Radtour: Meldorfer Bucht

Radtour: Meldorfer Bucht

und rund um das Kronenloch…..heute war alles irgendwie perfekt…also fast.

Das Wetter mit 23-26 Grad, sehr sonnig und nur leichter Wind während der Tour, war einfach perfekt…..

ich hatte die richtigen Klamotten und Schuhe ausgewählt…nicht zu lang, nicht zu eng und mit dünnem Leinen und halblangen Jeans auch den richtigen Stoff – perfekt…

dazu mein Sonnenschup-Cäpi mit eingebautem Lichtschutzfaktor und dazu hab ich ja sogar daran gedacht mich rechtzeitig mit Sonnenschutz-Milch einzucremen – perfekt …

Konditiion, Kraft und mein allgemeines Wohnbefinden passte auch ziemlich perfekt …auf den insgesamt gefahrenen 36,3 km fühlte ich mich zu keiner Zeit aus der Puste oder gar angestrengt…auch nicht als es mehrere Deiche hinauf ging…..die Kraftübungen der letzten Wochen zuhause machen sich wieder positiv bemerkbar – perfekt…

Die Fahrt war einfach klasse….Am Bahnhof Meldorf bin ich gestartet….wollte mich über Komoot durch die vorher geplante Tour führen lassen…nur über die Sprachfunktion…aber die Sprachausgabe ist alles andere als perfekt und die Tour-Führung ist sehr starr…lässt nur „widerwillig“ Anpassungen zu….die häufigste Ansage lautete: „Die Tour wird angepasst – Kehren sie um“….obwohl ich über Google Maps Wege gefunden hatte ohne umzukehren…..also hab ich Komoot wieder gestoppt. Ich hab es jetzt mehrere Male ausprobiert….die App ist scheinbar nur gut geeignet, wenn man sich sklavisch an die Tour hält….. und zu der Sorte Mensch gehöre ich eindeutig nicht.

Ich hab also wieder, wie ich es sonst auch mache, über Maps die grobe Tourenplanung angeschaut…dann das Mobiltelefon wieder weg gepackt und bin einfach drauf los …vage den Wegen folgend …bin dann den offiziellen Rad-Wegzeichen gefolgt und hatte wunderschöne Wege durch Felder und kleine Ortschaften….bis ich am Kronenloch ankam…dann weiter bis zum Deich…und dahinter dann die Meldorfer Bucht….

Dann immer am Wasser entlang…Pause hab ich dort auch gemacht….erst war ich alleine…dann kam ein Schaf und dann immer mehr….am Ende waren es so ca. 20 Stück um mich herum….aber sie blieben auf ca.1 Meter Abstand…. Erst als ich später weiter fuhr, trotteten die Schafe auch weiter.

Dann ging es wieder über den Deich und weiter um das Kronenloch herum….Es handelt sich hierbei um ein Naturschutzgebiet mit einem großen Salzsee in der Mitte. Wie der NABU schreibt, gibt es ein „absolutes Betretungsverbot“, weil hier die Salzwiesen-Pflanzen nahezu ohne menschliches Eingreifen wachsen sollen.

Also ging es im großen Bogen mit dem Rad drumherum…wieder an Feldern und an kleinen Ortschaften vorbei.

Zurück in Meldorf , wollte ich mich zu einer Rast in einem auf dem Hinweg gesehenen Aussenbereich eines Restaurants niederlassen….hmmmm – Mittagsruhe von 14-17 Uhr….und selbst in der Innenstadt gab es nur Cafes….das einzig ansprechende Restaurant bot auch nur Kaffee und Kuchen. Ich wollte aber etwas handfestes.

OKAY – dann nicht…also hab ich das Rad wieder im Auto verstaut und bin ohne Umwege wieder nach Hause gefahren….im Kühlschrank warteten noch die restlichen Nudeln von gestern….hehehe

Planungen für den Sommer

Nächste Woche erhalte ich die 2. Impfung….und danach das Wochenende haben Schwester, Schwager und ich nun einen Tagesausflug nach Helgoland anvisiert.

In Friedrichstadt hatten wir festgestellt, das ich noch nie auf Helgoland war und die Beiden es dort toll finden…dann auf nach Helgoland.

Mein Schwager hat die Planung übernommen und so haben wir jetzt schon die Tickets von Büsum nach Helgoland: 64,50 EUR pro Person:

  • ca. 2 Stunden auf der Fähre Hinfahrt incl. kleinem Frühstück,
  • ca. 4 Stunden Aufenthalt auf Helgoland
  • ca. 2 Stunden auf der Fähre Rückfahrt incl. Abendessen

ein Negativer Corona-Test ist notwendig (auch für mich, da meine 2. Impfung noch keine 14 Tage her sein wird, wenn wir fahren).

Helgoland ist Deutschlands einzige Hochsee-Insel und liegt 70km vor der Küste…..ohhh ich freue mich auf diesen Ausflug…

…. und jetzt fange ich endlich an mit der Planung unserer Heißluft-Ballonfahrt….

….und ich plane jetzt für mich noch einen Besuch in einem Hochseilgarten…..

Zusätzlich hat unser junger Trainee, mit dem ich mich freitags öfter lange unterhalte, vom Bouldern erzählt. Bouldern nennt man das freie Klettern in Absprunghöhe…ohne Sicherung, ohne Seil….also ein Sport den man alleine ausführen kann.

Wir haben festgestellt, das Bouldern und Tanzen zwar komplett unterschiedliche Sportarten sind, sich aber die körperlichen Voraussetzungen sehr ähneln.

Für beide Sportarten braucht man viel Körperspannung, einen guten Gleichgewichtssinn, trägt etwas zu enge Schuhe um guten Kontakt herzustellen um so viel Gewicht auf und über den Fußballen auf Boden bzw. Wand zu bringen…..

Okay also letzteres könnte ja mit meinem Fußproblem schwierig werden….aber es gibt Indoor-Möglichkeiten das Bouldern als Anfänger einmal an einer einfachen Wand auszuprobieren….und das ist es wieder bei mir: ich möchte es wenigstens einmal ausprobieren….also: einfach machen….

Busfahrer in der Krise

Vor ein paar Tagen war ich wieder einmal in Kontakt zu meiner ehemaligen HR-Kollegin aus Hessen….wir schreiben uns noch regelmässig, telefonieren aber seltener…sie hat immer viel zu tun.

Ihre jüngste Tochter hat gerade ihren Realschulabschluss gemacht und die Große schreibt die Bachelor-Arbeit ..sie selbst ist durch die personellen Veränderungen beruflich sehr unter Druck und arbeitet ja schon eine ganze Weile wieder Vollzeit…und das ich auch gut….immerhin zahlt der Konzern ordentliche Gehälter.

Ihr Mann arbeitet als Reise-Busfahrer….eine Berufsgruppe die es in Pandemiezeiten ja sehr schwer hatte. Es gab keine Reisen mehr….auch nicht innerhalb Deutschlands und selbst als es nach dem ersten Lockdown wieder möglich war, blieben die Menschen zurückhaltend bei Reisen…und so ist ihr Mann seit letzten Jahr in Kurzarbeit….

Tja und dann hatte ich gelesen, das in dem Ort ein Busunternehmen seinen Betrieb einstellt…und tatsächlich ist es genau das Unternehmen bei dem er angestellt ist. 200 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz.

Über das Unternehmen wird geschrieben, das es dem Preis-Wettbewerb bei Ausschreibungen nicht mehr standhalten konnte…der Preisdruck wurde zu groß, um noch wirtschaftlich arbeiten zu können….es hat sich schon vor längerem abgezeichnet ,das das Marktumfeld für kleine Bus-Unternehmen immer schwieriger wird….tja und Ende des Jahres ist nun Schluss.

Da die Sorgen um den Arbeitsplatz schon seit mehr als 1 Jahr bestehen, kam das Aus jetzt nicht überraschend….aber bitter ist es für die Familie schon. Wie und wo soll es denn jetzt einen neuen Job in dem Bereich finden, so mit Ende 50 in einem Beruf, der auch noch durch die Pandemie gebeutelt ist.

Umso besser, das die ehemalige Kollegin einen guten Job hat, der ist krisensicher und wird gut bezahlt…..also finanziell fallen sie nicht hinten-runter….trotzdem ist es keine leichte Situation….das nagt am Selbstbewusstsein und belastet das Familienleben….

Ich hab mich als „Ruhezone“ angeboten, falls sie mal eine kleine Auszeit für 1-2 Tage benötigt…

Vollkornbrot – Überraschung

Also dieses Mal hat mich das Vollkornbrot überrascht….es schmeckt mir sogar richtig gut. Dafür hab ich nur 2 Dinge modifiziert.

Ich hab etwas mehr Salz genommen (das volle Korn braucht scheinbar etwas mehr, als 550er Mehl) und ich hab etwas gemahlenen Kümmel zugefügt.

Ach ja, und ich hab es in einer abgerundeten Kuchenform gebacken….die Form des Brotlaibs ist hierbei schnitt-tauglicher.

Ich bin echt froh, das ich das Weizenvollkorn-Mehl jetzt doch noch weiter verwendet habe….da sieht man es mal wieder: einfach ausprobieren…und mit der Zeit findet man eigene Rezepte für den individuellen Geschmack. Da ich größtenteils Brot nur mit Butter esse…also ohne weiterem Belag, ist der Geschmack des Brotes für mich sehr wichtig.

Ja klar mag ich auch mal Schinken, Lachs, Eier oder auch Marmelade auf einem Brot…aber das mache ich dann eher an den Wochenenden oder zu besonderen Anlässen. Das ist auch kein bewusster Verzicht….sondern ich mochte Brot schon immer gerne pur, nur mit etwas Butter.

Freitag war ich in Hamburg noch im „Stilbruch“ …. einem Kaufhaus für Second-Hand-Möbel und alles Mögliche…die sind dem Recycling-Hof angeschlossen…und retten noch gute Dinge vor der Müllpresse (und man kann Gutes auch von privat dort abgeben). Die werben auch mit dem Slogan: „Modernes von Gestern“ und die haben auch echt tolle Sachen dort….

Ich hab nach einem alten Bräter oder Topf Ausschau gehalten, um meine Brote gut aufbewahren zu können und bin auf den hier gestoßen: Für 3,50 EUR hab ich ihn mit genommen.

Bisher hab ich mein Brot öfter in Plastiktüten aufbewahrt, wusste aber, das es langfristig keine gute Idee ist…Dann hab ich es mit Leinentüchern ausprobiert…aber auch das hat mich nicht überzeugt. So moderne Brotkästen finde ich nicht ansprechend…und praktikabel zum Sauber machen soll es ja auch sein.

Also versuche ich es jetzt mal mit diesem Bräter….kann es aber erst in ein paar Tagen richtig beurteilen…heute Morgen war mein Brot zumindest noch frisch…

HILFE für den Computer ….und für mich

Seit ein paar Wochen kann ich WordPress nicht mehr uneingeschränkt nutzen…ich kann auf „normalen“ Wege weder neue Blogbeiträge erstellen, noch bestehende Beiträge ändern. Durch Zufall hab ich aber fest gestellt, das ich über eine Funktion der installierten Antiviren-Software doch noch Beiträge schreiben kann…das dauerte zwar insgesamt immer ein wenig länger…aber es ging gut., eine ganze Weile sogar..und heute Mittag irgendwann, ging auch das nicht mehr….

Bekanntermaßen bin ich sehr leicht aufgeschmissen, sobald es um solch technische Dinge geht….und so wollte ich eigentlich zu einer „Computer-Hilfe“ in meinem Wohnort fahren.

Aber heute ist Samstag und alle angezeigten Firmen machen erst Montag wieder auf. Gleichzeitig wurde mir aber auch im Internet eine Online-Hilfe angboten.

Nun gut…in Job hab ich ständig mit unserem Helpdesk zu tun….und der Teamviewer mit seiner Remote-Hilfe ist mir inzwischen schon sehr vertraut….Aber privat hab ich das bisher noch nie ausprobiert.

Also hab ich bei bei „expertiger“ angerufen und einen Online-Termin für heute Nachmittag vereinbart….ich wurde innerhalb des vereinbarten Zeitfensters zurück gerufen und ich konnte dem freundlichen Experten mein Problem erläutern…auch den Umweg über das Antiviren-Programm.

Sein eindeutiges und sehr überzeugendes Feedback….das Problem stammt eindeutig von Kaspersky….viele Probleme kommen darüber….ich nutze den schon seit vielen Jahren (jedes Jahr mit der neuesten Version) und hatte bisher nie Probleme. Aber es war klar, der Experte am Telefon ist kein Fan dieses Programms.

Okay, also auf meinem Privat-Laptop hab ich keinen Teamviewer, aber über die „Remotehilfe-App“ hat er schnell Zugang erhalten und als erstes Mal das Antiviren-Programm deinstalliert….das Problem mit WordPress aber blieb bestehen.

Es musste also an Windows liegen….der Internet-Explorer wurde schon vor einiger Zeit durch Edge ersetzt und irgendwas mit dem Update hat wohl nicht funktioniert…und ein Test über Chrome zeigte, das WordPress da einwandfrei läuft….also gut dann eben Chrome….mir ist das an der Stelle auch egal, ich hab da keine Präferenzen…kenne mich auch wirklich nicht aus…..der nette Experte hat alle meine Favoriten von Edge zu Chrome rüber gezogen und sogar Kaspersky wieder installiert.

Das ganze hat weniger als 30 Minuten gedauert ….und für die ersten 30 Minuten gilt ein Festpreis von 29 EUR (für jede weitere 10 Minuten kommen dann 8,90 EUR hinzu)…das ist klar kommuniziert, fair und ich finde es absolut stimmig…auf die Preisgestaltung wird am Anfang des Gesprächs auch noch einmal ausdrücklich hingewiesen…..

Soooo und jetzt läuft WordPress wieder normal……Die Webseite dieser Computerhilfe hab ich schon mal unter den Favoriten gespeichert…die kann ich bestimmt noch mal gebrauchen.

Brotduft

Gerade zieht der Duft eines frisch gebackenen Brotes über meinen Balkon….es ist zwar bedeckt, aber warm und sogar leicht stickig….und der Brotduft kommt aus meiner Wohnung.

Ein Vollkornbrot mit Sauerteig :

Noch habe ich es nicht probiert, aber gut sieht es zumindest schon mal aus….

Jetzt hab ich ja schon mehrfach festgestellt, das ich kein so großer Fan von Vollkorn-Brot bin….aber, nun ist das Mehl da und muss auch entsprechend verbraucht werden.

Es ist das 1. Brot in dieser Woche….hatte mich die letzten Tage mit viel Obst und Gemüse durch die Tage gehangelt….dazu gab es Reis und eine im Backofen gegrillte Putenunterkeule (die war echt lecker – aber ich hab kein Bild gemacht)

und gestern war ich am Abend in Schenefeld im Außenbereich eines Restaurants: Es gab einen Salat mit Steifen vom Rindersteak und Knoblauchbrot…..auch sehr lecker:

Ach ja: den Stangensellerie hab ich immer noch nicht verarbeitet….seufz….aber heute ist er dann….hahaha – ich bin ja immer noch nicht überzeugt von dem Gemüse….deshalb zaudere ich so.

Konflikt mit der Realität

Im Büro hab ich seit Anfang des Monats eine neue Kollegin….also so neu ist sie nicht….ich hab sie schon im letzten Jahr kennengelernt, da war sie gerade zum 2.Mal Mutter geworden und noch in Elternzeit…ich fand sie von Anfang an nett, kannte sie aber nur von kurzen Besuchen im Büro.

Jetzt ist sie auf Teilzeit-Basis wieder zurück….damit hat sich der weibliche Anteil an der Belegschaft in Deutschland auf 4 erhöht…und sie ist jetzt überhaupt die Erste in der gesamten Kollegenschaft, die in ihrem Verhalten sehr inkonsistent ist…das macht es mir schwer, mit ihr umzugehen.

Sie ist alles auf einmal: kompetent und überfordert, dann wieder selbstbewusst und oberschlau, nett im Umgang und dann wieder ruppig, zickig…..will zeigen das sie nichts verlernt hat und dann haut sie Sätze raus, das sie nichts hinbekommt, sich nicht auf die Arbeit konzentrieren kann und weil sich inzwischen vieles in der Struktur geändert hat, fühlt sie sich wieder verloren.

Auch die Anforderungen an ihren Job haben sich geändert….und es fällt ihr schwer sich erneut einzufinden und redet jetzt schon von Überforderung und irgendwie war das Thema weitere Stundenreduzierung wohl auch schon ein Thema…

Wir unterhalten uns morgens öfter, wenn die anderen noch nicht da sind, ….aber ich bin vorsichtig geworden…weil sie jeden Tag anders reagiert. Ich nehme ihr manchmal zickiges Verhalten in meine Richtung überhaupt nicht persönlich. Ich versuche manche Dinge einfach nicht zu kommentieren, die ich absurd finde, dafür drücke ich mein Mitgefühl aus oder spreche ihr Mut zu.

Sie sucht noch nach ihrer Rolle in ihrem jetzigen Leben …und ich bekomme hier hautnah den Spagat einer oft übernächtigten Frau mit, die versucht sich im Berufsleben zu beweisen und gleichzeitig Mutter zweier kleiner Kinder zu sein, die sich mit ihrem Mann versucht alle Aufgaben zu teilen und doch gelingt es wohl nicht so gut.

Ihr Anspruch an sich selbst ist groß und der gerät in Konflikt mit der Realität.

Menschliches Verhalten

Durch die fast 1,5 Jahre mit Corona haben sich einige meiner Gewohnheiten doch geändert… Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, das es mir aktuell nicht mehr so viel Spaß macht in einem Café oder Restaurant zu sitzen…

….es geht dabei nicht um die Maske oder ob man einen Test braucht oder nicht.

Es geht mir um die Gelassenheit, einfach länger irgendwo zu verweilen…das hab ich schon im letzten Jahr, nach dem 1. Lockdown, gemerkt, das ich immer wieder das Gefühl habe, ich muss den Platz wieder freigeben, damit die Gastronomen mehr Umsatz machen können, wenn es einen schnelleren Durchlauf an Gästen gibt. Zumal ja an vielen Stellen die Anzahl der Plätze reduziert werden musste….die haben es ja schon schwer genug. Ja mir fehlt die innere Gelassenheit….

Ich hab es wohl irgendwie verlernt einfachsitzen zu bleiben und es zu genießen, auch wenn der Teller leer ist oder das Glas nur noch einen Schluck davon entfernt…und es macht mir auf einmal auch nicht mehr soviel Vergnügen Menschen anzuschauen und ihre Interaktionen mit Anderen zu beobachten.

Etwas, was mir immer viel Spaß gemacht hat….irgendwo sitzen und den Menschen bei ihrem Leben zuzuschauen…jetzt nicht voyeuristisch sondern soziologisch gemeint:

Wie verhalten sich Menschen in der Öffentlichkeit…Paare zueinander, wie gleichen sie sich in Kleidung und Verhalten, manchmal erkennt man unterschwellige Konflikte, auch wenn sie nur stumm an einem Vorbeigehen. Körpersprache und Gesichtsausdrücke versuche ich zu interpretieren und manchmal spinne ich in Gedanken eine kurze Geschichte dazu.

Wie verhalten sich Eltern zu ihren Kindern…und wie verändert sich das Verhalten von Kindern wenn sie merken, das sie die Aufmerksamkeit eines Menschen auf sich gezogen haben. Wie reagiert die Frau, wenn ihr Mann einer anderen Frau heimlich nachschaut….. ich finde das hochspannend.

Schön öfter hab ich darüber nachgedacht mich irgendwann einmal an einer Fernuni einzuschreiben ….für das Fach Soziologie: Die Lehre von Mustern menschlichen Verhaltens und zwischenmenschlicher Beziehungen..

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Bei einem Glas Wein (Goldmuskatella 2018 Weingut Weitzel) plaudere ich mal aus meinem persönlichen Nähkästchen…das mein Chef und die Kollegen gerne mit mir kommunizieren ,ist so etwas wie ein Ritterschlag für mich.

Warum das?

Zeigt es doch, das seit meinem Weggang aus Hessen (mit dem Stressjob) mein oftmals als introvertiertes und als kommunikations- eingeschränkt wahrgenommenes Verhalten mittlerweile der Vergangenheit angehört.

Mein ganzes Erwachsenen-Leben kämpfe ich schon gegen diese eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit…scheine aber jetzt endlich, mit 53 Jahren, in meinem eigenen Leben angekommen zu sein, in dem Kommunizieren doch ein Teil meiner Persönlichkeit geworden zu sein scheint….zumindest sind mir Menschen wichtig genug, um auch mit Ihnen in Kontakt zu bleiben….ich bin an vielen Stellen sogar die treibende Kraft.

Zugegebenermaßen war das nicht immer so….und jaaa ich hab viele Jahre meinen Job über meine Sozialkontakte gestellt…..eigentlich hab ich den Großteil meines Berufslebens als für mich Wichtiger angesehen…hab mich zum großen Teil über den Job definiert und mein Selbstbewusstsein aus meinem Wissen gezogen…bis auf die Zeit mit meiner Tanzclique…Die Zeit mit der Clique endete dann ja ziemlich schnell, als ich meinen heutigen Ex kennenlernte, der von denen nicht so viel hielt.

Nun aber…in meinem jetzigen Leben, hier im Norden…weitab von Stress, Ex-Freund und dem Rest meines Tanzlebens…..hier nun mitten in der Pandemie, die dem Rest der Welt eigentlich zeigt, wie ich größenteils lebe (nur das die Welt mich eben nicht kennt 🤣) bin ich mehr ich selbst, als ich jemals zuvor war.

Ich hab mich, trotz all meiner Stärke und all meinem nach außen gezeigten Selbstbewusstsein, immer „falsch“ gefühlt…weil mir mein ganzes Leben dieses Bedürfnis nach Zurückgezogenheit und mein großes Bedürfnis nach Stille und Nicht-Kommunikation als unnatürlich angekreidet wurde….meine Familie hat das nie akzeptiert. Der Mensch hat eben ein geselliges Wesen zu sein….und meine Chefin hat es mir früher als Negativ-Eintrag in die Bewertung gegeben. Erst in den letzten Jahren, vor meinem Weggang, hat sie erkannt, das es keine negative Eigenschaft ist…sondern sogar viele Vorteile für den Job hat….und mich eben nicht daran gehindert hat, trotzdem ein guter Chef zu sein….der sich um seine Mitarbeiter kümmert….mit denen ich ja jahrelang ein lockeres und trotzdem gutes Verhältnis hatte.

Es schmerzt mich aber heute noch, das ich immer beweisen musste, das meine manchmal eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit keine Charakterschwäche ist. Es ist eine angeborene Eigenschaft…die durch meine oftmals nicht ganz einfache Kindheit, die vielen Umzüge in jungen Jahren und eine unglückliche Familienkonstellation auch wenig Chance hatte, durch das Urvertrauen eines Kindes zu den Eltern, schnell „über-lernt“ zu werden. Es war und ist ein ständiger Kampf zwischen „ich will und brauche meine Ruhe“ und „ich möchte mit den Menschen, die mir wichtig sind, kommunizieren“.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Ja klar, aber manchmal muss man sich auch die Möglichkeit erkämpfen, sein eigenes Leben wirklich selber in die Hand zu nehmen…..das bedeutet auch unbequem zu sein und so manchem lieb gemeinenten Eingriff Anderer, sein eigenes Leben wieder zu entreißen…das ist nicht immer schmerzfrei und bedeutet auch Menschen weh zu tun, die eigentlich immer glauben nur „das Beste“ für einen zu wollen.

Das Beste ist aber, man nimmt sein Leben WIRKLICH in die eigene Hand, lässt sich nicht beirren oder reinreden. Damit hab ich nach so vielen Jahren tatsächlich zu meinem Leben gefunden. So wie ich nun einmal bin….

Ein sturer Stier, selbstbewusst und trotzdem total verletzlich. Ich bin übrigens nie lange den einfachen Weg gegangen….letztlich immer mit dem Kopf durch die Wand…aber mit den Blessuren bin ich heute stolz auf mich….denn ich hab das geschafft, was viele nicht können….ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben.