Klare Struktur versus Weihnachtskitsch

Ich bin ein Mensch der mit klaren Vorstellungen vom Leben durch die Welt geht. Ich liebe klare Strukturen und gradlinige Formen. Ich bin der Typ „Bauhaus-Stil“. Ohne Schnörkel, ohne Schnick-und-Schnack und vor allem ohne Nippes, Gedöns und Staubfänger.

Es gibt nur eine Zeit im Jahr wo das nicht gilt: zu Weihnachten.

Weihnachten kommt all dieser Krims-Krams aus den Tiefen meines Kellers: Weihnachtsengel, niedliche Tierfiguren und kleine Nippes-Dinger tummeln sich vor allem auf Fensterbänken, in Weihnachtsdeko-Schalen (natürlich selbst zusammen gebastelt) und auf dem Boden im Wohnzimmer.

Seit fast 3 Jahren sind es vor allem Elche in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Materialien die es mir / uns angetan haben. Jeds Jahr entdecke ich neue und „ohhhhh süßßßß“ ohne gehe ich dann nicht nachhause.

Mittlerweile sage ich schon, wir feiern nicht Weihnachten, sondern unser Elchfest.

Die Weihnachtszeit soll besinnlich sein und auf die Geburt Christi vorbereiten. Ein Fest der Liebe, Familie und des Friedens. Das funktioniert schon nicht mit der Besinnlichkeit durch meinen Job, der mich bereits jetzt fest im Stress-Griff hat.

Also muss unser Zuhause in dieser Zeit schon eine ganz besonders wohlige und heimelige Atmosphäre ausstrahlen…dabei helfen Kerzen, Tannengrün und jede Menge Weihnachtsdeko (Aber bitte alles ohne dieses LED-Geblinke). Dann kuscheln wir uns aneinander und geniessen die Zeit die wir zusammen haben. DAS ist meine Besinnlichkeit und dann kann auch Weihnachten kommen.

Ich WARTE….

Ich warte… und warten macht mir keinen Spaß, wenn ich nicht weiß, ob es klappt.

Seit der Wohnungsbesichtigung warte ich auf eine Entscheidung. Zuerst auf die Entscheidung der Maklerin mich überhaupt als Mieter vorzuschlagen. 1. Hürde geschafft. Seitdem warte ich darauf, dass der Vermieter sich meldet und seine Entscheidung trifft.

Schon lange gab es nichts mehr, was ich so herbei gesehnt habe, wie diese Entscheidung. Ich möchte die Wohnung. Und wenn ich sie nicht bekomme, dann möchte ich das wenigstens auch schnell wissen.

Warten kostet Nerven, denn ich müsste bis nächste Woche Montag spätestens die Kündigung bei meinem jetzigen Vermieter haben, habe also etwas Zeitdruck im Nacken. Zudem hat es weitreichende Konsequenzen mitten im Dezember/Januar einen Umzug und eine Wohnungsrenovierung durch zu führen, wenn man – wie ich – eben genau in dieser Zeit fast GAR KEINE Zeit hat. So etwas muss dann noch viel akribischer geplant werden.

Warten kostet viel Kraft, denn ständig muss ich mich zur Ordnung rufen, um mein Gehirn von weitreichenden Planungen abzuhalten…Planen ohne zu wissen ob es klappt reibt mich nur auf.

Ich habe jetzt 2 Tage Urlaub und fühle mich durch die Warterei in meinem Handeln blockiert. Ständig ertappe ich mich dabei wie ich meine Mails checke…ich kann mich nicht wirklich aufraffen etwas Sinnvolles zu tun.

Die Maklerin hat gesagt, dass der Vermieter sich z.Z. in Asien aufhält und sie nicht weiß, wie schnell er reagieren wird…also heißt es warten….warten….

Hab ich jemals erwähnt, dass ich keine große Geduld habe? Um nicht zu sagen ich bin sehr ungeduldig und warten ist gegen meine Natur, ich hasse unklare Situationen. Wenn dann erst mal alles klar ist, dann kann ich auch auf die Durchführung warten…aber es muss eine Entscheidung her.

Los jetzt….

Stellvertreter-Streit

Der Freizeit-Psychologe in mir kam gestern wieder mal zum Vorschein. Nachmittags hatte ich mich aus dem Staub gemacht, weil mein Süßer seine Mutter zum Besuch erwartete. Da mein Verhältnis zu ihr nicht ganz entspannt ist, hab ich lieber – gaaanz uneigennützlich natürlich – schon mal bei mir Zuhause Wäsche gebügelt und gewaschen.

Und wie immer wenn meine Quasi-Schwiegermutter zu Besuch ist, passt das zeitlich nie in den Rahmen, den mein Freund mir vorher vorgegeben hat…es dauert immer länger und alle nachfolgenden Pläne für den Abend lösen sich in Luft auf…weil es sowieso zu spät dafür ist.

Zusätzlich kommt es i.d.R. nach diesen Besuchen immer zu einem Streit zwischen uns und angeblich bin ich diejenige, die den Streit verursacht.

Okay…ich bin also mit sehr viel guter Laune und Schwung und bereit in die Stadt zu fahren wieder zu meinem Freund gefahren (SIE war schon gegangen) und es hat ca. 15 Minuten gedauert und mein Freund fing voll an mit mir zu streiten…

Und je mehr er in Rage kam umso absurder wurden die Anschuldigungen und umso wahlloser die Themen zusammen gemixt und verschoben. Es war so grotesk…weil ich dieses Mal genau aus seine und meine Reaktionen geachtet habe…das ich das Gespräch abgebrochen habe.

Irgendwo in dem Verhältnis zu seiner Mutter kommt er immer zu kurz und das trifft ihn auch heute noch – so erwachsen er auch ist. Ich wünsche ihm fast, seine Mutter wäre eine von der Sorte, die ihren Sohn über den Klee lobt und ihm immer vermittelt was für ein toller Sohn er ist…leider ist sie das nicht…und sie erzählt lieber aus ihrem Leben, als ihm zuzuhören. DAS kenne ich aus meiner eigenen Familie nur zu gut. Das ist verletzend.

Der Streit mit mir, ist dann nur der „Stellvertreter-Streit“ um den Ärger und die Verletzung durch den Besuch zu verdauen…nur das ich das auch verletzend finde.

Ich werde mir ab jetzt eine andere Strategie für die Abende nach „Mutter-Besuchen“ zurecht legen…dann geht es hoffentlich bald ohne Streit.

Wohnung mit Aussicht….

Neben all den großen Weltereignissen, geht das normale Leben ja auch noch weiter. Und neben all dem Beruflichen, gibt es auch noch das Private.

Ich hab mir heute eine Wohnung angeschaut….und was soll ich sagen, ich würde diese gerne haben. Zum Glück war mein Süßer mit dabei…seine Meinung ist mir wichtig und es betrifft immerhin auch ihn, wo und wie ich wohne.

Wir sind uns einig, aus der Wohnung kann man was machen. Jetzt liegt es an der Maklerin und dem Vermieter, ob ich den Zuschlag auch bekomme.

Warum wir jetzt doch bei 2 getrennten Wohnungen bleiben? So etwas zu entscheiden geht nur wenn man absolut ehrlich zu sich und dem Anderen ist. In der letzten Zeit haben wir viel geredet und uns ist bewusst das es für uns Beide eben wichtig ist, sich auch mal so richtig zurück ziehen zu können…Nicht nur in einen einzelnen Raum, obwohl das auch geht.

Das Spannendste und Wichtigste an dieser Wohnung ist….sie ist im selben Haus…ein Stockwerk unter meinem Süßen…leicht versetzt. Von seinem Balkon oben, kann er so schräg auf einen der Balkone  dieser Wohnung unten schauen…. Sogar die Autostellplätze sind schräg gegenüber…also PERFEKT.

Jetzt heißt es Daumen drücken…

Änderst Du Dein Leben?

Jetzt nach dem Anschlag in Paris? Ich werde nichts ändern sage ich, glaub ich zumindest. Aber das stimmt wahrscheinlich nicht ganz. Denn schon gestern Abend am Bahnhof in FFM hab ich mich etwas unwohler gefühlt.

Es kann immer und überall geschehen…warum sollte Deutschland eine Ausnahme sein?…warum sollte ich glauben, dass es mich nicht treffen kann? Weil ich mit all dem Terrorismus nichts zu tun habe. Genau, aber all die Menschen in Paris, die vom Attentat betroffen sind, gestorben sind oder verwundet wurden, doch auch nicht. Warum also sollte ich mich sicherer fühlen.

Und schon bin ich gedanklich in der Spirale in der sich wahrscheinlich viele befinden.

Nein ich habe nicht mehr Angst vor den Flüchtlingen, aber ich fühle mich nicht ganz wohl an so zentralen Orten wie einem Bahnhof. Nein ich bin nicht ängstlicher in meinem Wohnviertel (mit einem hohen Anteil an Ausländern), aber ich fühle mich verunsichert, wenn ich darüber nachdenke ein Fest oder eine Disco zu besuchen. Trotzdem möchte ich mein Leben nicht verändern…ich will mich der Angst nicht hingeben und trotzdem habe ich meinem Freund beim Abschied Sonntagabend gesagt, er solle auf sich aufpassen.

Wenn also immer und überall ein Anschlag passieren könnte, könnte doch auch immer und überall ein Unfall passieren, ein Zug- oder Flugzeugunglück, ein Auto-Crash…also heißt doch die Konsequenz nicht ängstlicher Leben, sondern bewusster.

Ich lasse mir mein Leben nicht so einfach vermiesen, weder von den notorischen Debatten über zu viele Flüchtlinge, zu hohe Überfremdung , noch von Terroristen.

Ach ja…und na klar schaffen wir das, es bleibt uns doch auch gar nichts übrig. Wir sind ein Land welches sich auf seine christlichen Werte beruft, da können wir doch schon aus Humanitätsgründen die Menschen nicht verhungern oder erfrieren lassen…oder wer will sich mit Waffengewalt an der Grenze gegen die Flüchtlinge „wehren“. Welche Wahl haben wir also…

…eben…uns nicht unterkriegen lassen. Soooo, das wollte ich mal sagen.

Stress – nimmt zu

Alle Jahre wieder…komme ich ab 10 November 2015 in meinen ganz eigenen beruflichen Weihnachtsstress…Nein das ist nicht zum Lachen… ich bin JETZT schon mitten drin.

Und trotz meines sehr entspannten Sommers, geht es mir auch in diesem Jahr nicht besser, als in den Jahren zuvor. Nur das ich es deutlicher spüre, wie ich meine innere Ruhe verliere. Na prima.

Da hilft nur immer zu üben, gelassen zu bleiben. Ist gar nicht so einfach, wenn die Bedingungen um mich herum ständig verändert werden: Meine Chefin ist in Mutterschutz und ich muss nur ein paar Dinge übernehmen (nur das sind Sachen, die ich sonst nie mache – also bin ich nicht so ganz fit darin), Eines unserer EDV-Systeme funktioniert nicht mehr so wie es soll und die IT ist ratlos…aber arbeiten muss ich trotzdem damit. Ein Abgabetermin der eh schon zeitlich sehr knapp bemessen war, wird noch mal um eine Woche vorverlegt….Rückfragen vom Finanzamt leitet unsere Steuerberaterin zur Beantwortung an mich weiter. Wenn ich das KÖNNTE was dort verlangt wird, dann wäre ich Steuerberater…bin ich aber nicht. Von 4 Kollegen sind z.Z. 3 mehr oder weniger krank (aber immerhin sind wir alle DA)…mich mit eingeschlossen. Ich hab das ganze Wochenende krank in der Ecke gelegen.

ABER…dieses Mal hab ich mir „erlaubt“ krank zu sein. Bin am Freitagmittag brav nachhause und ins Bett gegangen….Schlafen, nichts als Schlafen.…hab NICHTS anderes am Wochenende gemacht und mein Freund hat sich um mich gekümmert. Heute geht es mir tatsächlich ein ganzes Stück besser… OHNE Arzt und Medikamente. Meine Abwehrkräfte sollen sich von selber stärken.

Desillusioniert im Büro

Im Büro gehe ich über den Flur und höre wie in dem einen oder anderen Büro zuckersüß ins Telefon gesäuselt wird….Empfänger der Säuseleien mal ein Kunde, mal ein Kollege. Gemeinsam ist bei Beiden, diese Säuseleien sind nicht ehrlich.

Früher hab ich immer gedacht, hey super wie nett die Kollegen doch telefonieren können, wenn man dann aber mit bekommt , wie die agieren sobald das Telefonat beendet ist, erkennt man…das hat nichts mit Freundlichkeit oder Sympathie zu tun…Es ist schlichtweg eine Methode freundlich zu erscheinen, ohne es zu sein. Es ist eine Lüge.

Und wenn mich Jemand normalerweise am Telefon eher knapp und unfreundlich abfertigt, mich auf dem Flur ignoriert …aber dann auf einmal seehr freundlich ins Büro kommt …dann will derjenige etwas.

Mich kränkt das Verhalten. Für wie dumm muss mich Jemand halten,dass ich es nicht durchschaue? Oder wie dumm ist derjenige zu glauben, dass ich darauf reinfalle.

Ich glaube schon lange nicht mehr an das Märchen der „Großen Familie“…und auch die Geschichte von „Wir sitzen alle in einem Boot und helfen uns doch gerne, weil wir doch ein so tolles Team sind“ ist nur Makulatur.

Wer glaubt, dass ein Chef wirklich Interesse an Dir als Person hat, der hat noch viel zu lernen. Ein Chef ist nur daran interessiert, dass Du als Arbeitnehmer deinen Job machst, mehr nicht. Mein ehemaliger Chef schafft es kaum Hallo zu sagen und innerhalb der letzten 4 Jahre hat er vielleicht 2x gefragt wie es mir geht oder wie es jetzt läuft… soviel zu „wir sind doch eine große Familie“…lach

Meinen Kollegen geht es genauso, und mach mal fragt man sich jetzt, wofür hab ich mich eigentlich so reingehängt…so viel Überstunden gemacht um die Ziele zu erreichen mit denen der Chef dann weitere Karriere machen konnte.

Wie gesagt, wer genau hinsieht und hinhört erkennt schon worum es geht. Also erkenne ich die Fakes in den Kollegen und Chefs und bleibe ich selbst. Ich tue Kollegen weiterhin Gefälligkeiten, wenn es zeitlich passt und ich arbeite viel und lange wenn es für die Arbeit notwendig ist, aber ich tue es für mich und meine Ziele.

Panik – von den eigenen Ängsten eingeholt

Gestern war ein bitterer Tag für mich…und dabei verliefen die 2 Stunden beim Zahnarzt zuerst richtig gut bis…..ja bis….der Moment der Zahnabdrücke nahte.

Das tut nicht weh und ist eigentlich keine große Sache. Außer man leidet an einer Klaustrophobie und bekommt dazu noch leicht einem erhöhten Würgereiz. Die Angst hielt sich zuerst noch in Grenzen und als der untere Zahnabdruck mit nur leichten Problemen beendet, war hab ich schon aufgeatmet.

Doch zu früh gefreut, der Gegenabdruck war auch noch erforderlich…und DAS war es dann…mein Blutdruck schoss in die Höhe…und während der Prozedur kam es genau wie befürchtet….ich schaffte es nicht ruhig durch die Nase zu atmen, sondern hatte mehr und mehr das Gefühl zu ersticken. Die Schwester versuchte mich auf zu muntern …doch es kam noch schlimmer.

Ich bekam eine Panikattacke…aber irgendwie hab ich die Prozedur überlebt, der Abdruck war brauchbar…aber ich nicht mehr. Ich war FERTIG…. zitterte am ganzen Körper, mir liefen die Tränen und ich schämte mich in Grund-und-Boden.

Selbst noch 2 Stunden später zitterte mein Körper innerlich und ich hab mir ½ Tag Urlaub gegönnt. Mit Schokolade und Chips ab auf die Couch, Decke drüber und AUS.

Selbst bis heute Vormittag konnte ich noch das innere Zittern vernehmen, wusste aber, dass ich mich heute wieder aufraffen muss und hab intensiv durch gearbeitet. Jetzt bloß nicht da rein-steigern.

Nach Feierabend hab ich noch einen Spaziergang durch den Wald gemacht und jetzt geht es mir wieder gut.

Paranoia lässt grüßen

Das Buch „Zero, Sie wissen was du tust“ von Marc Elsberg ist nach „Blackout“ das 2. Buch von ihm, welches mich fesselt.

Es ist ein Thriller um Privatsphäre, Internet-Daten, Aktivitätstracking usw. … mega-aktuell , ungeheuer spannend, erschreckend realistisch und damit läuft mir zumindest schon ein Schauer über den Rücken. Wie privat sind wir eigentlich noch?

Ich hatte schon vorher bei meinem Laptop die eingebaute Kamera zugeklebt…weil ich mich sonst unwohl gefühlt habe ….aber mit diesem Buch fühlt man sich verfolgt….oder zumindest wie ein Neurotiker…

Natürlich ist es nur ein Roman. Aber er stellt viele Dinge die wir inzwischen als Normal betrachten in einem anderen Licht da. Wie sorglos sind wir wirklich mit unseren Daten und wie selbstbestimmt treffen wir tatsächlich unsere Entscheidungen?

Bei jeder Suchanfrage im Internet wird uns von Google, Bing oder Yahoo eine Vorauswahl präsentiert. Bereits hier wird unsere Entscheidung beeinflusst, weil uns eben nicht alles angezeigt wird und da auch alles nur nacheinander dargestellt werden kann, beeinflusst die Reihenfolge der Ergebnisse noch einmal… und das ist nur der Anfang….

….wie gesagt: die Paranoia lässt grüßen!

Die Bahn kümmert sich nicht um Rituale

Das erste Mal seit fast genau einem Jahr konnten wir uns an der Bahn nicht richtig voneinander verabschieden…so was mag ich gar nicht.

Erst gibt es eine Verspätung von 60 Minuten…damit ist der Anschluss-Zug definitiv weg, der Ausweichzug hat dann auch noch mal 20 Minuten Verspätung…ist aber immerhin  noch schneller, als der 1. Die Bahnmitarbeiter sind inzwischen sehr kulant bei der Aufhebung von Zugbindungen, das macht es schon wieder viel einfacher und bietet keinen Anlass zum Ärgern.

Abschiede sind eh blöd…gehören aber zu unserem Leben dazu, dann sollen sie wenigstens zelebriert werden. Rituale ordnen das Leben, schaffen Beständigkeit und geben Sicherheit. Gleiche Abläufe sind für mich nicht langweilig, sondern zeigen mir das alles richtig ist…das alles seinen Platz hat.

Und der Abschied gehört dazu. Er steigt ein, sucht sich einen Platz, dann kommt er noch einmal raus…und wir haben noch ein paar Minuten Zeit für Umarmungen und Küsse…ein paar Neckereien und etwas Liebes-Gesäusel…dann leert sich der Bahnsteig, wir warten zusammen mit dem Zugpersonal darauf, das die Ampel von rot auf grün springt…der Pfiff ertönt…ein letzter Kuss…die Türen schließen sich…der Zug setzt sich in Bewegung…ein letztes Winken und ich verlasse den Bahnsteig Richtung Auto.

Diesen Sonntag war es verflixt voll  (Ferienanfang !!) am Bahnsteig und so kam es, das mein Süsser zwar in den Zug rein kam und noch einen Sitzplatz ergatterte, aber es nicht mehr zurück an die Tür schaffte um noch einmal richtig Tschüß zu sagen.

Ich stand also draußen am Bahnsteig…er stand drinnen an seinem Platz….und dann schlossen sich auch schon die Türen…das war´s dann.  Der Zug wollte wohl seine Verspätung wieder reinholen.
So einen abrupten Abschied hatten wir noch nie…aber ich hab es  wohl schon geahnt, denn bevor er einstieg meinte ich noch, gib mir noch einen Kuss – falls es gleich nicht mehr klappt.