Ist das arrogant oder dumm

Ich ärgere mich über die Bewerber auf eine gut bezahlte und eigen verantwortliche Stelle in Festanstellung…ohne Befristung.. mit guten Sozialleistungen und  einer betrieblichen Altersversorgung in die zu einem Teil vom Arbeitgeber zusätzlich für die Arbeitnehmer eingezahlt wird …ohne sonstige Pferdefüße.

Da war vor ein  junger Mann der wirklich super gepasst hätte und er sagte unsere  Bedingungen seien „fast zu schön um wahr zu sein“…trotzdem hat er am Tag unseres 2. Termin zur Endauswahl kurz vorher eine Absage geschickt.  Er hat bei einem anderen Arbeitgeber unterschrieben. Echt blöd….

Da ist eine Frau die einen intelligenten Eindruck bei uns allen hinterlassen hat und wir haben ihr ein Angebot gemacht, welches sie dann mündlich angekommen hatte ….das ist fast 1,5 Wochen her. Ich hab es ihr per Telefon gesagt und habe mich ehrlich gefreut….von ihr kam eher eine nüchterne Rückmeldung: ob Sie den Vertrag vorab per Mail haben kann, damit sie diesen mit ihrer Anwältin prüfen kann….

Nun gut….warum nicht.

1.      Auf meine Mail hat sie überhaupt nicht reagiert, bin ich im Spam gelandet oder war der Anhang zu groß?  KEINE Ahnung

Ein paar Tage später ruft sie an und sagt sie hat den Vertrag per Post erhalten.…ich frage sie ob sie meine Mail erhalten hat….JA – aber ich hätte ja geschrieben das die  Originale per Post unterwegs sind, deshalb hat sie meine Mail ignoriert. AHA….. eine Antwort mit einem „Danke – ich hab die Mail erhalten“ wäre ja echt nett gewesen…Sie war leicht betreten…das hatte sie nicht erwartet.

2.      Dann stellt sie allerhand Fragen zur betrieblichen Altersversorgung…ich hatte ich das  schon im 1. Gespräch erklärt und nun ist das etwas, was sie so aber nicht möchte…ich hab es an unsere HR-Mitarbeiterin übergeben.

3.      Meine Kollegin erzählte mir  dann noch ein paar der Fragen und Aussagen. Z.B. hatten wir eine Frist zur Rücksendung des unterschriebenen Vertrags gesetzt. Nun hieß es ….ja die Frist könne sie nicht einhalten…sie hat an dem Tag unseres Fristendes erst den Termin mit ihrer Anwältin.

AHA ……sagt mal…ist das Normal heute? Ich meine, andere Kollegen und auch ich…wir haben uns damals gefreut, für ein so namhaftes Unternehmen arbeiten zu können….mit so guten Konditionen. Ich meine bei der Dame wurde der Arbeitsplatz weg rationalisiert und sie hat schon die Kündigung von der bisherigen Firma erhalten.

Wenn sie nicht für uns arbeiten möchte, dann soll sie es doch einfach sagen….aber diese Zögerlichkeit finde ich unpassend….vielleicht zögert sie es heraus, weil sie noch auf ein anderes 2. Gespräch wartet…das hatte sie am Telefon mal erwähnt, als sie meinte: „Wenn die sich nicht melden dann entscheide ich mich jetzt für Sie“….

Meine HR-Kollegin und ich sind  mittlerweile schon etwas angesäuert…und ich hab  ihr gesagt, wenn die Dame es trotz Verlängerung nicht schaffen sollte den Vertrag rechtzeitig unterschrieben zurück zu schicken, dann ziehen wir das Angebot eben wieder zurück….und starten die Suche noch einmal neu.

Wenn sie so umständlich ist sich zu entscheiden, kann ich sie eh nicht gebrauchen…wir müssen oft schnelle und pragmatische Lösungen finden und  Fristen/Deadlines sind bei uns „Gesetz“…da gibt es kein „ich bin noch nicht fertig“…. Dann muss man es eben schaffen fertig zu werden… und nicht sagen: ich hätte da noch mal eine Frage ob man das nicht anderes machen kann…..

Sieht so die Zukunft aus? Ich weiß es ist aktuell ein „Arbeitnehmer-Markt“…gut ausgebildetes Fachpersonal kann sich die besten Stellen aussuchen….aber wo ist der Respekt den Firmen gegenüber? Es herrscht nur noch Egoismus….

Aber das kann ich auch….ehe ich eine „Second Best-Lösung“ mit faulen Kompromissen mache, besetze ich die Stelle eben jetzt nicht….und suche weiter….ich lass mir doch nicht schon vor Arbeitsstart auf der Nase herum tanzen.  Und falls sie wirklich noch unterschreibt und bei uns anfängt, werde ich sie während der Probezeit  gut im Auge behalten.

Und Tschüss Facebook

So – jetzt hab ich mich endgültig entschlossen meinen Facebook-Account zu löschen…einen besonderen Anlass gibt es eigentlich nicht…aber ich finde die Zeit ist jetzt reif dafür.
Aber Facebook macht es einem nicht so leicht.
Wenn Du Deinen Account aufrufst kannst Du dein Konto zwar deaktivieren…aber das gilt nur vorübergehend und wird mit jedem Login sofort wieder aktiviert. Eine dauerhafte Löschung ist hierüber nicht möglich.
Dafür gibt es im Internet (z.B. über Chip) einen Link. Mit diesem Link „beantragst“ Du bei Facebook die Löschung deines Accounts. Dein Konto wird dann erst einmal deaktiviert und nach 14 Tagen erst gelöscht. Solltest Du Dich also innerhalb dieser Frist wieder auf Facebook anmelden, ist die Löschung wieder aufgehoben und Du kannst von vorne anfangen.
Also: bei mir war die Zeit jetzt reif dafür. Ich habe in den letzten 3 Jahren kaum bis gar keine Kommunikation über diese Plattform getätigt und es auch nicht vermisst….lach…. Also weg damit.
Wieder ein Stück mehr Freiheit…wieder etwas weniger um das ich mich kümmern muss…und weiter entziehe ich mich der Social Media Präsenz unserer Zeit.

Deutschland und die Bürokratie

In den letzten 1,5 Monaten habe ich viel gelernt…über die Bürokratie in Deutschland.

Wenn ALLES normal funktioniert merke ich die Bürokratie nicht wirklich, ich lebe in geordneten Bahnen und bin mit einem gewissen Maß an Bürokratie groß geworden…bin es gewohnt das alles klappt, weil ich mich an Alles halte…Ich KENNE also meine notwendige Bürokratie (nicht bei Rot über die Ampel fahren, Steuererklärung jährlich abgeben, Personalausweis beantragen wenn dieser abläuft) und fühle mich nicht davon eingeengt.

Aber wenn ein Pensionär stirbt, bekommt man die volle Breitseite an Bürokratie zu spüren…und als Kind eines Beamten im Ruhestand ist man doppelt gestraft, vor allem wenn man weder selber Beamter ist, noch Privatpatient.

Ich hab mich also mit dem Prinzip Private Krankenkassen-Abrechnungen, Beihilfe, Testamentseröffnung, Erbschein, Sterbegeld, Bankvollmacht und die Folgen im Erbfall beschäftigt. Und mit jedem weiteren Formular, mit jeder weiteren Bescheinigung, mit der nächsten beglaubigten Abschrift aus dem Stammbuch, den Scheidungsurteilen, Geburts- und Heiratsurkunden wächst in mir die Frage wozu besitze ich eigentlich einen Personalausweis der doch meine Identität bescheinigt, wenn die Echtheit meines Daseins doch nur über beglaubigte Abschriften von allen Urkunden bewiesen werden kann?

Krass finde ich auch wie man als Kind eines verstorbenen Beamten an das Sterbegeld kommt. Jeder Deutsche Rentner der stirbt bekommt 3 Monate seine Rente weiter gezahlt….Bei einem pensionierten Beamten läuft das anders. Der bekommt nur den aktuellen Monat seine Rente und dann noch 2 Monate Sterbegeld…die müssen aber beantragt werden …UND  !!!! alle Erben müssen sich einig sein und schriftlich zustimmen das das Sterbegeld an einen der Erben ausgezahlt wird….!!!!! UND dieser Erbe – der das Sterbegeld ausgezahlt bekommt muss das mit Steuerklasse 6 auch noch versteuern. (Steuerklasse 6 ist für Nebenjobs und hat einen sehr hohen Steuerabzug)….und das was dann dabei übrig bleibt muss dann ja auf alle Erben aufgeteilt werden….

Seufz….ja,ja die Bürokratie hört aber da noch lange nicht auf. Weil die Erben für den Verstorbenen auch noch bis zum Todestag die Steuererklärung abgeben müssen….und das Recht auf Erstattung der Arztrechnungen wir mit vererbt, d.h. wir müssen bei Krankenkasse und Beihilfe die Rechnungen zur Erstattung reinreichen….Was ja positiv ist, weil wir nicht auf den Kosten sitzen bleiben….

Nun inzwischen fühle ich mich etwas sicherer im Umgang mit diesen Themen und reagiere auch etwas gelassener und routinierter beim Ausfüllen der Anträge…lach….aber geheuer ist mir das Ganze immer noch nicht. Es geht um viel Geld… (solche Krankenhausrechnungen gehen schnell man in die Tausende und wenn dann die Beihilfe oder auch die Krankenkasse Beträge kürzt, dann muss man Widerspruch einlegen, Begründungen schreiben….manchmal dachte ich, ich verliere den Überblick und an einigen Tagen war ich einfach nur noch verzweifelt, weil nichts voran ging. Immerhin verbringen wir auch noch die Wochenende in der Wohnung meines Vaters und eigentlich brauche ich auch noch viel mehr Zeit für meinen Job….zum Glück kann ich gut organisieren…und noch hab ich alles im Griff.

Aber es kostet eine Menge Zeit und Lauferei und ich hab so viel telefoniert, wie in den letzten Jahren nicht….

Der Tod hat gleich zweimal zugeschlagen

Mein Vater ist Ostersonntag gestorben 1.4. früh morgens….also eigentlich in der Nacht.

Seit der OP haben wir mit Ärzten, Pflegern und Sozialstation gesprochen, immer im ständigen Wechsel…reihum… und Donnerstagabend ist er auf die Palliativ-Station des Krankenhauses verlegt worden….Er hat alles verweigert: Nahrung, Trinken, Medikamente, er wollte keinen Zugang gelegt bekommen…kein Antibiotikum gegen die Sepsis….nichts wollte er mehr…anfangs nicht einmal Schmerzmittel. Die Ärzte wussten sich keinen Rat mehr  – auf der Station konnte er nicht bleiben, denn dort wollte man ja heilen, durfte aber nicht.

Also ist er auf die Palliativstation verlegt worden. Karfreitag sind meine Schwester und mein Schwager aus dem hohen Norden nach NRW gekommen…mein Schatz und ich aus dem Taunus….und haben unseren Vater im Krankenhaus besucht. Ich war ja bereits am Mittwoch bei ihm…aber da war er überhaupt nicht ansprechbar.

Und er war noch mehr zusammengefallen, sogar das Streicheln der Hand war ihm unangenehm…aber er hat uns erkannt….hat mich mit meinem Kosenamen aus Kindheitstagen angesprochen…auch unsere Männer hat er mit den richtigen Namen angesprochen…aber mehr als 1 Minute konnte er nicht wach bleiben….immer wieder ist er eingeschlafen….

Das letzte und klärende Gespräch mit dem Arzt hat uns dann vor Augen geführt wie es um ihn stehen könnte! Auch der Arzt würde ihm gerne helfen, aber durch die Patientenverfügung sind ihm die Hände gebunden und würde er trotzdem Antibiotika geben, so würde sich der Arzt strafbar machen…und er meinte auch: unser Vater könnte leben – wenn er nur wollte und die notwendige Behandlung zulassen würde. Aber bei manchen Patienten würde der Körper auch ohne Medikamente die Blutvergiftung überstehen.

Ich weiß nicht warum, aber ich war davon überzeugt das unser Vater, dieser zähe Hund – der sooo viel in seinem Leben überlebt hat, auch das hier schaffen würde….Wir sind bis Samstagnachmittag in der Stadt geblieben, haben bei ihm zuhause gewaschen, geputzt, Papiere gesucht und zusammen getragen….und waren noch ein paar Mal im Krankenhaus…Dann sind wir wieder nach Hause gefahren….aber der Abend war noch nicht ganz vorüber das kam die Nachricht aus dem Krankenhaus: 39 Grad Fieber – aber nichts Lebensbedrohendes…

Ich war total durch den Wind  und mein Schatz und ich sind dann ca .1 ½ Stunden an der frischen Luft gewesen und haben geredet…vorher noch mit meiner Schwester abgestimmt…ich fahre erst morgen früh….wir müssen ja auch mal schlafen – und ich würde dann Ostersonntag wieder hin fahren und bleiben und ihn begleiten bis zum Schluß…so mein Plan….

Nun gut – kurz nach 3 Uhr nachts kam der Anruf meiner Schwester, das unser Vater tot ist… zu spät – jetzt brauch ich mich auch nicht mehr zu beeilen….so hab ich für mich entschieden ich bleibe Ostersonntag hier…weil wir bei meiner Quasi-Schwiegermutter eingeladen waren…und ihr Mann liegt ja zuhause auch im Sterben…gegen Abend hieß es ….das dauert jetzt nicht mehr lange….aber irgendwann musste ich nach Hause…ich  hatte für den nächsten Tag 11 Uhr bereits den Termin mit dem Bestatter….in NRW…..und wollte dann insgesamt 3 Tage bleiben für die  Formalitäten usw….

Nun der Mann meiner Quasischwiegermutter hat noch einen Tag durch gehalten und ist Ostermontag gegen Mittag gestorben….mein Schatz war bei seiner Mutter als sie auf den Arzt und später auf den Bestatter gewartet haben, während ich allein in der Wohnung meines Vaters war um etwas Ordnung in sein Chaos zu bringen….das allein sein tat gut

„Frohe Oster“ werde ich so schnell nicht mehr sagen können ohne an Ostern 2018 zu denken.

Das ist jetzt erst einmal die reine Geschichte, die Fakten…das Verarbeiten, hinterfragen und reflektieren kommt erst später…JETZT muss ich funktionieren….und das tue ich – ich funktioniere – kläre / mache / tue – räume aus / bringe weg / die Maschinerie der Nachlassverwaltung ist angelaufen…das Verarbeiten und trauern – das kommt später  –  jetzt muss ich handeln….

Wanderung bei Sonnenschein im Schnee

Wanderung bei Sonnenschein im Schnee

Da wohne ich im Taunus…Der Feldberg wird von der Sonne angestrahlt und es ist eisig kalt….ich konnte nicht widerstehen und bin heute unterhalb des Feldbergs durch den Taunus gewandert bei strahlend blauem Himmel und -2 Grad mit viel eisigem Wind…alles war mit einer gefrorenen Schneeschicht bedeckt…und ich hab schon zu Anfang die Wanderwege verlassen und bin einfach querfeldein gelaufen…über Stock und Stein…immer den Berg hinauf…(die Wanderwege schlängeln sich dagegen in Serpentinen hinauf…sind aber auch seeehr glatt)…mit jedem Schritt bin ich in die gefrorene Schneeschicht eingesunken…lach…das war schon echt anstrengend…aber auch sehr entspannend…

Natürlich kam es, wie es kommen musste, irgendwann wusste ich nicht mehr wo genau ich mich eigentlich befinde…es gibt nur 2 Orientierungspunkte: OBEN = Feldberg / UNTEN = Taunus…wo genau sich der Parkplatz befindet: KEINE Ahnung…

Das war aber auch egal…ich bin immer wieder an und über kleine Bachläufe gelaufen und die Kälte hat dort wunderschöne Eisgebilde hervor gebracht. Das Bild hab ich dort auch gemacht….letztlich war ich nur knapp 10km von meinem Zuhause entfernt und fühlte mich wie in einem Hochgebirge…

Richtig abenteuerlich wurde es dann, als ich doch wieder zu meinem Auto wollte und ich manchmal mehr die Hänge runter gerutscht – als gelaufen bin, keine Wanderwege mehr fand, die Weg-Markierungen aufhörten…es war keine Menschenseele in der Nähe und von der Straße hörte ich auch GAR NICHTS mehr….und zu guter Letzt hab ich soviel mit dem Handy fotografiert, das der Akku bei weniger als 4% Ladung abschaltete…aber GPS-Ortung hab ich eh noch nie benötigt – das ging bisher mein ganzes Leben auch ohne.

Wie gesagt: mir war klar ich muss bergab….aber ob weiter links oder Rechts…KEINE Ahnung….also einfach drauf los gelaufen…..Warm angezogen war ich… eine Flasche mit Wasser und einen leichten Snack hatte ich ebenfalls dabei und ein paar Euro für den Fall aller Fälle….

Ich bin also immer weiter laufen und irgendwann kam ich wieder an die Straße ….mit etwas Logik war mir dann klar, ich war unterhalb des Parkplatzes….und damit viel zu weit nach links abgekommen….bin dann den Rest wieder bergauf an der Straße entlang ..und nach knapp 1km war ich dann wieder am Auto.

Eine herrliche Wanderung war das insgesamt…und damit auch eine weitere Sporteinheit in dieser Woche…

Möbelwahl – gar nicht so leicht

Möbelhäuser können ja so anstrengend sein…lach….lange Wege, viel zu sehen…und viel zu entscheiden.

Wir sind in eines dieser großen Möbelhäuser gefahren, die elendig viel anbieten….und die Auswahl an Sitzmöbeln war….enorm. Nun gut, da ich relativ klare Vorstellungen davon habe, WAS ich möchte und WIEVIEL ich maximal ausgeben mag, schränkte das die Auswahl schon etwas ein….aber es gab trotzdem noch genug.

Interessanteweise sind wir an einem  Sofa-Programm hängen geblieben, wo man mittels Baukastensystem alles selber zusammenstellen konnte…. Kaltschaum oder Federkern, Sitzhöhe, Sitztiefe, Rücklehnen, Kopfstützen, Chaiselongue, Langteil, 2er, 2 1/2/, 3er, 4er…. mit Bettkasten oder Ohne, mit Auszug oder Ohne, mit ….mit ….. mit….

Puhhh…zum Glück war da ein doch netter und auch kompetent wirkender Verkäufer, der uns schnell die wichtigsten Infos und Teile präsentiert hat, dann sind wir noch  bestimmt 30 Minuten alleine durch die Ausstellung gelaufen und haben über alles diskutiert….letztlich sind wir doch zu der Couch wieder zurück gekehrt (die aus dem Baukastensystem) die uns dabei am Besten gefallen hat und vom Grundpreis eben nicht zu teuer war:

Dann also mal zusammengefasst das Ergebnis:  Eine Couch in U-Form…3,06m breit, ein Chaiselongue-Teil an dem einen Schenkel, ein 2er Mittig und ein 2 1/2er auf dem anderen Schenkel, mit Federkern in einem Ecru-farbenem Stoff …..Grundpreis ohne Schnick-Schnack und mit Kopfstütze: 2.900 EUR….mit einer Rabattaktion (was auch sonst – solche Möbelhäuser haben ja immer irgend eine „neue“ Rabatt-Aktion“ lagen wir bei 2.300 EUR….

Hmmm – da muss ich noch eine Nacht drüber schlafen und was fragt der Verkäufer? Was für eine Zahl dort stehen müsste, das ich KEINE Nacht mehr drüber schlafen muss…. Interessant – so etwas bin ich noch nie gefragt worden: ich lach und sage 1.800 EUR  – nee mal im Ernst also 2.000 EUR.

Der  Verkäufer war jovial und in Redestimmung – und meinte HEUTE könnte er mit seinem Chef sprechen – der wäre in einer entsprechenden Laune…wahrscheinlich sagt er das allen Kunden um ein Gefühl der Exklusivität zu erzeugen– trotzdem fand ich es nett und als er wieder kam lag der Preis bei 1.970 EUR…. 

Bei dem Preis hab ich dann unterschrieben….Auch wenn wir uns ziemlich sicher sind keine reellen 1.000 EUR Rabatt erhalten zu haben, sind die 1.970 EUR für diese Couch ein reeller Preis – und darauf kommt es an. Die Lieferung und Montage sind ebenfalls enthalten und kurz vor meinem Geburtstag soll geliefert werden….FREU.

Meine alte Couch ist inzwischen ca. 12 Jahre alt….war mal hellbeige (heute ist es eher ein schäbiges Dunkelbeige vom vielen sauber machen), die Sitzfläche ist an einigen Stellen durch gesessen und die Rücklehne besteht aus Kissen, die ich schon seit einigen Jahren mittels zusätzlicher Kissen stütze…mit anderen Worten – es wird jetzt dringend Zeit für einen Couch-Wechsel….

 

Der Käfer gewinnt

….die Probefahrt gestern im Beetle (seeeehr schick in Metallic-grau mit Längsstreifen über Motorhaube-Dach-Kofferaum) war echt klasse. Dazu in „Sandstorm-Yellow“ (wirkt wie ein dreckiges ocker-orange – sieht klasse aus) die Felgen und Teile der Armaturenfront. Hätte auch  nicht gedacht, das ein großer Mann soviel Platz für Beine und Kopf darin findet…und ich als Beifahrer hab mich auf Wohl gefühlt…die Sitze sind sehr komfortabel und halten mich auch bei etwas ruppigeren Kurvenbewegungen im Sitz.

Die 150PS (ich dachte es wären 170 – schade) sind absolut notwendig um das sehr schwere Gefährt doch noch spritzig erscheinen zu lassen, 170PS wären echt besser gewesen…aber das Auto liegt gut auf der Straße, fährt super…

Wir standen auf einem Parkplatz und mein Schatz meint ich solle ein paar Fotos mit ihm und dem Auto machen. Na klar…mach ich …und da kam sie wieder – diese komische Frage:

….Und? Steht mir das Auto?  – ich könnte mich kugeln vor lachen – es klingt als ob eine Frau gerade ein neues Kleid anprobiert. Aber das Auto „steht ihm“ tatsächlich….lol….dieser Beetle wirkt nicht, wie ein Frauenauto, sondern wirkt schon sportlich-kraftvoll…also ein Männer-Auto.

Es gibt eigentlich nur 2 Argumente gegen das Auto: es fehlt das sehnlichst gewünschte Sonnendach und der Preis ist doch sehr hoch….Das Auto ist aber auch gerade mal 1 Jahr alt und hat nur 7.000KM auf dem Tacho….und besitzt eine ganze Menge Schnick-Schnack an Serien-und Sonderausstattung….und der Wagen ist qualitativ hochwertig gebaut – also kein Plastikauto.

Mir wäre der Preis für ein Auto definitiv zu hoch – aber das muss sich mein Schatz überlegen….da werde ich ihm nicht reinreden….Mein Auto war mit 14TEUR als Tageszulassung ein echtes Schnäppchen – ist aber auch in Verarbeitung und Ausstattung nicht so hochwertig wie dieser VW.

Aktuell sieht es so aus – als ob der Käfer gewinnt….aber wer kann das schon so genau sagen…

Probefahrt und der Kampf im Tierreich

Heute nutzen wir den Tag um eine Probefahrt zu machen und später streifen wir noch durch ein Möbelhaus um für mich eine neue Couch zu suchen.
Der Mann an meiner Seite fährt BMW….seit Jahren, um nicht zu sagen seit Jahrzehnten…immer BMW, einen 3er, einen 5er, aktuell einen 1er…
Und ratet mal was er gerne wieder hätte…..GENAU … einen BMW.
Aber der Schnösel in ihm möchte eigentlich kein Auto mehr fahren, was inzwischen von sehr vielen Menschen gefahren wird, die nicht so aussehen wie typische BMW-Fahrer. Dabei ist in seinen Augen der typische BMW-Fahrer inzwischen nicht mehr das, was er mal war, sondern zwischen 20-35, sieht aus wie ein Tagelöhner mit Hang zur Goldkette und spricht rudimentäres Deutsch…
Also was möchte der Schnösel dann lieber fahren? Etwas teures, nicht alltägliches, was nicht jeder hat und was man nicht zu oft auf der Straße sieht. Nein, NEIN dieses „Viech“ aus dem Tierreich ist viel zu teuer, viel zu snobi und als normaler Angehöriger der deutschen Mittelschicht wirkt das einfach überkandidelt. Wie immer kann ich bei Männern den Hang zu Autos als Statussymbol nicht nachvollziehen – vor allem wenn man sich mit einem Jaguar über seinen eigentlichen Status hinaus präsentieren möchte.
Aber jetzt hatte er auf einmal einen Vorschlag – den finde ich gut… und er ist inzwischen Feuer und Flamme für einen dieser „NEUEN“ Beetle mit 170PS.
Und genau mit so einem Käfer der neueren Art werden wir heute eine Probefahrt machen….also ER…ich werde nur daneben sitzen…lach…

Heute ist: Saunatag

Letzten Monat hatte ich beschlossen, das ich an jedem 3.Montag im Monat bereits Mittags Feierabend mache und in die Sauna gehe….dazu hab ich mir sogar im Bürokalender einen Dauertermin eingestellt….lach…anders geht es nicht – wenn ich es nur als  „loses Vorhaben“ betrachte, dann mache ich das garantiert nicht

Heute ist wieder der 3. Montag im Monat und ich hab  Urlaub…also hab ich ja eigentlich Zeit…hab meinen Schatz bereits am Wochenende informiert – ich gehe in die Sauna.

Doch bereits kurz nach dem Aufstehen hab ich gebügelt, ein Baguette gebacken und gedacht aaaachhh….also eigentlich könnte ich ja auch zuhause bleiben…Lach – jaaa und schon geht es wieder los… NEIN, nein, nein…ich gehe in die Sauna.

Also Tasche gepackt, meinen Schatz geweckt und dann zur Taunus-Therme. Montags und dienstags gibt es hier Sonderpreise:  3 Stunden bezahlen – 4 Stunden bleiben…

Das war eine gute Entscheidung…. Es waren sehr entspannte Stunden, so stelle ich mir Sauna vor…nicht  so voll, sehr ruhig, sehr beruhigend…ich fühle mich herrlich entspannt und bin froh, dass ich hin gegangen bin.

Nicht alle wollen Mutter sein

Ein Frau, Mitte 30, verheiratet, 2 kleine Kinder, sehr erfolgreich im Beruf, ständig  unter Druck, ständig in Bewegung, viel Stress – beruflich und privat, seit mehr als 2 Jahren ohne Atempause durchs Leben gehetzt…

Sie ist seit Jahren eine erfolgreiche Karrierefrau….sie arbeitet ununterbrochen  mit viel Engagement und schafft scheinbar alles ohne das es ihr zu viel wird. Sie ist  sportlich, ergeizig, akribisch und pedantisch. Sie hat studiert und kennt in ihrem Beruf nur diese eine Firma.

….aber ihre Ehe fordert eben mehr als nur beruflichen Erfolg…diese Ehe fordert eben Kinder…und die bekommt sie auch. Schon während ihrer 1. Schwangerschaft merkt man, das sie hier absolutes Neuland betritt, wie alle Frauen die zum 1x schwanger werden,  aber bei ihr stellt sich nicht so richtig Freude ein…es ist die Rede von „dem Kind“…irgendwie fehlt immer die Wärme in der Stimme und in den Worten….aber als Außenstehender kann man das nicht richtig beurteilen, das ist bestimmt lustig gemeint und ändert sich.….Innerhalb des 1. Jahres ist sie wieder schwanger und dann ist auch das 2. Kind da.

In jeder ihrer Äußerungen – sobald es um die Kinder geht – fehlt was ich bei vielen Müttern immer gehört habe….aber WAS?  Ich habe von einigen Kollegen ein paar interessante Details gehört und vor allem immer wieder einzelne Äußerungen von ihr selbst, die mich zu folgendem Schluss gebracht haben:

Sie hat die Kinder bekommen um ihre Ehe zu retten und die Erwartungen ihrer Familie zu erfüllen…Sie ist besorgt und leidet wenn es ihren Kindern schlecht geht, sie ist bemüht alles richtig zu machen….aber ich glaube sie hatte nie wirklich den Wunsch nach eigenen Kindern.

Ich bin nicht die Einzige, die sich Sorgen macht wie lange sie das noch durchhält….alle zerren an ihr und immer der Druck: Beruf, Karriere, Kinder und Haushalt….dazu  liegen Wohnung und Arbeit weit auseinander…..und beruflich kommt sie – wie gesagt – durch viele Veränderungen in unserer Firma – überhaupt nicht mehr zur Ruhe…muss immer mehr arbeiten….Abends spät, an den Wochenenden…klar im Homeoffice … so nah bei der Familie und doch entrückt und unerreichbar.

Wann ist der Punkt erreicht wo es zu viel wird? Und für was würde sie sich dann entscheiden: Für die Karriere oder Mann/Kinder? Es steht mir nicht zu, das zu beurteilen….allerdings bin ich eine Derjenigen die  auch ihren Unmut….ihren Stress fast ungefiltert abbekommen und ich mache mir Sorgen das sie eines Tages einfach alles hinwirft….

So wie meine Mutter – die einfach abgehauen ist und zu der ich seit fast 37 Jahren keinen Kontakt mehr habe, weil sie ihn nicht wollte.

Was also fehlt mir in ihren Worten wenn es um ihre Kinder geht…und was  ich bisher  bei jeder Mutter gesehen und gehört habe? – es ist der Mutterstolz!: seht her – das ist  MEIN Kind…es hat das gemacht, gesagt, getan….mit lachenden Augen amüsiert, mit Unglauben und Kopfschütteln…mit Stolz in der Stimme:  das ist mein Kind …..