Dienstreise und Projekt-Leichen

Das gesamte Wochenende hab ich hin-und her überlegt, ob ich die Geschäftsreise nach Brandenburg tatsächlich am Montag antreten soll.

Ja, sie ist genehmigt, der Mietwagen ist bestellt…aber ist es auch klug zu fahren? Die Corona-Regeln innerhalb der Firma wurden nach der Genehmigung verschärft, …also was mache ich?

Ich hab die Reise angetreten, denn es handelt sich ja nicht um eine Fahrt zur Belustigung oder gar einen Betriebs-Ausflug, sondern um etwas, was man nicht mal eben mit einer Video-Konferenz regeln kann…

Um 7 Uhr Morgens hab ich den Mietwagen abgeholt und bin die knapp 230km gen Osten gefahren. Allein um durch Hamburg durch zu kommen hab ich fast 30 Minuten gebraucht, aber um kurz nach 10 Uhr war ich am Ziel.

Bis zum späten Nachmittag haben wir Punkt für Punkt durch gearbeitet…es war anstrengend, es war teilweise auch nervig für uns alle….aber wir haben uns da durch gewurschtelt. Es ist immer schwer nach einem Firmen-Zukauf alle Zahlen auch tatsächlich zu verstehen.

Sooo, jetzt haben wir hoffentlich alle Leichen ausgegraben (also Projekt-Leichen in der Bilanz) und müssen nur noch schauen, ob diese „Leichen“ evtl. noch leicht atmen, wir diese wieder-beleben können oder endgültig beerdigen müssen (um mal bei dem Bild zu bleiben) hahaha….

Am Ende des Tagen war die To-Do-Liste nicht gerade kürzer …aber die zu lösenden Aufgaben werden immer konkreter….und die Liste für die Beerdigung uralter Projekte ist doch länger geworden, als wir gedacht hatten.

Für meine neuen Kollegen vor Ort ist es nicht so einfach mit diesen Unstimmigkeiten umzugehen, denn die Arbeiten noch zum Teil für den bisherigen Inhaber….da kommt es ganz schnell auch mal zu einem Loyalitäts-Zwiespalt.

Zum Glück verstehe ich mich mit den neuen Kollegen sehr gut und kann hier meine Erfahrungen als Teamleiter (genauer den Teil der Personalführung) mit einbringen…habe also das notwendige Verständnis um die Kollegen „mit-zu-nehmen“ und versuche auch Niemanden an den Pranger zu stellen (weder die Kollegen, noch die bisherige Steuerberaterin oder den bisherigen Inhaber). Ich möchte nur Schritt für Schritt den alten Ballast klären, so das wir bis Ende des Jahres locker und unbelastet voran gehen können…. Aber es war echt anstrengend…

Da ja seit diesem Tag der neue Lockdown gilt, war es mit dem Mittagessen nichts…zum Glück hatte ich unterwegs ein belegtes Brötchen von der Tankstelle mit genommen.

Das Büro liegt in einem kleinen Dorf und die gesamte Erscheinung des Grundstücks am Rande des Dorfes, mit unterschiedlichen kleinen Firmen auf einem Gelände, wirkte eher wie zweifelhafte Hinterhof-Werkstätten mitten im Nirgendwo.

Unweigerlich hab ich beim Betreten des Werkstatt-Hofs erwartet, das Jemand mit Mistgabel und umgeben von Hühnern um die Ecke kommt und mich unfreundlich fragt, was ich hier zu suchen habe (ich schaue echt zu viele Krimis….grins). Aber die Menschen denen ich dort begegnet bin und vor allem meine Kollegen sind einfach super nett…..gar keine Frage.

Mit knurrendem Magen hab ich dann am späten Nachmittag die Rückreise angetreten. Ich wollte unbedingt noch vor 19 Uhr den Wagen wieder abgegeben haben, also hab ich mir nur ein weiteres belegtes Brötchen an einem Rastplatz gekauft (Grummel…die hatten außer den Brötchen wirklich NICHTS Nahrhaftes….außer Süßigkeiten) und bin sofort weiter gefahren.

Es war nass, windig, dunkel und erstaunlicherweise sehr voll auf der Autobahn und voll in Hamburg…aber kurz vor 19 Uhr war auch die Rückgabe erledigt und zuhause bin ich nur noch auf die Couch gefallen.

So – das wäre dann endlich erledigt….

ich bewirte gerne…

Wer schon einiges von mir hier gelesen hat, weiß wahrscheinlich, das ich wenig Besuch bekomme und auch gerne alleine bin…

Wer mich allerdings von früher her kennt….aus meinen früheren Blog-Portalen und lange bevor ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt hatte, weiß vielleicht, das ich trotzdem immer sehr gerne Freunde „bewirtet“ habe.

Ich bin schon immer ein leidenschaftlicher Gastgeber gewesen….fahre gerne viele unterschiedliche Dinge auf, wenn ich Freunde zu mir einlade: Essen und Trinken immer lieber zu viel, als zu wenig…immer für alle Eventualitäten gewappnet, das war allerdings noch vor der Welle der Vegetarier/ Veganer und vermehrt Gluten-/Laktose-Intoleranten, ich wollte einfach immer nur sicher sein, das niemand hungern muss, nur weil er vielleicht etwas nicht mag…

Doch schon bevor ich mit dem Turniertanz aufgehört habe, ist meine Tanz-Clique auseinander gefallen, als wir alle vom Status „Single“ zu „in einer festen Beziehung“ gewechselt haben…und dazu kam das mein heutiger Ex nie gerne Besuch bei uns zu Hause mochte…und so ist diese Eigenschaft im Laufe meiner mehr als 8jährigen Beziehung irgendwie verloren gegangen.

Aber sobald sich heute Besuch ankündigt, wie an diesem Wochenende Schwester und Schwager, blitzt diese Eigenschaft es anderen so gemütlich und komfortabel wie möglich zu machen, wieder durch.

Anreise so gegen Mittag und abends wollten wir zusammen ins Restaurant…. dazwischen Kaffee und Kuchen …also keine große Sache…eigentlich kaum etwas vorzubereiten, außer einem Kuchen.

hahahha….aber sofort war ich im „Kümmer-Modus“…hmmm wenn die Beiden zwischen 11-12 Uhr kommen…dann haben die ja noch kein Mittagessen gehabt, also eine Kleinigkeit möchte ich da schon anbieten und bei dem Schietwedder mit viel Regen kann es ruhig etwas warmes sein…also bin ich am Feiertag-Morgen um 7 Uhr aufgestanden und habe meine aktuelle Lieblingssuppe gekocht, die Möhrensuppe….und ein Brötchen dazu wäre ja auch nicht verkehrt, also hab ich die Dinkel-Brötchen gebacken…dazu hatte ich dann noch Nordseekrabben und Räucher-Lachs besorgt…die passen prima zur Suppe (wer das nicht kennt: einfach mal ausprobieren).

Dann also den Schokokuchen ohne Mehl gebacken….zwischendurch hab ich dann noch Sahne geschlagen und die Küche aufgeräumt und mich in einen präsentablen Zustand versetzt….und es blieb weniger als 1 Stunde Zeit…da wurde es mir etwas bange, ob das mit dem Schokoladen-Kuchen auch tatsächlich klappt und meine Schwester hatte erwähnt, sie hätte auch mal wieder Lust auf einen Apfelkuchen…also hab ich noch auf die Schnelle die Apfelballen (auch hier mit Dinkelmehl) gebacken, die brauchen ja nur 25 Minuten im Backofen…hahahha….

Ich hab es also ohne Not geschafft, den gesamten Vormittag in der Küche zu stehen und mich mit kochen und backen zu beschäftigen und sogar etwas zu hetzen…und dann war es, wie immer viel zu viel:

  • Die Beiden hatten überhaupt keinen Hunger (weil sie vernünftigerweise ausreichend gefrühstückt hatten und ich ja auch nichts von der Suppe erzählt hatte)
  • Da Schokokuchen UND Apfelballen beide toll geworden sind, hatte ich jetzt viel zu viel Kuchen
  • Nach unserer ausgiebigen Walking-Runde durchs Moor, wollten sie nur mal die Dinkelbrötchen probieren, weil die Beiden backen Brötchen nicht selber (belegt dann mit Lachs und Krabben, die ja für die Suppe gedacht waren)…aber nicht zu viel, da wir ja Abends noch ins Restaurant wollten

Aber so rum ist es mir lieber, als das Jemand hungrig vom Tisch aufstehen muss.

Meine Schwester hat mir dann auch noch erzählt, das sie Sellerie so gar nicht mag! uuups – da ich Sellerie liebe, besteht meine Möhrensuppe zu ca. 1/4 aus Sellerie hahaha. Na da bin ich ja froh, das wir nicht auf die Suppe als Hauptmahlzeit angewiesen waren….

Hmmm… da merkt man schon, das wir einige Jahre keinen Kontakt hatten, früher mochte sie Waldmeister und auch Sellerie, heute nicht mehr….da haben sich im Laufe der Jahre ihre Vorlieben doch verändert….aber das ist bei mir ja mit anderen Dingen genau so.

Es hat mir tatsächlich sofort wieder Spaß gemacht, auch mal wieder für andere zu kochen…und im Kopf und im Kühlschrank hatte ich noch ein paar andere Ideen für Kleinigkeiten (frittierte kleine Champignons und Mini-Frikadellen z.B.) …hab mich aber schon gebremst.

Ich bin trotzdem froh, nicht mehr jeden Tagen kochen zu MÜSSEN….und hab beim Einkaufen am Freitag laut lachen müssen als eine Frau mitten Laden ihren Mann die klassische Frage stellte: „Schatz, was soll ich denn heute kochen“…und „Schatz“ hat auch ganz klassisch geantwortet: „mir egal“….hahaha ich hab diese Antwort immer gehasst, weil es alle Verantwortung für das Essen in meine Hände gelegt hat….ich hab z.B. oft gehört: Woher soll ich jetzt schon wissen, was ich heute Abend essen möchte“…meine Antwort: „Aber ICH soll DAS jetzt schon erraten und einkaufen? weil Wenn Du es weißt, die Geschäfte schon geschlossen haben!“

Für mich alleine koche ich oft, weil ich frische Lebensmittel und gutes selbst gekochtes Essen liebe, aber manchmal hab ich auch einfach keine Lust dazu.

…und die Möhrensuppe gibt es bei mir heute zum Mittagessen und dann kann ich immer noch ein paar Portionen einfrieren…meine Form des „Fertig-Gerichts“ für koch-unlustige Tage….

(übrig gebliebene Kuchen und Brötchen hab ich natürlich mit Schwester und Schwager geteilt….dann haben wir alle Drei heute noch etwas davon)

DER Schokoladenkuchen

Was macht eigentlich einen guten Schokoladenkuchen aus: Viel Schokolade und viel Kakao…

Genau…und die Idee einen Schoko-Kuchen nur mit den elementarsten Zutaten zu backen, um den meisten Geschmack aus Schokolade und Kakao herauszuholen, finde ich einfach nur frech und gut gelungen…hahaha

Also den Schokokuchen ohne Mehl zu backen (und auch ohne Backpulver, Mandeln oder ähnlichem…wie soll da der Kuchen eigentlich zusammenhalten ?????) ..war eine klasse Idee…und macht mich immer noch etwas sprachlos….er ist einfach unbeschreiblich LECKER:

Lieben Dank an dieser Stelle an Idgie13 🌼 mich überhaupt mit dem Thema „Backen ohne Mehl“ zu beschäftigen…(Dein Rezept mit der Schokorolle werde ich auch noch ausprobieren).

Also der Kuchen sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch super lecker und saftig….aber eben auch sehr süß….beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Zucker nehmen…und es ist natürlich überhaupt KEIN adequates Rezept für eine Diät hahaha…

Wer aber mal Lust auf einen unkomplizierten und puren Schoko-Genuss hat, hier das Rezept:

120g Schokolade (ich habe Vollmilch genommen, aber ich glaube es geht mit jeder Lieblingsschokolade) mit 120g Butter zusammen im Wasserbad schmelzen

3 Eier mit 150g Zucker (lieber etwas weniger nehmen) und etwas Vanillesirup schaumig schlagen (das geht sogar gut und schnell von Hand), das geschmolzene Schoki-Butter-Gemisch dazugeben und mit 90g ungesüßtem Back-Kakao ergänzen…alles zu einem glatten Teig rühren.

Eine 20cm Springform einfetten und mit etwas Kakao bestäuben…den Teig einfüllen und bei 150Grad backen und nach ca. 35 Minuten mit einem Holzspieß prüfen ob er schon fest ist….meiner brauchte noch ein paar Minuten länger.. Dann etwas abkühlen lassen und evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen….

Ohne Mehl, ohne Nüsse, ohne Schwierigkeiten…dafür mit viel Geschmack…

Ohne Weizenmehl backen

macht mir ehrlicherweise keinen Spass…

Aber die Dinkelbrötchen sehen nicht nur gut aus…sie sind knusprig geworden und schmecken sogar gut…da bin ich ziemlich erstaunt…bisher waren meine Backergebnisse mit Dinkel nicht so dolle.

Bin schon gespannt, was meine Schwester dazu sagen wird:

Die nächste Herausforderung lag in einem Schokokuchen OHNE Mehl…das hab ich vor kurzem mal im Internet gesehen und es hat eine Weile gedauert, bis ich mich durch gefühlt hundert Rezepte geklickt hatte….

sooo, aber dann: Der Kuchen besteht aus Schokolade, Butter, Zucker, Eier, Vanillie-Sirup und ungesüßten Back-Kakao….ich hatte gelesen das es nur 3 Zutaten sind…stimmt aber nicht: es sind 6 Zutaten….hmmm wer weiß, was ich da gelesen habe.

Ich war schon ziemlich skeptisch, kann das überhaupt etwas werden?…wie soll das gehen…und auch als der Kuchen bereits im Ofen hab ich, nur zur Vorsicht noch schnell die Apfelballen mit Quark-Ölteig gemacht (mit Dinkelmehl und etwas mehr Backpulver als ich normalerweise für Weizenmehl nehme)….

Probiert habe ich ihn noch nicht…er sieht etwas klitschig aus…aber der „Teig“ ist durch-gebacken…scheint also sehr saftig zu sein… Also ich finder der Schokoladenkuchen sieht TOLL aus…ich werde gleich noch etwas Puderzucker darüber streuen…

Also wenn der Kuchen tatsächlich schmeckt, dann schreibe ich noch das Rezept auf …..

Zuhause – kochen und backen

Heute bin ich einfach mal wieder zuhause geblieben…ich hab mir einfach etwas bequemes angezogen und den Tag einfach mit Lesen, Herbstdeko zusammenstellen und Rotkohl-kochen verbracht…

…da ich gestern Abend noch einen neuen Asia-Lieferservice ausprobiert habe und das jetzt nicht sooo der Hit war, hab ich heute noch die Reste davon essen können….

Der Rotkohl ist dagegen mal wieder so richtig lecker gelungen.

5 Portionen hab ich einfrieren können…

…und jetzt muss ich gleich noch einen Kuchen backen …ich versuche es mal mit einem Schokokuchen ohne Mehl….meine Schwester isst kein Weizenmehl … das macht das Backen nicht leichter…und mit dem Dinkelmehl kann ich mich immer noch nicht so richtig anfreunden…obwohl ich es schon mehrfach probiert habe…aber so richtig schmackhaft finde es es nicht….

Also gibt es einen Schokokuchen aus Schokolade, Butter und Zucker, dazu ein Boden aus zerbröselten italienischen Mandelkeksen und dazu eine Vanillesoße… Ich bin mal gespannt, ob das klappt und wie das schmeckt…

Einen Urlaubstag in Eckernförde

Das Wetter versprach am Donnerstag ein dauerhaftes Grau mit dauerhaftem Regen….also hab ich mich früh ins Auto gesetzt und bin einfach Richtung Eckernförde gefahren…das sind nur gut 120km von mir entfernt (und ist immer noch das gleiche Bundesland)…

Das Wetter hat sich minutenweise geändert…und während der Autofahrt war sogar ein Regenbogen zu sehen….in Eckernförde bin ich dann erst einmal zum Hafen und hab ein nettes Fotomodel getroffen:

Die Möwe schaute sehr geduldig zu, bis ich mein Handy in Stellung gebracht hatte .

und während es ein paar Minuten tatsächlich aufgehört hat zu regnen, war Minuten später schon wieder ein kleiner Weltuntergang….hahaha.

Der Regen stört mich ja eigentlich wenig, der Wind ist das unangenehme…aber dafür hatte ich ja extra meine dicke Jacke dabei…

So richtig geplant hatte ich diesen Tag ja nicht und so hab ich das gemacht, was ich auch sonst bei meinen Tagesausflüge mache…ich bin am Hafen und durch die Stadt gelaufen…hab in einem Cafè einen Stopp eingelegt.

Die Stadt hab ich vor ein paar Jahren mal mit meinem heutigen Ex-Freund auf einer Rückreise aus dem Urlaub für 2-3 Stunden besucht…aber das ..das erscheint mir heute nicht mehr … wie soll ich es sagen, nicht mehr relevant. Ich erinnere mich zwar genau was wir gemacht haben…aber diese Erinnerung löst keine Emotion mehr in mir aus. Ich lebe im Hier und Jetzt…und das ganz bewusst.

Kurzzeitig hatte ich sogar noch mit einer Übernachtung vor Ort geliebäugelt (eine kleine Tasche hatte ich für alle Fälle im Auto dabei), aber der Tag hat sich schon so krass nach mehren Tagen angefühlt, das ich mich auf meine Zuhause gefreut hab… also bin ich dann einfach wieder gefahren…

…und meine Schwester und Schwager haben sich kurzfristig für Samstag zu Besuch angemeldet…noch einmal knuddeln bevor es noch ernster wird….Flensburg ist immerhin noch ein Kreis der nicht als Corona-Hotspot gilt….und so sind wir zu Dritt aus 2 Haushalten…

Einen Urlaubstag in Hamburg

Einen Urlaubstag in Hamburg

Ich finde es faszinierend, das ich jetzt schon mehr als 7 Monate in Hamburg arbeite. Und obwohl ein Großteil meiner Familie hier heimisch ist und ich sogar in dieser Stadt geboren wurde, hab ich selber nie hier gelebt…Ich bin größtenteils in NRW aufgewachsen und habe zuletzt fast 18 Jahre in Hessen gelebt.

Doch nun entdecke ich Hamburg. In meinen Erinnerungen aus früheren Besuchen, hab ich Hamburg immer als sehr groß und düster wahrgenommen. Düster im Sinne von deprimierend und morbide… groß im Sinne von: der Autoverkehr ist durch die großen breiten Straßen echt einschüchternd.

Das mit dem Autoverkehr finde ich immer noch gewöhnungsbedürftig. Die Stadt aber, empfinde ich inzwischen gar nicht mehr als düster….es ist erstaunlich…jetzt wo ich öfter zufuss unterwegs bin, fühlt es sich sogar heiter und gelassen an….ich weiß nicht, woran das liegt….vielleicht an meiner inneren Einstellung.

Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und wollte nie in einer Großstadt leben…Kassel und Frankfurt sind zwar auch groß, aber im Verhältnis zu Hamburg schon fast familär klein. Hamburg ist mit 1,8 Millionen Menschen die 2.größte Stadt in Deutschland….das ist auch der Grund warum ich lieber in der kleinen Stadt am Rande von Hamburg lebe…außerdem sind dort die Mieten noch etwas günstiger.

…ich hab also meinen 1. Urlaubstag in dieser Woche genutzt, um Hamburg weiter zu erkunden….

Also rein mit dem Auto nach Hamburg und in der Nähe meines Arbeitgebers hab ich das Auto abgestellt…da ich meine Einkäufe noch im Büro verstauen wollte, bin ich so früh los gefahren, als ob ich arbeiten würde….war also bereits um kurz nach 7 Uhr dort…. schnell alles im Büro verstaut…

…weiter ging es mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg….ich hatte dort in der Nähe noch etwas zu erledigen, aber die machen erst um 10 Uhr auf…

Endlich einmal Zeit um im „Alex“ mit Blick auf die Binnenalster zu frühstücken….hier war ich vor vielen Jahren mit meiner Schwester…(lange bevor sie ebenfalls zurück nach Schleswig-Holstein gezogen ist)..die letzten Male als ich dort Kaffee trinken wollte, war es immer viel zu voll…jetzt war es fast leer.

….also erst einmal in Ruhe frühstücken …das Frühstücks-Buffet (!! Buffet? – ich dachte das ist in Corona-Zeiten nicht so angesagt) war jetzt nicht so der Hit…aber ganz okay…und da es groß und leer war, konnte ich auch nach dem Essen einfach sitzen bleiben und hab mal wieder meinen kleinen Lapi raus geholt…einfach mal wieder hier sitzen und meine Gedanken aufschreiben…aaach das war schön…

Was Wetter war trübe und windig….aber ich bin dann um die Binnenalster gelaufen und hab das erledigt, was ich noch erledigen wollte…danach bin ich durch die Stadt gelaufen…bis zum Turm der St.Nicolai Kirche…. und mit 5 EUR Eintritt hab ich mir Hamburg von oben angeschaut….durch die engen Gitterstäbe und die Außenstreben war der Blick auf die Stadt jedoch nur in engen Ausschnitten möglich…bot aber ein beindruckendes Bild auf die Speicherstadt….

Danach bin ich zum Michel gelaufen und war auch mal wieder drin….es ist zu Recht DAS Wahrzeichen von Hamburg:

…und das Hulbe-Haus darf ja auch nicht fehlen….ich liebe diese Art der Architektur

Nach ein paar Stunden zu Fuß in dieser schönen Stadt, wollte ich zum Abschluss noch bei dem tollen Italiener zu Mittagessen essen…wer weiß ob und wann das wieder möglich sein wird:

Also hab ich in der Nähe vom Gänsemarkt noch Halt gemacht…scheinbar haben wohl viele Menschen genau so gedacht, wie ich…es war relativ voll und das Essen war….hmmmmmmmmmmmmmm leeeecker: Also den Weißwein-Sud der Muscheln hab ich am Ende fast noch komplett ausgelöffelt…soo lecker war das:

Damit war mein Hamburg-Urlaubstag auch schon fast vorbei…zufrieden und gut gesättigt hab ich mich mit der S-Bahn zurück zu meinem Auto begeben und bin die knappen 20km nach Hause gefahren…

Ein schöner Urlaubstag – so ganz nah vor meiner Haustür und nebenbei noch 13km gelaufen….

produktive Tage

Meine beiden einzigen Arbeitstage in dieser Woche (Montag und Dienstag) waren irgendwie klasse…ruhig von außen, produktiv von Innen…an beiden Tagen war ich sogar etwas länger im Büro. Insgesamt hab ich es aber im Monat Oktober geschafft, mehr als 12 Überstunden abzubauen….und das obwohl mein Kollege mehr als 2 Wochen in Urlaub war und ich auch mit meiner eigen Arbeit gut voran gekommen bin…es war trotz meiner Lustlosigkeit in der vergangenen Woche komischerweise eine sehr produktive Zeit.

Mit Blick auf die offensichtlich kommenden schwierigen Zeiten im November, bin ich Dienstag nach Feierabend noch für die Firma einkaufen gewesen: Hygiene-Papiere und Büromaterial…wie bereits schon mal erwähnt, ist unsere Dependance sehr klein und wir machen fast alles selber….und jetzt bin ich auch im Besitz einer Einkaufskarte für eine dieser Großhandelsketten in der Nähe.

Und ich hab am Dienstag auch noch meine Geschäftsreise nach Neuruppin geplant…die interne Genehmigung hab ich noch bekommen, die Kollegen in Neuruppin lassen mich auch noch rein hahaha (Antwort der Kollegen: na klar, solange einer der Kollegen täglich von Berlin nach Neuruppin einreisen darf, darf ich das auch aus Hamburg) …soooo einen Mietwagen hab ich auch schon vorbestellt. Ich werde morgens hin fahren und am Nachmittag wieder zurück…keine Übernachtung, kein Sightseeing und ich fahre allein.

Ich freue mich, die Kollegen vor Ort auch einmal besuchen zu können…wir müssen uns dringend zusammen setzen, um die gesammelten Kosten für die alten Projekte endlich abgestimmt zu bekommen und das weitere Vorgehen zu besprechen…einen Teil haben wir in den letzten Monaten zwar immer wieder telefonisch und per Mail besprochen…aber das reicht noch nicht aus…und vor dem Jahresende müssen wir Lösungen gefunden haben.

Die Abende hab ich mich mit Kochen, putzen und aufräumen verbracht…und mit telefonieren und whatsappen. Ab Mittwoch hab ich jetzt Urlaub bis Ende der Woche und meine privaten Besuche in Hessen hatte ich tatsächlich abgesagt, auch wenn der Lock-down-light ja erst am Mittwoch beschlossen wurde und auch erst ab nächster Woche gilt….Alle 4 Landkreise (Hamburg, Pinneberg, Frankfurt und Main-Taunus-Kreis) die mich betreffen, waren ja schon vorher Corona-Risiko-Gebiete.

Aber ich freue mich trotzdem auf ein paar freie Tage und werde diese schon zu nutzen wissen….

weitläufig

weitläufig

Dieses Wochenende hat mich wieder ins Lot gebracht…fühle mich endlich wieder fit…puhhh zum Glück.

Die Idee mit dem Kraftsport war genau richtig….aber ich hab es mit den mir zur Verfügung stehenden Hanteln ZUHAUSE gemacht….ging auch….geht aber bestimmt noch besser….ins Fitnessstudio hab ich immer noch keine Lust.

Zusätzlich waren es am Samstag insgesamt 14km, die ich verteilt auf Morgens und Abends gelaufen bin….und heute noch einmal 11,5km….

Mein heutiges Ausflugsziel lag direkt in Hamburg-Ohlsdorf: der Waldfriedhof. Dort bin ich mehre Stunden spazieren gewesen, alles wirkte so weitläufig, fast verloren in seiner Größe…dabei war es eine sehr schön friedliche Atmosphäre :

Obwohl ich hier vor vielen Jahren schon einmal war, wusste ich nicht, wie groß dieser Friedhof ist. Laut Wikipedia der größte Waldfriedhof in Europa…

Also ehrlich, ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und kenne Friedhöfe nur so: man fährt bis an den Friedhof, stellt das Auto ab, geht durch eines der Tore und läuft dann so lange bis man entweder am Grab oder an der Kapelle ankommt.

Ein Friedhof der so groß ist, das man mit dem Auto reinfahren kann, der richtige Straßen und sogar Bushaltestellen hat…also das kommt mir schon sehr ungewöhnlich vor….das wirkte im ersten Moment auf mich surreal.

Ich war dort, ohne ein besonderes Ziel zu haben, bin einfach kreuz und quer gelaufen…es gab nicht mal einen besonderen Anlass. Einfach nur in Ruhe die herrliche Ruhe und die frische Luft einatmen und auch die Gedanken in meinem Kopf waren fast ruhig…

Kommt es mir so vor oder ist die Natur in diesem Jahr wieder besonders verschwenderisch mit ihren Früchten: Kastanien, Eicheln, Bucheckern…es scheint mal wieder ein „Mastjahr“ zu sein….ich hab sogar Esskastanien gefunden…und auch einige mitgenommen und im Backofen geröstet….hmmm lecker….. naja ich werde in diesem Jahr bestimmt keine auf einer Kirmes oder einen Weihnachtsmarkt bekommen….

Der Rückweg führte mich eine ganze Weile an der Alster entlang….hier gibt es tolle Wege.

Jetzt fühle ich mich wohl und bin zufrieden mit mir und dem Wochenende…und ich muss sogar nur noch 2 Tage arbeiten, dann hab ich noch einmal 3 Tage Urlaub….das sind schöne Aussichten…auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich tatsächlich nach Hessen fahren werde…

wenn ich es recht bedenke…wahrscheinlich werde ich es nicht tun…stattdessen wohl eher innerhalb Schleswig-Holsteins bleiben und lieber keine Freunde oder ehemaligen Kollegen treffen….

Auf dem Wochenmarkt

Heute hab ich gefühlt den halben Wochenmarkt leer gekauft….hahaha

Zumindest hab ich so viel Gemüse mit genommen, das ich schon schwer zu schleppen hatte: Rotkohl, Weißkohl, Sellerieknolle, Möhren, Gemüsezwiebeln, Lauch und Heide-Kartoffeln….mein Auto hatte ich weiter weg geparkt….soooo also etwas Krafttraining.

Danach bin ich zum Krupundersee gefahren und noch eine Stunde rund um den See und die Umgebung gelaufen….es war erstaunlich leer….aber Samstag Mittags haben die Leute zum Glück anderes zu tun, als am See spazieren zu gehen…zumal mir der Wind auch ganz ordentlich durch die Haare blies….aber schön wars….