private Unterhaltung – ich höre ungewollt mit

.Damit ich später nicht das Gefühl habe, etwas zu verpassen weil mal wieder alles dicht gemacht wird oder es mir zu kompliziert wird, wenn ich neben der Impfung bald auch noch einen Test nachweisen muss, hab mich mich Samstag Mittag spontan in mein Lieblings-Steakhouse begeben.

Jawohl es gab ein gutes Ribeye-Steak medium-rare mit Backkartoffeln, Sauerrahm und Knoblauchbrot in einer netten Atmosphäre im Restaurant.

Nur in der Nähe saßen eine ältere Dame und ein älterer Herr die sich scheinbar noch nicht so gut kannten und sich gegenseitig von den Beerdigungen Ihrer jeweiligen Ehepartner erzählten…und wie und wo Ihre Kinder leben….und was sie so machen und wie die Familien damit umgehen…..

Da es sonst sehr ruhig in unserem Teil des Restaurants war, konnte ich leider nicht weghören und ich hatte auch keine Kopfhörer dabei um meine Aufmerksamkeit wegzulenken..so blieb mir nichts anderes übrig, als der Unterhaltung zu folgen…während ich mein Steak zelebrierte….und fühlte mich wie ein Eindringling in diese sehr private Unterhaltung.

Am Anfang dachte ich noch, wie traurig das alles klingt, was die Beiden sich da erzählen…aber im Laufe der Zeit hörte man den Stolz auf die eigenen Kinder und Enkelkinder und auf das eigene Leben, wohin sie früher in den Urlaub gefahren sind, was sie mit ihren Partner unternommen haben.

Ich schaute etwas verstohlen zu den Beiden rüber…beide waren in Ihren 70ern, normal gekleidet, nicht zu schick, nicht rausgeputzt…Beide hatten eine ruhige und unaufgeregte Sprechweise…aber ich war zu nahe dran, deshalb hab ich jedes Wort hören können. Es wirkte ein wenig wie zwei Menschen, die sich zum ersten Mal verabredet haben – ein Date?

Ich fand es im Nachhinein schön, das sie sich gegenseitig erzählt haben, wie die Beerdigungen waren…sie haben sich geöffnet und erzählt, sind nicht mehr alleine damit…haben Gemeinsamkeiten entdeckt…das ist schön und ich hoffe die Beiden sehen sich wieder…

Winzer-Glühwein aus Rheinhessen

Mit der Aussicht, das durch die 4.Welle der Pandemie ,das öffentliche Leben in den einzelnen Bundesländern wieder runter gefahren werden könnte…Bayern hat ja schon (fast) alle Weihnachtsmärkte abgesagt und die Regeln für Clubs und Bars verschärft…hab ich Freitagnachmittag in Kaltenkirchen den kleinen Weihnachtsbuden-Markt vor dem großen Möbelhaus besucht.

Dort ist auch ein Stand vom Weingut Ochs, Rheinhessen und der hat sooo leckeren Weißen Glühwein….beim ersten Besuch mit meiner Schwester hatten wir ja nicht nur den Glühwein probiert, sondern ich hatte auch eine Bestellliste mit genommen.

Später Nachmittag war es erst, als ich ein Glas heißen Glühwein getrunken habe, danach ein Glas gut temperierten Weißburgunder und eine Probiergröße Grauburgunder….hmmm ja, sehr lecker…. Also die Bestellung hab ich gleich abgegeben mit 6 verschiedenen Weinen…lasse mich mal überraschen.

Es wird direkt zum Weinstand geliefert, dann kann ich mir den dort abholen. Das ist einfacher, als ihn per Fracht schicken zu lassen. Die letzten Male als ich vom Weingut Weitzel habe liefern lassen, war der Kartonagen-Aufwand derartig groß….wow… also die Flaschen waren extrem gut gesichert…die Pappe seeehr dick um um jede einzelne Flasche…ja gut geschützt, aber viel Aufwand, das wollte ich jetzt auf diese Art der Bestellung vermeiden. Außerdem wollte ich ja mal das Weingut wechseln.

Ich vertrage aber scheinbar gerade sehr wenig Alkohol….denn ich war nach den 2 Gläsern und 1/4 Probierglas nicht mehr fahrtauglich. Okay – ich hatte noch nicht so viel gegessen….aber das mich der Wein derartig umhaut, hätte ich nicht gedacht.

Erste Maßnahme: eine Currywurst vom Nebenstand….danach ein längerer Aufenthalt im Möbelhaus (ohne etwas zu kaufen)….ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft und anschließend noch ein paar Minuten im Auto sitzen, bis ich das Gefühl hatte, wieder alles unter Kontrolle zu haben…anschließend ohne Umwege nach Hause…und am späten Abend noch eine Runde walken.

Nachtrag: gerade kam der Anruf das meine Weinlieferung Morgen direkt zu mir nach Hause geliefert wird, bevor der Transporter vom Weingut dann weiter zum Möbelhaus fährt, um dort seine Vorräte wieder aufzufüllen….auch nicht schlecht, Ich bin ja Morgen im Homeoffice.

Dänisch – am Gaumen zerquetschte Worte

Vor 4 Tagen habe ich nun damit angefangen Dänisch zu lernen. Wie ich durch die Sprechweise meiner dänischen Kollegen bereits wusste, ist die Aussprache schon besonders…aber jetzt zu merken, wie sehr sich die Schreib- und von der Sprechweise unterscheidet, ist schon krass.

Teilweise hab ich beim Nachsprechen das Gefühl zu lallen, aber Babbel gibt mir sehr oft die Nachricht: „Gute Aussprache“. Nach den ersten 2 Tagen konnte ich mich aber an keines der Worte, die ich gelernt hatte, erinnern…sooo fremd und unlogisch erschien mir alles.

Ich brauchte tatsächlich 3 Tage, um mich an den Klang der Sprache zu gewöhnen…das bei einzelnen Worten eben nicht die Stimme gesenkt, sondern angehoben wird….das mehrere Worte in einem Satz auf einmal anders klingen, als wenn man die Worte einzeln sprechen würde. So langsam lerne ich die Sprechweise von offenem und halboffenem A und weichem D.

Was mir in den ersten Tagen die meisten Probleme bereitete, das ein weiches D oder doppel-D wie ein am Gaumen zerquetschtes L klingt.

So langsam kommt der Wiedererkennungs-Effekt…ich erkenne einzelne Worte und Sätze und kann diese übersetzen und auch einfache Sätze bilden. Ganz rudimentär mit den wenigen Vokabeln, die man nach 4 Tagen eben schon lernen konnte.

Englisch lerne und spreche ich schon mehr als 40 Jahre….haha und lerne trotzdem immer noch dazu…Spanisch hab ich nur 2 Jahre in der Schule gelernt….jetzt eine neue germanische Sprache zu lernen, ist tatsächlich eine Herausforderung für mich.

Ich muss die Sprache ja nicht lernen, sondern ich möchte…d.h. ich möchte mich in die Lage versetzen normalen Unterhaltungen folgen zu können. Eine neue Sprache zu Lernen hält auf jeden Fall den Denkapparat fit….na dann also los…

Nachtwanderungen

Meine Wander-/Walking-Runden in dieser Woche waren sehr ausgedehnt…aber ohne Taschenlampe geht fast nichts.

Solange ich im Ortskern bleibe, geht es noch…aber ich mag lieber in Parks, am Stadtrand oder über Feldwege laufen….das war in Pinneberg an vielen Stellen möglich, weil es auf kleinen Wegen, die oft von Radfahrern genutzt wurden, immer ein paar Lampen gab….oder im Park oder rund um den Friedhof.

Hier in Quickborn gibt es entweder – oder. Entweder man ist im Ort – dann gibt es Licht….oder man ist außerhalb oder auf parkähnlichen Wegen und dann ist es fast immer DUNKEL…also richtig dunkel.

Zu meiner Laufroutine gehört damit immer eine Taschenlampe….inzwischen hab ich schon 3 …. gestern bin ich von meinem Zuhause bis ins Himmelsmoor gelaufen….und im Bogen wieder zurück…das waren zum Teil Feldwege die komplett von der Dunkelheit verschluckt schienen…und so ohne Mond und bei dickverhangenen Wolken aus denen es nieselte, schien sich die Dunkelheit mehr und mehr zu verdichten.

Zum Glück macht mir Dunkelheit nichts aus…im Gegenteil mag ich die Dunkelheit sehr gerne…..und so bin ich zügigen Schrittes, eine schöne 6,5 km lange Strecke gelaufen….

Bilder und ihre Wirkung

Was hat ein Krimi mit den Bildern in meiner Wohnung zu tun? Auf den ersten Blick nichts, auf den zweiten Blick hat es meine Entscheidung welche Art von Bildern ich aufhänge, tatsächlich beeinflusst.

Ich bin ein Fan europäischer Krimis und vor allem auch aus Deutschland. Vor fast 2 Jahren gab es in einer meiner Lieblingskrimi-Serien eine Folge, in dem ein alleinstehender Mann zu Tode kam und die Ermittler in seiner Wohnung keine Familien-Bilder und keine Bilder von ihm selbst fanden. Alles wirkte trostlos und es kam die Frage auf, ob er sich selbst überhaupt gerne an sein Leben erinnert, wenn er so gar keine Erinnerungsfotos an den Wänden hat.

Ich selbst habe viele Bilder an den Wänden, bei mir wirkt die Wohnung nicht trostlos oder fade…trotzdem hat mich das zum Nachdenken gebracht, WARUM ich eigentlich keine persönlichen Fotos an den Wänden oder irgendwo auf einer Anrichte stehen habe. Seit vielen Jahren gibt es schöne gekaufte Bilder an den Wänden und mehr und meine Selbstfotografierten von Bäumen und Landschaften, die ich auf Leinwand habe ziehen lassen…..aber ich mochte es noch nieeee, Fotos meiner Familie, meines Freundes oder von mir selbst aufzuhängen.

Warum ist mir selber nicht ganz klar…das hat evtl. etwas mit meiner klaren und aufgeräumten Vorstellung von Gemütlichkeit zu tun….alles muss sich unverschnörkelt und klar strukturiert zusammen-fügen. Alles muss zusammen passen und soll miteinander wirken. Ein Bild kann da schnell die Harmonie einer Wand stören, wenn es sich nicht richtig einfügt.

Aber diese Aussage aus der Krimifolge hab ich irgendwie im Kopf behalten. Gestern hab ich ein großes Paket von der Post abgeholt. Anfang der Woche hatte ich 3 Leinwand-Bilder bestellt. In meinem Zuhause hab ich ja keine Schrägen mehr, also können mehr Wände Bilder vertragen.

Ein große Leinwand zeigt nun 4 Einzelbilder die zu einem Gesamtbild zusammengefasst wurden, mit den schönsten festgehaltenen Szenen mit meinem Tanzpartner und mir auf unseren Turnieren….und das hängt jetzt in meinem Schlafzimmer an einer Seite, ganz alleine auf einer Wand und wirkt durch die leuchtenden Farben meines Turnierkleides perfekt zum dezenten weiß-grau des Raumes. Und was soll ich sagen, es fühlt sich richtig gut an.

Da ich noch 2-3 Ideen für neue Bilder habe, werde ich eines davon als Kollage machen, in dem Schwester+Schwager im Mittelpunkt stehen werden….das kommt dann in mein Arbeitszimmer.

Vollkorn-Bagels

Beim Vorbereiten des Teiges für ein Brot am Wochenende, hab ich mich für einen Sauerteig aus Vollkornweizenmehl entschieden, ergänzt um kernige Haferflocken und einem Päckchen Hefe.

Wie erwartet, war der Teig ziemlich schwer. Doch als auch nach 36 Stunden Ruhezeit das Volumen des Teiges nur mäßig aufgegangen ist, hab ich mich gegen ein Brot entschieden und daraus Vollkorn-Bagels gebacken.

Vorteil 1: die Teiglinge sind kleiner als bei einem Brot – es geht also schneller beim Backen

Vorteil 2: die Teiglinge werden für 40-60 Sekunden in heißem Wasser blanchiert…das soll die Feuchtigkeit im Teig erhöhen….also der Teig wird saftiger und bleibt es auch eine Weile

Aus meinem Teig hab ich 6 Bagels und 2 Brötchen gebacken. Die 2 Brötchen dienen als Vergleichsprobe, ob der Teig tatsächlich weniger saftig ist, als bei den Bagels. Ergebnis: eindeutig JA.

Aber trotzdem sind die Bagels jetzt nicht luftig und leicht…sondern auch nach dem Backen kompakter als erwartet. Früher hätte man gesagt gut für lange Wanderungen, denn sie schmecken gut und halten lange satt- Quasi Fitnessbrötchen hihi.

Wohlfühl-Kochen – Wertschätzung

Wohlfühl-Kochen – Wertschätzung

In dieser Woche fehlt mir die Sonne…jetzt nicht die Sonne aus heißen Sommertagen, sondern einfach, das sich die Sonne überhaupt einmal zeigt…also, das sie noch vorhanden ist….und gibt es tatsächlich noch so etwas wie einen klaren blauen Himmel?

Das grau in grau in grau in grau der letzten Tage, dazu oft nass und windig schlug mir etwas auf meine Aktivitäts-Lust…..jaaa ich weiß das ist normales November-Wetter…aber so ein BISSCHEN…so ein KLEIN WENIG… Für den heutigen Sonntag stehen die Chancen nicht schlecht…es werden 6-Sonnenstunden vorausgesagt….

Was macht man also, wenn Einem das Grau der Tage erschlägt….also ich gehe wieder viel draußen walken….aber das ist ja noch im Dunkeln des Morgens oder im Dunkeln am Abend. Regenjacke an, Positionslichter an den Ärmeln angebracht, Mütze und Taschenlampe geschnappt und los geht es.

Für die Zeit dazwischen hab ich mich (also nach der Arbeit) fürs Wohnfühl-Kochen entschieden…Rezepte die in diese Jahreszeit passen und die mich glücklich machen.

Gestern auf dem Wochenmarkt hier im Ort, hab ich an einem kleinen Verkaufswagen mit Produkten aus dem Alten Land, neben Äpfeln deren Sortennamen ich noch nie gehört hatte, auch einen Kopf Rotkohl und eine große Tüte mit bereits gezupften Grünkohl gekauft.

Nach dem gepimpten Grünkohl aus dem Glas Anfang der Woche ,steht mir jetzt doch der Sinn nach so richtig frisch Gekochtem. Das mache ich aber erst später heute.

Dafür gab es ein paar Tage zuvor schon eine aus Rinderbeinscheiben gekochte Rindfleisch-Gemüse-Suppe mit separat gekochtem Reis als Einlage……einfach – deftig – und richtig lecker…genau das, was ich bei dem ungemütlichen Wetter mag:

Mittwoch gab es gebratenes Lachsfilet mit Rosenkohl und Reis.

Rosenkohl – entweder man hasst ihn – oder man liebt ihn. Ich liebe diese kleinen Knöspchen: Gekocht in Salz und etwas Kümmel, abgeschmeckt mit Muskat und etwas Pfeffer und dazu die gebräunte Butter in die der Lachs vorher schon geschwenkt wurde. Hmmmmm yummy.

Seitdem ich wieder alleine bin, bin ich auch beim Kochen wieder weg von gebundenen Gemüse-Soßen. Mein Ex-Freund liebte zu allem Gemüse eine Bechamelsauce. Diese aus Butter, Mehl, Milch und Gewürzen gerührten schweren weißen Soßen…ich hab sie zwar immer selber gemacht und finde sie auch lecker….aber meistens mag ich mein Gemüse doch lieber ohne.

Ich koche auch gerne für mich allein….und esse mit Genuss….gerade bei ungemütlichem Herbstwetter ist das eine Umarmung an mich selbst. Es ist ein Ausdruck von Selbstfürsorge und ein mich selbst Wertschätzen. Ich bin es mir wert, das ich mir genau das koche, was ich gerne mag.

eigene Nudeln

Gestern Abend hab ich mich spontan an einen Nudelteig gewagt…es ist doch schon eine Weile her…ich hab also aus Weizenmehl, Wasser, einen Schuß Olivenöl und etwas Salz einen Teig geknetet und ganz dünn ausgerollt….mit einem Messer hab ich den Teig in schmale Streifen geschnitten….

…dabei war der mobile Kleiderständer beim Aufhängen der Nudeln von gutem Nutzen….hahaha die kleineren hab ich dann später auf dem Backofen-Rost zum Trocknen gelegt und gehängt.

Heute Mittag hab ich im Homeoffice einem Teil der Nudeln gleich einmal gekocht…dazu gab es dann eine schnelle Tomatensauce…Beides war ruckzuck fertig.

jaaaaa …..sehr lecker….sollte ich öfter auf die Idee kommen, Nudeln selber zu machen, muss ich mir aber noch Gedanken machen, wie ich das Trocknen etwas produktiver gestalten kann.

Kochen im Herbst

Kulinarisch geht es weiter in den Herbst hinein…und damit in die Zeit von Eintöpfen, Suppen und Kohlgemüse….und jede Art von Wohlfühl-Essen.

Zuerst gab es Anfang der Woche Grünkohl….und da ich ja immer noch meine Notfall-Reserven aufbrauche, kam der Grünkohl aus dem Glas….bin ja normalerweise kein so großer Freund davon…aber den hab ich so aufbereitet, das er einfach lecker war.

Also eine kleingehackte Zwiebel und etwas Zucker in ganz wenig Schweineschmalz karamellisieren, dann das Glas Grünkohl hinein und leicht anrösten lassen, etwas gewürfelten Speck hinzugeben …mit etwas Wasser und wenig Weinessig ablöschen, mit Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und einen mutigen Löffel Senf würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen….Fertig ! und erstaunlich lecker…ich hab es nur mit Brot gegessen…aber klassisch mit Kartoffeln und Kohlwurst wäre auch gut gewesen…und ich war so überrascht das ich nicht mal ein Bild gemacht habe.

Zum Nachtisch hab ich gleich mal für 2 Tage einen Topf Milchreis gekocht. PERFEKT bei dem trüben Wetter mit Zimt und Zucker und etwas Butter…..ein Kindheitstraum für kalte Tage.

Am Tag zuvor gab es dann die selbst-gemachten Kartoffelspalten in Schale zum Spitzkohl-Auflauf….die sahen fast so aus, wie die Gekauften, waren aber besser…immerhin hab ich sie so gewürzt wie ich es mag:

Mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer, dazu etwas Öl….alles vermischt und ab in die Heißluft-Friteuse.

Wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, sind die immer wieder überrascht, was ich alles darin mache….vor ein paar Tagen erst hab ich erzählt, das ich darin mit Butter bestrichene Scheiben Brot anröste und meine Pizzastücke direkt aus dem Gefrierschrank darin nicht nur auftaue, sondern in ca. 5 Minuten auch verzehrfertig knusprig frisch bekomme….so schnell ist keine gekaufte Tiefkühlpizza im Backofen.

Beim Einfrieren der fertig gebackenen (sehr dünnen) Pizza achte ich aber auch gleich darauf, das ich die Stücke so zuschneide, das sie in den Garkorb der Friteuse passen….und Fett kommt auch keines mehr hinzu.

Auch wärme ich darin die Speisen auf, die ich knusprig mag…wie gebratenes Lachsfilet (das ich am Tag zuvor in der Bratpfanne zubereitet habe) oder Hähnchenkeulen vom Vortag. Die Möglichkeiten einer modernen Heißluft-Friteuse ist nicht zu vergleichen mit den Fetttränken von früher….

Gestresster Großstadt-Supermarkt

Nach Feierabend heute hatte ich noch etwas dienstlich zu erledigen…bin also mit dem Auto mitten rein nach Hamburg…und auf dem Rückweg kam ich an einem großen modernen Gebäude vorbei das einen REWE-Supermarkt beherbergt und groß damit wirbt, das das Parken im Untergeschoss des Hauses kostenlos ist…zumindest 1 Stunde, aber den Zusatz hab ich auf die Schnelle nicht lesen können.

Kurzentschlossen bin ich also in die Tiefgarage gefahren – KEINE Schranke und es wurde auch auf den Supermarkt hingewiesen und das es ein öffentliches Parkhaus ist. Soweit – so gut!

Bei Verlassen der Tiefgarage in Richtung Supermarkt stand so ein merkwürdiges Schild und ich blieb stehen um es zu lesen: Also das Parkhaus kostet Geld, wenn man länger als eine Stunde dort parkt und man muss vor Verlassen des Parkhauses (ohne Schranken) das Kennzeichen seines Autos in den Kassenautomaten tippen, um dann dort zu bezahlen.

Ein Parkticket bekommt man nicht, alles wird ganz modern per Kameras geregelt. hmmmmm?? und was heißt das jetzt, wenn ich weniger als 1 Stunde parke…muss ich mich dann auch erst am Kassenautomaten mit dem Kennzeichen „melden“….ein freundlicher Mitarbeiter im Supermarkt hat mir diese Frage dann beantwortet: NEIN – innerhalb der Stunde fährt man einfach wieder raus und kurz vor Verlassen des Parkhauses wird einem auf einem Monitor das eigene Kennzeichen angezeigt und ob man doch noch etwas bezahlen muss. Das Autokennzeichen wird für mehrere Tage gespeichert.

Sehr ungewohnt …und auch der Laden war überhaupt nichts für mich…Alles sehr modern, aber auch extrem eng. Enge Gänge, überall stand zusätzlich Ware herum, keine Frischtheken, eine vorgegebene Gangrichtung….kein Platz vor den Kassen…dahinter erst recht nicht….viele Kunden im Laden und nur eine Kasse auf….PUHHHHH….also da musste ich schon mehrfach tief durchatmen, um die Enge auszuhalten.

Die junge Kassiererin knallte dann auch mein Gemüse mit so einer hektischen Bewegung auf die Waage und dann noch einmal, als sie es vor mir ablegte, das ich gebeten habe doch etwas vorsichtiger damit umzugehen…immerhin möchte ich das noch essen. Sie schaute ganz erstaunt, hielt inne und hat sich entschuldigt.

Da hab ich es auch gemerkt…der gesamte Laden mit seiner Betriebsamkeit und der Enge hat unbewusst Stress erzeugt…nicht nur bei mir, auch bei den Angestellten….das war kein gemütliches: ich gehe mal einkaufen und schau mal was es so gibt – sondern das typische Großstadt-Gehetze: ich muss schnell noch etwas besorgen.

Den gleichen Supermarkt in groß oder auch klein gibt es überall bei mir in der Kleinstadt-Gegend…und da machen auch die kleinen Läden mehr Spaß….ist klar, das ich diesen Laden mitten in der Großstadt, eher nicht noch einmal aufsuchen werde….