Countdown zum Urlaub

Countdown  zum Urlaub

Trotz des aufregenden Wochenendes und dem zeitweiligen Foto-Drama ,blieb ich insgesamt entspannt und hab mich frisch und erholt gefühlt…nicht wie sonst so oft, wenn ich nach so einem Besuch kraftlos zurück blieb.

Auch die gesamte Woche hab ich es geschafft mich körperlich wohl und kraftvoll zu fühlen. Hab jeden Tag Morgens oder Abends meine Walkingrunden gemacht oder bin mit dem Rad unterwegs gewesen…hab mich also viel bewegt, was mir ja immer große Zufriedenheit bringt…hab die meisten Nächte super geschlafen und mich dabei gut regeneriert. Ich fühle mich körperlich fit und innerlich gut entspannt.

Aber ich merke auch, das ich langsam urlaubsreif bin….und gerne mal 14Tage ohne Arbeit benötige…aber der Countdown läuft ja schon….noch 11 Tage, dann hab ich endlich Urlaub.

update:

Ich habe inzwischen für unseren 3-Tage -Wellness-Urlaub im 5-Sterne-Hotel an der Ostsee ein paar Spa-Anwendungen vorgebucht…allerdings konnten die mir noch keine fixen Termine geben, genausowenig wann die Aquafit-Kurse usw. anfangen …Das ist etwas unbefriedigend, weil wir einerseits zwar vorher buchen sollen, aber anderseits gar nicht planen können, weil wir nur den Tag, nicht aber die Uhrzeit wissen. Aber vielleicht gehe ich da einfach zu klar strukturiert ran…wäre aber schon blöd wenn das, was wir eigentlich machen wollen dann parallel statt findet.

Aber erst einmal haben wir jetzt 3 verschiedene Anwendungen….alles weitere wird sich finden….

Letzter Urlaubsstopp: Leer (Ostfriesland)

An meinem letzten Urlaubs-Tag in Ostfriesland hab ich kurz gezögert…fahre ich jetzt doch noch nach Leer oder soll ich mich gleich auf den Rückweg machen und dafür noch in Bremerhaven einen Stopp einlegen….hmmm…

Nach dem Frühstück mit anschließendem sehr schweigsamen Auschecken aus dem Landgasthof, hab ich mich dann doch für Leer entschieden…und das war genau die richtige Entscheidung.

Nach knappen 40 Minuten über die Landstraße kam ich in Leer an und hab das Auto auf einem Parkplatz nahe der Fußgängerzone, abgestellt. Es war noch früh am Morgen und das Wetter wusste noch nicht so genau ob es freundlicher oder noch düsterer werden wollte….es blieb erst einmal neutral bedeckt.

Wie immer zieht mich Wasser an und so fand ich sehr schnell den Hafen….und wieder zeigt es sich, das Reisen bildet: Die Stadt Leer liegt nicht nur an der Ems, sondern auch an der Leda, einem Nebenfluss der Ems. Das nenne ich mal lebendigen Geografie-Unterricht….denn der Fluss Leda, sagte mir bisher gar nichts.

Ich bin daher Mitten in der Stadt, nicht an der Ems, sondern an der Leda gelandet, nahe der Altstadt und hier ist nicht nur der Freizeithafen, sondern auch der Museumshafen. Alles ist so liebevoll restauriert, alles wirkt altertümlich gemütlich, einfach klasse – genau so mag ich es.

Leer wird auch das Tor zu Ostfriesland genannt…und das ist ein sehr ansprechendes Entree – eine gute Visitenkarte für die Region. Ach und noch etwas: die Niederländische Grenze ist auch nur 30km entfernt.

Ich bin lange am und um den Hafen herum gelaufen….leider hatte auch hier, zu so früher Stunde, die Teestube noch nicht geöffnet…Teetrinker kommen scheinbar immer erst ab 11 Uhr Vormittags auf ihre Kosten…eigentlich schade – und das sage ich als überzeugter Kaffee-Trinker.

…es wirkt fast etwas aus der Zeit gefallen….vor allem weil zu dieser frühen Zeit, nur wenig Menschen das Idyll durchkreuzten….

Vom Hafen ging es dann durch die Altstadt….kleine Gassen, restaurierte kleine Häuser, viele individuelle kleine Geschäfte. Alles strahlt gemütliche, norddeutsche Gelassenheit aus…und das sogar bei kühlem und windigem Wetter:

Nach der Altstadt, hab ich mich zur moderneren Fußgängerzone begeben…die ist für so eine doch recht kleine Stadt mit ca. 35.000 Einwohnern, erstaunlich lang und gut ausgestattet….

….und hier hab ich dann den Teil des Urlaubs begonnen, der auch Spaß macht…ich habe eingekauft: z.B. ein paar Kissen für meine Couch, etwas Deko-Kram, einen Wäschekorb (meiner ist nach fast 15 Jahren vor einiger Zeit kaputt gegangen und es gibt bei IKEA keine neuen Einsätze mehr dafür), eine Gardinenstange für die Küche und auch ein paar Schuhe für den Sommer. Gut das ich das Auto in der Nähe geparkt hatte.

Gegen Mittag wurde es dann aber auch Zeit für die Heimreise…Es ging also zurück über ein Stück Autobahn, dann gemütlich über Bundesstraßen und Landstraßen, unterhalb von Nordenham dieses Mal durch den Wesertunnel weiter Richtung Wischhafen zur Fähre.

Hir wurde meine Fahrt schon 1,5 Km vor der Fähre gestoppt….Na klar, es war früher Nachmittag – viele Autos und LKW wollten auch die Elbe überqueren…es hat also gedauert….ich hab zwischenzeitlich im Auto zu Mittag gegessen, gelesen, das Hörbuch weitergehört, gedöst….ich hab nicht wirklich auf die Uhr geschaut, würde aber die Wartezeit auf 1,5-2 Stunden schätzen….es hat mich nicht gestört…konnte mich ja beschäftigen.

Ich hatte sogar noch Glück bei der Warterei…irgendwann kam ein Mensch auf dem Mofa und hat mich freundlich aufgefordert an der LKW-Schlange vorbei, direkt auf die Fähre zu fahren…es waren noch ein paar Autoplätze frei.

Auf dem restlichen Rückweg über die Landstraße hab ich noch ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft und mich dann direkt nach Hause begeben…und nach 2 Tagen im Hotel hab ich mich auf mein eigenes Bett gefreut….

Ein Geisterhotel oder einfach nur Service-Wüste

Am frühen Abend bin ich im Landgasthaus, nahe Emden, angekommen. Ein kleines Dorf mitten im Nichts….direkt an der Landstraße.

Der Landgasthof hat ein Haupthaus, mehrere Gästehäuser und es sah richtig gemütlich aus. Alles wirkt modern-rustikal restauriert. Das Zimmer war groß, modern eingerichtet und sehr sauber und gemütlich.

Alles könnte also perfekt sein…Das Familienhotel/-Restaurant hat allerdings ein Personalproblem. Bereits beim Betreten konnte ich die Rezeption nicht finden, weil das Schild „Rezeption“ direkt in das Restaurant zeigte und man mir dort sehr kurz angebunden geantwortet hat, das sich diese hier nicht befindet. Die alten Gebäude sind ziemlich verwinkelt und die Rezeption befand sich dann in einer Nische unter der Treppe irgendwo im Durchgang in der entgegengesetzten Richtung, als das Schild anzeigte. Okay – hier spielt die Rezeption als Verstecken.

An der Rezeption waren mehrere weibliche Mitarbeiter gerade in einen Arbeits-Abstimmungs-Disput verwickelt, so das man als Gast etwas dumm daneben stand…die haben mich zwar gesehen – aber erst musste das Dilemma weiter lautstark beredet werden.

Letztlich zog sich das Personal-Problem durch die gesamten 3 Tage….aber zuerst war ich noch in Hochstimmung auf ein leckeres Essen im hauseigenen Restaurant…immerhin wurde der Koch immer wieder lobend in der Broschüre des Hauses erwähnt.

Das Essen war auch ganz okay, wenn auch das Fleisch auf meinem Teller sehr unterschiedlich behandelt wurde: ein Stück war versalzen, die anderen beiden Stücke haben dafür weder Salz, noch Pfeffer abbekommen…das Fleisch wäre ursprünglich in einer Sauce béarnaise unter gegangen, dann wäre es mir wohl nicht so aufgefallen…aber ich hatte darauf verzichtet…vor allem weil fast alle Gerichte auf der Speisekarte diese Sauce enthalten sollten. Das fand ich dann eher abschreckend.

Direkt nach der Ankunft hab ich mich aber erst einmal aufs Bett gelegt und gemerkt, wie sehr mich der Tag doch angestrengt hat, mit der Fahrerei und den Erkundungen in den Orten….bin also erst einmal weggeschlummert …später ging es dann unter die Dusche und ab zum Essen….Später am Abend hab ich noch einen Spaziergang entlang der Felder gemacht…das war sehr schön. Geschlafen hab ich in der Nacht super.

Frühstück war ab 6 Uhr möglich, ich hatte mich für 7.30 Uhr angekündigt und war alleine im riesigen gemütlichen Speisesaal.. Was mich ja nicht weiter stört…..Alles was man brauchte stand bereit: auch das Rührei in Warmhalte-Behältern und heißer Kaffee in Kannen.

Es waren noch viele Tische eingedeckt…aber ich war alleine…und das nicht nur im Speisesaal…sondern in der gesamten Etage: Niemand am Empfang, Niemand im Restaurant, Niemand in der Küche (keine Spur das hier überhaupt Speisen am Morgen zubereitet worden sind), Niemand in der Spülküche…NIEMAND – Nirgendwo….Auf dem Tresen der Rezeption lagen einige Zimmerschlüssel und sogar ein Schlüssel + BARgeld….alles lag einfach rum…alle Türen nach Draussen waren geöffnet…aber es war einfach Niemand da.

Ich war irritiert, hab mich mit dem Frühstück versorgt und in Ruhe gegessen….bin dann noch einmal durch die Etage…hab immer wieder gerufen….Nichts – NIEMAND da, auch nicht draußen vor dem Hotel oder auf dem Hof….meine Irritation ging über in Belustigung – sag mal…das kann doch nicht sein.

Also für ein Geisterhotel war es eindeutig zu früh am Morgen und auch zu hell und freundlich eingerichtet. Ein Verbrechen am frühen Morgen….alle Türen geöffnet – das Personal gekidnappt? Ich schaue eindeutig zu viele Krimis….hahaha.

Jaaaa aber es fühlte sich so an, wie in einem dieser Apokalypse-Filmen, wenn ein Dorf oder eine kleine Stadt fluchtartig von denMenschen verlassen wird, und nur der Protagonist des Films geht langsam durch so ein verlassenes Haus auf der Suche nach der Ursache: was denn bloß passiert ist. Meine Phantasie funktioniert also noch…prima.

Irgendwann kam die Senior-Chefin und meinte ganz erstaunt…ach – sie hätte mich gar nicht gehört…erst da wurde ich ärgerlich. Denn sie kam von Draußen herein….wie hätte sie mich da hören sollen…Ich fragte sie, wie es denn sein könne das ich hier minutenlang rufe und wirklich Niemand ist da…ich hatte ja mein Frühstück schon fast beendet….und wie es sein könne, das hier Kunden scheinbar ohne Personal auschecken müssen und das Geld mit dem Schlüssel einfach da liegen lassen (müssen)…und es kümmert scheinbar überhaupt Niemanden.

Erst da hat sie aufgemerkt und das Geld vom Tresen genommen, es war ihr peinlich und die Entschuldigungen kamen Stakkato, sie wäre doch nur ganz kurz draußen gewesen, sie hätten ein anstrengendes Wochenende hinter sich, es ginge ihr nicht gut….mein Ärger war schon wieder verflogen….was ich wirklich glaube ist, das es ein strukturelles Problem gibt. Also es waren mindestens 15-20 Minuten die ich alleine auf der gesamten Etage war…. an einem Montagmorgen wo noch jede Menge Hotelgäste zum Frühstück erwartet wurden.

Allerdings war das Mädel einen Tag später auch nicht besser, als gar keine Besetzung an der Rezeption. Es kam kein Gruß, kein Lächeln, kein „ich hoffe es hat Ihnen bei uns gefallen“ kein „ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise“ oder irgendetwas …es gab nur ein stummes Überreichen der (bereits vorab bezahlten) Rechnung. Da hätte ich auch einfach den Schlüssel nur auf den Tresen legen brauchen hahaha, das wäre genauso kommunikativ gewesen.

Ich hab mich aber von dieser Service-Wüste nicht den Tag verderben lassen…es versprach ein herrlich sonniger Tag zu werden und Emden stand auf meinem Tagesprogramm…also auf nach Emden.

Urlaub – 2.Zwischenstopp: Wittmund

Urlaub – 2.Zwischenstopp: Wittmund

Wittmund – eine kleine Stadt in Ostfriesland. Was zieht mich ausgerechnet hierhin?

Nun, als kleines Kind hab ich hier gelebt, mit Eltern und Schwester. Mein Vater war bei der Marine als Funker tätig. Natürlich hab ich keinerlei Erinnerungen an diese Zeit. Ich kenne nur die Bilder von damals, wo wir im Garten spielen…ich konnte gerade mal Laufen. Es war also nach dem schweren Unfall meiner Eltern kurz nach meiner Geburt (da lebten meine Schwester und ich 1/2 Jahr getrennt bei Verwandten, während unsere Eltern im Krankenhaus lagen) und bevor wir nach Flensburg gezogen sind.

Irgendwie hat mich der Ort interessiert….es ist eine kleine Stadt mit 21.000 Einwohnern und Kreisstadt des 2.kleinsten Landkreises Deutschland.

Beschaulich ist es hier….gemütlich und sehr ruhig….wenn ich mal mehr als 50 Jahre zurück blicke, war es wahrscheinlich mordslangweilig für eine lebenshungrige junge Frau aus Hamburg, die mit 2 kleinen Kindern hier festsaß…während ihr Mann oft beruflich lange weg war.

Das ist zwar keine Entschuldigung für das Verhalten meiner Mutter damals und in den nachfolgenden Jahren…aber es bietet mir eine Erklärung, warum sich das Leben dann für unsere Familie später so verändert hat…so schwer und so radikal….das könnte die Ausgangslage gewesen sein, auch wenn es nur eine Vermutung ist….evtl. hätte es sich auch in einer größeren Stadt genauso entwickelt…wer weiß das schon.

Aber zurück zur Stadt Wittmund. Ich mag die altertümliche kleine Stadt mit viel Rotklinker….

In der Fußgängerzone gibt es die „Hands of Fame“ berühmter Deutscher Persönlichkeiten, nach dem Vorbild des „Walk of Fame“ in Hollywood…überhaupt versucht der Ort sich touristisch gut zu vermarkten…aber an dem Sonntagnachmittag blieb es trotzdem ziemlich leer auf den Straßen und in den Grünanlagen.

Es gibt einen Schlosswall und auch einen Schloßpark. Das mit dem Wall ist ja etwas, was mich überhaupt immer sehr an meine Kindheit erinnert….das läd zum Bummeln und Schlendern ein.

Leider nehmen auch hier die Krähen-Kolonien lautstark den Park für sich ein….da bietet die Innenstadt tatsächlich mehr Ruhe, als der Park…etwas was mir auch schon in anderen Kleinstädten aufgefallen ist.

Trotzdem macht es Spaß durch das Grün zu schlendern und die Stadt zu erkunden. Nach einer ausgiebigen Ruhepause bei Kaffee und einem Eis ging es dann weiter in Richtung meines Urlaubsziels: einem Landgasthof in der Nähe von Emden.

Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Sonntagmorgen…und ich freue mich auf die Fahrt in den Urlaub – 3 Tage. Zugegebenermaßen ist das für die Meisten, eher ein Kurzurlaub…aber für mich ist es schon ein richtiger Urlaub, weil ich 2 Nächte auswärts schlafen werde.

Ich bin früh aufgestanden und hab meine Reisetasche gepackt…hatte die Sachen bereits gestern rausgelegt, nur um mich heute noch ein paar Mal umzuentscheiden. Der Plan war dieses Mal NICHT zu viele Klamotten mitzunehmen. Das hat sogar gut geklappt…es war geradezu minimalistisch für mich, zumindest bis es um die Jacken-Auswahl ging. Na klar eine Strickjacke muss sein, eine warme Sweatjacke, 2 Regenjacken, eine normale Jacke. 5Jacken für 3 Tage? Hamm – Immerhin sollte es ja warm und sonnig, dann regnerisch bis stürmisch werden. Also gut…alle 5 Jacken kamen mit.

Die Tasche zu packen ging danach recht zügig. Ein paar Butterbrote mit Ei und den Kaffee für unterwegs waren im Korb untergebracht, genau wie Wasser und Obst….es konnte also pünktlich um 8 Uhr Morgens los gehen.

Entgegen meiner bisherigen Vorgehensweise, sollte die Fahrt dieses Mal schon als Teil der Erholung dienen. Ich hab dafür das Navi umgestellt, von „kürzeste Route“ auf „umweltfreundlichste Route incl. Fähren“….das hat aber gar nicht funktioniert… das Navi hat konsequent alle Fährverbindungen missachtet, selbst als ich schon mit dem Auto vor der Fähre stand….Egal so hab ich eben die Teilstrecken einzeln eingegeben.

Ich bin von Quickborn zuerst nach Glückstadt gefahren und konnte ohne Wartezeit sofort die Elbe mit der Fähre nach Wischhafen überqueren. Obwohl es gerade mal 9 Uhr war, war die Fähre voll. Trotzdem hatte ich für 9,50 EUR (1 Auto + 1 Person) eine entspannte 25 minütige Überfahrt auf die andere Seite der Elbe….Das lohnt sich allemal….es war ein ruhiger und schöner Morgen und machte den Start in den Urlaub gleich mal herrlich entspannend.

Weiter ging es, größtenteils auf der Landstraße, Richtung Bremerhaven zur nächsten Fähre, um über die Weser nach Nordenham zu kommen. Um den Fähranleger mitten in Bremerhaven zu erreichen, musste ich durch die gesamte Stadt fahren, dachte ein paar Mal das mein Navi wohl immer noch spinnt..bis ich endlich davor stand…..diese Überfahrt dauerte dann nur ca. 12 Minuten und kostete 6,10 EUR…auch hier brauchte ich nicht zu warten, sondern konnte direkt auf die Fähre…und auch diese Fähre war richtig voll (den Wesertunnel unterhalb von Bremerhaven hab ich mir für die Rückfahrt aufgehoben) aber es war eine nette Überfahrt.

Und weiter ging meine entspannte Tour über Landstraßen und Bundesstraßen in Richtung Varel und dann ein Stück über die Autobahn…alles um den Jadebusen zu umrunden, bevor es dann wieder auf der Landstraße Richtung Jever ging….meinem 1. Zielpunkt für heute.

Natürlich war es an einem Sonntagmittag bei Sonnenschein voll in Jever…das Fischrestaurant in dem ich Essen wollte, war dann auch überfüllt und ich musste mir eine Alternative suchen. Hab dann aber erst einmal einen längeren Spaziergang durch die Stadt gemacht und dann hat mich der Hunger doch zu einem Lokal gezogen, bei dem ich draußen in der Sonne sitzen konnte…es gab Matjes auf Schwarzbrot und natürlich ein Jever Pils…wenn ich doch schon mal da bin:

Die Pause durch das Mittagessen tat meinem Fuß gut…hatte ich doch den Fehler gemacht, normale Sneaker für meinen Spaziergang zu wählen, anstatt meiner Wanderschuhe…mein Fuß fand das dann auch nicht so lustig und reklamierte diese Unachtsamkeit auch gleich mal mit heftigen Schmerzen. Okay – ich muss mal wieder ein paar Fußübungen machen…die Schmerzen beim Laufen nehmen wieder unangenehm zu.

Am frühen Nachmittag ging es dann auf meiner Anreise zum Urlaubsziel, zu meiner 2. Etappenziel: Wittmund.

Ich muss mal raus

Ich überlege schon ein paar Tage, was ich mit meinem Urlaub in der kommenden Woche anstellen werde.

Bleibe ich zuhause oder fahre ich weg? Ich war ja gerade erst „weg“, wenn auch beruflich und eigentlich schlafe ich lieber zuhause. Aber zuhause war ich ja jetzt doch lange genug und mit dem Gefühl, das ich mich nur noch in meiner eigenen Gesund-werde-Blase befinde, was mich runterzieht- weil jeden Tag irgendetwas anderes ist, steigt die Sehnsucht, doch mal für ein paar Tage rauszukommen….und ich hab ja immer noch vor so Richtung Emden / Leer / Wittmund zu fahren…und das ist für einen Tag einfach zu weit.

Seit Herbst letzten Jahres hab ich immer mal wieder nach Übernachtungsmöglichkeiten in der Gegend geschaut und da fiel die Entscheidung nicht schwer: es war mir schlichtweg zu teuer.

Nun aber sind die Preise für Einzelzimmer wieder auf einem Normalmaß, so zwischen 60-80EUR pro Nacht. Ich hatte mich sogar schon für ein Hotelzimmer entschieden für 1 Übernachtung….die Buchung dann aber abgebrochen.

Neeee – eigentlich will ich ja nicht. Freitagabend hab ich das Handy geschnappt und über die App 2 Übernachtungen in dem Hotel gebucht.

SO! Es wird mal Zeit für eine kleine Auszeit von Zuhause…ich muss einfach mal wieder raus – mich richtig Erholen – also geht es jetzt in Richtung Ems. Das Hotel ist auf dem halben Weg zwischen Wittmund und Emden.

Ich lasse mich einfach etwas treiben…hab ein paar Ideen, so ein paar Eckpunkte, was ich machen könnte….aber ich schaue einfach mal, worauf ich dann tatsächlich Lust habe.

Los geht es Sonntagmorgen und ich fahre nicht durch den Elbtunnel und dann über die A1 in Richtung Bremen, sondern ich werde die Fähre zwischen Glückstadt und Wischhafen nehmen und dann schaue ich mal ob, ob ich im weiteren Verlauf der Fahrt noch die Fähre von Bremerhaven nach Nordenham nehme und dann weiter über Varel mach Jever fahre..

Jetzt freue ich mich sogar auf meinen kleinen 3tägigen Urlaub…danach hab ich noch genügend Zeit mich zuhause zu entspannen.

Urlaubs-Multiplikator

Während meiner beiden Urlaubstage, Anfang der Woche, habe ich das Haus fast nur für meine Walkingrunden verlassen….Dabei ist das Wetter so schön draußen, so wie ich es mag: sonnig, klar, trocken und kalt…..allerdings immer noch ziemlich windig. Nachts ist es auch wieder frostig…

Ich hab mich zuhause beschäftigt, neben so spannenden Dingen wie waschen, bügeln, aufräumen und putzen…vor allem mit entspannen, lesen, Krimis schauen und Seele baumeln lassen…was im Angesicht des russischen Kriegs in der Ukraine gar nicht so leicht ist.

Außerdem hab ich es geschafft, den ersten großen Dänisch-Grammatik-Block abzuschließen, inclusive mehrmaligen Wiederholungen…also vorläufig…und widme mich jetzt erst einmal dem Wiederholen und Vertiefen von Vokabeln und natürlich der Aussprache. Vieles geht mir inzwischen flüssig über die Lippen und wirkt nicht mehr fremd….aber so manches verursacht immer noch einen Knoten in der Zunge….und ich bin überrascht, wenn mein Lernprogramm etwas als richtig anerkennt, während ich das Gefühl habe zu lallen….hahaha.

Mich jetzt weiter ausschließlich an der Grammatik fest zu klammern, bringt mich nicht weiter, denn frei Sätze zu bilden, die aus mehr als 3 Worten bestehen, klappt nicht so richtig.

Es sind tatsächlich immer noch diese vielen kurzen Wörter die ich mir nur schwer merken kann, die aus vielen einzelnen Wörtern aber erst einen richtigen Satz machen: Präpositionen (in, auf, neben, über usw.) und die verschiedenen Arten von Pronomen (mein, Dein, sich, dieser, jener, etwas, jemand usw.).

Deshalb hab ich beschlossen, mich jetzt erst einmal einem Kapitel mit den „100 wichtigsten Wörtern der dänischen Sprache“ zu widmen und mein Grammatik-Defizit nebenbei Stück für Stück abzubauen.

Mit diesen 2 sehr ruhigen Urlaubstagen, hab ich damit mein rede-intensives Wochenende wieder ausgeglichen und mich dabei gut erholt.

Als ich mich Mittwoch wieder an den Homeoffice-Schreibtisch setzte, hatte ich das Gefühl eine ganze Woche aufarbeiten zu müssen, dabei waren es nur 2 Arbeitstage.

Es fühlt sich also nach einem wesentlich längeren Urlaub an, als er tatsächlich war…erst das Wellness-Wochenende mit meiner Schwester und anschließend noch die sehr stillen Tage haben wie ein Multiplikator gewirkt.

Eigenes Wert-System

Eigenes Wert-System

Zu meinem Tagesausflug gestern hatte ich mich erst relativ spät entschieden: immerhin liegt Jever gute 230km entfernt und das Wetter ist immer noch mit Regen und viel Wind beschäftigt…..aber gut – nur noch länge zuhause zubleiben, war ja nicht mein Plan.

Mit dem Blick auf die Wetter-Prognosen stand die Wahrscheinlichkeit das es in Jever auch mal aufhört mit dem Regen und evtl. sogar Sonnenschein geben könnte, nicht schlecht.

Also bin ich am Vormittag aufgebrochen….erst einmal durch den Elbtunnel, an Bremen vorbei, Richtung Oldenburg und dann weiter Richtung Küste. Es war zwar relativ voll auf den Straßen, aber immerhin floss der Verkehr ohne Probleme.

Während meiner Autofahrt reifte in mir ein kleiner Plan, den Ausflug zu verlängern, um auch der Fahr-Strecke gerecht zu werden, indem ich eine spontane Übernachtung ins Auge fasste….das hätte mir die Möglichkeit gegeben auch Wittmund, Leer oder Wilhelmshaven zu besuchen. (Wechselklamotten hatte ich eh eingepackt, wegen des Regens…dazu hatte ich die Reisezahnbürste und Tabletten in der Tasche)

Aber es scheiterte letztlich an einer preislich vernünftigen Übernachtungsmöglichkeit in und um meine Zielgebiete herum…wie schon vorher geschrieben, werden diese Orte an den Küsten und in relativer Küstennähe aktuell überrannt.

Jeder hat für sich sein eigenes inneres Wert-System.

Das ist das, was man bereit ist für eine Sache an Geld auszugeben. Dieses Wert-System ist für jeden anders…hängt ab vom eigenen Anspruch, den eigenen finanziellen Möglichkeiten und der Wertstellung der Dinge innerhalb des eigenen Lebens.

Wenn ich nicht gerade einen Wellness-Aufenthalt buche, hat eine Übernachtung im Hotel / Landgasthof / Ferienzimmer für mich keinen so großen Stellenwert…also bin ich auch nicht bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Meine Wertstellung für die Möglichkeit einer reinen Übernachtung mit sauberem Bett und Dusche liegt daher zwischen 50-70 EUR für ein Einzelzimmer im ländlichen Bereich…..bis 80 EUR in einer Stadt.

Und dann hab ich gesehen, was aktuell im Bereich der Nordsee für Preise aufgerufen werden….Wenn denn überhaupt noch freie Zimmer zur Verfügung standen, lagen die meisten Zimmer bei 90 – 300 EUR pro Nacht….und es ging noch weiter rauf….oder wenn es mal ein Angebot innerhalb meiner Wert-Vorstellung gab, dann war es gleich grottig bewertet.

Angebot und Nachfrage….juuup – schon klar: die Nachfrage ist hoch – das Angebot bleibt überschaubar….ich verstehe, das die Preise steigen müssen, damit auch die Hoteliers und die Angestellten „überleben“ können….aber diese Preise passten einfach nicht in mein Wert-System.

Ich hab den frühen Abend dann noch in Hooksiel verbracht…bin schön durch das Örtchen und am alten Hafen entlang gelaufen und dann tatsächlich noch am gleichen Abend wieder nach Hause gefahren.

Leer, Emden, Wittmund und Wilhelmshaven besuche ich dann mal zu einem anderen Zeitpunkt….plane dann im Voraus auch die Übernachtungen….im Herbst ist bestimmt auch weniger los.

In Hooksiel gab es auch so schöne und ruhige Plätze wie diesen hier:

Auf der Bank rechts saß ich dann noch ein Weile und genoss die Ruhe … genauso wie die Enten ,die sich dort am Uferrand niederließen…die Köpfe unter dem Federkleid versteckend…

…bis eine Mutter mit kleinem Kind auf dem Arm, vorbeikam und, nur um das Kind zu belustigen, mit lauten Gejuchze zu und durch die ruhende Entengruppe lief, so das diese laut schnatternd aufgeschreckt das Weite in dem Kanal suchten…..das fand ich auch unpassend….um nicht zu sagen – unmöglich.

Ist das Urlaub?

Um das gleich mal zu beantworten…JA, es ist Urlaub.

Obwohl ich Urlaub normalerweise als eine Zeit ohne Termine, also mit freier Zeiteinteilung definiere.

Ich habe jedoch in den letzten Tagen und auch heute, Verabredungen…die mir in den Zeiten dazwischen nicht soviel Spielraum lassen… will ja nicht verschwitzt oder abgehetzt mit Freunden oder ehem. Kollegen zusammen treffen…

Meine bisherigen Treffen waren einfach toll….und haben mir sehr gut getan…mein liebster Freund und ehemaliger Tanzpartner hat mir eines der schönsten Komplimente gemacht: ich würde ihm gut tun, weil ich so (innerlich) ruhig bin…während wir uns über Stunden angeregt unterhalten haben …er würde jetzt mal zur Ruhe kommen ….haaaach wie schön…

Sightseeing durchs alte Leben

Die letzten 2 Arbeitstage bis zum Urlaub waren schon nervig….aber ab heute hab ich Urlaub – Endlich.

Aufgestanden bin ich um 4.30 Uhr…..Abfahrbereit war ich um 6 Uhr…..Das Fahrrad hatte ich schon gestern (während des großen Regens) ins Auto verfrachtet, ebenso die Reisetasche gepackt.

An meinem 1. Urlaubstag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr Morgens los….zurück in die Vergangenheit.

Es sind ziemlich genau 2 Jahre die ich jetzt bereits fort bin aus Frankfurt / Bad Soden und Schnöselhausen….Freitag den 13. September 2019 hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Bad Soden und bin direkt nach dem letzten Arbeitstag ins Auto gestiegen und nach Schleswig-Holstein gefahren…meine Möbel waren ja schon fast zwei Monate vorher umgezogen.

Soooo und nach 2 Jahren mache ich nun den 1. Besuch in dieser alten Heimat, in der ich immerhin fast 16 Jahre gelebt habe.

Ich hab in der Nähe von Frankfurt ein Hotelzimmer reserviert….es hat zum Glück eine Klimaanlage auf dem Zimmer und Außenjalousien…..den ausgerechnet ab heute soll es hier wieder richtig warm werden…also gegen ein paar Grad weniger, hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt.

Die Fahrt mit mehr als 500km war entspannt….und das, obwohl die ersten 260km fast durchgängig von Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen begleitet wurden….also auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130kmH wäre ich schneller hier gewesen…..hahahah….dann wäre ich nämlich richtig schnell unterwegs gewesen….aber ich hatte ja eh Zeit genug…..und war auch so nach 5,5 Stunden am Ziel angekommen…..nur mit 2 kurzen Pinkelpausen.

Ich bin aber nicht bis nach Frankfurt gefahren, sondern schon kurz vorher bei Bad Homburg v.d.H. von der A5 abgefahren…..bin nach Schnöselhausen gefahren (meinem letzten Wohnort in Hessen) ….wollte dort aber nur sehen, ob das komische Bauprojekt am Bahnhof inzwischen fertig ist…war es aber nicht…..Halt machen wollte ich hier nicht….

Von dort bin ich dann nach Bad Soden a.T. gefahren…quasi meinen alten Weg zur Arbeit …..einmal durch den Ort und an meinem alten Arbeitgeber vorbei….

…dann im nächsten angrenzenden Ort ab ins riesige Einkaufszentrum, in dem ich früher oft war….einmal eine Runde schlendern. Interessant: trotz Corona, sind fast alle Geschäfte noch genau so da, wie früher…egal ob groß oder klein (außer dem Karstadt…aber das war ja schon vorher klar)….

…dann ging die Sightseeing-Tour weiter, kurz über die Autobahn in die nächste Ortschaft…..hier war früher der riesige REAL-Markt, in dem ich immer die Lebensmittel eingekauft habe…..der inzwischen aber abgerissen wurde…..alles andere sieht noch so aus, wie früher….

…und dann ging es nach Frankfurt-Rödelheim…dort hab ich 10 Jahre gewohnt…und hab sogar einen Parkplatz an der Hauptstraße bekommen…..bin durch das Viertel gelaufen, hab ein Eis an der Eisdiele geholt (die haben umgebaut….hmmm…gefällt mir so zwar nicht – aber das Eis ist immer noch lecker)….bin meinen alten Schleichweg an der Nidda entlang spaziert….an dem Biergarten vorbei (hmmm…..schade, jetzt ist es ein China-Restaurant)…..und an dem Haus vorbei wo ich gewohnt habe (hmmm – alle Namen ungekannt)….

….Dann ging es weiter …..aber jetzt wieder raus auf Frankfurt, zumindest für heute….ab zum Hotel.

Inzwischen war es schon Nachmittag und ich wollte mich jetzt erst einmal etwas von der Fahrt ausruhen und frisch machen….Für den Abend hatte ich dann ja schon die 1. Verabredung….