Eine Form von: Luxus-Problem

Ich hatte für mein 3. Zimmer, mein sogenanntes „Kleiderzimmer“, geplant, es in ein Gäste- und Arbeitszimmer zu erweitern.

Aktuell sind in dem Zimmer ein großer Eck-Kleiderschrank und zwei Kommoden unterbracht, zusätzlich noch Wäscheständer, Wäschekorb und die Sachen für den Balkon (die können nicht draußen stehen bleiben, weil ich keine Überdachung habe).

Nun liebäugele ich ja schon seitdem ich hier wohne damit, hier noch eine Schlaf-Couch für Gäste aufzustellen….das wollte ich jetzt auch endlich in Angriff nehmen….evtl. sogar heute noch, wer weiß schon ob nicht bereits in der kommenden Woche die Möbelhäuser in Schleswig-Holstein wieder schließen müssen….und NOCH ist ja fest geplant, das Schwester + Schwager mich Ostern besuchen kommen.

Die einfachste Lösung, ohne zusätzliche Schlaf-Couch, wäre ja das Beide einfach mein Schlafzimmer nehmen und ich auf meiner schmalen Gästematratze schlafe…die ist nur für eine Person und dazu auch noch sehr niedrig…nichts für meinen Schwager mit seinen Hüftproblemen, deshalb wäre mein hohes Bett gerade für Beide richtig…dumm nur, das ich im Schlafzimmer keine Fenster-Verdunklung habe…ich brauche so etwas ja nicht, liebe es vom Bett aus, durch das Dachfenster, in den Nachthimmel zu schauen…aber meine Schwester kann nur schlafen, wenn es ABSOLUT dunkel ist.

hmmm…der aktuelle Plan sieht also noch wie folgt aus: mein Schwager schläft in Schlafzimmer…meine Schwester nimmt die niedrige Ein-Personen-Matratze im Kleiderzimmer (das einzige Zimmer indem ich komplett jede Lichtquelle ausschließen kann) und ich schlafe im Wohnzimmer auf der großen Couch. So hat jeder das, was er zum Schlafen braucht.

Schöner wäre es allerdings, wenn ich es kurzfristig hin bekommen könnte, eine richtige sSchlafcouch für 2 Personen ins Kleiderzimmer zu stellen.

Andererseits hat sich in dieser Woche die Möglichkeit ergeben, das ich evtl. meine technische Ausstattung fürs Homeoffice aufstocken kann….der technische Kollege mit dem ich mich in dieser Woche lange unterhalten habe, hat mir dann am Freitag unvermittelt angeboten mal zu schauen, das ich eine Docking-Station und einen der übrig gebliebenen Bildschirme, Tatstatur und Maus für Zuhause bekommen kann…so das ich nicht mehr auf den Laptop-Bildschirm allein angewiesen bin…das wäre natürlich klasse…dabei hatte ich mich nicht beschwert oder etwas in der Richtung verlauten lassen. Finde ich total nett….er kümmert sich darum…

Das würde aber bedeuten, das ich mir einen festen Arbeitsplatz schaffen muss…aktuell arbeite ich an meinem Esszimmer-Tisch im Wohnzimmer, „baue“ aber immer alles wieder ab, wenn es zurück ins Büro geht….aber mit einem Extra-Bildschirm usw. wäre dann ein Schreibtisch doch besser, wo einfach alles stehen bleiben könnte….und hier wäre wiederum mein Kleiderzimmer der passende Ort.

Das Schlafzimmer halte ich ja sehr reduziert….vor allem ohne elektrische Geräte (für guten Schlaf) und ohne viel Krams (wegen der Allergien)…..und außerdem ist es dort immer kälter, als in jedem anderen Raum. Also etwas zu kalt zum Arbeiten bei den aktuellen Außentemperaturen….diesen Raum zu heizen finde ich absolut überflüssig.

Also muss ich jetzt überlegen, was und wie ich es mache:

Auf die kleine längliche Kommode im Kleiderzimmer könnte ich gut verzichten….dann passt die Schlafcouch dorthin, direkt vor der Schräge, das würde gut passen …und ein Schreibtisch könnte dann dahin, wo jetzt der Wäscheständer seinen Platz hat, nur dann hat der eben keinen festen Platz mehr und würde immer irgendwo im Weg stehen…egal, wo ich ihn aufstelle. Ich mag es, wenn immer alles seinen Platz hat und nichts mitten im Weg steht….

ABER – Ich mag es nicht, wenn Räume zu überfüllt sind….was aber mit dem Raum passieren würde, wenn ich Schlafcouch und Schreibtisch ins gleiche Zimmer stelle.

Also drehe ich mich gedanklich im Kreis…weil eigentlich mag ich meine Wohnung genau so, wie sie jetzt ist…..in meinem großen Wohn-Esszimmer hab ich auch noch eine Wand, da könnte ein nicht allzu großer Tisch hin….aber das würde ebenfalls den Stil und die Weite des Zimmers so verändern, wie ich es nicht möchte.

Also alles auf Anfang….Beides scheint aktuell nicht machbar…..Wie oft bekomme ich Übernachtungs-Besuch? Wie oft bin ich im Homeoffice und wie lange hält das noch an?…Was hat Priorität?

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….. ?

-> Homeoffice

Okay, dann doch keine Schlafcouch…zumindest nicht jetzt.

Ja das ist schon eine Form von: Luxus-Problem…ich lebe alleine auf fast 80qm (mit vielen Dachschrägen) in 3 Zimmern, Küche, Bad, Abstellkammer und Balkon…und möchte etwas hinzufügen ohne etwas zu verändern…..hahaha …..

schleppender Start ins Wochenende

in der letzten Nacht hab ich nicht so erholsam geschlafen…Das Einschlafen ging schnell und um 5 Uhr bin ich ohne Wecker wach geworden…ja gut….das ist meine normale Aufstehzeit in der Woche….aber heute ist Samstag….ich WILL noch nicht aufstehen…bin müde.

Ich hab mich rum gedreht und bin wieder eingeschlafen…dann hab ich so einen Blödsinn geträumt…bin aufgewacht, wieder eingeschlafen….weiter blöd geträumt…wieder aufgewacht. Ich hätte aufstehen sollen… aber mein Körper fühlte sich einfach müde und schlapp an…in dem Rhythmus hab ich es also bis 8.30 Uhr im Bett ausgehalten.

Ich hätte DOCH sofort aufstehen sollen…denn jetzt sitze ich hier auf der Couch und fühle mich wie gerädert…die Augen sind schwer und noch fehlt der Antrieb für irgendeine körperliche Aktivität…soviel Kaffee kann ich gar nicht trinken, wie ich bräuchte, um richtig wach zu werden.

Gestern Abend hatte ich noch viel Schwung und Energie….hab viel gekocht und gebrutzelt…auf allen Herdplatten gleichzeitig und im Backofen….wollte die Einkäufe vom Vortrag möglichst frisch verarbeiten….kann ja alles einfrieren:

  • geschmortes Weißkohlgemüse mit Möhren
  • dazu knusprig gebratene Kartoffeln
  • kurzgebratenes Schweinefilet mit Pfeffersoße
  • im Ofen geschmorte Möhren, Zucchini, Zwiebeln und Rindfleisch

Vom Weißkohl und den Kartoffeln ist quasi nichts mehr übrig….bzw. so wenig, da lohnt sich das Einfrieren nicht mehr…..war sooo lecker.

Nun gut…also Kochen brauche ich heute nicht mehr…dafür stapelt sich die Bügelwäsche….seufz…okay, erst einmal werde ich jetzt ordentlich frühstücken und dann….dann…schau ich mal weiter….hahaha

Saison-Finale – im Büro

So langsam nähert sich die jährliche Abschluss-Saison dem Ende…das große Finale steht bevor….hahaha ich muss noch EINE einzige Gesellschaft für die Wirtschaftsprüfer vorbereiten und hab dafür noch eine ganze Woche Zeit….ich liege super in der Zeit.

Die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer für die bereits fertigen Gesellschaften, trudeln auch nach und nach ein ….und so langsam kapiere ich durch das „try and error“-Prinzip auch die restlichen Besonderheiten unser Software bei den Jahresend-Buchungen…(ich glaub ich hab schon mehrfach erwähnt, das ich SAP doch seeeeehr vermisse).

Die anfänglichen Herausforderungen in dieser Firma gehen mir inzwischen routiniert von der Hand…so das ich zeitlich nicht hinterher hinke…

Ich hab auch meinen Prozess-Ablaufplan rechtzeitig ausgearbeitet, in dieser Woche die verschiedensten Themen per Telefon und Teams-Meetings geklärt, mit der Zentrale in DK einige Themen (freundlich) ausgefochten …und ich hab meine restlichen Urlaubstage aus 2020 verplant und beantragt….jetzt warte ich noch auf die Genehmigung.

Sooo wenn jetzt alles gut geht, ist mein Saison-Finale der 30.03. ….danach hab ich Oster-Urlaub.

Wenn ich jetzt mal die Abschluss-Methodik vergleiche zwischen meinem „alten“ und dem jetzigen Job ,dann ist das schon ein gewaltiger Unterschied.

Die Fast-Close-Methode in Hessen hat mich jedes Jahr an den Rand des Zumutbaren getrieben, wenn am 7.oder 8. Werktag im Januar bereits die Wirtschaftsprüfer meine Gesellschaften prüfen wollten, während ich gleichzeitig noch an den Daten gebastelt habe, ich bereits im November mit Überstunden begonnen habe, um für diese 4 sehr komplexen großen Kapital-Gesellschaften anständige und korrekte Zahlen in der richtigen Form zu liefern. Das ging nur, weil ich an Feiertagen und Wochenenden auch arbeiten war. Und das alles nur, weil die Konzernzentrale kein Pardon kannte. Am 6. Werktag MUSSTEN die fertigen Zahlen gemeldet werden. Ein jährlich wiederkehrendes Wettrennen, welches ich jedes Jahr zwar gemeistert habe….aber mich selber hab ich dabei langsam kaputt gemacht.

Die normale Methode, also der zeitlich nachgelagerte Abschluss (i.d.R. innerhalb der ersten 4 Monate des Folgejahres) ist dagegen wesentlich entspannter.

Hier ist die einzige große Herausforderung keine der aktuell 25 Gesellschaften zu vergessen….hahaha und natürlich zu wissen, wie die Software funktioniert….und da jede Gesellschaft, für sich genommen, eher klein ist und dann auch noch Personenhandels-Gesellschaften sind, ist es von den Sachthemen her wesentlich simpler und daher schneller zu bearbeiten.

Also der zeitlich nachgelagerte Abschluss lässt mich weiterhin Mensch-sein….und genau DAS war mein Ziel mit dem Arbeitgeber-Wechsel….Ich bin sehr zufrieden und freue mich jetzt aufs Wochenende…

Nachtrag: Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, das ein Teil der Entspannung auch dadurch kommt, das ich jetzt keine Personalverantwortung mehr habe und nicht mehr für alles selber eine Lösung suchen muss…wenn ich einen Zweifelsfall habe, gibt es jetzt höher-gestellte Abteilungen, die die Antworten geben müssen….grins….

das nahezu perfekte Brot

Manchmal passt einfach alles zusammen… Gestern ist es mir gelungen das nahezu perfekte Brot zu backen:

-fast perfekt rund

-perfekte Brotfarbe

-nahezu perfekte Kruste

-ziemlich perfekte Krume

-grandios im Geschmack….

Und was hab ich jetzt anders gemacht…als all die Male zuvor?

Es ist ein reines Weizenmehlbrot nur mit Hefe und Salz….wie sonst auch schon oft..nur die Ruhezeit lag dieses Mal bei fast 30 Stunden…und ich hab die Backzeit für das kleine ca 300g Brot auf knapp 40 Minuten bei 200Grad erhöht….

Die Ruhezeit zu verlängern war keine Absicht, aber aus zeitlichen Gründen hab ich das Brot backen etwas verschoben….Grins….

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Wolken-Schauspiel

Drei Walking-Runden in 2 Tagen….das ist ein schönes Zwischen-Fazit für diese Woche.

Montag ging es am Morgen direkt vor der Haustür mit einer meiner Standard-Runden los und führte mich in den naheliegenden Park…..Dienstag Morgen bin ich dann spontan in den Stadtforst gefahren…..

Beide Strecken mag ich sehr und doch sind sie sehr unterschiedlich ….gemeinsam haben Beide: die Luft war einfach wunderschön klar und auch mit Minus-Graden sehr kalt….und der Regen kam jedes Mal erst, als ich schon wieder zuhause war.

Im Stadtforst am frühen Morgen war ich quasi lautlos unterwegs auf dem weichen Waldboden….und so begegnen mir immer wieder viele freilebende Rehe…..ich bleibe dann stehen….oder ich bewege mich nur gaaanz langsam weiter, keine schnellen oder hektischen Bewegungen….und dann bleiben die Rehe stehen und schauen mich an….oder trotten nur etwas weiter….das ist schön….und macht den Morgen so noch ein wenig einzigartiger….

Mit diesen Morgenrunden im Wald tanke ich soviel Kraft und Freude. Ich bin dankbar dafür, das ich das machen kann. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen es nicht mehr zu tun. Wenn irgendwann meine 2-3 Homeoffice-Tage pro Woche wegfallen, muss ich mir etwas überlegen…denn diese Zeiten sind einfach die Schönsten des Tages.

Obwohl, gestern am späten Nachmittag bin ich dann noch einmal nach Quickborn ins Himmelsmoor gefahren….und da war so gegen 18 Uhr ein Wolkenschauspiel….einfach klasse….es war kalt, es war windig und extrem ruhig und die Wolken zogen sehr schnell vorbei….

innerhalb von Minuten haben sich die Wolken mehr und mehr zugezogen, während gleichzeitig die Sonne unterging:

Ausflugsziel: Norderstedt – Stadtpark

Sonntag Mittag, bei strahlendem Sonnenschein, hat es mich wieder nach Draußen gezogen….aber ich hatte mir noch nicht wirklich überlegt, wohin es eigentlich  gehen sollte.

Also ab ins Auto und einfach mal in Richtung Norderstedt…in der Richtung liegen ja einige schöne Waldgebiete….aber entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, hab ich mich nicht in die Stille des Waldes oder eines Moores verzogen…..Ich folgte dem Hinweisschild „Stadtpark“ ….ohhha da stehen ja eine Menge Autos auf dem Parkplatz….aber ich hab es trotzdem gewagt….und war positiv überrascht über das riesige Areal….

Die Besucher verteilten sich sehr gut, auf dem weitläufigen Gelände …und ich hab später auf der anderen Seite das Parkgelände verlassen und war noch im angrenzenden Wald .

Der Park ist ein echt schönes Ausflugsziel mit einem großen See, einem Hochseilgarten und vielen Wegen…. am Ende war ich gute 8,5 km unterwegs….

Im Gleichgewicht bleiben

Ich hab mich gestern dann doch gegen das Shopping entschieden….. hatte bei dem Wetter auch keine wirkliche Lust mehr, noch einmal raus zu gehen….dafür hab ich ja gekocht, gebacken, gelesen und im Laufe des Tages mehrere kleine Sporteinheiten zuhause gemacht:

Hanteltraining für Arme, Brust und Schultern , Bodenübungen für Rücken, Bauch und Beine, Dehnübungen für den gesamten Körper….und Koordinations-Übungen für das Gleichgewicht.

Wie wichtig der Gleichgewichts-Sinn ist, merkt man erst, wenn dieser so langsam im Laufe der Jahre abnimmt….und sollte deshalb regelmäßig trainiert werden.

Meiner war nie sonderlich gut ausgeprägt….das hat sich erst ganz massig mit dem Turniertanzen geändert. Beim Tanzen muss man seinen GESAMTEN Körper unter Kontrolle haben und die Standfestigkeit ist dabei die Basis.

Diese kommt aber nicht aus den Beinen oder Füßen, sondern aus der Körpermitte….dem Rumpf….Bauch-und Rückenmuskulatur, Wirbelsäule, Brustmuskulatur… und man lernt, das alles im Körper mit Allem zusammenhängt und die eigene Haltung und damit die Standfestigkeit beeinflusst….

Willst Du z.B. standfest auf einem Bein stehen und stehen bleiben, ist es wichtig, das gesamte Gewicht auf den Fuß zu verlagern, das Knie dabei ganz leicht gebeugt zu halten, den Rücken gerade und lang zu machen, die Brustmuskulatur anzuheben, die Bauchmuskulatur anzuspannen, das Zwerchfell nach oben zu ziehen, das Becken nach vorne zu kippen, die Schultern runter und nach hinten ziehen, und den Kopf dabei hoch zu nehmen und das alles gleichzeitig….der Körper erhält eine Grund-Spannung (das ist natürlich eine laienhafte Ausdrucksweise ….und erhebt keinen Anspruch auf medizinisch korrekte Darstellung).

Seitdem ich diesen Sport aber (leider) nicht mehr ausübe, ist ein Teil dieser Grundspannung im Körper wieder verloren gegangen….und mein Gleichgewichtsgefühl hat nachgelassen….um dem entgegen zu wirken, hab ich jetzt wieder mit Koordinations-und Gleichgewichtsübungen angefangen.

Immer wieder hört man, das ältere Menschen stürzen und sich schwere Knochenbrüche zu ziehen…das Stürzen kommt häufig vom schwindenden Gleichgewichtssinn, weil dieser im Alter auf natürliche Weise oder durch Krankheiten verloren geht.

Es kann also nicht schaden, dem jetzt schon vorzubeugen….

Das nächste Brot….und noch eins

Neben dem Kochen hab ich in dieser Woche natürlich auch ein Brot gebacken.

Dieses Mal: Vollkorn-Weizenmehl mit Sauerteig. Ich hab aber immer noch keinen selbstgemachten Sauerteig-Ansatz, aber dafür ein Bio-Sauerteig-Granulat und das riecht genau so, wie ich es von einem Sauerteig Brot kenne.

Also optisch sieht das Ergebnis prima aus, richtig schön rustikal:

Aber ehrlicherweise schmeckt es mir nicht so gut….Es ist knusprig, leicht würzig…aber eigentlich ist es mir zu grob und auch etwas zu fest beim kauen….aber natürlich hab ich es im Laufe der Woche verputzt….

Dann doch lieber wieder ein schönes Weizenmehl-Baquette mit Hefe…wie das hier von heute: hmmmm sehr knusprig und leeecker… noch warm mit Butter, Lachsforelle und einer Honig-Senf-Sauce:

Purer Genuss

Mittwoch Abend bin ich, direkt auf dem Rückweg vom Job, mal wieder kurz vor Sonnenuntergang, im Klövensteen laufen (also walken, schnelles Gehen) gewesen…auf der anderen Seite, dort wo auch der kleine Selbstbedienungs-Hofladen ist.

Wenn ich von dieser Seite in den Wald laufe, sind hier die sehr schmalen und unebenen Wege…das fühlt sich wie eine Umarmung es Waldes an…und der weiche Boden ist super für meinen Fuß….auf dem Rückweg hab ich dann so einiges an Gemüse gekauft…u.a. auch einen Blumenkohl.

…und so hab ich den gesamten Blumenkohl gekocht, dann nur leicht zerkleinert in eine gefettete Auflaufform getan und mit Käse im Ofen überbacken. Gewürzt mit Salz und Muskatnuss. Dazu gab es Kartoffelpüree aus frisch gekochten Kartoffeln mit Milch, Butter und noch mehr Muskatnuss gestampft….und dazu Apfelmus aus dem Glas.

Gib mir Kartoffelpüree mit Apfelmus und ich fühle mich wohl und geborgen und kann gar nicht aufhören….so rudimentär und sooo lecker……hahaha den einfachen Blumenkohl-Auflauf musste ich dann später separat essen….ich konnte einfach nicht solange warten. Einfaches kann soooo lecker sein….

Auch den Blumenkohl-Auflauf hab ich dann später pur gegessen (das Püree war ja bereits weg gegessen)….keine Soße, keine Extras, außer einem kleinen Stich Butter.

Und heute nun hab ich wieder kein ganzes Gericht gemacht….sondern meinen Appetit auf leckere panierte Schweineschnitzel pur gestillt.

Aus dem Schweine-Lachsbraten hab ich ganz dünne Schnitzel geschnitten. Diese nach dem Waschen trocken getupft, noch etwas platter geklopft, mit Salz und Pfeffer gewürzt und ganz klassisch paniert mit Mehl, verquirlten Eiern und Paniermehl. Mit viel Pflanzenöl in der Pfanne gebraten und souffliert, auf Küchenkrepp entfettet und dann einfach pur genossen:

Ich hab nur einen Teil der Schnitzel sofort gebraten (und gegessen).

Den Rest der vor-panierten Schnitzel hab ich einzeln eingefroren…..Diese dünnen Schnitzelchen lassen sich dann extrem schnell im gefrorenen Zustand braten…dann allerdings nur bei mittlerer Hitze. Fastfood für zuhause.

Vor ein paar Tagen musste ich wieder einmal feststellen, das hochgradig verarbeitete Lebensmittel (hier: Würstchen) und verarbeitete Industrieprodukte mehr und mehr ihren Reiz verlieren…um nicht zu sagen: vieles was ich noch vor ein paar Jahren sehr gerne gegessen habe, mag ich jetzt gar nicht mehr.

Ich wollte meine selbst-gekochte Erbsensuppe mit Wiener Würstchen aufwerten….und da ich es eilig hatte, hab ich zu frisch abgepackten Würstchen gegriffen…die sahen lecker aus, rochen auch toll…aber schon beim ersten Biss hab ich gemerkt: neee die schmecken überhaupt nicht….und das Pulled Pork aus einem guten Hamburger Restaurant zum Mittagessen schmeckte zwar und war super zart…aber die Soße war sehr salzig und der Rest schmeckte einfach nur künstlich…

Hmmm scheinbar verändert sich mein Geschmacksinn weiter….es gibt sogar Tage da mag ich kein Rührei mehr essen, dann manchmal auch kein gebratenes Gehacktes mehr….so hab ich im Laufe des letzten Jahres den Fleischkonsum weiter eingeschränkt und dafür sehr oft Gemüsepfannen gemacht…oder Suppen aus verschiedenen Gemüsesorten…..

Ich esse bewusster Fleisch…und nichts geht über eine selbst-gekochte Rinderbrühe aus Markknochen mit frischem Suppengemüse … Aber das Verhältnis Fleisch zu Gemüse und Beilagen hat sich inzwischen umgekehrt.

Essen ist Genuss und das soll es für mich auch bleiben…kein Dogma, kein Zwang…ich esse worauf ich Lust habe und das, was mir schmeckt…..wenn es mir denn noch schmeckt…..

Anfang der Woche gab es eine Dorade auf Gemüsebett aus dem Backofen, dazu Reis…auch hier alles pur und super lecker: ich hätte bis vor einem Jahr nicht gedacht, das eine Dorade so saftig sein kann:

Neue Normalität

Im Gegensatz zu Hamburg, kann ich hier in Schleswig-Holstein nicht nur wieder zum Frisör oder zum Gartencenter…ich kann auch wieder relativ normal in vielen Geschäften einkaufen gehen.

Relativ normal meint hier: zwar mit Maske, Desinfektionsmittel, Abstand und Kundenbegrenzung je qm, aber immerhin dürfen die Geschäfte öffnen, man darf REIN gehen und das OHNE Termin….Also eine Art neue Normalität.

Also Shopping mit Termin wäre für mich überhaupt keine Option…dann würde ich lieber gar nicht in die Geschäfte gehen….so aber hab ich jetzt die Möglichkeit…solange die Inzidenzwerte hier so moderat sind. Ob ich diese Möglichkeit aber auch nutzen möchte, ist eine ganz andere Frage.

Auch die Möglichkeit seit dem 1.3. wieder zum Frisör zu gehen, hab ich bisher nicht genutzt….auch wenn der Laden gestern sehr leer war….ich hätte mir einen Sofort-Termin geben lassen können…aber irgendwie wollte ich nicht….ich scheue davor zurück und das hat nicht einmal etwas mit Angst wegen des Virus zu tun…

….eher ein diffuses Unbehagen einen anderen Menschen so nah an mich herankommen zu lassen…hahaha…zumal die Friseurin bei der ich sonst bin, gerade gar nicht im Laden war….na klasse….also werde ich doch noch Corona-schrullig….

Aber immerhin bin ich gestern Abend mal wieder in einem Klamotten-Laden gewesen…JA – ich hätte gerne eine neue Bluse und Jacke für den kommenden Frühling…und entgegen meiner eigenen Erwartung, war mein eigenes Kauf-Empfinden jetzt nicht so anders, eben wie sonst auch …schön war`s ….und ich hab sogar genau das gefunden, was ich gesucht habe. Also ein positives Erlebnis, aber eben nicht so, wie manche es aktuell beschreiben, als langersehntes und überschäumendes Glücks-Gefühl wieder shoppen zu dürfen…hahaha….

Ich müsste jedoch noch dringend in 2 sehr großen Geschäften meine Gutscheine einlösen, bevor diese Ende des Monats endgültig verfallen (keine Rabatt-Gutscheine – sondern Geld-Gutscheine) …aktuell schreckt mich aber der Gedanke, das ich vor dem Eingang Schlange stehen muss und das es trotz der Begrenzung zuuu voll werden wird. Schlange stehen ist auch ein Teil unser neuen Normalität….etwas was wir eigentlich schon fast verlernt haben…geduldig zu sein und zu warten, bis wir dran sind.

Aber mal schauen, evtl. nehme ich mir heute gegen Abend doch noch einen der Einkäufe vor…..