Kommunikation und Balkonfreude

Ich sitze (jetzt endlich wieder mit dem Laptop) bei 13 Grad und Sonnenschein auf meinem Balkon und trinke Kaffee…eingepackt bin ich mit Fleece-Jacke und Schal und einer Decke über den Beinen und geniesse den Vormittag.

Zugegebenermaßen wollte ich um diese Uhrzeit bereits unterwegs sein…durch ein längeres Telefonat bin ich in meinem Zeitplan jedoch etwas verschoben. Macht aber überhaupt nichts, es soll den ganzen Tag sonnig bleiben.

Gestern Abend hab ich bereits lange mit einem meiner Mädels telefoniert, mit der 2. Heute Morgen ausgiebig gechattet und mit der 3. eben gerade sehr lange telefoniert, wir sind jetzt also wieder gut upgedated…gegenseitig.

Alle wollten natürlich wissen, wie meine ersten beiden Tage in der neuen Firma gewesen sind…und ich wollte wissen wie es bei den Dreien so läuft (privat und beruflich).

Das hat gut getan und es gab auch viel zu lachen. Telefoniert hab ich natürlich drinnen, ich bin kein Fan davon auf dem Balkon zu telefonieren, mag es auch bei anderen nicht…mich würde es stören immer die Telefonate anderer Menschen unfreiwillig mit zu bekommen. Also sitze ich jetzt hier noch ein paar Minuten für den 2. Kaffee und dann erst packe ich meinen Fahrrad-Rucksack…mein Ziel ist heute HH-Blankenese.

Zuerst mit dem Auto hin und dann in Blankenese mit dem Fahrrad weiter fahren. es ist sonnig und windstill und mit bis zu 15 Grad auch fast ideal mit den Temperaturen.

Wo wir übernachten

Eigentlich schade das mein Balkon im Hochpattere liegt….bei den aktuellen Temperaturen von immer noch 28 Grad (um 22.20 Uhr) hätte ich Lust auf dem Balkon zu übernachten….lach …so mit Isomatte und Schlafsack.

Es geht ein leichter Wind….ausserdem ist es heute absolut still (nanu – heute ist Mittwoch und keine Probe des Bläserchors…tztztztz- wie nachlässig).

Hmmm…neeee das kann  ich leider nicht machen…der Balkon ist ja direkt neben dem Hauseingang….wenn auch etwas geschützt…aber eben nicht vollständig… das traue ich mich aktuell nicht…trotzdem finde ich den Gedanken verlockend…

Isomatte, Schlafsack und ein Zelt liegen seit mehr als 10 Jahre ungenutzt in einer Truhe im Keller…ich müsste sowieso erst einmal prüfen ob die überhaupt noch nutzbar sind. Vielleicht haben sich ja die Motten dadurch gefressen.

Ich war nie ein großer Freund vom Camping. Das liegt wahrscheinlich daran weil sich meine Eltern während eines Camping-Urlaubs getrennt haben…und das war nicht nur ein normaler Streit, es war ein Drama was sich da abspielte…so etwas hinterlässt  Spuren.

Trotzdem gab es eine Zeit, da passte es ganz gut zu meinem Lebensstil  mit dem Schlafsack irgendwo zu übernachten, z.B. wennmeine Freundin aus Wolfhagen eingeladen hat und das ganze Haus voller Gäste war…jeder hat sein Schlafzeug mitgebracht und sich ein Plätzchen gesucht…das Haus war groß genug. Kennen gelernt hab ich sie als ich kurzfristig eine Nachmieterin für genau dieses Haus gesucht habe. So war ich später Gast in dem Haus, das vorher mein gemietetes Zuhause war…das war schon manchmal ein merkwürdiges Gefühl.

Oder als einer aus meiner Clique in einer Waldhütte im Sommer seinen Geburtstag gefeiert hat und wir  mit Schlafsäcken  rund um das Lagerfeuer sassen…zum Schlafen haben wir uns dann etwas verteilt…geschlafen hab ich dann  in meinem Auto auf dem zur Ladefläche umgebauten  Kofferraum (ich hatte zu der Zeit einen sehr hässlichen aber äußerst praktischen Kastenwagen).

 …und dann mit der Zeit waren der Schlafsack und das Zelt nur noch eine Erinnerung in einer Kiste. Das Leben lief weiter und ich hab Beides nicht mehr benutzt…aber aufgehoben.

Ich werde mal am Wochenende die Kiste inspizieren…Lach…vielleicht ergibt sich ja doch noch eine Gelegenheit für eine etwas unkonventionelle Übernachtung…

Im Regen – Geborgen und Frei

DAS werde ich echt vermissen wenn ich hier weggehe…bei Regen draußen auf dem Balkon  im Trocknen zu sitzen.

Ich hab einen sehr tiefen und auch breiten Balkon und der ist durch den tiefen Balkon über mir auch zum größten Teil überdacht und damit sehr geschützt….auch jetzt bei starkem Regen und leichtem Gewitter brauche ich mir  hier keine Sorgen zu machen…auf dem Bild sieht man kaum, das es regnet.

Es plätschert nicht…der Regen rauscht auf den Blättern, es ist ein herrliches Geräusch, es bringt auch die notwendige Abkühlung….und ich sitze mit dem Laptop auf den Knien schön geschützt und  finde es herrlich. Ich habe nicht mal Schuhe oder Socken an, nur eine Strickjacke. Es ist ein herrliches Gefühl von Geborgenheit und Freiheit gleichzeitig…nach so vielen Jahren ohne Balkon bekomme ich gar nicht genug davon.

Zukünftig werde ich zwar einen Balkon haben, aber der ist nicht überdacht…Entweder man bekommt einen überdachten Balkon, d.h. es sind noch Mieter über einem ODER man ist ganz oben, aber da gibt es nur selten Balkone mit Schutz von Oben.

Gelungener Abend

Ich hatte am Donnerstag mein inzwischen 4köpfiges Team zu mir nach Hause eingeladen…Das wollten wir  schon im letzten Jahr gemacht haben, aber das Jahr 2018 war nja….nicht so optimal verlaufen.

Was die Vermischung von Beruflichem und Privaten angeht bin ich aus alten Zeiten ein eher gebranntes Kind…aber meine Leute sind mir echt ans Herz gewachsen…und als wir bei einem unser wöchentlichen Team-Meeting mal wieder auf darauf kamen hab ich  spontan auf meinen Balkon eingeladen…und alle waren sofort begeistert…JA das machen wir JETZT endlich mal….und ja Liebste Kollegin, es gibt auch „Schirmchen-Drinks“ also Cocktails und ja lieber Kollege ich nehme Rücksicht darauf, dass IHR alle noch mit dem Auto nach Hause fahren müsst….

(Ich weiß inzwischen, dass mein Team vor hat mich mit einer 2tägigen Weinprobe auf einem Weingut  zu verabschieden…ohhhh was für eine schöne Idee  –  eines meiner Mädels hat mich mal direkt darauf angesprochen ob mir das gefallen  würde, weil wir Beide für ein bestimmtes Weingut schwärmen… ja klar …ich bin dabei)

Also hab ich für einen mediteranen Abend auf dem Balkon bereits Mittwoch angefangen die entsprechenden Lebensmittel und Getränke einzukaufen…Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal eine Erdbeerbowle gemacht habe…die war auf jeden Fall super-lecker mit Wein und Sekt. Und dann hab ich noch 2 alkoholfreie Cocktails vorbereitet: Coconut-Kiss  und einen Brasilian Lover (bei dem Namen hab ich mich fast schlapp gelacht)…

Coconut-Kiss: Kokosmilch, Sahne, Kirsch-Saft und Ananas-Saft und frischen Ananas-Stückchen mit Eiswürfeln

Brasilian-Lover: O-Saft, Limettensaft, Pfirsichnektar, Mineralwasser mit Limttenspalten und Minze mit Eiswürfeln

Dabei habe ich festgestellt, es ist schwierig Ananas-Saft und Kirschsaft zu bekommen. Nachdem ich die Jagd auf den Ananas-Saft gewonnen habe, musste ich auf Cranberry-Saft zurückgreifen, Kirschsaft hab ich einfach nicht bekommen…schmeckte aber auch damit.

Dann hab ich kleine panierte Schnitzel gemacht  und Partyfrikadellen, dazu Tomate-Mozzarella, Pumpernickel mit Lachs, Melone mit Schinken, selbstgebackenes Fladenbrot mit französischen Kräutern und dazu einige leckere  Frischkäse-Cremes vom türkischen Händlers und frische Oliven…alles leckere Kleinigkeiten und dazu einen Himbeer-Mascapone-Nachtisch.

Es war ein entspannter, lustiger Abend und wir haben es tatsächlich geschafft nicht über Aktuelles aus der Firma zu sprechen… Nur ab und an ein paar Anekdoten aus vergangenen Jahren (die Kolleginnen  arbeiten ja schon unterschiedlich lange mit mir zusammen (8 Jahre, 5 Jahre, 4 Jahre, 5 Monate)….so hab ich mit einigen natürlich ganz unterschiedliche Erfahrungen die mit „Weisst du noch…“ anfangen. Vor allem hat es mich gefreut, das unser männlicher Neuzugang mit dabei war und er uns jetzt stolz die Bilder seiner schwangeren Frau gezeigt hat, die bekommen gerade ihr 2. Kind. Wir Frauen sind alle schon ein Stück älter als er und trotzdem passt er sehr gut zu uns….Besonders gut versteht er sich mit einer Kollegin, die auch 2 noch jüngere Kinder hat…während der Team-Meetings sind Beiden oft wie übermütige Teenager und tuscheln über Nebensächlichkeiten, wenn es nicht um ihre Themen geht, …das ich schon mal scherzhaft gemeint habe ich würde die Beiden beim nächsten Mal auseinander setzen, da ich gerne die Aufmerksamkeit ALLER Kollegen in den Meetings habe. Lach.

Da alle ausser mir am nächsten Tag wieder arbeiten mussten, sind die Letzten um kurz nach 22 Uhr gegangen…ich hatte nicht mal damit gerechnet das es so lange gehen würde. Nun finde ich es schade das ich erst jetzt die Einladung ausgesprochen habe und nicht schon früher… Eine Kollegin besitzt eine Parzelle in einem Kleingarten-Verein….das wird der nächste Ort sein, wo wir uns treffen…das ist schon fest verabredet J

Lieblingsplatz – freigegeben

Bevor jetzt gleich weiter die Straße aufgerissen wird, hab ich mich auf meinen Lieblingsplatz begeben, dem Balkon.

Mit Strickjacke und Decke und einer dampfenden Tasse Kaffee. Es sind ca. 15 Grad…Auf der einen Seite höre  ich bereits die Autos die sich zügig auf dem Weg ins tägliche Einerlei durch den Ort kämpfen. Auf der anderen Seite höre ich wie sich die Arbeiter in Stellung bringen um die andere Straße weiter auf zu reißen. Beides ist zwar außerhalb meines Sichtbereiches, aber dafür unüberhörbar….Ebenso wenig die Flugzeuge, die hier rüber fliegen.

Ohhh es ist 7:17  und die Maschinen legen los…schade – ich dachte ich hätte noch ½ Stunde Ruhe… die hören jetzt den ganzen Tag nicht mehr auf.

Viel Zeit hätte ich heute ohnehin nicht um Stille und Ruhe (wenn sie denn da wären) zu genießen. Ich muss noch einiges vorbereiten… Ich hab heute mein Team zu einem kleinen Umtrunk mit Abendessen eingeladen.

Erst jetzt wird mir bewusst, wie lange ich niemanden mehr zu mir nach Hause eingeladen habe. Ohhha – ich hab mich ja echt ganz schön verkrochen in den letzten Jahren. Nicht das ich mich unwohl damit gefühlt hätte. Ich lebe ja nach dem Prinzip „my home is my castle“ …es ist mein Rückzugsort, meine Trutzburg – mein geschützter Raum. Ein Platz der mir gehört…mein Schneckenhaus.  Und diesen Platz teile ich nur mit den Vögeln und Eichhörnchen.

Aber so zurück gezogen wie  ich in den letzten Jahren hier gelebt habe  spiegelt nur einen Teil meiner Persönlichkeit wider.  Ich hab eigentlich immer gerne Freunde eingeladen und bekocht…ich war gerne Gastgeber, war in meiner Clique auch immer ein Teil  der Feste mit organisiert hat, der sich kümmert….in den letzten Jahren hab ich mich allerdings nur noch um meinen heutigen Ex-Freund gekümmert und er mochte nie zuhause Besuch bekommen.

Das hat es mir leicht gemacht, mich ebenfalls wieder weiter von anderen zurück zu ziehen. Bitte nicht falsch verstehen…er hat mich nicht „gezwungen“ – aber es war einfach diesen Weg weiter zu gehen.

Sich auf andere Menschen einzulassen hat bei mir auch immer etwas mit dem Überwinden  von Scheu und tiefliegender Schüchternheit zu tun. Und dieses Überwinden tut mir zwar gut, aber kostet jedes Mal Kraft. Der Weg des geringsten Widerstandes bedeutet eben es sich leicht zu machen – auch wenn der Verstand sagt: das ist nicht gut.

 

 

Balkonidylle versus Kirche

Pfingsten…die Entsendung des Heiligen Geistes im Christentum und damit war gestern erst das offizielle Ende der Osterzeit.

Warum dieser Montag trotzdem als gesetzlicher Feiertag gilt wird i.d.R. damit begründet, das an diesem Tag in vielen Regionen „Brauchtum“ gefeiert wird und auch an diesem Tag feiert das Christentum.

Ich kann diese Tage nur schwer überhören…lach….in der Kirche nebenan  wird gerade noch lautstark gesungen und nun läuten alle Kirchen der Umgebung….und jetzt wird wieder gesungen mit Orgelbegleitung und bei geöffneten Kirchen-Fenstern/Türen. 

Aber es ist eine friedliche Atmosphäre…und bei mir auf dem Balkon präsentieren einige Vogelarten gerade ihren Nachwuchs…so kleine Wollknäuel..sooo niedlich. Sogar der Buntspecht war mit seinem Sprössling in unmittelbarer Nähe.

Auch die Eichhörnchen (eigentlich sind es Futterneider) benehmen sich untereinander noch friedlich….auch daran sieht man, es sind noch junge Tiere. In 1-2 Monaten scheuchen sie sich gegenseitig fort oder gehen sich weiträumig aus dem Weg.

Was mich in diesem Jahr besonders freut, der Kernbeißer ist noch da. Ein für mich faszinierender Vogel, weil sein Gefieder so leuchtend-Braun ist…. Leuchtend ist ein Wort, das mir bei Braun sonst eher selten in den Sinn kommt.

Um mein kleines Vogel-/Eichhörnchen-Paradies tut es mir schon leid. Schade, das ich die nicht einfach einpacken und mitnehmen kann…

Stille am Morgen

Ich liebe die Stille am Morgen. Es ist Sonntag und ich sitze bei 7Grad auf meinem geschützten Balkon. Natürlich in eine dicke  Jacke und mit Schal, Decke über Füße und Beine. Eine Tasse Kaffee dampft  und schmeckt himmlisch.

Es ist friedlich und still, nachdem die Glocken jetzt fertig geläutet haben. Ich schaue auf die Bäume und Büsche, die von der Sonne  beschienen werden, aber die noch nicht genügend Kraft hat, die Luft zu erwärmen. Aber es ist eine freundliche Atmosphäre. Überall zwitschert es, und es raschelt am Boden… Die Büsche und Bäume haben inzwischen wieder genug Blätter um mir das Gefühl von geschützter Abgeschiedenheit zu vermitteln, so das sogar die Fahrgeräusche der Autos kaum stören…

Mein Balkon liegt weiterhin im Schatten und wird neben mir, auch von Meisen, Rotkehlchen und anderen Vögeln bevölkert. Und die kleinen Eichhörnchen hadern damit, dass neben den Nüssen, nun auch noch ich dort bin…aber langsam gewöhnen sie sich wieder daran.

Mein Körper fühlt sich beansprucht an, ich war gestern wieder einmal beim Pilates-Kurs….Lach und inzwischen hab ich drei verschiedene Trainer erlebt, die es sehr unterschiedlich gestalten. Mir gefallen alle 3 Varianten…und auch dieses Mal merke ich im Nachhinein alle meine Muskeln.

Wie immer, hab ich  wenig Freizeit und schaffe es daher nicht so oft in die Kurse, wie ich gerne möchte. Aber dafür bin ich mehrfach in der Woche spät abends noch wandern … Durch  den Ort und um den Ort herum. Es gibt hier viel Grün…und Felder und Wege. Im Dunkeln gehe ich nicht unbedingt durch den Wald oder Park, möchte mir ja nicht die Haxen brechen….das hebe ich mir für die schönen Tage auf. Solche Abend-Wanderungen dauern zwischen 30 Minuten und  2 Stunden,  je nachdem wie mein Fuß mit macht…länger geht leider nicht, auch nicht mit den Einlagen und Super-Wanderschuhen. Aber ich bin froh überhaupt bis zu 2 Stunden am Stück laufen zu können. Meistens fangen sie Schmerzen aber bereits nach 1 Stunde an und ich muss pausieren, den Schuhe ausziehen, danach die Schnürung noch enger machen…dann geht es wieder ein kleine Weile.

1.Urlaubstag Do 15.06. – Start

Eigentlich ist heute mein 1. Urlaubstag…oder besser gesagt der 1. freie Tag von insgesamt 18 Tagen.

Und obwohl  – oder gerade weil – ich meinen Urlaub zuhause verbringe, ist es mir wichtig, diesen Urlaub so intensiv wie möglich für mich zu nutzen und mir dessen auch bewusst zu sein. Also gibt es diesen „Urlaubs-Blog“ in dem ich mir selber einen Nachweis gebe, wie ich meine freie Zeit verbringe.

Der 1. Tag war erst einmal ruhig und entspannt und wir sind am Mittag ins Fitness-Studio gefahren und haben 1,5 Stunden gut trainiert. Danach erst einmal mit dem Kaffee auf den Balkon und die Ruhe des Tages tanken…herrlich.

….ich habe mich dann  aber noch intensiv mit den Blumen und meinem Balkon beschäftigt …Wäsche gewaschen und den Haushalt erledigt. Es war ein unaufgeregter Tag….aber sehr entspannend und wir hatten schöne Gespräche auf dem Balkon.

Abends gab es tatsächlich gebratene Leber mit Zwiebeln und Äpfeln und dazu frisches Kartoffelpüree….lecker, das hab ich lange nicht mehr gemacht…okay Innereien haben nicht den besten Ruf…aber so  1-3x im Jahr kann man das schon machen.

Sonntags-Ruhe in Deutschland

Ich sitze gerade umringt von 4 Eichhörnchen im Schlafanzug auf meinem Balkon und genieße die morgendliche Sonntags-Stille. Außer Vogelgezwitscher, den nagenden Geräuschen der Hörnchen und einem leisen klappern aus der Kirchenküche nebenan hört man gar nichts….doch: ab und an ein Auto auf der Straße.

Es ist diese friedliche Zeit die ich hier so genieße….ich hab bereits die Wäsche abgehängt und neue Wäsche aufgehängt, meine Blumen, Bäumchen und Gewürze überprüft und wo nötig etwas gezupft und gegossen….

Ich bin ein Genussmensch….ich liebe gutes Essen, guten Wein, schönes Wetter und auch warmen Regen. Ich liebe friedvolle Momente, frischen Filterkaffee und das Gefühl Zeit zu haben. ich liebe es draußen zu sein ohne rausgehen zu müssen….ich kann direkt nach dem Aufstehen einfach auf den Balkon gehen….barfuß – ungekämmt…lach…den Vögeln ist es egal ob ich hier gestylt sitze oder im Schlafanzug.

Das ist für viele vielleicht komisch das ich das erwähne….aber ich hab fast 10 Jahre lang überhaupt keinen Balkon gehabt…und davor hatte ich zwar Balkone – aber überhaupt keine Zeit oder Muße diese auch zu nutzen.

Der Kaffee ist fertig und ich warte nur darauf das mein Schatz wach wird…. er liegt nebenan im Schlafzimmer….damit war heute bereits um kurz vor 5 Uhr mein Schlaf vorbei (Schnarch-schnarch)…..Grummel…..aber es ist Sonntag und da ist es doch doof alleine wach zu werden….und es hat auch „nur“ eine Stunde gedauert bis ich wieder eingeschlafen bin….aufgestanden bin ich dann um 8 Uhr….

Achja….es ist 10 Uhr…und seit ein paar Minuten läuten hier die Glocken einer anderen Kirche in de Nähe….SonntagsRuhe in Deutschland

Nacht der Museen

Aktuell sitze ich auf meinem Balkon…bei Regen…schön geschützt vom Balkon darüber fühle ich mich wohl, geborgen und trocken…ich schaue auf die Pflanzen hier und das Grün drum herum. Viele Vögel und ein Eichhörnchen tummeln sich hier…es ist ein schöner entspannter Moment…

Gestern Nacht waren wir auf der „Nacht der Museen“ in Frankfurt. Bis 2 Uhr Nachts hatten viele Museen geöffnet….wir selbst sind erst  nach 20 Uhr gestartet, haben noch einen Freund abgeholt….erst bei Dunkelheit macht das so richtig Spaß.

Zuerst in das „Geldmuseum“ der Deutschen Bundesbank. Hier waren wir zwar schon vor ein paar Jahren, aber fast 2 Jahre lang wurde das Museum umgebaut und erst im Dezember 2016 wieder eröffnet….

Der Umbau hat sich gelohnt, der Charme der 90er Jahre wirkte schon etwas altbacken und angestaubt…nun ist das Museum neu und  modern …aber trotzdem ist es natürlich ein oft trockenes Thema und teilweise fühlte ich mich an die Zeiten des Volkswirtschafts-Unterrichts erinnert….lach: Geldmenge M1-M2-M3 / Bundesbank-Ziele/ die Geschichte des Geldes/ Geldpolitik… auf jeden Fall ein tolles Museum um Schüler/Studenten an diese Themen locker heranzuführen.

Es gab einen Begrüßungsdrink (Sekt oder Saft) und man konnte vor dem Museum auch lecker Würstchen oder Steak  haben…Preise und Qualität standen in einem guten Verhältnis.

Nach mehr als 2,5 Stunden sind wir dann ins Senckenberg-Naturmuseum gefahren….eines der größten Naturkundemuseen Deutschlands….unzählige Exponate von vielen Bekannten und noch mehr mir unbekannten Tieren der Erde….krass wie groß ein Bison ist und wie mächtig und bedrohlich  ein fast ausgewachsener Gorilla aussieht….alle Tierpräparate hinter Glas…..Es war klar das hier kann lange dauern….hier kann man sich viele Stunden aufhalten…lach

Als wir in die Vogel-Abteilung kamen, fingen wir sofort an zu vergleichen: ausgestellte Exponate gegen Vögel aus unserer unmittelbaren Umgebung…lach….

Irgendwann ging es mir wie mit dem Miniatur-Wunderland in Hamburg: Visueller Overflow….ich war nicht mehr in der Lage noch mehr Infos aufzunehmen….ich wurde bei der trockenen Luft auch müde und um 1.45 Uhr Nachts haben wir das Museum dann wieder verlassen.

Schade das wir es nur in 2 Museen geschafft haben…..aber mehr als 3 haben wir in den Vorjahren auch nicht geschafft und kann man an einem Abend auch überhaupt nicht richtig verarbeiten….

Mein Schatz und ich sind  uns einig …. Hier müssen wir auf jeden Fall noch einmal  an einem anderen Tag hin…