kuscheliger Sonntag

Nach dem schönen Samstag mit meiner Familie (incl. Abschluss am Abend in dem tollen Steak-Restaurant, da waren wir lange nicht mehr) war ich erst gegen 22 Uhr wieder zuhause…und bin dann auch bald schlafen gegangen.

Den Sonntag (also letzte Woche Sonntag) habe ich ausgeschlafen…das Wetter war eh immer noch trübe…so blieb ich im Bett und las noch eine ganze Weile, bis mich der Kaffeedurst dann doch aus dem Bett trieb….also rein in die Wohlfühlklamotten und mit einem frischen Kaffee hab ich mich auf die Couch gekuschelt…..wäre dort auch beinahe wieder eingeschlafen, dann aber doch lieber eine weitere Lektion Dänisch gelernt und dann kam die innere Unruhe…

….ich muss jetzt dringend etwas unternehmen, sonst bekomme ich schlechte Laune…nach all den Morgen- und Abend-Walkingrunden, all dem Dehnen und Strecken der letzten Woche wusste ich auf einmal genau, was ich brauchte: Krafttraining.

Nun gut – dann geht es jetzt endlich mal wieder ins Fitness-Studio auch auf die Gefahr hin, dort nicht Duschen zu können…aber das war mir dann mal egal.

Und es war wie immer: wenn man erst einmal da ist, tut es so richtig gut…und anschließend konnte ich sogar heiß duschen…was will ich also mehr. Also die Regeln wann es noch heißes Wasser wo gibt, habe ich scheinbar nicht richtig begriffen…die Umkleiden und auch die Trainingsflächen, fühlten sich ungeheizt an…aber in dem Duschen gab es heißes Wasser.

Das Fitness-Studio ist in Hamburg und so bin ich noch kurz ins Büro gefahren…mir ist zum Glück noch eingefallen, dass der Controller meinen Führerschein benötigt, um mich als 2.Fahrer für den Leihwagen eintragen zu lassen…und ich komme ja sonst erst Dienstag für unsere Dienstreise ins Büro, das wäre dann schon zu spät.

Da ich dann ja schon mal da war, gab esauch gleich noch einen lockeren Spaziergang durch Ottensen und einen Falafel-Teller zum Mitnehmen…schade die Falafel-Freitage mit den Kollegen, sind in der letzten Zeit etwas eingeschlafen…und nun bin ich ja auch freitags im Homeoffice.

Den Rest des Tages hab ich dann ganz zufrieden und entspannt Zuhause verbracht.,,,hier und da muss ja immer etwas erledigt werden…

kleiner Grenzübertritt

Samstag letzte Woche bin ich früh am Morgen zu Schwester+Schwager gefahren. Ich liebe gute Frühstücks-Cafes und Flensburg hat wirklich einige davon. Das sind dann nicht, wie bei mir hier, Bäckereien mit angeschlossenem Cafè, sondern moderne Bistros mit reichhaltiger Auswahl an diversen Frühstücken oder Frühstücks-Buffets.

Die Beiden hatten für 10 Uhr im Central Cafe einen Tisch reserviert…die bieten seit Corona ein „Tisch-Buffet“ und auch ein „Luxus-Frühstück“ das ist inclusive Sekt, O-Saft, Kaffee und Tee. Bei Beiden wird in Etageren und kleinen Schüsselchen alles serviert, was ein Frühstücksliebhaber so essen mag…Honig und Nussnougat-Creme kommen auch in kleinen Schraubgläsern, Eiersalat usw. in offenen Glasschälchen, dazu jede Menge verschiedene Aufschnitt und Käse, knusprigen Speck und Rührei, gekochte Eier, Lachs, leckere gebratene Scampis in Kräuteröl, aufgeschnittenes frisches Obst, etwas Roastbeef….dazu Brötchen, Brot und Croissants…

Und obwohl es von allem nur „Etwas“ gab, war das natürlich alles viel zu viel für 3 Personen, Eine gute Idee fand ich aber, das man die Reste direkt eingepackt bekommt und mit nach Hause nehmen kann. So wird es nicht weggeschmissen, sondern kann später noch gegessen werden und das Café spart sich die Entsorgungskosten.

Nach dem ausgiebigen und unterhaltsamen Frühstück – bei dem ich aber gar nicht so viel gegessen habe, sind wir anschließend in die Nähe von Wassersleben gefahren, Das ist eine kleine Siedlung am Rande von Flensburg, hat einen wunderschönen Sandstrand in der Bucht der Flensburger Förde und bietet einen der kleinsten Grenzübertritte Europas: die Schusterkate

Es gibt einen kleinen Pfad bis zu einer schmalen Holzbrücke über den Fluss Krusau und mitten auf der Brücke ist die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark.Das alles sieht sehr unspektakulär aus und da zu viele Menschen auf der Brücke waren, gibt es kein Bild davon.

Es ist auch so unspektakulär, weil es keine Landesschilder gibt…man merkt es nur an der Sprache auf den Schildern…ansonsten merkt man nicht, das man von einem EU-Staat in den nächsten gewandert ist. Wir sind auf der dänischen Seite, bei insgesamt trüben Wetter, direkt am Wasser und durch den Wald gewandert. Auf dem Rückweg ging es dann noch auf der deutschen Seite die teilweise etwas höher gelegenen Wanderwege entlang…

Trotz des trüben Wetters haben wir uns noch ganz entspannt an einem Strandcafè den ersten Glühwein der Saison gegönnt…der wurde in herrlichen alten Porzellan-Bechern serviert und wir saßen warm eingepackt draußen ….es war wenig los und wunderbar ruhig

Es war heute auch eher ein gemütlicher Wohlfühltag, als ein strammer Wandertag…also war klar, es geht um Entspannung, ruhige Unterhaltungen und gutes Essen.

So war es nicht verwunderlich als ich später zum Kaffee bei den Beiden zuhause, auf einmal einen gekauften Baumkuchen aufgetischt bekam und mir vor Rührung fast die Tränen kamen. Das muss ich wohl erklären:

Wir sind, zum großen Teil, in Soest aufgewachsen, da gibt es eine Kuchenfabrik…ja wirklich ein Fabrik – also kein kleiner Handwerksbäcker, sondern eine riesengroße Industrie-Anlage, die Fertigkuchen in 80 Ländern der Welt verkauft. Jetzt bin ich ja ein Fan von selbstgemachtem Essen und auch selbstgebackenem Kuchen. Aber diese frischen Baumkuchen aus der Fabrik, das sind nicht nur schöne Kindheitserinnerungen , sondern hat mich auch sptäer immer weiter begleitet…ich hab mit meinem damaligen Mann in einem Wohngebiet gewohnt, wo der Duft der Kuchenfabrik immer zu uns rüber wehte…und wir konnten im Werksverkauf den wirklich frischen Kuchen als 2. oder 3. Wahl (also mit optischen Mängeln) für kleines Geld kaufen.

Ein Baumkuchen der quasi aus der Produktion direkt in den Werksverkauf ging, war somit manchmal nur ein paar Stunden alt…und schmeckt ganz anders, als wenn dieser ein paar Monate später beim Einzelhändler zu kaufen ist. Und jetzt hatten sie ihn hier bekommen…ja okay – also nicht so frisch – aber eben eine schöne Geste der Erinnerung….und entsprechend hat er auch geschmeckt.

Denkste – 3.Mal in einem Jahr

Ich hinke ein wenig mit meinen Einträgen hinterher…hab noch einiges zu erzählen,aber

die Woche war irgendwie aufregend durch: unsere Dienstreise nach Brandenburg, den neuen Kollegen, Aufregeung wegen meiner Schwester beruflich und gesundheitlich, in meinem Job trudeln jetzt im Minutentakt die fertigen Jahresabschlüsse und Steuererklärungen von denWirtschaftsprüfern ein, auf die ich schon seit Mai warte ….

und seit Freitagnachmittag hab ich mich freudestrahlend auf das Wochenende mit anschließendenden 3 Tagen Urlaub gefreut, nur um am Freitagabend mit heftigen Halsschmerzen und laufendener Nase in der Ecke zu liegen.

Tja – somit hat es mich in diesem Jahr bereits zum 3.mal mit einem grippalen Infekt erwischt…ich könnte kotzen (sorry für den Ausdruck). Den gestrigen Samstag hab ich dann nur schniefend und schlafend auf der Couch verbracht. Inzwischen hat sich das Fieber dazugesellt und es tun nicht nur die Rippen weh, sondern alle Knochen mucken auf. Aktuell sind aber meine Schwachpunkte wohl tatsächlich die Nasen-Nebenhöhlen, die wieder extrem zusitzen.

Warum hab ich mir schon wieder etwas eingefangen? Keine Ahnung .

Bis Freitag ging es mir super – war überhaupt in den letzten 2 Wochen wieder viel draussen in der Natur und hab mich bewegt, war sogar wieder mal im Fitnessstudio, hatte viele nette Gespräche mit Kollegen (okay am Donnerstag sassen wir mit ca. 9 Leuten im Frühstücksraum, das war etwas enger als mir sonst lieb ist)….Mittwochabend bin ich bei meinerWalkingrunde tatsächlich etwas nass geworden und Freitagmorgen gab es schon den ersten Schnee…aber ich war ja ordentlich warm angezogen. Also eigentlich nichts, was mich umhauen sollte.

Hilft ja alles nichts – da muss ich jetzt ein weiteres Mal durch….zum Glück scheint es nicht ganz so schlimm zu sein, wie letztes Mal im Oktober.

Eigentlich dachte ich nach dem 3-Wochen-Debakel, das ich mich wieder gut erholt und mein Immunsystem so langsam wieder aufgebaut habe – tja dem ist wohl nicht so…

Viel erledigt vor dem Wochenende

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Woche…

Die Friseurin hat mit Schere und Haartrimmer aus dem Dickicht auf meinem Kopf, wieder die Frisur herausgearbeitet…ich war das letzte Mal vor 2 Monaten dort…in der Zwischenzeit hab ich selber mal zur Schere gegriffen…nun sieht es rundherum wieder top aus.

Gefärbt hab ich mir die Haare schon ein paar Tage vorher…musste jedoch feststellen, dass die Farbe „Leuchtendes Kupfer“ gegenüber meiner sonst üblichen Farbe „warmes Kupfer“ (beides vom gleichen Hersteller) nicht etwa den Kupferton leuchtender macht, sondern 1-2 Töne dunkler…ne, das gefällt mir nicht ganz so gut…aber es war einen Versuch wert.

Freitagnachmittag hatte ich einen Werkstatt-Termin zum Reifenwechsel. Da ich meine Reifen dort eingelagert habe, fahre ich immer noch die 15km zurück nach Pinneberg. Ich könnte ja zu einer anderen Filiale wechseln, aber neee, die sind dort echt super nett, schnell und zuverlässig…da fahre ich gerne hin.

Ich gebe mein Auto ab und hab dann 1 Stunde Zeit zum Bummeln und einkaufen….es gibt auf dem Gelände am Stadtrand einige große Geschäfte und auch Bäckereien mit Café-Bereich….also hab ich einen kleinen Einkauf erledigt und mich dann mit einem Kaffee in den ziemlich leeren Sitzbereich verzogen.

Ich fand das so lange gemütlich, bis die Angestellte dort ständig mit einem nassen Bodenwischer im 5 Minutentakt (nachdem ich mich gesetzt hatte und nur Laufkundschaft vorne bis zur Theke kamen) den kompletten Boden bis zur mir feudelte…der ganze Cafè-Bereich verströmte einen penetranten chemischen Reinigungsduft….da verging mir die Lust auf meinen Kaffee.

Ich habe es der Dame auch gesagt, dass ich das nicht gut finde und sie doch nicht ständig bei mir mit dem Wischer rumwedeln muss, aber sie meinte nur: sie müsse ja ihre Arbeit erledigen. Auf mein „ja aber“ eben das nach mir doch Niemand mehr hier hinten hingekommen sei, meinte sie, ich könne mich ja auf einen anderen Platz setzen – ich hab den restlichen Kaffee stehen lassen und bin gegangen.

Wollte eh im Baumarkt noch ein paar Mitbringsel für 2 anstehende Besuche besorgen und dann war die eine Stunde auch schon rum und ich konnte mein Auto wieder abholen….mit dem dezenten Hinweis, also im nächsten Jahr brauche ich vorne 2 neue Winterreifen – mit nur leicht über 4 mm wäre jetzt die Grenze erreicht.

Ehrlicherweise hab ich schon damit gerechnet, das ich bereits für den jetzt kommenden Winter neue Reifen brauche. Also plane ich das bereits mal für nächstes Jahr mit ein.

Meinen Jahresbedarf an multifokalen Kontaktlinsen hatte ich bereits letzte Woche bestellt und konnte das Päckchen tatsächlich schon am Freitag an einer Packstation abholen. Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren hab ich die Kontaktlinsen bei einem anderen Shop bestellt. Hatte bisher nie die Preise verglichen, immerhin bekomme ich bei dem bisherigen Shop einen Rabatt, als Dauerkunde und noch einen zusätzlichen Rabatt über die gewählte Zahlmethode. Jetzt hab ich aber mal die Preise im Internet verglichen und festgestellt, es gibt noch andere, in Deutschland ansässige Kontaktlinsen-Händler, die tatsächlich günstiger sind…und der hat schnell und zuverlässig geliefert.

Hatte zuerst Probleme mit dem Touchscreen der Packstation, der überhaupt nicht reagierte und nach einem Anruf beim DHL-Service bekam ich den Tipp nicht die Fingerspitzen, sondern den Fingernagel zu benutzen…und juuup – so ging es denn auch tatsächlich….muss einem dummen Menschen ja auch gesagt werden.

Zuhause ist auch alles sauber und aufgeräumt und überhaupt…das Wochenende kann jetzt kommen. Ich fahre Samstag früh zu Schwester +Schwager….wir wollen zuerst auswärts frühstücken, dann von Flensburg über eine kleine Fußgängerbrücke nach Dänemark wandern und am Abend sollte es noch in ein Steakhouse gehen….

Frisch gebackenes Brot

In der letzten Zeit hatte ich eher Fladenbrote und Brötchen gebacken….und diese kleinen netten Mini-Bagel aus Vollkornweizen-Mehl

Aber jetzt hab ich endlich mal wieder ein Sauerteig-Brot geamcht. den Teig hab ich schon 1,5 Tage vorher angesetzt

und heute früh dann gebacken:

Es sieht nicht nur toll aus, es schmeckt auch richtig lecker…es ist aus 1050 Weizenmehl..außen schön knusprig und innen weich, nicht zu lange gebacken…ich hätte es etwas großporiger erwartet, durch die lange Gehzeit…aber es lässt sich super essen:

Stau auf der A7 und gedankliche Höhenflüge

Donnerstag wollte ich besonders früh im Büro sein, denn wenn ich früh komme, kann ich früh gehen…..wollte ja am Nachmittag noch zum Friseur.

Normalerweise benötige ich für die Strecke von Tiefgarage zu Tiefgarage ca. 25 Minuten…der Mittelteil der Fahrt führt mich über die A7. Auf diesem Streckenabschnitt hab ich es innerhalb eines Jahres nur 2x erlebt, das es zu Problemen kam, denen ich aber noch gut ausweichen konnte.

Donnerstag ging es auf der A7 dann aber irgendwann gar nicht mehr: Unfall mit Vollsperrung und Ableitung auf die A23..die aber nicht nach Hamburg führte, sondern in die entgegengesetzte Richtung und da auf der Strecke auch noch die Fahrbahn erneuert wird, ist auf dem Stück auch nur eine Spur verfügbar und die nächste Ausfahrt auch noch gesperrt….also führte der Weg noch weiter weg nach Norden….bis ich dann irgendwann über diverse Landstraßen und auf kleinen Straßen quer durch Hamburg endlich ans Ziel kam.

Was sich so locker schreiben lässt, dauerte insgesamt 2 Stunden und 15 Minuten bis ich das Auto am Büro abstellen konnte. Was mich ärgert: wäre ich zu meiner normalen Zeit losgefahren, hätte ich in den Verkehrsnachrichten von der Sperrung gehört und hätte gleich die Landstraße über Pinneberg und Schenefeld genommen…dann wäre ich bestimmt eher angekommen.

Zwischenzeitlich war ich sogar bereit gewesen, einfach wieder nach Hause zu fahren – dumm nur, das ich tags zuvor meinen Laptop in der Firma gelassen hatte….so musste ich auf jeden Fall ins Büro.

Mittwoch ist ja jetzt unser neuer 3er-Tag…und das war sogar ein richtig netter Tag zu Dritt im Büro. Der Neue taut langsam auf und der Controller war gut gelaunt….die meisten Kollegen waren auf einer Messe und so waren die restlichen Büros ziemlich leer. Und ich war auch entspannt: meinen „abgesteckten“ Platz haben die beiden Kollegen jetzt akzeptiert und das Telefonieren klappt bei Beiden jetzt auch mit Headset – na also – geht doch.

Einzig der Controller entwickelt immer mal wieder lustige Ideen, wie man die Arbeit umgestalten kann….alle paar Monate macht er mir sonderliche Vorschläge die darin gipfeln, das ich nicht mehr für bestimmte Firmen zuständig sein soll….sondern nur noch für eine bestimmte Tätigkeit….z.B. das ich für alle Controller in DE und DK die Umsatzsteuer-Vorameldungen machen soll. Ja ist er denn des Wahnsinns?

Schon seit meinem Start in dieser Firma wehre ich seine Vorschläge in diese Richtung rigoros ab und hab ihm auch gesagt, das er damit aufhören soll…ich mache nicht für alle den Hampelmann – wenn er mich los werden möchte, ist das der beste Weg….ich übernehme lieber noch weitere Firmen komplett, als mich zu einem Bereichs-Idioten degradieren zu lassen.

Das Schöne an meiner Arbeit ist ja nicht nur meine Unabhängigkeit, sondern auch die Vielfältigkeit der Aufgaben innerhalb jeder Gesellschaft. Na zum Glück stehen seine Ideen nicht auf der Liste unseres Chefs.

Überhaupt entwickelt der Controller abteilungs-übergriffige Ideen, die mich immer wieder erstaunen…wundere mich, warum er unbedngt in andere Bereiche reingrätschen möchte…nicht ,das er die Befugnis dazu hat, andere Abteilungen zu disziplinieren…aber er versucht es immer wieder. Auch seine Ambitionen andere Arbeits-Bereiche von der Zentrale nach Hamburg zu ziehen, um unsere Abteilung weiter auszubauen, finde ich unpassend…also ich muss unserer Zentrale keine Konkurrenz machen und unser Standort ist mitnichten auflösungs-gefährded.

Ich glaube fast es wird ihm schon etwas langweilig, so mit nur noch einer großen Firma, ohne die Projektgesellschaften (die hat er abgegeben), ohne die Personaldinge (hat er auch abgegeben) und jetzt mit einem Zuarbeiter (der ihm die Routine-Arbeiten abnehmen soll).

Ich lasse mir jedenfalls nicht die Butter vom Brot nehmen und bin sehr zufrieden mit meinem Aufgabengebiet….und bin wehrhaft genug, mich gegen diese „Ideen“ zu behaupten.

Sonntag – ziemlich perfekt

Ich fühle mich so wohl, wie seit Monaten schon nicht mehr. Bin fit und hab aktuell keine Wehwehchen, fühle mich wach und leistungsstark…keine Antriebsschwäche bremst mich aus. Durch die gewonnene Stunde nach der Zeitumstellung entspricht der Rhythmus wieder meiner inneren Uhr. Draußen sind herbstliche 9Grad bei leichtem Wind und abwechselnd Regen und etwas Sonne.

Alles Sorgenvolle hab ich mir von der Seele geschrieben und mit dem Rest kann ich jetzt gut umgehen…alles wird sich finden.

Drinnen in der Wohnung ist es kuschelig und auch ohne das die Heizung an ist – hab ich immer noch mehr als 19 Grad in allen Räumen…und auch die neuen Vorhänge zwischen Wohnzimmer und Flur fördern dieses kuschelige Gefühl. In der Wohnung ist alles sauber und aufgeräumt und den Stapel mit der Bügelwäsche arbeite ich heute auch noch weg…die Hälfte hab ich schon am Vormittag erledigt.

Ich hab mich endlich aus der Wiederholungs-Endlos-Schleife dänischer Grammatik befreit und neue Lektionen begonnen…muss ja auch mal weiter kommen – auch wenn die Objekt- und Personalpronomen immer noch nicht perfekt sitzen…aber es wird langsam besser. Also weiter geht es.

An jedem Tag in dieser Woche war ich mindestens einmal für ein paar Kilometer walken, wandern oder Radfahren – oft auch mehrfach. Und jetzt sitze ich auf meinem Balkon (warm eingehüllt in Jacke und Decke) und überlege was ich als nächstes machen werde.

Gemüse-Lasagne mit selbstgemachten Nudeln

Seit langem ist das meine beste Lasagne, was vor allem an den selbstgemachten Nudeln und den vielen Champignons im vegetarischen Tomaten-Ragout liegt….sie ist unglaublich lecker geworden.

Bisher hab ich meine selbstgemachten Nudeln immer trocknen lassen und wusste nicht so recht, wie ich die Lasagneplatten so hinbekomme, wie die Gekauften. Bis ich vor ein paar Tagen mal wieder eine Sendung mit Jamie Oliver gesehen habe…ach so …der nimmt die frisch gewalzten Nudeln und lässt sie einfach über die Auflaufform lappen, um sie dann zum Schluß als Deckel zu nutzen…auf die Idee bin ich gar nicht gekommen.

Den Nudelteig hatte ich bereits gestern gemacht (nur Mehl, Salz und Wasser – ohne Ei) und hab den Teig mit dem Nudelholz ganz dünn ausgerollt und mit der ersten Schicht die gefettete Auflaufform ausgelegt.

Gleichzeitig köchelt schon die Lasagne-Füllung: Zucchini, Paprika, Knoblauchzehen und roten Zwiebeln und Tomatenmark in Olivenöl angebraten und mit etwas Zucker leicht karamellisiert. Anschließend mit etwas Rotweinessig und einem Schuß Masala und Gemüsebrühe abgelöscht und mit einer Menge kleingeschnittener Champignons und Tomatenpüree aus dem Glas (Passata) aufgefüllt und für ca. 15-20 Minuten bei geringer Hitze leicht kochen lassen. Gewürzt hab ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, frischem Oregano und Thymian.

Dann das Gemüseragout auf den ersten Nudelteigboden geben und Mozzarella darüber…dann die nächste etwas kleiner ausgerollte Nudelplatte darauf geben und erneut mit Gemüseragout und Mozzarella belegen…nun die überlappende Nudelgrundplatte über den Auflauf ziehen und noch einmal mit geriebenem Mozzarella belegen. Für ca. 30 Minuten bei 180Grad Umluft in den Ofen geben.

Erst spät beim Kochen hab ich über die Béchamelsauce nachgedacht und dann doch auf diese klassische Soße verzichtet.

Nur jetzt machte ich mir etwas Sorgen ob die Nudeln so ohne Soße auch tatsächlich gar werden würden. Und WIE das geklappt hat – die Feuchtigkeit aus dem Gemüseragout hat für diese dünnen Nudelplatten ausgereicht…man das ist einfach nur LECKER.

Ein Klempner muss her

Und als ob das in dieser Woche nicht schon genug an Neuerungen und Unruhe war, musste ich am Freitag dann doch noch den Klempner anrufen.

Nach dem nervösen und hektischen Tag im Büro am Donnerstag, hatte ich am Abend noch meinen regelmäßigen Plausch mit dem Rentner aus Hessen….und nach der einen Stunde am Telefon kam ich in die Küche und musste feststellen, das die Spülmaschine nicht mehr wollte….das Wasser stand hoch in der Spüle und lief nicht mehr ab.

Dabei lief das Wasser aus der Küchenspüle die ganze Woche ohne Probleme, nach dem Einsatz von Natron+Essig letzte Woche gab es keinerlei Rückstau mehr…aber jetzt bei der Spülmaschine, die ich seitdem nicht mehr habe laufen lassen.

Jetzt war ich felsenfest überzeugt davon, es liegt an dem Ablaufschlauch der Spülmaschine…da sind Sachen drin, die den Abfluss verstopfen. Ich hab also die Spülmaschine ausgestellt. Die Wasserzufuhr abgedreht und das Wasser aus dem Spülbecken abgeschöpft.

Danach die abenteuerliche Konstruktion der Rohre unter der Spüle fotografiert (damit ich es anschließend genau so wieder zusammen gebaut bekomme) und anschließend demontiert…tja was soll ich sagen…die Rohre und der Syphon waren NICHT verstopft…und jetzt? Das Problem liegt also irgendwo in den Rohren hinter der Wand – jetzt muss ein Klempner her. Also Morgen, denn es war bereits spät am Abend.

In der Nacht hab ich dann auch mega schlecht geschlafen…hab mir Sorgen gemacht…Morgen ist Freitag – hoffentlich bekomme ich schnell einen Termin beim Klempner…sonst bin ich das ganze Wochenende ohne Wasser in der Küche.

Zum Glück war der Freitag mein 1. neuer zusätzlicher Homeofficetag und gleich um 8 Uhr hab ich im Ort einen Klempner angerufen, die mir sehr freundlich die Telefonnummer eines Rohrreinigers, ebenfalls aus der Umgebung, gaben…der wäre zuverlässig und Alt-Eingesessen – also keiner dieser Notfallreiniger die einem überteuerte Reinigungen verkaufen. Sie selber würden keine Rohrreinigungs-Arbeiten mehr machen.

Also dort angerufen – eine sehr freundliche Mitarbeiterin meinte dann auch: ja klar auf jeden Fall kommt heute noch jemand zu mir, wahrscheinlich so gegen Mittag. Echt jetzt? -so schnell? – das wäre ja klasse.

Bereits knappe 2 Stunden später war der junge Mann bei mir und mit viel innerer Ausgeglichenheit und auch Freude an der Arbeit hat er das Problem mittels einer Spirale innerhalb von ein paar Minuten erledigt, hat alles wieder zusammen gebaut und ausreichend getestet….und wenn jetzt das Wasser aus dem Waschbecken abläuft, klingt es fast so, als ob ein Motor das Wasser aus dem Becken saugen würde.

WOW – also soooo gut hat der Abfluss auch bei meinem Einzug noch nicht funktioniert.

Ich hab noch ein Lob für den sehr sauberen Syphon bekommen und auch noch mal den Hinweis, das flüssiges Fett auf keinen Fall in den Ausguss gehört, da er dort erkaltet und eine feste Barriere bildet….na gut – das mache ich ja nicht…hab nur öfter mal sehr fetthaltiges Wasser vom Reinigen der Bratpfanne und des Backofens. D.h.für mich jetzt, das ich sehr fettige Belche und Pfanenn vorher mit einem Küchenkrepp auswische und dann erst ins Spülwasser gebe.

Er meinte dann auch, ich solle ruhig weiter das machen was ich ihm erzählt habe, also ab und an mit heißem Wasser und viel Spülmittel oder eben mit Natron+Essig den Syphon durchgängig halten – und noch der Hinweis, auch die Spülmaschine zwischendurch nicht im Ecco-Modus (50Grad) sondern mit dem Topf-Reiniungsprogamm (70Grad) laufen zu lassen…dann würde es auch dort keine Probleme geben.

Danach war ich richtig euphorisch – hurra – das Thema ist damit endgültig erledigt und sollte so schnell nicht wieder auftreten.

Alles hat Vor- und Nachteile

Die Kollegen aus der Zentrale scheinen auch langsam (endlich) aus der Sommerpause aufzuwachen…es wird unruhiger…es kommen sogar neue Anweisungen bei mir an…allerdings nicht die Aufhebung derselbigen nur einen Monat später.

Erst als mich die Frage einer übergeordneten Abteilung erreichte, wie ich denn auf diese Vorausberechnungen komme, wurde ich hellhörig und hab mal in meiner Abteilung nachgefragt. Antwort der Verantwortlichen: Ohhh sorry, wir haben vergessen Dich zu informieren. AHA – na danke auch…ist ja nicht das Erste Mal und eigentlich wurde mir versprochen, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird.

Über die Effektivität meiner Arbeitszeit muss ich so nichts mehr sagen….hab ich doch mal wieder fast einen Tag vergeudet, weil ich das Thema für alle Gesellschaften neu berechnen musste und die Formulare überarbeitet werden mussten…aber das passte trotzdem noch locker in meinen Zeitplan…dachte ich zumindest.

Aber dann kam es Schlag-auf-Schlag: Probleme mit dem Wechsel eines Finanzamts – der Wirtschaftsprüfer weiß auch nicht, was die da gemacht haben, Probleme mit den Hauptzollämtern und das leidige Thema: Stromsteuer,

Dann ein anderes Thema: Die Wirtschaftsprüfer wollen jetzt doch nicht die ausgiebig debattierte Lösung mit den neuen Verträgen. Alles soll einfach so weiter laufen….nichts mehr übrig von der vorher propagierten Meinung: wir müssen uns jetzt im Vorfeld darauf vorbereiten. Mein Chef den ich um Zustimmung, bzw. Klarstellung bei mehreren Themen bat- doch der findet einfach keine Zeit für eine Antwort.

Und von mehreren Kollegen aus den deutschen Standorten hab ich das auch schon gehört, was ich selber erlebe: Niemand hat mehr Zeit zum Arbeiten: es wird nur noch Meeting an Meeting gereiht.

Ich bin zwar ziemlich zufrieden, nur an wenigen Meetings teilnehmen zu müssen – aber wenn auf der anderen Seite durch diese vielen langen Teams-Meetings, Niemand mehr Zeit hat, die besprochenen Themen auch umzusetzen oder die Quintessenz daraus an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten, dann betrifft mich das auch.

Es war also eine eher mühselige Woche…aber letztlich bin ich dann doch froh, so weit weg von der Zentrale zu sein…ich hab es echt immer noch sehr gut – stehe nicht so im Fokus (deshalb werde ich bei Infos öfter mal vergessen) und hab dadurch die meiste Zeit meine Ruhe.