Samstagabend – Café auf der Zeil

Nachdem wir es gestern am späten Nachmittag doch noch in die Stadt geschafft hatten, haben wir auch tatsächlich Sportklamotten für meinen Schatz gekauft. Wie immer ging das nicht so leicht und die Disskutiererei ging mir gehörig auf die Nerven.

Doch wir konnten uns doch noch durchringen in der Fußgängerzone (Zeil) in ein Café zu gehen, welches immer selbstgemachte Limonaden und Eistees anbietet….die sind echt lecker und gar nicht so süß.

Mein Schatz hatte eine Minze/Cranberries-Schorle und ich einen Pfirsich-Minz-Eistee….sehr lecker.

Beim Blick auf die Zeil war ich aber teilweise entsetzt….wann hat sich das Publikum eigentlich derart verändert. Das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern lag irgendwann einmal bei gefühlten 50/50….inclusive der Touristen. Aber gestern waren es so um 20 Uhr abends vielleicht noch 20% Deutsche….aber auch davon gab es nur einen geringen Anteil bei dem Mann das Gefühl hat, die sind irgendwie Mittelstand….normale Familien.

Ich erkläre es mir immer damit, dass Durchschnittsfamilien um diese Uhrzeit nicht mehr auf der Zeil unterwegs sind, sondern bereits die Tagesschau anschauen….zuhause auf der Couch, direkt nach dem Abendbrot. Natürlich lässt 20 Uhr an einem Samstagabend keine repräsentative  Volkserhebung zu…da sind die jungen Menschen unterwegs, das Partyvolk…und die Südländer, die es gewohnt sind erst bei Sonnenuntergang  mit dem ganzen Familienclan unterwegs zu sein….während bei uns die kleinen Kinder  um diese Uhrzeit bereits dabei sind die Zähne zu putzen um ins Bett zu gehen…

Der Kellner der uns bediente  schien etwas unkonzentriert und entschuldigte sich gleich: er würde bereits seit 9 Uhr MORGENS arbeiten…das Café findet keine Service-Kräfte mehr….und er wirkte auch genervt auf die Bettlerin, die ständig auf und ab lief und alle Gäste anbettelte….er meinte er könne es nicht mehr ertragen, den ganzen Tag die Bettler und die ganzen Touristen und Ausländer  die kein Deutsch könnten,…er würde mit seinen Kindern manchmal Englisch reden und es erst merken, wenn diese komisch schauen…dabei meinte er, er hätte selbst einen Migrations-Hintergrund…aber auch ihm wird es zu viel und das Niveau der Menschen im Allgemeinen sinkt immer weiter…und er würde sich freuen das er sich mal mit uns normal unterhalten könne.

Mein Freund mit seinen oft sehr radikalen Ansichten fühlte sich in seinen Ansichten bestätigt und meinte das ich das oft viel liberaler sehe…

…und doch noch einmal Sport heute

Ich war heute Nachmittag noch einmal im Fitnessstudio. Das 3x in dieser  Woche.

So ganz sicher ob ich Lust dazu habe war ich mir nicht…aber ich bin einfach gefahren….zuerst auf den Crosstrainer…angepeilt: 20 Minuten in der Hoffnung es wieder auf 30 Minuten auszudehnen. Das hängt bei mir ganz stark davon ab ob ich es schaffe nicht dabei zu denken….lach.

….ja und es  hat super geklappt. Anstatt mich zu quälen und auf andere Cardio-Geräte auszuweichen, lief es leicht und rund und so bin ich erst nach 1Std. und 5 Minuten vom Stepper wieder runter…9,95km und sage und schreibe 716kcl vebraucht.

Super! Mehr brauche ich für heute nicht. Nach der Stunde hab ich mich wohlig und erfrischt gefühlt, also ein guter Zeitpunkt um wieder nach Hause zu fahren. Sofort unter die Dusche und einen leckeren Salat als Mittagessen.

Der Salat war echt zusammen gewürfelt: Tomaten, Frühlingszwiebeln, Rote Beete, Feta-Käse, die Reste vom Fileträucherling, frisch geröstete Pinienkerne und die restlichen Champignons noch schnell gebraten…alles mit Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzt, dazu eine Scheibe Brot im Backofen geröstet…..hmmm lecker und jetzt bin ich satt und zufrieden und  sitze auf dem Balkon. Es sind noch 24Grad und fast windstill…. Meine Beine sind in der Abendsonne, der Rest des Körpers ist im Schatten….

Ich bin froh, dass ich mich für diese Form des Sonntags entschieden haben. Zur Auswahl stand noch ein Besuch meiner Quasi-Schwiegermutter…ich hab meinen Schatz dann doch alleine fahren lassen….die letzten Tage waren wieder sehr anstrengend….wir waren gestern noch einmal in der Stadt um Sportsachen für ihn einzukaufen…..das war auch nicht besser als in der letzten Woche, als es um Hosen für ihn ging (s.Männer sind doch Zicken)

Sieht so ein Cola-Junkie aus?

Seit Jahren um nicht zu sagen, seit Jahrzehnten habe ich ein Laster, eine Unsitte, eine Angewohnheit…. Ich trinke Cola und zwar fast ausschließlich.  Zuerst Coca Cola, später Cola light und nun seit bestimmt 15 Jahren Pepsi Light.

Mein Konsum liegt so bei ca. 2-3 Litern Pepsi Light am Tag, manchmal auch mehr und vor ein paar Wochen hab ich festgestellt, es schmeckt mir nicht mehr und es löscht auch nicht den Durst. In den Sommermonaten steige ich immer gerne  auf ungesüßte Tees und Wasser um. Aber das hält oft nur während der ganz heißen Sommerzeit.  Wasser  ist  dabei eigentlich kein Getränk für mich. Zu öde, zu eintönig.

Aber jetzt hab ich beschlossen den Konsum von Cola massiv einzuschränken….und ich leide schon seit Tagen unter sehr starken Kopfschmerzen….Entzugs-Erscheinungen durch den fehlenden Koffein und das fehlende Süßungsmittel Aspartam? Ich kann es nicht sagen, aber ich habe eben ungewöhnlich viel und heftige Kopfschmerzen und laut Doctor Internet bin ich nicht die Einzige, der es so geht.

Bei uns Zuhause gab es nie Cola …Mein Vater war sehr streng und sparsam (Cola galt bei uns als zu teuer), stattdessen gab es Apfelsaft und Orangensaft im Tetrapack, Orangenlimonade aus dem Mehrwegkasten oder Wasser aus dem Wasserhahn.

Immer wenn ich als Kind bei Freunden war, hab ich dort Cola getrunken…ich hatte so einen  „Japp“ so eine Lust auf diese schwarze Brause…ich konnte mich nicht mäßigen.  Mein späterer Mann hatte immer Cola da und hat das Zeug literweise getrunken….und ich dann auch.

Dann kam die Zeit der Cola light und es ging der 1.Aufschrei los: Süßstoffe werden zur Schweinemast eingesetzt…Süßstoffe machen dick.

Nun … ich wusste es besser, hatte ich doch am eigenen Leib im Laufe der Jahre erlebt, wie ich vom unsportlichen Pummelchen mit Bandscheibenvorfall mit Sport, Ernährungsumstellung  und immer Cola-Light abspeckte und mich attraktiv, fit  und manchmal sogar schön fühlte.

Alles in meinem Leben änderte sich: ich war jetzt schlank, sportlich, beruflich erfolgreich, lebte in einem anderen Bundesland, war  geschieden und allein, fing mit dem Tanzen an…es blieben  vor 15 Jahren genau 2 Dinge unverändert: meine Handy-Nummer und die Cola-Light.

Ein Kollege meinte mal zu mir ich solle nicht so viel Cola trinken, wegen der enthaltenen Phosphate… na toll….und was soll ich dann trinken? Für mich gab es gar keine Alternative. Zumindest keine langfristige, keine die ich durchhalten könnte.

Jetzt – aus eigenem Antrieb – möchte ich  nicht mehr so viel Cola trinken. Warum? Hmmm….es schmeckt mir nicht mehr so richtig….und durch den Sport im Fitnessstudio trinke ich jetzt regelmäßig viel Wasser während und nach dem Sport…und es schmeckt mir auf einmal….und jetzt in der heißen Sommerzeit hab ich auch wieder die ungesüßten Früchtetees….und die schmecken mir auch.

Durch die Veränderung meines Frühstückverhaltens (s. hier: Frühstücks-Geschichten ) weiß ich, dass ich mich jetzt aus jahrelangen Gewohnheiten  lösen kann….nun, dafür hab ich jetzt erst einmal ständig Kopfschmerzen – aber die gehen hoffentlich in ein paar Tagen  wieder weg. Und dann verschwindet hoffentlich auch bald der „Japp“ in bestimmten Situationen z.b. nach dem Essen eines Schnitzels oder  auch ganz extrem wenn ich mittags Sushi gegessen habe…dann hab ich ja sooo eine Lust auf Cola. So muss es wohl auch bei Rauchern sein, die situationsabhängig nach der Zigarette gieren.

Bald  schaffe ich es vielleicht die Pepsi light  nicht mehr als Getränk, sondern als Genussmittel zu betrachten…ab und an und in Maßen ist okay.

Sturmgewalten – und ich bin am Boden

Montagnacht zog ein Sturm über Schnöselhausen…bereits am späten Abend reihte sich Blitz an Blitz…aber auf der anderen Seite des Taunus…ein herrliches Schauspiel am Dunklen Nachthimmel.  Doch wie heftig es werden sollte, das ahnte ich nicht…auch von der Unwetterwarnung hab ich gar nicht mit bekommen.

Die Außenjalousien hab ich wie immer geschlossen, die Balkontüren dahinter geöffnet…nur im Schlafzimmer mach die die Jalousie nur zur Hälfte  runter und die Balkontür „auf Kipp“. Ich mag es, wenn ich im Bett liege und auf die Büsche und Bäume schauen kann.

Um kurz vor 3 Uhr nachts wurde ich durch lautes Gepolter auf dem  Balkon geweckt und beim Blick aus dem Bett konnte ich auch schon meine Balkonmöbel, Vogelhäuschen und Blumenkübel bunt durcheinander gewürfelt dabei beobachten, wie sie vom Wind an den Rand des Balkongeländers gedrückt wurden….der Wind  peitschte und der Regen schien fast Wagerecht zu sein…..schnell hab ich alle Fenster in der Wohnung geschlossen….mir wurde fast ein wenig mulmig  bei dem Sturm, der solche Kraft entfaltete und dann schaute ich genau in dem Moment wieder aus dem Fenster, als ein großer Baum parallel zu meinem Balkon zu Boden ging….Es gab keinen Knall vorher….da fiel einfach ein Baum um…

Da bekam ich dann doch etwas Angst. Schnell hab ich mir etwas übergezogen, Jalousie hoch und raus auf den Balkon…aber es war zu dunkel, ich konnte nicht wirklich viel sehen woher der Baum kam….nur DAS da eine große Tanne lag….ich raus auf der Wohnung…und zum Eingang…dieser war versperrt….Quer vor dem Eingang lag ein Baum und einige Büsche.

Ich dann also erst mal nach Oben….meinen Freund wecken…aber er war auch schon wach….lach….bei ihm hatte es rein geregnet und er war dabei das Parkett zu retten.

Nach ein paar Minuten war das Schlimmste an Regen und Sturm vorbei und wir haben gemeinsam noch einmal den Eingang und meinen Balkon inspiziert…ein großer schwerer schwarzer Dachziegel lag auf dem Balkonteil der nicht überdacht war…und eine Schiefer-Dachplatte  steckte senkrecht in einem der Blumentöpfe….eine weitere lag zerbrochen daneben…. Einige Blumentöpfe und doch so einige Pflanzen  sehen nicht mehr schön aus… Dort wo die Blumentöpfe vom Wind umgeworfen wurden war die durchnässte Erde quer über den Balkon verteilt…dazu überall Äste, Astteile, Buschteile….

Den Rest der Nacht hab ich dann kaum noch geschlafen…denn bereits um 4 Uhr ging in einiger Entfernung  eine Motorsäge an…wahrscheinlich um die umgestürzten Bäume von den Straßen zu holen.

Also mit nur etwas mehr als 3 Stunden Schlaf in dieser Nacht stand ich am Morgen vor den Trümmern meiner kleinen Oase…denn nun konnte ich bei anbrechendem Tageslicht endlich sehen, was geschehen war….die ca 27m Tanne die quasi am  neben meinem Balkon steht, wurde von solcher Kraft des Sturmes gebogen, das sie auf ca. 15m Höhe gebrochen ist und dieser Teil wurde mit Wucht genau vor meinem Balkon auf all die schönen großen und schützenden Büsche geschleudert.

Das Ergebnis, genau die Büsche die mir bisher einen  ca 2m hohen und sehr dichten Sichtschutz boten, waren gebrochen. Sogar die Eibe direkt neben dem Eingang stand schräg…..und jetzt ist es noch nicht einmal klar ob der Rest des Baumes stehen bleiben darf….wenn der auch noch gefällt wird, dann hab ich auch zur anderen Seite (zur Kirche hin) weder einen Sichtschutz, noch einen Lärmschutz….die Tanne hat lange weit ausladende und leicht herabhängende Zweige, so das ein Teil der Kirche dahinter verschwindet.

Ich hab am Dienstag in der Firma Bescheid gegeben, das ich später komme und hab ca. 1,5 Stunden gebraucht um meine Balkone aufzuräumen und sauber zu machen…..

….und jetzt? jetzt hab ich wieder einen ordentlichen Balkon….aber keine stille geschützte Oase mehr…

Hotels -nur für Erwachsene

Der Aufschrei ist mal wieder groß…da gibt es doch tatsächlich (noch) wenige Hotels die speziell dafür werben, das sie Urlaub OHNE Kindergeschrei anbieten…Also  Hotels nur für Erwachsene.

Sofort wird hier von Kinderfeindlichkeit und Ausgrenzung  gesprochen. Sorry, was für eine merkwürdige  Ansicht.

Es gibt Hotels NUR für Familien, es gibt sogar spezielle Kinderhotels, es gibt Hotels NUR für Schwule und Lesben, es  gibt Hotels NUR für Senioren, es gibt Hotels  NUR für Singles…warum soll es nicht auch Hotels NUR für Erwachsene geben?

Jede Zielgruppe hat besondere Anforderungen an einen Urlaub, warum soll es dann schlimm oder schädlich sein, einfach mal  als Erwachsener seinem Ruhebedürfnis nach zu gehen.

Interessant und verständlich ist, dass gerade Erwachsene die viel mit Kindern arbeiten, im Urlaub mal Abstand und Ruhe haben wollen, wie Lehrer und Erzieher. Oder Eltern die sich mal wieder – als kurze Auszeit – auf ihre Beziehung konzentrieren möchten, während die  Kinder bei den Großeltern sind oder im Ferienlager.

Also ich kann das gut nachvollziehen, seit ein paar Jahren wird es mir wirklich wichtig Ruhe und Entspannung zu finden…mein Job ist stressig genug und das Leben im Allgemeinen wird seit Jahren immer lauter.

Wir kennen  doch kaum noch wirkliche Ruhe…überall  sind Maschinen im Einsatz….und während ich das hier schreibe wummert ein Kompressor und eine Steinschneidemaschine jault…an einem Samstagvormittag, in der Ferne hört man einen Rasenmäher und überhaupt den Straßenverkehr. Und das in einem kleinen  Ort….

Jederzeit haben die Menschen Krach und Lärm um sich, dem sie oft nicht entfliehen können….ja  Kinder machen krach und das ist auch gut  für ihre Entwicklung…Kinder MÜSSEN toben und  sich entfalten können….und es ist gut, das man das nicht Weg-Klagen kann…

ABER  dann ist es doch gerade gut, dass ich es im Urlaub durch die Auswahl des Hotels schaffen kann, das beide Seiten ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen.  Ich kann also wählen ob ich im Frühstückraums eines Hotels tatsächlich ein Lärmpegel von mehr als 80db ertragen möchte oder eben nicht.

Allgemein gilt: Ab 65 dB(A) reagiert der Körper eindeutig auf Lärm. Ab 80 dB  können Hörschädigungen auftreten, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden…sagt der Arbeitsschutz.

Also auch hier ist meine Meinung sehr klar und eindeutig: wenn wir es doch vielen  verschiedenen Menschengruppen erlauben, sich ihre Hotels nach besonderen Kriterien auszusuchen, warum werden dann Erwachsene  die sich ein Hotel Ohne Kinder aussuchen,  so angefeindet. Leben und Leben lassen…

…etwas mehr Toleranz  für Kinder: JA Bitte!

….aber auch etwas mehr Toleranz für Ruhebedürftige, die noch keine Rentner sind. Danke!

 

,Männer sind doch Zicken

….und oft mehr „Mädchen“ als die Herren wahr haben wollen!

Ich hab mich gestern so auf unsere Shopping-Tour gefreut. Direkt nach Feierabend haben mein Schatz und ich uns im Shopping-Center getroffen…

Mein Schatz wollte Hosen kaufen…vor allem Jeans und evtl. noch eine Sporthose. Die Voraussetzungen waren gar nicht schlecht: schlechtes Wetter, dadurch nicht so viele Leute und nicht so warm….also  es bestand die berechtigte Hoffnung das es dieses Mal klappen wird….er sogar eine Hose anprobiert….

….jaaaa….also mit 4 Hosen ging es dann doch tatsächlich in die Umkleidekabine und die war wirklich groß….aber bereits bei der 2. Hose ging das Gemecker los….es war ihm zu warm…die Kabinen zu stickig, die Hosen waren Mist und überhaupt eine Sch..ß-Idee….nun gut, er hat tatsächlich noch die anderen Hosen anprobiert (das Gemecker hab ich versucht auszublenden)..und sich für eine entschieden: HURRA….und dann noch bei den Sportsachen schauen…wegen Schuhe und Hose

Nun kamen wir auch an den Frauen-Sportklamotten vorbei und ich hab doch tatsächlich ein Paar Sportschuhe gesehen die nicht nur gut aussahen, Preislich okay  waren und sehr schmal ausfielen…also eine echte Rarität…und dann gab es da noch eine Sporthose für mich ….im Sale für 15 EUR…. Aber da  traff mich wieder das Gemecker…immerhin ging es HEUTE um ihn.

Jaaaa, aber beim Einkaufen geht es immer um ihn…ICH gehe in der Regel  alleine Klamotten kaufen…und dann beschwert er sich weil ich ihn nicht mit einbeziehe in die Entscheidung…

Also hab ich mich voll auf ihn konzentriert. An der Kasse wurde es dann ganz schlimm…er meckerte mit der Kassiererin wegen der 10Cent für die Tüte. Ich wusste das so etwas kommt und hatte ihm schon vor der Kasse meinen  mitgebrachten Stoffbeutel hingehalten…lach…DEN wollte er aber erst nicht…ich hab ihn dann an der Kasse alleine gelassen und bin durch die Abteilung gestreift…immer das Gemecker im Hintergrund…so wusste ich, ach er ist noch da! Die arme Kassiererin – sie blieb aber ruhig und freundlich.

und wir waren noch in ein paar anderen Geschäften und haben zwischendurch noch etwas gegessen…aber irgendwie war der Wurm drin….Der Mecker-Wurm…

Nach dem Essen dachte ich, es geht besser….aber meine männliche Zicke mochte jetzt auch nichts  mehr hören…keine Meinung mehr gelten lassen….

Ich hab dann um 21.30 Uhr beschlossen das es nun für mich reicht, wir sind zu den Autos gegangen, ich bin nach Hause gefahren und mein Schatz wollte die letzte ½ Stunde noch in ein anderes Geschäft. Prima – so hab ich den Rest des Abends ohne Stress verbracht.

Soooooo….heute nach Feierabend bin ich dann noch einmal in das Shopping-Center gefahren…hab mir die Sportschuhe und die Sporthose gekauft…und dazu bin ich noch entspannt durch andere Geschäfte geschlendert…als Belohnung gab es dann noch ein Spaghetti-Eis …LECKER….

Konstruktuktives Streiten – gar nicht leicht

Zum ersten Mal seit Jahren ist es mir wirklich gelungen konstruktiv zu streiten….kein Witz…das ist gar nicht so einfach.

Ich bin ein „Stier“….emotional, schnell verletzt und nachtragend, und  gemäß meines Freundes hab ich auch ein „Mecker-Gen“….ja, das stimmt wahrscheinlich schon.

Obwohl ich es nicht als meckern empfinde…eher als darauf aufmerksam machen und ich treffe eben schneller Entscheidungen und versuche dem Nichtentscheider dann das Ergebnis überzustülpen…lach…aber das Ganze  ist natürlich Ansichtssache.

Auf jeden Fall bin ich bei Menschen die mir sehr nahe sind, sehr emotional….

Nach einer Woche Funkstille zwischen meinem Schatz und mir haben wir tatsächlich am Freitagabend, nach dem Sport,  geredet…und ich hab ihm mehr als deutlich gesagt, was ich von diesem Lügen halte…und zwar OHNE Vorwürfe…einfach nur die Fakten dargelegt. Dieses gewohnheitsmäßige Lügen hat unsere Beziehung von Anfang an belastet und ich hab noch einmal verdeutlicht WENN er mich nicht verlieren möchte, dann MUSS das jetzt mal ein Ende haben. Es gibt KEINEN Grund mich anzulügen…

Wir sind uns darin einig, dass er es immer wieder schafft sich  – ohne Not – in Schwierigkeiten zu bringen…genau das begleitet ihn schon sein ganzes Leben – sagt er. Er muss daran arbeiten….auch ich arbeite mein ganzes Leben an meinem Sozialverhalten …und auch in dieser Beziehung hab ich meine Eifersucht überwunden…das hat fast 6 Jahre gekostet. Bei mir war die Eifersucht ein Zeichen von Verlustangst und der Furcht abgelehnt zu werden…

Ich ahne auch, woher bei ihm der Hang zur Lüge kommt…Als Resümee kann man sagen es hängt mit der Angst zusammen, nie gut genug zu sein….Eine Mutter die ihn nie angehimmelt hat, ein Vater der gegangen ist als er ganz klein war und eine neue Familie gegründet hat…Freunde die sozial wesentlich besser gestellt waren….und er hat immer versucht dazu  zu gehören…Geld, Karriere und Statussymbole als Leitmaxime um dazuzugehören. Blöd nur – wenn man das Alles nicht im gleichen Umfang besitzt, wie der Freundeskreis.

Nun gut, das sind alles Dinge die mir eher fremd sind… Ich liebe ihn auch ohne  steiler Karriere und hohem sozialem Status…mir ist nicht wichtig welches Auto er fährt oder wo wir Urlaub machen…lach…ich brauche keine Markenklamotten und keine Arroganz.  Ich liebe den Mann hinter der Maske…den Menschen eben.

Wette auf mein Leben

Da erzählt so ein Mensch im Fernsehen davon, das die Rentenversicherung mit 3% eine höhere Verzinsung bringt, als  alle anderen  klassischen Anlageformen….und das man ab 55 (Jahre ) FREIWILLIG höhere Beiträge in die Rentenversicherung zahlen kann, um früher in Rente zu gehen….aber wenn man dann doch nicht früher in Rente geht, kann man durch die zusätzlich gezahlten Beiträge legal seine Rente erhöhen….

Hmmm das muss aber echt gut überlegt sein. Denn es wird nicht verschwiegen, das es sich letztlich es eine Wette um MEIN  Leben handelt….das  würde sich nur rentieren, wenn ich glaube lange zu leben…also so mindestens 80Jahre.

Wenn ich das Geld selber spare – kann ich es ausgeben, wenn ich es brauche oder im Todesfall vererben….wenn ich es in die Rentenversicherung einzahle…dann ist das Geld WEG…also es fällt an den Staat.

Aber mal im Ernst gerade in der heutigen Zeit, wage ich nicht darauf zu wetten, das ich tatsächlich alt werde. Na klar ist die Wahrscheinlichkeit hoch das ich mindestens 78 Jahre alt werde (lt. Statistik)…

Pro: ich rauche nicht, trinke mäßig, ernähre mich ausgewogen, treibe Sport, habe Normalgewicht

Contra:  geerbter Bluthochdruck, Bandscheibenvorfall, Vater – Krebs/ Herzinfakte/ Schlaganfälle/ Herzschrittmacher/ kaputte Wirbel . Mutter – Krebs/ ansonsten keine Ahnung. Alle Großeltern = Krebs/ Krebs/Krebs/Krebs.

Also DIE Wette das ich alt werde, gehe ich nicht ein…Wie ist das mit der Taube auf dem Dach….Da behalte ich meine paar Groschen lieber fest in der Hand…und falls ich es doch schaffe…prima …

Tour de Heimat – oder wie ich lerne bergauf zu fahren

Ich bin dann am Mittwochmorgen um 6.45 Uhr mit dem Fahrrad zur Arbeit gestartet….von Schnöselhausen aus knappe 8km bis zur Arbeit. Das ist ja eigentlich nicht viel….und die Großrichtung geht auch eher  bergab…ABER…es ist nicht wirklich permanent bergab…sondern es geht ständig auf und ab….d.h.  je nachdem welchen Weg ich wähle muss ich auch so einige Steigungen meistern. Ich hab jetzt meinen Ideal Weg gefunden…d.h. ich umfahre ein paar der sehr steilen Streckenabschnitte, fahre dafür ca. 2km mehr…aber die Steigungen sind sanfter. Und so hab ich knappe 25Minuten gebraucht…und dann noch 10 Minuten um mich im Büro frisch zu machen und umzuziehen. Ja – ich bin zufrieden.

Auf dem Rückweg – bei mehr als 31Grad war klar, ich muss jetzt mehrfach und fast permanent bergauf fahren….aber auch hierfür hab ich schon fast einen Ideal Weg gefunden. Der ist zwar noch etwas länger, d.h. ich fahre nicht direkt auf Schnöselhausen zu, sondern nach dem ersten steilen Anstieg bin ich etwas unterhalb auf der Querlinie schräg weiter gefahren und  hab quasi meinen Heimatort umfahren und den letzten steilen Anstieg auf der anderen Seite erklommen.  Dieser Anstieg ist nicht so steil, wie auf der anderen Seite. Gebraucht hab ich 45Minuten mit einer Pause (Berge haben den Vorteil das die Landschaft von oben einfach toll aussieht – da kann man ruhig mal anhalten und die Aussicht geniessen…..jaaaa und etwas trinken und erholen).

Wie Ihr seht es ist eine gute logistische Vorbereitung notwendig, um bei dieser Tour de Heimat – Bergetappe Schnöselhausen,nicht auf der Strecke zu verrecken..

NEIN – ich habe nicht die S-Bahn für das letzte Stück genutzt. Um ehrlich zu sein – es war sogar viel leichter als gedacht, also von der Kraft und Dauer her. Was vielleicht daran liegt, das ich im Moment gut im Training bin…

Das Einzige was mir etwas Probleme bereitet hat, war das Wetter….mein Körper hat auch im Nachhinein so viel Schweiß produziert….lach…das kenne ich sonst nicht. Selbst nach dem Duschen hab ich mich nur mit einem Handtuch auf die Couch getraut…

Aber in der nächsten Woche werde ich das auf jeden Fall wiederholen. Das Wetter soll da wieder bei 20-23 Grad liegen…und ich habe in der Woche keine Präsenz-Termine. Das muss ich einfach öfter machen…vielleicht macht es ja bald genau viel Spaß wie Streckentouren….

Sport und der Schweinehund…der innere

Heute habe ich endlich mal wieder meinen inneren Schweinehund so richtig besiegt…na klar gehe ich aktuell 2x in der Woche ins Fitnessstudio. Aber bei der Wärme lass ich es dann doch meistens etwas ruhiger angehen…Ausdauertraining so 30 bis maximal 40 Minuten, leichtes Krafttraining….aber immerhin gehe ich.

Aber heute…HA….ja heute hab ich 1 Stunde Ausdauertraining  am Stück gemacht und mich nicht dabei geschont. Dabei sind es immer noch fast 30 Grad hier. Und dabei hatte ich bereits nach 3 Minuten keine Lust mehr. Es war stickig  und mir war unangenehm warm…aber das gehört ja dazu…also hab ich mich nach bewährter Methode immer ein paar Minuten weiter getastet…und dann ging es auf einmal wie von selbst.

Okay nach der Hälfte der Zeit hab ich den Widerstand etwas reduziert….aber so hab  ich 50 Minuten auf dem Crosstrainer verbracht (536kcal) und dann noch einmal 10 Minuten auf dem Rudergerät (102kcal).

JETZT bin ich zufrieden und entspannt und kann den Rest des Abends gemütlich auf dem Balkon verbringen ohne ein schlechtes Gewissen zu  haben.

Und schon hab ich in Planung, dass ich morgen früh mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren werde. Es soll ja sehr warm werden und  bereits für 7 Uhr wird eine Temperatur von 20 Grad vorausgesagt. Das nächste Meeting ist auch erst einen Tag später, ich kann also leger gekleidet ins Büro kommen und nach Feierabend hab ich auch nichts weiter vor.

Also ideale Rahmen-Bedingungen….