Sommer: Urlaubs-Vorplanung

Soooo …. mein Sommerurlaub startet ja schon in ein paar Tagen….bis auf das verlängerte Spa-Wochenende mit meiner Schwester so mittendrin im Urlaub, hab ich noch nichts weiter geplant gehabt.

Jaaa – war irgendwie blöd gelaufen, das das Wellness-Wochenende jetzt in meinen Urlaub fällt..beim mehrmaligen Verlegen des Sommerurlaubs anhand unseres Firmenkalenders, hab ich das irgendwie nicht richtig gesehen….macht aber auch nichts…fahre ja selten eine ganze Woche oder mehr weg.

Am Mittwoch muss mein Wagen noch zur 30.000km-Inspektion und am Donnerstag hab ich dann Urlaub…in den letzten Tagen hatte ich mehrere Reiseziele ins Auge genommen…und wieder verworfen.

Meinen ursprünglichen Plan mit dem Auto nach Kopenhagen und von dort rüber nach Schweden: also das geht nur mit mindestens 1 Woche Urlaub…kommt jetzt also nicht in Frage und ist mir aktuell auch einfach zu teuer. Der Wellness-Kurzurlaub im 5 Sterne-Hotel mit Spa-Anwendungen für Zwei wird schon echt ein teures Vergnügen….aber darauf freue ich mich total.

Hmmm okay, also nach London will ich schon seit Jahren mal wieder…aber bei den aktuellen Flugpreisen bin ich gleich mal zurück gezuckt…okay, ich bin ja ein Verfechter das Fliegen eben auch angemessen teuer sein sollte, halte von diesen Billig-Anbietern wie Ryanair gar nichts..die sparen auf Kosten ihrer Mitarbeiter, das ist die reinste Ausbeuterei.

Geflogen bin ich überhaupt das letzte Mal vor ca. 10 Jahren nach Wien….und bei den Preisen die aktuell zwischen Hamburg und London aufgerufen werden, bleibt es auch erst einmal bei dieser Erinnerung an eine Flugreise.

Ich nehme also das Auto und mein Fahrrad kommt mit….2-3 Tage aber wohin? ….Lüneburger Heide geht ja immer…oder doch an die Küste. Es ist Hochsommer und alles ist überall so richtig voll und vieles fast ausgebucht.

Und dann kam heute Morgen beim Kaffee auf dem Balkon der Gedanke wieder….ich hab noch nie eine Wattwanderung gemacht…noch nie… also doch Küste…und der nächste Gedanke war: in das Auswanderer-Museum Bremerhaven wollte ich ja schon seit längerem mal.

Bei der Suche nach einer Unterkunft hab ich nach einem fast-Drama mit dem Wellness-Urlaub, die Plattform „Booking.com“ gemieden und lieber direkt über das Touristik-Büro der Region gesucht….und dann auch für zwei Nächte ein Ferienzimmer gefunden und auch gleich gebucht.

Funfakt: Interessanterweise ist der Gesamtpreis für 2 Übernachtungen geringer, als wenn ich irgendwo nur für 1 Nacht gebucht hätte…das muss ich mir merken, da ich öfter eine Übernachtung suche und die Kosten dann oft als überteuert empfinde….Also einfach mal nach 2 Übernachtungen suchen, mit etwas Glück weniger bezahlen und dann doch nur eine Nacht bleiben.

Und gerade bekomme ich auch schon die Bestätigung für die Wattwanderungen….eine Abends am Ankunftstag und eine Andere am Abreisetag morgens …das passt ja prima…und in dem Tag dazwischen gehe ich ins Auswanderer-Museum und evlt. noch Schwimmen oder leihe mir ein Kajak aus.

Sooo – also mein Urlaub ist jetzt fixiert und kann kommen…ich bin bereit!!!…um nicht zu sagen, ich kann es kaum noch erwarten endlich mal wieder zwei Wochen Urlaub am Stück zu haben….

Wohnort-Wahl – Lebensqualität

Mit dem älteren Nachbars-Ehepaar, auf dem gleichen Flur, hab ich mich wieder mal unterhalten.

Er hatte gesehen wie ich mit den Einkäufen, durch den strömenden Regen, von der Tiefgarage zum Hauseingang, gestapft bin und dabei platsch-nass wurde.

Dann hat er mir erzählt, das ich es auch trockenen Fußes in das Haus schaffe, wenn ich einfach in der Garage den Ausgang zum Nebenhaus nehme und von dort über die Keller bis zu unserem Hauskeller laufe und von dort dann ins Treppenhaus…Alle Häuser sind über die Keller miteinander verbunden.

Das fand ich wirklich nett….und er hat die Gelegenheit genutzt noch ein wenig länger mit mir zu plaudern, während seine Frau nur einmal kurz Hallo sagte…….Er ist 79 Jahre alt, noch unglaublich fit und hat wache leuchtende Augen und einen klaren Verstand….ich hab mich mit ihm und seiner Frau schon öfter unterhalten….sie sind liebenswert und freundlich.

Und ich muss echt sagen, so nach fast einem Jahr – ich wohne hier unglaublich gerne… fühle mich wohl und gut aufgenommen im Haus und der Nachbarschaft.

Ja klar ist es lebendiger und damit lauter, als in Pinneberg, in der sanatoriumsmässigen Einfamilienhaus-Siedlung mit dem Hausdrachen als Vermieterin. Hier sind die Menschen offener und normaler (aber was ist schon normal) und ich bin hier in kanpp einem Jahr mit mehr netten Menschen ins Gespräch gekommen, als in den 2 Jahren in Pinneberg. Jawohl nächsten Monat werden es schon 3 Jahre die ich in Schleswig-Holstein lebe.

Es war und ist immer noch die richtige Entscheidung, aus Hessen weg gegangen zu sein, um ein weiteres Mal neu anzufangen: Neues Bundesland, Neuer Wohnort, Neuer Arbeitgeber.

Ich fühle mich zwar noch etwas unwohl bei dem Gedanken, das die Bäume vor meinem Balkon gefällt werden, um den Ausbau und die Umstellung der S-Bahnstrecke auf Elektro zu realisieren, aber ich hoffe das es dann doch nicht ganz so schlimm wird…weil ja gleichzeit ein Erdwall die Bahnstrecke abschirmen soll.

Bei dem Erdwall hoffe ich, das er hoch genugt wird, um mich vor den Häusern auf der gegen-überliegenden Seite der Strecke abzuschirmen. Denn die Bahn an sich, stört mich, jetzt zumindest, gar nicht. Ich befürchte allerdings das der Wall dann doch nicht sooo hoch wird. Es heißt also Abwarten und hoffen….

Meine kleine geschützte Balkon-Oase ist aber nur das Tüpfelchen auf dem i ….quasi mein 4. Zimmer…das die Wohnung besonders gemütlich und lebenswert macht.

kleine Radtour – die andere Seite

Die nächte Radtour in dieser Woche, führte mich am Abend auf die gegenüberliegende Seite meines kleinen noddeutschen Wohnortes, in dem ich jetzt schon fast 1 Jahr lebe.

Auf diese andere Seite hat es mich, aufgrund meines regulären Walking-Radius von 5-6km (hin-und zurück), bisher nicht verschlagen.

Jetzt aber, mit dem Rad, entdecke ich auf dieser Seite ebenso tolle, verschlungene und versteckte kleine Wege, vor der Sonne geschützt durch Bäume…teilweile neu angelegte Wege durch oder an Wohnsiedlungen vorbei….kleine Waldstücke….

….und ich hab ein sehr einladend gemütlich wirkendes italienisches Restaurant gefunden…im Internet hat es sehr gute Bewertungen…das werde ich bald einmal ausprobieren….

Ansonsten hat mir die Fahrt einfach gut getan nach all der Hitze in dieser Woche…und mit knappen 18,5 km war das eine tolle kleine Abend-Tour….

Radfahren macht mir wieder richtig Freude – ich weiß gar nicht, warum ich in diesem Jahr erst so spät damit gestartet bin….na egal….Hauptsache ich bin jetzt wieder im Sattel….

Gestrandet in Bad Bramstedt

Nach einem echt merkwürdigen und heißen Arbeitstag im Büro, hab ich weit nach Feierabend mein Fahrrad geschnappt…Bewegen wollte ich mich – einfach den Stress wegstrampeln. Es war nach 19 Uhr, als die ganz große Hitze schon wieder vorbei war, aber mit 29 Grad war es, für meinen Geschmack, immer noch viel zu heiß und sonnig.

Sonnenhut auf, Sonnencreme an den notwendigen Stellen verteilt, die Wasserflasche gefüllt, Geld und Handy, Luftpumpe alles in einen meiner kleineren Rucksäcke gepackt…den hatte ich schon länger nicht genutzt…mein Notfallpack mit allerlei Kram (Pflaster, Masken, Schmerzgel und kleines Verbandszeug usw.) hatte ich aber noch im großen Rucksack…. oooch nö, nicht notwendig, ich will ja nicht querfeld-ein fahren und soo lange bin ich ja nicht weg.

Dann ging es locker durch die Hitze….auf schönen kleinen Wegen, vereinzelt durch Waldstücke, Schlenker hier und Schlenker da…. immer in der Nähe und manchmal auch direkt entlang der B4 in Richtung Bad Bramstedt. Der Radweg hier lässt sich gut fahren…und es waren auch nicht so viele Autos auf der Bundesstraße.

So langsam reifte der Plan: ich fahre auf jeden Fall bis Bad Bramstedt…das sind ja auf dem direkten Weg nur ca. 23km..und zurück nehme ich dann locker die Bahn (das 9EUR-Ticket für August hab ich ja schon).

Aus den direkten 23km wurden es dann mit allen Schlenkern und kleinen Stopps zum Wassertrinken 32km und es war kurz vor 21 Uhr…Ganz passend kam auch gerade die Privatbahn….also stand ich vor der Bahn und wollte einsteigen….

…..Maske?….Maske!- ich brauche eine Maske!…Himmel – daran hatte ich ja gar nicht gedacht. Hektisch hab ich den kleinen Rucksack durchsucht…keine Masken….hätte ich doch bloß mein Notfall-Pack eingesteckt …grummel….

Wo bekomme ich hier bloß nach 21 Uhr noch eine Maske her?….Tankstelle….an der Tankstelle war ein junger sehr zuvorkommender Mann, der sogar noch seinen Chef angerufen hat, aber sie hatten keine…nicht mal für sich selbst ….aber eine Zigarette könnte er mir anbieten….Echt nett – aber ich rauche nicht – danke schön…. Hab noch eine Flasche Wasser gekauft und bin dann weiter gezogen….

Dann sah ich schon die nächste Tankstelle in einiger Entfernung und als ich näher kam, sah ich ein Schild eines Supermarktes der bis 22 Uhr geöffnet hat…also rein in den Laden – jawohl Masken waren noch genügend da..

Inzwischen war es schon kurz vor 21.30 und in der Hoffnung, das die nächste Bahn bestimmt gleich kommt, ging es zügig zurück zum Bahnhof. Doch die Nächste fuhr erst um 21.58 Uhr….na gut – dann warte ich eben.

Hab mich in der Nähe auf eine Bank gesetzt…Hier saß ich nun gestrandet in Bad Bramstedt, mir wurde es mit dem ärmellosen Top langsam kühl, ich war verschwitzt und es fing an sich unangenehm anzufühlen….die Sonne war unter gegangen…und so langsam wollte ich einfach nach Hause.

Aber es war angenehm ruhig, ich hatte etwas zu trinken und die Bahn kam dann auch mit ein paar Minuten Verspätung. Die Fahrt dauerte erstaunlich lange…ich wusste nicht, das es sooo viele Haltestellen auf diesem Stück gibt.

Letztlich war ich um kurz vor 23 Uhr zuhause und hab erst einmal Schweiß, Staub und den Stress des Tages abgewaschen….und bin anschließend zufrieden ins Bett gefallen.


In der Bahn sassen übrigens sehr viele Menschen komplett ohne Maske…oder wenn mit, dann aber nicht richtig….Aber nein, soetwas ist keine Option für mich….Kontrolliert hat aber auch Niemand….

Wieder im Kajak…

…wenn auch nicht vom Verein aus, sondern von einem der Kanu-Verleihstationen auf dem Alsterkanal in Eppendorf.

Die Sonne wollte ja nicht scheinen und so hoffte ich auf eine ruhige Mittagszeit bei der Bootsvermietung, wo ich im letzten Jahr öfter war…aber das einzig vorhandene Einer-Kajak war bereits anderweitig auf dem Wasser….schade.

Aber ein paar Hundert Meter weiter, gibt es ja noch einen weiteren Bootsverleih und die hatten noch eines für mich….Es ging schnell und unkompliziert und nach 3 Minuten saß ich im Kajak und konnte paddeln. Die Luft auf dem Wasser war schon leicht schwül und dann traute sich doch noch die Sonne hervor….

….und auf einmal waren unglaublich viele Standup-Paddler, Tretboot- und Kanufahrer unterwegs…aber die Alsterkanäle sind groß und bieten viele Abzweigungen, so das ich mich trotzdem frei und ungebunden fühlte…in den kleineren Kanälchen war ich oft ganz alleine….

Der Kajak-Kurs hat echt ne Menge gebracht, denn es fiel mir sehr leicht geradeaus zu paddeln, zu stoppen oder auszuweichen…alles easy….hahahahaa und ich war echt zügig unterwegs…im Gegensatz zum letzten Jahr.

Nur nass bin ich immer wieder geworden…vom eigenen Paddel….nicht beim Eintauchen des Paddel, sondern von der entgegengesetzten Seite…wenn die andere Seite des Paddels in der Luft schwebte tropfte es immer wieder auf Kopf und Rücken….hmmm okay, das Paddel hier ist viel kürzer..deshalb werde ich wohl nass.

Die Tropfen auf dem Kopf und dem Körper waren aber auch angenehm…..mit der Sonne wurde es wärmer und auch schwüler.

Aber DAS hier…das mag ich…..auf den Kanälen unterwegs zu sein….hier darf ich einfach alleine los…brauche keine Gruppe…und hab trotzdem immer wieder kurze nette Kontakte zu den Menschen drumherum. Kann fahren wohin ich will, immer wieder abbiegen oder auch umkehren….Hauptsache ich finde den Weg zurück zur Verleihstation (Google Maps ist auch hier eine große Hilfe und erweitert einfach meinen Aktionsradius).

…. und auf den Alsterkanälen gibt es so viel zu sehen, schicke Häuser und Gärten, Anlegestege zu Privathäusern mit netten Ruheplätzen…. nette Menschen die einem zuwinken, Grünanlagen, viele Bäume und vor allem Trauerweiden, die ihre Zweige bis zum Wasser senken. Immer wieder fuhr ich unter Brücken entlang…steifte das Grün der Seerosen….wich Enten aus und wurde sogar von einem Schwan gewarnt nicht näher zu kommen. wie friedlich das ist….unaufgeregt sportlich, ohne Wettkampf-Modus gegen Wellen ankämpfen zu müssen..

Ich hatte meinen Fitness-Tracker aktiviert und eine „Wanderung“ aufgezeichnet….außer Schwimmen kann ich bei dem Tracker keine Wassersport-Aktivitäten einstellen….aber mit der Wanderung ging es auch….so weiß ich zumindest, das ich mehr als 7km in 1,5 Stunden gepaddelt bin. Damit bin ich absolut zufrieden…denn am Ende meiner Tour war ich nicht ausgelaugt oder kaputt.

Wunderbar diese Freiheit auf dem Wasser….ja klar, man nimmt Rücksicht auf andere….und es gibt ein paar kleinere Wellen, wenn die Ausflugsboote auf dem Kanal an einem vorbei fahren…aber das ist kaum der Rede wert.

Auf der Elbe geht es immer „nur“ linksherum oder rechtsherum am Strand entlang, .und man muss wesentlich mehr Aufpassen wegen Strömung, Unterströmung, Gezeitenwechsel, Schifffahrts-Fahrrinne, großen Schiffen und Wellengang.

So langsam glaube ich, die Alsterkanäle bringen mir langfristig mehr Unabhängkigkeit und mehr Möglichkeiten…

Lieblingsplatz: Balkon

Sonntagmorgen – von nebenan hört man leise, wie die Wasserstropfen der Berieselungsanlage auf die Blätter und Zweige der gepflegten Rabatten eines Nachbarn fallen…und eine Kohlmeise sitzt alleine im Baum direkt vor mir und ruft ihre Freunde heran…sie traut sich immer nur ganz kurz an eine meiner Futterstellen, um sich ein Stück zu holen und ist gleich wieder im Baum… Ja wo sind denn heute all die anderen?

Inzwischen kommt die junge Blaumeisen-Gang …und auf einmal sind es wieder 10-12 Stück und prompt hängt auch der Buntspecht wieder an meinem Futterhäuschen, obwohl ich hier sitze….Die Meisen sind irritiert, fliegen weg, kommen wieder und warten, wis sie wieder ran können. Es ist niedlich zu sehen, wie die Meisen sich bemühen richtig zu landen…manchesmal erinnern diese Landeübungen an Kolibris….so schnell schlagen die Flügelchen, nur um dann doch im letzten Moment erst einmal woanders zwischen zu landen…um dann einen neuen Versuch zu starten, doch noch ans Futter zu kommen.

Ein zertaustes Dompfaff-Männchen schaut ständig in meine Richtung, futtert aber weiter…und dann kommt auch schon das Weibchen hinzu.

Eine Hummel sucht wieder fleißig in den tiefrosa/lila Kelchen des Fingerhut nach Nektar…das gibt immer ein lustiges Geräusch, wenn die Hummel in der Blüte ist….der Blumenkübel steht direkt neben meinem Liegestuhl und ich habe gelernt mich nicht zu erschrecken, wenn sie kommt…sie kommt und geht und ist absolut friedlich – sie ignoriert mich und ich freue mich, das sie da ist… Es ist immer nur eine Hummel – ob es jedesmal dieselbe ist – weiß ich aber nicht. Wespen hatte ich bisher noch keine hier.

Es ist schwierig das Treiben auf meinem Balkon in Bilder einzufangen, weil ich ja direkt auf dem Balkon sitze….die Vögel stört es nicht, wenn ich Kaffee trinke oder am Laptop schreibe…aber sobald ich das langsam das Handy zücke und die Kamera ausrichte, sind sie weg….hahaha die sind fotoscheu.

Aber letztlich muss ich es gar nicht im Foto einfangen…denn es so schön, das sie immer wieder kommen und manchmal auch etwas länger verweilen, obwohl ich nur ein paar Meter entfernt sitze.

Die kleinen Rankgitter aus Holz, die ich zum Abstützen diverser Pflanzen in den Blumenkästen angebracht habe, werden von den Vögel insentiv als Wartezone genutzt.

Es grünt und blüht und es herrscht ein munteres Gezwitscher auf meinem Balkon. Ansonsten ist es still drumherum. Das ist wunderbar und gibt mir viel innere Ruhe und Freude….so darf ein Sonntag gerne immer sein….

Pyrolyse – sauber ohne Schrubben

Von manchem „neu-modischen Zeugs“ halte ich ja nicht so viel…dazu gehört auch die Selbstreinigung eines Backofens. Ich hab so etwas noch bei keinem Backofen gehabt, ich hab es daher auch noch nie gemacht, aber eine Meinung hatte ich schon dazu ….unnötig und da ich es mir nicht vorstellen konnte, das es funktioniert fand ich es auch überflüssig.

Nun hab ich aber einen knapp 1 Jahr alten hypermodernen Siemens Backofen mit modernster Selbstreinigung. Ach Quatsch…..das brauch ich nicht.

Als ich jedoch nach den letzten ausgiebigen Kochaktionen mit offenem Bräter und Hähnchen auf dem Rost, den nicht gerade wenig verschmutzen Backofen gesehen habe, wollte ich es wenigstens einmal ausprobiert haben….denn so wirklich Lust zu einer intensiven Schrubb-Aktion hatte ich nicht.

Normalerweise vermeide ich solch überflüssige Energieverschwendung….aber so richtig mit reden, kann man ja eigentlich erst, wenn man es auch selber mal gemacht hat. Na gut – damit konnte ich es vor mir selber rechtfertigen…obwohl es natürlich eher Faulheit war.

Das Metallgestell musste ich aus dem Backofen entfernen und händisch schrubben…..dann hab ich die mittlere von 3 Reinigungsstufen gestartet….1,5 Stunden dauerte es und die kleine Küche hat sich dabei stark aufgeheizt und lag am Ende bei 31 Grad…. Himmel…ob das tatsächlich klappen wird?

Der Backofen hat sich inzwischen ausgeschaltet und kühlt wieder ab, die automatische Backofen-Verriegelung hat sich gelöst, so das ich mir das Ergebnis nun anschauen kann….und ich bin sprachlos:

Alle Verschmutzungen sind tatsächlich fort….ein paar weiße kleine Fleckchen sind übrig, die man ganz leicht auswischen kann.

Diese Technik nennt sich Pyrolyse:

Als Pyrolyse bezeichnet man eine thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen, für die sehr hohe Temperaturen notwendig sind. 

kueche.de/kuechenwissen/elektrogeraete/backofen/pyrolyse

Das heißt die Fettspritzer im Backofen werden durch die sehr hohen Temperaturen einfach verbrannt und zurück bleibt nur etwas Asche…Das Gute ist, die Pyrolyse kommt ganz ohne chemische Reinigungsmittel aus.

Okay, also das Ergebnis hat mich echt überzeugt und bei stärkerer Verschmutzung des gesamten Backofens werde ich es auch wieder nutzen, Vielleicht so 2-3x im Jahr. Bei kleinen Verschmutzungen mache ich es, wie bisher, von Hand…. ich glaube das ist ein guter Kompromiss….denn diese thermische Methode spart wirklich den Frust beim Backofen-schubben und DAS ist nun wirklich ein enormer Vorteil.

Balkon-Hoheit

Balkon-Hoheit

Bereits das 3.Mal in dieser Woche gab es auf dem Balkon/Terrasse von Nachbar Mirko lautstarke Abendaktivitäten…spätestens wenn die Musik lauter wird und die Unterhaltungen dadurch ebenfalls, ist der Punkt erreicht den eigenen Balkon zu räumen und die Tür zu schließen.

Es sind weder geistreich-lustige Unterhaltungen, noch ist die Musik nach meinem Geschmack…zumal zwischen den immer gleichen deutschen Liedern, dann auch noch lautsark die Werburg vom Handy über einen drahtlosen Lautsprecher rüberschallt.

Jedem das seine…aber schön finde ich das nicht….das waren dann meistens die Momente wo ich mich leicht zum Walken oder Radfahren aufraffen konnte….so zwischen 20-22 Uhr…so passte es dann für mich auch wieder.

Dafür hab ich morgens die Balkon-Hoheit und auch jetzt sitze ich bereits seit Stunden auf dem Balkon und geniesse die Ruhe…während es fast unterbrochen vor Vögel nur so wimmelt.

Es ist ein beständiges Ankommen und Abfliegen…und viele der kleine Meisen haben scheinbar nur wenige Flugstunden hinter sich…sind unsicher beim Anfliegen der Futterstationen oder versuchen immer wieder vergeblich auf den langen Gräsern zu landen…es gibt viel Gezeter und sie vertreiben sich gegenseitig….ach das ist so schön.

Countdown zum Urlaub

Countdown  zum Urlaub

Trotz des aufregenden Wochenendes und dem zeitweiligen Foto-Drama ,blieb ich insgesamt entspannt und hab mich frisch und erholt gefühlt…nicht wie sonst so oft, wenn ich nach so einem Besuch kraftlos zurück blieb.

Auch die gesamte Woche hab ich es geschafft mich körperlich wohl und kraftvoll zu fühlen. Hab jeden Tag Morgens oder Abends meine Walkingrunden gemacht oder bin mit dem Rad unterwegs gewesen…hab mich also viel bewegt, was mir ja immer große Zufriedenheit bringt…hab die meisten Nächte super geschlafen und mich dabei gut regeneriert. Ich fühle mich körperlich fit und innerlich gut entspannt.

Aber ich merke auch, das ich langsam urlaubsreif bin….und gerne mal 14Tage ohne Arbeit benötige…aber der Countdown läuft ja schon….noch 11 Tage, dann hab ich endlich Urlaub.

update:

Ich habe inzwischen für unseren 3-Tage -Wellness-Urlaub im 5-Sterne-Hotel an der Ostsee ein paar Spa-Anwendungen vorgebucht…allerdings konnten die mir noch keine fixen Termine geben, genausowenig wann die Aquafit-Kurse usw. anfangen …Das ist etwas unbefriedigend, weil wir einerseits zwar vorher buchen sollen, aber anderseits gar nicht planen können, weil wir nur den Tag, nicht aber die Uhrzeit wissen. Aber vielleicht gehe ich da einfach zu klar strukturiert ran…wäre aber schon blöd wenn das, was wir eigentlich machen wollen dann parallel statt findet.

Aber erst einmal haben wir jetzt 3 verschiedene Anwendungen….alles weitere wird sich finden….

Fotos – ich sehe schwarz

Von ganz unerwarteter Seite aus, wurde mein entspannter Sonntag aber doch noch torpediert.

Irgendwann am Nachmittag wollte ich die vielen Bilder in Ruhe sichten und sortieren, die ich während der letzen 1,5 Tage gemachte hatte…bereits am Abend zuvor hab ich die meisten Bilder überflogen. Ich weiß also, das sie DA waren.

Aber als ich die Galerie in meinem Smartphone öffnete, sah ich nur noch schwarz….also im wahrsten Sinne….ALLE Bilder die ich über die Galerie anzeigen lies, waren schwarz….und nicht nur die der letzten Tage sondern ALLE 2.435 Bilder. Ich benutze zum Speichern der Bilder eine SD-Karte.

Zum Glück hatte ich die Bilder Anfang letzter Woche mal wieder von der SD-Karte in den PC übertragen…aber ohne diese auf der SD-Karte zu löschen….So wären zum Glück nur die Bilder von einer Woche verloren.

Ich konnte mir aber keinen Reim darauf machen, was mit den Bildern passiert ist. Die SD-Karte ist nicht mal zur Hälfte gefüllt. Die Bilder sind noch da…aber eben schwarz. Im Internet gab es ein paar Hilfen, die ich auch versuchte: Cache löschen, Daten in der App löschen, App löschen und neu installieren… NICHTS. Das Handy auf Schadsoftware untersuchen lassen – alles in Ordnung – aber die Bilder blieben schwarz. Also hab ich die Bilder noch einmal von der SD-karte auf den PC gezogen… in einen Extra-Ordner….Die Bilder blieben auch hier schwarz.

Aber in den Hilfen stand noch etwas von einem DCIM-Ordner den ich aber nicht gefunden habe. Ich hab das Thema und das Handy also erst einmal beiseite gelegt…das mache ich später.

Als ich einen Tag später mit dem Rentner aus Hessen chattete meinte er, ich solle doch mal in den Ordner „Eigene Daten“ schauen….ähmmmm. – soetwas hab ich?…okay – den Ordner hab ich wohl übersehen.

Und dort fand ich dann auch den Ordner DCIM…ich hab den Ordner geöffnet und da waren alle meine Bilder…sichtbar….aber was ist mit der Anzeige in der Galerie? Ich hab auf jeden Fall schnell die Bilder unseres Ausflugs gesichert.

Und als ich das nächste Mal die Galerie öffnete, waren ALLE Bilder auch wieder hier sichtbar. Verstehe einer, was das sollte…ich verstehe es nicht – ist aber auch egal – Hauptsache es funktioniert wieder.