An beiden Tagen in dieser Woche war ich wieder Morgens, vor dem Homeoffice, walken. Noch nicht die ganz großen Runden, aber immerhin jeweils ca. 45 Minuten: der Fuß hält.
Muskelkater hab ich übrigens vom Kajak fahren am Sonntag, dann doch nicht bekommen. Was ich interessant finde….auf der anderen Seite trainiere ich Arme und Oberkörper ja auch sehr regelmäßig mit Gewichten.
Die Arbeitstage waren zwar lang….aber ich hab wieder genügend Energien und so waren sie nicht nur lang, sondern vor allem erfolgreich….und mein Lieblings-Wirtschaftsprüfer hat es quasi mit dem Gong-Schlag zu seinem Urlaub tatsächlich noch geschafft mit der Prüfung für 2020 fertig zu werden.
Ein wenig war ich besorgt, denn das ging ja wirklich sehr schnell….und das bei der komplexen Datenlage.. hab dann seinen Abschluss-Entwurf durch gearbeitet und nun sehe ich zum 1. Mal die übernommenen Zahlen aus 2019 von bisherigen Steuerbüro und meine Zahlen aus 2020 zusammen gestellt von unserem Wirtschaftsprüfer (WP)…also waren 3 verschiedene Computer-Systeme mit unterschiedlichen Kontenrahmen und dazu unterschiedlichen Auffassungen von Bilanzausweis und Darstellung einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung beteiligt….
…..und tatsächlich sieht es jetzt richtig gut aus…..die Nachbuchungen / Korrekturen sind marginal….und alles ist stimmig ….trotz der ungewöhnlichen Reihenfolge im zeitlichen Ablauf und der zwischenzeitlich aufgetauchten Probleme bei der Übernahme. Ich muss nur noch einen einzigen Bilanzausweis reklamieren….bei dem ich schon im Vorfeld wusste, das haben die nicht auf dem Schirm…obwohl ich schon zweimal auf das Thema hingewiesen habe….Egal, ich hab es richtig gut getroffen mit diesem WP.
Und auch alles Andere was ich mir vorgenommen habe und neue Problemfälle, die auftauchten, letztlich lies sich alles lösen und mein Urlaub rückt auch immer näher….ich brauche noch ein paar solcher Tage, dann kann ich beruhigt 14 Tage die Seele baumeln lassen.
Sooooo und den Sekt hab ich jetzt doch schon mal in den Kühlschrank gestellt….und sobald die Kollegin aus Brandenburg aus dem Urlaub zurück ist, machen wir einen Termin aus….und dann wird endlich angestoßen…auf unsere tolle Zusammenarbeit und die lange 1,5 Jahre andauernde Phase der Übernahme.
….meinen neuen Sport auf dem Wasser und zukünftiges ergänzendes Freizeit-Vergnügen: Kajak-Fahren!
Ich hab es ja schon geahnt, das das eine Sportart sein könnte, die mir so gefällt, das ich dafür in einen entsprechenden Sportverein eintreten würde…und seit heute Abend weiß ich es.
Ich habe nicht viele Erfahrungen mit Wassersport…aber das Rudern empfand ich schon vor Jahren als eine so schöne Bewegung (auf einem „Teich“ im Frankfurter Palmengarten)….das ich seitdem im Fitness-Studio sehr gerne aufs Rudergerät gehe.
Was mir am Rudern aber gar nicht gefällt ist, das man auf dem Wasser entgegen der Fahrtrichtung sitzt….das ist dann doch wieder nichts für mich….ich sehe gerne wohin ich fahre….
Bei meinem letztjährigen Urlaub an der Müritz wollte ich es ja schon mit Kanu oder Kajak probieren…aber da war es mir überall viel zu voll und zu heiß usw.
Vor ein paar Tagen hat meine junge Kollegin aus NRW mir von einer Kanufahrt auf der Alster vorgeschwärmt…und ich hab es mir für dieses Wochenende gleich mal vorgenommen…nur das Wetter war jetzt nicht so beständig….Auch heute hat es ja den größten Teil des Tages heftig geregnet…aber so gegen 16 Uhr hab ich mich auf den Weg nach Hamburg Eppendorf gemacht….dort gibt es es mehrere Bootsverleiher.
Das Wetter klarte zwar auf…und es waren eine Menge Menschen unterwegs, aber auf der Alster war es ziemlich leer…und auch beim Bootsverleih bin ich sofort dran gekommen. Ich wollte eine Kanufahrt machen…die freundlichen jungen Männer haben mir zu einem Kajak geraten, wenn ich alleine fahren möchte…das Boot ist kürzer und leichter zu steuern….okay – dann bitte einen Einer-Kajak für eine Stunde.
Nach der schriftlichen Anmeldung stand das Kajak bereit und einer der Beiden hat mir beim Einsteigen geholfen…und nach wenigen erklärenden Worten ging es auch schon los….dann hab ich noch kurz gefragt, wie ich mit dem Doppelpaddel umgehen muss…2 Sätze dazu und ich war schon auf der Alster unterwegs….wie ich richtig manövriere lernte ich sehr schnell durch Ausprobieren und auch wie ich das Paddel optimal halten muss, damit kein Wasser ins Kajak kommt….und dann war es auf einmal da….
….dieses wunderbare Gefühl von absoluter Harmonie…ich saß super bequem im Kajak und mit den gleichmäßigen Paddelbewegungen ging es langsam und entspannt über die Alster…nur als ich meine Jacke ausziehen wollte und das Gewicht einseitig verlagert habe, merkte ich, das die Balance auf dem Wasser, tatsächlich nur durch meinen Körper kommt, da hab ich dann doch Respekt davor bekommen, also hab ich die Jacke doch lieber angelassen…..nicht das ich noch ins Wasser falle (hatte keine Badeklamotten an, sondern halblange Outdoor-Hose und Baumwollhemd mit Regenjacke drüber).
Ich fühlte mich total geborgen im Kajak und auf dem Wasser…..und obwohl ich mitten in Hamburg war und überall Menschen über die Brücken oder an der Alster spazieren gingen, fühlte es sich so an, als ob ich ganz alleine wäre (im positivsten Sinne), wie in einer anderen Welt…ich war und bin es immer noch, komplett begeistert.
Mir kam ein Standup-Paddler entgegen und wir haben uns im Vorbeifahren kurz nett unterhalten…dann war wieder Ruhe und Stille auf dem Wasser und am Uferrand mit kleinen süßen Aussenplätzen, Bootsstegen und Hinterhöfen…und ich hab das Ganze so intensiv genossen….
Nach knapp 1/2 Stunde hab ich das Kajak mit einer sanften Kurve gewendet und bin zurück gepaddelt….und wieder war da der Standup-Paddler, ebenfalls auf dem Heimweg…ein paar weitere nette Freundlichkeiten und wieder war ich gefühlt alleine hier…so langsam hab ich das Doppelpaddel noch breiter gefasst und etwas sportlicher ins Wasser getaucht, noch weiter durchgezogen, das Kajak wurde tatsächlich schneller….und ich werde wahrscheinlich so richtig Muskelkater in Schultern und Armen bekommen…aber egal…das jetzt muss einfach sein….
Dann hab ich mich wieder etwas treiben lassen….auch um Fotos zu machen….
Bin dann leicht am Bootsverleih vorbeigefahren, hab eine lockere Kurve gefahren, um dann auf der gegenüberliegenden Seite (auch auf dem Wasser herrscht Rechts-Fahr-Gebot) locker am Bootssteg anlegen zu können….aber da brauchte ich doch die Hilfe des Mitarbeiters vom Bootsverleih….weil ich nicht wusste, wie genau ich jetzt mit dem Paddeln was machen musste….hahaha…kam doch ein wenig zu steil mit dem Bug an den Steg….und das Aussteigen war tatsächlich der schwierigste Teil. Der junge Mann hat es mir kurz erklärt und ja, es hat funktioniert, aber es war schon sehr wackelig…ich bin dann gleich mal am Steg sitzen geblieben und wir haben uns noch kurz unterhalten….
Diese 1 Stunde hat jetzt 14 EUR gekostet….und dazu hatte ich die gesamte Alster fast für mich alleine…..hahaha….okay, sonst sind natürlich viel mehr Menschen auf der Alster, mit Stand up-Paddling, Kanus in verschiedenen Größen, Kajaks oder auch Tretbooten….
…aber heute, heute gehörte die Alster mir !!
Ganz ehrlich…am Liebste wurde ich Morgen gleich noch eine weitere Kajakfahrt unternehmen….und ich hab schon im Internet nach Kajak/Kanu-Vereinen gesucht und auch gefunden….Nach meinem Kurz-Urlaub in Hessen werde ich mal nach Schnupperkursen in den Vereinen fragen….
Soooo die Planung der nächsten kleinen Abenteuer geht nun in die nächste Runde
Für die Ballonfahrt hab ich Rechnung und Gutscheine erhalten. In der kommenden Woche kann ich nun endlich anrufen und den Termin mit dem Ballon-Unternehmen abstimmen.
Und für das kommende Wochenende werden meine Schwester uns ich uns an der Ostsee treffen…..Ich hab einen Termin im Kletterpark gebucht….in einem sehr großen Kletterpark haben wir einen „Time-Slot“ von 4 Stunden für 21 EUR pro Person….die haben auch bei Regen geöffnet.
Wir sind Beide noch nie in einem Kletterpark gewesen….es wird bestimmt lustig….53 und 55 Jahre alt, aber sportlich, werden ein kontrolliertes Höhen-Wagnis eingehen. Höhenangst hab ich keine, aber Respekt vor Risiken und Verletzungen……meine Schwester hatte sich aber jahrelang eingeredet sie hätte Höhenangst…jetzt auf einmal soll das kein Problem mehr für sie sein. das kann echt lustig werden…..ich jedenfalls freue mich auf dieses kleine Abenteuer.
Meine Schwester hat in einem Restaurant Plätze zum Frühstücken vorbestellt….oder sagen wir lieber: mein Schwager hat das für sie gemacht…Wir treffen uns also zum Frühstück in der nahen Stadt und fahren danach zum Kletterpark in der Nähe.
Mein Schwager selber wird an dem Tag nicht mit dabei sein, durch seine Probleme mit der Hüfte ist das Klettern für ihn nichts…wir machen daraus also einen Schwesterntag….dafür werden wir ja bei der anstehenden Ballonfahrt zu Dritt sein.
Und im Herbst möchte ich mir im Schloss Gottorf endlich die Moorleichen anschauen…das werden wir dann auch wieder zu Dritt machen.
Was steht noch auf meiner imaginären Wunsch-Abenteuerliste: Bouldern, Kanu fahren, Standup-Paddeling und Rundflug in einer klein-motorigen Maschine. Außerdem weniger abenteuerlich: Hafenrundfahrt Hamburg und nächtlicher Besuch des Miniatur-Wunderland…..und wenn ich noch länger darüber nachdenke fällt mir noch eine ganze Menge mehr ein…
Freitagnachmittag beim IKEA….es ist voller als gehofft und Spaß ist etwas anderes….aber ich will nun endlich das Thema Küche für mich zum Abschluss bringen.
Anstatt eines Tisches für die Schräge, um etwas mehr Arbeitsfläche zu erhalten, hab ich mich für 2 Küchenbeistellwagen aus Holz entschieden…..die haben neben der zusätzlichen Arbeitsfläche von jeweils 58x50cm noch je 2 Regalböden….bieten also auch noch Stauraum.
Außerdem benötige ich für meinen Laptop in der Firma noch eine Erhöhung von ca. 50cm …..da sind diese kleinen Regalwürfel ideal.
Ich hab es in Hamburg-Schnelsen geschafft mich relativ zügig durch den Laden zu manövrieren….und hab am Ende vor dem Regal mit den Küchenbeistellwagen gezögert….lieber erst einmal nur einen nehmen…wer weiß, ob ich es schaffe den auch aufzubauen…..den 2. kann ich dann immer noch nachkaufen.
Ohne sonstigem Nippes und Kleinkram hab ich es tatsächlich hinbekommen, den riesigen Laden zu verlassen….und steuerte mit dem Einkaufswagen einen Aufzug zum Parkhaus an…ein ca. 70jähriger Mann im Fahrstuhl hielt mir freundlicherweise die Tür auf und ich bedankte mich dafür, das er mich „mit nimmt“.
Die Eingangsprozedur bei IKEA ist aktuell in Hamburg sehr simpel: kein Test nötig / Impfzertifikat nicht nötig….einzig man muss über eine von 2 APPs (Luca oder Corona-Warn-App) oder mittels handschriftlichem Zettel seine Daten angeben.
Als ich jetzt fröhlich zu dem Mann im Aufzug meinte: endlich dürfen wir wieder fast normal einkaufen gehen….war er ziemlich mürrisch….das wäre alles viel zu umständlich…in Niedersachsen bräuchte man seine Daten nicht anzugeben….das wäre einfach alles zu viel Aufwand.
Ich war überrascht und meinte, aber es geht uns doch geht tut damit…in vielen Ländern wäre es doch noch wesentlich restriktiver…und den Menschen würde es aktuell in vielen Ländern wesentlich schlechter gehen.
Seine Antwort: JA – wenn man das so sieht, kann man das ja auf alles anwenden.
Meine Antwort: Ja – genau darum geht es doch.
Danach blieb ich stumm. Es ist mal wieder echt typisch…dieser Mann wollte einfach etwas Blöde finden. wie sagt man so schön…Jammern auf hohem Niveau. JA uns geht es in vielen Dingen doch richtig gut, viel besser als den meisten Menschen auf der Welt….aber das zählt nicht….es zählt immer nur die eigene Bequemlichkeit.
Keine Möbel einkaufen zu können wäre blöd…aber immer noch kein Beinbruch. Ein Test vor dem Einkauf wäre unangenehm…den brauchte man aber nicht, die Adresse anzugeben ist zwar lästig, kostet aber nur ca. 1-2 Minuten und schon ist man in einem riesigen Laden mit so vielen Dingen die man braucht oder eben auch nicht braucht und kann sich (ja mit Maske) aber dafür mit Hunderten anderen durch die Gänge schieben, wie vor Corona.
…..
Während der Abendnachrichten hab ich dann den Küchenwagen aufgebaut….das war sogar für mich einfach und unkompliziert….Alle Teile waren da, die Anleitung war sehr verständlich und jetzt steht das gute Teil in der Küche…allerdings noch etwas im Weg. Muss erst einmal wieder alles umräumen, aber dazu brauche ich dann noch den 2. Beistellwagen….
…also werde ich Montag noch einmal dorthin fahren…
Manchmal ist die Lösung für ein Problem ganz einfach…auch wenn es länger dauert, das zu Erkennen.
Ich hab jetzt seit 2 Jahren eine Spülmaschine….und stehe dem Gerät immer noch skeptisch gegenüber….Davor hatte ich über sehr viele Jahre keine Möglichkeit ein solches Gerät aufzustellen und hab immer alles mit der Hand abgewaschen.
Nun war ich von Anfang an der Meinung, das Geschirr wird in der Maschine eh nicht immer richtig sauber und so hat es mich auch nicht verwundert, das es tatsächlich manchmal nicht sauber war….aber im Laufe der Zeit wurde es ein echtes Ärgernis und so hab ich wieder Angefangen das Meiste im Handwaschbecken zu spülen.
Die Spülmaschine hab ich in der gesamten Zeit immer wieder sauber gemacht, hab Salz nachgefüllt und Klarspüler ….obwohl das mit den 3in1 Tabs angeblich nicht notwendig sein soll…..hab regelmässig das Sieb gereinigt….trotzdem wurde das Spülergebnis immer schlechter….zu Letzt sogar miserabel.
Ich hab also meine negative Grundeinstellung bestätigt bekommen….aber irgendwas konnte an der Maschine nicht stimmen….aber WAS.
Durch einen Zufall – wie so oft im Leben – bin ich beim Zappen im Fernseher auf einem Shopping-Kanal gelandet in dem auf ein Reinigungsprodukt gegen Kalk hingewiesen wurde, das sogar die Sprüharme einer Spülmaschine von Kalk entfernt.
Ich habe überhaupt kein kalkhaltiges Wasser hier…also das war es nicht, was mich vom weiter-zappen abhielt…aber die Erwähnung der „Sprüharme“…..die hatte ich noch nie abgemacht und gereinigt….sollte da das Problem liegen?
Also hab ich Samstag Morgen mal diese Teile aus der Spülmaschine entfernt und tatsächlich….kein Kalk – aber undefinierbarer Schmutz, der teils die kleinen Öffnungen der Sprüharme blockierte…..ja – so kann das Wasser natürlich nicht im gesamten Raum der Spülmaschine verteilt werden und das erklärt auch warum das Geschirr so ungleichmäßig sauber, bzw. nicht sauber wird.
Jetzt bin ich mal auf den nächsten Spülgang gespannt…
Das aktuell in Norddeutschland herrschende nasse und leicht kühle Sommerwetter, ist zum Glück, weit davon entfernt ,so ein Unglückswetter zu sein, wie in NRW, Rheinland-Pfalz, Schweiz, Niederland, Belgien….die Liste scheint immer länger zu werden…und mein Mitgefühl geht an Alle die unter den verheerenden Folgen der Katastrophen leiden.
Wir hier im Norden haben nur normales Schiet-Wetter…..und wenn man nicht betroffen ist, vergisst man zu leicht, das gleichzeitig Menschen in diesen Gebieten alles verloren haben.
Mit diesem Gedanken hab ich dann Samstag Nachmittag eine Regenwanderung durch das Tävsmoor begonnen….Schon auf der kurzen Fahrt dorthin hat es ziemlich stark geregnet….mit Regenhut, Regenjacke, Wanderschuhen und Rucksack ging es dann los….und innerhalb wenigen Minuten war ich ziemlich nass….aber das war mir egal….
Ich bin eine meiner Lieblingsstrecken gelaufen und währenddessen hat das Wetter ein paar Mal gewechselt…es schien sogar mal die Sonne, bevor es wieder bedrohlich dunkel wurde…und mitten im Moor hatte ich schon ein leicht herbstliches Gefühl…Es war windig, nass, leicht kühl, frische Äste lagen auf den Wegen und dann stand da auch noch dieser recht große Pilz am Wegesrand:
Der Moorsee wellte sich auf dieser Seite durch den Wind…später auf der anderen Seite, war er wieder ruhig und glatt. Es war eine himmlische Ruhe und in den 1,5 Stunden sind mir nur 2 Menschen begegnet….hahaha da haben wir es mal wieder: wenn ich meine Ruhe haben möchte, muss ich die Zeiten ausnutzen, an denen andere Menschen sich lieber drinnen aufhalten.
Kurz vor Ende meiner 7,5km Tour schien dann, wie schon erwähnt, wieder die Sonne..
und am Ende meiner Tour war ich schon etwas geschafft….immerhin war ich die letzten 2 Wochen nur wenig unterwegs….eine Woche hatte ich ja Zwangspause durch den verstauchten Knöchel….und davor die Woche hatte ich viel Arbeit und wenig Energien.
Aber jetzt fühlte es sich toll an und es hat mir gut getan…es war ein positives Gefühl von „geschafft sein“ und „geschafft haben“…..ich bin endlich wieder in Bewegung….
Gestern nun, nach 1 Jahr Corona-Auszeit , war ich endlich wieder beim Friseur. Nach dem 1. Lockdown war ich ein einziges Mal dort. Als es dann das nächste Mal wieder möglich war, wollte ich einfach nicht hin gehen…so mit Testen lassen und Terminbuchung…es war mir zu voll, zu unbequem und irgendwie wollte ich dann doch niemanden so nahe an mich heran lassen.
Als ich es dann wieder wollte (nach meiner 2.Impfung) war die Belegschaft nicht mehr da….der Inhaber hatte gewechselt und damit auch das gesamte Personal. Nur gefiel mir nicht, war ich dort sah und wollte mir einen neuen Friseur suchen.
Ich habe schon seit vielen Jahren eine Kurzhaarschnitt…und natürlich hab ich in diesem Jahr, regelmässig zur Schere gegriffen um meine Haare in Schach zu halten. Hab auch zusätzlich eine Haarschneidemaschine genutzt für den Nackenbereich..und das ging ja auch ganz gut…. Meine Kollegen fanden immer nach meinen Schneideaktionen das es gut aussieht und auch ich war einigermaßen zufrieden damit.
Aber ich habe seeehr viele Haare und seeeehr dichtes und dickes Haar und es wächst auch sehr schnell (also zumindest fühlt es sich so an). Im Sommer ist es besonders unangenehm mit den vielen Haaren…wer es sich nicht vorstellen kann: setzt mal im Hochsommer eine Wollmütze auf und nicht wieder ab….hahahaha…dann habt Ihr ungefähr das Gefühl das ich auf dem Kopf habe.
Nicht falsch verstehen, sie sind nicht verfilzt oder ähnliches…sondern sehen schön glänzend aus, schwingen leicht und sind locker zu kämmen, ……es sind nur unglaublich viele.
Man sagt immer Menschen mit normaler Haarpracht verlieren im Winter 1/3 der Körperwärme über den Kopf…deshalb soll man ja im Winter eine Mütze tragen. Bei mir geht darüber nur sehr wenig Wärme verloren.
Mit meinen laienhaften Selbstversuchen den Schnitt Aufrecht zu erhalten, hab ich das Haar auch immer wieder ausgedünnt,….aber na klar kann das ein gelernter Profi 1000x besser .
Und mit der tollen Friseurin gestern, hab ich echtes Glück gehabt. Sie hat meine Haare erst einmal im trocknen Zustand begutachtet….gleich mal meine Wirbel gefunden (1.Pluspunkt), meine dichten Haare für toll befunden und gesagt das es für einen Selbstschnitt über so eine lange Zeit noch echt gut aussieht (2. Pluspunkt) …ob ich das gelernt hätte (hahahaha – na das hat mir natürlich schon schmeichelt).
Danach hat sie gut eine Stunde an meinen kurzen Haaren gezaubert…..Sie hat genau verstanden, was ich wollte und hat es klasse umgesetzt….der Schnitt ist jetzt wieder PERFEKT !!! ….zum Schluß meinte sie lachend: so, die Mütze ist jetzt wieder weg…
Nach einem großzügigem Trinkgeld für ihre tolle Leistung und die viele Zeit, die sich dafür genommen hat, hab ich gleich schon einen nächsten Termin in 4 Wochen gemacht….zum Nachschneiden…damit ich erst gar nicht in Versuchung komme, den Besuch beim Friseur heraus zu zögern….
Aus dem restlichen Brotteig (Weizenmehl-Sauerteig) hab ich kleine Baguette-Brötchen für das Frühstück gebacken.
Wie immer nach dem gleichen Prinzip: bei „abfallender Hitze und mit Wasserdampf“….und auch diese kleinen Brötchen sind, genau wie das Brot vor 2 Tagen, sehr knusprig und ziemlich lecker. Der Teig hat also dieses Mal eine extrem lange Ruhezeit gehabt….und funktioniert trotzdem noch wunderbar.
Inzwischen finde ich diese Sauerteig-Brötchen um einiges besser, als meine reinen Hefe-Brötchen. Sie haben nicht nur äußerlich mehr Charakter, sondern es knackt so richtig schön beim Reinbeißen…genau, wie man es von frischen Brötchen erwartet.
Ausserdem steckt eine Menge Geschmack drin, hatte ich den Teig doch mit etwas Kümmel und Oregano gewürzt…von daher vielleicht nicht gerade für Marmelade oder Honig geeignet, aber extrem gut mit etwas Butter und Räucherlachs.
Und dazu eine Tasse frischen Filterkaffee ….hmmmm ein schöner Samstag Morgen.
Ich hab später noch einen Friseur-Termin…nachdem ich in den letzten Monaten immer selber zu Schere und Haarschneidemaschine gegriffen habe, wird es mal wieder Zeit für einen Profi.
Ich hab vor einer Woche, eher durch Zufall einen Friseursalon gefunden, den ich ansprechend finde…. sauber und die Mitarbeiter waren nett und lustig…..Der vorherige Laden, hat wohl corona-bedingt aufgegeben und die „Nachfolger“ dort fand ich jetzt nicht so vertrauenserweckend. Gerade für uns Frauen sind Haare wichtig und damit Vertrauenssache..
Viele Tagen bei mir enden mit tief empfundener Ruhe und Zufriedenheit…..innerer Frieden ist damit keine Illusion.
Was ich aber immer wieder feststellen muss, es fällt mir wahnsinnig schwer, diesen inneren Frieden über einen längeren Zeitraum konstant zu halten…zu schnell kann das innere Gleichgewicht aus der Balance geraten, auch ohne das etwas Gravierendes passiert.
Die Zeit-Verschiebung im Frühjahr war so ein Thema, dann die 2. Impfung, nach der ich einen Teil meiner Kraft irgendwie verloren hatte, die sehr warmen Sommertage und meine Hitzewallungen. …Alles nichts Großartiges und doch war ich fast den ganzen Juli nicht wirklich in Balance…immer irgendwie latent unzufrieden…auch wenn ich aktiv gegen dieses Gefühl angekämpft habe.
Immer wieder dachte ich: sooo – jetzt geht es wieder…aber es fehlte jedes Mal das letzte Stück an innerer Ruhe und das letzte Quäntchen an Gelassenheit, um mich wirklich ausbalanciert zu fühlen.
Mittwoch Abend war ich den einzigen Tag in dieser Woche abends zu einer kleinen langsamen Walkingrunde unterwegs (so langsam geht es wieder mit dem Knöchel)….und erst da hab ich es wieder gefunden:
Diese innere Ruhe und ausgeglichene Freude, dieses Gefühl wieder bei mir zu sein… Ich bin wieder im Gleichgewicht….und das Gefühl ist auch heute immer noch da…..das fühlt sich sehr gut an und ich hoffe es bleibt noch eine Weile bei mir.
Doch auch das längere Gespräch mit der Service-Hotline hat ja letztendlich ein Problem gelöst und so läuft dieser Tag unter dem Oberbegriff: Ein erfolgreicher und schöner Tag.
Jeder Anruf, jede Mail, war heute ein Schritt vorwärts und jedes Mal ein Haken mehr auf meiner To-Do-Liste.
Mein Chef ist aus dem Urlaub zurück und so hab ich mir meinen Urlaub im August gleich mal genehmigen lassen…und im 2er Teams-Meeting mit ihm am Nachmittag gab es dann gleich noch weitere Punkte die ich von meiner Liste streichen konnte.
So wie ich heute auch noch von einem deutschen Teamleiter aus einem anderen Bereich erfahren habe, werden wohl nach und nach Vereinbarungen mit den Mitarbeitern getroffen, in denen jedem Mitarbeiter einen Tag in der Woche „mobiles Arbeiten“ zusteht…..und jeder Teamleiter kann darüber hinaus den Mitgliedern seines Teams weitere mobile Arbeitstage genehmigen, solange das Arbeiten auf diese Art funktioniert. Einen Anspruch hat der Mitarbeiter jedoch nur auf den einen Tag.
Das sind richtig gute Neuigkeiten…denn da sehe ich in meiner Abteilung wenig Probleme. Meinem Chef in DK ist es egal, ob er mich im Büro oder im Home-Office anruft…..hahahaha und unsere Meetings finden sowieso im virtuellen Raum statt. Im Gegensatz zu meinem Controller-Kollegen, hab ich meine Arbeit auch schon überwiegend auf digitale Bearbeitung umgestellt. Damit sollte es zukünftig möglich sein, weiterhin 2x in der Woche im Homeoffice zu arbeiten. was mein erklärtes Ziel ist.
Nur heißt es dann eben offiziell nicht „Home-Office“, sondern „mobiles Arbeiten“. Da die Bezeichnung „mobiles Arbeiten“ ein niedrigschwelliger Anreiz für den Arbeitgeber ist, dieses den Mitarbeitern zu ermöglichen.
Beim klassischen Homeoffice ist der Arbeitgeber verpflichtet einen komplett den Arbeitsschutz-Regeln entsprechenden Arbeitsplatz beim Arbeitnehmer Zuhause einzurichten. Während der Arbeitgeber beim „mobilen Arbeiten“ nur die mobilen Endgeräte und den Zugang zur Verfügung stellt….mehr nicht.. Mobiles Arbeiten muss daher nicht zwingend in den eigenen 4 Wänden stattfinden, sondern theoretisch ginge es überall, wo man eine Internet-Verbindung nutzen kann.
und in genau 14 Tagen starte ich meinen Sommer-Urlaub – FREU