Draußen ist es gar nicht mal kalt, aber nass und auch schon wieder Dunkel….und ich kann aktuell weder drinnen, noch draußen das machen, was ich gerne machen möchte (Stillhalten ist echt nicht so mein Ding)…aber noch 1-2 Tage sollte ich vernünftig sein und die Füße stillhalten.
…. also WAS mache ich nun…Eigentlich wollte ich ein paar Dinge vom Balkon auf den Dachboden bringen…wollte ein wenig in den Schränken umräumen…hab jetzt von meiner Vermieterin die Info bekommen, das ich die Balkon-Umrandung auch wieder fixieren kann….alles schön und gut…aber ich kann mich ja noch nicht hinknien, kann nicht die Leiter zum Dachboden hochklettern…usw….nachher mache ich noch einmal einen kleinen Spaziergang…aber das war es auch.
Also hab ich mich in die Küche gestellt und zum kombinierten Frühstück/Mittagessen Waffeln gebacken….
und zum Abendessen gab es Fleischklößchen in Tomatensauce….hahaha. Seit der Serie „Bing-Bang-Theory“ weiß ich, das man das tatsächlich mit Spaghetti essen kann…ich mag es aber trotzdem lieber mit Reis….
Die Tomatensauce besteht aus frischen Champignons, Frühlingszwiebeln, Paprika, Knoblauch und Dosentomaten…. Nach einer Infosendung über die Qualität und Herkunft der Tomaten in Dosen, habe ich mich schon vor einer ganzen Weile den etwas teuren Produkten im Supermarkt zugewendet…und habe es bisher nicht bereut… Diese schmecken tatsächlich mehr nach Tomaten und sind nicht so säuerlich und wässrig, wie bei den Discounter-Dosen. Sonst musste ich immer noch die Soße mit Tomatenmark andicken…das entfällt jetzt ..und die Tomaten kommen hierbei auch auch Italien (laut Hersteller-Angaben)…nicht aus China.
Für die Fleischbällchen habe ich 100% Rindfleisch genommen….und damit ist das auch ohne Reis oder Nudeln ein leckeres Abendessen….
Was macht man mit dem Urlaub in Zeiten des Lockdown?
Also ich hatte ja meinen Urlaub vom November (im Teil-Lockdown) auf den Dezember geschoben. Soooo und just an dem Tag, an dem es in den komplett-Lockdown geht, hab ich nun bis Ende dieser Woche Urlaub….ich wollte ihn aber nicht noch einmal absagen….immerhin nehme ich schon genügend Tage mit ins neue Jahr…und ein paar freie Tage sind ja auch so nicht zu verachten.
Also den gestrigen Tag hab ich quasi verschlafen…..wie ein Murmeltier hab ich mich bereits ab 11 Uhr Vormittags auf die Couch verzogen, die Decke drüber gezogen und den Tag mit Lesen, Fernsehen und Schlafen verbracht….und trotzdem hab ich heute Nacht auch noch gut und lange geschlafen. Also das war wohl nötig….tut auch dem Heilungsprozess gut.
Soooo und heute Morgen nun bin ich endlich wieder ans Elbufer gefahren…aber erst bei Sonnenaufgang und ausschließlich auf befestigten Wegen bin ich gelaufen…also langsam, ohne den Fuß zu sehr abzurollen…alles damit die Wunde unterhalb der Kniescheibe nicht gleich wieder aufreißt, wo sie sich doch gerade so gut beginnt zu schließen.
Der Nachteil bei der für mich ungewöhnlich langsamen Fortbewegung: mir wird nicht wirklich warm dabei ….hahaha…ich bin ja sonst immer im Schnellgang-Modus…also walken… Somit hatte ich die nasse Kälte etwas unterschätzt…trotzdem war ich fast eine 3/4 Stunde unterwegs….und es tat richtig gut.
Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll, ohne das es wie Verfolgungswahn klingt.
Gestern Abend bin ich wieder zu einem weiteren kleinen Abend-Spaziergang aufgebrochen. Zuerst voller Elan, weil die Wunde gar nicht mehr so weh tat….aber schon nach ganz kurzer Zeit zog es doch wieder schmerzhaft…und ich bin ganz vorsichtig weiter gegangen.
Kurz vor meiner Haustür ist ein Auto an mir vorbei gefahren….und ganz unbewusst hab ich das Städte-Kennzeichen gesehen… Ich blieb stehen…der Wagen fuhr an mir vorbei und blieb so 30 Meter weiter vor mir stehen…der Wagen hatte den Motor an, fuhr aber nicht weiter, es stieg auch niemand aus…ich bin dann die letzten Meter langsam weiter zum Haus gegangen und hab die die Tür hinter mir geschlossen. Das Städtekennzeichen hatte ich bis vor ein paar Wochen selber noch an meinem Wagen…aber ich kannte weder das Auto, noch war mir das gesamte Nummernschild irgendwie bekannt.
Der Kreis hat 237.000 Einwohner….und ist mehr als 500km entfernt……..wahrscheinlich alles purer Zufall…aber mein Blutdruck schoss in die Höhe, sogar eine leichte Form der Panik stieg in mir hoch. Allein der Gedanke, mein Ex-Freund könnte hier auftauchen (egal ob krank oder nicht) bereit mir inneres Unwohlsein. Faktisch gibt es keinen Grund warum er hier auftauchen sollte, und es gibt auch keinen echten Grund weshalb ich nur bei dem Gedanken so über reagiere…
Ich hab in der letzten Nacht sehr wenig geschlafen, weniger als 4 Stunden…und bin heute Morgen hundemüde aufgestanden…wäre ich heute nicht mit dem Controller im Büro verabredet gewesen, ich wäre zuhause geblieben…so aber war Homeoffice keine Option.
Der Tag war dann auch etwas zäh…aber eigentlich bin ich trotzdem ganz gut voran gekommen. Meinen direkten Kollegen hatte ich jetzt 1,5 Monate nicht gesehen, da wir ja immer abwechselnd Office und Homeoffice machen, so das immer nur einer von uns Beiden im Büro anwesend ist.
Heute nun, einen Tag vor meinem 3-Tage Urlaub und dann direkt anschließend sein Weihnachts-Urlaub, wollten wir uns im Büro treffen…Mittags etwas beim Restaurant Atlas bestellen, um dann gemeinsam (also im gleichen Raum sitzend, mit viel Abstand) ein kleines Advents-Essen zu haben…als Dritten im Bunde hatten wir noch unseren Juristen dabei….
Es war schön sich mal wieder mit dem Controller zu unterhalten, naja bis zu einem gewissen Grad…was mir auffiel war seine deutlich negativere Haltung zu den Corona-Maßnahmen, als noch vor ein paar Wochen…ich will nicht sagen radikal…aber deutlich aggressiver ablehnend….das hat mich überrascht und ich brauchte ein paar Momente um es zu realisieren und meine Gegen-Argumente zu stoppen, damit die Situation sich nicht zuspitzen konnte. Hahaha …jeder darf ja seine Meinung haben…und wir sind da Jetzt eben unterschiedlicher Auffassung…also lenke ich lieber ein und versuche das Thema zu wechseln, möchte ja keinen Streit herauf beschwören.
Wir haben uns das Essen vorher ausgesucht, ich hab es online bestellt und dann auch abgeholt, ist ja nicht zu weit weg vom Büro….Wir hatten es bewusst auf Drei Personen beschränkt…mit 6-8 Kollegen wären es einfach zu viele im Frühstücksraum gewesen – eigentlich schade.
Ich hatte heute aber an alle Kollegen einen kleinen Schoko-Nikolaus verteilt, so als kleinen Advents-Gruß…und wir haben heute auch unsere Firmen-Weihnachtsgeschenke bekommen….Also eigentlich war es ein ganz lockerer Tag….
Aber es gab noch 2 kleinere berufliche Begebenheiten mit dem Controller, so das am Ende meines Arbeitstages bei mir ein ungutes Gefühl blieb….Ich wurde in Dinge mit einbezogen, in die ich nicht hinein gezogen werden wollte…bei den Gesprächen heute mit den anderen Kollegen hatte ich dieses ungute Gefühl nicht….aber ich muss auch sagen, das ich am Nachmittag von Minute zu Minute müder wurde…ich musste unbedingt nach Hause…Schlaf nach holen…
…und jetzt hab ich bis Ende der Woche Urlaub. Ich kann zwar noch nicht wieder richtig laufen und durch den Lockdown kann ich weder durch Geschäfte bummeln, noch ein Cafè aufsuchen…..aber trotzdem freue ich mich jetzt auf ein paar Tage ohne Arbeit….
Schnell noch etwas einkaufen, bevor die meisten Läden dicht machen? Nein…eigentlich nicht.
Immerhin haben alle Lebensmittelgeschäfte weiterhin auf, ebenso Drogerien und Apotheken…also hatte ich nicht das Bedürfnis nun noch einmal vor dem Shutdown einkaufen gehen zu müssen….
ABER dann…dann musste ich doch tatsächlich feststellen, das ich überhaupt keinen Vorrat mehr an Kerzen habe…ein paar Teelichter, ja…aber keine Ersatzkerzen für das Adventsgesteck…keine Kerzen für meine Dekoschalen…keine großen Stumpen-Kerzen für den Boden-Kerzenständer…
Weihnachten ohne Geschenke: Geht okay Weihnachten ohne Tannenbaum: wäre möglich (ich hab aber schon einen Kleinen für den Balkon) Weihnachten ohne Kirche: Geht klar …..aber die restliche Adventszeit und Weihnachten ohne Kerzen : NEIN…das geht nun einmal gar nicht.
Also hab ich mich gestern, entgegen meiner inneren Überzeugung, doch noch auf den Weg zum Dänischen Bettenlager gemacht. Da hatte ich diese schönen geriffelten Kerzen für meinen Adventskranz besorgt…also hab ich den Nachschub auch genau dort besorgt.
Zum Glück musste ich dazu nicht in die Innenstadt fahren….und so hab ich mir einen ausreichenden Kerzen-Vorrat angelegt….also der reicht auf jeden Fall bis zum Ende der Weihnachtszeit und ganz bestimmt auch bis zum Ende des Winters.
Um bequem über eine längere Strecke im Auto sitzen zu können, musste ich tatsächlich meinen Sitz im Auto neu einstellen…aber dann ließen sich die 160km ganz gut im Auto aushalten.
Die Fahrt zu Schwester und Schwager verlief nicht ganz so ruhig, wie ich es vermutet hätte…es waren sehr viele Autos in Richtung Küste unterwegs…aber trotzdem konnte ich noch einigermaßen entspannt fahren. Heute Morgen, auf der Rückfahrt, war es wesentlich leerer auf den Straßen…okay heute dürfen ja nur bestimmte LKW`s fahren.
Mein Schwager musste gestern Arbeiten (Die Jahres-Inventur in seiner Firma). Ich hatte extra Dinkelbrötchen gebacken (und KEINE Weihnachtskekse), hab am Morgen noch Matjes besorgt und so gab es dann für meine Schwester und mich erst einmal Mittags ein herzhaftes Fischbrötchen. Da wir Beide ja lädiert sind, wollten wir den Aufwand so gering wie möglich halten….
…nach dem Essen mit ausgiebiger und lustiger Unterhaltung, sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen. Also wirklich Spaziergang….gaaaaanz langsam…und es lief eigentlich ganz okay…nur am Ende mussten wir von der Solitüde einen sehr steilen Weg hoch laufen…und da bin ich zweimal etwas ungünstig mit dem Knie weggeknickt….so das sich meine Wunde schmerzhaft in Erinnerung brachte…..trotzdem – insgesamt, hat der Spaziergang bei diesigem und leicht nebeligem Wetter und leichten Wind doch sehr gut getan….Endlich mal wieder draussen laufen….frische Seeluft an der Strandpromenade….entspannte Unterhaltung….JA – das tat gut.
Am Abend haben wir dann zu Dritt ganz bequem drinnen verbracht….ich hab meiner Schwester eine seit längerem versprochene Nacken-Rückenmassage verpasst, während der Schwager seine schmerzende Hüfte in der Badewanne entspannte (er hat seit Jahren Hüftprobleme und bereits auf der einen Seite eine Künstliche eingesetzt bekommen). Später haben wir thailändisches Essen liefern lassen….und zum Nachtisch frischen Obstsalat mit Sahne und dazu Prosecco mit schwarzen Johannisbeeren getrunken.
Ehrlich…der Prosecco schmeckte derartig künstlich und über-süß….für mich was es fast ungenießbar ….hahahha zum Glück hatte ich noch Sekt und Wein mit gebracht und so sind wir auf den feinherben Rosè umgestiegen.
Diese kleine Familien-Zusammenkunft tat uns allen Dreien gut….und für mich gab es noch ein Nikolaus-Geschenk mit meiner Lieblings-Schokolade und einem kleinen Schutzengel:
jaaaaa – so einen kleinen Schutzengel können wir alle gut gebrauchen….
Heute Morgen haben wir noch gemeinsam gemütlich gefrühstückt, ehe ich mich wieder auf den Heimweg gemacht habe…..hachja….das war schön meine Familie mal wieder knuddeln zu können.
Geplant ist, das wir am 1. Weihnachtsfeiertag zum Mittagessen zusammenkommen, ich aber am Abend bereits wieder nach Hause fahren werde….soweit der Plan. Das würde auch mit dem heute beschlossenen Corona-Lockdown auch konform gehen UND bietet auch weiterhin Schutz für uns, da wir ja sowieso in fast Quarantäne leben……hahahha. Also wenn nichts dazwischen kommt, fahre ich in 12 Tagen wieder nach Flensburg.
Jetzt aber, muss ich mich erst einmal heute Nachmittag um meine Wohnung kümmern….putzen, waschen…..seufz….all das, was so in der letzten Woche unerledigt geblieben ist…..aber gaaaanz langsam….
Wieviel Abfluss von Fachwissen kann eine Abteilung / eine Firma aushalten?
In den beiden Abteilungen (Buchhaltung+Controlling) gab es, vor meinem Weggang insgesamt 8 Personen.
3 sind schon weg (mich eingeschlossen), 1 hat jetzt gekündigt und 1 möchte das im Laufe des nächsten 1/2 Jahres auch.
Geballtes Fachwissen über die Prozesse innerhalb der Firma ist schon oder ist dabei, zu gehen…Teamleiter, kaufmännische Leitung UND zusätzlich geht auch noch der Geschäftsführer Ende diesen Jahres in Rente….
Und dazu rumort es ganz gewaltig in meinem ehemaligen Team….aber das hat sich ja schon angedeutet….und der erneute Ausbruch hat wohl zu ernsthaften Zerwürfnissen geführt….Und die neue Teamleitung bemüht sich nicht das zu glätten. Sie bleibt eher in der passiven Rolle…lässt es einfach so laufen. Okay, sie ist jetzt noch nicht so lange dabei…und hatte noch nie Personalverantwortung…
Nun gut…ich bin ja eh raus…und ich lasse mich in diesen Disput auch nicht mehr reinziehen…Sind alle alt genug…hahaha
Soooo….die ganze Woche war ich also zu ziemlicher Bewegungslosigkeit verdammt. Durch die Schmerzen fiel es mir zwar leicht…aber emotional fehlt neben der Bewegung, auch die frische Luft. Jetzt einfach draußen nur rum zu stehen, war auch nicht sooo prickelig…bei den Temperaturen um 0-2 Grad.
Also ich hab in dieser Woche gearbeitet, war nicht einkaufen, hab nur minimal zuhause Dinge erledigt, die meiste Zeit hab ich mich sehr ruhig – also still – verhalten. Was aber nicht bedeutet, das Liegen für meine Wunde so dolle war….hahaha….Egal welche Sitz- oder Liegeposition ich einnahm….zu lange in einer Position war ungünstig.
Erst seitdem ich diese speziellen Wundauflagen benutze, bei der die Wunde keinen Schorf bilden kann, geht es richtig aufwärts und ich kann auch länger in einer Position ausharren. Es geht auch nur noch um die tiefere Fleischwunde…alle anderen kleinen Schürfwunden sind schon so gut wie weg.
Beruflich war diese Woche sehr erfolgreich.. und hab endlich mal wieder mit einem meiner Mädels telefoniert und so auch ein paar Neuigkeiten aus meiner alten Firma erfahren….ansonsten bin ich guter Dinge. Und doch hab ich versucht mich endlich einmal den Corona-Endlos-Informationen zu entziehen…ich brauche gerade mal eine Pause. Nur eine Pause von der Informationsflut…natürlich halte ich mich an alle Regeln und das aus Überzeugung. Aber meine Art der Informationsaufnahme in Dauerschleife…DAS musste ich jetzt mal kurz stoppen.
Heute Abend nun bin ich bereits den 2. Tage ohne Schmerzmittel und werde mir zu meiner kuscheligen Advents-Kerzen-Stimmung hier im Wohnzimmer ein Glas Wein gönnen. Mit Wehmut hatte ich bereits vor Tagen mitbekommen, das der Glühwein-Ausschank „to-Go“ in Hamburg gestoppt wurde…dabei hatte ich mich eigentlich schon darauf gefreut…. Egal….
Und Morgen fahre ich zu meiner Schwester….sie ist ja auch in Quasi-Quarantäne…immerhin ist es bereits die 3.Woche in der sie krank geschrieben ist…und bleibt es auch noch 2 Wochen….aber immerhin der Gips am Arm ist ab…wir werden also drollig aussehen…sie mit Verband am Arm…ich humpelnd mit Verband am Bein daneben….hahaha
Mein kleiner Unfall beschäftigt mich mehr, als ich gedacht hätte…ein Teil der Wunde ist etwas tiefer, als zuerst vermutet …und da es direkt unterhalb des Knies ist, wird bei jeder Bewegung auch die Wunde mit bewegt…keine ganz optimalen Voraussetzungen, damit sie sich schnell schließt.
Aber es geht voran….auch wenn ich überrascht bin, wie wenig Apotheken auf eine direkte Wundversorgung vorbereitet sind. Auf Anraten meiner Schwester wollte ich mir sogenannte Hydrokolloid-Pflaster besorgen…die auf eine „feuchte Wundheilung“ abzielen…das verhindert die Schorfbildung, soll zu schnellerer Gewebeerholung und weniger Narbenbildung führen….und verbindet sich NICHT mit der Wunde.
Aber jede Apotheke, die ich angefahren habe, sagte dasselbe: Haben wir nicht vorrätig – müssen wir bestellen….ja danke…also das hätte ich auch gekonnt. Also schimpf einer noch über den Online-Handel. Also habe ich eine andere Alternative für sofort gewählt (Wundsalbe, Wundauflagen sensitiv + leichtem Verband) und dann noch im Internet diese speziellen Pflaster bestellt, um für einen möglichen !! nächsten Unfall dieser Art dann vorgesorgt zu haben…bei mir weiß man ja nie.
Die vorsichtige Frage meiner Schwester doch mal einen Arzt draufschauen zu lassen, hab ich erst einmal abgelehnt…allein der Gedanke das es geklammert oder genäht werden müsste, lässt mich panisch werden…reicht schon, das ich ja in dieser Woche auch noch 2 Termine beim Zahnarzt habe…und solange ich die Wunde sauber und geschützt halte, so das sich nichts entzündet…das Bein dabei so ruhig wie möglich halte…sollte es auch so gehen. Ja das ist vielleicht unvernünftig…aber meine Schwester stimmt mir zu, das es auch so gehen kann …dauert aber etwas länger.
Krass ist , wie unterschiedlich wir auf solche Vorfälle reagieren….meine Schwester, als examinierte Krankenschwester und in der Altenpflege tätig…geht immer sofort und für ALLES zum Arzt…erträgt jede Nadel, jede OP, jede Therapie, lässt alles klaglos über sich ergehen … ist aber auch schon immer oft krank oder verletzt gewesen. Ich dagegen meide Ärzte so gut ich kann, gehe nur selten, habe Angst vor Spritzen, vor Schmerzen….mag keine Situationen in denen andere über mich bestimmen….war aber in meinem Leben auch nur selten richtig krank, war ganze 3x im Krankenhaus (Blinddarm und 2x wegen der Mandeln). Wir beide sind robust…aber auf sehr unterschiedliche Art….
Ich war also brav zuhause….also am Sonntag hab ich das Haus gar nicht verlassen und hab fast nur geschlafen…Montag hab ich nach Feierabend nur die Apotheken per Auto abgeklappert…Gut das es ein Homeoffice-Tag war, so konnte ich tagsüber die Vorzüge einer Schlafanzughose mit weiten Hosenbeinen ausnutzen…was eindeutig ein angenehmeres Tragegefühl war, als später die Jeans .
Nun gut…heute nun musste ich nach Hamburg zum Zahnarzt und danach ins Büro….Der Zahnarzt ist wirklich gut und es herrscht dort eine sehr freundliche lustige Atmosphäre….und jawohl ich hab eine Spritze bekommen und es wurde gebohrt um eine Füllung zu erneuern….hat alles gut geklappt und hat auch gar nicht weh getan….puhhhh ein Termin weniger….
Was gibt es Schöneres als einen Samstag NICHT einkaufen gehen zu müssen?… nicht einkaufen und bei dem trüben Wetter überhaupt nicht vor die Tür gehen zu müssen.
Es war also bisher ein ruhiger, gemütlicher Samstag Zuhause im Warmen…hab gekocht, aufgeräumt, gewaschen und was man sonst so macht und erst als es Draussen dunkel wurde, wurde ich unruhig…ich wollte doch noch zu einer Walking-Runde raus an die frische Luft.
Also flugs umgezogen, die Lichter geschnappt und los ging es. Erst einmal ins Auto und bis zum Elbufer in der Nähe von Blankenese gefahren. Das letzte Mal was es so schön, spät am Abend und bei Nebel…jetzt wollte ich dort noch einmal laufen…dieses Mal ohne Nebel….
Und es war auch zuerst ein toller Ausflug….dunkel aber ohne Nebel konnte ich die Lichter und Industrieanlagen auf der anderen Seite der Elbe viel besser erkennen:
Ich bin ein ganzes Stück weiter gelaufen, als beim letzten Mal..
.und irgendwann kam ich auf die TOLLE Idee, auf dem Rückweg eine Weile direkt am Elbstrand zu laufen…..hmmmm….direkt an der Wasserlinie war eine Art Betonsteg und auch ohne die Taschenlampe hatte ich genügend Licht….
….aber dann war der Betonsteg zu Ende und ich musste auf dem Sand weiter laufen. Was ich leider in der Dunkelheit nicht sehen konnte, direkt unter dem Sand waren große unebene Steine…und bereits mit dem 2. Schritt stolperte ich über einen…konnte mich noch auffangen und stolperte sofort über den Nächsten….
soooo und dann musste ich unbedingt mit meinem Rechten Knie auf einen weiteren Stein prallen und schon lag ich im Sand …..Der Aufprall mit dem Knie war heftig….und ich brauchte eine kurze Weile um mich überhaupt aufzusetzen zu können. Ich jammerte laut vor Schmerzen, wusste aber noch nicht, wo genau der Schmerz eigentlich herkam…und mein 1. Gedanke, als ich wieder denken konnte, war: und ich muss noch ca. 4,5km zurück zum Auto laufen.
Aber noch lag ich im Sand….zum Glück auf der Seite…denn erst so nach und nach merkte ich das meine Hose am Bein zerrissen war und ich eine offene Wunde hatte, die blutete. Nun gut, also bin ich langsam aufgestanden, humpelte jammernd zu einer Treppe in der Nähe, setzte mich hin und hab erst einmal meine Wunde mithilfe der Taschenlampe, die ich immer noch in der Hand hatte, begutachtet.
Alles halb so wild…die Wunde war zum Glück unterhalb der Kniescheibe und ich hab bereits bei den wenigen Schritten bemerkt, das ich beim Laufen das Knie normal beugen kann….es ist nichts gebrochen und scheinbar gibt es auch keinen sonstigen gravierenden Schaden rund um das Knie.
Na ,mit offenen Schürfwunden kenne ich mich ja inzwischen ganz gut aus. Doch jetzt war es schade, das ich dieses Mal nicht meinen Rucksack dabei hatte und damit hatte ich also weder Wasser, noch mein kleines Notfallpack dabei. Konnte die Wunde also weder säubern, noch irgendwie abdecken.
Und immer noch lagen ca. 4,5 Km zwischen mir und meinem Auto. Nun ist der Museumshafen von Hamburg nicht in der Einöde oder in der Wildnis. Ich hätte also ohne weiteres in einen Bus steigen, oder mir ein Taxi nehmen können (zumindest hatte ich etwas Geld dabei)…aber das war für mich überhaupt keine Option, solange ich überhaupt noch laufen kann.
Also bin ich, ohne Wundversorgung, einfach wieder auf die Promenade gegangen und hab einen Fuß vor den Anderen gesetzt und schon nach einer kurzen Weile hatte ich wieder meinen üblichen Rhythmus und bin tatsächlich bis zum Auto zurück gelaufen.
Erst Zuhause hab ich die Wunde dann von Sand und Blut gereinigt und mir einen Verband anlegt…mir ging es ja soweit gut, also hab ich nicht einmal eine Schmerztablette genommen. Die Nacht war allerdings so gar nicht erholsam….als Seitenschläfer wusste ich nicht, wie ich mich positionieren sollte…und das Bein tat einfach mit jeder Bewegung weh….na das kann ja heiter werden.
Bei Morgengrauen hab ich endlich Schmerztabletten genommen und seitdem geht es besser….Später hab ich den blutgetränkten Verband abgemacht, die Wunde noch einmal gesäubert, Wund-und Heilsalbe vorsichtig darüber verteilt und neu verbunden.
Und jetzt? Jetzt geht es mir wieder gut. Kann das Bein beugen und strecken, kann liegen und laufen und habe fast keine Schmerzen mehr. Ich hatte mir schon kurzzeitig Sorgen gemacht.
Na immerhin waren es an diesem Tag insgesamt knappe 11,5km die ich gelaufen bin.