Ein Süßes Knäuelchen

wp-1473561786337.jpgMein Balkon entwickelt sich gerade – trotz des Ärgers mit der Nachbarin – zu einer Vogelschutz-Station.

Seit ein paar Tagen haben wir ein Grünfink-Junges….das kommt immer wieder zum futtern und trinken und hält sich auch lange hier auf. Gerade jetzt in diesen Minuten schläft es tatsächlich in einer der Futterschalen….manchmal wacht es kurz auf, schaut sich kurz um, um neigt das Köpfchen wieder zum schlafen. Das sieht ja soooo süß aus…es ist noch ein richtiges Wollknäuel….zum kuscheln süß.

Andere Vögel fliegen hin und her und das kleine Knäuelchen schläft einfach weiter….am Boden…in einer Futterschale.

Kabel sind wie Schlangen

Wisst ihr was mich ärgert? Ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch…und dazu ein sehr Strukturierter. Alles findet bei mir seinen festen Platz….und doch kann ich meinen Tablet-PC nicht nutzen, weil ich seit dem Umzug das Ladekabel nicht finde.

Jetzt bin ich außerdem Jemand, der gerne mal ausmistet und Dinge die ich nicht mehr benötige landen relativ schnell im Müll…..Dafür das ich schon mal Kabel entsorgt habe, hat mich mein Schatz entsprechend ausgeschimpft und beim Umzug hab ich auch brav alle Kabel mit genommen…auch wenn ich teilweise nicht mehr zuordnen kann für welche Geräte diese mal da waren….Das Ladekabel MUSS also irgendwo sein….aber ich finde es nicht.

Das ist sehr ärgerlich….

-weil es eine Lücke in meinen Ordnungsprinzipien offenbart

-weil der Tablet-PC ein Geschenk war

-weil ich das Tablet sehr gerne mal wieder benutzen möchte

-weil mein Freund sich darüber lustig macht

Grummel-Grins…..jaja, also einmal werde ich noch alles absuchen…und dann kaufe ich mir eben ein neues Ladekabel und werde bestimmt NIE wieder Kabel achtlos irgendwo weglegen oder gar wegwerfen.

Solche Kabel sind wie Schlangen….sie sind nur schwer zu bändigen und haben die Angewohnheit sich  lautlos zu verkriechen….und wenn man es am wenigsten erwartet, sind sie auf einmal wieder da.

Das kam unerwartet….

So langsam wird es Herbst….auch wenn die Tage aktuell noch Sommer sagen…aber Nachts wird es schon wieder kälter und Morgens um 7.30 Uhr im  Schlafanzug auf dem Balkon zu sitzen, macht nur Spaß wenn man dicke Socken und eine Strickjacke benutzt.

Aber gestern sitze ich am späten Nachmittag auf dem Balkon und versuche noch ein paar Sonnenstrahlen einzufangen…und beim ziellosen Blick über meine kleine Grün-Oase fällt mein Blick auf die Tomatenpflanze.

Mein erster Versuch Tomaten selber anzubauen. Aus der kleinen Pflanze ist tatsächlich eine Große geworden, die mittlerweile fast 1.90m hoch ist….aber sie hatte nicht geblüht und auch keine Tomaten getragen….

….tja und auf einmal sehe ich das dort 2 kleine grüne runde Tomaten hängen…und als ich genauer hinschaue sehe ich noch mehr und weitere Blühten und aus einigen wachsen auch gaaanz kleine  Mikro-Tomaten…..

Ich freue mich sooo darüber…damit hab ich gar nicht mehr gerechnet. Immerhin sollten die bereits vor Monaten blühen (lt. Beschreibung)….aber jetzt freue ich mich…..

…ob die jemals eine Größe erreichen werden, das man sie tatsächlich essen kann, ist egal. Selbst wenn die Vögel, Schnecken oder wer auch immer schneller ist, als ich….EGAL….aber der Versuch mit den Tomaten hat funktioniert.

Wie auch andere Pflanzen gerade ein 2. Oder auch 3. Mal blühen in diesem Sommer….herrlich !!

Echte Sorgen….

Dabei haben wir doch ganz andere Sogen…

Es kommen unsichere Zeiten auf uns zu….und da denke ich gerade nicht  an die Welt oder Deutschland…sondern an die kleineste Einheit….meinen Freund und mich.

In weniger als 2 Monaten  kommt mein Süßer nun endlich wieder mit Sack und Pack zurück nach Hause. Dann sind 2 Jahre  Wochenend-Beziehung endlich wieder vorbei.

Das ist klasse…und wäre eigentlich ein Grund sich rundherum zu freuen…aber noch hat mein Schatz keinen Anschlussjob….und so langsam mache ich mir echte Sorgen….allerdings bin ich inzwischen nicht mehr laut in meiner Angst…sondern ich werde leise….und das ist meistens kein gutes Zeichen bei mir.

Wir haben in den letzten Wochen Lebenslauf und die Bewerbungs-grundschreiben neu gestaltet und mein Süßer ist aktiver geworden…. Zum Glück…das ist der Grund warum ich leiser geworden bin…

Ja es wird schwerer wenn man schon fast 50 ist, vor allem in einer Branche die sich gerade selber abschafft…bei einer Bank zu arbeiten ist heute kein erklärtes Ziel mehr…trotzdem gibt es immer noch genug Bewerber für die wenigen Stellen…

Aber wie soll das weiter gehen? Es kommt mir gar nicht so darauf an, das es ein extrem gut bezahlter Job sein soll…es würde ausreichen wenn es ein normaler Job ist….solange es ein Job ist….zusammen gerechnet würden wir so gut über die Runden kommen…

Nachbarn…und weiter geht`s

Mein persönlicher „Blockwart“  ist wieder aktiv….und schleicht im Garten um meine Balkone herum….immer wieder der Blick zu mir rüber und sobald sie sieht das ich zurück schaue, schaut sie schnell weg.

Das ist grotesk…

Nur das ich immer noch nicht darüber lachen kann… sondern mich unter Druck fühle… denn immerhin füttere ich weiterhin die Vögel….wenn auch anders, um die blöden Tauben nicht doch anzulocken….meine Wäsche trockne ich weiter auf dem Balkon…da ich immer noch auf die Entscheidung vom Hausverwalter warte… und mein Grill steht immer noch (allerdings unbenutzt) auf dem Balkon.

Also alles was sie bemängelt, ist noch unverändert da….da muss man ja mal nachschauen ….jajaja….

Auf der anderen Seite ist meine Rücksichtnahme in anderen Belangen nicht mehr ganz so ausgeprägt….ich nehme mir meine Rechte (lt. Hausordnung) und höre auch schon mal Musik oder TV  in normaler Lautstärke (ohne Kopfhörer) bei geöffneter Balkontür….

Zum ersten Mal seit einer Woche hab ich heute Nacht wieder ruhig und entspannt geschlafen…und ich habe auch schon einen Plan B falls die Hausverwaltung keine Zustimmung für den Sichtschutz gibt.

Dann bepflanze ich meinen „Wäschebalkon“ mit immergrünen Pflanzen flächendeckend, denn Pflanzen sind an der Stelle erlaubt und sogar erwünscht….nur das meine Pflanzen dann so dicht stehen, das sie einen natürlichen Sichtschutz bilden…ich bin ja schon dabei für meinen großen Balkon solche Pflanzen anzuschaffen…eine Seite ist mit Bambus auf die andere Seite kommen noch Eiben…ausgesucht sind die schon.

Okay, die Bepflanzung kostet mich ca. 3x so viel, wie ein ordentlicher Sichtschutz, aber das ist mir dann auch egal.

Ich wäre gerne wieder unsichtbar oder Die Mühlen der Verwaltung

Wer, wie ich, glaubt man kann doch ohne Probleme leben, wenn sich alle an ungeschriebene Gesetzte hält…gemäß dem Spruch „Was Du nicht willst das man Dir tu, das für auch keinem Anderen zu“….dem darf ich getrost mitteilen…VERGISS ES

Ich hab nämlich damit eine Bauchlandung hingelegt. Bisher fühlte ich mich in meiner kleinen Oase rundherum geschützt und zufrieden. Wer sollte sich schon um mich kümmern. Ich mach doch nichts weiter. Zahle meine Miete, bin nett, höflich, arbeitsam und vor allem ruhig.  Also fühlte ich mich ziemlich unsichtbar.

Doch versuch das mal in einem Haus, in dem sehr viele ältere Menschen und Pensionäre wohnen. Ich habe unterschätzt wie interessant da jede Veränderung sein kann und gleichzeitig wie bedrohlich.  Oder liegt es einfach nur daran das sie meine Zufriedenheit und Gelassenheit hier als unpassend finden, weil sie selber nichts mehr zu lachen haben? Na gut…das ist Spekulation  und auch etwas unfair…

Aber seit dieser Woche fühle ich mich eben nicht mehr unsichtbar, sondern so als ob ich im Zirkus mitten in der Manege stehe und jede meiner Bewegungen registriert und beurteilt wird.  Ich habe meine Unbeschwertheit verloren und hoffe ich finde sie recht bald wieder.

Und im Zirkus bin ich tatsächlich…gut das ich im Vorstand eines Vereins war und WEIß wie wichtig für viele so eine selbstgemachte Bürokratie ist….in die bin ich jetzt hineingeraten.

Jetzt  also zur Hausordnung: Es gibt eine….schön…und inzwischen sind mein Vermieter und ich im Besitz der selbigen. Und was steht da drin…um ehrlich zu sein ich war ja fast enttäuscht wie wenig und wie allgemein und doch gemein die ist:

  • Grillen ist generell verboten
  • Tierhaltung ist generell erlaubt…enthält aber nichts zum Thema füttern von Vögeln

Hahaha und das ist der Lacher: Wäsche trocknen ist auf dem Balkon nicht verboten, der Wäscheständer darf aber nur bis zur Brüstung gehen,  so das es von außen nicht sichtbar ist…..Nun gut, mein Wäscheständer geht auch nur bis zur Brüstung : ABER……

…..alle Balkone haben ein Balkongeländer aus Eisenstangen, durch die man natürlich durchschauen kann.

Nun der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit Markisen und Sichtschutz. Wenn ich also einen Sichtschutz um das Balkongeländer anbringen will brauche ich eine schriftliche Genehmigung vom Hausverwalter, der dann natürlich mit einem NEIN tatsächlich das Wäschetrocknen faktisch verbieten kann.

Ich könnte in die Tischkante beißen….mein Vermieter hat jetzt also in meinem Namen bei der Hausverwaltung eine Genehmigung für das Anbringen eines Sichtschutzes beantragt, damit ich dann dort meine Wäsche auch offiziell trocknen darf….na da bin ich ja mal gespannt.

In die Mühlen der Justiz (ach ne der Hausbürokraten) bin ich also geraten und warte gerade auf der Urteil des hohen Gerichts (ach ne der Hausverwaltung).

Mein Vermieter hat außerdem geschrieben das ich mich dazu bereit erklärt habe die Hausordnung einzuhalten….lach….na da steht wie gesagt ja nichts zum Füttern der Vögel drin….also kann ich weiter füttern ohne gegen die Regeln zu verstoßen…oder??

Gestörte Nachruhe

Ja was ist denn diese Woche nur los?

Heute, mitten in der Nacht, so ca. 4.42 Uhr werde ich durch Musik wach…und was für ein Gejaule…es dringt an mein Ohr, nicht mega laut….aber durchdringend…und schwuuuups, bin ich wach.

Ich schlafe eh in dieser Woche sehr leicht. Ich bin es ja inzwischen gewohnt, das ich ab und an wach werde, wenn der Zeitungszusteller kommt….er hört diese Art von arabischer Musik und klappert mit den Briefkästen…nun gut…das ist okay…Ich denke immer der hat seine Kopfhörer entweder sehr laut aufgedreht oder auch nicht richtig auf den Ohren. Nun gut, aber nach ca. 1 Minute ist dann der Spuk auch wieder vorbei und ich schlafe einfach weiter…kein Problem, da folge ich dem Motto „nicht ärgern -nur wundern“.

Aber dieses  Mal war die Musik weiter weg….dafür aber beständig…

Ich gehe auf den Balkon und schaue auf die Flüchtlingsunterkunft…aus „der Richtung“ kommt die Musik und es ist ein Fenster erleuchtet….ich musste mich echt zusammen reißen um nicht gleich aus der Vermutung, gepaart mit Vorurteilen, eine Tatsache werden zu lassen….und das war auch gut so.

Denn dann sah ich einen sich bewegende Taschenlampe oder etwas Ähnliches …es könnte also DOCH der Zeitungsbote sein, der sich durch die schmalen Wege zwischen Häusern und Gärten durch manövriert und seine Musik heute sehr laut hat.

Ich bin also wieder rein und hab ca. 3 Minuten gewartet und tatsächlich, da kam er auch schon den Weg entlang, mit Stirnlampe…ich bin also an die Haustür um ihn darauf aufmerksam zu machen, das er seine Kopfhörer doch mal ordentlich auf die Ohren ziehen soll….oder falls er das schon hat, die Musik doch etwas leiser stellen sollte.

Es war ein junger Mann der sehr schwungvoll des Weges  mit den Zeitungen und diesem „Gejaule“ an Musik daher kam…aber er hatte überhaupt keine Kopfhörer auf!!!!  Das Gejaule kam aus seinem Handy in der Hosentasche.

Ich war perplex …welche Unverfrorenheit mitten in der Nacht, wo es  sehr ruhig ist und der Schall sichnoch viel leichter ausbreitet, mit laut gestelltem Lautsprecher in der Hosentasche Musik zu hören. Und mal im Ernst es ist egal WELCHE Art von Musik dann gespielt wird, selbst wenn es sich um meine Lieblingsmusik gehandelt hätte ….das ist um diese Uhrzeit immer ZU LAUT.

Also hab ich ihm gesagt er möchte jetzt mal die Musik ausmachen und sich Kopfhörer besorgen… Immerhin ist das eine Zeit in der mehr als 90% aller Menschen schlafen.

Er hat sich kurz entschuldigt, die Musik ausgemacht, schräg gelächelt und ist dann seinem Ablaufplan weiter gefolgt, den ich so jäh unterbrochen hatte.

An Schlaf war für mich danach nicht mehr zu denken, mein Wecker klingelte  1 Stunde später…und ich bin einmal mehr in dieser Woche hundemüde.

Nachbarn…DAS Gespräch

Nachdem ich in dieser Nacht nicht wirklich Schlaf gefunden habe…die Beschwerde  ging mir echt sehr nah….war ich gestern dann hundemüde und nicht gerade bestens gelaunt…

Aber der Arbeitstag war gar nicht mal so schlecht und so bin ich direkt nach Feierabend meine Nachbarin besuchen gegangen…

Sie war mächtig überrascht, das ich vor ihrer Tür stand und noch mehr, das ich bereits von ihrer Beschwerde wusste. Sie hat mich dann hinein gebeten und ich hab sie gefragt, WAS denn genau ihr Problem ist…sie meinte erst etwas abweisend ob mir das mein Vermieter nicht ausgerichtet hätte….Doch…aber ich wollte es von ihr hören…

Jaaa also die Wäsche auf dem Balkon…ist laut Hausordnung nicht gestattet. Aber der Balkon ist weder von der Straße noch von einem anderen Balkon aus einsehbar (höchstens mein Freund kann einen kleinen Ausschnitt von seinem Balkon aus erhaschen)….und gegenüber ist doch nur der Seiteneingang der Kirche und da kommt doch kaum jemand vorbei, der sich stören könnte. DOCH …..SIE würde öfter dort bei der Kirche sein und SIE sieht es und es eben NICHT erlaubt…. Aber wo soll ich meine Wäsche denn trocknen? Muss ich die dann echt in den Wäschekeller zu all den anderen bringen….und auf einmal meinte sie nein, das müsste ich nicht….hab ihr auch gesagt, das die voherigen Mieter auch genau da ihre Wäche getrocknet haben und ich bin eben kein Fan von Elektrotrocknern…nein, also ich könnte ja die Wäsche weiter dort trocknen….und ich könnte ja ein Balkonumrandung spannen…ja klar…wenn es so einfach geht…ich dachte ja eher, die sind hier nicht gern gesehen, weil kaum jemand so ein Ding hat.

Und sie musste auch zugeben, das wir ja nur ab und an grillen…aber es ist eben NICHT erlaubt (jaaaaaa…hab ich ja verstanden)…

Aber das mit den Vögeln hat mich ins Mark getroffen, WARUM  stören sie die Vögel? Nun es ginge um die Tauben im Eingangsbereich und es hätten sich auch andere beschwert. Aber dafür kann ICH doch nichts…für die Tauben….

Ich hab ihr erzählt welche Vögel zu uns kommen (Blaumeisen, Kohlmeisen, Tannmeisen, Buchfinken, Grünfinken, Rotkehlchen, Kleiber, Dompfaff, manchmal Kernbeisser und Eichelhäher…aber vor den Eichelhähern braucht man keine Angst zu haben, das sind ganz scheue Vögel und die machen auch keine Dreck… Amseln und Tauben…die machen den Dreck und die sind sowieso immer da…gerade die Amseln. Und wir haben einen ganz seltenen Vogel eine Heckenbraunelle…und schwuupps war ihre Aufmerksamkeit und ein Vogelkundebuch in ihrer Hand….AHA…und eine Wasserschale hat sie auch für die Vögel…sosoo…und warum soll ich dann keine Vögel füttern…sie findet es nämlich toll, all die Vögel hier im Baum zu haben…ja aber die Vögel sind nur deshalb so vielfältig in diesem Baum, weil sie bei uns eine Futter- und Wasserquelle haben…und der NABU empfiehlt ausdrücklich die Ganzjahres-Fütterung gerade weil die Vögel während und nach der Brutzeit viel Energie benötigen (u.a.)…

Jaaa sie hätte ja eigentlich nichts dagegen, aber die Tauben und eigentlich soll der „Verwaltungsrat“ der Eigentümer-Gemeinschaft darüber entscheiden, der tagt in den nächsten Tagen und an die wäre auch die Beschwerde gerichtet gewesen….

DAS stimmt NICHT, sagt mein Vermieter, ich hab ihm von dem Gespräch natürlich berichtet ….es hätte ausdrücklich darin gestanden sie (die Vermieter) sollen auf ihre Mieterin (also MICH ) einwirken, das diese Dinge unverzüglich  abgestellt werden….

SEUFZ….ich HASSE so etwas….

Nachbarn !!!! und da ist er…der Streit

Also ich könnte darauf verzichten und nach den letzten Tagen wünsche ich mir einen Lottogewinn für ein alleinstehendes Haus im Wald, möglichst weit weg von anderen Menschen.

Wer kennt ihn nicht den Spruch „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ ….ich dachte erst der Spruch ist von Wilhelm Busch ….aber er stammt aus Schillers „Whilhelm Tell“ …nun  gut….

Also auch ein friedfertiger Mensch kann in Auseinandersetzungen gezogen werden, ob er nun möchte oder nicht.

Am Dienstag, einen Tag nach dem  Treffen mit meinen Vermietern, erhielt ich einen Anruf von Selbigem…und er fing an mit den Worten: jetzt haben wir gestern so nett beieinander gesessen und den Abend genossen…da kommt heute dieser unangenehme Brief vom Hausverwalter….

Es gibt eine schriftliche Beschwerde über mich…eine Nachbarin hat den Brief verfasst. Erst hat er nicht gesagt wer, dann aber doch den Namen meiner Nachbarin direkt ÜBER mir und NEBEN meinem Freund genannt:

Ich war schockiert und wusste überhaupt nicht was mir geschieht…WARUM…also WAS hab ich getan?

Und dann ging es los:

  1. Ich würde meine Wäsche auf dem kleinen Balkon trocknen, das sei hier nicht erlaubt. (ja Entschuldigung, genau dafür ist mir der Balkon von der Maklerin, den Vormietern und meinem Vermieter doch angepriesen worden…ich hab sogar den Wäscheständer bekommen und der steht an der gleichen Stelle )
  2. Wenn wir grillen kann sie ihren Balkon „nicht mehr benutzen“ (hmmmm okay, grillen ist immer ein Problem in Mehrfamilienhäusern…aber hier grillen viele und wir nur manchmal am Wochenende…….aber das mit dem Grill sehe ich ja noch ein)
  3. Ich füttere Vögel…und das zieht die Ratten an und die Vögel machen Dreck und ausserdem sind jetzt Tauben hier

soso…also Ratten sind hier noch keine gesichtet worden…aber die Angst vor Ratten hab ich hier im Haus schon öfter mit bekommen….und die Tauben …es sind nur 2….die waren auch schon vorher da, die kenne ich schon ein paar Jahre hier…und da hab ich hier noch nicht gewohnt….und ich kann doch nichts dafür das die jetzt öfter am Hauseingang rum rungern. Ich hab meinen Balkon in der Nähe des Eingangs und schwuuups ist der Schuldige gefunden: ICH.

Ich fege jeden Tag den Balkon um das herunter gefallene Futter aufzufegen und es liegt auch nicht einfach am Boden, sondern ist in einem Vogelhäuschen, in einem Eichhörnchen-Häuschen und in einer Futterschale mit hohem Rand.

Und warum redet die Frau nicht mit mir? Immerhin läuft sie doch oft genug durch das Gartenstück rund um meinen Balkon, weil sie sich um die Pflege der Grünanlage kümmert….

Ich bin immer freundlich zu ihr, Grüße sie nett und rede ein zwei Sätze mit ihr  und sie wirkt oft etwas verwirrt…ist eine ältere Dame (auf mich wirkt wie eine Gymnasiallehrerin aus alten Zeiten).

Mein Vermieter musste zugeben das auch er – als Eigentümer der Wohnung –  nicht weiß was in der Hausordnung steht, er hat sie jetzt erst einmal angefordert. Denn auch ich habe diese nicht.

Das mit der Wäsche findet er übertrieben (und wohl auch der Hausverwalter), das mit dem Grillen sehe ich ja ein (auch wenn es schade ist , wir haben den großen Holzkohlegrill den ich zum Geburtstag bekommen habe, nämlich nur ein einziges Mal benutzt), aber das mit den Vögeln hat mich umgehauen….

Schlecht drauf – Teil 2

Und der Termin gestern Abend mit meinen Vermietern hat mich auch gestresst….schon seit Zugang der Einladung …die Beiden sind echt nett und auch der Abend war okay, aber das ist nun mal ein Eingriff in meine Selbstbestimmung…ein Pflichttermin. Nichts was ich von mir aus gerne hätte und deshalb strengt es mich an.

Im Normalfall hätte ich die Einladung dankend abgelehnt….aber aus Höflichkeit konnte ic h hier nicht nein sagen. ich habe auch erzählt das ich (wir) etwas zurückgezogen im Haus leben und wie sehr ich in meiner Freizeit nach Ruhe und Entspannung suche. Das ich in den letzten 15 Jahren quasi immer unter Stress stand (beruflich und sportlich – und auch privat). ich glaube der Zweck der Einladung war besser einschätzen zu können, wem die Beiden da in ihr Eigentum zur Nutzung überlassen…und es wird bestimmt keine „Dauer-Veanstaltung“ werden.

Ich bin mir auch sicher, keiner von Beiden hat gemerkt wie ungern ich so etwas mache…ich war während des Abends locker und lustig, hab zugehört, bin darauf eingegangen, hab von mir erzählt, kleine Anekdoten preisgegeben und es waren kurzeilige 2 Stunden im Restaurant….wenn ich dann erst einmal in der Situation bin, dann ist auch meine Körperhaltung entsprechend „gelassen“… aber als ich wieder zuhause war, war ich platt und bin es bis jetzt….

Beides sind bereits Rentner und er arbeitet noch freiberuflich….sie haben die Möglichkeit viel zu reisen und tun es sehr gerne. Er ist unglaublich wissbegierig und liebt die moderne Technik…sie ist etwas zurückhaltender, lässt ihn gerne erzählen…ist sehr praktisch in ihrer Art. Beide sind vollkommen unprätentiös und überhaupt nicht snobby…  was es mir leichter macht, mich zu unterhalten….aber trotzdem möchte ich den Kontakt zu Ihnen nicht vertiefen….wir sind Vertragspartner: Vermieter und Mieter….und ich freue mich, wenn ich mich mit Problemen die die Wohnung betreffen vertrauensvoll und direkt an sie wenden kann….mehr muss nicht sein.