürzt mit Salz, Pfeffer, etwas Kümmel, Oregano und Thymian….hübsch angerichtet in der Schüssel und fertig war mein Abendessen.

Ich hab natürlich viel zu viel gemacht…schon allein der Spitzkohl hat die Kapazitäten meiner Bratpfanne gesprengt….ABER ich hab einfach ein paar der größeren Blätter vom Spitzkohl in eine gefettete Auflaufform gegeben und die verschiedenen Gemüsesorten nach dem Braten schichtweise auf die Kohlblätter gegeben noch mit Knoblauch und Kräutern der Provence kräftig gewürzt und in den Backofen verfrachtet.

Morgen kommt noch eine kleine Schicht Käse obenauf und dazu gibt es selbstgemachte Kartoffelspalten aus der Heißluftfriteuse.

Einmal Gemüse = 2 Gerichte

Und ich hab auch schon heute Morgen einen Brotteig für das Wochenende angesetzt….

Schwarze Löcher oder „Wir sind doch keine Pommes-Bude“

In Zeiten der Konsolidierung, wenn man in einer Firmengruppe merkt, das man doch größer geworden ist, als vermutet und sich tatsächlich jetzt als Konzern versteht – verstehen MUSS, kommt auf die Freude über den wirtschaftlichen Erfolg, dann nach und nach die unangenehme Erkenntnis, das ab sofort vieles anders laufen muss. Ach – das kriegen wir schon hin.

Bis dann die weitere Erkenntnis folgt, das die gesamte bisherige Struktur den erweiterten Anforderungen nicht gewachsen ist und überhaupt die Verwaltung mit dem vorhandenen Personal das gar nicht leisten kann.

Es ist schwer im nachhinein und auf die Schnelle die Struktur so anzupassen, das es rund und geschmeidig läuft….und so wird an jeder Ecke gebastelt, nur passen dann die Ecken nicht mehr zusammen, dort wo es in andere Abteilungen und andere Verantwortungsbereiche übergeht…es entsteht ein Flickenteppich….und die großen Löcher dazwischen sind tief und schwarz und scheinen einen zu verschlingen…weil man sie erst dann sieht, wenn man hineingezogen wird, in diese ungeregelten und sternenlosen schwarzen Löcher….keiner weiß genau, was sich darin verbirgt, wer dafür zuständig ist, und jeder schreckt davor zurück….aus Furcht dann noch mehr Arbeit zu bekommen und keinen Ausweg mehr daraus zu finden.

….

Doch der letzte Arbeitstag der Woche zeigte sich wieder einigermaßen versöhnlich. Das machte auch der Homeoffice-Tag und weil die meisten Kollegen eben auf einer Messe waren…so blieb sogar das Telefon still. Da trifft es sich gut, das ich Montag gleich mit 2 Bürotagen starte.

Ich richte mich also mental darauf ein, Montag für die neue Software von Kollege zu Kollege zu hüpfen, um bei den sicherlich auftauchenden Anfangsproblemen im Handling helfend zur Seite zu stehen und Tipps zu geben…es gibt ja von der Zentrale keine Einweisung, keine Benutzeranleitung oder sonst etwas…es gibt nur das, was wir Controller in den Telefonaten und Teams-Meeting durch Nachfragen und durch auftauchende Problemstellungen so erfahren haben.

Verfahrensdokumentation? – was ist das – kann man das essen? hahahaha

Ich kann mich noch an den Ausdruck eines Kollegen früher erinnern, der es so ausdrückte: Wir sind doch keine Pommesbude! Mit anderen Worten: dieses Arbeiten auf Zuruf, mal eben so, neudeutsch auch „Hands-on Mentalität“ genannt….geht ab einer gewissen Größe eben nicht mehr…da muss alles geregelt sein von Oben nach unten: vom Sicherheitsbeauftragen, über den betrieblichen Ersthelfer, der Verfahrensdokumentation für alle IT-Systeme, IT-Sicherheit, interne Kontrollsysteme und und und….

und flache Hieracrhien klingt ja erst einmal toll, bis man merkt, was das im Alltag bedeutet. Wenn nämlich die wenigen Entscheidungsträger über ALLES selber entscheiden müssen, weil es keine Zwischen-Hierarchien gibt, die aber gar keine Zeit für den Kleinkram haben (ich glaub das hab ich vor kurzem schon einmal geschrieben – oder ?) Als Angestellter fühlt man sich da sehr schnell allein gelassen….das ist genau das, was den Controller bei uns so zermürbt.

Man glaubt es kaum, das es in einem international agierenden Konzern tatsächlich so eine Arbeitsweise gibt. Aber ich schreibe mir alles auf was ich so an Tipps und Tricks für die neue Software so mit bekomme und werde für die deutschen Standorte noch etwas schriftlich zusammen basteln, was zumindest für die Anfangszeit hilfreich sein kann….Und mit jedem Tag läuft das neue System besser, die System-Fehler werden weniger und der Rückstand wird kleiner.

Ich kann mich dabei aus den meisten Themen emotional heraushalten, aber eben nicht aus allen…aber meistens gelingt es mir nach einem kurzen Seufzer und einmal kurz grummeln damit umzugehen…meine Firmen sind nur selten davon betroffen….und ich bin es gewohnt eigenverantwortlich zu arbeiten….und dort wo ich drohe in so ein schwarzes Loch gezogen zu werden, da schaffe ich mir meine eigene Struktur und passe meine Arbeitsweise an….manchmal hadere ich zwar damit….bringt aber eh nichts.

Ich kann jedenfalls nach Hause gehen und abschalten…ich habe keine schlaflosen Nächte und liebe meine Arbeit.

Einfach gemütlich

Vor vielen, vielen Jahren…also Mitte der 90er Jahre waren so niedliche kleine weiße Keramikhäuschen mit Teelichtern in der Weihnachtszeit modern…zusammengestellt zu einem keinen Weihnachtsdorf….mit ausgezupfter Watte als Schnee…kleine Holzfiguren mit Schlitten zum Beleben der Atmosphäre….

Dann hab ich irgendwann den Rappel bekommen…und ALLES weg getan. Die Zeit war um…..und seit 2 Jahren nun wünsche ich mir so ein kleines Weihnachtsdorf zurück….aber es gab sie nur noch ganz vereinzelt über Ebay.

Aber in diesem Jahr scheint es wieder IN zu sein…allerdings mit LED-Beleuchtung…..oooooch nöööö.

Meiner Schwester hat in einem Schwedenladen (neeeiiin – nicht IKEA) tatsächlich Teelicht-Häuschen in weiß gefunden….unlasiert und größer als früher, dafür bestimmt 20 verschiedene Versionen….ich hab mir 3 ausgesucht und hab die Kirche dann noch dazu von ihr geschenkt bekommen…Jedes Häuschen kostete fast 20 EUR…ist eben keine Fließband-Fertigung aus China.

…und heute Abend hab ich zum ersten Mal in diesem Herbst ein Teelicht angezündet….noch ganz pur ohne weitere Deko

haaach, das gefällt mir auch schon so richtig gut und im Raum ist es gleich noch viel gemütlicher….sooo jetzt bin ich bereit für die kalte Jahreszeit in meinem neuen Zuhause…..

erst schlechter – dann besser

So, heute gibt es mal keine Tirade über das, was bei uns im Büro gerade abgeht….nicht das heute alles gut gelaufen wäre, ganz im Gegenteil…es lief mal so richtig schlecht ….hahaha.

Gemäß dem Motto: es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird fand ich: nach dem Meeting konnte es gar nicht mehr schlechter gehen und so war jeder kleiner Fortschritt wieder eine positive Entwicklung mit anhaltendem Trend nach oben.

Es hat uns bis zum Mittag zwar viel Zeit gekostet…dafür lief es danach aber wieder ruhig und naja, einigermaßen normal….und ich hab beschlossen, mich wieder meinen eigenen Themen zu widmen und natürlich stehe ich für die Anfragen der übrigen Kollegen weiterhin zu Verfügung…aber von der schlechten Laune des Controllers halte ich mich fern. Da helfen auch die besten Absichten nicht weiter….wenn er nicht zuhört, muss er das eben selber ausfechten.

Ich war am Ende des Tages also zufrieden mit mir und meiner Arbeit und dem was ich heute dazu gelernt habe….dafür wurde heute auf einer anderen Ebene so viel Stress bei mir erzeugt….die seit über einem Jahr vor unserem Bürofenster befindliche Dauer-Baustelle geht langsam in die letzte Phase: Das Bürogebäude steht fertig, aktuell wird drumherum gepflastert.

Den GANZEN Tag war eine Stein-Schneidemaschine im Einsatz…den ganzen Tag das Gejaule …. das war wirklich nerv-tötend. Aber auch so ein Bauarbeiter-Arbeitstag hat irgendwann einmal ein Ende….ab 16 Uhr war es tatsächlich wieder still….und kurz danach hab auch ich Feierabend gemacht.

Ich hoffe jetzt auf noch ein paar Tage trockenes frostfreies Wetter, damit die Pflaster-Arbeiten beendet werden können und dann….. DANN sollte endlich vor dem Bürofenster wieder Ruhe einkehren.

Telefonat mit unterdrücktem Flucht-Reflex

Nach Feierabend hatte ich noch eine Telefon-Verabredung mit einer ehemaligen Kollegin aus Hessen. Die letzten Tage hab ich viel mit meiner Schwester telefoniert und beruflich telefoniere ich auch viel mehr, als sonst…und Morgen hab ich noch eine Telefon-Verabredung mit dem Rentner aus Hessen…..und da sage noch einer man kann sich nicht ändern….ich telefoniere immer noch nicht gerne….aber es wird besser.

Ich bin ja sehr eigen und mag es nicht, wenn sich Jemand in einem Gespräch mit mir, nicht darauf konzentriert, sondern nebenher noch andere Dinge macht….oder noch schlimmer, dabei auch noch isst. Ich empfinde die Geräusche im Hintergrund dann immer als übermässig laut und störend, während die Anderen irritiert sind, das ich

1. die Geräusche überhaupt höre,

2. die Ablenkung in Stimme und Reaktion wahrnehme und es dann auch noch

3. Anspreche ….weil es MICH ablenkt und teilweise sogar blockiert einer Unterhaltung zu folgen oder zu gestalten.

Meine liebe ehemalige Kollegin aus Hessen hat also während wir telefonierten: Kartoffeln geschält und dann lang und breit auf einem Holzbrett klein geschnitten….und unter fließendem Wasser abgewaschen, und die Auflaufform aus dem Schrank gezerrt….und dabei ging die Verbindung immer wieder von gut auf schlecht und wieder zurück…alles Geräusche die es mir während eines Telefonats schwer machen, zu glauben, das mein Gegenüber ganz bei der Sache ist.

Wahrscheinlich geht es wieder einmal nur mir so, aber ich empfinde es fast als unhöflich….aber ich versuche es zuzulassen….es anzunehmen und mich auf die Unterhaltung zu konzentrieren…und NICHT auf die Nebengeräusche….es hat ein paar Minuten gedauert und dann ging es ganz gut.

Ich versuche also mich mehr und mehr zu konditionieren, mich von Geräuschen nicht triggern zu lassen. Meine natürliche Reaktion ist: mich mittels Flucht der Situation zu entziehen….also das Gespräch schnell zu beenden oder so lange zu intervenieren, bis der Andere die Nebengeräusche abstellt.

Natürlich kann ich nicht immer dem Flucht-Reflex nachgeben…also habe ich schon vor Wochen angefangen Strategien gegen meine Misophonie einzuüben, um dem natürlichen Bedürfnis aus der Situation zu entkommen, entgegen zu treten.

Das ist nicht leicht und bedeutet mich dem Trigger-Geräuschen auszusetzen, es anzunehmen und wenn möglich, meinen Fokus auf etwas anderes zu lenken. Das ist ja keine Krankheit, kann also auch nicht geheilt werden…ich brauche daher Bewältigungs-Strategien um damit leben zu können.

Während der Pandemie war es einfach, allen und jedem unangenehmen Geräusch aus dem Wege zu gehen und so konnten sich mein Gehirn und mein Gehör von vielen Geräuschen tatsächlich so erholen, das einige sogar keine Überreaktionen in mir mehr auslösen. Andererseits hab ich mich dadurch auch so von Geräuschen entwöhnt, das mir jetzt viele normale Umgebungsgeräusche unnatürlich laut erscheinen und ich diese eher wahrnehme als früher. Also Fluch und Segen zugleich.

Aber die Ausgangslage hat sich trotzdem verbessert: Ich bin emotional ausgeglichener und schaffe es eher mich den Trigger-Geräuschen durch Ablenkung meiner Aufmerksamkeit auf etwas Anderes, zu entziehen. Aber es bedeutet, das ich ständig an mir arbeite, was anstrengend ist.

Vorbereitungen für die Kälte – Vorhänge und Suppen

Diese Unruhe der letzten Tage und Wochen im Büro macht mir wieder einmal Spaß, weil ich doch sehr gefordert bin…aber es kostet auch Kraft…und so falle ich Abends ziemlich kaputt ins Bett.

Aber immerhin hab ich nicht nur am Wochenende mein Homeoffice-Büro eingerichtet….sondern hab mich endlich auch mal mit den Übergardinen für meine Wohnung beschäftigt. Es sind blickdichte Übergardinen mit einer dünnen Schicht Thermo-Isolierung…also die sollen im Winter die Kälte abhalten und im Sommer vor der Wärme schützen.

Jetzt bin ich als Staub-Allergiker eigentlich kein Fan von Gardinen oder Über-Gardinen….aber es ist der Kompromiss für den Winter, da mein neues Zuhause über keine Außen-Jalousien verfügt…ein Umstand an den ich mich tatsächlich erst gewöhnen muss….die letzten 20 Jahren hatte ich immer Außenjalousien.

Für den Winter wird ja schon von einem Eiswinter, mit Sibirischer Kälte geredet, der bevorstehen könnte….noch sind es nur Prognosen…..

Also im Schlafzimmer und im Wohnzimmer sind sie einsatzbereit: Gekauft – gewaschen – gebügelt – mit Haken versehen – auf gehängt…fehlt nur noch mein Arbeitszimmer….

Und als es am Sonntag so ungemütlich draußen war, hab ich gleich mal einen Topf Erbsensuppe gekocht… aber wieder nur mit sehr wenig Speck und ohne Würstchen (seufz). Die Konsistenz hab ich bewusst nicht ganz so sämig gewählt, weil sie ja immer noch nach-dickt…und es ist zwar lustig die Suppe mit dem Messer in Portionen zu schneiden, musste dieses Mal aber nicht sein.

So eine frische Suppe ist echt genau das Richtige für einen ungemütlichen Herbsttag…..als nächstes kommen dann mal wieder die anderen Suppen: Möhrensuppe, Kartoffelsuppe, Lauchsuppe, Linsensuppe, Gemüsesuppe, Hühnersuppe. hahahaha und was es sonst noch so gibt…..

…Allerdings werde ich mir für den nächsten Teller Erbsensuppe doch mal wieder ein paar Wiener-Würstchen besorgen….ich verzichte ja aktuell fast komplett auf das Fleisch…hab immer noch eine Entzündung in einem Ellenbogen- und einem Kniegelenk…