Die letzten 2 Arbeitstage bis zum Urlaub waren schon nervig….aber ab heute hab ich Urlaub – Endlich.
Aufgestanden bin ich um 4.30 Uhr…..Abfahrbereit war ich um 6 Uhr…..Das Fahrrad hatte ich schon gestern (während des großen Regens) ins Auto verfrachtet, ebenso die Reisetasche gepackt.
An meinem 1. Urlaubstag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr Morgens los….zurück in die Vergangenheit.
Es sind ziemlich genau 2 Jahre die ich jetzt bereits fort bin aus Frankfurt / Bad Soden und Schnöselhausen….Freitag den 13. September 2019 hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Bad Soden und bin direkt nach dem letzten Arbeitstag ins Auto gestiegen und nach Schleswig-Holstein gefahren…meine Möbel waren ja schon fast zwei Monate vorher umgezogen.
Soooo und nach 2 Jahren mache ich nun den 1. Besuch in dieser alten Heimat, in der ich immerhin fast 16 Jahre gelebt habe.
Ich hab in der Nähe von Frankfurt ein Hotelzimmer reserviert….es hat zum Glück eine Klimaanlage auf dem Zimmer und Außenjalousien…..den ausgerechnet ab heute soll es hier wieder richtig warm werden…also gegen ein paar Grad weniger, hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt.
Die Fahrt mit mehr als 500km war entspannt….und das, obwohl die ersten 260km fast durchgängig von Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen begleitet wurden….also auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130kmH wäre ich schneller hier gewesen…..hahahah….dann wäre ich nämlich richtig schnell unterwegs gewesen….aber ich hatte ja eh Zeit genug…..und war auch so nach 5,5 Stunden am Ziel angekommen…..nur mit 2 kurzen Pinkelpausen.
Ich bin aber nicht bis nach Frankfurt gefahren, sondern schon kurz vorher bei Bad Homburg v.d.H. von der A5 abgefahren…..bin nach Schnöselhausen gefahren (meinem letzten Wohnort in Hessen) ….wollte dort aber nur sehen, ob das komische Bauprojekt am Bahnhof inzwischen fertig ist…war es aber nicht…..Halt machen wollte ich hier nicht….
Von dort bin ich dann nach Bad Soden a.T. gefahren…quasi meinen alten Weg zur Arbeit …..einmal durch den Ort und an meinem alten Arbeitgeber vorbei….
…dann im nächsten angrenzenden Ort ab ins riesige Einkaufszentrum, in dem ich früher oft war….einmal eine Runde schlendern. Interessant: trotz Corona, sind fast alle Geschäfte noch genau so da, wie früher…egal ob groß oder klein (außer dem Karstadt…aber das war ja schon vorher klar)….
…dann ging die Sightseeing-Tour weiter, kurz über die Autobahn in die nächste Ortschaft…..hier war früher der riesige REAL-Markt, in dem ich immer die Lebensmittel eingekauft habe…..der inzwischen aber abgerissen wurde…..alles andere sieht noch so aus, wie früher….
…und dann ging es nach Frankfurt-Rödelheim…dort hab ich 10 Jahre gewohnt…und hab sogar einen Parkplatz an der Hauptstraße bekommen…..bin durch das Viertel gelaufen, hab ein Eis an der Eisdiele geholt (die haben umgebaut….hmmm…gefällt mir so zwar nicht – aber das Eis ist immer noch lecker)….bin meinen alten Schleichweg an der Nidda entlang spaziert….an dem Biergarten vorbei (hmmm…..schade, jetzt ist es ein China-Restaurant)…..und an dem Haus vorbei wo ich gewohnt habe (hmmm – alle Namen ungekannt)….
….Dann ging es weiter …..aber jetzt wieder raus auf Frankfurt, zumindest für heute….ab zum Hotel.
Inzwischen war es schon Nachmittag und ich wollte mich jetzt erst einmal etwas von der Fahrt ausruhen und frisch machen….Für den Abend hatte ich dann ja schon die 1. Verabredung….
Heute spüre ich ziemlich deutlich viele Stellen an meinem Körper….Beine und Arme fühlen sich matt an, Schultern und Unterarme schmerzen, auch die Rippen spüre ich und die Brustmuskulatur…..und besonders die Sehnen an den Unterarmen machen sich bemerkbar.
Daran merkte ich, das ich wohl sehr viel falsch gemacht habe im Hochseilgarten, also null Technik um es mir leichter zu machen….anstatt hauptsächlich mit der Rumpfmuskulatur das Gleichgewicht zu halten, habe ich viel zu viel Kraft über die Arme eingesetzt, das ist natürlich anstrengend. Dabei kenne ich durch meinen früheren Turniersport eigentlich ziemlich gut die Technik mittels Körperspannung im Gleichgewicht zu bleiben und dazu die leicht gebeugten Knie für zusätzliche Stabilität.
Aber während der Tour durch den Baum-Parcours hab ich überhaupt nicht daran gedacht…sondern wollte einfach irgendwie die einzelnen wackelnden und schaukelnden Elemente überwinden, ohne dabei in die Sicherungsseile zu fallen. Alles auf Kosten der Kraft in Arme und Schultern, die dadurch die Hauptlast tragen mussten.
Ich glaube, ich müsste das noch einmal machen, um ganz langsam die Technik mittels der Rumpfmuskulatur zu testen…..aber aktuell ist meine Neugierde auf einen Hochseil-Parcours erst einmal befriedigt.
Aber eines hab ich hierbei schon gelernt….also Bouldern (Frei-Klettern auf Absprunghöhe) das wird nichts für mich sein….das streiche ich mal von meiner Wunschliste was ich an Sport ausprobieren möchte hahahaha.
Ich bin froh ,das ich meiner Schwester zusammen den Hochseilgarten ausprobiert habe….und ich werde es bestimmt auch noch einmal machen….weil es Spaß macht….aber ich werde mir beim nächsten Mal die Parcours vorher genau anschauen und dann entscheiden wie hoch hinaus ich gehen werde…Seine Grenzen bei so etwas kennenzulernen, ist gar nicht mal so schlecht.
Nach der Kletteraktion haben wir unsere Sachen ins Auto verfrachtet, ich hab meinen Rucksack umgepackt und sind dann in unmittelbarer Nähe zum Hochseilgarten an den Strand von Eckernförde gegangen….Schuhe aus, Füße ins Wasser…..ahhhhh herrlich…schade das es dort sehr viele Steine und Steinchen im Wasser gibt…trotzdem war es schön und die Sonne schien bei c.a. 22 Grad.
Immer am Strand entlang ging es zu Fuß nach Eckernförde….hier gab es erst einmal eine Apfelschorle und Spaghetti-Eis, die Belohnung für unsere sportliche Leistung….später sind wir noch durch die Stadt geschlendert, waren etwas shoppen und am Abend saßen wir noch im Außenbereich eines Burger-Restaurants an der Strandpromenade bei einem frischem Burger, Pommes und einer extrem leckeren Holunder-Minz-Limonade.
Am Abend wurde es frisch, die Jacken lagen im Auto…aber im Rucksack hatte ich 2 Fleece-Decken dabei, die wir wie Dreieckstücher als Cape umlegten und im Abendrot an der Promenade entlang, wieder zu unseren Autos liefen.
Sportlich betrachtet waren es mehr als 14,5km an diesem Tag (laut meinem Fitness-Tracker) und mehr als 21.000 Schritte. Auch wenn der Tracker unsere Kletteraktion im Wald vielleicht nicht richtig identifiziert hat…zeigt es doch, es war ein sportlicher Tag.
Kurz vor 22 Uhr war ich dann wieder zuhause und nach einer ausgiebigen langen Dusche bin ich dann ziemlich schnell ins Bett gefallen und hab lange geschlafen.
Nach einem ausgiebigem und entspannten Frühstück in Eckernförde, sind wir mit den Autos noch die knappen 2 km bis zum Hochseilgarten gefahren.
Wir waren noch NIE klettern, noch nie in einem Hochseilgarten….wir zwei „alten“ Schachteln (53 und 55 Jahre).
Unser „Time-Slot“ startete um 12 Uhr….im Nachhinein betrachtet ,eine eher unglückliche Uhrzeit, war es doch zu dieser Zeit extrem voll…zumindest am Anfang.
Nach der Anmeldung, dem Anlegen des Klettergurtes und dem Anbringen der „Verbindungsmittel“…also diese doppelten Haken, die man benötigt, um sich zu sichern, durch die Helfer Vorort, ging es mit ca. 20 Personen zur Einweisung.
Der junge Mann, der uns die Nutzung der doppelten Klettersicherung erklärte, absolvierte seine Erklärung routiniert…also sehr schnell…dann ging es an die Übungsseile um zu üben, wie man diese „Verbindungsmittel“ benutzt….einhaken mit Nr.1, Einhaken mit Nr. 2, Umhaken mit Nr. 1, Umhaken mit Nr. 2 usw…und aushaken mit Hilfe eines Endstücks. Diese Doppelsicherung ist so aufgebaut, das sich immer nur eine der beiden Haken öffnen lässt…und erst wenn ein Haken geschlossen ist, lässt sich der 2. Haken öffnen. und für bestimme Teile eines Parcours, wo man sich abseilen oder zum nächsten Baum schwingen musste, gab es noch eine extra Sicherung die am Kletterzeug eingehakt wurde.
Meine Schwester hatte zum Glück gleich zu Anfang Kletterhandschuhe für uns besorgt….auf die Idee wäre ich nicht gekommen…aber es stellte sich als absolut sinnvoll für uns heraus. Für 4 EUR konnte man die im Kletterpark kaufen. Alles an Wertsachen, Handys, Schlüssel, jede Art von Halstuch, Ketten und Ringen…alles musste abgelegt werden….wir haben alles in unsere Rucksäcke gepackt, an Seilen hochgezogen und mit einem Mietschloss abgeschlossen….hahaha das fand ich lustig.
So richtig hatten wir das natürlich noch nicht drauf, mit dem Handling der Sicherungshaken…aber wir würden ja langsam anfangen….das Prinzip beherrschten wir dann aber bereits nach kurzer Zeit….nur manchmal kam es dann doch noch vor, das man versuchte einen Haken zu lösen und es nicht funktionierte….weil der andere dann doch nicht richtig geschlossen war.
15 verschiede Parcours werden mitten im Wald angeboten…die waren teilweise übereinander angeordnet …..es fing bei ca. 2m an und ging bis auf 25m Höhe…..um den vielen Menschen etwas zu entgehen, fingen wir gleich mit dem 2. Parcour an….das fühlte sich schon etwas komisch an….war aber auch lustig und hat viel Spaß gemacht.
Wir sind über Balken gelaufen, haben uns wackelnden Leitern ausgesetzt, sind durch Schlaufenwege gelaufen, haben schwebende Pfosten überquert, haben uns hinabfallen lassen mit Seilrutschen, sind in Netzen gelandet und mussten dann hochklettern….mussten Schrägen überwinden…..es war wirklich lustig….wir haben mit Kindern gelacht, uns gegenseitig angefeuert und gelobt, mit jungen Erwachsenen geflachst und spaßeshalber unser eigenes Ende vorhergesagt, noch bevor dieser Tag zu Ende geht….es war einfach toll.
Wir Zwei waren bei weitem die Ältesten Kletterer….während ansonsten alle zwischen 6 und 36 Jahre alt waren….und von Parcours zu Parcours ging es höher hinauf und die Anforderungen wurden schwieriger….Parcours 2 und 3 gehörten noch zu den Leichten….Danach sind wir gleich auf Parcours 5 gegangen…..weil es dort leerer war…..das war schon anspruchsvoller, weil die schaukelnden Elemente mehr wurden, die Abstände zwischen den Trittmöglichkeiten weiter auseinander lagen und die Halteseile weniger wurden…..hier brauchten wir schon unsere ganze Konzentration……und dann kam Parcours 6.
Meine Schwester wollte lieber gleich auf die 7, weil der Aufstieg viel leichter aussah…aber ich meinte, ich wolle lieber bei der 6 bleiben, weil es nach dem Aufstieg auf der 6 bestimmt noch „leichtere“ Elemente gab, als auf der 7.
Wir blieben also bei Parcours 6 und der Aufstieg hatte es wirklich in sich. Wir mussten den Baum mittels einer Kletterwand erklimmen….Höhe bis zur 1. Plattform, ca. 7-8 Meter…..Wir hatten dicke Wanderschuhe an und das hochklettern (natürlich 3fach gesichert) an der Kletterwand war, nach fast 2,5 Stunden hier, sehr anstrengend.
Ich bin dieses Mal als Erste hoch…..oben angekommen war ich ziemlich fertig….auch das eine Disziplin die wir noch nie gemacht haben….und ich hab gemerkt, bei diesem Parcours komme ich an meine Grenzen….und dabei war ich gerade erst oben auf der 1. Plattform angekommen. Hab gewartet bis meine Schwester ebenfalls auf der Plattform ankam. Für sie war das hochklettern noch schwieriger, weil sie etwas kleiner ist, als ich und Schwierigkeiten hatte, die sogenannten „Klettersteine“ zu erreichen, um sich mit Händen und Füßen daran hochzuziehen.
Es kamen sich hebende und senkende Holzplanken, die man überqueren musste…..später dann eine Art Hochseil wie im Zirkus, ca.. 1,5 cm breit, eine Schlaufenbrücke, schräge Bücken, schwingende Brückenelemente, und dann kam eine Abzweigung: aber meine Schwester wollte nicht den kürzeren Weg nehmen, den ich eigentliche wollte….okay als dann weiter über die Hängeseilbahn….und dann kam das vorletzte Element….und das war der Moment wo ich nicht nur an meine körperlichen Grenzen kam, sondern einfach nicht mehr konnte:
Es waren nicht quer, sondern längs zur Laufrichtung angebrachte schwingende Holzbalken und rutschige Reifen-Elemente, die man nach und nach überwinden musste….da hab ich dann nach 2/3 der Strecke nicht mehr weiter gekonnt….meine Schwester meinte, ich solle mich vom Kletterpersonal „retten“ lassen. (was immer und überall ohne Probleme möglich gewesen wäre)…aber ich hing da, auf dem letzten Holzbalken und musste auf das letzte Reifenstück…hatte keine Kraft mehr in Armen und Beinen…hab mich so ca. 20-30 Sekunden nur gehalten und dann mit wahrlich letzter Kraft über die heftig schaukelnden Reifen bugsiert…und mich dann mit aller-aller-letzter Kraft auf die letzte Plattform gezogen….dort stand noch ein kleiner Junge und meinte zu mir: Sie schaffen das, als ich meinte ich kann nicht mehr. Während der Junge sich dann dem letzten Absprung zum Boden stellte…hab ich mich ausgeruht und meiner Schwester zugeschaut, wie sich sich ähnlich schwer abmühte, wie ich gerade zuvor…auch ihr ging die Kraft aus, auch sie hing am letzten Element und konnte nicht mehr…auch sie konnte nicht mehr und auch sie hat es geschafft.
Wir sind da ganz ähnlich: aufgeben, kommt nicht in Frage….Wenn wir Herausforderungen annehmen, dann ziehen wir es auch durch….sie hat sich allerdings dicke Blaue Flecke an den Armen zugezogen.
Und jetzt mussten wir ja noch von der letzten Plattform, wieder zum Boden….eine Planke führte ins nichts…am Ende der Planke musste man sich an einer Art Seilbahn senkrecht runterfallen lassen….ich hab meine Dritte Sicherung am Gurt befestigt und mich an den Rand der Planke gesetzt….und da kam der Hinweis: Du musst noch deine Doppelsicherung Umhaken…aber da saß ich schon und es schien so, als ob ich meine Sicherungen vom oberen Sicherungsseil im Sitzen nicht mehr lösen könnte…zum Aufstehen war mir aber nicht mehr zumute…zu schmal die Planke, zu wenig Kraft…also rief ich doch nach einem der „Retter“ …aber bis der dann da war (ca. 1 Minute) , hab ich es doch noch von alleine geschafft, die Sicherungen Umzuhaken und es ging auch ohne Hilfe runter bis zum Boden…..aber ich fand es beruhigen, das er da unten stand und uns im Auge behielt.
Soooo….als wir dann Beide wieder den Waldboden unter den Füßen hatten, war uns klar….das war es für heute mit dem Klettern…mehr geht nicht. Das hat insgesamt viel Spaß gemacht, aber noch fast 3,5 Stunden waren wir körperlich einfach fertig…aber auch hochzufrieden, das wir uns auf dieses Abenteuer eingelassen hatten.
Der heutige Arbeitstag war ziemlich entspannt….Wir waren nur zu Viert im Büro, immerhin ist Freitag….das, was ich machen wollte, hab ich gut geschafft und schon mal für meinen Urlaub angefangen vorzuarbeiten….die Unterhaltungen mit den Kollegen waren lustig und wir konnten sogar bei strahlendem Sonnenschein auf der Dachterrasse zu Mittag essen.
Auch der Nachmittag plätscherte ruhig und entspannt und alles deutete auf einen zufriedenstellenden Tag hin….hmmm….bis am Nachmittag mein Chef anrief…
Er war etwas nervös, weil ER heute seinen wichtigsten Abgabetermin im Jahr hat und es war ihm mal wieder ein Thema aufgefallen, über welches wir in den letzten Monaten schon mehrfach intensiv gesprochen hatten…und jetzt fragte er, ob ich es noch einmal erklären könnte….er hat einfach zu viel um die Ohren und konnte sich nicht mehr erinnern.
Also, ich hab seine Worte verstanden….mein Kopf war in der Lage seine englischen Sätze unmittelbar zu verstehen…..aber ich war heute überhaupt nicht in der Lage vernünftig und fließend auf English zu antworten…ich stammelte etwas herum, fing an Dinge zu umschreiben, weil mir die Wörter nicht einfielen…
….es fühlte sich so an, als ob ich heute Morgen vergessen hätte, mein Sprachausgabe-Modul für Business-Englisch einzuschalten. Es war wie verhext…mein Chef hat zwar irgendwie trotzdem verstanden, was ich sagen wollte…aber normalerweise beherrsche ich die entsprechenden Spezialvokabeln und auch die dazugehörende Grammatik….aber es schien als ob mein Verstand gerade keinen Zugriff auf dieses Wissen hat.
Ich hab mich für die unkonzentriert wirkende Antwort gleich mal entschuldigt und angeboten, ihm meine Antwort gerne noch einmal strukturiert per Mail zu schicken….Er war zwar der Meinung jetzt wieder durch meine Erklärung zu wissen, warum die Sachlage so ist, aber nur um sicher zu sein, das er mich dann doch nicht falsch verstanden hat, hat er mein Angebot dankend angenommen.
Innerhalb weniger Minuten hab ich dann den gesamten Vorgang schriftlich aufgezeigt. EIN Wort musste ich dann tatsächlich im LEO nachschauen…danach sprudelten die Worte wieder ungehindert direkt in die Tastatur….
….also sowas….da hat ein einziges fehlendes Wort scheinbar mein komplettes Sprachzentrum blockiert.
Fatal ERROR – Sprachlicher Systemausfall.
Ich glaube meinem Chef ist das gar nicht mal so richtig aufgefallen, er war so sehr auf seine Problemstellung fokussiert….hab mich aber trotzdem über mich geärgert.
Nach dem Termin beim Zahnarzt bin ich noch weiter durch Ottensen geschlendert …und bei einem kleinen Außencafé namens „Tide“ gelandet…..nur ein paar Tische und ein paar davon standen in kleinen Gewächshäusern…das fand ich witzig…
Es gab frischen Kaffee und selbstgemachten Himbeerkuchen…(zumindest haben mir 2 Frauen von einem Nachbartisch erzählt, das es ihr Lieblingskuchen ist, denn Kuchen gibt es hier immer).
Ich hab mich also mit Kaffee, Kuchen und der Zeitung in einem dieser Glashäuschen nieder gelassen…..ist echt nett dort und der Kuchen war wirklich lecker….aber insgesamt waren mir zu viele Menschen in der Stadt….war dann froh als ich wieder zuhause war
Unsere seit Tagen im Büro anhaltenden IT-Probleme machen das Arbeiten nicht gerade leicht (unsere komplette IT-wird gerade rund-erneuert) ….und so haben die meisten Kollegen heute bereits um 15 Uhr Feierabend gemacht….es ging mal wieder gar nichts.
Ich bin noch etwas geblieben, hatte ich doch um 16 Uhr in Ottensen einen Termin beim Zahnarzt….ganz kleinlaut hatte ich mir den Termin geben lassen…jaaaa, der Arzt hatte vor ein paar Monaten Recht, meine Uralt-Krone muss dringend raus…ich wollte nicht….aber in der Krone ist bereits ein Loch und es tut genau darunter weh….seufz…..
Ich mag diesen jungen lustigen Arzt und er hat mir, meine inzwischen fast panische Angst vor erneuten Zahnabdrücken, gleich genommen…es ist nicht mehr notwendig mit so großen „Löffel“ genannten sperrigen Teilen mit einer Masse die Abdrücke manuell zu nehmen….das geht bei ihm digital und kommt mir sehr entgegen.
Das letzte Mal ist jetzt schon fast 6 Jahre her (aus dem Gefühl heraus hätte ich auf 4 Jahre getippt, mein Beitrag von damals sagt aber etwas anderes) ..das war noch in Hessen, in Schnöselhausen…da brauchte ich einen Gebissabdruck für die Zahn-Schiene und hab dabei eine Art Panik-Attacke erlebt….ich bin ja immer noch klaustrophobisch und habe einen extremen Würgereiz…eine extrem schlechte Kombination für diese Aktion (Panik – von den eigenen Ängsten eingeholt)
Nun gut….natürlich hat er heute nichts weiter gemacht, als sich das Ganze anzuschauen. Als nächstes folgt dann der Kosten-und-Heilplan und sobald die Krankenkasse das genehmigt, soll alles während EINES einzigen Termins erledigt werden…der wird dann aber auch ca. 2,5 Stunden dauern….
Also alte Krone runter-reißen…..alles unter der Krone wieder schmerzfrei machen, digitale Zahnabdrücke nehmen, im eigenen Zahnlabor die neue Krone herstellen und mir diese einsetzen und anpassen.
Ich kann es mir ehrlicherweise nicht Vorstellen, das es tatsächlich ALLES an einem Termin funktionieren soll….aber ich vertraue dem Zahnarzt….und bis dahin mache ich mir keine Sorgen…das kommt erst, wenn er versucht die fast 30 Jahre alte Goldkrone vom Zahn zu lösen…so etwas hab ich schon einmal auf der anderen Seite und die Krone ist dabei in viele Teile zerbrochen…das war sehr unangenehm…..aber noch dauert es ja ein paar Wochen, bis es soweit ist…
Wenn man öfter in Hamburg durch den Bezirk Altona streift, fallen einem evtl. irgendwann einmal diese kleinen unscheinbaren Häuschen neben den Gehwegen auf.
Monatelang hab ich sie gar nicht wahr genommen…dann aber immer öfter…zuerst dachte ich, es wären Toiletten-Häuschen. Aber nein…es steht auch nicht dran, wofür die eigentlich gedacht sind.
In de Nähe vom Büro wurde eines dieser Teile gerade abgebaut…Innen waren nur Metallstreben und ein paar…na sagen wir mal Fleischerhaken….. hmmm ….immer noch keinen Schimmer, wozu das gut sein soll.
Als ich vor ein paar Tagen mit Kollegen vom Mittagessen wieder an so einem Häuschen vorbei kam, hab ich die Frage gleich einmal unseren Hamburgern gestellt: Was ist das?
Die Auflösung: es sind offizielle Hamburger Fahrradhäuschen…für Anwohner, die keinen Kellerraum oder ähnliches in dicht besiedelten Gegenden zur Verfügung haben. Die Fahrräder werden platzsparend aufgehängt.
Jetzt wo ich weiß, wie die Häuschen heißen, hab ich sie sogar bei Wikipedia gefunden.
Auch wenn die Meisten die ich gesehen habe, ihre schönsten Zeiten schon hinter sich haben, finde ich die Idee super…und laut Wikipedia gibt es fast 400 Stück davon in der Hansestadt.
An beiden Tagen in dieser Woche war ich wieder Morgens, vor dem Homeoffice, walken. Noch nicht die ganz großen Runden, aber immerhin jeweils ca. 45 Minuten: der Fuß hält.
Muskelkater hab ich übrigens vom Kajak fahren am Sonntag, dann doch nicht bekommen. Was ich interessant finde….auf der anderen Seite trainiere ich Arme und Oberkörper ja auch sehr regelmäßig mit Gewichten.
Die Arbeitstage waren zwar lang….aber ich hab wieder genügend Energien und so waren sie nicht nur lang, sondern vor allem erfolgreich….und mein Lieblings-Wirtschaftsprüfer hat es quasi mit dem Gong-Schlag zu seinem Urlaub tatsächlich noch geschafft mit der Prüfung für 2020 fertig zu werden.
Ein wenig war ich besorgt, denn das ging ja wirklich sehr schnell….und das bei der komplexen Datenlage.. hab dann seinen Abschluss-Entwurf durch gearbeitet und nun sehe ich zum 1. Mal die übernommenen Zahlen aus 2019 von bisherigen Steuerbüro und meine Zahlen aus 2020 zusammen gestellt von unserem Wirtschaftsprüfer (WP)…also waren 3 verschiedene Computer-Systeme mit unterschiedlichen Kontenrahmen und dazu unterschiedlichen Auffassungen von Bilanzausweis und Darstellung einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung beteiligt….
…..und tatsächlich sieht es jetzt richtig gut aus…..die Nachbuchungen / Korrekturen sind marginal….und alles ist stimmig ….trotz der ungewöhnlichen Reihenfolge im zeitlichen Ablauf und der zwischenzeitlich aufgetauchten Probleme bei der Übernahme. Ich muss nur noch einen einzigen Bilanzausweis reklamieren….bei dem ich schon im Vorfeld wusste, das haben die nicht auf dem Schirm…obwohl ich schon zweimal auf das Thema hingewiesen habe….Egal, ich hab es richtig gut getroffen mit diesem WP.
Und auch alles Andere was ich mir vorgenommen habe und neue Problemfälle, die auftauchten, letztlich lies sich alles lösen und mein Urlaub rückt auch immer näher….ich brauche noch ein paar solcher Tage, dann kann ich beruhigt 14 Tage die Seele baumeln lassen.
Sooooo und den Sekt hab ich jetzt doch schon mal in den Kühlschrank gestellt….und sobald die Kollegin aus Brandenburg aus dem Urlaub zurück ist, machen wir einen Termin aus….und dann wird endlich angestoßen…auf unsere tolle Zusammenarbeit und die lange 1,5 Jahre andauernde Phase der Übernahme.
….meinen neuen Sport auf dem Wasser und zukünftiges ergänzendes Freizeit-Vergnügen: Kajak-Fahren!
Ich hab es ja schon geahnt, das das eine Sportart sein könnte, die mir so gefällt, das ich dafür in einen entsprechenden Sportverein eintreten würde…und seit heute Abend weiß ich es.
Ich habe nicht viele Erfahrungen mit Wassersport…aber das Rudern empfand ich schon vor Jahren als eine so schöne Bewegung (auf einem „Teich“ im Frankfurter Palmengarten)….das ich seitdem im Fitness-Studio sehr gerne aufs Rudergerät gehe.
Was mir am Rudern aber gar nicht gefällt ist, das man auf dem Wasser entgegen der Fahrtrichtung sitzt….das ist dann doch wieder nichts für mich….ich sehe gerne wohin ich fahre….
Bei meinem letztjährigen Urlaub an der Müritz wollte ich es ja schon mit Kanu oder Kajak probieren…aber da war es mir überall viel zu voll und zu heiß usw.
Vor ein paar Tagen hat meine junge Kollegin aus NRW mir von einer Kanufahrt auf der Alster vorgeschwärmt…und ich hab es mir für dieses Wochenende gleich mal vorgenommen…nur das Wetter war jetzt nicht so beständig….Auch heute hat es ja den größten Teil des Tages heftig geregnet…aber so gegen 16 Uhr hab ich mich auf den Weg nach Hamburg Eppendorf gemacht….dort gibt es es mehrere Bootsverleiher.
Das Wetter klarte zwar auf…und es waren eine Menge Menschen unterwegs, aber auf der Alster war es ziemlich leer…und auch beim Bootsverleih bin ich sofort dran gekommen. Ich wollte eine Kanufahrt machen…die freundlichen jungen Männer haben mir zu einem Kajak geraten, wenn ich alleine fahren möchte…das Boot ist kürzer und leichter zu steuern….okay – dann bitte einen Einer-Kajak für eine Stunde.
Nach der schriftlichen Anmeldung stand das Kajak bereit und einer der Beiden hat mir beim Einsteigen geholfen…und nach wenigen erklärenden Worten ging es auch schon los….dann hab ich noch kurz gefragt, wie ich mit dem Doppelpaddel umgehen muss…2 Sätze dazu und ich war schon auf der Alster unterwegs….wie ich richtig manövriere lernte ich sehr schnell durch Ausprobieren und auch wie ich das Paddel optimal halten muss, damit kein Wasser ins Kajak kommt….und dann war es auf einmal da….
….dieses wunderbare Gefühl von absoluter Harmonie…ich saß super bequem im Kajak und mit den gleichmäßigen Paddelbewegungen ging es langsam und entspannt über die Alster…nur als ich meine Jacke ausziehen wollte und das Gewicht einseitig verlagert habe, merkte ich, das die Balance auf dem Wasser, tatsächlich nur durch meinen Körper kommt, da hab ich dann doch Respekt davor bekommen, also hab ich die Jacke doch lieber angelassen…..nicht das ich noch ins Wasser falle (hatte keine Badeklamotten an, sondern halblange Outdoor-Hose und Baumwollhemd mit Regenjacke drüber).
Ich fühlte mich total geborgen im Kajak und auf dem Wasser…..und obwohl ich mitten in Hamburg war und überall Menschen über die Brücken oder an der Alster spazieren gingen, fühlte es sich so an, als ob ich ganz alleine wäre (im positivsten Sinne), wie in einer anderen Welt…ich war und bin es immer noch, komplett begeistert.
Mir kam ein Standup-Paddler entgegen und wir haben uns im Vorbeifahren kurz nett unterhalten…dann war wieder Ruhe und Stille auf dem Wasser und am Uferrand mit kleinen süßen Aussenplätzen, Bootsstegen und Hinterhöfen…und ich hab das Ganze so intensiv genossen….
Nach knapp 1/2 Stunde hab ich das Kajak mit einer sanften Kurve gewendet und bin zurück gepaddelt….und wieder war da der Standup-Paddler, ebenfalls auf dem Heimweg…ein paar weitere nette Freundlichkeiten und wieder war ich gefühlt alleine hier…so langsam hab ich das Doppelpaddel noch breiter gefasst und etwas sportlicher ins Wasser getaucht, noch weiter durchgezogen, das Kajak wurde tatsächlich schneller….und ich werde wahrscheinlich so richtig Muskelkater in Schultern und Armen bekommen…aber egal…das jetzt muss einfach sein….
Dann hab ich mich wieder etwas treiben lassen….auch um Fotos zu machen….
Bin dann leicht am Bootsverleih vorbeigefahren, hab eine lockere Kurve gefahren, um dann auf der gegenüberliegenden Seite (auch auf dem Wasser herrscht Rechts-Fahr-Gebot) locker am Bootssteg anlegen zu können….aber da brauchte ich doch die Hilfe des Mitarbeiters vom Bootsverleih….weil ich nicht wusste, wie genau ich jetzt mit dem Paddeln was machen musste….hahaha…kam doch ein wenig zu steil mit dem Bug an den Steg….und das Aussteigen war tatsächlich der schwierigste Teil. Der junge Mann hat es mir kurz erklärt und ja, es hat funktioniert, aber es war schon sehr wackelig…ich bin dann gleich mal am Steg sitzen geblieben und wir haben uns noch kurz unterhalten….
Diese 1 Stunde hat jetzt 14 EUR gekostet….und dazu hatte ich die gesamte Alster fast für mich alleine…..hahaha….okay, sonst sind natürlich viel mehr Menschen auf der Alster, mit Stand up-Paddling, Kanus in verschiedenen Größen, Kajaks oder auch Tretbooten….
…aber heute, heute gehörte die Alster mir !!
Ganz ehrlich…am Liebste wurde ich Morgen gleich noch eine weitere Kajakfahrt unternehmen….und ich hab schon im Internet nach Kajak/Kanu-Vereinen gesucht und auch gefunden….Nach meinem Kurz-Urlaub in Hessen werde ich mal nach Schnupperkursen in den Vereinen fragen….