Ausmisten und die „Büchse der Pandora“

Samstag hab ich zum Teil im Keller verbracht…es war mal wieder soweit: ich war im „Loslass-Modus“..das passiert so 2-3x im Jahr…dann fliegen weitere Dinge aus meinem Haushalt.

Jetzt stand der Keller im Fokus: Schon seit Jahren will ich mich von meinen vielen Kleiderbügel trennen….hab ich doch mein Kleiderschrank-Volumen, mit dem Einzug hier in die Wohnung, noch weiter reduziert…aber ich konnte mich beim Einzug dann doch noch nicht von den Bügeln trennen. Diese sind alle gleichförmig, da ich es mag, wenn im Kleiderschrank alles auf gleichen Bügeln hängt, das sieht viel ordentlicher aus. Ich hab viele Jahre gebraucht, um diese Bügel zusammen zu sammeln….aber es sind jetzt einfach zu viele….und jetzt hab ich den großen Müllsack aufgemacht und sie endlich entsorgt.

Von inzwischen schon wieder 4 Kisten mit Weinachtsdeko, sind 1,5 geblieben usw. Auch diese verschiedenen kleinen Futterhäuschen aus Holz für den Balkon, die ich nach und nach ausprobiert habe gingen in gesonderte Kisten und landeten mit anderem Dekokram am Straßenrand mit einem Hinweis „zu verschenken“…und schon nach 30 Minuten war die gesamte Kiste nicht mehr da…Prima so mag ich das.

Was ich ja auch im Überfluss habe, sind verschiedenste Schalvorhänge für die Fenster, bis ich dann endlich die richtigen Thermovorhänge gefunden hatte, die alle meine Anforderungen erfüllen. Die vorherigen Versuche liegen jetzt im Keller und zum Teil auch in meinen Bett-Schubladen…sind ja alle nur kurz in Gebrauch gewesen….eigentlich zu schade zum weggeben…aber wozu aufbewahren…also fort damit.

Und für einen Augenblick…aber nur einen sehr kurzen Augenblick, hatte ich sogar meine „Tanzen“-Kiste in der Hand, nicht um sie wegzuwerfen, sondern um rein zuschauen…diese hab ich, seitdem ich sie gepackt habe, nie wieder aufgemacht…sie ist zugeklebt. Darin sind 2 meiner Turnierkleider (das eine wurde damals extra für mich geschneidert und war sehr teuer), die Turnierschuhe mit der Extra-Schnürung, die Trainingsschuhe, Schuhkratzer, Urkunden, Trainingsröcke, mein (Damen-)Startbuch. Das „Richtige“ also das, welches nach Außen Gültigkeit hatte, hat der „Herr“ für das Tanzpaar…aber als Dame konnte man sich die Turnierteilnahme und Ergebnisse in einem Damen-Startbuch eintragen lassen. In der Kiste sind auch unsere Ergebnis-Streifen, mit den Zwischenergebnissen aus den Turnieren und noch so einiges mehr…alles was man so braucht als Standardtänzerin.

Für einen Moment war ich fast bereit in die Kiste zu schauen….aber ich hab es gelassen…das ist immer noch ein heikler Punkt…denn das Tanzen vermiss ich wirklich immer noch.

Ich weiß ja, das es nicht mehr geht (mein Problem-Fuß), aber manchmal gleite ich barfuß in Tanzhaltung durch die Wohnung, drehe mich zur Musik in eine Pose, oder mache einen Impetus, Telemark oder Chassee-Schritt…was natürlich längst nicht mehr so elegant aussieht wie früher und von mir auch nicht mehr astrein ausgeführt wird. Das geht eben am Besten mit hohen Schuhen, die das Becken einfach in eine andere Position bringen und damit die gesamt Körperhaltung verändert und das heben-und senken der Ferse überhaupt erst ermöglichen und natürlich braucht es ständige Übung um es leicht und elegant aussehen zu lassen…aber das Gefühl dabei, ist bei mir noch genau dasselbe.

Nein – diese Büchse der Pandora wollte ich nicht öffnen, deshalb blieb die Kiste ungeöffnet.

Mit meiner Aussortier-Aktion bin ich super zufrieden…um mit jeder weiteren Aktion, fällt es mir leichter mich von weiteren Dingen zu trennen…

kleine Erinnerungen

Gestern auf dem Weg nach Hause kam im Radio der Hinweis, das es bald wieder eine Stunde gibt, in dem Musik nach einem bestimmten Motto gespielt werden soll und es kam der Aufruf seine Lieblings-Motivations-Musik bei dem Sender zu melden. Also alles, was einen motiviert, in Bewegung bringt – also auch beim Putzen usw.

Und auf einmal fiel mir MEIN Motivations-Song wieder ein…der ist uralt – zu dem Song hab ich früher, gegen Ende der 1980er Jahre, tatsächlich meine Wohnung geputzt und bin dabei durch die Wohnung gewirbelt: Joan Jett & the Blackhearts, I Love Rock ‚n‚ Roll. Diese Version kam bereits 1981 raus.

Die Musik laut aufgedreht (es gab damals noch keine kabellosen Kopfhörer oder zumindest noch keine für den Massenmarkt….und ich wollte die Musik ja in jedem Raum hören) und noch lauter mitgesungen….hahahaha …. das war in meiner ersten eigenen Wohnung, zusammen mit meinem damaligen Mann.

Über Jahre hat mich dieser Song und auch andere natürlich, bei meiner Hausarbeit begleitet. Und obwohl wir eine Highend-Musikanlage mit riesigen Boxen im Wohnzimmer hatten, hab ich das Teil so gut, wie nie benutzt. Dafür hatte ich meinen Kassettenrekorder.

Die Musikanlage war der ganze Stolz und das Heiligtum meines Mannes: Anstatt normale gekaufte Boxen, hingen bei uns riesige selbstgebaute an den Wänden und standen auf dem Boden. Jedes eingebaute Teil ein besonderes Stück und zusammen etwas „ganz Besonderes“…na ja im Wohnzimmer waren es insgesamt 6 Stück und dazu der riesige Schrank in dem die gesamte Musikanlage und die Plattensammlung untergebracht waren. Platz für einen normalen Wohnzimmerschrank blieb in dem Raum nicht. Es war auch eher ein Spielzimmer für einen erwachsenen Mann. Beim Schlafzimmer und auch in der Küche hab ich mich gegen zu große Boxen erfolgreich zur Wehr gesetzt…es gab dort jeweils nur 2 in normaler Größe.

Mein Ex-Mann war ein ganz Ruhiger, aber etwas nerdig…ein eigenbrödlerischer Kindskopf mit einem enorm geschulten Gehör. Er hatte mir zwar nicht verboten die Musikanlage zu benutzen, aber das Ganze sah eher nach dem Cockpit eines Raumschiffs aus und ich konnte mir nicht wirklich merken, was ich in welcher Reihenfolge an- oder ausschalten musste und wie ich was einstellen sollte und jedes Mal wenn ich die Nadel sanft auf die Platte niederließ, verzog er schmerzhaft das Gesicht….es quälte ihn…also hab ich es lieber gelassen. Die Dinger waren damals auch echt teuer.

und lustig….jetzt hab ich den Song wieder im Ohr und summe (LEISE) vor mich hin …..

Ein Blick weit zurück

Ich hab eine Kabarett-Sendung gesehen, die mich sehr berührt und zum Weinen gebracht hat…und seitdem stelle ich mir eine Frage: Was würde ich heute Meinem 12/13jährigem ICH von damals mit auf den Weg geben.

Ich war mit 12 Jahren mehr als pummelig, ungelenk und tapsig, dazu extrem schüchtern und nicht kommunikationsfähig, konnte schon damals bestimmte Geräusche kaum ertragen (heute nennt man das: Misophonie) und fühlte mich am Wohlsten, wenn ich alleine sein konnte.

Mir wurde mit jeder Faser suggeriert, das ist nicht okay so, wie ich bin und mein Vater wollte das mit Stenge ändern, während meine Mutter sich dabei nicht so viel Mühe gegeben hat…sie war froh, wenn ich brav und unsichtbar blieb…also blieb ich das auch Meistens.

Nur bei den gemeinsamen Mahlzeiten fiel ich durch die Auswirkungen der Misophonie und auch schon durch die Klaustrophobie unangenehm auf….saß ich doch in der kleinen Küche auf einem Platz, eingezwängt zwischen der Küchenwand rechts neben mir, der Wand zur Speisekammer hinter mir, und meine Mutter links neben mir und dem Tisch vor mir. Ich konnte von alleine dort nicht weg und musste die Geräuschkulisse ertragen, obwohl ich mehr als einmal dabei durchdrehte.

Ein Jahr später, als meine Mutter weg war, wurde es besser…aber nur deshalb, weil ich jetzt die Pflicht hatte, direkt nach dem Essen das Geschirr abzuwaschen (per Hand – Spülmaschinen waren Anfang der 80er Jahre noch Luxus) und die Küche wieder sauber zu machen….und damit durfte ich dann auch schon anfangen, wenn mein Vater und meine Schwester noch nicht mit dem Essen fertig waren.

Mein Vater stand schon immer auf den Typ „Twiggy“ und wollte, das wir seinem Ideal entsprachen…da passte ich natürlich so gar nicht rein und unsere Cousine wurde uns immer als Vorbild gepriesen. Sie sah aber auch eher aus wie ein Engel…oder wie wir es sagten wie ein Hungerhaken: groß, sehr schlank und mit langen blonden Haaren (dafür mit unnatürlich großen Schneidezähnen)…meine Schwester war klein, zierlich und hatte nur ein paar blonde Flusen auf dem Kopf, ich war zwar groß, dafür eben pummelig, mit einem runden Gesicht und extrem dicken, langen kastanienbrauen Haaren. Also Beide waren wir nicht gerade das Ideal, wie uns unser Vater gerne gehabt hätte.

Und durch den Weggang unserer Mutter wurde unser Selbstbewusstsein auch nicht wirklich besser, hatte sie den Kontakt zu uns Beiden doch sehr schnell abgebrochen und uns schon nach einem Jahr nicht einmal mehr zum Geburtstag geschrieben. NICHTS kam mehr (und nein, unser Vater hätte eventuelle Briefe gar nicht aufhalten können, da WIR immer täglich den Briefkasten geleert haben, während er noch im Amt war).

Wie soll man als 13jährige da bitte schön ein robustes Selbstbewusstsein aufbauen, wenn die eigene Mutter keinen Kontakt zu ihren Kindern möchte und der Vater sich lieber Kinder wünscht, die schlank, schön und kommunikativ sind. Ich fühlte mich immer als Mängelexemplar.

Schon damals wurde mir klar, das da Niemand ist, der sich um mich kümmern wird…mein Vater war zu sehr damit beschäftigt, sich in dem Leben als alleinerziehender Vater, mit Vollzeitjob zurecht zu finden und suchte mehr und mehr Halt in immer mehr Alkohol…meine Schwester versuchte sich die Bestätigung in ihrem Freundeskreis zu holen und bei den Jungs, die dieses quirlige und lustige Mädchen toll fanden.

Was mir schon damals Halt gab und auch mein Selbstbewusstsein förderte, war Wissen und Lesen.

Schon lange bevor ich einen Bücherei-Ausweis bekam, hab ich die Bücher gelesen, die auf einem hohen schwebendem Regal bei uns im Wohnzimmer standen. Daran zu kommen, ging nur mit etwas Akrobatik und mit Hilfe eines der Sessel, um von dort auf das Sideboard zu Klettern, damit ich überhaupt in Griffnähe der Bücher kommen konnte. Es waren Erwachsenen-Bücher, meistens Romane über den 2.Weltkrieg wie „Die Nackten und die Toten“, „Oleander, Oleander“, „Heißer Sand“, „Papillon“ oder sonstige Schinken wie :“Krieg und Frieden“, „Der große Brockhaus“,  Teile aus der Bibel und jede Menge Spionageromane, an deren Namen ich mich kaum mehr erinnere.

Nicht das ich diese Bücher hätte lesen dürfen, aber ich hab den Schutzumschlag der Bücher im Regal stehen lassen und die Bücher in meinem Zimmer versteckt…da ich mich ja selber um mein Zimmer kümmern musste, konnte es so auch meinem Vater nicht auffallen. Da war es von Vorteil fast unsichtbar zu sein.

Und mit dem Wissen aus der Schule und den daraus resultierenden guten Noten, hab ich mir selber mein Selbstbewusstsein aufgebaut…trotzdem hab ich ich mich körperlich immer noch als falsch empfunden und blieb verletzbar. Ich wusste damals schon, das ich anders bin: ernster, zurückhaltender, nachdenklicher, mit dem Hang zur Selbstreflexion und durchaus auch einem Hang zur leichten Schwermütigkeit. 

Den Humor in mir, hab ich erst später entdeckt…genauso wie die Lust am Sport und das Selbstbewusstsein aufgrund eines zunehmend ansehnlichen Äußeren und die Fähigkeit mich entsprechend zu kleiden, um meine körperlichen Vorzüge zu betonen.

Innerlich blieb ich trotzdem immer das kleine Pummelchen…und wenn ich heute die Bilder aus meiner aktiven Tanzzeit mit Mitte 30 sehe, bin ich überrascht, wie schlank ich da war….währenddessen fühlte ich mich mit Kleidergröße 36 immer noch pummelig…und hatte das Gefühl alle anderen Turniertänzerinnen sind zierlich, schlank und schön, nur ich nicht. Eine echt verquere Sichtweise auf mich selbst, hatte ich da immer noch – eben die Sichtweise meines Vaters.

Was hätte ich also meinem 13jährigen ich von damals gerne mit auf den Weg gegeben? Du schaffst das – Du bist stark. ….wirst mal beruflich Karriere machen, ne Menge Geld verdienen, leidenschaftlich gerne (und erfolgreich) Tanzen, leidenschaftlich lieben (und entlieben) unabhängig und selbstbewusst sein und deine seelische Mitte finden….Es wird viele Jahre dauern, aber alles wird gut, wenn Du Dich nur auf Dich selber verlässt….

Kohlrouladen – Erinnerungen

Essen hat immer auch etwas mit Emotionen zu tun, ist nur selten reine Nahrungsaufnahme und hat im Besten Fall mit „Zuhause fühlen“ zu tun.

Ich kann mich an die Gerichte meiner Mutter nicht mehr erinnern…kann also nicht mal sagen, ob sie gut gekocht hat. Meine Erinnerungen starten eigentlich erst, nachdem sie unsere Familie verlassen hat und unser Vater das tägliche Kochen übernehmen musste.

Er musste kochen lernen und das war in den 80er Jahren nicht gerade üblich… aber es klappt und so gab es bei uns Zuhause gute, klassische Hausmannskost. Immer mit Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Soße. Noch ziemlich unbeeinflusst vom Zeitgeist der modernen Küche und den neuen Möglichkeiten der ausländischen Esskulturen. Nudeln oder Reis waren für ihn keine Option, genauso wenig Pizza und Aufläufe…der Backofen war eigentlich zum Kuchenbacken (durch meine Schwester) oder Hähnchengrillen da.

Meistens hat er abends für 1-2 Tage vorgekocht und morgens die Kartoffeln geschält und Gemüse vorbereitet, so das wir mittags, nach der Schule, nur noch die Kartoffeln und Gemüse kochen mussten, während Fleisch mit Soße auf dem Herd erwärmt wurde. Er kam dann pünktlich um 13 Uhr zum Mittagessen für eine 1/2 Stunde aus dem Amt und stürmte anschließend wieder zurück zur Arbeit…während ich die Küche sauber machen musste.

Das bedeutete für uns Mädels auch: kein Trödeln nach der Schule, wir mussten heim, das Essen warm machen, damit es fertig war, wenn unser Vater zum Essen kam.

Eine meiner starken Erinnerungen aus der Zeit ist, das, wenn es unser Vater nicht rechtzeitig mittags nach Hause geschafft hat, mussten die fertig gekochten Kartoffeln, abgegossen, abgedämpft zurück in den Topf, Deckel drauf, das Ganze mit Zeitungspapier umwickelt und unter der Daunendecke im Schlafzimmer warmgehalten werden. Das war eben noch lange bevor die Mikrowelle Einzug in die Küche hielt. Was sich heute archaisch anhört und zum Schmunzeln anregt, war eine praktische Methode….kostengünstig und stromsparend haha.

Auf jeden Fall gehörten Kohlrouladen mit Kartoffeln zu unseren immer wiederkehrenden Gerichten….und ich liebe sie bis heute….dabei war es üblich ,eine große Portion Gehacktes in wenig Kohlblätter zu umwickeln….bei mir heute ist das Verhältnis umgedreht…ich nehme immer nur eine kleine Portion Hack, und wickele dann mehr Kohlblätter drumherum.

Ansonsten mache ich alles so, wie mein Vater früher und es wirkt auch heute noch…mit einer guten Portion Kohlrouladen und Kartoffeln fühle ich mich glücklich und zufrieden.

Und da vom Kohlkopf natürlich immer etwas übrig bleibt, die Blätter werden irgendwann einfach zu klein für Rouladen, und Gehacktes hatte ich auch noch übrig…hab ich den Rest Kohl kleingeschnitten, angeschmort und in einer Auflaufform geschichtet….

Kirschsuppe mit Mehlklößchen

Seitdem mein Auge auch auf die Gläser mit Süßkirschen gefallen ist, fiel mir auch ein, was ich ursprünglich mal damit machen wollte: Kirschsuppe mit Mehlklößchen (bei uns hießen die immer Mehlklüden mit „d“….obwohl ich heute weiß, das die eigentlich mit „.t“ geschrieben werden).

Das war ein Rezept, das meine Schwester oft im Sommer gemacht hat als wir noch Teenager waren. Ein schnelles und einfaches Gericht. Ich hab bestimmt 30 Jahre nicht mehr daran gedacht, bis zum letzten Jahr…..hab die Gläser mit den Kirschen mit in meine „Notfall-Reserve“ aufgenommen und dann auch gleich wieder vergessen.

Soooo aber heute nun hab ich die Kirschsuppe gekocht….ist ja kinderleicht….und alle weiteren Zutaten aus dem Rezept zusammen in eine Schüssel gegeben und zu einem Teig verrührt. Hmmmm das Mischungsverhältnis stimmte zwar GENAU, aber der Teig war eher ein Pfannkuchenteig, also zähflüssig. Die Milch hätte ich lieber nach und nach einrühren sollen, dann hätte ich die Konsistenz noch beeinflussen können …jetzt aber noch mehr Mehl hineingeben, wollte ich nicht…war eh schon für mich alleine zu viel….

Erfahrungen machen klug…also habe ich kleine Portionen in die kochende Suppe fließen lassen…aber Klößchen sind es nicht geworden…..heheheh……eher Mehlfäden und -Stückchen….

Den restlichen Teig hab ich dann lieber in einer Pfanne zu Pfannkuchen verarbeitet…

So ist es eben eine Kirschsuppe mit zweierlei Beilagen … Grins : und ist so richtig lecker….ich hab es mal wieder nicht geschafft zu warten, bis es kalt ist…bei mir war die Suppe noch lauwarm….und mit den zerlaufenen Klößchen, hmmmm lecker……also für mich braucht es gar keine größeren Stücke…durch das Rot der Kirschen fällt es auch kaum auf….

Spurensuche – in Hamburg

Seitdem ich wieder im Norden bin, gehe ich ab und an auf Spurensuche meiner Kindheit. Viele Erinnerungen habe ich ja nicht, da wir ja nur in den Ferien Verwandte besucht haben.

Aber wo meine Oma und Opa väterlicherseits gewohnt haben, daran kann ich mich sehr gut erinnern….nur nicht an den Straßennamen. Auch meine Schwester konnte sich nicht erinnern und die alten Briefe stecken irgendwo in meiner Erinnerungskiste. Immerhin ist der Tod unserer Oma schon mehr als 25 Jahre her und ich war das letzte Mal zu Ihrer Beerdigung in der Wohnung.

Als ich jetzt, in Vorbereitung auf meinen kommenden Umzug, die letzte Kiste mit Unterlagen meines verstorbenen Vaters aussortiert habe, fielen mir wieder seine, von meiner Schwester achtlos beiseite geschobenen Zeugnisse aus der Schule in Hamburg, Lehrzeugnis von Bloss+Voss, Einberufungsbescheid, Marschbefehle, Urlaubsscheine, Urkunden und Beförderungsurkunden, Ausweise aller Art, Entlassungsschreiben aus der Bundeswehr, Weiterbildungszertifikate usw. in die Hände, die ich dann vor der Vernichtung gerettet habe… und bis Anfang der 60er Jahre stand dort immer die gleiche Anschrift in Hamburg.

Da ist sie ja, die Adresse die ich gesucht habe…..meine Großeltern haben dort über 40Jahre gelebt….Direkt nach dem 2. Weltkrieg, geflüchtet aus Pommern, untergebracht in einer 2-Zimmer-Wohnung mit anfangs noch 5 Kindern…..später dann zu zweit, bis meine Oma dann alleine dort lebte bis zu ihrem Tod.

Eine Bahner-Siedlung nahe Wandsbek. Eine einzelne kleine, enge Straße, die in einem großen Bogen durch die Siedlung führte….rote Klinkerhäuser. Entlang der Straße außen jeweils Haus an Haus mit jeweils einem Eingang zu 6 Wohnungen…..eingerahmt durch die im Bogenverlaufende Straße mit roten Klinkerhäusern in langen Reihen, jeweils 3-4 Eingänge. Keine Balkone, alles dicht an dicht.. zwischen den Häusern jeweils ein Grünstreifen….

Heute nach Feierabend bin ich hingefahren…..schon auf der Hauptstraße hab ich das eine oder andere alte Gebäude erkannt….und dann bog ich von der Hauptstraße in diese kleine Straße….JA – das ist genau so, wie ich es in Erinnerung habe. Die enge Straße ist immer noch eng, die Häuser stehen noch, immer noch Roter Klinker, sie sind gut erhalten, gepflegt, die Häuser wurden saniert….alle haben jetzt Balkone, die Fenster und Türen wurden erneuert….aber der Charme ist noch da….und dann fuhr auch noch die Bahn hinter den Häusern….Erinnerung pur.

Die Erinnerungen hier sind gut, die Großeltern waren liebe, sanftmütige Menschen, sehr fromm….fast fanatisch fromm, aber lieb (evangelische Freikirche).

Ich bin etwas herum gelaufen, hab den Weg gefunden, der in Richtung der Kleingarten-Kolonie ging….wusste dann aber nicht mehr weiter, meine Schwester hat dann später erzählt, das diese Kleingärten schon lange nicht mehr existieren…das hat sie mal mitbekommen….ein paar Fotos hab ich gemacht, vom Haus und der Straße und ihr geschickt…

Mit einem ruhigen Gefühl von: schön das ich hier war, hab ich mich dann durch den Hamburger Feierabend-Verkehr wieder auf den Heimweg gemacht….

Ort der Entscheidungen

Ort der Entscheidungen

Nach dem Blick in die Abend-Idylle vom Balkon des Motels zum Autobahn-Rastplatz, war auch der Blick in die aufgehende Sonne am nächsten Morgen richtig schön….und der war auch nötig, um nicht gleich missmutig in den Tag zu starten..ö

Die Nacht begann eigentlich richtig gut: erfrischt von der Dusche und einem längeren Aufenthalt auf dem Balkon, bin ich mit der nötigen Bettschwere in Selbiges gefallen…Das Bett hatte eine ausgezeichnete Matratze und ich bin auch sofort eingeschlafen….bis dann so um 00.30 Uhr eine Etage über mir noch Übernachtungsgäste einzogen….und auf meinem Kopf rumtrampelten…und dem ständig wiederkehrenden lauten Kläffen nach, gehörte dazu auch ein großer Hund, den sie dann auch noch auf dem Balkon geparkt hatten….damit war es vorbei mit meiner Nachtruhe…

Ich hab dann über den Balkon nach oben um etwas mehr Ruhe gebeten, es wurde reagiert, der Hund kam mit ins Zimmer….das Getrampel blieb aber noch eine Weile und auch das Gebell des Hundes….wenn auch jetzt etwas gedämpfter…Laut meiner Uhr war es erst nach 2 Uhr als von oben endlich keine nervenden Geräusche mehr kamen.

Dafür juchzten bereits kurz vor 6 Uhr Morgens aufgeregte Kinder vor dem Eingang des Motels, ob die gerade angekommen waren oder gerade abfuhren, kann ich nicht sagen….aber die Kinder freuten sich ausgelassen…es sei ihnen gegönnt…immerhin ist Samstag.

Aber für ein paar Stunden hab ich wirklich gut geschlafen…und so hab ich immerhin den Sonnenaufgang mitbekommen:

Lange schlafen wollte ich ja eh nicht….immerhin wollte ich diesen Zwischenstopp in Kassel nutzen, um auch hier eine kleine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen…..Ich war Ende 2002 von NWR nach Kassel gezogen…der „Karriere“ wegen und bin bis Mitte 2004 geblieben. Und 2003 war der Rekord-Hitze-Sommer. Ich habe viele sehr schöne Erinnerungen an diese insgesamt schwierige und aufwühlende Phase meines Leben. Von dort bin ich dann ins Rhein-Main-Gebiet umgesiedelt.

Witzig ist, das es mir in Frankfurt und Umgebung und sogar auch etwas eingeschränkter in Kassel ,gelingt, mich auch jetzt noch zielsicher ohne Navi durch die Stadt und Umgebung zu manövrieren, um an die Orte zu kommen, die ich kenne. Ich bin ja, wie auch jetzt in Schleswig-Holstein und Hamburg, immer viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs gewesen, um die Umgebung zu erkunden…..es ist wirklich die beste Methode sich an neue Orte und Umgebungen zu gewöhnen um sich zurecht zu finden….

….bewahrt aber nicht immer vor der Erkenntnis, dann doch in die falsche Richtung gefahren zu sein….so zumindest ging es mir jetzt mit dem Rad an der Fulda.

An einem Fluss entlang zu fahren bedeutet: entweder links herum oder eben rechts herum: hopp oder top…ist also gar nicht so schwer, man muss sich eben nur entscheiden.

Gestartet war ich in der Nähe der Orangerie am Volkspark….da gibt es erstaunlicherweise immer noch Parkplätze für die man nicht bezahlen muss, klasse…..und dann wollte ich eigentlich in Richtung Hann.Münden fahren….eine Strecke die ich früher gerne gefahren bin…

….aber hier hat mich mein Orientierungssinn verlassen und ich bin stattdessen in Richtung Baunatal gefahren….nun gut…erst einmal bin ich weiter gefahren, aber nach ein paar Kilometern bin ich umgekehrt ….dann sah ich das Hinweis-Schild… 31km bis Hann.Münden. Huuuch, ja ich glaub ,das wird mir zusammen mit dem Weg zurück für heute doch etwas zu viel werden, weil ich ja heute 300km mit Auto zurück nach Hause wollte.

Dann doch lieber wieder die sehr vertrauten Wege durch den Volkspark:

und das angrenzende BUGA-Gelände und gegen Mittag war ich dann noch in der Innenstadt.

Auf dem kreisrunden Königsplatz, der durch die Straßenbahnschienen durchschnitten wird, gibt es einige kleine Cafés, unter anderem auch ein „Waffel-Haus“…dort gibt es nicht nur süße, sondern auch herzhafte Waffeln:

Der Service war grottig, weil die Betreiber lieber selber am Tisch saßen und sich unterhielten, als sich ordentlich um ihre Gäste zu kümmern…aber die Wiener Melange und die herzhafte Waffel mit Rührei waren wirklich lecker….und der Blick auf den Platz ist toll…..

…auf eine 2. Tasse Kaffee hab ich dann aber verzichtet…der Service-Mitarbeiter schaute mich zwar an, als ich ihm zuwinkte, blieb aber noch fast 5 Minuten lieber sitzen, bevor er dann ankam und fragte, ob ich denn eben etwas gewollt hätte….. Ja wollte ich, aber jetzt nicht mehr.

Kassel war eine Art Wendepunkt für mein Leben….Zum ersten Mal hatte ich hier die Sicherheit eines soliden Ehelebens und die Unterstützung eines beruflich vorgezeichneten Aufstiegs beiseite geschoben….es war ein notwendiger Bruch….und die Entscheidung dazu war schwierig und langwierig….

….und weil es eben der Ort für innere Einsichten und tiefgreifende Entscheidungen war, komme ich immer gerne hierhin zurück….dieses Mal allerdings nur zum Erinnern….nicht um etwas Neu zu entscheiden.

Sandige Erinnerungen

Ich liebe Sand…vor allem am Strand und auch in meinen Dekoschalen…im Sommer…wenn es warm ist und der Sand einem das Gefühl gibt, DAS ist jetzt so richtig Sommer.

…Aber im Essen? Hmmm – neeee, da macht Sand dann überhaupt keinen Spaß mehr…und wer ist schuld? ICH!

Da hatte ich doch den frischen Grünkohl vom Hofladen gekauft…ganz grob zerkleinert….und ja ich hab ihn natürlich gewaschen und dann weiter zerkleinert….Aber scheinbar hab ich nicht die notwendige Sorgfalt dabei an den Tag gelegt.

Und knirscht es nun bei jedem 2. Bissen im Mund….grummel. Der Grünkohl ist wirklich gut gelungen, sehr lecker…ganz klassisch gekocht…aber so richtig Freude bereitet das Essen nicht…hahaha selber schuld.

Und erst mit dem Knirschen des Sandes zwischen meinen Zähnen erinnere ich mich an die Zeiten in denen ich meinen Vater ausgelacht habe weil…

…er jede Grünkohl-Ernte (aus dem heimischen Garten) zelebriert hat. Dazu wurde die Badewanne mit kalten Wasser gefüllt, der Grünkohl hinein gegeben und eines von uns Kindern musste dann den Kohl in dem kalten Wasser „waschen“…also untertauchen, wenden, untertauchen, wenden…dann wurde das Wasser abgelassen und erneut mit frischem Wasser gefüllt…und dann das gleiche Spiel noch einmal.

Am Ende dann wurde der Kohl noch einmal abgebraust und mit Hilfe von Handtüchern trocken getupft und dann erst klein geschnitten.

Wie gesagt, ich hab ihn öfter mal ausgelacht, weil ich den Aufwand absurd fand…und ganz ehrlich, in den letzten Jahren hat meine Art des nur kurzen Grünkohl-Waschens immer ausgereicht…hab ich wohl Glück gehabt.

Okay….also zukünftig werde ich den Grünkohl auch mehrmals waschen…allerdings nicht in der Badewanne…dafür sind meine Mengen einfach zu klein.

Aber immerhin hab ich wieder ein Stück Kindheits-Erinnerungen hervor geholt.

Eine weitere, nicht ganz so spaßige, Erinnerung ist, das mein Vater einmal spät abends noch Hunger auf den Grünkohl hatte und er, weil betrunken, vergass, die Herdplatte danach wieder auszustellen. Die lief zum Glück nur auf kleiner Stufe… Am nächsten Morgen kommt meine Schwester in die Küche: alles voller Rauch, der Kohl auf dem Herd hoffnungslos mit dem Topf zu einer verkohlten Masse verschmolzen….jaja….

Erinnerungen geplündert

Heute habe ich mit einem Thema begonnen, das mich schon eine Weile beschäftigt. Ich hab ja bereits angefangen meinen Hausstand zu verschlanken…so alle 3-4 Monate durchforste ich meine Wohnung erneut nach Dingen, die ich nicht mehr unbedingt aufbewahren möchte…und interessanterweise steigt jedes Mal meine Bereitschaft mich noch weiter von Überflüssigem zu trennen.

Einen großen Bogen hab ich bisher um meine Erinnerungskisten gemacht – bis heute….Als ich eine der Plastikboxen aufmachte kam mir gleich ein muffiger Geruch entgegen…

Obenauf lagen 2 größere Kuscheltiere, die ich als kleines Kind von meinen Urgroßeltern bekommen habe…eine Teddybär, der sogar noch brummen konnte und ein Kuschel-Äffchen….direkt darunter lagen einige der Handarbeitsstücke aus meiner Schulzeit….darunter ein paar Aufsatzhefte…mein Poesie-Album, mein 1. Tagebuch…. Bilder die wir im Kunstunterricht nach verschiedenen Methoden gemalt hatten, Briefe von Brieffreunden, Verwandten…auch die einzigen Briefe meiner Mutter, Bilderalben….kleine Spielzeug-Autos und und und…..jede Menge Modeschmuck-Broschen für die Blazer die ich in den ersten 20 Jahren meines Bürojobs getragen habe (da ich durch eine Allergie keinen Schmuck auf der Haut tragen konnte, hatte ich für jeden Blazer eine Brosche…und ich hatte viele Blazer)

Ich bin heute 52 Jahre alt, hab keine Kinder denen ich das mal zeigen könnte…die Kuscheltiere hab ich sofort in eine Mülltüte getan und auch die Ergebnisse aus dem Handarbeitsunterricht. Um mich an die Kuscheltiere zu erinnern brauche ich diese muffigen Teile nicht….ich hab diese vielgeliebten und geknuddelten Stofftiere auf vielen Bildern die mein Vater damals zu Weihnachten immer gemacht hat.

Und so hab ich es heute tatsächlich geschafft meine Erinnerungskisten zu plündern…ein kleines Plastiktier, das mich seit meinen Baby-Zeiten begleitet hat, bewahre ich auf….ebenso alle Briefe, Tagebücher, Bilderalben, Schulhefte usw…und 2 der schönsten Broschen….und noch ein paar Kleinigkeiten…aber immerhin ein großer Teil ist jetzt weg….und es fühlt sich nicht verkehrt an.

Selbst meine Schwester hat mit vielen meiner Erinnerungsstücke nichts zu tun…und sie könnte damit auch keine Geschichten verbinden….es sind meine Erinnerungen – meine Geschichten und ich habe das Meiste davon in meinen Tagebüchern verewigt und sehr viele davon sind mir auch noch so bewusst.

Was ich allerdings absolut vergessen hatte fand ich in 2 alten Schulheften…ich habe tatsächlich aus der Bravo damals ALLES über „Die Profis“ gesammelt….hahhaha eine britische Serie mit Lewis Collins und Martin Shaw….ich hab alles ausgeschnitten und in die Schulhefte geklebt.. Ich hab es gerade mal gegoogelt. Die Serie gab es von 1974 – 1983 ….ich hatte den Bravo-Starschnitt der Beiden sogar an meiner Kinderzimmer-Tür….

Die neueste Erinnerungskiste ist allerdings erst 6 Jahre alt…und um die habe ich einen großen Bogen gemacht….nein, da gehe ich nicht dran…da ist alles drin was mit dem Turnier-Tanzen zu tun hat….die bleibt genauso, wie sie jetzt ist: verschlossen….Nur nicht die Büchse der Pandora öffnen….

Das sind die Turnierkleider drin, Schuhe, Kratzer, Urkunden, Trainingsschuhe, Trainingsröcke, mein Startbuch, Turnier-Ergebnisstreifen, Startaufstellungen. Das ist alles noch zu nah….zu frisch…da steckt im wahrsten Sinne noch mein Herz drin….

In die Bickbeeren gehen…

In die Bickbeeren gehen…

Eine der intensivsten Erinnerungen an meine  Kindheit,  in Zusammenhang mit meinen beiden Großmüttern aus Hamburg, ist der Ausspruch: wir gehen in die Bickbeeren. So verschieden die Beiden auch gewesen sind, so gleich waren sie, wenn es um das Sammeln von Beeren und Pilzen ging.

Bickbeeren – Blaubeeren – Heidelbeeren….es gibt noch weitere regionale Bezeichnungen…vielleicht gibt es auch Unterschiede in den Sorten…das weiß ich nicht einmal.

Als Kind hab ich es oft gehasst mit den Eltern und Großeltern in den Wald gehen zu müssen…ich wäre lieber alleine dadurch gestreift…. ich hab es gehasst in der Lüneburger Heide wandern zu müssen…. zu viel Sonne, zu weite Strecken, zu windig, zu kalt….nein – als unsportliches, pummeliges, schüchternes und in-sich gekehrtes Kind wollte ich das alles nicht.

Und die Besuche bei den verschiedenen Verwandten mochte ich schon mal überhaupt nicht… Stundenlang im Auto sitzen um von NRW nach Norddeutschland zu fahren….neben mir eine Schwester die nie aufhörte zu plappern, während ich stundenlang stumm aus dem Fenster zu den Wolken schaute und mir Geschichten ausdachte…. Dabei waren die Fahrten noch das Schönste an diesen „Ausflügen“.

Aber in die Bickbeeren gehen…also in den Wald oder die Heide gehen um Blaubeeren zu sammeln und natürlich zu essen…das hab ich geliebt….

Dumm nur, das wir dafür erst einmal so elendig weit gehen mussten und die  Eltern meines Vater immer alles Mögliche von mir wissen wollten…so das übliche eben: wie läuft es in der Schule, hast Du Freunde gefunden….. Sie waren immer lieb und nett.

Im Gegensatz zu meiner Oma mütterlicherseits…die war nicht nett, sie war eine unausstehliche Kratzbürste….ihrer Kodderschnauze war niemand in der Familie wirklich gewachsen….und mit mir wusste sie nichts anzufangen…ich war einfach zu still und zu schüchtern.

Der Vorteil bei ihr war: Sie und mein Stief-Opa besassen in der Lüneburger Heide ein Wochenend-Häuschen mitten in einer Waldsiedlung ..und dort durfte ich in den 70er/80er Jahren ganz ohne Aufsicht und Kontrolle alleine herumstreifen….das war herrlich.

In den letzten 30 Jahren war ich immer mal wieder im Naturpark Lüneburger Heide…oft nur für einen Tag oder für ein Wochenende…meistens um den Kopf wieder klar zu bekommen….und Wandern/ Trekking/ Walken ist in meinem Erwachsenen-Leben ein wichtiger Bestandteil…und Touren mit dem Fahrrad mache ich auch schon seit fast 2 Jahrzehnten liebend gerne…

Interessant ist, das mir der  Ausdruck „in die Bickbeeren gehen“ immer wieder in den Sinn kommt, sobald ich in die Heide fahre…mit allen Erinnerungen die daran hängen