Matsch-Wanderung im Raakmoor

Matsch-Wanderung  im  Raakmoor

Nach der turbulenten Arbeitswoche und der Weihnachtsfeier gestern, hab ich  für dieses Wochenende nur eine einzige Verpflichtung: mich gut zu erholen.

Nach gut 20 Minuten Autofahrt war ich im Raakmoor. Das kleinste Naturschutzgebiet in Hamburg… Tolles trockenes Wetter…aber zu viele Menschen dort…..ooooch wie schade…aber im Laufe meiner Wanderung haben sich die Menschen irgendwie gut verteilt und ich war quasi allein dort…zumindest gefühlt…

Die Wege waren schlammig und matschig…und an einigen Stellen hätte ich Gummistiefel gebrauchen können…wie einer dieser Naturfreunde vor mir…lach…mit meinen Wanderstiefel konnte ich manche Stellen einfach nicht überwinden…auch nicht mit einem beherzten Sprung über eine der besonders großen Wassergefüllten Wege…

Da half nur Abbiegen und andere Wege suchen, die passierbar waren…und obwohl es als kleines Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, hatte ich durch die vielen Richtungswechsel nicht das Gefühl limitiert zu sein…

Im Anschluss hab ich dann in einem Steakhouse ein tolles Mittagessen gehabt und nun liege ich zufrieden und entspannt auf der Couch…Gleich werde ich noch die restlichen Einkäufe im Supermarkt erledigen…und den Rest des Abends verbringe ich Zuhause…

 

…und dann die Feier

Wenn man nichts erwartet und das Beste hofft, kann es manchmal sogar gut gehen…

Also die Weihnachtsfeier war dann doch ganz okay… was aber nicht an meinen direkten Kolleginnen lag…sondern an meiner Chefin, einem jungen Kollegen und einigen Kollegen aus dem Controlling…lach.

Der direkte Kollege aus meiner Abteilung ist Anfang 30 und gerade zum 2. Mal Vater geworden. Von anderen wusste ich schon, das er solche Veranstaltungen gerne nutzt um heftig einen über den Durst zu trinken…

Also wir hatten ausgemacht, das wir versuchen bereits mit dem 1. Bus um 23 Uhr zurück zu fahren, ich ihn also rechtzeitig zur Rückfahrt einsammle…das hat aber dann nicht funktioniert. Der junge Kollege war super aufgekratzt, wir haben uns anfangs viel unterhalten…er hat ein wenig aus dem Nähkästchen der Firma geplaudert und hat sich später dann unter die 400 Kollegen gemischt…lach als ich auf den 1. Bus aufmerksam machte, wollte er jedoch nicht….den nächsten Bus um 0:30 Uhr wollte er auch nicht…aber ich. immerhin war ich am Morgen um 4:55 aufgestanden und hab bis 14 Uhr gearbeietet.  So war ich dann ca. um 1.30 Uhr wieder zuhause. Ob der Kollege heile nach Hause gekommen ist? Keine Ahnung – aber da ihn alle in der Firma kennen, wird ihn wohl jemand mit genommen haben…immerhin wohnt er quasi neben der Firma, in einem Neubaugebiet in dem viele aus der Firma wohnen….Grusliger Gedanke.

Ich hatte das Glück, das der Controller mit dem ich aktuell am Meisten zu tun habe, direkt mit an meinem Tisch saß…ein gebürtiger Kölner der seit 20 Jahren mit Frau und Kindern in Hamburg lebt….das war so richtig lustig und auch die Chefin war gut drauf.

Na ja ansonsten war es eben eine irgendwie normale Weihnachtsfeier Der/die CEOs halten eine kurze launige Rede….das Essen war, genau wie der Wein und Champagner von guter Qualität und die Portionsgrößen  überschaubar…dann gab es noch ein „Spiel“ der Neuen Mitarbeiter (NEIN – ich hab nicht mit gemacht….das sollen ruhig die Azubis machen….) dann gab es eine Band mit Sängerin die gute Tanzmusik gespielt haben…einige haben auch zu Zweit getanzt (so ein wenig Discofox und so etwas Undefinierbares) oder eben alleine wie in der Disco.

Entgegen meiner festen Einstellung,  niemals im Beisein von Kollegen zu tanzen, hab ich beim Allein-Tanzen mit gemacht…und später als ich gerade meinen Schal schnappen wollte,  hörte ich eine Stimme hinter mir….“Sie wollen doch wohl jetzt nicht gehen“, nein ich wollte nur etwas frische Luft schnappen…die Stimme gehörte zu einem älteren Kollegen,  den ich nicht kannte und dann meinte: „ich wollte Dich gerade zum Tanz bitten“… ich hab meinem Impuls sofort nein zu sagen unterdrückt, als ich diesen netten Herren so Mitte 60 ansah,  hab aber tatsächlich einige Sekunden überlegt und dann ja gesagt….

…und so hab ich tatsächlich eine Art Discofox getanzt…und mich dabei unterhalten…im wahrsten Sinne also Gesellschaftstanz.  Hmmm – die ersten Schritte waren komisch…immerhin hab ich das seit mehreren Jahren nicht mehr getanzt … und die lasche Handhaltung war mir am Anfang etwas unangenehm, den körperlichen Abstand dagegen fand ich angemessen…bin ja sonst als Standard-Tänzer eine andere, straffere  Haltung gewöhnt…

ich glaube wir haben so 3-4 Lieder zusammen getanzt…immer den gleichen Schritt…mal mit etwas Schwung  in eine Drehung…und der Kollege hat ein wenig erzählt…immerhin hat er sein ganzen Berufsleben in diesem Betrieb gearbeitet und geht jetzt bald in Rente… Am Ende hat er mir den Arm geboten und mich zu meinem Platz zurück geleitet…sehr galant.

In der Zwischenzeit haben sich die weiblichen Mitglieder meiner Abteilung aus dem Staub gemacht…2 hab ich noch in der Lobby angetroffen…die wären tatsächlich auch ohne einen Abschiedsgruß einfach so aufgebrochen.

Als ich gehen wollte, hab ich mich von all den noch anwesenden Kollegen, mit denen ich am Tisch gesessen hatte,  verabschiedet…und nach dem erfolglosen Versuch den doch stark angetrunkenen jungen Familienvater zum Aufbruch zu bewegen (er war zwar betrunken, dabei aber liebenswert tollpatschig, also nicht laut – sondern eher charmant zu allen) hab ich dann allein den Rückweg im Bus angetreten  bis zum Firmengelände…und von dort mit dem Auto nach Hause…

(Dieses Mal hat mein Fitness-Tracker übrigens mein Tanzen nicht als Aerobic identifiziert….lach….ich hab mich also dezenter bewegt)

NACHTRAG: Der Kollege, mit dem ich auf dem Weihnachtsmarkt war und der nicht mit zur Weihnachtsfeier kommen konnte, hat mir gerade  mitgeteilt, das der Junge Kollege erst um 8 Uhr MORGENS zuhause angekommen ist….ohhhha  – das gab bestimmt Mecker mit seiner Frau. Na immerhin hat er es überhaupt bis nach Hause geschafft….Auf die Story bin ich mal gespannt.

festliches Gewand zur Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern unterliegen ja immer gewissen Regeln… und diese Regeln können von Familie zu Familie, von Region zu Region usw. unterschiedlich sein. Firmen-Weihnachtsfeiern sind dabei eine besondere Spezies, denn hier gelten noch einmal ganz andere Regeln.

Wie immer wieder erwähnt, bin ich KEIN Fan solcher Veranstaltungen….aber okay, ich bin neu in der Firma, hab ja auch an unserem Abteilungs-Event nicht teil genommen und konnte mich so nicht vor diesem Klassiker der Fettnäpfchen-Aufspür-Veranstaltung drücken.

Im Vorfeld hatten mich meine Kollegen zum Glück darauf hingewiesen, das es sich dabei traditionell um eine festliche Feier handelt, in der es üblich ist sich auch festlich zu kleiden.

Das kann natürlich ALLES heißen….also: Was also genau meint Ihr mit festlich…na die Frauen kommen entweder im Cocktail-Kleid oder auch in langer Abendrobe, manche auch im Hosenanzug …die Männer kommen alle in dunklen Anzügen mit Krawatte oder Fliege.

AHA….hmmm…in Gedanken bin ich dann schnell mal meine Garderobe Zuhause durch gegangen….hmmm also die Abendkleider hab ich alle entsorgt: in Größe 36 passe ich ja schon länger nicht mehr rein.

Die festlichen Kleider, die man mit etwas Phantasie auch als Cocktail-Kleider erkennen könnte, passen zwar geraaaade noch so…aber bequem und chick ist doch anders.

Aber dann fielen mir 2 Kleider ein, die genau die Kriterien erfüllen…ich hab z.B. in dunkelblau ein langärmeliges, hochgeschlossenes kurzes Hängerkleid aus Chiffon…kombiniert mit dunkelblauen Stiefeln und mit entsprechenden Ketten kann man da ein tolles Abend-Outfit zaubern….hahaha und wirklich das sah klasse aus..

Wer wollte, konnte mit den Transferbussen vom Firmengelände nach Hamburg zum 5-Sterne-Hotel fahren…der riesige Festsaal sah auch richtig imposant aus…immerhin waren mehr als 400 Leute angemeldet….

Nur wenige aus meiner Abteilung haben überhaupt teilgenommen, und die haben sich dann auch lieber mit dem eigenen Privat-Taxi haben bringen lassen, denn immerhin mussten die Mädels vorher noch zum Friseur und überhaupt so mit Anziehen, hohen Schuhen und Schminken usw….das dauert eben alles sehr lange.

Als es so langsam voll wurde und bevor der Saal geöffnet wurde konnte man denken es ist der Abschlußball einer Abiturklasse, allerdings mit vielen Eltern…. ..viele der ganz jungen Kolleginnen sahen genau so aus..

Wintersonnenwende – also fast

Heute ist der 21.12.2019, die Wintersonnenwende und der astronomische Winteranfang sind jedoch erst Morgen…Also Morgen ist in Deutschland der kürzeste Tag und die längste Nacht…ab dann wird es jeden Tag, Stück und Stück, länger hell bleiben.

Ich schreibe jedoch heute…weil ich am 21.12. bei 7,5 Grad um 10.20 Uhr auf dem Balkon sitze und gerade Mühe habe, vor lauter Sonne den Bildschirm meines Laptops zu erkennen. Am Himmel ziehen zwar auch viele Wolken, aber die Sonne scheint hindurch.

Eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, in diesem Jahr noch einmal auf dem Balkon sitzen zu können, aber  heute konnte ich nicht widerstehen.

Da alle Bäume inzwischen ihre Blätter verloren haben, hört man allerdings im Hintergrund den Verkehr…nicht laut und unangenehm….aber beständig in einiger Entfernung.  Das war im  frühen Herbst noch schöner.

Aber ich sitze hier nun, in aller Ruhe und genieße meinen Kaffee mit den selbstgebackenen Keksen meiner Schwester und den gekauften Doimino-Steinen…seufz…das Leben kann einfach schön sein.

Mit der überstandenen Firmen-Weihnachtsfeier gestern, habe ich auch keine weiteren Termine, Verabredungen oder sonstige Verpflichtungen an diesem Wochenende….also auf  in den Norden Hamburgs… in die Hummelsbüttler Feldmark, ins Naturschutzgebiet: Raakmoor. Laut Beschreibung des Nabu ist es das kleinste Naturschutzgebiet der Hansestadt.

Nach dem Trubel der letzten Woche bin ich froh mich wieder in die Ruhe der Natur zurück ziehen zu können…

 

 

Mit Schwung und Elan

…gerade noch rechtzeitig zum Jahres-Endspurt, komme ich auch beruflich wieder in Schwung.

2,5 Monate der Probezeit sind  ja inzwischen schon herum und während ich bisher die Arbeit eben einfach erledigt habe ohne so richtig Spaß daran zu entwicklen, ist es seit  dieser Woche anders…

Es sind Jahresabschluss-Vorbereitungen zu erledigen…und ich komme in Schwung…endlich mal wieder so  RICHTIGE Arbeit…lach…so mit Sinn und Verstand …und prompt laufe ich wieder rund… es geht zack, zack…zügig – aber ohne zu hetzen.

Der Tiefpunkt meiner Verantwortung hat mich heute zum Lachen gebracht…ich musste tatsächlich das Kleingeld aus der Kasse zur Bank bringen…das hab ich das letzte Mal während meiner Ausbildung vor 33 Jahren machen müssen. Hahahha  – aber das stört mich nicht mal.

Gestern Mittag war ich mit meinem Personalvermittler zum Mittagessen verabredet und ich hab vorher lange überlegt ob ich ihn darum bitte mir einen anderen Job zu suchen…ich hab ihm so ein paar Dinge erzählt….aber auch gesagt: das ich aktuell doch erst mal hier bleiben werde…jetzt fange ich gerade erst an mich tatsächlich mit den Gegebenheiten zu arrangieren…dieses Gefühl des inneren Widerstandes ist weg.

Mal sehen ob es mir jetzt gelingt mich bei dieser  Arbeit und mit diesen  Kollegen  wohl zu fühlen…zum ersten Mal hab ich den Eindruck…es könnte klappen….und wenn nicht – etwas anderes suchen kann ich mir immer noch….

Bin mal gespannt wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder extrem frustriert über einen weiteren Job- Wechsel nachdenke…

Das Gute in dieser Firma  ist, ich habe jetzt die Einwilligung für ein Kontingent an Überstunden im Dezember bekommen…und die bekomme ich sogar ausgezahlt…ohhh prima … die Anzahl an zusätzlichen Stunden hab ich schon fast erreicht…aber es sind ja eh nur noch 4 Tage in diesem Jahr zu arbeiten.

Zum 1. Mal seit vielen Jahren freue ich mich auf Weihnachten. Es  kann also wirklich das entspannteste Weihnachten seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn werden… ich bin sehr gespannt.

 

Vertrauen – Mein Schutzwall bröckelt

Die ganzen letzten Monate, in denen ich mich auf MICH  konzentriert habe, auf mein Leben, all die Veränderungen…in denen ich darauf geachtet habe, das ich mit meinem Leben klar komme, mich ausruhe, nicht überfordere, mich vor allem von all dem erhole… in all diesen ganzen Monaten hatte ich immer das Gefühl geschützt, behütet zu sein.

Wer oder was hat mich geschützt?

Mein innerer Schutzwall hat verhindert, das ich von der Außenwelt überrollt werde…Mein Emotions-Spektrum war trotzdem schon erstaunlich groß:

So hab ich mich über viele Dinge gefreut die in meinem direkten Umfeld passierten , habe mich super gefühlt, entspannt und das Leben aufgesogen, das Leben einfach genossen.

Ich hab mich mit meiner gescheiterten Beziehung auseinander gesetzt, mit dem Verhältnis zu meiner Schwester, zu meinen Kollegen und Freunden die ich zurück gelassen habe und  setze mich emotional mit meiner neuen Arbeit  auseinander. . Ich habe die Teil-Dramen des Umzugs mit Höhen und Tiefen verwunden…die Verhältnisse in meiner neuen Firma…

…aber ein paar Dinge hat mein Schutzwall einfach nicht zugelassen: mich neuen Menschen in meinem Leben zu öffnen. Alle Emotionen blieben einzig bei mir und den mir vertrauten Personen.

Durch das Wochenende ist irgendetwas passiert, das mein Schutzwall anfängt zu bröckeln…

Soll ich Euch sagen was passiert ist:  Ich kann anderen Menschen wieder einen  Vertrauens-Vorschuss geben…Mein Urvertrauen in Menschen war zerstört…dachte ich….aber wenn ich anfange anderen zu  vertrauen…öffnen sich auch die Anderen…und dann erst kann gute Kommunikation statt finden.

Die Angst davor wieder  Menschen näher an mich heran zu lassen…weil ich ja eh nur verletzt werde, wurde durch diese beiden echt netten Menschen zerstreut. Natürlich kann es passieren, das auch sie  mich enttäuschen, das gehört ja zum Leben dazu…aber ich bin fast überwältigt von dem Gefühl überhaupt wieder vertrauen zu KÖNNEN.

 

 

Sekt für`s Bett

….neeein, es geht jetzt nicht um Zweideutiges oder Verruchtes…sondern darum das HEUTE endlich mein Bett KOMPLETT ist und ich es heute Abend erstmalig benutzen kann…

Bett bestellt: Mitte Juli – Lieferschwierigkeiten beim Hersteller

Bett geliefert: 20.09. – konnte nicht aufgebaut werden, es fehlten  Verbindungs-Teile

Bett aufgebaut:  06.12. – aber das modifizierte Modell funktioniert nicht mit dem Rollrost

Lattenrost bestellt: 06.12.

Lattenrost geliefert: 17.12.

Die Spedition hatte sich rechtzeitig angekündigt und mit einem Telefonat haben die das Zeitfenster für die Anlieferung auf 2 Stunden eingegrenzt…Auf der Arbeit war es kein Problem „mal eben“ für 2 Stunden auszubüchsen…

Der Fahrer der Spedition war so nett mir beim Hochtragen zu helfen…und dann kam der große Augenblick:

Ich hab den Lattenrot aufs Bett gelegt, die Matratzen darauf, dann schnell das Bett frisch bezogen und ein kurzes Probeliegen veranstaltet….achhhh wie schön…

Nur kurz, und dann ging es zurück an den Arbeitsplatz.

Aber jetzt ist Feierabend …und zur Feier des Tages, zum Abschluss dieses wirklich langen Prozesses und weil ich mich in dieser Woche so super unbeschwert und ausgelassen fühle habe ich eine Flasche Sekt aufgemacht…WAS für eine Verschwendung (die Flasche kann ich gar nicht alleine leeren) ..und was für eine Wohltat:

Ein Prost auf mein fertiges Bett

Ein Prost auf meine wieder entdeckte Freude: ECHT am Leben teil zu nehmen

Ein Prost auf das Leben

Klingt kitschig? Ich weiß – ist aber egal 🙂

Weihnachtsbaum: Ja oder Nein

In der Gegend in der ich hier lebe, gibt es sehr viele Baumschulen…und regionale frische Weihnachtsbäume bekommt man im Umkreis massenhaft…gerade gestern, am 3. Advent bin ich an sooo vielen Möglichkeiten vorbei gefahren…es ist fast wie bei einem Volksfest…die Parkplätze sind voll und ganze Familien strömen zu den Höfen mit Weihnachtsbaum-Verkauf…überall funkelten die Lichterketten…

Ich hab länger darüber nach gedacht, ob ich mir in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum kaufen soll… Zuerst ein rigoroses NEIN…nach der Trennung, dem Umzug und dem Neustart hier hatte ich keine Lust auf Weihnachten…dazu ist mein Christbaum-Ständer beim Umzug auch nicht mitgekommen…der steht noch bei meinem Ex-Freund im Keller.

Vor ein paar Wochen hab ich mich dann für das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes entschieden….einen mit Ballen im Topf…also maximal 1,20m hoch….

und in der letzten Woche hab ich mich nun endgültig dagegen entschieden…Ehrlichweise hat die Entscheidung nur wenig mit Umweltbewusstsein zu tun (ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken)…sondern einzig mit dem Umstand: es lohnt sich für mich nicht.

Der Baum bleibt in unserer Familie genau 14 Tage stehen…Aufgebaut am Abend des 23. Dezember und wieder abgeschmückt am 06.Januar…hmmm – und dafür einen Baum kaufen?…ich bin ja noch 1-2 Tage überhaupt nicht da…lach und ich bin alleine zuhause. Meine Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, mehr brauche ich in diesem Jahr nicht.

Dafür den Baum kaufen, schleppen, dekorieren….Nadeln auffegen, abschmücken, Nadeln auffegen, den Baum wieder runter schleppen, Nadeln auffegen…LOL. Nein, das klingt nicht weihnachtlich romantisch…dafür hab ich in diesem Jahr einfach keine Antenne…

Leicht und unbeschwert

Ich war ja auf dem Weihnachtsmarkt zum Grünkohlessen verabredet. Hier im Norden gibt es das scheinbar überall auf den Märkten. In NRW oder Hessen ist mir das bisher nicht begegnet…sondern kenne es  sonst nur von Zuhause…als gute Hausmannskost. Aber echt lecker…

Das Treffen mit meinem Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt war echt schön… locker und unbeschwert…wir haben uns stundenlang gut unterhalten, sind noch ein wenig durch die Stadt geschlendert…aber dann war es wohl doch etwas zuviel Bewegung für den Tag, mein Rücken forderte umgehende Entlastung…manno dachte ich wäre diese blöden Rückenschmerzen endlich ganz  los. So hab ich den Rest des Abends  zuerst mit Rückenübungen und dann mit heißem Tee, warmer Moorkompresse und gemütlichem Kerzenlicht auf der Couch verbracht.

Die beiden Treffen an diesem Wochenende haben mir gut getan. Ich fühle mich auch heute leicht und unbeschwert…so, als ob eine Mauer durchbrochen ist…ich fühle mich ein Stück weit lebendiger….dabei weiß ich gar nicht, ob es das richtige Wort dafür ist…vielleicht meine ich ja auch, das ich mich gerade etwas  normaler fühle?  Oder etwas mehr wie früher? …hmmm – darüber muss ich noch mal bei meiner heutigen Walking-Runde nachdenken.

Ein Stück weit kommt meine gute Laune auch daher, weil es heute im Job,  durch die Abwesenheit einiger Kollegen, ein angenehmes Arbeiten war. Wenn So einige der „lauten“ Kollegen nicht da sind, macht sich das gleich positiv bemerkbar… und so haben mir die Mehrstunden heute nichts ausgemacht…ich bin ganz gut voran gekommen. Der Jahres-Countdown läuft.

Ach ja – und da Weihnachten jedes Jahr so plötzlich und unerwartet kommt…noch mal zur Erinnerung: Morgen in einer Woche ist Heiligbend…hab heute endlich meine Weihnachtspost geschrieben und das letzte Päckchen an einen guten alten  Freund verschickt…

 

 

 

 

 

 

 

 

Heulender Wind

Heulender Wind

Der Wind heult um das Haus…das Thermometer zeigt 4 Grad, die Sonne scheint…die Geräusche des Windes machen es mir schwer, mich heute zu meiner Wanderung aufzuraffen. Hier drinnen ist es soo gemütlich bei heißem Kaffee, den Kerzen auf dem Adventskranz ….warum sollte  ich mich in die Kälte begeben? Couch kann doch soooo kuschelig sein.

Aber nach dem gestrigen Ausfall eines ausgedehnten Spaziergangs überwog heut die Lust auf eine Wanderung durch die Natur. Da ich heute NOCH eine weitere Verabredung für den Weihnachtsmarkt habe, bin ich früh aufgebrochen und bin meine  aktuelle Lieblingsstrecke durch das Tävsmoor gewandert…Trotz des Windes war es herrlich Sonne, Wolken, Wind und tiefblaues Wasser…

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Auf dem Rückweg zum Auto musste ich mich gegen den Wind stemmen, um nicht fortgeweht zu werden…Das Laufen hat mir sehr gut getan… Ich hab mich körperlich gut angestrengt und meinen Kopf wieder frei bekommen…JAAA das hat mir die ganze Woche über gefehlt…

Am Nachmittag bin ich mit einem Kollegen verabredet…es ist einer der wenigen Kollegen aus meiner Abteilung, mit dem ich mich normal unterhalten kann…wir sind heute zum Grünkohlessen auf dem Weihnachtsmarkt verabredet…

Und wieder frage ich mich: ob das eine so gute Idee ist? … lol… das ist ein direkter Kollege…das könnte Gerede geben….hahahha aber das ist mir egal, ich bin schon früher  immer mit Männern befreundet gewesen,…also warum sollte ich mich nicht mit einem Kollegen treffen…Er lebt auch allein, hat keine Freundin oder Frau.