schnelle Pfanne mit Spitzkohl

In den letzten Monaten bin ich vom Weißkohl mehr und mehr auf Spitzkohl umgestiegen….ich finde ihn leichter und auch bekömmlicher…ist aber natürlich subjektiv.

Beim Blick in den Kühlschrank hab ich mal wieder alles restliche Gemüse hervor geholt und zu einer schnellen Pfanne verarbeitet: Möhren, Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Paprika und Porree….dazu gab es noch den Rest Thüringer Mett…alles hab ich nach und nach in der Bratpfanne gebraten und zum Schluß wieder zusammengeführt…gewürzt mit Salz, Pfeffer, etwas Kümmel, Oregano und Thymian….hübsch angerichtet in der Schüssel und fertig war mein Abendessen.

Ich hab natürlich viel zu viel gemacht…schon allein der Spitzkohl hat die Kapazitäten meiner Bratpfanne gesprengt….ABER ich hab einfach ein paar der größeren Blätter vom Spitzkohl in eine gefettete Auflaufform gegeben und die verschiedenen Gemüsesorten nach dem Braten schichtweise auf die Kohlblätter gegeben noch mit Knoblauch und Kräutern der Provence kräftig gewürzt und in den Backofen verfrachtet.

Morgen kommt noch eine kleine Schicht Käse obenauf und dazu gibt es selbstgemachte Kartoffelspalten aus der Heißluftfriteuse.

Einmal Gemüse = 2 Gerichte

Und ich hab auch schon heute Morgen einen Brotteig für das Wochenende angesetzt….

Schwarze Löcher oder „Wir sind doch keine Pommes-Bude“

In Zeiten der Konsolidierung, wenn man in einer Firmengruppe merkt, das man doch größer geworden ist, als vermutet und sich tatsächlich jetzt als Konzern versteht – verstehen MUSS, kommt auf die Freude über den wirtschaftlichen Erfolg, dann nach und nach die unangenehme Erkenntnis, das ab sofort vieles anders laufen muss. Ach – das kriegen wir schon hin.

Bis dann die weitere Erkenntnis folgt, das die gesamte bisherige Struktur den erweiterten Anforderungen nicht gewachsen ist und überhaupt die Verwaltung mit dem vorhandenen Personal das gar nicht leisten kann.

Es ist schwer im nachhinein und auf die Schnelle die Struktur so anzupassen, das es rund und geschmeidig läuft….und so wird an jeder Ecke gebastelt, nur passen dann die Ecken nicht mehr zusammen, dort wo es in andere Abteilungen und andere Verantwortungsbereiche übergeht…es entsteht ein Flickenteppich….und die großen Löcher dazwischen sind tief und schwarz und scheinen einen zu verschlingen…weil man sie erst dann sieht, wenn man hineingezogen wird, in diese ungeregelten und sternenlosen schwarzen Löcher….keiner weiß genau, was sich darin verbirgt, wer dafür zuständig ist, und jeder schreckt davor zurück….aus Furcht dann noch mehr Arbeit zu bekommen und keinen Ausweg mehr daraus zu finden.

….

Doch der letzte Arbeitstag der Woche zeigte sich wieder einigermaßen versöhnlich. Das machte auch der Homeoffice-Tag und weil die meisten Kollegen eben auf einer Messe waren…so blieb sogar das Telefon still. Da trifft es sich gut, das ich Montag gleich mit 2 Bürotagen starte.

Ich richte mich also mental darauf ein, Montag für die neue Software von Kollege zu Kollege zu hüpfen, um bei den sicherlich auftauchenden Anfangsproblemen im Handling helfend zur Seite zu stehen und Tipps zu geben…es gibt ja von der Zentrale keine Einweisung, keine Benutzeranleitung oder sonst etwas…es gibt nur das, was wir Controller in den Telefonaten und Teams-Meeting durch Nachfragen und durch auftauchende Problemstellungen so erfahren haben.

Verfahrensdokumentation? – was ist das – kann man das essen? hahahaha

Ich kann mich noch an den Ausdruck eines Kollegen früher erinnern, der es so ausdrückte: Wir sind doch keine Pommesbude! Mit anderen Worten: dieses Arbeiten auf Zuruf, mal eben so, neudeutsch auch „Hands-on Mentalität“ genannt….geht ab einer gewissen Größe eben nicht mehr…da muss alles geregelt sein von Oben nach unten: vom Sicherheitsbeauftragen, über den betrieblichen Ersthelfer, der Verfahrensdokumentation für alle IT-Systeme, IT-Sicherheit, interne Kontrollsysteme und und und….

und flache Hieracrhien klingt ja erst einmal toll, bis man merkt, was das im Alltag bedeutet. Wenn nämlich die wenigen Entscheidungsträger über ALLES selber entscheiden müssen, weil es keine Zwischen-Hierarchien gibt, die aber gar keine Zeit für den Kleinkram haben (ich glaub das hab ich vor kurzem schon einmal geschrieben – oder ?) Als Angestellter fühlt man sich da sehr schnell allein gelassen….das ist genau das, was den Controller bei uns so zermürbt.

Man glaubt es kaum, das es in einem international agierenden Konzern tatsächlich so eine Arbeitsweise gibt. Aber ich schreibe mir alles auf was ich so an Tipps und Tricks für die neue Software so mit bekomme und werde für die deutschen Standorte noch etwas schriftlich zusammen basteln, was zumindest für die Anfangszeit hilfreich sein kann….Und mit jedem Tag läuft das neue System besser, die System-Fehler werden weniger und der Rückstand wird kleiner.

Ich kann mich dabei aus den meisten Themen emotional heraushalten, aber eben nicht aus allen…aber meistens gelingt es mir nach einem kurzen Seufzer und einmal kurz grummeln damit umzugehen…meine Firmen sind nur selten davon betroffen….und ich bin es gewohnt eigenverantwortlich zu arbeiten….und dort wo ich drohe in so ein schwarzes Loch gezogen zu werden, da schaffe ich mir meine eigene Struktur und passe meine Arbeitsweise an….manchmal hadere ich zwar damit….bringt aber eh nichts.

Ich kann jedenfalls nach Hause gehen und abschalten…ich habe keine schlaflosen Nächte und liebe meine Arbeit.

Einfach gemütlich

Vor vielen, vielen Jahren…also Mitte der 90er Jahre waren so niedliche kleine weiße Keramikhäuschen mit Teelichtern in der Weihnachtszeit modern…zusammengestellt zu einem keinen Weihnachtsdorf….mit ausgezupfter Watte als Schnee…kleine Holzfiguren mit Schlitten zum Beleben der Atmosphäre….

Dann hab ich irgendwann den Rappel bekommen…und ALLES weg getan. Die Zeit war um…..und seit 2 Jahren nun wünsche ich mir so ein kleines Weihnachtsdorf zurück….aber es gab sie nur noch ganz vereinzelt über Ebay.

Aber in diesem Jahr scheint es wieder IN zu sein…allerdings mit LED-Beleuchtung…..oooooch nöööö.

Meiner Schwester hat in einem Schwedenladen (neeeiiin – nicht IKEA) tatsächlich Teelicht-Häuschen in weiß gefunden….unlasiert und größer als früher, dafür bestimmt 20 verschiedene Versionen….ich hab mir 3 ausgesucht und hab die Kirche dann noch dazu von ihr geschenkt bekommen…Jedes Häuschen kostete fast 20 EUR…ist eben keine Fließband-Fertigung aus China.

…und heute Abend hab ich zum ersten Mal in diesem Herbst ein Teelicht angezündet….noch ganz pur ohne weitere Deko

haaach, das gefällt mir auch schon so richtig gut und im Raum ist es gleich noch viel gemütlicher….sooo jetzt bin ich bereit für die kalte Jahreszeit in meinem neuen Zuhause…..

erst schlechter – dann besser

So, heute gibt es mal keine Tirade über das, was bei uns im Büro gerade abgeht….nicht das heute alles gut gelaufen wäre, ganz im Gegenteil…es lief mal so richtig schlecht ….hahaha.

Gemäß dem Motto: es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird fand ich: nach dem Meeting konnte es gar nicht mehr schlechter gehen und so war jeder kleiner Fortschritt wieder eine positive Entwicklung mit anhaltendem Trend nach oben.

Es hat uns bis zum Mittag zwar viel Zeit gekostet…dafür lief es danach aber wieder ruhig und naja, einigermaßen normal….und ich hab beschlossen, mich wieder meinen eigenen Themen zu widmen und natürlich stehe ich für die Anfragen der übrigen Kollegen weiterhin zu Verfügung…aber von der schlechten Laune des Controllers halte ich mich fern. Da helfen auch die besten Absichten nicht weiter….wenn er nicht zuhört, muss er das eben selber ausfechten.

Ich war am Ende des Tages also zufrieden mit mir und meiner Arbeit und dem was ich heute dazu gelernt habe….dafür wurde heute auf einer anderen Ebene so viel Stress bei mir erzeugt….die seit über einem Jahr vor unserem Bürofenster befindliche Dauer-Baustelle geht langsam in die letzte Phase: Das Bürogebäude steht fertig, aktuell wird drumherum gepflastert.

Den GANZEN Tag war eine Stein-Schneidemaschine im Einsatz…den ganzen Tag das Gejaule …. das war wirklich nerv-tötend. Aber auch so ein Bauarbeiter-Arbeitstag hat irgendwann einmal ein Ende….ab 16 Uhr war es tatsächlich wieder still….und kurz danach hab auch ich Feierabend gemacht.

Ich hoffe jetzt auf noch ein paar Tage trockenes frostfreies Wetter, damit die Pflaster-Arbeiten beendet werden können und dann….. DANN sollte endlich vor dem Bürofenster wieder Ruhe einkehren.

Telefonat mit unterdrücktem Flucht-Reflex

Nach Feierabend hatte ich noch eine Telefon-Verabredung mit einer ehemaligen Kollegin aus Hessen. Die letzten Tage hab ich viel mit meiner Schwester telefoniert und beruflich telefoniere ich auch viel mehr, als sonst…und Morgen hab ich noch eine Telefon-Verabredung mit dem Rentner aus Hessen…..und da sage noch einer man kann sich nicht ändern….ich telefoniere immer noch nicht gerne….aber es wird besser.

Ich bin ja sehr eigen und mag es nicht, wenn sich Jemand in einem Gespräch mit mir, nicht darauf konzentriert, sondern nebenher noch andere Dinge macht….oder noch schlimmer, dabei auch noch isst. Ich empfinde die Geräusche im Hintergrund dann immer als übermässig laut und störend, während die Anderen irritiert sind, das ich

1. die Geräusche überhaupt höre,

2. die Ablenkung in Stimme und Reaktion wahrnehme und es dann auch noch

3. Anspreche ….weil es MICH ablenkt und teilweise sogar blockiert einer Unterhaltung zu folgen oder zu gestalten.

Meine liebe ehemalige Kollegin aus Hessen hat also während wir telefonierten: Kartoffeln geschält und dann lang und breit auf einem Holzbrett klein geschnitten….und unter fließendem Wasser abgewaschen, und die Auflaufform aus dem Schrank gezerrt….und dabei ging die Verbindung immer wieder von gut auf schlecht und wieder zurück…alles Geräusche die es mir während eines Telefonats schwer machen, zu glauben, das mein Gegenüber ganz bei der Sache ist.

Wahrscheinlich geht es wieder einmal nur mir so, aber ich empfinde es fast als unhöflich….aber ich versuche es zuzulassen….es anzunehmen und mich auf die Unterhaltung zu konzentrieren…und NICHT auf die Nebengeräusche….es hat ein paar Minuten gedauert und dann ging es ganz gut.

Ich versuche also mich mehr und mehr zu konditionieren, mich von Geräuschen nicht triggern zu lassen. Meine natürliche Reaktion ist: mich mittels Flucht der Situation zu entziehen….also das Gespräch schnell zu beenden oder so lange zu intervenieren, bis der Andere die Nebengeräusche abstellt.

Natürlich kann ich nicht immer dem Flucht-Reflex nachgeben…also habe ich schon vor Wochen angefangen Strategien gegen meine Misophonie einzuüben, um dem natürlichen Bedürfnis aus der Situation zu entkommen, entgegen zu treten.

Das ist nicht leicht und bedeutet mich dem Trigger-Geräuschen auszusetzen, es anzunehmen und wenn möglich, meinen Fokus auf etwas anderes zu lenken. Das ist ja keine Krankheit, kann also auch nicht geheilt werden…ich brauche daher Bewältigungs-Strategien um damit leben zu können.

Während der Pandemie war es einfach, allen und jedem unangenehmen Geräusch aus dem Wege zu gehen und so konnten sich mein Gehirn und mein Gehör von vielen Geräuschen tatsächlich so erholen, das einige sogar keine Überreaktionen in mir mehr auslösen. Andererseits hab ich mich dadurch auch so von Geräuschen entwöhnt, das mir jetzt viele normale Umgebungsgeräusche unnatürlich laut erscheinen und ich diese eher wahrnehme als früher. Also Fluch und Segen zugleich.

Aber die Ausgangslage hat sich trotzdem verbessert: Ich bin emotional ausgeglichener und schaffe es eher mich den Trigger-Geräuschen durch Ablenkung meiner Aufmerksamkeit auf etwas Anderes, zu entziehen. Aber es bedeutet, das ich ständig an mir arbeite, was anstrengend ist.

Vorbereitungen für die Kälte – Vorhänge und Suppen

Diese Unruhe der letzten Tage und Wochen im Büro macht mir wieder einmal Spaß, weil ich doch sehr gefordert bin…aber es kostet auch Kraft…und so falle ich Abends ziemlich kaputt ins Bett.

Aber immerhin hab ich nicht nur am Wochenende mein Homeoffice-Büro eingerichtet….sondern hab mich endlich auch mal mit den Übergardinen für meine Wohnung beschäftigt. Es sind blickdichte Übergardinen mit einer dünnen Schicht Thermo-Isolierung…also die sollen im Winter die Kälte abhalten und im Sommer vor der Wärme schützen.

Jetzt bin ich als Staub-Allergiker eigentlich kein Fan von Gardinen oder Über-Gardinen….aber es ist der Kompromiss für den Winter, da mein neues Zuhause über keine Außen-Jalousien verfügt…ein Umstand an den ich mich tatsächlich erst gewöhnen muss….die letzten 20 Jahren hatte ich immer Außenjalousien.

Für den Winter wird ja schon von einem Eiswinter, mit Sibirischer Kälte geredet, der bevorstehen könnte….noch sind es nur Prognosen…..

Also im Schlafzimmer und im Wohnzimmer sind sie einsatzbereit: Gekauft – gewaschen – gebügelt – mit Haken versehen – auf gehängt…fehlt nur noch mein Arbeitszimmer….

Und als es am Sonntag so ungemütlich draußen war, hab ich gleich mal einen Topf Erbsensuppe gekocht… aber wieder nur mit sehr wenig Speck und ohne Würstchen (seufz). Die Konsistenz hab ich bewusst nicht ganz so sämig gewählt, weil sie ja immer noch nach-dickt…und es ist zwar lustig die Suppe mit dem Messer in Portionen zu schneiden, musste dieses Mal aber nicht sein.

So eine frische Suppe ist echt genau das Richtige für einen ungemütlichen Herbsttag…..als nächstes kommen dann mal wieder die anderen Suppen: Möhrensuppe, Kartoffelsuppe, Lauchsuppe, Linsensuppe, Gemüsesuppe, Hühnersuppe. hahahaha und was es sonst noch so gibt…..

…Allerdings werde ich mir für den nächsten Teller Erbsensuppe doch mal wieder ein paar Wiener-Würstchen besorgen….ich verzichte ja aktuell fast komplett auf das Fleisch…hab immer noch eine Entzündung in einem Ellenbogen- und einem Kniegelenk…

unruhige Tage im Job

Heute konnte ich nur verwundert den Kopf schütteln….aber dieses Mal brauchte ich nicht über die Grenze nach Norden zu schauen….sondern eigentlich nur auf den gerade mal „imaginären Schreibtisch auf der anderen Seite“…weil, ich bin im Homeoffice….der Controller sitzt im Büro.

Gestern haben wir uns noch per Telefon ausgetauscht und wir hatten verabredet, das wir heute gegen Mittag noch einmal telefonieren, um unsere ersten Erkenntnisse zur neuen Software auszutauschen.

Ich bin ja im leichten Vorteil, da ich schon vieles vom dänischen Kollegen gelernt habe, er nimmt sich immer etwas Zeit um meine gezielten Fragen direkt zu beantworten…mal so eben nebenbei…und das hab ich meinem Kollegen von gegenüber auch in einer E-Mail mitgeteilt…also über welche Inhalte und Problemstellungen ich bereits Wissen parat habe und das wir uns darüber austauschen können….

…und was macht der Controller, er sagt unser kleines Meeting ab, nur um den dänischen Kollegen im Minutentakt mit genau denselben Anfragen zu bombardieren, die ich ihm auch hätte erklären können….ich hab ja extra Zeit dafür eingeplant, während der dänische Kollege im Dauerstress ist und bereits das komplette Wochenende durch gearbeitet hat, um den Rückstau durch den schleppenden Projektstart aufzuholen.

Jaaa, die Umsetzung des Projekt wurde nicht gut geplant und noch schlechter ausgeführt…aber nun sollten wir den einzigen Kollegen aus der Firmenzentrale, der mit dem Projekt beschäftigt ist, nicht mit all den kleinen User-Problemen auch noch einzeln aufhalten….immerhin hatten wir sogar vereinbart, das ich diesen Part übernehme: Also als sogenannter „Power-User“ die allgemeinen Handling-Fragen der Deutschen Kollegen betreue…

Also habe ich auf jede seiner Fragen an die Firmenzentrale direkt schnell selber geantwortet: Immer mit kurzer Anleitung anhand von Bildschirm-Ausschnitten und mit Pfeilen und Erklärungen….so wie ich es von früher her kenne. Nicht um mich zu profilieren, sondern um den Kollegen in DK zu entlasten und uns im Hamburger Büro voran zu bringen….immerhin hab ich in den letzten 2 Tagen schon ein paar Kollegen durch die Anmelde- und Freigabeprozedur geleitet…und ja, wir stoßen immer wieder auf tatsächliche Probleme, die von Dänemark aus gelöst werden müssen….und dort gibt es eben nur den Einen, der das kann.

Warum mein Controller-Kollege jetzt so stur und unwillig reagiert, weiß ich nicht…..vermute aber anhand einiger Aussagen aus DK, das er die Abläufe noch nicht so richtig versteht….dabei bräuchte er sich einfach nur mal 30 Minuten Zeit zu nehmen und mir zuzuhören.

So, Morgen treffen wir Beide wieder im Büro aufeinander…Morgen soll ich ihm nun noch einen weiteren wichtigen Schritt erläutern….na, da bin ich aber gespannt…ich mache mich auf einen weiteren unruhigen Tag gefasst.

November-Tag

Heute ist einer dieser trostlosen November-Sonntage….Es regnet immer wieder, insgesamt ist es düster und dazu stürmt es auch noch. Es ist also ungemütlich draußen.

Das fördert jetzt nicht gerade eine heitere und ausgelassene Stimmung….und so hänge ich emotional ein wenig in den Seilen….bin nicht schlecht gelaunt. Nach dem, wie immer, turbulenten und erzähl-intensiven Besuch meiner Schwester, ist mir sowieso danach NICHT lachen oder fröhlich sein zu müssen.

Mir ist heute nach Stille….und nach heruntergezogenen Mundwinkeln OHNE das ich erklären muss, das ich nicht schlecht gelaunt bin…sondern einfach nur meine Ruhe haben möchte. Das ist meine emotionale Erholung.

So hab ich bisher heute

  1. meinen neuen Homeoffice-Arbeitsplatz ausgestaltet….dabei noch 33x den Tisch zentimeterweise verschoben, bis – ja bis ich mich wohl damit gefühlt hab ..so mit Winkel zum Fenster und Lichteinfall usw. Dann hab ich schon mal alles aufgebaut, was ab jetzt ja auch genau so stehen bleiben kann…Monitor, Dockingstation, Mouse und den Drucker daneben auf einem kleinen Regaltisch…passt.
  2. Wie bereits geschrieben hab ich mich ausführlich mit den Bewerbungs-Unterlagen meiner Schwester beschäftigt…da brauche ich vor dem letzten Feinschliff aber jetzt erst einmal eine Pause.

Und jetzt beobachte ich gerade einen Buntspecht, der in den Bäumen sitzt…und einen Eichelhäher. Ohhh wie schön. Auf meinem Balkon wird das Futterangebot gut angenommen…aber wer mich da alles so besuchen kommt, hab ich noch nicht komplett mit bekommen….nur die Kohlmeisen die sind wirklich oft da.

Eichhörnchen hab ich auch schon einige in und um die Bäume herum beobachtet….aber die werden hier wahrscheinlich nicht auf meinen Balkon kommen. Das ist auch okay….aber hier hab ich wenigstens wieder Vögel die ich füttern darf und die auch kommen….das ist so schön und tut mir ehrlichweise auch richtig gut.

Hatte ich früher eine große Bandbreite an verschiedenen heimischen Vögeln zu Besuch (Kleiber, Blaumeisen, Rotkehlchen, Buchfinken, Grünfinken, ganze Dompfaff-Familien, Eichelhäher, Buntspecht, Schwanzmeisen, Kernbeißer, eine Heckenbraunelle) sind es hier jetzt nicht so viele Arten….aber immerhin kommen überhaupt ein paar Vögel….evtl. sogar mehr als ich bisher gesehen habe, immerhin sind meine Futterstellen Abends immer leer.

Angst runter schlucken – und aktiv werden

Ich bin mal wieder mit einer Aufgabe beschäftigt, die ich gut kann und wo ich immer schon Freunde und Familie unterstützen konnte…Ich stelle gerade für meine Schwester eine moderne „Bewerbungs-Mappe“ zusammen. Also ich hab per PC ein modernes Design für den Lebenslauf erstellt, Fakten ergänzt und ansprechend aufbereitet. Ein schönes aktuelles Foto hab ich auch gleich mit in den Lebenslauf kopiert.

Nun schreibe ich noch ein Bewerbungs-Anschreiben und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.

Sie hat ihren Job noch und ein Verlust des Arbeitsplatzes steht auch gerade nicht an, aber Ihr habt sicherlich schon öfter gehört, das viele Krankenschwestern und in der Altenpflege angestellte Menschen gerade aus dem Beruf wegbrechen. Und genau das ist in der mobilen Altenpflege, bei der meine Schwester arbeitet, gerade passiert.

Erst hat die Pflegedienstleistung gekündigt….dann viele der Altenpfleger und jetzt auch noch die stellvertretende Pflegedienstleitung, die kommissarisch die Leitung übernommen hatte. Und keiner hat es lange vorher angekündigt….alles ging in den letzten 6 Monaten hoppla-di-hopp…

…und Niemand weiß so Recht, wie es dort weiter gehen soll….die ausscheidende Stellvertretung hat allen Kollegen geraten sich mal auf dem freien Markt umzuschauen…das macht natürlich Angst. Wird der mobile Pflegedienst evtl. sogar aufgelöst? Eigentlich nicht vorstellbar, weil der Träger eine der ganz großen karikativen Einrichtungen ist…aber wenn die kein Führungspersonal mehr finden? Was dann? Nun gut – in der kommenden Woche findet wohl eine Mitarbeiter-Versammlung statt, von der sich alle eine Klärung der Situation erhoffen.

Meine Schwester ist da, genau wie ich, sehr pragmatisch…Die Angst wird runter geschluckt und dann wird gehandelt. Sie hat schon ein paar Adressen heraus gesucht und nach einem Telefonat mit mir auch dort angerufen, um zu erfragen ob eine Bewerbung aktuell Sinn macht und welche Unterlagen diese Firmen haben wollen.

Soooo und so sitze ich schon den Vormittag hier und beschäftige mich mit Ausdrücken, die in meinem Berufsleben so gar nicht vorkommen….

Styropor-Kriege

Nach Feierabend am Freitag, früher Nachmittag, kam meine Schwester zu Besuch. Mein Schwager muss am Wochenende auf einen Lehrgang und sie brauchte mal wieder einen Tapetenwechsel und ein wenig Neugierde war natürlich auch dabei….hatte sie meine Wohnung doch noch nicht mit Möbeln und fertig dekoriert gesehen.

Zuerst ging es in eines der großen Möbelhäuser…ich wollte endlich einen Schreibtisch für mein Büro-/Kleiderzimmer kaufen…und wir haben auch tatsächlich einen gefunden. Nicht zu teuer, weiß, Metallfuß und mit dunkler dicker Glasplatte….die Größe genau so, das der Tisch gut in den Erker passt….und sau-schwer….und selbst zerlegt wirkte er riesig verpackt.

Schon nach dem Reinhieven in das Auto war mir klar, den bekommen wir auch zu Zweit niemals so im Karton bis in meine Wohnung. Lösung: den Karton öffne ich bereits im Auto, und dann bringen wir die Teile einzeln in die Wohnung. Nur die Glasplatte war mit Karton und Styropor, und noch einmal Karton und noch einmal Styropor, und noch einmal geklebter Styropor und noch mehr Karton…..Ihr versteht…..extrem gut vor Bruch geschützt.

Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, einen Teil der Verpackung aufzureißen und alle Teile in die Wohnung zu bringen, sah es in meinem Auto aus, wie in einem Styropor-Meer…Egal….mein Auto benötigt eh dringend eine Reinigung von Innen und Außen. Also hab ich es erst einmal ignoriert.

Und gegen Abend heute, meine Schwester war gerade wieder nach Hause gefahren…hab ich nun die restlichen Teile ausgepackt und den Tisch zusammen gebaut. Also ich wollte den Tisch zusammen bauen, wären da nicht die Massen an Styropor Platten, Plättchen, Kügelchen die überall am Boden, auf dem Teppich, an den Türen und überhaupt überall, statisch haften blieben.

Mir blieb zunächst nichts weiter übrig, als mich diesem Krieg der Styropor-Kügelchen zu stellen. Am Ende waren 2 große Müllsäcke gefüllt mit Plastik Verpackungsmaterial…und zusätzlich noch eine riesige Tasche voll mit Karton-Schnipseln. Ich hab natürlich gleich alles in handliche Stücke zerrissen. Danach blieb nur noch der Griff zum Staubsauger, um auch die kleinen Teilchen einzufangen und den Rest hab ich dann mit feuchten Lappen aufgewischt….unfassbar, wie viele Schichten an Styropor und Pappe für diesen Tisch notwendig waren.

Er nachdem ich diese Schlacht in der Wohnung gewonnen hatte, hab ich den Tisch, inclusive Schubladenteil aufgebaut bekommen….und ca. 1,5 Stunden später war der Tisch fertig und die gefüllten Müllsäcke in den Müllcontainern….gewonnen…

….bis mir wieder einfiel ,das ja noch ein großer Teil davon in meinem Auto lag….MIST….das mache ich aber erst Morgen. Für heute hab ich genug von diesen kleinen anhänglichen Kügelchen…