So…jetzt aber

…jetzt bin ich wenigstens nicht mehr halb-krank….sondern krank.

Heute Vormittag ging es mit mir derartig bergab, das ich mich bei meiner Vorgesetzten abgemeldet habe und nach Hause gegangen bin. Mir tun alle Knochen weh, mir ist schon seit gestern erbärmlich kalt, mein Kopf schmerzt und ist zu. Ich hab erhöhte Temperatur und mir ist schlecht.

Eigentlich wollte ich mich nur heute ausruhen und morgen dann wieder arbeiten. Aber dann musste ich mich übergeben und zusätzlich hab ich das Gefühl als ob ich „Muskelkater“ in den Rippen habe…also mein Rippenfell tut ebenfalls weh.

Also bin ich heute Nachmittag dann doch zum Arzt gegangen. Gut das ich mir bereits einen Hausarzt gesucht hatte, so ging es unkompliziert…auch wenn ich fast 1,5 Stunden im vollen Wartezimmer saß.

Na …wer bis dahin nicht krank war, ist es spätestens dann. Bis Ende der Woche bin ich jetzt krank geschrieben…Das fand ich zuerst übertrieben, aber inzwischen bin ich ganz froh…Jetzt kann ich mich auskurieren.

Essen lecker – Unterhaltung locker

Zum Glück hab ich dann irgendwann noch rechtzeitig angefangen das Essen vorzubereiten, zu Duschen, Tisch zu decken…Gänsekeulen dauern ja auch 2 Stunden und benötigen etwas Aufmerksamkeit.

Und als ich erst einmal so im Kochmodus war, hab ich die Halsschmerzen usw. auch glattweg verdrängt und  hab auch gleich noch einen schnellen Nachtisch gemacht (Mascapone-Creme mit Erdbeerpüree ….hmmmm…lecker).

Das Essen war also pünktlich fertig…und mein Gast war es auch.

Das Essen war lecker, die Unterhaltung locker …später haben wir noch eine kleine Walking-Runde eingelegt, dann noch etwas gemütlich zusammen gesessen. Als er dann gegangen war,  hab ich die Küche zwar noch aufgeräumt, aber ich war  echt müde…und auf einmal hab ich meine schweren Knochen wieder gespürt.

Ich bin dann schon sehr früh schlafen gegangen (heute musste ich ja wieder früh raus)..aber ich hab schlecht geschlafen…und dieses Mal war es der Kopf der schmerzte (boaaa – nerv – hatte ich nicht erst geschrieben das es mir körperlich gut geht).

Aber natürlich bin ich auch heute früh zur Arbeit gegangen und hab den ganzen Tag fleissig zu tun gehabt….Immerhin ist Morgen die 2. Deadline und in der nächsten Woche dann die nächste….Es ist wie bei einer Rakete…die nächste  Zündstufe wird gestartet…

Durch den angenehmen Tag  und die netten Gespräche über Gott und die Welt, kann ich den Trubel aktuell  ganz gut weg stecken. Es tut mir gut einfach mal wieder locker drauflos zu quatschen..

 

Ändern von Gewohnheiten

Ich hab ja schon öfter darüber geschrieben, das ich mich in bestimmten Situationen von langjährigen Gewohnheiten gelöst und dafür neue Gewohnheiten geschaffen habe.

Und ich war überrascht, das ich bereits seit mehr als 2,5 Jahren meine Angewohnheit Pepsi-Light in rauen Mengen zu trinken, abgelegt habe. Hatte damals darüber geschrieben ( Sieht so ein Cola-Junkie aus? )

Seitdem trinke ich Cola nur noch ganz wenig…es hat tatsächlich seinen Status als Lebensmittel bei mir verloren und gehört für mich in den Bereich Genussmittel….wenn ich ausgehe und keine Lust auf einen Wein habe, dann gibt es mal ein Glas Cola…oder im Sommer im Biergarten eine kalte Cola…lecker….manchmal steckt auch eine kleine 0,33l Flasche in meinem Wanderrucksack.

Ansonsten trinke ich immer noch genauso viel Kaffee, viel mehr Wasser und Früchtetees oder Fruchtschorlen.

Ich kann jetzt nicht sagen ob es meiner Gesundheit gut getan hat oder nicht…aber ich fühle mich wohl so.  Und das ich im Laufe der letzten 2 Jahre etwas zu genommen habe, hat eindeutig keinen ursächlichen Zusammenhang mit meiner Quasi-Cola-Abstinenz grins.

 

Schleppender Start am Sonntag

Eines haben diese langen Arbeitstage aber immer noch …es sind hochkonzentrierte Tage, an denen viele unterschiedliche Aufgaben, fast zeitgleich erledigt werden müssen…und am Ende eines solches Tage bin ich froh, wenn ich dann zuhause bin.

Sobald ich mich dann hingesetzt habe, falle ich fast schlagartig in einen Ruhemodus und so bin ich auch noch während der 20 Uhr Nachrichten erst einmal eingeschlafen….irgendwann hab ich mich dann ins Bett verkrochen und…

….heute bin ich mit Halsschmerzen und bleiernden Knochen aufgewacht. Na das hat mir noch gefehlt. Allerdings kann ich mich überhaupt nicht beschweren….seit sich die Schmerzen in Rücken und Knie lautlos wieder davon geschlichen haben geht es mir körperlich super.

Und das, obwohl ich seit 3 Monaten in einem Hotspot an Vieren und Bakterien arbeite…dort wird immer geschnieft und geschneutzt, gehustet und geröchelt. Immer wird jemand krank oder kommt halb-gesund zurück…gut das meine Abwehrkräfte bisher alles klaglos mit gemacht haben.

Und schlappmachen gilt heute nicht…ich habe den Briten zum Essen zu mir eingeladen. Er war etwas enttäuscht, weil es Weihnachten  bei seiner Schwester keine Gans zum Essen gab.

Ich hatte Glück, bei meiner Schwester gab es eine…und die war lecker. Aber selber hab ich in diesem Winter noch keine Gans gebraten….also ist die Einladung ein guter Anlass mich mal wieder ordentlich an den Herd zu stellen. Allerdings mache ich keine ganze Gans…sondern nur Gänsekeulen…lach… das dauert nur halb so lange und reicht für 2 Personen. Rotkohl habe ich noch im Gefrierschrank und Klöße gibt es im Beutel. Also der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.

Aber noch kann ich mich nicht aufraffen mit irgendetwas Sinnvollem anzufangen…ich trinke also  im Schlafanzug meinen Kaffee und warte darauf, das mein Motor endlich anspringt…

 

 

 

 

 

 

Jahresend-Rallye und Austern

Nach den vielen Feiertagen waren die Arbeitstage jetzt voll gepackt bis oben hin…Jahresend-Rallye.

Wie zu erwarten zeigt auch dieser Konzern keine „Gnade“ was den Jahresabschluss angeht…und so mussten wir gestern (oder sagen wir lieber spätestens HEUTE am Samstag) die Daten für die 1. Deadline fertig bekommen.

Das Hauptbuchhaltungsteam und Teile des Controllings waren anwesend…und auch ich hab einen weiteren 10-Stunden-Tag eingelegt und  meine beiden Gesellschaften soweit fertig bekommen.

Und soll ich mal Euch etwas sagen…es hat Spaß gemacht…wo ich mich ja an vielen Stellen in dieser Firma noch unwohl fühle, aber DAS hier … das macht Spaß…DAS ist Arbeit die ich echt gerne mag. Ich finde mich inzwischen in den Firmen ganz gut zurecht…bekomme immer mehr Einblick in die Konten und Zahlen und hantiere inzwischen relativ sicher innerhalb der 3 verschiedenen Buchungs-Ebenen.

Na klar bleibt es an manchen Stellen einfach merkwürdig…und bei manchen Unterhalten die nur aus Abkürzungen bestehen, kann ich nicht beurteilen ob da eine Verschwörung geplant wird oder es sich um einen simplen Kontenabgleich handelt….ich verstehe da nur Bahnhof und Bratkartoffeln…

…apropos Essen: Wenn hier von Austern die Rede ist, WEISS ich inzwischen, das keine Krustentiere zum Essen gemeint sind….sondern bei „AUST-ER“ geht es um „ausstehende Eingangsrechnungen“…. hahaha. Diese Abkürzung finde ich lustig…bei uns hier das „aRG“.

Das schönste an diesen 10-Stunden-Tagen: alles wird ohne übertriebene Hektik absolviert…meine frühere Chefin hat den Stress ja derart auf uns abgewälzt, der Ton wurde immer hektischer und lauter, teilweise aggressiv und immer so, als ob gleich die Welt untergeht.

In dieser Firma ist der Ton der Chefin ruhig und auch ihre ganze Körpersprache bleibt , trotz der Eile und Dringlichkeit relativ entspannt und locker…wie wunderbar.  Mal sehen wie lange das so bleibt…evtl. gibt es ja noch eine Steigerung des Stresses…

Das allerbeste ist jedoch, wenn Feierabend ist, ist für mich Feierabend…ich denke nach Feierabend nur selten darüber nach… und dieser Samstag war voraussichtlich der einzige Samstag den ich arbeiten musste…evtl. noch ein weiterer… Aber auch das ist noch alles im Rahmen…

Und zur Feier des Feierabends war ich noch kurz Einkaufen und bei einer Friseurin. Vor Weihnachten hatte es ja nicht geklappt mit dem Haareschneiden…es wurde langsam Zeit. JETZT kann das Wochenende beginnen…

 

 

 

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Der Morgen des neuen Jahres empfing mich mit diesigem Wetter, ich hatte Kopfschmerzen und hab gefroren, obwohl es warm in der Wohnung war.

Mit diesen Voraussetzungen fiel es mir schwer mich für irgendwelche Aktivitäten aufzuraffen.. Hab es aber trotzdem geschafft – in der Hoffnung, das mir durch die Bewegung endlich warm wird.

Lust auf eine lange Autofahrt hatte ich nicht, deshalb hab ich meinen Wanderausflug direkt vor der Haustür gestartet. Kurz hinter der Stadtgrenze beginnt ja bereits der Regionalpark  „Wedeler Aue“…und da gibt es so einiges zu entdecken.

Bereits nach knappen 2,5 km hatte ich den Stadtforst „Klövensteen“ erreicht und der erstreckt sich über eine große Fläche, mit einen Wildgehege und  dem Schnaakenmoor. Viel zu groß um es an einem Nachmittag zu fuß zu erkunden… aber es war klasse…der Wald ist dicht und groß  und es gibt viele kleine Wege, Abzweigungen …das diesige Wetter machte es im Wald noch einmal gemütlicher.

Jede Menge Menschen waren unterwegs…aber je weiter ich die kleinen Wege gegangen bin, um so weniger Menschen sind mir begegnet…

Ach ja: Warm ist mir dabei sehr schnell geworden…und mit knappen 10km war es  ein schöner Neujahrs-Spaziergang…hier gibt es noch vieles zu entdecken und das Schöne ist, es ist quasi ums Eck… ich bin also sehr schnell und unkompliziert in einem großen Naherholungsgebiet, das hab ich so noch gar nicht wahrgenommen….

Silvester – Abend

Silvester – Abend

Das es für mich ja nichts mehr wirklich Wichtiges zu erledigen gab, hab ich noch ein wenig meine Wohnung umdekoriert…und ähmmm Fenster geputzt…GRINS. Als ich die Blumen auf der Fensterbank und die Weihnachtsdeko umstellen wollte, wurde mir bewusst wie dreckig die Fenster sind…wollte ja die Silvester-Raketen vom Fenster aus betrachten…und ehe ich noch weiter darüber nachgedacht habe, hab ich kurzerhand alle Fenster geputzt…Prima – denn das mache ich nun wirklich nicht gern.

Für das Abendessen brauchte ich heute KEINEN Herd, ich hatte mich für ein mediterranes Vorspeisen-Potpourri entschieden: grüne frische Oliven, gefüllte Weinblätter, Fladenbrot mit verschiedenen Frischkäsecremes, dazu noch geräucherten Lachs und Seranoschinken…..es fehlte eigentlich nur die Melone…die hatte ich vergessen zu kaufen. Aber egal…dazu ein Glas lieblichen Muskateller vom Weingut Weizel…. so schön kann Leben sein…

Da mich so gar nichts im Fernsehen fesseln konnte…jedes Jahr sind es die gleichen Shows, und „lustigen Sketche“….das Meiste ist eh nicht mein Fall…hab ich einen Infosender eingestellt, die Kopfhörer aufgesetzt und mich mit meinem persönlichen Jahresrückblick am PC beschäftigt. Mit anderen Worten, ich hab das Jahr in meinem privaten Tagebuch aufgearbeitet.

Den Kopfhörer hätte ich heute eigentlich gar nicht benötigt, da ich ja ruhig auf der Couch gesessen habe und ganz allein im Haus bin (meine Vermieterin ist in Urlaub geflogen). Aber hier wurde den GANZEN TAG über schon ununterbrochen mit Knallern und Raketen hantiert. Also wie blöd…WENN die doch knallen wollen, dann doch bitte ab Mitternacht, von mir aus stundenlang. Da gehört es hin und dann ist es dunkel und man sieht wenigstens etwas am Himmel… ich fand es nervig….weil unnötig.

Irgendwie vergingen die Stunden bis Mitternacht ganz rasch und beinahe hätte ich es sogar verpasst. Als das permanente leichte Dauerknallen, welches ich trotz der Kopfhörer wahr nahm, mit einem Mal zu einem Stakkato anwuchs schaute ich irritiert auf die Uhr: 0:00 Uhr. Da ist es – das Neue Jahr – 2020, ein neues Jahrzehnt beginnt.

Mit dem Weinglas in der Hand hab ich mich ans geöffnete Badezimmer-Fenster gestellt und hatte eine herrliche Aussicht (warum hatte ich noch mal die Fenster geputzt…grins…), aber nach ein paar Minuten hab ich Schuhe und Jacke angezogen und bin mit meinem Weinglas auf die Straße gegangen. Die Nachbarn von Gegenüber und Nebenan standen ebenfalls draußen und ich hab mit Ihnen angestoßen…

Das Feuerwerk was hier in meiner neuen Heimat…in dieser Norddeutschen Provinzstadt von den Menschen abgefeuert wurde, hätte jeder Großstadt zur Ehre gereicht….so toll, so viel gleichzeitig und so lange…wow….also von Zurückhaltung wegen Feinstaub und so…keine Spur. Insgeheim glaube ich ja, das es zwar viele gibt die nicht mehr knallen…aber die, die es ohnehin tuen sagen sich: jetzt erst Recht…wer weiß ob wir das im nächsten Jahr überhaupt noch dürfen….

Sooo, das war`s dann…ich hab in diesem Jahr von Vielen und Vielem Abschied genommen und jetzt hab ich das Jahr 2019 selber auch verabschiedet. Es war turbulent, es war anstrengend, es war mühevoll, zugleich aufregend und hat mich in ein neues Leben katapultiert.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes aufbrechendes Jahr. Ich habe meine Strukturen aufgebrochen und bin neue Wege gegangen…mich auf den Weg gemacht.

Und diese Aufbruchstimmung transportiere ich voller Zuversicht und Hoffnung in das Jahr 2020.

Frohes NEUES Jahr an ALLE

Silvester – Tag

Silvester – Tag

Der letzte Tag des Jahres versucht mit dem Wetter noch einmal einen versöhnlichen Abschluss mit dem Jahr 2019 zu finden….die Sonne strahlt , der Himmel ist nur ganz leicht bewölkt…und es ist für einen 31.12. einfach warm (wenn auch etwas windig).

soooo warm, das ich tatsächlich wieder auf dem Balkon sitze (wie immer Mit Mantel, Schal und Decke) aber immerhin  ich sitze draussen… wie herrlich. Im Wohnzimmer hab ich die Heizung ausgeschaltet, durch die Fenster kommt genügend Wärme rein…

Wann hab ich an einem Silvestertag eigentlich mal so entspannt sein können?… Keine Ahnung…Ich hab brav meine eigenen (Familien-)Rituale fertig: Bettwäsche und Handtücher sind frisch aufgehängt. Wäsche gewaschen und schon trocken…Die Bettwäsche muss ich nachher nur noch bügeln: über Silvester darf nichts mehr auf der Leine hängen…vor allem keine Bettwäsche. Leere Flaschen hab ich zum Container gebracht, bzw. Pfandflaschen hab ich zurück zum Getränkemarkt gebracht.  Lebensmittel sind gekauft…die Wohnung ist soweit ordentlich aufgeräumt und sauber.

NICHTS muss ich heute noch unbedingt erledigen, KEINE Verpflichtungen erledigen, KEINE Erwartungen erfüllen…Niemandem gerecht werden…

Sooo ….und dann hatte ich noch genügend Zeit,  um noch durch 2 Möbelläden zu streifen…für mein Schlafzimmer wollte ich noch einen Ohrensessel kaufen und evtl. noch einen Kurzflor-Teppich… hahahha ERLEDIGT…. Beides steht/liegt schon und passt prima zum Bett…

Also ich bin bereit mich vom Jahr 2019 zu verabschieden…werde nachher noch meinen persönlichen Jahresrückblick schreiben  und dann lasse ich das Jahr locker ausklingen…und freue mich auf ein Neues aufregendes Jahr 2020, in dem vielleicht nicht alles besser wird, so naiv bin ich nicht, aber zumindest begegne ich dem Jahr mit Neugierde und Vorfreude und das sind doch schon mal ganz gute Voraussetzungen.

 

 

 

Freundschaft-Plus? – Nein danke

Der nette Kollege, mit dem ich mich bereits 2x getroffen habe, hatte gestern Nachmittag angefragt, ob wir uns nach  Feierabend auf einen Drink treffen wollen…Ja – klar…wollte ja eh mit ihm reden…musste aber länger arbeiten.

Der Kollege hat längere Zeit im Ausland gelebt, deshalb nenne ich ihn ab jetzt den „Briten“.

Wir haben uns also nach meinem Feierabend in einer gemütlichen Pizzeria getroffen, etwas getrunken und uns unterhalten.

Nach dem 2. Treffen, wo wir im Tävsmoor zum Wandern verabredet waren, musste ich erst einmal ein paar Tage darüber nachdenken:  WAS möchte ich  und vor allem was möchte ich NICHT…denn er hat mir auf sehr direkt Art zu verstehen gegeben, das er gerne mehr möchte…keine feste Beziehung…aber etwas was wir früher immer  als „Freundschaft-PLUS“ bezeichnen haben… Lach.

Und meinen Hinweis das wir ja direkte Kollegen sind, hat er weggewischt mit dem Hinweis „wir sind ja keine 20 mehr“…hmmm  – auch ein Argument.

Also der Nachmittag im Tävsmorr mit dem Briten war lustig und schön…wir sind meine Lieblingsstrecke gelaufen, haben viele Gemeinsamkeiten, können uns locker und gut unterhalten, er hat ein unglaubliches Wissen über die Geschichte Schleswig-Holsteins, was ich sehr spannend finde und später waren wir noch Tee trinken… ich bin bereits am frühen Abend wieder nach Hause gefahren…wie gesagt…ich musste erst einmal über das „Angebot“ nachdenken.

Es hat mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht, da ich mir zugegebenermaßen im Vorfeld so gar keine Gedanken darüber gemacht habe, wo das hinführen soll.

Immerhin war ich schon früher immer mit Männern einfach nur gut befreundet.Was ich allerdings bei dieser Aussage vergessen hatte, IMMER erst nachdem das Thema Beziehung/Sex auf die eine oder andere Weise zwischen uns geklärt war.

So und da stand ich nun… WAS möchte ich vom Briten. Und das habe ich ihm dann gestern Abend gesagt: Ich wäre gerne mit ihm befreundet für Unternehmungen, nette ungezwungene Abende  und Unterhaltungen…aber ich suche keine Beziehung und auch keine Freundschaft-PLUS.

Ich habe nicht die Absicht in den nächsten Monaten überhaupt mit irgend jemanden ins Bett zu steigen (und jetzt bitte keine Spitzfindigkeiten😉 das man Sex auch woanders haben kann)…denn danach steht mir so gar nicht der Sinn. Aktuell mag ich mein Leben genau so, wie es jetzt ist.

Und seit ich das jetzt klar für mich definiert habe, geht es mir wieder gut…habe mein inneres Gleichgewicht zurück gewonnen. Ich mache nichts, nur um von anderen gemocht zu werden…ich mache nichts, was ich nicht möchte.

Nachdem ich das so klar gesagt habe, war nur noch zu klären, ob es für ihn auf dieser Basis möglich ist, mit mir eine lockere Freundschaft einzugehen….also ohne das PLUS…es hat ihn etwas überrascht, aber er kann es verstehen…und akzeptiert es.

Er lebt allein, wohnt erst ein paar Jahren wieder in Deutschland, ist nicht so stark in ein soziales Familiennetz eingebunden, hat einen kleinen Sohn um den er sich regelmässig kümmert…mit seinen Worten: auch ihm tuen unsere  lockeren Unterhaltungen gut…

So – das ist also auch geklärt….zumindest für den Moment…

 

 

 

 

der letzte Arbeitstag des Jahres

..war für mich mal wieder richtig gut. Und das obwohl ich mehr als 10 Stunden gearbeitet habe. Woran liegt es, das ich die Zufriedenheit beim Arbeiten in dieser Firma so extrem unterschiedlich wahrnehme?

Es liegt auf jeden Fall an den Kollegen…und die haben durch die Jahresend-Rallye einfach weniger Zeit zum Quatsch-machen, lästern und nörgeln….so war es also von Außen ruhig…auch die Telefone standen fast still…hab mit dem Controlling mehr geredet, als mit meinen eigenen Kollegen, die sind irgendwie lockerer und freundlicher.

Ich hab mich mit der Chefin gut abgestimmt…und ansonsten das gemacht, was ich an meinem Job so liebe: still die notwendigen Arbeiten erledigt…viel per Mail zur Klärung in die Wege geleitet…

…hahaha UND meine Chefin hat irgendwie eingesehen, das EINE dieser tollen Arbeiten, die jeder angelernte Azubi erledigen könnte,  evtl. doch nicht notwendigerweise von mir gemacht werden sollte ..immerhin gibt es andere, die immer pünktlich nach Hause gehen. Also hat sie heute bekannt gegeben, das ab 1.1. einen Großteil dieser Arbeit von einer anderen Kollegin übernommen wird….ob sie die Kollegin allerdings vorher informiert hat, kann ich nicht sagen….diese Kollegin ist nach der Bekanntgabe genauso abweisend, überheblich und versucht mich möglichst zu ignorieren wie vorher…lach….also alles in Ordnung.

Die Haupt-Unruhequelle in meinem Rücken (hinter der Wand) wurde in den letzten Tagen dagegen sogar freundlicher zu mir…also zumindest wenn die anderen es nicht mit bekommen.

Ich hatte mich darüber geärgert, das es niemanden interessiert, wenn etwas nicht korrekt läuft….ungefragt hatte ich mich in eine Unterhaltung eingeklinkt und auf einen Sachverhalt hingewiesen (eigentlich wollte ich ja Schweigen….aber ich kann so etwas einfach nicht falsch im Raum stehen lassen, wenn die anderen es nicht klarstellen). Das kam wie immer nicht gut an…lach…Niemand lässt sich gerne sagen, das er etwas falsch macht…auch ich nicht…

Ich hab mich also darüber geärgert ,wie wenig Bilanzwissen es in meiner Abteilung gibt…und hier rede ich vom normalen Grundwissen eines Buchhalters für seine tägliche Arbeit und nicht von irgendwelchen exotischen Ausnahmeregelungen. ..Weder die Bilanzbuchhalter, noch die anderen Buchhalter kennen sich in einigen der  normalen jährlich wiederkehrenden Themen  wirklich aus….allenfalls oberflächlich. Ich sag ja nicht, das sie es nicht können, sie können ihr Wissen aber auf jeden Fall nicht abrufen und entsprechend anwenden…oder haben aufgehört bei der Arbeit  nachzudenken:

  • wann ist ein Sachverhalt eine Verbindlichkeit oder eine Rückstellung
  • was ist der Unterschied zwischen echtem und unechtem Schadensersatz mit welchen Rechtsfolgen
  • wie lauten die Regeln zur Überprüfung der Steuerfreiheit bei Betriebsveranstaltungen
  •  in welchen Fällen darf  man die Vorsteuer am Jahresende ziehen, wann nicht

Zugegebenermaßen sind das Themen, die außerhalb unseres Berufsstandes keinen interessieren…muss auch nicht…dafür gibt es ja so langweilige ungeliebte Jobs wie meiner. Aber WER sich für so einen Job entscheidet, sollte die notwendigsten Regeln kennen….oder Leute fragen, die es wissen…Wenn also ein Kollege schon fragt, sollten die Fachpersonen im Raum zumindest in der Lage sein, diese Frage auch entsprechend zu beantworten….und selbst wenn sie es  nicht können, dann können sie die Frage entweder in den Raum stellen oder an die Chefin verweisen.

Nun gut…ich hab mich also  ungefragt eingemischt…es wurde erstaunt zur Kenntnis genommen, aber der Inhalt meiner Worte passte nicht ins Weltbild…also: ahhhhrrrr kenn ich nicht…kenn ich anders…kann nicht sein…haben wir noch nie so gemacht…mach ich so nicht… Daraufhin hab ich  ein paar Minuaten später mit den Worten: „falls es dich interessiert, hier zum Nachlesen “ einen Auszug aus der Fachliteratur (frisch aus dem Internet gezogen) vorgelegt und bin gegangen. Was daraus jetzt gemacht wird ist mir egal.

Später hat dieser Kollege dann gelauscht, als ich mich mit den Kollegen der freundlichen 4er Gruppe darüber unterhalten habe…ich hab ihn gesehen und er hat bemerkt, das ich ihn bemerkt habe…lach…ich glaub das war ihm etwas unangenehm…aber da kann ich mich auch täuschen…Zumindest ist er seitdem etwas freundlicher zu mir…immerhin ein Fortschritt.