In meinem Kühlschrank befinden sich immer noch Mascarpone und Quark und bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen irgendetwas damit zu machen. Jetzt wird es langsam mal Zeit…
Auf dem Markt in Ottensen hab ich einen Beutel mit kleinen Äpfel aus dem Alten Land gekauft…es gibt also einen Apfelkuchen…aber anders als sonst:
Der Boden besteht aus einem Biskuitteig (4Eier, 100g Zucker lange schaumig rühren und mit 100g Mehl+1 TL Backpulver verrühren, bei 150Grad 30 Minuten backen).
Nach dem Auskühlen des Bodens, den Kuchen in der Mitte vorsichtig aushöhlen.
In die freigewordene Fläche des Bodens kommen eine verquirlte Mischung aus: 250g Quark, 250g Mascarpone, 1 Päckchen Vanillepudding gekocht mit 500ml Milch.
Drei große Äpfel (bei mir waren es 7 kleine Äpfel) schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Butter in einer Pfanne braten und mit Zimt und Zucker leicht karamellisieren lassen. Auf der Quark-Mascarpone-Pudding-Füllung verteilen.
Im Rezept stand das man den übrig gebliebenen Teig (vom Aushöhlen) über den gesamten Kuchen krümeln soll…ich hab ihn jedoch in relativ großen Stücken gelassen und in die noch weiche Masse gedrückt und darüber noch mit einer Zimt-Zucker-Mischung bestreut und noch einmal bei 150Grad für 30 Minuten in den Ofen gegeben.
Der Kuchen wird erst mit dem Auskühlen fest. Für einen Apfelkuchen ist mir das eigentlich zeitlich viel zu viel Aufwand…aber das Ergebnis ist richtig lecker. Da die Füllung ohne zusätzlichem Zucker auskommt, ist der Kuchen außerdem nicht zu süß…
Bei Durchsicht meiner Beiträge ist mir aufgefallen, das ich noch gar nichts vom Tag in Schleswig NACH dem Besuch des Museums erzählt habe.
Der Besuch der Museen im Schloss Gottorf war ja noch ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk an meinen Schwager….und so hatte ich ihm die Wahl des Restaurants zum Mittagessen überlassen.
Seit Februar hat das Restaurant im Wikingturm wieder geöffnet….nur was ich vorher gar nicht wahr genommen hatte, die haben keine Kartenzahlung. HALLO? wie kann das denn sein. Die Preise für ein Mittagessen sind jetzt nicht gerade Fastfoodmässig….das kommen bei 3 Personen schnell mal 100 EUR zusammen….aber es gibt dort keine Kartenzahlung, kein Paypal, kein gar nichts…außer Bargeld. Darauf war ich nicht eingerichtet.
Vom Museum sind wir die knappen 500m bis zum Restaurant zu Fuß gegangen und da es auf der Strecke keinen Geldautomaten gab, haben wir alles Bargeld zusammen gekratzt und ja, es hat dann auch gereicht. Das Restaurant im Wikingturm ist auf 90m Höhe…man hat einen wunderbaren Ausblick auf den „Ostsee-Fjord Schlei“ ….wunderbar.
Die Karte war überschaubar….was ich als gutes Zeichen wertete…und was ich wirklich empfehlen kann, sind die „Kalbsbäckchen, 24 Std. im Ofen gegart vom Angeliter Schrotmastkalb, auf Champignon-Zwiebelbett, mit hausgemachten Serviettenknödel“ (Auszug aus der Speisekarte).
Das Fleisch war super zart, lecker und alles passte gut zusammen…nur die Soße kam extra (das ist immer gut) und war nicht ganz so unser Geschmack…sie schreiben zwar das sie nicht mit Zusatzstoffen arbeiten…aber es schmeckte etwas danach.
Als Aperitif haben wir uns einen Martini Bianco gegönnt…und zu den Kalbsbäckchen ein Alster-Wasser.
Bevor es ins Restaurant ging, gab es allerdings ein paar Unstimmigkeiten….nämlich WANN wir dahin gehen…die Küche hatte nur bis 14 Uhr geöffnet, also sollten wir bis 13.30 Uhr dort sein….das führte zu Abstimmungsproblemen ob es nicht sinnvoller wäre woanders essen zu gehen und später zum Kaffee dorthin zu fahren. Ich hatte die Entscheidung meinem Schwager überlassen, der es wiederum meiner Schwester übertragen hat, die wiederum auf mich achtete und meinen Gesichtsausdruck als Basis für ihre Entscheidung nahm.
Da bin ich dann ärgerlich geworden….jaaaa – keine Glanzleistung von mir – ich weiß – aber WENN ich doch sage: entscheidet IHR…dann sollen sie doch auch selber entscheiden. Letztlich war es aber doch eine gute Entscheidung dort zu Mittag zu essen (und das nicht nur weil ich Hunger hatte…ich ärgere mich immer wieder über mich selbst, das man mir immer ansieht was ich denke).
Danach sind wir noch mit den Autos in die Innenstadt gefahren…leider hatten die meisten Geschäfte samstag Nachmittag schon früh geschlossen…aber durch ein paar Geschäfte sind wir noch gelaufen und haben auch ein paar Kleinigkeiten gefunden.
Doch trotz der Abstimmungs-Schwierigkeiten war es ein schöner Tag ….
Zum Abschluss waren wir später noch einem netten Eis-Cafè und irgendwann hatten wir alle Drei auch genug von der Kälte und dem Wind….
Meine Fitness leidet aktuell etwas unter meinem Arbeitsaufkommen. Diese Woche war eine meiner schlechtesten in den letzten Monaten…nur an 3 Tagen hab ich überhaupt eine Walking-Runde gemacht…und bin von Mo-Do auch nicht auf meine Mindest-Schrittzahl gekommen…okay, dafür hab ich den Rückstand gestern wieder aufgeholt und liege wenigstens wieder innerhalb meines Minimums.
Zuerst gab es nach Feierabend in Hamburg einen Spaziergang vom Büro in die Fußgängerzone von Ottensen und dann war ich spät am Abend noch einmal eine Runde in Quickborn unterwegs.
Ich habe seit einer Woche mal mehr oder weniger stark Kopfschmerzen. Die kommen durch eine verspannte Schulter-Nacken-Muskulatur. Einen Effekt den ich von früher her kenne, aber so nicht mehr hatte, seitdem ich hier im Norden bin. Im Laufe der letzten fast 2,5 Jahre hatte ich nie wieder andauernde Probleme dieser Art.
Okay – also ich muss etwas tun. Massagen wären gut, Sauna, Schwimmen gehen, gezieltes Krafttraining, progressive Muskelentspannung, Dehn- und Streckübungen und ich muss mich um einen vernünftigen Stuhl für meinen Homeoffice-Schreibtisch kümmern.
Meine Dehn-und Streckübungen hab ich jetzt wieder auf Kopf, Schulter und Nacken ausgeweitet. Was mir in der letzten Zeit auffällt, mir fehlt tatsächlich das regelmässige Krafttraining….ja klar mache ich immer mal wieder meine Bodenübungen und auch Übungen mit den Kurzhanteln…aber nicht so richtig konsequent und ich steigere mich auch nicht mehr…also weder in den Wiederholungen, noch in den Gewichten.
Ich komme auf der Fahrt ins Büro an 2 großen Fitness-Studios vorbei…hatte mich im Internet schlau gemacht und eines davon für gut befunden…Donnerstag war ich dort, hab mir alles angeschaut und finde es immer noch gut.
Es ist riesig, hat hohe Decken (für mich wichtig, mag ja keine engen und niedrigen Studios) und sehr viele Cardio-Geräte…und es gibt auch ein paar Rudergeräte. Die haben einen so riesigen Kursraum, wie ich ihn noch nie gesehen habe, es gibt einen großen Freihantel-Bereich und alle Geräte die man so kennt. Die Duschen und Umkleideräume sind top.
Alles ist modern, sauber, ordentlich, hell, freundlich, großzügig und die Öffnungszeiten sind unschlagbar: rund um die Uhr…und das alles gar nicht mal teuer.
Soooo….hab mich gleich mal angemeldet…und zuhause schon mal die Sporttasche gepackt….jetzt kann ich jederzeit los….möchte mich in den nächsten Wochen wieder kräftemäßig fit bekommen…um für das Kajak-fahren bereit zu sein…
….ahhhh….hab gerade mal auf der Homepage des Vereins geschaut, für den ich mich entschieden habe, die fangen jetzt mit der Planung der Grundkurse an…prima…hab mich noch einmal Per Mail in Erinnerung gebracht und hoffe das klappt mit dem Kurs in diesem Jahr. Im Letzten war ich zu spät dran.
Es war Donnerstag schon spät als ich das Büro verlassen wollte….da bekam ich die Info: in unserem Hamburger Büro gibt es einen bestätigten Corona-Fall.
Da haben wir uns 1 Jahr und 10 Monate erfolgreich gegen das Virus gestemmt…haben alles getan, um eine Ansteckung zu vermeiden, so das man fast glauben konnte, wir sind durch das Einhalten aller Maßnahmen, eine kleine Insel der Glückselligkeit…und zack…da hat es auch unser Büro erwischt.
Na klar wird aus Datenschutzgründen nicht gesagt, um wen es sich handelt…nur wann die Person letztmalig im Büro war…das war ein Tag an dem auch ich dort war….aber durch meinen Zeitdruck hab ich mich kaum mit den Kollegen Vorort unterhalten und war auch nicht im Pausenraum…sondern hatte am Schreibtisch gegessen.
Ab sofort gilt: ALLE Kollegen müssen ins Homeoffice…auf beiden Etagen darf jeweils nur 1 Person anwesend sein…aber jemand muss sich ja auch um die Post kümmern…durch die neue Assistenz der GF sind der Controller und ich jetzt nicht mehr alleine damit, das heißt einer von uns Dreien muss auf jeden Fall immer da sein….
…da ich sowieso Freitags meinen Office-Tag habe, war ich also gestern alleine auf der gesamten Etage. Eigentlich ändert sich für mich nicht so viel: aus 2 Tagen Homeoffice werden jetzt 3 Tage….Der Unterschied im Büro ist eben nur, das kein anderer da sein wird. Und wir müssen uns jetzt alle 2 Tage selber testen….Da „sollten“ wir zwar auch schon vorher …jetzt aber „müssen“ wir es ….zum Glück haben wir genügend Test-Kits vorrätig.
Gestern hatte ich noch einen Hefe-Brötchenteig mit Weizenmehl angesetzt und ich weiß nicht, ob es an der Hefe oder dem Mehl liegt…aber die Brötchen sind extrem gut aufgegangen.
Nur hatte ich vergessen den Teig nach dem Portionieren mit einem feuchten Tuch wieder abzudecken. Ich kam um kurz vor Mitternacht von einer Walkingrunde (4,3 km) und wollte schnell ins Bett. War hundemüde und hatte Kopfschmerzen, wie schon die ganze Woche….also schnell schnell die Brötchen formen und ab ins Bad und dann ins Bett..
Na klar war der Teig außenherum ausgetrocknet *grummel* und die Brötchen sind im Backofen auch nicht mehr weiter aufgegangen…sie sind jedoch knusprig geworden obwohl sie hell geblieben sind.
Das beste ist jedoch die Porung – sehr schön gleichmässig und fluffig. Leckeres Frühstück mit Kaffee Brot und Butter…
Die ganze Woche freue ich mich schon auf dieses Wochenende…..und jetzt ENDLICH ….es ist Wochenende.
Was so besonderes ist an diesem Wochenende? NICHTS – absolut nichts.
Und genau das ist es, was ich ich jetzt brauche. Keine Termine, keine Hektik, keine Verabredungen…nichts außer dem, was ich jetzt möchte…Ruhe, Sport machen und mich entspannen.
Wie erwartet, war diese Woche beruflich noch einmal zeitlich herausfordernd: Montag und Dienstag war jeweils ein Jahresabschluss fällig, Donnerstag gleich 2 an einem Tag und gleichzeitig noch die UST-Voranmeldungen für alle Gesellschaften für Dezember/ 4.Quartal 2021…dazu die monatlichen ZM-Meldungen, Z4-Meldungen und für die Monatszahler noch die jährliche UST-Sondervorauszahlung 2022.
Für die Jahresabschlüsse der letzten Woche kamen von den Freigebern noch die letzten Anmerkungen, dann musste ich alle Daten und Nachweise für die Wirtschaftsprüfer zusammen stellen und versenden und von Denen kamen für die ersten Gesellschaften der Vorwoche, auch schon die letzten Anpassungen…dazu noch die Tagesarbeit und die Sonderarbeit mit dem Statistischen Bundesamt für die dänische Kollegin….und gestern war dann auch noch der Jahresabschluss für eine meiner beiden „neuen“ Gesellschaften fällig…da musste ich mich erst einmal noch in die Besonderheiten einarbeiten und die Sheets etwas…naja…nach arbeiten, weil der Kollege in den letzten Monaten keine Zeit mehr gefunden hatte sich darum zu kümmern.
Um 15;48 Uhr hab ich dann auch diese Gesellschaft als „zur Prüfung bereit“ melden können….und das trotz unseres 2-Stunden-Meetings am Vormittag…wie gewohnt hab ich nur mit einem Ohr zugehört und währenddessen weiter gearbeitet….es gab eigentlich nur ein Thema das mich auch betrifft und das sind unsere aktuellen Corona-Regeln…..aus gegebenem Anlass saß ich nämlich am Freitag als EINZIGE im Büro in Hamburg.
SO – Geschafft – fertig für diese Woche!!
Bei jeder guten Erzählung wird langsam ein Spannungsbogen aufgebaut, der steigert sich und steigert sich, bis die gesamte Spannung mit Erreichen des Erzählhöhepunkt schlagartig abfällt.
Genau so fühle ich mich…der Spannungshöhepunkt war Donnerstag mit den Steuerterminen und noch Freitag mit der neuen Gesellschaft …. … …. und jetzt der Druck raus….und ich kann mich entspannen.
Alle Jahresabschlüsse, die jetzt noch kommen (Bis Mitte März muss ich alle Gesellschaften fertig haben) finden nicht mehr unter so einem Druck statt….sind zeitlich entzerrt und kollidieren auch nicht mit anderen dringenden Terminen.
Und deshalb freue ich mich so auf dieses Wochenende…..und sitze jetzt mit frischem Kaffee und frischen selbst gebackenen Brötchen am Esstisch und schaue in den blauen Himmel draußen….es sind frostige 1 Grad…egal…Hauptsache blauer Himmel und die Sonne scheint….und es ist Wochenende…nur für den Fall, das ich es noch nicht oft genug erwähnt habe hihi.
Samstagmorgen 8.30 Uhr auf der Autobahn…105km bis zur Museumsinsel Schloss Gottorf ….je weiter in nach Norden in Richtung Schleswig fuhr, umso blauer wurde der Himmel und die Sonne strahlte so sehr, das ich nach meiner Sonnenbrille greifen musste.
Da ich mal wieder damit rechnen konnte, das Schwester+Schwager 9.30 Uhr meinen, wenn sie 10.00 Uhr sagen, war ich also rechtzeitig unterwegs….und das war auch gut so…Nein, dieses Mal waren sie nicht so früh da, aber so konnte ich wenigstens noch 20 Minuten die Morgenstille bei knappen 4 Grad im Schlosspark genießen…
Und dann kamen die Beiden auch schon…und pünktlich um 10 Uhr waren wir im Museum….Eigentlich sind es 2 Landes-Museen:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Museum für Archäologie
Das besondere im 2. Museum geht es um die Geschichte der menschlichen Entwicklung mit besonderem Augenmerk auf Schleswig-Holstein und viele Funde kommen dabei aus den Mooren des Landes und auch aus Dänemark.
Jetzt bin ich kein typischer Museumsbesucher….ich nehme also weder an Führungen teil, noch bewaffne ich mich mit diesen kleinen Geräten, um mir von einer Stimme aus den Kopfhörern etwas zu den Exponaten erzählen zu lassen. Ich schaue und lese in aller Ruhe, über das, was mich interessiert…an anderen Ausstellungsstücken gehe ich dagegen vorbei….und nach dem 60sten bewundertem Steinkeil und der 225 Sperrspitze reicht es mir dann auch….und ich gehe weiter.
Anfänglich war es mal wieder schwierig meine Aufmerksamkeit zwischen Familie und ausgestellter Vergangenheit unter einen Hut zu bringen….die Beiden hatten Redebedarf….vor allem Beide GLEICHZEITIG….ich fühlte mich überfordert. Okay – beim nächsten Mal plane ich vorher lieber ein Kaffeetrinken oder Frühstück mit den Beiden ein…so das wir ERST reden können und DANACH dann in ein Museum gehen, wo man sich ja eigentlich ruhiger verhalten soll.
Eigentlich…..Wir waren eine ganze Weile alleine im Archäologischen Teil, das sich in den oberen Stockwerken befindet…und nachdem wir langsam Stück für Stück durch die Zeit gewandert sind, kamen wir fast bei den Moorleichen an….zugegebenermaßen einer der Höhepunkte hier….und prompt kann eine 5köpfige Familie (mit kleinen Kindern) herein gestürmt…waren…na, wenn ich es nett sagen soll, würde ich es: lebhaft nennen…aber das stimmt nicht so ganz…sie waren laut, nahmen keinerlei Rücksicht auf Andere (uns)….stürmten zielstrebig auf die ausgestellten Moorleichen zu….keinerlei Respekt (vor den Exponaten – die ja immerhin auch vor langer Zeit mal lebende Menschen waren) krakelten herum….so das ich einmal meine Stimme anhob….und dann erst wurde der Mutter bewusst, das sie nicht alleine waren….Wir hielten uns erst einmal fern, bis dieser Familien-Tsunami genug gesehen hatte und prompt wieder abzog…also nicht, das sie sich noch etwas anderes auf der Etage angeschaut hätten….ich hatte nichts dagegen.
Sooo als es dann wieder ruhig war, haben wir uns den 3 ausgestellten Moorleichen genähert und mit Erstaunen festgestellt, wie gut doch 2 davon erhalten waren. Das ist schon beeindruckend….und auch ein wenig beängstigend. Über die berühmteste Leiche wurde im Fernsehen schon berichtet: „Das Kind von Windeby“ aus dem 1.Jahrhundert, das im Moor in der Nähe von Windeby bei Eckernförde in den 50er Jahren gefunden wurde.
Später in den unteren Etagen waren wir dann im Museum für Kunst und Kunstgeschichte…etwas was uns alle nicht ganz so interessiert hat…und doch gab es auch hier Beeindruckendes…vor allem die schmuckvoll und üppig gestalteten Deckengewölbe waren schon echt klasse…
und der Hirschsaal, der durch die dunkle Farbe eher niedrig und gedrungen wirkte:
Aber der ganze Prunk bringt zwar einen Wow-Effekt….aber ich mag das Letzte Bild am Liebsten und kann nicht einmal erklären warum:
Gegen Ende unser 3 stündigen Tour durch alle Etagen des Museums, waren wir dann auch noch in einem Extra-Gebäude und haben uns das Nydam-Boot angeschaut. Ein Ruderboot das um 340 n. Christus im Nydam-Moor (Dänemark) versenkt wurde….fast 23m lang, und an der breitesten Stelle 3,26m….Platz für bis zu 45 Menschen, hochsee-tauglich….wow
Mit 10 EUR pro Person ist das gesamte Museum zu besuchen….ob es für andere Sonderausstellungen noch Extra-Eintrittskosten kam, kann ich nicht sagen….aber für die 10EUR bekommt man auf jeden Fall eine Menge geboten….
Der heutige Tag brachte einen versöhnlichen Abschluss, dieser für mich schwierigen Woche.
Jeden Tag hab ich dabei lange und intensiv gearbeitet…hab meine Termine irgendwie dann doch geschafft obwohl es sich zwischenzeitlich anfühlte als ob ich untergehen würde…..gestern nach Feierabend hab ich noch einen Einkauf fürs Büro erledigt (die Toner-Kartusche für meinen Homeoffice-Drucker hatte in der Mitte der Woche seinen Dienst eingestellt), fühlte mich aber immer noch unausgeglichen und war immer noch nicht wieder ganz raus aus meinem Schneckenhaus.
Heute dagegen lief alles rund…hab mich auch wieder lockerer mit den Kollegen unterhalten und es hat wieder Spaß gemacht…aber ich bin immer noch etwas verhaltener…
Dafür war ich in den letzten Tagen für meine Lieblingskollegin aus DK auch als Spürhund und Vermittler tätig…sie hatte ein Problem mit dem Deutschen Statistischen Bundesamt und hatte mich um Hilfe gebeten. Sie spricht kein Deutsch und so hat sie nicht wirklich verstanden, was die wollten. Ich hab zwar verstanden, was wir machen sollen….aber nicht WARUM. Nach einem Telefonat mit Destatis hab ich dann erst einmal einen Aufschub zur Klärung bekommen….und dann hatte ich auch schon eine Vermutung…musste meiner Kollegin noch ein paar Infos aus der Nase ziehen, hab mir ihre UST-Voranmeldungen angeschaut UND… tatsächlich den Fehler gefunden.
Hier merkt man wieder, das es schwierig ist, in einer fremden Sprache Formulare richtig auszufüllen. Ich musste früher auch italienische UST-Voranmeldungen ausfüllen ohne ein Wort italienisch zu können…so etwas kann leicht schief gehen…wie jetzt hier. Die Kollegin muss nun für eine ganze Reihe von Gesellschaften für das gesamte Geschäftsjahr 2021 ALLE ihre Deutschen-Voranmeldungen korrigieren…und ich hab dafür die weitere Kommunikation mit dem Statistischen Bundesamt übernommen.
Und um dem Tag einen netten Abschuss zu geben hab ich nach Feierabend für Zuhause Sushi bestellt….hatte mich etwas darüber gewundert wie teuer die sind….aber dann kam das hier:
und es ist nicht nur eine riesige Box, sondern die Qualität ist gut und vor allem, alles richtig lecker. Einzig mein Wunsch, den Ingwer wegzulassen, wurde nicht erfüllt. Der Lieferservice hat mir gleich mal eine Speisekarte da gelassen…..ja und hier sieht man wie groß diese Box ist…anhand der Beschreibung im Internet hatte ich mit etwa der Hälfte gerechnet…hahaha
Nun gut…dann gibt es eben Morgen zum Frühstück auch noch einmal Sushi.
Ich fahre Morgen früh bereits nach Schleswig…treffe mich dort mit Schwester+Schwager, wir wollen erst ins Museum, später in der Stadt Essen, meine Schwester hofft auf ein wenig shopping und ich liebäugle noch mit einer Bootstour…mal sehen, was wir so hinbekommen….hoffentlich spielt das Wetter mit.
Ich mag geregelte Abläufe und liebe Strukturen….aber in dieser Woche hab ich es bisher nicht geschafft, diese in meine gewohnten Tagesabläufe umzusetzen.
Montag-Homeofficetag:
Anstatt direkt nach dem Aufstehen meine normale Walkingrunde zu machen, blieb es bei einer kleinen Runde von ca. 3km, dafür war ich aber zügig unterwegs….irgendwie hatte ich keine Ruhe…die Arbeit stapelte sich auf meinem Tisch.
Anstatt dann Mittags eine ordentliche Pause zu machen, von der ich ja weiß, wie wichtig die ist….blieb ich mit einem schnellen Butterbrot und einer Tasse Tee direkt am Schreibtisch sitzen
Der Feierabend war dann um Punkt 17 Uhr….Computer aus, Schuhe und Jacke an….und jetzt wollte ich noch eine KLEINE schnelle Walkingrunde machen…so das ich auf meine mindestens 10.000 Schritte komme….
Direkt vor der Haustür ging es los, es war ja sogar noch hell….geplant waren so ca. 45-60 Minuten….Laufrichtung: das Himmelmoor….und dann bin ich schnellen Schrittes losgegangen….und bin gelaufen…und gelaufen…Als ich am Himmelmoor ankam, waren es schon 3,7km….und es war schon ziemlich dunkel…gut das ich die Taschenlampe in der Jackentasche hatte…
und dann kam ich auf die super Idee, doch bei dieser Gelegenheit mal diesen einen kleinen Weg zu nehmen…in dem Glauben das dieser schon irgendwann wieder zurück nach Quickborn führen wird….wie der Weg auf der anderen Seite ja auch….
….also bin ich im diesem dunklen Weg gefolgt….und es schien als führte der Weg in einem Bogen tatsächlich wieder in meine Heimat-Richtung…nur um Mittendrin immer weiter nach Rechts abzudriften….(mein Zielpunkt lag eindeutig weiter links)…..und dann bog der Weg noch weiter nach Rechts ab….es gab aber auch nur diesen Einen…keine Abzweigung nach links…zumindest keine, die ich wahrgenommen habe.
Irgendwann kam der Zeitpunkt, wo ich darüber nachdachte, ob es nicht besser wäre umzukehren…aber da fühlte ich mich schon etwas schlapp (immerhin war mein Sonntagsausflug auch schon lang …also für meine Verhältnisse). Also hab ich den Gedanken umzukehren verworfen, das wäre bestimmt länger als wenn ich dem jetzigen Weg weiter folge….dachte ich …also jetzt will ich aber auch wissen wo der Weg tatsächlich hinführt.
Hmmmm…..tja und weiter ging es durch die dunkle Nacht…ab und an mal ein Haus….dann sogar mal eine schwache Straßenlaterne….und immer, wenn ich glaubte bald muss ich doch mal auf die große Landstraße stoßen….kam eine nächste Biegung und dann irgendwann sogar mal eine die links herum ging….
….Wo um alles in der Welt komme ich nur wieder auf die Hauptstraße….irgendwann kam ein Ortseingangsschild: Ortsteil Renzel…..boa ….sooooo weit weg…
….von da sind es noch mal 4km bis nach Hause.
Ich war müde und schlapp, hatte nichts zu trinken mit und hatte einen riesigen Hunger….und jetzt musste ich auch noch an der Landstraße die restlichen 4km entlang laufen, zum Glück auf einem extra Fußgänger-/Fahrradweg. Aber die Autos blendeten….und so ging es dann weiter, einen Schritt vor den Nächsten…nur nicht darüber nachdenken…immerhin wusste ich jetzt wo ich bin und wann ich ungefähr Zuhause ankommen werde.
Am Ende waren es 11,2km und ich war mehr als 2 Stunden unterwegs….sooo war das aber nicht geplant. Der Mensch wächst an den Herausforderungen….und gut getan hat es ja auch.
Dienstag bin ich dann überhaupt nicht draußen gewesen…ich hatte überhaupt keine Lust und
Mittwoch hatte ich ja den 3. Homeoffice-Tag…da blieb es auch bei einer eher kleinen Morgen-Runde….
Ich bin mal wieder in der Stille angekommen. Auslöser war, glaube ich, das hin-und her mit der geplanten und letztlich abgesagten kleinen Feier bei mir Zuhause.
Das Ganze hat mich dann doch nicht losgelassen und seit langer Zeit bin ich mal wieder ins Grübeln gekommen und das hat mich zurück geworfen…in die Stille. In ein Gefühl ich, sollte mein Herz nicht auf der Zunge tragen.
Meine schon fast permanent gute Laune ist zwar irgendwie immer noch da….aber gedämpfter und auch nur wenn ich mich in meinem eigenen Kosmos bewege oder wenn ich ganz zufällig mit Menschen in Kontakt komme…beim Spazieren gehen, im Supermarkt usw.
Aber bei fast jeder Kommunikation mit Kollegen und Freunden bin ich auf der Hut…werde unsicher und versuche mich zurück zu nehmen…und plappere ich trotzdem einfach drauf los…ärgere ich mich über mich selbst und denke nur: ach Mensch – halt doch einfach deinen Mund….das interessiert doch nicht. Ich will doch Niemandem auf die Nerven fallen.
Ich bin (eigentlich) stark und unabhängig, bestreite mein Leben mutig, mit viel Energie, viel Freude und ohne Furcht….aber manchmal kommt, ganz unerwartet, das extrem schüchterne Kind wieder zum Vorschein das überall auf Ablehnung gestoßen ist, und gewinnt mit seiner Furcht vor Zurückweisung Oberhand.
Mein ganzes Leben kämpfe ich dagegen an, hatte es in vielen inneren Kämpfen niedergerungen…und in fast 2,5 Jahren ist es das erste Mal, das dieses Gefühl innerer Verletzlichkeit so massiv die Oberhand gewinnt.
Das Interessante ist…solange ich meine Tage ohne Kontakt zu Anderen gestalte, geht es mir richtig gut…hab nur eine leicht melancholische Stimmung, was ich als nicht schlimm empfinde… und auch per Telefon und Teams fällt es mir trotzdem leicht, locker und lustig mit Kollegen aus den anderen Standorten zu kommunizieren.
Aber sobald es um Kontakte zu Menschen geht mit denen ich eine Art Bindung habe (engere Kollegen – Freunde – Familie) wird es für mich extrem schwer…..was aber nach Außen kaum jemand bemerken würde…denn ich kann es gut verstecken.
Meine inneren Antennen sind in Alarmstimmung…nehmen auch die kleinsten Schwankungen im Verhalten anderer Menschen wahr und diese Abweichungen bewerte ich…das ist nicht gut, das weiß ich selber….aber mein Verstand hat hier leider gerade nicht das Sagen.
Das wird jetzt noch ein paar Tage so bleiben, dann normalisiert sich alles wieder….So kam es mir heute sehr gelegen, das ich einen 3. Homeoffice-Tag wegen Platzmangel im Büro einlegen musste.