Samstags-Brötchen

Gestern hatte ich noch einen Hefe-Brötchenteig mit Weizenmehl angesetzt und ich weiß nicht, ob es an der Hefe oder dem Mehl liegt…aber die Brötchen sind extrem gut aufgegangen.

Nur hatte ich vergessen den Teig nach dem Portionieren mit einem feuchten Tuch wieder abzudecken. Ich kam um kurz vor Mitternacht von einer Walkingrunde (4,3 km) und wollte schnell ins Bett. War hundemüde und hatte Kopfschmerzen, wie schon die ganze Woche….also schnell schnell die Brötchen formen und ab ins Bad und dann ins Bett..

Na klar war der Teig außenherum ausgetrocknet *grummel* und die Brötchen sind im Backofen auch nicht mehr weiter aufgegangen…sie sind jedoch knusprig geworden obwohl sie hell geblieben sind.

Das beste ist jedoch die Porung – sehr schön gleichmässig und fluffig. Leckeres Frühstück mit Kaffee Brot und Butter…

Spannungsbogen – Abgabetermine

Die ganze Woche freue ich mich schon auf dieses Wochenende…..und jetzt ENDLICH ….es ist Wochenende.

Was so besonderes ist an diesem Wochenende? NICHTS – absolut nichts.

Und genau das ist es, was ich ich jetzt brauche. Keine Termine, keine Hektik, keine Verabredungen…nichts außer dem, was ich jetzt möchte…Ruhe, Sport machen und mich entspannen.

Wie erwartet, war diese Woche beruflich noch einmal zeitlich herausfordernd: Montag und Dienstag war jeweils ein Jahresabschluss fällig, Donnerstag gleich 2 an einem Tag und gleichzeitig noch die UST-Voranmeldungen für alle Gesellschaften für Dezember/ 4.Quartal 2021…dazu die monatlichen ZM-Meldungen, Z4-Meldungen und für die Monatszahler noch die jährliche UST-Sondervorauszahlung 2022.

Für die Jahresabschlüsse der letzten Woche kamen von den Freigebern noch die letzten Anmerkungen, dann musste ich alle Daten und Nachweise für die Wirtschaftsprüfer zusammen stellen und versenden und von Denen kamen für die ersten Gesellschaften der Vorwoche, auch schon die letzten Anpassungen…dazu noch die Tagesarbeit und die Sonderarbeit mit dem Statistischen Bundesamt für die dänische Kollegin….und gestern war dann auch noch der Jahresabschluss für eine meiner beiden „neuen“ Gesellschaften fällig…da musste ich mich erst einmal noch in die Besonderheiten einarbeiten und die Sheets etwas…naja…nach arbeiten, weil der Kollege in den letzten Monaten keine Zeit mehr gefunden hatte sich darum zu kümmern.

Um 15;48 Uhr hab ich dann auch diese Gesellschaft als „zur Prüfung bereit“ melden können….und das trotz unseres 2-Stunden-Meetings am Vormittag…wie gewohnt hab ich nur mit einem Ohr zugehört und währenddessen weiter gearbeitet….es gab eigentlich nur ein Thema das mich auch betrifft und das sind unsere aktuellen Corona-Regeln…..aus gegebenem Anlass saß ich nämlich am Freitag als EINZIGE im Büro in Hamburg.

SO – Geschafft – fertig für diese Woche!!

Bei jeder guten Erzählung wird langsam ein Spannungsbogen aufgebaut, der steigert sich und steigert sich, bis die gesamte Spannung mit Erreichen des Erzählhöhepunkt schlagartig abfällt.

Genau so fühle ich mich…der Spannungshöhepunkt war Donnerstag mit den Steuerterminen und noch Freitag mit der neuen Gesellschaft …. … …. und jetzt der Druck raus….und ich kann mich entspannen.

Alle Jahresabschlüsse, die jetzt noch kommen (Bis Mitte März muss ich alle Gesellschaften fertig haben) finden nicht mehr unter so einem Druck statt….sind zeitlich entzerrt und kollidieren auch nicht mit anderen dringenden Terminen.

Und deshalb freue ich mich so auf dieses Wochenende…..und sitze jetzt mit frischem Kaffee und frischen selbst gebackenen Brötchen am Esstisch und schaue in den blauen Himmel draußen….es sind frostige 1 Grad…egal…Hauptsache blauer Himmel und die Sonne scheint….und es ist Wochenende…nur für den Fall, das ich es noch nicht oft genug erwähnt habe hihi.

Ausflug ins Museum – Schloss Gottorf

Samstagmorgen 8.30 Uhr auf der Autobahn…105km bis zur Museumsinsel Schloss Gottorf ….je weiter in nach Norden in Richtung Schleswig fuhr, umso blauer wurde der Himmel und die Sonne strahlte so sehr, das ich nach meiner Sonnenbrille greifen musste.

Da ich mal wieder damit rechnen konnte, das Schwester+Schwager 9.30 Uhr meinen, wenn sie 10.00 Uhr sagen, war ich also rechtzeitig unterwegs….und das war auch gut so…Nein, dieses Mal waren sie nicht so früh da, aber so konnte ich wenigstens noch 20 Minuten die Morgenstille bei knappen 4 Grad im Schlosspark genießen…

Und dann kamen die Beiden auch schon…und pünktlich um 10 Uhr waren wir im Museum….Eigentlich sind es 2 Landes-Museen:

  1. Museum für Kunst und Kulturgeschichte
  2. Museum für Archäologie

Das besondere im 2. Museum geht es um die Geschichte der menschlichen Entwicklung mit besonderem Augenmerk auf Schleswig-Holstein und viele Funde kommen dabei aus den Mooren des Landes und auch aus Dänemark.

Jetzt bin ich kein typischer Museumsbesucher….ich nehme also weder an Führungen teil, noch bewaffne ich mich mit diesen kleinen Geräten, um mir von einer Stimme aus den Kopfhörern etwas zu den Exponaten erzählen zu lassen. Ich schaue und lese in aller Ruhe, über das, was mich interessiert…an anderen Ausstellungsstücken gehe ich dagegen vorbei….und nach dem 60sten bewundertem Steinkeil und der 225 Sperrspitze reicht es mir dann auch….und ich gehe weiter.

Anfänglich war es mal wieder schwierig meine Aufmerksamkeit zwischen Familie und ausgestellter Vergangenheit unter einen Hut zu bringen….die Beiden hatten Redebedarf….vor allem Beide GLEICHZEITIG….ich fühlte mich überfordert. Okay – beim nächsten Mal plane ich vorher lieber ein Kaffeetrinken oder Frühstück mit den Beiden ein…so das wir ERST reden können und DANACH dann in ein Museum gehen, wo man sich ja eigentlich ruhiger verhalten soll.

Eigentlich…..Wir waren eine ganze Weile alleine im Archäologischen Teil, das sich in den oberen Stockwerken befindet…und nachdem wir langsam Stück für Stück durch die Zeit gewandert sind, kamen wir fast bei den Moorleichen an….zugegebenermaßen einer der Höhepunkte hier….und prompt kann eine 5köpfige Familie (mit kleinen Kindern) herein gestürmt…waren…na, wenn ich es nett sagen soll, würde ich es: lebhaft nennen…aber das stimmt nicht so ganz…sie waren laut, nahmen keinerlei Rücksicht auf Andere (uns)….stürmten zielstrebig auf die ausgestellten Moorleichen zu….keinerlei Respekt (vor den Exponaten – die ja immerhin auch vor langer Zeit mal lebende Menschen waren) krakelten herum….so das ich einmal meine Stimme anhob….und dann erst wurde der Mutter bewusst, das sie nicht alleine waren….Wir hielten uns erst einmal fern, bis dieser Familien-Tsunami genug gesehen hatte und prompt wieder abzog…also nicht, das sie sich noch etwas anderes auf der Etage angeschaut hätten….ich hatte nichts dagegen.

Sooo als es dann wieder ruhig war, haben wir uns den 3 ausgestellten Moorleichen genähert und mit Erstaunen festgestellt, wie gut doch 2 davon erhalten waren. Das ist schon beeindruckend….und auch ein wenig beängstigend. Über die berühmteste Leiche wurde im Fernsehen schon berichtet: „Das Kind von Windeby“ aus dem 1.Jahrhundert, das im Moor in der Nähe von Windeby bei Eckernförde in den 50er Jahren gefunden wurde.

Später in den unteren Etagen waren wir dann im Museum für Kunst und Kunstgeschichte…etwas was uns alle nicht ganz so interessiert hat…und doch gab es auch hier Beeindruckendes…vor allem die schmuckvoll und üppig gestalteten Deckengewölbe waren schon echt klasse…

und der Hirschsaal, der durch die dunkle Farbe eher niedrig und gedrungen wirkte:

Aber der ganze Prunk bringt zwar einen Wow-Effekt….aber ich mag das Letzte Bild am Liebsten und kann nicht einmal erklären warum:

Gegen Ende unser 3 stündigen Tour durch alle Etagen des Museums, waren wir dann auch noch in einem Extra-Gebäude und haben uns das Nydam-Boot angeschaut. Ein Ruderboot das um 340 n. Christus im Nydam-Moor (Dänemark) versenkt wurde….fast 23m lang, und an der breitesten Stelle 3,26m….Platz für bis zu 45 Menschen, hochsee-tauglich….wow

Mit 10 EUR pro Person ist das gesamte Museum zu besuchen….ob es für andere Sonderausstellungen noch Extra-Eintrittskosten kam, kann ich nicht sagen….aber für die 10EUR bekommt man auf jeden Fall eine Menge geboten….

Versöhnlich ins Wochenende

Der heutige Tag brachte einen versöhnlichen Abschluss, dieser für mich schwierigen Woche.

Jeden Tag hab ich dabei lange und intensiv gearbeitet…hab meine Termine irgendwie dann doch geschafft obwohl es sich zwischenzeitlich anfühlte als ob ich untergehen würde…..gestern nach Feierabend hab ich noch einen Einkauf fürs Büro erledigt (die Toner-Kartusche für meinen Homeoffice-Drucker hatte in der Mitte der Woche seinen Dienst eingestellt), fühlte mich aber immer noch unausgeglichen und war immer noch nicht wieder ganz raus aus meinem Schneckenhaus.

Heute dagegen lief alles rund…hab mich auch wieder lockerer mit den Kollegen unterhalten und es hat wieder Spaß gemacht…aber ich bin immer noch etwas verhaltener…

Dafür war ich in den letzten Tagen für meine Lieblingskollegin aus DK auch als Spürhund und Vermittler tätig…sie hatte ein Problem mit dem Deutschen Statistischen Bundesamt und hatte mich um Hilfe gebeten. Sie spricht kein Deutsch und so hat sie nicht wirklich verstanden, was die wollten. Ich hab zwar verstanden, was wir machen sollen….aber nicht WARUM. Nach einem Telefonat mit Destatis hab ich dann erst einmal einen Aufschub zur Klärung bekommen….und dann hatte ich auch schon eine Vermutung…musste meiner Kollegin noch ein paar Infos aus der Nase ziehen, hab mir ihre UST-Voranmeldungen angeschaut UND… tatsächlich den Fehler gefunden.

Hier merkt man wieder, das es schwierig ist, in einer fremden Sprache Formulare richtig auszufüllen. Ich musste früher auch italienische UST-Voranmeldungen ausfüllen ohne ein Wort italienisch zu können…so etwas kann leicht schief gehen…wie jetzt hier. Die Kollegin muss nun für eine ganze Reihe von Gesellschaften für das gesamte Geschäftsjahr 2021 ALLE ihre Deutschen-Voranmeldungen korrigieren…und ich hab dafür die weitere Kommunikation mit dem Statistischen Bundesamt übernommen.

Und um dem Tag einen netten Abschuss zu geben hab ich nach Feierabend für Zuhause Sushi bestellt….hatte mich etwas darüber gewundert wie teuer die sind….aber dann kam das hier:

und es ist nicht nur eine riesige Box, sondern die Qualität ist gut und vor allem, alles richtig lecker. Einzig mein Wunsch, den Ingwer wegzulassen, wurde nicht erfüllt. Der Lieferservice hat mir gleich mal eine Speisekarte da gelassen…..ja und hier sieht man wie groß diese Box ist…anhand der Beschreibung im Internet hatte ich mit etwa der Hälfte gerechnet…hahaha

Nun gut…dann gibt es eben Morgen zum Frühstück auch noch einmal Sushi.

Ich fahre Morgen früh bereits nach Schleswig…treffe mich dort mit Schwester+Schwager, wir wollen erst ins Museum, später in der Stadt Essen, meine Schwester hofft auf ein wenig shopping und ich liebäugle noch mit einer Bootstour…mal sehen, was wir so hinbekommen….hoffentlich spielt das Wetter mit.

Vom Walking und (Ver-)Laufen

Ich mag geregelte Abläufe und liebe Strukturen….aber in dieser Woche hab ich es bisher nicht geschafft, diese in meine gewohnten Tagesabläufe umzusetzen.

Montag-Homeofficetag:

  1. Anstatt direkt nach dem Aufstehen meine normale Walkingrunde zu machen, blieb es bei einer kleinen Runde von ca. 3km, dafür war ich aber zügig unterwegs….irgendwie hatte ich keine Ruhe…die Arbeit stapelte sich auf meinem Tisch.
  2. Anstatt dann Mittags eine ordentliche Pause zu machen, von der ich ja weiß, wie wichtig die ist….blieb ich mit einem schnellen Butterbrot und einer Tasse Tee direkt am Schreibtisch sitzen
  3. Der Feierabend war dann um Punkt 17 Uhr….Computer aus, Schuhe und Jacke an….und jetzt wollte ich noch eine KLEINE schnelle Walkingrunde machen…so das ich auf meine mindestens 10.000 Schritte komme….

Direkt vor der Haustür ging es los, es war ja sogar noch hell….geplant waren so ca. 45-60 Minuten….Laufrichtung: das Himmelmoor….und dann bin ich schnellen Schrittes losgegangen….und bin gelaufen…und gelaufen…Als ich am Himmelmoor ankam, waren es schon 3,7km….und es war schon ziemlich dunkel…gut das ich die Taschenlampe in der Jackentasche hatte…

und dann kam ich auf die super Idee, doch bei dieser Gelegenheit mal diesen einen kleinen Weg zu nehmen…in dem Glauben das dieser schon irgendwann wieder zurück nach Quickborn führen wird….wie der Weg auf der anderen Seite ja auch….

….also bin ich im diesem dunklen Weg gefolgt….und es schien als führte der Weg in einem Bogen tatsächlich wieder in meine Heimat-Richtung…nur um Mittendrin immer weiter nach Rechts abzudriften….(mein Zielpunkt lag eindeutig weiter links)…..und dann bog der Weg noch weiter nach Rechts ab….es gab aber auch nur diesen Einen…keine Abzweigung nach links…zumindest keine, die ich wahrgenommen habe.

Irgendwann kam der Zeitpunkt, wo ich darüber nachdachte, ob es nicht besser wäre umzukehren…aber da fühlte ich mich schon etwas schlapp (immerhin war mein Sonntagsausflug auch schon lang …also für meine Verhältnisse). Also hab ich den Gedanken umzukehren verworfen, das wäre bestimmt länger als wenn ich dem jetzigen Weg weiter folge….dachte ich …also jetzt will ich aber auch wissen wo der Weg tatsächlich hinführt.

Hmmmm…..tja und weiter ging es durch die dunkle Nacht…ab und an mal ein Haus….dann sogar mal eine schwache Straßenlaterne….und immer, wenn ich glaubte bald muss ich doch mal auf die große Landstraße stoßen….kam eine nächste Biegung und dann irgendwann sogar mal eine die links herum ging….

….Wo um alles in der Welt komme ich nur wieder auf die Hauptstraße….irgendwann kam ein Ortseingangsschild: Ortsteil Renzel…..boa ….sooooo weit weg…

….von da sind es noch mal 4km bis nach Hause.

Ich war müde und schlapp, hatte nichts zu trinken mit und hatte einen riesigen Hunger….und jetzt musste ich auch noch an der Landstraße die restlichen 4km entlang laufen, zum Glück auf einem extra Fußgänger-/Fahrradweg. Aber die Autos blendeten….und so ging es dann weiter, einen Schritt vor den Nächsten…nur nicht darüber nachdenken…immerhin wusste ich jetzt wo ich bin und wann ich ungefähr Zuhause ankommen werde.

Am Ende waren es 11,2km und ich war mehr als 2 Stunden unterwegs….sooo war das aber nicht geplant. Der Mensch wächst an den Herausforderungen….und gut getan hat es ja auch.

Dienstag bin ich dann überhaupt nicht draußen gewesen…ich hatte überhaupt keine Lust und

Mittwoch hatte ich ja den 3. Homeoffice-Tag…da blieb es auch bei einer eher kleinen Morgen-Runde….

Der innere Kampf

Ich bin mal wieder in der Stille angekommen. Auslöser war, glaube ich, das hin-und her mit der geplanten und letztlich abgesagten kleinen Feier bei mir Zuhause.

Das Ganze hat mich dann doch nicht losgelassen und seit langer Zeit bin ich mal wieder ins Grübeln gekommen und das hat mich zurück geworfen…in die Stille. In ein Gefühl ich, sollte mein Herz nicht auf der Zunge tragen.

Meine schon fast permanent gute Laune ist zwar irgendwie immer noch da….aber gedämpfter und auch nur wenn ich mich in meinem eigenen Kosmos bewege oder wenn ich ganz zufällig mit Menschen in Kontakt komme…beim Spazieren gehen, im Supermarkt usw.

Aber bei fast jeder Kommunikation mit Kollegen und Freunden bin ich auf der Hut…werde unsicher und versuche mich zurück zu nehmen…und plappere ich trotzdem einfach drauf los…ärgere ich mich über mich selbst und denke nur: ach Mensch – halt doch einfach deinen Mund….das interessiert doch nicht. Ich will doch Niemandem auf die Nerven fallen.

Ich bin (eigentlich) stark und unabhängig, bestreite mein Leben mutig, mit viel Energie, viel Freude und ohne Furcht….aber manchmal kommt, ganz unerwartet, das extrem schüchterne Kind wieder zum Vorschein das überall auf Ablehnung gestoßen ist, und gewinnt mit seiner Furcht vor Zurückweisung Oberhand.

Mein ganzes Leben kämpfe ich dagegen an, hatte es in vielen inneren Kämpfen niedergerungen…und in fast 2,5 Jahren ist es das erste Mal, das dieses Gefühl innerer Verletzlichkeit so massiv die Oberhand gewinnt.

Das Interessante ist…solange ich meine Tage ohne Kontakt zu Anderen gestalte, geht es mir richtig gut…hab nur eine leicht melancholische Stimmung, was ich als nicht schlimm empfinde… und auch per Telefon und Teams fällt es mir trotzdem leicht, locker und lustig mit Kollegen aus den anderen Standorten zu kommunizieren.

Aber sobald es um Kontakte zu Menschen geht mit denen ich eine Art Bindung habe (engere Kollegen – Freunde – Familie) wird es für mich extrem schwer…..was aber nach Außen kaum jemand bemerken würde…denn ich kann es gut verstecken.

Meine inneren Antennen sind in Alarmstimmung…nehmen auch die kleinsten Schwankungen im Verhalten anderer Menschen wahr und diese Abweichungen bewerte ich…das ist nicht gut, das weiß ich selber….aber mein Verstand hat hier leider gerade nicht das Sagen.

Das wird jetzt noch ein paar Tage so bleiben, dann normalisiert sich alles wieder….So kam es mir heute sehr gelegen, das ich einen 3. Homeoffice-Tag wegen Platzmangel im Büro einlegen musste.

Sonntags-Ausflug: Lüneburger Heide – Pietsmoor

Auf einmal geht es wieder….ich wache ohne Wecker um 5 Uhr Morgens auf und bin tatsächlich wach…hab noch eine ganze Weile gelesen und bin dann gut aus dem Bett gekommen. Keine bleierne Müdigkeit mehr…sehr schön.

Nachdem ich den Rucksack für meinen Ausflug gepackt hatte ging die Fahrt um 7.30 Uhr los…. ich wollte früh durch den Elbtunnel….ja auch an einem Sonntag Morgen kann das durchaus zu Problemen führen…aber ich hatte Glück…es waren nur wenig Autos unterwegs….zu früh, zu viel Wind.

Mein Tagesziel: Lüneburger Heide, Schneverdingen – Pietsmoor…..da war ich schon ziemlich lange nicht mehr….ziemlich genau 100km zu fahren.

Auch hier stürmte es noch gewaltig….vor allem auf den offenen Heideflächen…aber auch auf den Holzstegen durch das Moor….ich musste mich teilweise gegen den Wind stemmen….aber immerhin war es hier trocken….

Und der Wind blies die Wolken immer wieder fort, so das die Sonne raus kam…nur um Minutenspäter schon wieder hinter den nächsten Wolken zu verschwinden….

Während meiner ersten Runde mit knappen 5 km war ich komplett alleine auf dem Wanderweg….und ich bekam gar nicht genug von der Weite des Moores und der Weite der Heidelandschaft…den unglaublichen Wolken am Himmel….ALLES was ich besonders mag und alles auf einer Fläche…..

….so das ich noch eine weitere Runde gelaufen bin, aber hierbei teilweise andere Wege genommen habe…da waren dann auch ein paar Menschen unterwegs. Hab irgendwann auf einer Bank Pause gemacht und den Kaffee getrunken, dazu ein Stück Mandelkuchen gegessen (den hatte ich gestern auch noch gebacken).

Nach 11km war ich dann wieder am Auto….leider hatte der Landgasthof geschlossen…die öffnen das Restaurant erst wieder im Februar…Egal war trotzdem ein toller Ausflug….Heidelandschaft und Moor ist eine herrliche Kombination….

Stürmisches Wetter

Samstagnachmittag….der Sturm pfeift um das Haus….es ist eigentlich nicht wirklich kalt, aber der Wind und leichter Regen machen es mehr als ungemütlich. So ungemütlich, das ich keine Lust hatte das Haus noch einmal zu verlassen.

Also hab ich das Bett bezogen, Wäsche gewaschen, mich um die Blumen gekümmert, hab meinen Gefrierschrank in der Wohnung sortiert und vieles in den großen im Keller gebracht, meine Haare endlich mal wieder gefärbt und was man sonst noch so machen kann….und mich mit meinem Hörbuch beschäftigt.

Aber na klar…irgendwann fing ich an unruhig zu werden….grrrrrr…..blöder Wind…..kann doch nicht schon wieder einen ganzen Abend nur drinnen hocken.

Der Sturm war so heftig, das ich ein zwischendurch paar Dinge vom Balkon reinholen bzw. sichern musste….und auch ein weiterer Baum vor dem Wohnzimmer neigt sich schon wieder gewaltig…na – der fällt dann wohl als Nächstes. Wenn das so weiter geht, bleiben bald nur noch ein paar Büsche.

Es war schon nach 21 Uhr…da in ich dann doch noch raus gegangen. Gefütterte Wollmütze auf…darüber die Kapute meiner Winterjacke…die Bänder schön fest gezurrt…UND ich wollte mich auch von den Parks und Waldstücken fern halten. Will ja nicht, das mir noch ein Ast oder Baum auf den Kopf fällt.

Es war unangenehm kalt und nass….aber solange mein Kopf so gut geschützt war, ging es sogar…und je länger ich unterwegs war, umso besser hat es sich angefühlt….naja….ein Teilstück bin ich dann doch durch ein Waldstück gegangen…aber das war nur ein kurzes Verbindungsstück…ansonsten bin ich durch die ruhigen Wohnstraßen der Gegend gelaufen, immerhin waren das auf diese Weise dann doch auch etwas mehr als 4,5 Kilometer….

Ich bin früh schlafen gegangen…wollte Sonntag ja bereits früh zu einem Ausflug starten…aber auf keinen Fall an die Nord-oder Ostsee…stattdessen wollte ich mal wieder in die Lüneburger Heide.

Klar-Träume – eigenartig

Letzte Nacht hab ich so intensiv und klar geträumt, wie seit längerem nicht mehr. Früher hab ich im Traum oft gewusst, das ich nur träume und konnte so Einfluß auf den Traum nehmen. In den letzten Monaten hatte ich das gar nicht mehr…oft konnte ich mich nicht einmal mehr an die Inhalte der Träume erinnern….einzig die Gewissheit das ich etwas geträumt habe und wie ich mich damit gefühlt habe, konnte ich noch abrufen…nicht aber worum es im Traum ging.

So fand ich es erstaunlich das es jetzt wieder geht.

Mein Traum: Ich bin in meinem Zuhause (das aber nicht aussah wie eines, das ich jemals hatte)…stehe neben einer Zimmertür und ziehe mir gerade eine Jeans an, als ich ein Geräusch höre und die Zimmertür aufgeht…ich bin leicht erschrocken, da ich alleine lebe und herein kommt….mein Vater.

Ich bin verärgert und maule ihn an, er soll gefälligst Klingeln und nicht einfach den Schlüssel benutzen….mein Vater ist da vielleicht 60 Jahre alt…größer und kräftiger als es damals aber war…er geht weiter in das Zimmer, durch zum nächsten Zimmer…und ich frage ihn, was er will…. bin nicht gut auf ihn zu sprechen….er sagt etwas und zeigt auf das angrenzende Zimmer, aber ich verstehe seine Worte nicht.

Ich denke nur, irgendetwas stimmt hier doch nicht…mein Vater ist doch tot….könnte es sein, das ich das hier nur träume….nein – das kann nicht sein, ich fühle mich vollkommen wach…aber das Ganze stimmt doch nicht…. ich atme zweimal tief ein und aus und merke wie ich zu Boden sacke….und der letzte Gedanke vor dem tatsächlichen Aufwachen ist: also doch – ich träume.

Komischer Traum…aber da es noch nicht einmal 5 Uhr Morgens ist, drehe ich mich um und schlafe weiter…und träume noch einmal:

Ich bin in meinem jetzigen Wohnzimmer und schaue auf den Balkon…dort sitzen 3 riesige bunte Papageien und ich denke: kein Wunder das das Vogelfutter so schnell weg ist…drehe mich um und sehe einen Pfau im Wohnzimmer, den ich auf den Balkon scheuche….ich gehe ins Bad und denke – ja prima da ich mich in meinem Traum befinde, kann ich mir doch eine freistehende Badewanne erträumen …und sage es laut: ich hätte gerne eine freistehende Badewanne….es passiert aber nichts….MIST denke ich nur -früher konnte ich in solchen Klarträumen mehr beeinflussen….aber der Raum verändert sich….es fehlt auf einmal eine Wand und dahinter ist eine andere Wohnung…das gefällt mir nicht….und ich wach auf.

Ich wollte noch nie in meinem Leben eine freistehende Badewanne haben….mag diese ebenso wenig, wie offene Küchen hahaha, warum ich mir das in einem Traum unbedingt wünschen wollte, weiß ich nicht.

Seit ein paar Tagen ist meine wochenlange bleierne Müdigkeit vorbei….ich komme Morgens wieder besser aus dem Bett und habe das Gefühl insgesamt wacher und fitter zu sein….die Sonne vom letzten Wochenende hat mir gut getan.

Gardinen-Hopping

Die gesamte Woche war beruflich anstrengend…hatte ich erst den Rückstand aufgeholt nachdem die Software-Probleme gelöst waren, konnte ich endlich die Reports mit 5 Tagen Verspätung versenden, nur um 2 Tage später als Rückmeldung zu bekommen, das sich ein paar Werte geändert haben.

Auf Rückfrage WO genau ich die Informationen im Vorfeld hätte nachlesen können, kam die lapidare Antwort: Sorry das die Informationen nicht bis zu Euch gekommen sind, mit anderen Worten: Wir wurden vergessen. Also NOCH einmal die Werte ändern. Danach alle Listen anpassen, die Querchecks aktualisieren, divers Abstimmungen neu durchführen, die Reports erneut laufen lassen. Danach ging es weiter mit den nächsten Abschlüssen (bei denen dann gleich mit den richtigen neuen Rückstellungs-Werten) und den zusätzlichen Quartalsabschlüssen…die sind aber erst Montag fällig…das schaffe ich jetzt locker.

Zusätzlich anstrengend fand ich das Thema mit den Verabredungs-Hin-und Her und anschließendem Verarbeiten der gekauften Lebensmittel…inzwischen ist fast alles verarbeitet und hat seinen Weg in den Gefrierschrank gefunden.

Gegönnt hab ich mir dafür heute einen Schlafanzug-Morgen. Nach einem nur kurzen Stopp im Bad, hab ich den kuscheligen Frottee-Bademantel über den Schlafanzug geworfen, dick-gefütterte Socken angezogen und bin mit einer Tasse heißem Kaffee durch die Wohnung gelaufen….man bin ich zufrieden mit dieser Wohnung. Wie schön sich jetzt alles zusammenfügt.

Das Thema Gardinen hatte mich ja lange beschäftigt…denn eigentlich mag ich gar keine…aber hier geht es nicht ohne…..und jetzt ….jetzt finde ich es toll so.

Für das Arbeitszimmer hab ich ja verschiedene Varianten ausprobiert, die unterschiedlichen Gardinen und Vorhänge zwischen den Räumen hin-und her getauscht….immer wieder anders zusammen gestellt ..und mit einem weiteren Besuch in einem Möbelhaus nun die optimale Gardine gefunden…einzig die Übergardinen werde ich dann doch noch einmal verändern….die Kurzen wirken mit der neuen Gardine nicht mehr…da gehören nun eindeutig lange Seitenschals hin, dann kommt diese Erker-Ecke mit dem Schreibtisch davor, viel besser zur Geltung.

Dafür werde ich die beigen langen Seitenschals aus dem Schlafzimmer wieder ins Arbeitszimmer umhängen und für das Schlafzimmer kommen neue blickdichte Mittelgraue ….die hab ich auch schon ausgesucht.

Und zu meiner Freude ist es mir zum ersten Mal geglückt, das die Mini-Orchidee im Wohnzimmer erneut Knospen trägt. Dabei hab ich eigentlich nichts getan. Die hatte ich vor ein paar Monaten von meiner Schwester geschenkt bekommen und da ich kein Orchideen-Fan bin, hab ich den kleinen Topf nach der Blüte irgendwie ignoriert….hahaha und prompt klappt es….