Schlumpf-Tag

Wieder zuhause.

Ich hab mich in meine Burg mit Balkon zurückgezogen und mache mal nichts….also fast gaaar nichts. Nur mit der Wäsche hab ich heute angefangen.

Heute wird geschlumpft…denn ich habe….

Keine Lust auf Essen kochen…keine Lust auf duschen….keine Lust auf einkaufen….keine Lust auf Aufräumen und Putzen…keine Lust auf lustig sein…einfach mal abhängen….mit heruntergezogenen Mundwinkeln vor dem Fernseher hocken und dabei nicht schlecht gelaunt sein… Einfach mal mit den Kopfhörern über den Ohren auf dem Balkon sitzen und mich um die Blumen kümmern und mich still über die Vögel und Eichhörnchen freuen, die langsam wieder zurückkommen (die Futter-Vorräte waren nach 8 Tagen Urlaub komplett verbraucht und ich weiß nicht, wie lange das schon so war….)

Sooo und jetzt ist es schon Abend und ich fühle mich zufrieden mit dem Tag.

Altkleidersammlung am Körper

Apropos Erwartungen

Ich habe noch nie so viele schlecht gekleidete Menschen auf einem Haufen gesehen, wie in Westerland und List.

Schauen die Urlauber hier auch manchmal in den Spiegel? Nicht das ich Sylt im Allgemeinen jetzt mit den Schickimicki-Orten hier verwechsle, wo man schon eher erwartet, dass die Menschen sich stylen….aber auch Herr und Frau Normalo (also wir) können in der Freizeit doch mal die Hose farblich passend zum Oberteil wählen oder zum Schal oder den Schuhen…ich meine ETWAS sollte doch wenigstens mal zusammen passen. Und das gilt für Männer und Frauen.

Na klar hat man nur begrenzte Möglichkeiten im Urlaub, aber achtet beim Packen Niemand mehr darauf, die kombinierbaren Sachen auszuwählen? Das eine wetterfeste Jacke nicht immer farblich zum Rest passt ist ja okay….aber wenn dann der Kanarienvogel dabei heraus kommt – dann stimmt doch etwas nicht….

Nun gut…im Urlaub möchte sich eventuell auch der Geschmack erholen und manchen möchten sich ganz einfach keine Gedanken darüber machen…

Urlaub ist doch Wohlfühlzeit…aber wohl würde ich mich in den Altkleidersammlungen nicht fühlen.

Unsere Tage auf Sylt enden heute…

So langsam freue ich mich auch schon wieder auf mein Zuhause…und auf etwas mehr Sonne und weniger Wind. Der Nachmittag gestern hat uns dann doch wieder mit dem Wetter versöhnt …also fast… immerhin gab es am späten Nachmittag noch jede Menge Sonne und einen wolkenfreien Himmel. So machte der Spaziergang  am Roten Kliff dann doch viel Spaß.

Aber, wie immer, entweder es ist zu kalt, zu viel Regen oder es ist zu warm, zu viel Sonne und überhaupt….ganz entspannt war es dann doch nicht….

Fazit: Wind und Wetter beeinflussen unsere  Unternehmungslust und auch wenn es immer heißt: “es gibt kein falsches Wetter – nur falsche Kleidung“ so kann ich für mich sagen: ja  stimmt, aber vor allem hängt es von den eigenen Erwartungen und von der damit verbundenen Einstellung zum Wetter ab, ob es einem gefällt oder nicht.

Ich für meinen Teil habe die Insel genossen, aber für JETZT hab ich auch keine Lust mehr auf Wind (egal ob bei Regen oder Sonnenschein). Schön wäre es mal wieder auf den Balkon zu gehen ohne bei jedem Luftzug gleich zu frösteln.

Jetzt freue ich mich erst mal auf einen Abstecher nach Eckernförde….an Flensburg (und damit meiner Schwester) mal knapp vorbei….und dann geht es in Richtung Heimat….

Sylt im Sommer – ohne Sommer

Letzten Sonntag sind wir in der Früh los gefahren…Später als geplant, da wir mal wieder unterschiedlicher Meinung waren, wie mein Auto am Besten unsere Gepäckmassen verkraftet.

Nun, mit vereinten Kräften und ein paar verbalen Ausschlägen haben wir es doch tatsächlich geschafft und auch nur 1 Stunde an Zeit verloren…

Wir sind, wie im letzten Jahr, in der gleichen Ferienwohnung und es ist einfach toll…ENDLICH Entspannung….leider spielt das Wetter nicht mit…es ist ….nun ja……. KALT. Was hauptsächlich am Regen und dem sehr starken Wind liegt. Okay, wir hatten uns darauf vorbereitet…allerdings war die Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen doch vorhanden.

Einzig am Mittwoch war ein wirklich sonniger Tag….und da war es sogar fast warm…bei 18 Grad und nur mäßigem Wind.

Das kann uns natürlich nicht abhalten und so waren wir einen Tag stundenlang mit den Füßen im Wasser und sind am Strand spazieren gegangen…gestern waren wir mit einem Schiff auf der Nordsee unterwegs und haben uns Seehunde angeschaut….jeden Tag gehen wir bei Wind und Wetter (Regen) spazieren….schlafen lange (bis 9 Uhr) heute waren wir Vormittags schwimmen…NEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNN nicht in der Nordsee  brrrrrrrrrr…sondern im Hallenbad der Wohnanlage…und das 5x12m Becken hatten wir sogar eine Weile ganz für uns .

Also wir erholen uns prächtig…sind friedlich und gut gelaunt und hoffen das es heute nicht mehr regnet und Morgen vielleicht sogar  mal wieder die Sonne scheint….

Reden als Selbstzweck im Büro

So jetzt sitze ich  im Dunkeln auf dem  Balkon , und die Kerzen wurden vom Wind wieder ausgeblasen….schade, es ist zu windig, trotz des Windglases zum Schutz….

Jaaa der heutige Tag ist – endlich – vorüber. Viel Arbeit, ein paar Sorgen dazu und prompt hatte ich Magenschmerzen…schaffe ich das Alles?

Na klar hab ich es geschafft….wieder mal ein 10Stunden Tag.

Gestern Abend hab ich noch  gehört, das fast 40% der Arbeitnehmer Meetings  als Zeitfresser Nr.1 bezeichnen…ja das kann ich verstehen…und gleich danach kommt schon der Smalltalk mit Kollegen. Auch mir nicht ganz unbekannt.

Aber dies ist ein Thema welches ich schon immer schwierig fand. Ich bin es gewohnt zu arbeiten, viel und konzentriert und der Smalltalk ist für mich in vielen Fällen tatsächlich störend…Ich geriet schon immer in Panik wenn eine wirklich nette Kollegin sich MORGENS mit einer Tasse Kaffee in den Türrahmen stellte, um sich mit mir zu unterhalten…dann wusste ich,  DAS kann jetzt lang werden.

Auch heute komme ich in Büros um etwas zu klären und die Kollegen aus dem Büro sitzen gaanz entspannt und unterhalten sich privat…Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Aber sie reden fast den ½ Tag schon auf diese Art.

Bei uns sind immer alle Bürotüren offen, das hat den Nachteil man bekommt mit welche Kollegen sich permanent unterhalten und giggern…und das Lachen mancher Mädels bei uns ist seeeehr …nun ja….auffällig und durchdringend.

Wie kann ich mit ruhigem Gewissen so viele Arbeitsstunden vertrödeln und dann die zusätzlichen Stunden als Überstunden aufschreiben?  Nun, mich interessiert das nur bedingt, da ich für diese Kollegen nicht zuständig bin…und auch bei meinen Mädels bin ich entspannt, solange sie sich an Deadlines und Termine halten…. aber bei manch Anderen ist es mir ein Rätsel.

Ich bin froh das ich mich an vielen Stellen aus all dem Gelaber raushalten kann…..Auch ich rede gerne und viel und höre gerne zu….aber doch nicht während ich arbeite und mein Pensum schon groß genug ist….

Manchmal fühle ich mich wie ein Fremder in dieser Welt und finde es unverständlich, wie man sich nur permanent unterhalten kann…ich brauche die Ruhe im Büro und ich brauche die Konzentration auf das, was ich tue….und auch zuhause geniesse ich die Stille.

Fussball – und auf einmal geht die Verständigung

Ich hab heute mit einer französischen Kollegin gemailt und schrieb bei meiner letzten Antwort (wir kommunizieren in Englisch),  das ich den Franzosen für heute Abend viel Erfolg wünsche.

Sie schrieb zurück, das einer, der Bessere, gewinnen wird und tippte 3 zu 1 für Frankreich, schickte Smileys, Fahnen und einen Like-Button

Ich hab mit dieser Kollegin schon seit Jahren meine Probleme, aber auf einmal hilft das Thema Fussball um mal ausserhalb der Standards miteinander zu schreiben…und es funktioniert…lach

Ich hab 2 zu 1 für Deutschland getippt und werde Morgen mit ihr das Ergebnis vergleichen….lach

Belastbar? – aber na klar

Im Job haben mich mal wieder zwei Kollegen mit den Daten hängen lassen und meine Chefin  hat mich in der jährlichen Beurteilung beim Punkt „Belastbarkeit“ schlechter bewertet, als ich gedacht hätte. Habe beim Gespräch Einspruch erhoben…es ist immer noch ein „GUT“, aber mal ehrlich….ich reisse  mir den Allerwertesten auf, um allen gerecht zu werden. Zeige immer viel Einsatz und Engagement und bekomme doch nur ein „GUT“?  Ihre Begründung: ich würde im Monatsabschluss hektisch wirken.

????? Na das bringt die Deadline eben so mit sich….und den meisten Stress bei mir verursacht sie.

Sie mailt mir ein paar Zahlen aus denen ich  Buchungen machen soll  und fragt Minuten später ob das erledigt ist….Ähmm….ich bin noch dabei….melde mich, sobald ich fertig bin…und dann sagt sie…okay lass Dir Zeit. Und gleichzeitig wird klar, sie wartet  nur darauf das ich fertig werde… Und wenn dann in der Zeit jemand kommt, dann sage ich eben…sorry geht grad nicht…muss noch etwas für die Chefin fertig machen…und das ist dann schlecht? SIE hat doch gesagt, ich soll den Kollegen ruhig sagen, wenn es zeitlich mal nicht passt.

Und wenn ich dann erzähle ich bin seit 6 Uhr im Büro, damit sie die Daten bis 11 Uhr fertig vorbereitet bekommt, dann heißt es: keine Eile wir haben doch Zeit. Bin ich aber nicht fertig, dann fragt sie und WANN kann ich jetzt  die Daten haben…sie muss aber um 15 Uhr gehen…aber mir erzählen wir haben den ganzen Tag noch Zeit und ich solle mich nicht so sklavisch an die Deadline (17 Uhr) halten. Man die weiß echt nicht, WAS sie mir gerade verklickern möchte.

Sie hatte nämlich letzte Woche spöttisch gemeint meine Zuarbeiterin hätte für 3 Belege 1 Std. gebraucht…ganz ehrlich ich hab das noch nie unter dem Zeitaspekt  betrachtet, fühle mich aber jetzt unter zeitlicher Erpressung schneller zu sein. Aber wie lange brauche ich  für einen Beleg? Da es um qualitativ hochwertige Entscheidungen geht, dauert das Auswählen schon etwas Zeit…

Und dabei bin  ich  schon schnell…..und super vorbereitet…..heute hab ich mal die Zeit gestoppt, durchschnittlich  4 Minuten für einen Beleg: Aus der Mail die Daten entnehmen, dafür einen Beleg erzeugen mit der richtigen Vorlage, den  richtigen Konten/Kostenstellen/Gegenkonten/Aufträgen, Den Beleg drucken…zum Drucker rennen (mehrere Büros entfernt) zurück, den  Beleg buchen und dabei kontrollieren,  beschriften, in die Rückstellungsliste eintragen, Ergebnis abgleichen und in die Ablage legen….und dabei bündel ich schon  einiges…renne nicht wegen jeder Buchung zum Drucker.

Impressionen vom Sonnenuntergang…

….und jetzt sitze ich auf meinem Balkon…lasse mich weiter stechen, hab den Computer auf den Knien und ein Glas mit Likor  daneben….also JETZT gerade versuche ich zu entspannen…versuche die letzten Tage einfach von mir abgleiten  zu lassen….

Zum Glück kann ich trotz der vielen Arbeit gut schlafen. Aber die Anspannung auf der Arbeit führt zu einer leichten Melancholie abends…vielleicht ist es auch einfach nur die Müdigkeit, die mich anfälliger für sentimentale Stimmungen macht.

Ich würde mich jetzt gerne an eine starke Schulter lehnen….aber leider ist die nicht hier….naja…ein Tag noch, dann ist es soweit.

Urlaub – harte Arbeit

Also dieses Jahr muss ich mir meinen Urlaub echt hart verdienen…

Schon seit Wochen bereite ich im Job meinen Urlaub vor…bei jedem Arbeitsschritt denke ich schon an den Monats/Quartalsabschluss, arbeite parallel  in den verschiedenen Buchungsmonaten (wo es schon möglich ist) ….Bereite meine Mädels auf alles vor, versuche sie bestmöglich zu stärken, das sie sich NICHT stressen lassen und auf alles vorbereitet sind. Versuche die unausweichlichen Fragen meiner Chefin  für die Jahresplanung im Juli vorauszuahnen und auch schon die Antworten zu geben.

Und seit dem 1. Juli arbeite ich wieder seeehr lange zwischen 10 und 12 Stunden am Tag. Heute war Monatsabschluss…und da ich nur noch Morgen da sein werde, muss dann der Quartalsabschluss auch fertig sein.

Das hindert meine Kollegen und Chefs allerdings nicht daran, mich mit allem Möglichen zu behelligen…und so wird die Zeit immer knapper…aber so langsam kommt alles in die richtigen Bahnen. Ich sehe  Land…also das Wochenende ….

Und wenn der Tag Morgen vorbei ist, dann ist es endlich geschafft…DANN hab ich 3 ganze Wochen Urlaub.

DREI ganze Wochen…seufz….mein Süßer kommt auch Morgen nach Hause …und am Sonntag geht es schon los…mit meinem neuen Auto…nach Sylt.

Ohhhh ich freue mich so darauf.

Angriff der kleinen Plagegeister

Ich liebe meinen Balkon und ich  liebe den Sommer…und trotz  der vielen  Arbeit  und knappen Freizeit so kurz vor dem Urlaub,  bin ich jeden Abend noch draußen.  Nachts ist auch noch ein Fenster auf…das hat aber ein Fliegengitter davor….

Und trotzdem bin ich bevorzugtes Opfer aller Stechmücken der Umgebung…und die stechen nicht nur einmal und auch durch meine Sommerklamotten hindurch. Vorhin hab ich nur nach einem Gerät gegriffen und konnte dabei beobachten, wie mich so ein Stechmücken-Tier in die Hand gestochen hat.

Überall hab ich inzwischen die Quaddeln…denn mit jedem Stich ist es nicht nur rot, sondern gleich geschwollen und es juuuuckkkkkt…..grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Jetzt muss ich mir endlich mal Gedanken um  einen Mückenschutz machen. Bin eigentlich kein Fan davon mit irgend so einem Zeug einzusprühen…aber so kann es ja nicht den ganzen Sommer über  weiter gehen…