mehr Bewegung – am Morgen

mehr Bewegung – am Morgen

An den Tagen im Homeoffice bewege ich mich fast 2/3 weniger, als ich es an Büro Tagen tue. Bisher war es ja nur 1x in der Woche und damit ganz okay…also sich auch mal so gut wie gar nicht zu bewegen.

Ab jetzt sind es aber immer 2 Tage am Stück. Der Mittwoch war also wieder so ein fast bewegungsloser Tag ..und Donnerstag wäre dann der 2.Tag…mir war klar…so geht es nicht…eine neue Strategie muss her.

Also ich wie immer früh aufgestanden, hab mich fürs Arbeiten fertig gemacht und mich dann NICHT direkt an den Schreibtisch begeben…

…sondern bei 5 Grad eine dicke Jacke, Mütze und Handschuhe geschnappt und die am Abend ausgelassene Walking-Runde nach geholt….

1 Stunde walken, noch vor Sonnenaufgang. Kaum Menschen unterwegs, klare kühle Luft zum tief durch atmen, dabei absolute Ruhe.

Während die Sonne so langsam aufging ,bin ich eine meiner üblichen Runden um den Friedhof herum, durch einen Park und im großen Bogen wieder zurück nach Hause gelaufen.

Dann erst mal eine Tasse Kaffee trinken und dabei dann das Laptop hochfahren und mein „mobiles Büro“ in Stellung bringen…also alles was ich so zum Arbeiten benötige bereit legen.

Jaaa so hab ich bereits bis 7.30 Uhr Morgens mehr als 6km Draussen verbracht.,,,

In dem Park soll scheinbar einer der Bäume gefällt werden…zumindest habe ich an dem nicht mehr ganz so schönen Stück, einige Holztafeln mit verschiedenen Texten gefunden, die so etwas vermuten lassen, wie diese Tafel hier:

und auf der Rückseite stand: „und später haben meine Kinder hier gespielt“

Ich habe zwar keine Beziehung zu dem Baum, keine Erinnerungen, hoffe aber trotzdem, das er erhalten werden kann…

Persönlicher Zwischenstand

Ich hab mich heute für`s Büro etwas schicker angezogen, so mit Rock und Blazer….anstatt der obligatorischen Jeans…und ich hab mich richtig wohl damit gefühlt.

Also flugs in der Frühe ein Foto von mir gemacht und per WhatsApp an ein paar liebe Menschen verschickt.

Als Rückmeldung kam: Du siehst aber erholt und zufrieden aus.

Also hab ich mal wieder in mich hineingelauscht: JA das stimmt. Ich fühle mich erholt und ich bin sehr zufrieden mit mir und meinem Leben.

Natürlich bin ich nicht jeden Tag gut drauf und fühle mich auch nicht jeden Tag so gesund und munter…Aber:

Körper und Seele haben sich nach dem jahrelangen Stress wieder vollständig erholt…ich summe bereits Morgens vor mich hin….lache wieder öfter impulsiv aus vollem Herzen, tänzele oft spontan durch die Wohnung, und sobald ich in der Natur bin, fang ich an zu lächeln….und ich merke wie die Kreativität und auch die Fantasie wieder zurück kommen.

Etwas mehr als 1 Jahr nach meinem Umzug von Hessen nach Schleswig-Holstein und alles was mit dem beruflichen Mega-Stress zu tun hatte, ist überwunden. Mehr als 1 3/4 Jahr nach der Trennung und ich bin wieder zufrieden in meinem eigenen Leben angekommen.

Der Mensch ist irgendwie nicht dafür gemacht, dauerhaft glücklich zu sein…aber die Chance auf eine dauerhaftere Zufriedenheit, die ist da. Eine Chance die man aber auch nutzen muss.

So eine persönliche Zufriedenheit ist nämlich kein Garant dafür, das es auch so bleibt und in den Schoß fällt sie einem auch nur selten…Zufriedenheit zu erreichen und zu halten, das kostet etwas Mühe….es bedeutet auch, sich mit sich selber auseinander zu setzen.

In meinem Falle bedeutet es vor allem auch körperlich und geistig aktiv zu sein, Spaß daran zu haben, sich nicht hängen zu lassen…aber auch mal dunklere Stunden auszuhalten, durchzustehen…und dann wieder das Positive im Leben zu bemerken und sich daran zu erfreuen….

Ich wünsche Euch allen viel Gesundheit und Zufriedenheit und ein schönes Wochenende 🌼

Der Kopf wird langsam….

…locker auf meinem Hals vom vielen Kopfschütteln über das, was da gerade in Amerika passiert.

Ich bin sprachlos über diese Rhetorik und die Verhaltensweisen die eines amtierenden Präsidenten nicht würdig sind.

Ich dachte nach dem Brexit-Heckmeck in Groß-Britannien kann die Spaltung einer Nation gar nicht mehr schlimmer kommen….aber ich lerne: schlimmer geht immer…

Was kann man denn da wünschen? Ich wünsche Amerika wieder mehr Demokratie in einer lebendigen Streitkultur, miteinander streiten und Konsens finden…aber bitte friedlich und mit Respekt allen Menschen gegenüber.

Das wünsche ich übrigens nicht nur Amerika…sondern auch Deutschland und allen anderen Staaten….miteinander reden und Konsens finden: DAS ist Demokratie.

Demokratie ist nicht etwas, das man einfach hat und dann bleibt es für immer. Es ist kein Selbstläufer und wir sollten es auch nicht (mehr) für selbstverständlich ansehen.

Demokratie bedeutet eben sich ständig mit Andersdenkenden auseinander zusetzen….aber sich zu einigen und einen Mehrheitswillen anzuerkennen. Schlimm ist es, wenn es so gut wie keinen Mehrheitswillen gibt…wenn es immer gerade so knapp 50/50 ist….puhhhh

Ich hoffe diese Art der extrem knappen Wahlen, wie in Amerika und wie beim Brexit-Referendum, bleiben uns im kommenden Jahr in Deutschland erspart.

Alle Experten sind sich einig, das auch nach einem evtl. Präsidenten-Wechsel für die Europäer nicht alles so werden wird, wie es früher war….und ja, das finde ich inzwischen sogar gut….

Europa muss erwachsen werden, sich emanzipieren und sollte sich nach so vielen Jahren nicht mehr auf den „großen Bruder Amerika“ verlassen oder sich gar dahinter verstecken…das schließt aber auch ein, sich nicht alles gefallen zu lassen.

Spätlese

bei den Erdbeeren !

Ganz verwundert hab ich am Wochenende tatsächlich noch Erdbeeren an einer der Stauden gefunden

Eigentlich war ich dabei den Balkon winterfest zu machen….und beinahe wären die Erdbeeren im Bio-Müll gelandet….doch jetzt hab ich sie erst einmal gerettet…und die ganz kleine rote Erdbeere hab ich auch sofort genascht…die war tatsächlich noch ganz süß im Geschmack….

und auch ein paar der Mini-Tomaten haben dem Regen der letzten Wochen getrotzt ….die werde ich in den nächsten Tagen auch noch ernten..

Mit dem Rest des Balkons hab ich aber schon die Winter-Prozedur gestartet…Sommer-Blumen raus….Winter-Gewächse rein.

Ein Teil des Balkons ist fertig…der Rest folgt am kommenden Wochenende..

und noch einmal: Ein Dinkel-Brot

Aus dem restlichen Dinkelmehl vom Wochenende, hab ich dann noch Brötchenteig angesetzt und mich dann entschieden, daraus ein kleines Brot zu backen.

So langsam hab ich den Dreh raus….den Teig am Vortag ansetzen und einfach die doppelte Menge Hefe nehmen, die ich sonst für Weizenmehl nehmen würde und das Brot ist tatsächlich noch besser geworden, als die Brötchen am Wochenende…das Brot ist innen schön fluffig – Außen dafür knusprig.

Allerdings hab ich es schon einen Teil davon abgebrochen und noch warm mit Butter gegessen, bevor ich es fotografiert habe…

Heute Abend gibt es ein neues Gericht: Paprika-Ragout (mit Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Roten Linsen, dazu Reis und dazu etwas Brot) Das ganze wird scharf abgeschmeckt)….mal sehen ob das gut wird….

Neue Regeln im Büro

Im Büro musste ich feststellen, das bei uns jetzt tatsächlich strengere Corona-Regeln herrschen, als während des richtigen Lockdown im April….Ab jetzt darf in jedem Büro nur noch 1 Person sitzen…

Der Controller hatte sich für den Dienstag gleich ins Homeoffice begeben, da er wusste, das ich nach den freien Tagen und der Dienstreise erst einmal Präsenz-Arbeiten erledigen muss. Und da ich weiß, das er gerne Freitags und Montag von Zuhause aus arbeitet, hab ich vorgeschlagen das ich diesen Mittwoch und Donnerstag von Zuhause aus arbeite, damit er dann die nachfolgenden Tage das Homeoffice nutzen kann. Und wir haben uns dann darauf verständigt, das wir ab sofort immer 2 Tage Homeoffice am Stück machen, damit wir nicht jeden Tag Laptop und Unterlagen hin- und her schleppen müssen…das finde ich gut.

Einer von uns muss auf jeden Fall nach der Post schauen. Bei uns gibt es viel einzuscannen und wir müssen auch viele Unterlagen im Original nach DK schicken.

Der Dienstag war also von außen sehr ruhig und es hätte ein sooo schöner Arbeitstag werden können…Leider war erst das Netzwerk nicht zu erreichen und später waren alle meine Office-Anwendungen nicht mehr zu gebrauchen….das dänische Helpdesk hat alles deinstalliert und anschließend neu installiert. Während meines Urlaubs gab es wohl ein Update….verstehe ich alles nicht, da ich am Morgen ja noch arbeiten konnte…ist aber auch egal….nach einem Vormittag mit dem Helpdesk war alles wieder, wie es sein soll… und so konnte ich doch noch vieles erledigen.

…vor allem hab ich mich mit den noch anwesenden Kollegen ausgiebig unterhalten.

Die nächsten Tage werde ich mich um die Beerdigung einiger gefundener „Projekt-Leichen“ kümmern….hahaha dafür brauche ich nur meine Excel-Datei, die Unterlagen von der Reise nach Brandenburg und konzentrierte RUHE.

Ich bin innerlich so zufrieden und entspannt, hab Energie und fühle mich wach und wohl in meiner Haut….da macht es mir gerade überhaupt nichts aus, das man eigentlich nichts mehr unternehmen kann…immerhin kann/darf man sich noch ungehindert im Freien aufhalten.

Da geht es uns wesentlich besser, als so manch anderen Ländern, die sogar Ausgangssperren haben… während meiner Walking-Runde gestern Abend war so gut wie Niemand unterwegs…es war eine fast gespenstische Stille auf den Straßen.

Dienstreise und Projekt-Leichen

Das gesamte Wochenende hab ich hin-und her überlegt, ob ich die Geschäftsreise nach Brandenburg tatsächlich am Montag antreten soll.

Ja, sie ist genehmigt, der Mietwagen ist bestellt…aber ist es auch klug zu fahren? Die Corona-Regeln innerhalb der Firma wurden nach der Genehmigung verschärft, …also was mache ich?

Ich hab die Reise angetreten, denn es handelt sich ja nicht um eine Fahrt zur Belustigung oder gar einen Betriebs-Ausflug, sondern um etwas, was man nicht mal eben mit einer Video-Konferenz regeln kann…

Um 7 Uhr Morgens hab ich den Mietwagen abgeholt und bin die knapp 230km gen Osten gefahren. Allein um durch Hamburg durch zu kommen hab ich fast 30 Minuten gebraucht, aber um kurz nach 10 Uhr war ich am Ziel.

Bis zum späten Nachmittag haben wir Punkt für Punkt durch gearbeitet…es war anstrengend, es war teilweise auch nervig für uns alle….aber wir haben uns da durch gewurschtelt. Es ist immer schwer nach einem Firmen-Zukauf alle Zahlen auch tatsächlich zu verstehen.

Sooo, jetzt haben wir hoffentlich alle Leichen ausgegraben (also Projekt-Leichen in der Bilanz) und müssen nur noch schauen, ob diese „Leichen“ evtl. noch leicht atmen, wir diese wieder-beleben können oder endgültig beerdigen müssen (um mal bei dem Bild zu bleiben) hahaha….

Am Ende des Tagen war die To-Do-Liste nicht gerade kürzer …aber die zu lösenden Aufgaben werden immer konkreter….und die Liste für die Beerdigung uralter Projekte ist doch länger geworden, als wir gedacht hatten.

Für meine neuen Kollegen vor Ort ist es nicht so einfach mit diesen Unstimmigkeiten umzugehen, denn die Arbeiten noch zum Teil für den bisherigen Inhaber….da kommt es ganz schnell auch mal zu einem Loyalitäts-Zwiespalt.

Zum Glück verstehe ich mich mit den neuen Kollegen sehr gut und kann hier meine Erfahrungen als Teamleiter (genauer den Teil der Personalführung) mit einbringen…habe also das notwendige Verständnis um die Kollegen „mit-zu-nehmen“ und versuche auch Niemanden an den Pranger zu stellen (weder die Kollegen, noch die bisherige Steuerberaterin oder den bisherigen Inhaber). Ich möchte nur Schritt für Schritt den alten Ballast klären, so das wir bis Ende des Jahres locker und unbelastet voran gehen können…. Aber es war echt anstrengend…

Da ja seit diesem Tag der neue Lockdown gilt, war es mit dem Mittagessen nichts…zum Glück hatte ich unterwegs ein belegtes Brötchen von der Tankstelle mit genommen.

Das Büro liegt in einem kleinen Dorf und die gesamte Erscheinung des Grundstücks am Rande des Dorfes, mit unterschiedlichen kleinen Firmen auf einem Gelände, wirkte eher wie zweifelhafte Hinterhof-Werkstätten mitten im Nirgendwo.

Unweigerlich hab ich beim Betreten des Werkstatt-Hofs erwartet, das Jemand mit Mistgabel und umgeben von Hühnern um die Ecke kommt und mich unfreundlich fragt, was ich hier zu suchen habe (ich schaue echt zu viele Krimis….grins). Aber die Menschen denen ich dort begegnet bin und vor allem meine Kollegen sind einfach super nett…..gar keine Frage.

Mit knurrendem Magen hab ich dann am späten Nachmittag die Rückreise angetreten. Ich wollte unbedingt noch vor 19 Uhr den Wagen wieder abgegeben haben, also hab ich mir nur ein weiteres belegtes Brötchen an einem Rastplatz gekauft (Grummel…die hatten außer den Brötchen wirklich NICHTS Nahrhaftes….außer Süßigkeiten) und bin sofort weiter gefahren.

Es war nass, windig, dunkel und erstaunlicherweise sehr voll auf der Autobahn und voll in Hamburg…aber kurz vor 19 Uhr war auch die Rückgabe erledigt und zuhause bin ich nur noch auf die Couch gefallen.

So – das wäre dann endlich erledigt….

Ein letzter Besuch im Restaurant

Samstag am frühen Abend wollte ich mit Schwester+Schwager ins Restaurant….aber dieser wirklich brilliante Einfall, vor dem angekündigten Lock-down noch einmal auszugehen, ist nicht nur uns so eingefallen…..meine Schwester hatte mir auch geraten, lieber einen Tisch zu bestellen….

  1. Das italienische Restaurant hätte zwar meine Reservierung entgegen genommen, aber sie boten keine Muscheln für den Abend an….ja dann…schade auch
  2. Bei dem großen Chinesischen Restaurant mit mongolischen Grill, hatte ich zwar nach den Öffnungszeiten gefragt, aber keinen Tisch vorstellt….der Laden ist riesig…also wozu vorstellen….als wir ankamen, wurde uns freundlich erklärt, das wir ohne Reservierung erst ab 20 Uhr kommen könnten…mist, mist…
  3. Also hab ich kurzerhand in dem kroatischen Restaurant angerufen, in dem ich bereits mehrere Male sehr gut gegessen habe und der freundliche Mensch am Telefon meinte auf meine vorsichtige Frage ob es ohne Reservierung möglich sein…also bei so einer so interessanten Stimme könne er schlecht nein sagen….er würde einen Tisch für uns vorbereiten….hahahaha so ein Charmeur.

Also sind wir nach Hamburg Altona gefahren und haben dort einen wirklich schönen gemütlichen Platz im runden Saal bekommen….der Service war einfach klasse und trotz des vollen Hauses seeeehr nett, das Essen lecker und die Preise passen einfach … und die Tische waren geschickt voneinander getrennt.

Sooooo, das war es dann mit Restaurant-Besuchen für mindestens 1 Monat….Ich hoffe das wir mit den jetzigen Maßnahmen die Fallzahlen bald wieder in den Griff bekommen…das wir es können, haben wir im Frühjahr bereits bewiesen. Darauf ein letztes Mal angestoßen mit einem Glas Pinot Grigio

ich bewirte gerne…

Wer schon einiges von mir hier gelesen hat, weiß wahrscheinlich, das ich wenig Besuch bekomme und auch gerne alleine bin…

Wer mich allerdings von früher her kennt….aus meinen früheren Blog-Portalen und lange bevor ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt hatte, weiß vielleicht, das ich trotzdem immer sehr gerne Freunde „bewirtet“ habe.

Ich bin schon immer ein leidenschaftlicher Gastgeber gewesen….fahre gerne viele unterschiedliche Dinge auf, wenn ich Freunde zu mir einlade: Essen und Trinken immer lieber zu viel, als zu wenig…immer für alle Eventualitäten gewappnet, das war allerdings noch vor der Welle der Vegetarier/ Veganer und vermehrt Gluten-/Laktose-Intoleranten, ich wollte einfach immer nur sicher sein, das niemand hungern muss, nur weil er vielleicht etwas nicht mag…

Doch schon bevor ich mit dem Turniertanz aufgehört habe, ist meine Tanz-Clique auseinander gefallen, als wir alle vom Status „Single“ zu „in einer festen Beziehung“ gewechselt haben…und dazu kam das mein heutiger Ex nie gerne Besuch bei uns zu Hause mochte…und so ist diese Eigenschaft im Laufe meiner mehr als 8jährigen Beziehung irgendwie verloren gegangen.

Aber sobald sich heute Besuch ankündigt, wie an diesem Wochenende Schwester und Schwager, blitzt diese Eigenschaft es anderen so gemütlich und komfortabel wie möglich zu machen, wieder durch.

Anreise so gegen Mittag und abends wollten wir zusammen ins Restaurant…. dazwischen Kaffee und Kuchen …also keine große Sache…eigentlich kaum etwas vorzubereiten, außer einem Kuchen.

hahahha….aber sofort war ich im „Kümmer-Modus“…hmmm wenn die Beiden zwischen 11-12 Uhr kommen…dann haben die ja noch kein Mittagessen gehabt, also eine Kleinigkeit möchte ich da schon anbieten und bei dem Schietwedder mit viel Regen kann es ruhig etwas warmes sein…also bin ich am Feiertag-Morgen um 7 Uhr aufgestanden und habe meine aktuelle Lieblingssuppe gekocht, die Möhrensuppe….und ein Brötchen dazu wäre ja auch nicht verkehrt, also hab ich die Dinkel-Brötchen gebacken…dazu hatte ich dann noch Nordseekrabben und Räucher-Lachs besorgt…die passen prima zur Suppe (wer das nicht kennt: einfach mal ausprobieren).

Dann also den Schokokuchen ohne Mehl gebacken….zwischendurch hab ich dann noch Sahne geschlagen und die Küche aufgeräumt und mich in einen präsentablen Zustand versetzt….und es blieb weniger als 1 Stunde Zeit…da wurde es mir etwas bange, ob das mit dem Schokoladen-Kuchen auch tatsächlich klappt und meine Schwester hatte erwähnt, sie hätte auch mal wieder Lust auf einen Apfelkuchen…also hab ich noch auf die Schnelle die Apfelballen (auch hier mit Dinkelmehl) gebacken, die brauchen ja nur 25 Minuten im Backofen…hahahha….

Ich hab es also ohne Not geschafft, den gesamten Vormittag in der Küche zu stehen und mich mit kochen und backen zu beschäftigen und sogar etwas zu hetzen…und dann war es, wie immer viel zu viel:

  • Die Beiden hatten überhaupt keinen Hunger (weil sie vernünftigerweise ausreichend gefrühstückt hatten und ich ja auch nichts von der Suppe erzählt hatte)
  • Da Schokokuchen UND Apfelballen beide toll geworden sind, hatte ich jetzt viel zu viel Kuchen
  • Nach unserer ausgiebigen Walking-Runde durchs Moor, wollten sie nur mal die Dinkelbrötchen probieren, weil die Beiden backen Brötchen nicht selber (belegt dann mit Lachs und Krabben, die ja für die Suppe gedacht waren)…aber nicht zu viel, da wir ja Abends noch ins Restaurant wollten

Aber so rum ist es mir lieber, als das Jemand hungrig vom Tisch aufstehen muss.

Meine Schwester hat mir dann auch noch erzählt, das sie Sellerie so gar nicht mag! uuups – da ich Sellerie liebe, besteht meine Möhrensuppe zu ca. 1/4 aus Sellerie hahaha. Na da bin ich ja froh, das wir nicht auf die Suppe als Hauptmahlzeit angewiesen waren….

Hmmm… da merkt man schon, das wir einige Jahre keinen Kontakt hatten, früher mochte sie Waldmeister und auch Sellerie, heute nicht mehr….da haben sich im Laufe der Jahre ihre Vorlieben doch verändert….aber das ist bei mir ja mit anderen Dingen genau so.

Es hat mir tatsächlich sofort wieder Spaß gemacht, auch mal wieder für andere zu kochen…und im Kopf und im Kühlschrank hatte ich noch ein paar andere Ideen für Kleinigkeiten (frittierte kleine Champignons und Mini-Frikadellen z.B.) …hab mich aber schon gebremst.

Ich bin trotzdem froh, nicht mehr jeden Tagen kochen zu MÜSSEN….und hab beim Einkaufen am Freitag laut lachen müssen als eine Frau mitten Laden ihren Mann die klassische Frage stellte: „Schatz, was soll ich denn heute kochen“…und „Schatz“ hat auch ganz klassisch geantwortet: „mir egal“….hahaha ich hab diese Antwort immer gehasst, weil es alle Verantwortung für das Essen in meine Hände gelegt hat….ich hab z.B. oft gehört: Woher soll ich jetzt schon wissen, was ich heute Abend essen möchte“…meine Antwort: „Aber ICH soll DAS jetzt schon erraten und einkaufen? weil Wenn Du es weißt, die Geschäfte schon geschlossen haben!“

Für mich alleine koche ich oft, weil ich frische Lebensmittel und gutes selbst gekochtes Essen liebe, aber manchmal hab ich auch einfach keine Lust dazu.

…und die Möhrensuppe gibt es bei mir heute zum Mittagessen und dann kann ich immer noch ein paar Portionen einfrieren…meine Form des „Fertig-Gerichts“ für koch-unlustige Tage….

(übrig gebliebene Kuchen und Brötchen hab ich natürlich mit Schwester und Schwager geteilt….dann haben wir alle Drei heute noch etwas davon)

DER Schokoladenkuchen

Was macht eigentlich einen guten Schokoladenkuchen aus: Viel Schokolade und viel Kakao…

Genau…und die Idee einen Schoko-Kuchen nur mit den elementarsten Zutaten zu backen, um den meisten Geschmack aus Schokolade und Kakao herauszuholen, finde ich einfach nur frech und gut gelungen…hahaha

Also den Schokokuchen ohne Mehl zu backen (und auch ohne Backpulver, Mandeln oder ähnlichem…wie soll da der Kuchen eigentlich zusammenhalten ?????) ..war eine klasse Idee…und macht mich immer noch etwas sprachlos….er ist einfach unbeschreiblich LECKER:

Lieben Dank an dieser Stelle an Idgie13 🌼 mich überhaupt mit dem Thema „Backen ohne Mehl“ zu beschäftigen…(Dein Rezept mit der Schokorolle werde ich auch noch ausprobieren).

Also der Kuchen sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch super lecker und saftig….aber eben auch sehr süß….beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Zucker nehmen…und es ist natürlich überhaupt KEIN adequates Rezept für eine Diät hahaha…

Wer aber mal Lust auf einen unkomplizierten und puren Schoko-Genuss hat, hier das Rezept:

120g Schokolade (ich habe Vollmilch genommen, aber ich glaube es geht mit jeder Lieblingsschokolade) mit 120g Butter zusammen im Wasserbad schmelzen

3 Eier mit 150g Zucker (lieber etwas weniger nehmen) und etwas Vanillesirup schaumig schlagen (das geht sogar gut und schnell von Hand), das geschmolzene Schoki-Butter-Gemisch dazugeben und mit 90g ungesüßtem Back-Kakao ergänzen…alles zu einem glatten Teig rühren.

Eine 20cm Springform einfetten und mit etwas Kakao bestäuben…den Teig einfüllen und bei 150Grad backen und nach ca. 35 Minuten mit einem Holzspieß prüfen ob er schon fest ist….meiner brauchte noch ein paar Minuten länger.. Dann etwas abkühlen lassen und evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen….

Ohne Mehl, ohne Nüsse, ohne Schwierigkeiten…dafür mit viel Geschmack…