Mit einem Anflug von Sentimentalität hat eines der Mädels aus meinem ehemaligen Team, den Bildschirm-Abdruck eines Status-Reports aus SAP per Whatsapp geschickt, mit der Aussage: „Du bist noch da“…..mitten hinein in mein gähnend uninteressantes Meeting am Freitag.
Ich musste lachen, als ich die Daten hinter meinem Namenskürzel sah: die von 2008 bis 2018 variierten… JA klar 2008 hatten wir auf die diese Version umgestellt und sooo schnell werden die Daten auch nicht aus dem System verschwinden…..diesen Report hab ich bis 2018 selber bearbeitet und ihn dann erst ans Team übertragen…..
Vermisse ich diese Arbeit und mein Team? Ganz ehrlich – Nein. Die Arbeit hab ich wirklich geliebt, aber machen möchte ich das nicht mehr…viel zu stressig und aufreibend…ich vermisse das IT-System ja, aber nicht die Arbeit.
Und das Team vermisse ich auch nicht mehr….das hat schon eine ganze Weile gedauert, sie nicht mehr zu vermissen…mich nicht mehr verantwortlich zu fühlen. Manchmal fehlt mir die ausgelassene private Seite der ehemaligen Kollegen…aber auch das nimmt weiter ab.
Ich lebe sehr bewusst im Hier-und-Jetzt und gehöre nicht zu den Menschen die rückwärtsgewandt durchs Leben gehen. Aber natürlich finde ich so eine kleine Nachricht aus der Vergangenheit sehr schön und wir haben dann auch ein paar Minuten Nachrichten getauscht….
Mir ist das Wetter in dieser Woche ein wenig aus Gemüt geschlagen…Regen macht mir ja nicht so viel aus und hält mich auf auch nur selten auf….aber die Kombination Regen mit Sturm/starkem Wind…..neee ,das ist dann jetzt doch nichts für mich…..und so war ich nicht ganz so aktiv.
Sogar meine Homeoffice-Routine, direkt am Morgen nach dem Aufstehen eine Walkingtour zu machen, stand auf der Kippe…aber nichts da, das kommt ja gar nicht in Frage, gelaufen bin ich also trotzdem an allen 3 Tagen…..dafür waren es am Freitag nur 4 km, an den anderen beiden Tagen jeweils 5km.
Gestern nach Feierabend hab ich mich erst einmal auf meine Couch verzogen und gar nichts gemacht…irgendwann hab ich mir dann Kopfhörer aufgesetzt und in der Wohnung aufgeräumt und geputzt….und auch wieder einmal fast alles an Deko weggeräumt.
Durch den neuen Gefrierschrank in der Küche, dem Trampolin im Kleiderzimmer und die erweiterte Homeoffice-Ausstattung im Wohnzimmer, ist Unruhe in meine Wohnung gekommen und ich mag es, wenn alles einen dauerhaften Platz hat ….deshalb musste alles nicht Notwendige jetzt für eine kleine Weile weg gepackt werden..
Denn jetzt sehe ich nur die große freie Fläche des satinierten Glases vom Esstisch (JETZT wo ich alles fürs Homeoffice elegant und schnell zur Seite räumen kann, ohne das es stört oder auffällt). Ich sehe wieder Platz auf den Fußböden, weil der große 5-Arm-Kerzenständer mal wieder auf den Dachboden wandert, genauso wie so ein paar Boden-„Wedel“, die den Raum gemütlicher machen sollen und meine kleine Sammlung an Stehleuchten hab ich auch um die Hälfte reduziert…hahaha, jetzt kommt die hellere Jahreszeit, da brauche ich nicht so viele Lampen, die Tage und Abende in ein gemütliches Licht tauchen…und diese paar kleinen niedlichen Frühlings-Figuren, die noch von Ostern stehen geblieben sind….alles zusammen gepackt und ab damit auf den Dachboden.
Allein daran erkenne ich bei mir schon, das ich innerlich nicht entspannt war und folge meinem ständigen Muster das durch das Schaffen einer äußeren Ordnung, unweigerlich meine innere Ordnung wiederhergestellt wird.
Und heute scheint tatsächlich die Sonne und die Wohnung ist lichtdurchflutet und fühlt sich ordentlich, klar und weit an….das fühlt sich richtig an und ich – ich fühle mich wieder wohl.
Wenn ich heute alles doof finde, dann liegt es wohl an mir und NICHT an den anderen.
Mir gehen heute im Homeoffice diese Meetings auf den Keks. Ein Deutschland-Meeting für ALLE deutschen Kollegen. Und wieder läuft es inhaltlich kilometerweit an meiner eigenen Arbeit vorbei.
Genauso gut hätte man das Meeting als „Projekt-Planungs-Meeting“ ausrufen können…dann wären es nur 5 Kollegen weniger gewesen. Integriert war sogar eine kleine interne Schulung zu einem speziellen Planungs-Thema. Nicht umsonst benötigt man für solche Arbeiten besonders ausgebildetes Fachpersonal….und ich weiß nicht, ob ich jemals in die Verlegenheit kommen werden „Schall“ berechnen zu müssen hahahaha. DANN könnte mir das Wissen evtl. nützlich sein…aber verstanden hab ich es sowieso nicht….es wimmelte von Abkürzungen und Fachbegriffen die ich noch nie gehört hatte.
Ich hab das dann genau so gemacht, wie der Controller: eigene Kamera und Mikrophon ausgestellt und über Headset zugehört, während ich gleichzeitig weiter gearbeitet habe.
Immerhin haben wir Steuer-und andere Abgabetermine die teilweise heute und teilweise Montag fertig sein müssen….und da es auch die Quartalszahler betrifft, sind es bei mir in diesem Monat wieder 21 Gesellschaften.
Zusätzlich waren wir noch zu einer europaweiten „celebration“ eingeladen…..die Teilnahme wurde erbeten…aber da war auch nur wenig zu sehen oder neues zu erfahren…und als die Vorort Kollegen in DK in der Kantine die Sektflaschen öffneten, blieb für uns an den Bildschirmen nur der Button „leave“…..nachträglich bekamen wir noch den Link zu einem youtube -Video wo die Schwester-Gesellschaft feierte…aber auch das endete abrupt. Irgendwie blieb das ganze unbefriedigend schlecht organisiert….es kam kein Wir-Gefühl auf.
Okay – also in DK wird gefeiert….und scheinbar waren eine Menge Kollegen GEMEINSAM in der Kantine ( haben wir nicht noch eine Pandemie – die es uns intern verbietet, das sich mehrere Personen im gleichen geschlossenen Raum aufhalten?)…..aber egal, den Kollegen gönne ich es ja….
Dann bleibt mir jetzt nur meinen eigenen Arbeitstag als insoweit gelungen zu feiern, das ich die heuten Termine alle eingehalten habe und die für Montag schon zu mehr als der Hälfte fertig hab…..sooo also Hoch die Gläser 🎈🍷…
Ich wünsche Euch allen ein tolles Wochenende….lasst Euch nicht ärgern und geniesst die kommenden schönen Tage
Die weitere Arbeitswoche war bisher sehr angenehm…aktuell warten meine Kollegen und ich auf ein Feedback zu meiner ellenlangen und sehr detaillierten eMail an unseren Chef in DK…und bis dahin kann ich mich dem normalen Alltag widmen….sehr schön….endlich wieder mehr Routine.
Als ich am Dienstagmorgen ins Büro kam, fand ich auf meinem Schreibtisch die zusätzliche Ausstattung für`s Homeoffice. Keiner hatte unseren technischen Kollegen in den letzten Tagen gesehen, der ist fast ununterbrochen im Homeoffice….und alle waren der Meinung also gestern Abend stand da noch nichts auf meinem Tisch…..und ich war ja bereits ab 7 Uhr Morgens am nächsten Tag im Büro….hmmm?
Entweder der Osterhase hatte Verspätung oder ein fleißiger Arbeits-Wichtel hat den Umweg auf sich genommen und es auf meinen Schreibtisch gestellt….der technische Kollege war den ganzen Tag über nicht erreichbar, aber da wir vor mehr als einem Monat über das Thema gesprochen und er sich angeboten hatte, mir alles zusammen zu stellen, war ich ziemlich sicher, das es tatsächlich für MICH sein sollte und hab es bei Feierabend schon mal mit nach Hause genommen.
Einen Tag später hab ich mich dann bei ihm bedankt…er war tatsächlich ganz früh am Morgen, auf dem Weg zu einem Außentermin, noch schnell ins Büro gekommen…das hat mich echt gerührt…das er überhaupt noch daran gedacht hat…immerhin sind bei uns gerade einige personelle Veränderungen und die IT-Ausstattungen für die Kollegen macht er noch so neben seiner eigentlichen Arbeit zusätzlich.
Ich freue mich jedenfalls wie ein Schneekönig. Jetzt hab ich im Homeoffice einen großen Monitor, kabellose Tastatur/Maus und eine Dockingstation um alles zusammen zu schließen. Vorbei die Zeiten wo ich jedes Mal zwischen Tastatur-und Druckerkabel tauschen musste, mein Laptop hat nur einen USB-Port…hahaha und so ein Bildschirm ist schon was ganz anderes, als ein kleines Laptop-Display..
Den mobilen Schreibtisch hab ich mir zwar schon ausgesucht, aber noch gar nicht bestellt. Mein Wohnzimmer ist mit der Anordnung der Möbel ganz ähnlich, wie früher meine langjährige Wohnung in Frankfurt…und in der Zeit war ich ja auch Kassenwart unseres Tanzsport-Vereins.
Aus dieser Zeit hab ich noch den kleinen IKEA-Regal-Würfel, wo früher schon der Drucker drauf stand…,….den hab ich jetzt wieder ins Wohnzimmer geholt und steht jetzt so wie damals schon…hinter dem Esstisch, in einem nicht genutzten Zwischenraum zwischen Tisch und Fenster. Obendrauf der Drucker, darunter ist die Kabellage und Kleinzeugs die ein Büro so braucht. Sehr schön…es passt prima und bei Nichtbenutzung kann ich dann auch noch den Monitor drauf stellen. Tastatur und Dockingstation kommen dann auf einen der Stühle…dann ist der Esszimmertisch wieder frei nutzbar.. Jaaa – das ist jetzt keine Dauerlösung …aber so geht es OHNE das ich jeden 2.Tag alles ab-und wieder aufbauen muss…zumindest solange ich keine Gäste bekomme.
Und nächste Woche, wenn in Schleswig-Holstein wieder die Geschäfte aufmachen (Inzidenz schon seit ein paar Tagen wieder unter 100) ,werde ich mich auf den Weg machen und den mobilen Schreibtisch besorgen.
Heute hab ich den ganzen Tag so gearbeitet und merke gleich, das ich heute weniger Nackenprobleme habe und auch meine Augen sind entspannter…..
An manchen Tagen muss ich einfach lachen….die Kommunikation in unserer Firma ist manchmal nicht ganz so einfach…manchmal knall ich aber auch mit dem Kopf auf die Tischplatte, weil es absurd wirkt.
Einer der Chefs aus der Zentrale stellt mir eine Frage auf Englisch, die ich zwar verstehe, aber inhaltlich nicht beantworten kann, weil ich nicht in die Tiefen der Vertragsgestaltung eingebunden war…ich stelle die Frage also auf Deutsch an die Kollegen in Brandenburg….die Antwort bekomme ich auf Deutsch, diese übersetze ich ins Englische und schreibe an den Chef….dieser Chef wiederum gibt seinem Chef dann auf Dänisch die Antwort weiter….Die daraus resultierenden Rückfragen kommen dann vom Dänischen an mich übersetzt auf Englisch zurück und ich wiederum rückversichere mich dann wieder auf Deutsch bei den Kollegen.
Klar, das auf diese Weise Informationen auf der Strecke bleiben….also früher nannte man das Spiel „Stille Post“…Der dänische Chef versteht nur wenig Deutsch und der brandenburgische Kollege spricht nur rudimentär Englisch, deswegen wollen Beide, das es über mich geht.
Aber…..jetzt kommt das mit der Tischplatte: Ich frage also meine Kollegen in Brandenburg nach den Einzelheiten aus dem Vertrag, nach dem abgerechnet wird…bekomme aber zu hören, das die den Vertrag ebenfalls gar nicht so genau kennen und das bei dem sehr langwierigen Projekt wohl ein paar ….sagen wir mal, Korrekturen vorgenommen wurden, die dort gar nicht hin gehören ….und weil das alles der ehemalige Inhaber initiiert und sich anschließend aus der Firma verabschiedet hat, weiß inzwischen keiner mehr so wirklich, was nun richtig ist. Während ich vorgeschlagen habe, das Projekt auf dem jetzigen Stand erst einmal zu beenden und endgültig abzurechnen und die Chefs das genauso sehen….sträuben sich die restlichen Vertragspartner…weil jeder befürchtet, dann zu kurz zu kommen.
Ich werde also den morgigen Vormittag noch einmal eine lange umfassend erklärende Mail auf Englisch verfassen um den Sachstand zu dokumentieren, soweit wie ich es aus den Erklärungen der Kollegen verstanden habe….und die Stille Post sollte damit beendet sein….Entscheidungen müssen dann von weiter oben kommen….ich bin dann raus…hoffentlich….also irgendwann…
Stille Post ist schon schwierig bei mehreren Personen die die gleiche Sprache sprechen….bei uns kommen noch die Sprachbarrieren hinzu….und weil es keine Gesamt-Meetings mit allen Beteiligten gibt….eben wegen der Sprachschwierigkeiten, ist das alles nicht so einfach…..soll ich lachen oder weinen?
Montag Morgen – Homeofficetag….also mache ich gleich nach dem Aufstehen eine Walkingrunde.
Es ist kalt und düster…aber noch ist das Wetter okay…KAUM stehe ich in wetterfester Kleidung an der Tür höre ich schon den Regen auf die Dachfenster prasseln…..mir ist sowieso schon kalt….grrrrr….aber ich denke nicht weiter nach, und gehe los….
Eine gute Entscheidung, denn schon ein paar Minuten später teilt sich der Himmel: eine Seite wird sonnig, auf der anderen Seite ist es trübe und regnet noch und ich halte Ausschau….er MUSS da sein…..
…und da ist er auch, der Regenbogen…nicht so kräftig und nicht so schön…aber er ist da …na klar, auf die Physik ist Verlass…
Mit viel Schwung, großen Schritten und guter Laune bin ich die knapp 5km Strecke zügig gegangen….ich habe bewusst große Schritte gemacht…weit ausholend…hab ich doch vor kurzem im Internet gesehen, das Menschen mit zunehmendem Alter immer kleinere Schritte machen, weil sich Muskeln und Sehnen verkürzen und Faszien verkleben, weil die Menschen es versäumen, ihre Muskeln richtig zu fordern und dadurch verkürzen und verkümmern.
Früher hab ich mit langen Beinen und hohen Absätzen immer sehr große, raumgreifende Schritte gemacht. Durch die Fußprobleme und nur noch mit flachen Schuhen unterwegs, sind diese mit der Zeit immer kürzer geworden…das ist mir gar nicht so aufgefallen. Also lege ich jetzt bewusst Tage ein, an denen ich darauf achte die Schritte wieder größer zu setzen.
Das Gute ist: je größer der Schritt, umso mehr nimmt man die Hüfte in der Bewegung mit….und Hüftbewegung ist auch gut für die Rumpfmuskulatur….und anschließend das Dehnen nicht vergessen.
Sonntag war ich dann lieber wieder in meinen optimalen Wanderschuhen in meinem inzwischen lieb-gewonnenen Forst „Klövensteen“ zu einer Walkingrunde unterwegs…die großen und kleinen Wege kenne ich inzwischen sehr gut….auch so manch verborgene Pfade…
….also war es mal Zeit, weitere Anschluss-Wege zu erforschen…und hab dadurch einen größeren Kreis gezogen….das Wetter zeigte schon eine Weile, das es bald regnen würde…aber ersteinmal blieb es trocken.
Eine mit Regenschirmen gut ausgestattete Familie hab ich beim ersten Zusammentreffen überholt und beim 2.mal haben sich unsere Wege gekreuzt….und beide Male sind wir kurz ins plaudern gekommen…die waren nett.
Zwischen beiden Treffen kam der Regen und verschwand auch schnell wieder…..zum Glück war es noch windstill (das Sturmtief „Eugen“ mit starkem Wind und noch mehr Regen kam ja erst später).
Während jetzt der Wald endlich wieder von braun auf grün umstellt, konnte ich einen Tag zuvor schon die ersten Rapsfelder sehen, die langsam anfangen gelb zu werden.
Ja der Frühling tut sich etwas schwer in diesem Jahr…aber es ist auch gut, das es immer wieder mal regnet…..die Wälder waren tatsächlich schon wieder viel zu trocken….das ist erschreckend, so kurz nach dem Winter.
Mein neuer Rundweg ist mit knappen 9km etwas länger, also meine bisherigen in diesem Gebiet. Das Ziel wird sein, den Regionalpark Wedeler Aue immer weiter zu Fuß (und bei schönem Wetter auch mit dem Rad) zu erkunden….immerhin geht dieser Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zwischen Pinneberg und Hamburg bis an die Elbe und ein großer Teil lässt sich über Wald- und Feldwege und ruhige Straßen zusammenhängend erfahren.
Den Rest des Sonntags hab ich dann mit einigen Aufräum-Putz-und Kocharbeiten verbracht und noch ein paar sportlichen Übungen.
Und einen kleinen Kaffeezeit-Kuchen hab ich noch gebacken: So einen einfachen schnellen Rührteig mit weniger Zucker als normal, trotzdem lecker….perfekt zu einer Tasse Kaffee oder Tee:
Gestern tat ich mir schwer, mich zu irgendetwas zu motivieren….ich hatte mich zuhause eingeigelt und wenn ich darüber nachdenke was ich bis zum Mittag mit dem Tag angefangen habe, fällt mir kaum etwas anderes ein, als lesen.
Es war Samstag, 1.Mai, Tag der Arbeit…und gearbeitet hatte ich in dieser Woche ja schon eindeutig genug.
Ich hab mich also über die abonnierte Online-Zeitung, andere frei zugängliche Nachrichten, WhatApp, und eMail so ziemlich durch alles gelesen, was mir über den Bildschirm flackerte.
Am späteren Vormittag hab ich in der Küche hantiert und dabei ein Hörbuch angeschaltet….es ist mittlerweile mein 31. Buch, dem ich auf diese Weise folge.
Gegen Mittag hab ich mich dann zu meinem Tagesausflug aufgemacht (mit Butterbroten und frisch gebratenen Schnitzeln im Gepäck) Mit jedem Kilometer weiter in den Norden wurde die Sonne weniger und kaum war ich an meinem heutigen Ausflugziel: Marne (Kreis Dithmarschen) angekommen, wollte die Sonne gar nicht mehr.
Mitten im kleinen Ort Marne angekommen, wirkte es schon richtig trostlos und der Gang durch die kleinen Straßen und Gassen mit einigen schönen Häusern schaffte es heute nicht, lebendig und freundlich zu wirken….und auch die Dithmarscher Privatbrauerei war geschlossen, also die hätte mich schon interessiert.
Dann fing also der Regen an, kein Problem hatte ja entsprechend vorgesorgt….nur das ich meine normale Jeans an hatte und keine regen-abweisende Hose…….Den Stöfenpark hab ich nur kurz durchquert…..danach bin ich durch ein Wohngebiet gelaufen, mit vielen Rot-Klinkerhäusern…das war nett und dann war ich auch irgendwann am Neufelder Fleth.
Hier am Rande des Ortes gibt es schöne Wege entlang des Fleth (lt. Wikipedia: die Bezeichnung eines ehemals natürlichen Wasserlaufs in den Elbmarschen)
Der Regen war moderat – aber beständig…und so perlte zwar der Regen wunderbar an meiner Jacke und der Kapuze ab, nur um sich in meiner Jeans festzusaugen….und so bin ich grösstenteils an diesem Wasserlauf entlang gelaufen….mitten im Regen, ein paar wirklich freundliche Menschen sind mir dort auch begegnet, aber ansonsten war es einfach nur schön und still und nass.
Die Umgebung dort ist echt schön….das Fleth, die Felder dahinter und dazu in einiger Entfernung viele Windräder.
…und bei schönerem Wetter hätte das richtig malerisch aussehen können.
So wurde es mir aber mit der Zeit einfach nur kalt…meine Jeans war durchnässt und ich bekam Probleme mit meinem Fuß, weil ich unbedingt die leichten Sommer-Wanderschuhe einlaufen wollte.
Mein Problemfuß mag sich aktuell mit leichten Schnürschuhen oder Sneaker einfach nicht anfreunden (egal ob mit Fußbett, Memory-Effekt-Sohle, eng oder weit geschnitten oder geschnürt, egal ob mit Einlagen oder ohne).
Ich kann im Sommer aber unmöglich immer nur in meinen dicken Wanderstiefeln oder den hohen Schnürboots rumlaufen…das sind aktuell die einzigen Schuhe in denen ich keine Probleme habe und wirklich lange ohne Probleme laufen kann. Es gibt für alles eine Lösung – ich muss sie nur noch finden.
Nun gut, auf dem Weg zurück zum Parkplatz hab ich, immer noch mitten im Regen, auf einer Parkbank eine Pause einlegen müssen: Schuh aus, Fuß vorsichtig massieren und die Knochen wieder zurecht drücken, die Zehen zurecht ziehen…das ist Beides schmerzhaft, aber danach geht es dann wieder eine Weile mit dem Laufen…
….und nein, ich rede nicht von Smart-Geräten die auf mein Kommando hören um das Licht ein- oder die Musik leiser zu schalten….das sich für mich weiterhin unnütze Spielerein…und fördern nur die Faulheit der Allgemeinheit.
Mein neuer Gefrierschrank ist sooo leise, das ich noch immer jedes Mal irritiert bin, sobald ich die Küche betrete. Ich hab auch schon mein Ohr ans Gehäuse gelegt, nur um sicher zu sein…und ich hab auch schon mehr als einmal die Tür unnötigerweise aufgerissen, um anhand der Leuchtanzeigen zu sehen, ob das Gerät auch wirklich seinen Dienst tut.
Nur wenn die Kühlung anläuft….dann höre ich das Gerät – leise. Das Ding war nicht günstig, aber es macht sich schon jetzt bezahlt.
Meinem alten Gefrierschrank konnte ich aus dem Wohnzimmer zuhören, wie er in der Küche vor sich hin-brummte und beide Räume liegen maximal auseinander….jetzt stehe ich neben dem neuen Gerät und höre …..quasi nichts.
Es lohnt sich beim Kauf auf jeden Fall auf die Dezibel-Angaben zu achten, wenn man Geräte innerhalb der Wohnung nutzen will…das macht schon eine Menge aus…und wenn nicht für einen selber, dann evtl. aber auch für die Nachbarn hahaha.
Mir taten früher immer meine Nachbarn unter mir leid, als meine Waschmaschine eine Unwucht entwickelte und sich so das Schleudern oft zum sehr lauten Kraftakt entwickelte…..aber das ist auch schon lange her.
In den 1990ern hatte ich meinen ersten Staubsauger der neben dem Markennamen die Bezeichnung „Flüsterjet“ trug….zum 1. Mal war es möglich zu saugen, ohne das die Nachbarn drumherum gleich wussten: ach jetzt wird Familie Wirbelwind wieder fleißig. –
hahaha da erinnere ich mich an meine Wohnung in Bad Nauheim, Hessen, …3 Etagen, ich wohnte ganz oben unter dem Dach in einer schnuckeligen kleinen Wohnung, war schon von meinem Mann eine Weile geschieden, das Haus hatte eine alte knarzende Holztreppe…die Waschmaschinen standen im Keller…..und in einem ordentlichen deutschen Haushalt herrschen eben Zucht, Ordnung und eine gesittete Lebensweise…jawohl…..da hat man sich so zu verhalten, wie alle anderen (ALTEN) Leute auch….ich war ja aber erst 33-34 Jahre alt.
…die Nachbarin unter mir, war so ein alter Drachen…..und neuuuugierig….
Als ich an einem späten Samstag Nachmittag…ich denke es war so 18 Uhr, also noch lange vor der „Sperrstunde“ für laute Aktivitäten im Haus, mit meinem Wäschekorb runter ging, um im Keller die Waschmaschine zu starten…da kam von dem Drachen, der stand wohl direkt hinter der eigenen Wohnungstür, der folgende Satz: „ja, ja – am Abend wird der Faule fleißig“
hahahaha…..na da hab ich letztlich auch nur 1,5 Jahre gelebt…..schade um die tolle Wohnung, aber die Nachbarn waren nur schwer zu ertragen….
So, ein wenig Sorgen hatte ich mir schon gemacht, was für Blutwerte beim ärztlichen Checkup rauskommen werden.
Immerhin war da der niedrige Eisenwert beim Blutspenden und ich fühlte mich vorher auch schlapp.
Heute dann die Ergebnisse: Alle Werte sind im optimalen Bereich, das Cholesterin ist sogar eher niedrig, der Eisenwert ist auch wieder normal.
Was mich sehr erleichtert ist ein Vitamin D-Spiegel im hohen mittleren Bereich. Dafür hab ich mehr als 3 Jahre täglich Tabletten genommen….jetzt kann ich aufatmen, das so eine depressive Verstimmung durch einen Mangel nicht noch einmal vorkommt, denn DAS möchte ich nicht noch einmal erleben.
Also für mein Alter ist das alles gar nicht schlecht…jetzt nur nicht nach lassen…also weiter geht es mit meinen täglichen Walkingrunden, neuerdings hab ich ja noch das Trampolin, dazu „Boden-Turnen“ wie ich es nenne, also Dehnübungen und Pilates und Hantel-Training. Und sobald das Wetter wieder stabiler ist, kommt auch das Fahrrad zum Einsatz und vielleicht geht ab Spätsommer ja auch das Schwimmen wieder …wäre doch gelacht, wenn ich es nicht auch endlich schaffen würde die 4 Kg abzunehmen.
Ich hab zwar das, was man als Normalgewicht bezeichnet, aber mit ein paar KG weniger, würde ich mich noch wohler in meiner Haut fühlen und ich könnte ein paar der Klamotten aus den letzten Jahren wieder tragen….nur das klappt irgendwie überhaupt nicht, mit dem Abnehmen…mein Gewicht verharrt seit Monaten auf diesem Niveau….es pendelt leicht hin und her ….aber letztlich lande ich immer wieder genau dort.
Nun gut, ich nehme es aktuell hin….eine Diät kommt für mich eh nicht in Frage….aber ich brauche wieder mehr Disziplin beim Essen, vorallem bei Dingen wie Keksen und anderen Süßigkeiten….das „zwischendurch Snacken“: mal hier einen Keks, mal da ein Stück Schokolade….das hab ich jetzt wieder konsequent abgestellt.
Es gibt 3 Mahlzeiten am Tag und wenn es nicht anders geht, noch eine kleine gesunde Knabberei zusätzlich. Eine kleine Süßigkeit gibt es auch am Tag, aber immer nur in Verbindung mit einer Mahlzeit…Nicht extra, so das immer mehrere Stunden ohne Nahrungsaufnahme dazwischen liegen….Das hat früher schon gut bei mir geklappt.
Aber selbst wenn es nicht klappt, dann ist das halt so….davon lasse ich mich nicht runterziehen…und nun überlege ich schon mal, welches Ziel ich kommendes Wochenende, bei dem angesagten schlechten Wetter in Schleswig-Holstein, für einem Tagesausflug anvisiere…