Samstag in der Stadt

Um jetzt wirklich in den nächsten Wochen ein paar Km mit dem Auto einzusparen, hab ich mich entschieden, es mal mit einem Wochen-Ticket für den ÖPNV zu probieren. Ein Tagesticket wie ich es benötige, kostet 7,90 …das Wochenticket 29,20 und das gilt dann für genau 7 Tage….

Meine Kollegen haben mir erzählt wie unkompliziert ein Handy-Ticket ist…also hab ich die HVV – App auf mein Handy geladen, mich registriert und besitze jetzt mein erstes Handy-Ticket.

Auch wenn ich es beängstigend finde, das sich alles mehr und mehr auf das Handy fokussiert. Ich muss mich bereits in unregelmäßigen Abständen mit meinem Firmen-Handy verifizieren, wenn ich den Firmen-Laptop anschalte…das finde ich schon ulkig und hoffe immer, das es nicht ausgerechnet dann passiert, wenn ich es zuhause hab liegen lassen….

Ich bin also heute am Samstag mit dem Fahrrad bis zur S-Bahn-Station geradelt…und dann bin ich mit der S-Bahn (incl. Rad) nach Hamburg gefahren…hab dort ein paar Dinge erledigt…nur das Wetter wurde immer schlechter….

…hmmmm okay – wo ich ja schon mal in der Stadt bin und das Wetter nicht so dolle ist, kann ich auch mal kurz ins Büro fahren…nein – nicht um zu arbeiten….ich hatte mich im letzten Team-Meeting freiwillig für eine Sonderaufgabe gemeldet.

Der mega-kleine und hoffnungslos überfüllte Abstellraum benötigt dringend eine helfende Hand….keiner hat noch den Überblick was noch an Büromaterial und Putzutensilien auf Lager ist und so geht ständig jemand los, um genau das zu kaufen, was derjenige gerade benötigt….das ist ineffektiv.

So hab ich den wirklich ungünstig gestalteten Raum erst einmal bis auf das Regal leer geräumt, alle Dinge sortiert, Leerkartons beschriftet und alles neu einsortiert….

Jede Menge Alt-Elektrokram auf einen gesonderten Haufen gelegt…darüber müssen andere entscheiden. Man sollte doch meinen, das auch vor einem Büroumzug mal jemand schaut, ob das eigentlich noch benötigt wird..

Jetzt kann man den Raum auch wieder betreten….und ich zumindest kann nun schnell überblicken, was wir noch ausreichend auf Vorrat haben und was wieder nachbestellt werden muss…

Aber auch nach der Räum-Aktion war das Wetter nicht besser und so bin ich auf dem Rückweg zur S-Bahn zum Lieblings-Falafel-Laden gefahren und mich dann auf den Heimweg gemacht.

Apfelkuchen – einmal anders

Im Internet ist mir ein Rezept über den Weg gelaufen, das ich unbedingt ausprobieren wollte: Apfelballen.

Vorbereitung: ca. 10 Minuten, Backzeit ca. 20 Minuten….Einfach und schnell…..und das ist mein Ergebnis:

Es handelt sich um einen einfachen Quark-Öl-Teil mit kleingeschnittenen Äpfeln….Also ehrlich gesagt: einer der besten Apfelkuchen, die ich je gemacht habe…Yummy.

Das Rezept: 200g Quark, 100ml Sonnenblumen-Öl, 100g Zucker, Vanillemark oder Vanillesirup nach belieben zu einer cremigen Masse rühren…dann 300g Mehl, 10g Backpulver vermengen und mit der Quarkmasse zusammen rühren. 4-5 leicht säuerliche Äpfel schälen und in Stücke schneiden und ebenfalls zum Teig dazu geben.

Am Besten die gesamte Masse mit leicht feuchten Händen zu einem runden Laib formen und dann mit dem Messer in 8 Teile schneiden, als ob man eine Torte schneidet. Jedes Achtel dann zu einer Kugel formen und auf ein gefettetes Bachblech geben.

20-25 Minuten bei 180Grad Umluft backen lassen, leicht abkühlen lassen und mit Zimt und Zucker bestreuen …..

und dann lauwarm geniessen….

Hoch die Gläser

In dieser Woche haben die Kollegen beschlossen sich nach Feierabend mal wieder alle zusammen zu treffen: in einer kleiner Lokalität in der Nähe: ein bisschen was essen, ein nettes Gläschen trinken und einfach mal wieder quatschen….Seit Corona (und meinem Start in der Firma) war das bisher keine Option.

Aber jetzt sind die meisten Kollegen nur noch unregelmässig im Homeoffice und wir arbeiten meistens alle zusammen im Büro…treffen uns in der Küche und im Meeting-Raum…wir halten so gut es geht Abstand, liegen uns nicht in den Armen, nutzen die Hygienemöglichkeiten und versuchen bestmöglich Rücksicht zu nhmen…bisher gibt es bei uns keine Corona-Fälle….

Die Begrenzung für Treffen in Hamburg liegen aktuell bei 10 Personen …und als wir im Meeting durch gezählt haben, wer denn mitkommen möchte, waren es genau 10 – BINGO, passt. Ein Kollege hatte für den Donnerstag reserviert…gerne draussen…aber bei dem Regen lieber Drinnen.

Wir waren in einem leicht abgetrennten Bereich alleine an zwei Tischen und was soll ich sagen…es war ein super lustiger und feucht-fröhlicher Abend. Das Essen war wieder einmal klasse und ich habe mich ausgelassen unterhalten.

Das Schönste ist, die Kollegen sind stark durchmischt in ihrer Art: Alter von 22-59 Jahre, Berufe: Projektentwickler, Techniker, Rechtsabteilung und Buchhaltung. Die Kollegen kommen aus unterschiedlichen Ländern und es gibt unterschiedliche Geschlechter.

Also die Teilnehmerquote der Frauen lag bei 100% hahahha, was aber daran liegen könnte, das es aktuell nur 2 Frauen am deutschen Standort gibt.

Die junge Kollegin ist super nett und auch sie ist erst seit kurzem in Festanstellung. Zusammen hatten wir das Zepter übernommen um die Kaffeeküche im neuen Büro ordentlich und den Toilettenraum ein wenig heimeliger zu machen. Die Jungs lassen uns gewähren…und die Sauberkeit und Ordnung hat inzwischen insgesamt deutlich zu genommen.

Ich bin am Donnerstag extra mit der S-Bahn nach Hamburg gefahren, um dann auch ohne schlechtem Gewissen Alkohol trinken zu können…außerdem muss ich jetzt bei meinem Auto ein paar Kilometer „einsparen“, da ich beim Autokauf eine Km-Obergrenze für mein altes Auto vereinbart habe.

Es war eine gute Entscheidung die S-Bahn zu nehmen….und ich musste auch nicht alleine zur S-Bahn laufen…sondern hatte die Begleitung eines jungen Kollegen, der zwar nur fast die gleiche Richtung hatte, mich aber trotzdem bis zum Bahnhof begleitet hat…über soviel Ritterlichkeit hab ich mich gefreut.

Herbst-Typ

Ich war schreibfaul in dieser Woche…und ich merke wie Körper und Seele sich erst langsam an die dunklere Jahreszeit anpassen….denn ich bin auch insgesamt ein wenig faul.

Ich bin gut drauf, aber weniger unternehmungslustig und schneller müde. Okay – aber dafür gehe ich jetzt wieder regelmässig abends meine Walkingrunde.

Das ist schon etwas schräg: ich gehe lieber bei Dunkelheit, leichter Kühle und Regen…als im Sommer Abends, wenn es lange hell ist und dazu noch warm….Es macht mir jetzt einfach wieder viel mehr Freude zu laufen…auch gestern Abend nach 21 Uhr, als der Regen auf das Velux-Fenster prasselte …da hab ich einen kurzen Moment gezögert…will ich wirklich da raus? Aber der Impuls raus zu gehen war größer. Nach ein paar Minuten hat es dann nur noch genieselt, ich hab die Regenjacke mit Kapuze genommen und bin dann 3/4 Stunde mit schnellen Schritten durch die Dunkelheit gelaufen….

Danach hab ich mich mit einem heißen Tee noch auf die Couch verzogen und bin später zufrieden in mein Bett gefallen….

Meinen Kleiderschrank hatte ich schon am Wochenende auf Herbst-Betrieb umgestellt…hahahha also die reine Sommerkleidung wieder in die Kisten verstaut, aus denen ich die -Langarm-Shirts, Übergangs-Pullis und natürlich die bei mir unverzichtbaren warmen Strickjacken hervor geholt habe….

Soooo ….und jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch der GOLDENE Oktober….aber der kommt bestimmt noch, auch wenn es in Hamburg und Pinneberg in den letzten Tagen viel geregnet hat. Aber wir alle wissen ja inzwischen, das länger anhaltender Regen eigentlich das ist, was wir uns wünschen sollten…..

Ein Land – verschiedene Regionen

Heute ist ja in Deutschland Feiertag….und ich möchte mich eigentlich nicht über das Thema auslassen…aber irgendwie möchte ich mich trotzdem einordnen.

Für mich war es nie ein Thema: Ost oder West / Ossi – Wessi und ich hab auch nie verstanden, woher diese Ressentiments auf beiden Seiten kommen.

Mal ehrlich – es ist vieles echt schief gelaufen bei der Wiedervereinigung und es wäre wahrscheinlich besser gewesen, sich etwas mehr Zeit dabei zu lassen, um das Beste für beide deutsche Staaten zu entwickeln. Aber letztlich gab es für so ein Riesen-Projekt keine Vorlage….da konnte man einfach nur anfangen und schauen, wo wir eigentlich landen….

Und jetzt nach 30 Jahren sollte das doch eigentlich kein Aufreger-Thema mehr sein….wir sind wieder vereint und das ist richtig und gut so. Die Löhne sind übrigens nicht nur im Osten unter Westniveau, sondern auch von Nord nach Süd gibt es gravierende Unterschiede…..und ja, das sollte es so nicht geben…und auch das Rentenniveau sollte nun angeglichen werden.

Ansonsten bin ich dafür, anzuerkennen, das es eben 16 unterschiedliche Regionen in Deutschland gibt und damit auch unterschiedliche Mentalitäten….und ganz ehrlich sächsisch verstehe ich ebenso wenig wie bayerisch oder schwäbisch….hahaha. dabei sage ich nicht, das damit eine Region besser oder schlechter ist.

Wir sind alle Deutsche… reicht das nicht.

Fisch und Fisch

Nach den fast 700km am Mittwoch, hab ich an meinem 2. Urlaubstag das Haus gar nicht verlassen…

Erst einmal war ich müde und hab lange geschlafen. Danach hab ich einen guten Teil des Vormittags mit bloggen verbracht und mich danach aufgerafft meine Abstell-Speisekammer auszuwischen und neu zu sortieren und vor allem die Lebensmittel noch einmal genauer nach Ablaufdatum zu sortieren.

Irgendwie ist mir da im Laufe des Jahres doch zuviel Unordnung reingekommen. Jetzt ist wieder alles perfekt zusammen gestellt und übersichtlich angeordnet.

Zum Mittagsessen gab es „Ofengemüse mit Lachsforelle“ ….so viel Gemüse gab mein Kühlschrank zwar nicht mehr her…aber mit Möhren, Lauchzwiebeln und kleinen Landgurken war es trotzdem lecker:

Dazu gab es die Kartoffeln, die ich in NRW in einem Hofladen gekauft hatte. Die sind heute echt mein Highlight, denn es sind „Cilena“ Kartoffeln. Diese Sorte gab es in der Soester Börde viele Jahre lang sehr häufig und war jahrelang meine Lieblingskartoffel…jawohl – so etwas gibt es: eine Lieblingskartoffel.

In Hessen und auch hier in Schleswig-Holstein scheint diese Sorte dagegen weniger beliebt zu sein….zumindest hab ich sie nirgendwo gefunden (wahrscheinlich weil der Ertrag dieser Sorte i.d.R. als „niedrig“ gilt).

Also hab ich diese unerwarteten Leckerbissen nur in Schale gekocht und dann mit Salz und Butter zu Fisch und Gemüse gegessen….

Einfach und lecker = Einfach lecker !!

Und weil ich gerade so schön im Fisch und Kartoffel-Modus bin, hab ich am Abend für die Matjes in meinem Kühlschrank aus Joghurt, Schmand, Gemüsezwiebeln, Äpfel und eingelegten Gurken eine schnelle Sauce nach Hausfrauenart gemacht und dazu aus den restlichen Pellkartoffeln vom Mittag auch noch Bratkartoffeln gezaubert….

Den Abend hab ich dann nur noch mit Bügeln und entspannen verbracht….Grins – ich fand den Tag klasse, so herrlich unaufgeregt und trotzdem produktiv.

Zwischenstopp: Bremen

Nachdem ich also gestern für ein neues Auto

  1. eine Menge Geld ausgegeben habe
  2. und einen halben Tag dafür im Auto saß

hab ich die Rückfahrt über die A1 genutzt, um einen kleeeiiinen Abstecher nach Bremen zu machen. Auch an diesen Ort sollte ich eigentlich ein paar Erinnerungen haben…auch wenn diese aus meiner Schulzeit stammen… ich glaube es war in der 7. oder 8. Klasse, als wir einen Schulausflug hierhin gemacht haben.

Ehrlicherweise konnte ich mich aber an NICHTS mehr erinnern, außer an die Stadtmusikanten…Bremen ist mir aus einem anderen Grund im Gedächtnis geblieben….Dort wo ich groß geworden bin, gibt es in de Nähe ein Dorf das heißt: Bremen (Ense)…als Kind bin ich mit dem Rad losgefahren hab auf einmal das Ortsschild „Bremen 9km“ gesehen…und ich war stolz wie Oskar sooo weit mit dem Fahrrad gefahren zu sein….hahaha für ein paar Minuten hab ich echt gedacht, kurz vor der Stadt Bremen angekommen zu sein….erst als ich umdrehte um nach Hause zu fahren, hab ich gemerkt das es nicht stimmen kann…wir waren mit der Klasse stundenlang im Bus unterwegs und ich nur ca. 1,5 Stunden mit dem Rad….

Die Stadt hat viele sehr alte Gebäude, aber im Gegensatz zu vielen anderen Städten mit historischem Gebäudebestand, hat Bremen einen fast morbiden Charme.

Die alten Gebäuden wirken hier an vielen Stellen einfach abgenutzt alt…gerade den öffentlichen Gebäuden fehlt eine vorsichtige und liebevolle Restaurierung oder eine Säuberung der Fassaden…aber dazu wird eben auch eine Menge Geld benötigt…und das hat die Stadt nicht.

Trotzdem wirkt die Innenstadt mit sich im Reinen…alte und neue Gebäude fügen sich zu einer Einheit…es wirkt authentisch und übertüncht nicht mit Farbe die Probleme.

Im Schutze einer der großen Kirchen hab ich mich draußen in einem Bistro niedergelassen….ich kenne es aus Frankfurt und war überrascht, das es hier auch eine „Bar Celona“ gibt… etwas Fingerfood und eine Weinschorle, danach ein kleiner Spaziergang durch die Stadt und dann ging es auch schon wieder weiter nach Hause…..ich wollte dieses Mal nicht in den Berufsverkehr geraten…

Autoverkäufer – echt antiquierte Ansichten zu Frauen

Die beiden einzigen Arbeitstage in dieser Woche waren sehr erfolgreich…ich hab eine Menge „Klärungsfälle“ erledigt und kann jetzt ganz entspannt meine 3 Tage Urlaub geniessen.

Im Vorfeld hatte ich schon überlegt ,wohin ich wohl fahren würde…Quedlinburg stand auf meinem Wunschzettel, Freunde in Hessen besuchen, Besuch des Weinguts im Rheingau….

…jetzt geht es aber erst einmal nach Nordrhein-Westfalen…und als ich gesehen habe, das ich quasi an Hamm vorbei fahre um nach Datteln zum Autohaus zu kommen, wollte ich doch mal wieder in Hamm vorbeischauen.

Aber im nächsten Moment bin ich zurück gezuckt….keine gute Idee, ist Hamm doch gerade ein „Hot-Spot“ …hmmm okay – dann beim nächsten Mal.

Um dem regulären Stau am Hamburger Elbtunnel zu vermeiden, war ich bereits um 6.30 Uhr unterwegs….musste aber noch tanken…und so war ich dann doch im morgentlichen Stopp-and-Go bis zum Elbtunnel….Nach dem Wechsel auf die A1 war der Verkehr mässig und die insgesamt 354km liefen reibungslos … Autofahren kann echt entspannend sein wenn der Verkehr nicht zu stark ist und man die Auto-Probleme ignoriert hahaha.

Das neue Auto hab ich mir angeschaut, während mein altes Auto von der Werkstatt überprüft wurde…und danach bin ich mit dem Verkäufer in Verhandlung getreten. Es war klar, das bei dem Sonderpreis für das Fahrzeug jetzt kein Spielraum mehr ist, stellte sich jedoch die Frage was ich noch für mein altes Auto bekommen kann.

Dieses wurde als „technisch einwandfrei“ anerkannt und der Innenraum als gepflegt, stark bemängelt wurden jedoch die kleinen Steinschläge im Lack und dazu die kleinen Kratzer.

….da hat man richtig gemerkt, wie jeder Kratzer auf einmal zu einem fast unüberwindbaren Hindernis wurde, als ich ihm meine Preisvorstellung mitteilte. Der Preis den er dann aufrief war auch nicht so dolle….ich hab erst einmal etwas ausdruckslos geschaut und er meinte dann ob er mich mal kurz alleine lassen soll, damit ich „meinen Partner anrufen kann um mich zu beraten“.

Etwas verärgert hab ich geantwortet: wie er denn darauf käme, das ich einen Partner bräuchte um ein Auto zu kaufen oder zu verkaufen. Das ich meine Entscheidungen immer noch selber treffe und ob ich so aussehe, als ob ich Hilfe beim Entscheiden bräuchte. Und wenn ich wollte, das ein Partner mit entscheidet, dann hätte ich schon einen mitgebracht….

Der Verkäufer war eigentlich nett und auch lustig, aber diese Aussage hat mich echt verärgert….er war auch etwas verblüfft und leicht pikiert über meine Antworten…und hat sich für diese „Grundannahme“ entschuldigt.

Wir haben dann noch ein wenig verhandelt und dann hab ich das Angebot angenommen….es war knapp unter meinem inneren Schwellenwert, aber in Anbetracht der Probleme die ein Verkauf von Privat mit sich bringen und der Gebrauchtwagen-Markt ist auch gerade nicht so rosig, also gut….

Sooo nachdem das geklärt war und während der Papierkram erledigt wurde, haben wir uns wieder locker unterhalten. An- und Abmelden wird durch das Autohaus erledigt..ich muss jetzt aber doch ca. 3 Wochen warten, bis ich das Auto dort abholen kann…. na gut – da ich mein Altes trotzdem weiter fahren kann, ist das okay für mich.

Ich freue mich jetzt schon auf das Neue 🚗, auch wenn diese Investition nicht geplant war…ich glaube jedoch die Vorteile werden überwiegen….und wie heißt es so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken – als ein Schrecken ohne Ende.

Vorbereitungen

Die Technik in der KFZ-Zulassung spinnt und Corona macht es auch sonst nicht leichter….

Seit Sonntag Abend versuche ich ONLINE für mein zukünftiges Auto ein „Wunschkennzeichen“ zu reservieren…allerdings funktioniert die Software wohl nicht, denn angeblich ist überhaupt KEIN Kennzeichen das mit „PI“ beginnt noch frei. Das würde jedoch bedeuten, das im gesamten Kreis Pinneberg keine Autos mehr zugelassen werden könnten….hahaha. Da kann was nicht stimmen.

In dem festen Glauben, das ich ein Auto innerhalb von 2-3 Tagen anmelden könnte, wollte ich schon mal vorsorglich einen Termin für Donnerstag oder Freitag reservieren….da es nur noch mit Termin überhaupt geht….Vorbei sind die Zeiten, wo man sich morgens einfach in der Zulassungsstelle eine Nummer ziehen konnte und einfach gewartet hat, bis man dran war. Corona lässt grüßen.

Hmmm und was sagt die Online-Reservierung, wann wäre der nächste mögliche Termin: 23. Oktober. WHAAAAAAAT ??? mehr als 3 Wochen soll es dauern, bis ich ein Auto an- oder ummelden kann. Das muss doch (auch) ein Fehler sein.

Und dann hab ich mit einem echt freundlichen Herrn aus dem Kreis Pinneberg telefoniert…auf meine vorsichtige Anfrage ob das denn sein könne, hat er es mir bestätigt….aber es gibt Alternativen. Schneller könnte es gehen, wenn ich einen Zulassungsdienst beauftrage, da diese andere Sachbearbeiter und andere Zeitkontingente haben…..und das mit den Problemen beim Reservieren eines Wunsch-Kennzeichens kommt wohl öfter vor und er hat mir gleich mal die Tel-Nummer einer Dame aus der Abteilung gegeben. Er hatte außerdem von einem Herrn aus Berlin gehört, das man dort wohl erst wieder Termine ab Dezember bekommt…..ohhhha. Da dann will ich mich mal lieber nicht aufregen…

Auch wenn ich es ehrlicherweise nicht ganz verstehe, wie es trotz der Corona-Zeiten zu solchen Verzögerungen kommen kann….immerhin haben die Mitarbeiter auch vorher den Ansturm der Kunden bewältigen können…hmmm außer denen sind jetzt eine Menge Kollegen abhanden gekommen. Aber egal – ich hatte mich schon in diesem Moment entschieden, das ich die Anmeldung über das Autohaus vornehmen lasse.

Mit der Dame aus der anderen Abteilung hab ich ein Kennzeichen ausgesucht und reservieren lassen…sooooo – und jetzt muss ich das Auto aber erst einmal kaufen…

Dienstag Abend hab ich mein altes Auto schon mal leer geräumt. Gut das ich mir erst vor kurzem einen Innenraum-Reinigung gegönnt habe, also meinem Wagen….so brauchte ich nur noch mal eben durchsaugen…es soll ja ordentlich aussehen, wenn ich es vom Autohaus begutachten lasse….denn eigentlich hätte ich ja gerne noch einen ordentlichen Preis dafür. Aber ich weiß ja nicht, wie das durch die Elektronik-Probleme überhaupt möglich ist.

Entscheidungen: zack-zack

Ich gehöre ja, im Gegensatz zu meinem Schwager und auch meinem Ex-Freund, zu der Sorte Mensch, die sich in fast jeder Situation des Lebens sehr schnell entscheiden können.

Bei mir muss es immer zack-zack gehen. Egal ob im Job oder im Privaten. Während andere noch das Für und Wider abwägen, hab ich meine Entscheidungen schon getroffen. Und danach verschwende ich auch keine Zeit mehr mit weiteren Abwägungen.

Das bringt im Job aber auch „Nachteile“, weil alle immer zu mir gekommen sind, um sich Unterstützung beim Entscheiden zu holen …und hat im Privaten für viel Ärger gesorgt, weil mein Ex-Freund sich oft wochenlang um ein Problem gedreht hat und mit dem Entscheiden nicht voran kam…. immer in der Angst lebend, nicht das Beste entschieden zu haben, nicht das Meiste herausgeholt zu haben…und noch einmal alles durchkauen, und noch einmal alle Argumente hin- und her abwägen….entscheiden, zurück nehmen, neu entscheiden, zurück nehmen….boaaaaa wie anstrengend.

Ich mag mich nicht wochenlang (beim Auto meines Ex waren es sogar MONATE nur um sich überhaupt für ein Auto-Modell zu entscheiden) mit so einer Entscheidung herumplagen. Empfinde es für mich als vergeudete Zeit.

Ich hab vor Jahren mal gelesen, das eine größere Auswahl an Möglichkeiten und ein immer mehr an Informationen, beim Entscheiden oft keine Hilfe ist, sondern dazu führt, das viele sich durch die Masse an Informationen überfordert fühlen, den Blick auf die wesentlichen Entscheidungskriterien zu fokussieren.

Also kurz gesagt: ein zu viel an Informationen, kostest ein vielfaches an Zeit und bringt keine besseren Entscheidungen.

Also hab ich mich am Sonntag Nachmittag mit dem PC auf die Couch verzogen und hab im Internet nach einem neuen Auto mit den folgenden Parametern gesucht:

Fiat 500L / möglichst als Tageszulassung / mit der Möglichkeit mein altes Auto in Zahlung zu geben / Benziner / Farbe: alles außer weiß.

Ich möchte also das gleiche Modell wie jetzt – weil ich das Auto einfach toll finde. Mein jetziges hab ich auch als Tageszulassung gekauft….da spart man mehr als 1/3 des Preises für einen Neuwagen…und erhält trotzdem einen. Im Internet hab ich dann einige gefunden…allerdings waren mir die eindeutig zu teuer.

Dann hab ich ihn gefunden…MEINEN neuen Wagen: 3km Laufleistung / Tageszulassung 08-2020 / dunkelgrau / Motorleistung 95PS / ein paar Extras die bei mir unter Schnick-Schnack fallen: z.B. eingebautes Navi und Rückfahrkamera / Inzahlungnahme des alten Autos ist möglich / Preis: innerhalb meines Budgets.

Standort Datteln/ NRW.

Einen kurzen Moment hab ich gezögert wegen der 95PS, jetzt hab ich 120PS…aber ich bin ja eh etwas ruhiger geworden und fahre die 120PS nur seltenst aus.

Also hab ich gleich einen Termin zur Besichtigung ausgemacht für diesen Mittwoch….ich hab ja von Mittwoch – Freitag Urlaub.

Hmmm wenn ich mir jetzt ein anderes Auto kaufe, muss ich auch das Kennzeichen wechseln….so nun werde ich also ein „PI“ bekommen….