Mini-Brötchen mit pochiertem Ei

Den Hefeteig für die Frühstücks-Brötchen hatte ich gestern Abend noch vorbereitet….so langsam lerne ich endlich, kleinere Mengen zu nutzen….

Also hab ich nur die Hälfte des angesetzten Teigs genommen (den Rest hab ich noch im Kühlschrank) und daraus 6 kleine Kugeln geformt…Gebacken in der Muffin-Backform, sind daraus niedliche kleine Brötchen-Pralinen geworden.

Und damit ein Ei daneben nicht überdimensioniert wirkt, hab ich ein pochiertes Ei dazu gemacht. Irgendwo hab ich vor kurzem gehört, das ein Ei auf diese Art intensiver schmeckt, als ein Gekochtes.

Nun gut, ich hab in meinem Leben noch nicht so oft Eier pochiert zubereitet…aber es hat funktioniert und passte perfekt zu den Mini-Brötchen:

Das Socken-Massaker

Neben der Theorie, das bei jedem Waschgang eine Socke verschwindet, gibt es in jedem Herbst noch ein anderes Phänomen: das Socken-Massaker.

In jedem Herbst, wenn die Sneaker-Socken so langsam wieder im Schrank nach hinten gedrängt werden und die normalen Socken wieder im Vordergrund stehen, dauert es nicht lang und jeweils eine Socke hat am Ende des Tages ein Loch.

Das passiert mir nicht im Winter und auch nicht im Frühjahr….dafür regelmässig im Herbst…und es wechselt auch die Seite…also nicht immer rechts oder links….Inzwischen kaufe ich mehre gleiche Sockenpaare, und lagere die heilen Einzelstücke, solange bis das nächste Einzelstück dazu kommt…so hab ich wieder ein ganzes Paar hahaha.

Ja na klar könnte ich die kaputten Socken stopfen und dann weiter tragen. Das wäre vernünftig und sparsam.

Aber gestopfte Socken sind für mich nicht komfortabel…bin da eine Mimose und reagiere sehr empfindlich, wenn ich mit gestopften Socken in Schuhen gehen muss….das macht mich ähnlich wahnsinnig, wie jede Art von Schildchen in der Kleidung, die ich konsequent sofort nach dem Kauf rausschneide….die scheuern und pieksen sonst auf meiner empfindlichen Haut.

Das die Socken so schnell kaputt gehen, hat evtl. auch etwas damit zu tun, das diese bei mir aus mindestens 80%-Baumwolle bestehen sollten…also wenig Kunstfaser besitzen, damit ich keine Hitze bekomme…

Dabei liebe ich eigentlich diese tollen Sportsocken aus einem Polyamid-Elastan-Mix, die so herrliche Eigenschaften haben, das der Fuß immer schön trocken bleibt und sich gut an den Fuß schmiegt und damit auch sehr wenig scheuert…sobald ich die Dinger aber zuhause anhabe, dauert es keine 10 Minuten und ich zubbel sie wieder aus….laufe dann lieber wieder ohne Socken.

An meinen Zehennägeln liegt es nun auch nicht: die sind immer kurz und rund gefeilt…so das es keine Ecken und Kanten gibt….evtl. schon eher an den oft eng geschnürten Schuhen, damit ich mit meinem Problemfuß nicht durchtrete….

Achja…wenn ich es also recht bedenke liegt es also an mir und meinem komplizierten Verhältnis zwischen Körperempfindlichkeit und Kleidung .

…aber schon jetzt ist klar: mein Vorrat an heilen Sockenpaaren nimmt so rapide ab, da muss ich Abhilfe schaffen….

Start in die Woche

Nach einem schönen und ereignislosen Arbeitstag, hab ich meine Walkingrunde heute einfach mal nach Hamburg verlegt…direkt nach dem Feierabend bin ich nach Ottensen gelaufen und hab für einen Cappuccino einen Zwischenstopp in einem netten Cafè gemacht.

…und hab danach noch ein paar neue Seitenstraßen ausgekundschaftet…hier gibt es so viele nette kleine Läden…interessant ist, das viele im Soutterrain liegen…das wird schon heimelig wenn man erst einmal 1-3 Stufen runter gehen muss, um in die Geschäfte zu kommen….

Ich bin mal wieder kreuz und quer gelaufen und finde mich mittlerweile ganz gut zurecht…so das ich mühelos bis zur S-Bahn Altona gefunden habe.

Für diese Woche bin ich ja im Besitz einer Wochenkarte für den ÖPNV und die Fahrt hin- und auch zurück war wirklich entspannt…es sind soo wenig Menschen in der Bahn, das ich nicht das Gefühl hatte, das es zu voll wird…und auf dem P+R Parkplatz direkt neben der S-Bahn-Station, wartete ja auch gleich mein Auto.

Hmmm – vielleicht sollte ich diese Kombi öfter machen…zumindest solange die S-Bahnen noch nicht wieder überfüllt sind…ich denk mal darüber nach.

Im Cafè wollte ich eigentlich mal wieder in Ruhe Zeitung lesen und auch ein wenig schreiben….aber dazu bin ich gar nicht gekommen.

Pilzduft bei Sonnenaufgang

Pünktlich um kurz nach 5 Uhr morgens bin ich von alleine aufgewacht…aber heute ist Sonntag…ich könnte weiterschlafen…

…hab mich zwar noch eine kleine Weile im Bett aufgehalten, aber das mit dem wieder Einschlafen hat nicht geklappt….mein Kopf war schon zu wach

…wie wäre es heute mit einer morgentlichen Walkingrunde im Wald? Es ist noch dunkel draußen…aber bald schon wird die Sonne aufgehen…und so ganz früh im Wald ist es phantastisch

….also gut: ich hab mich also einfach zum wandern angezogen, Kaffee gekocht und einen der leckeren Apfelballen eingepackt…beim Blick auf das Thermometer hab ich Handschuhe und Wollmütze hervorgekramt (5 Grad).

Ich war dann um 6.50 Uhr im Wald….es war immer noch dunkel….also hab ich mich bis zum Sonnenaufgang erst einmal am Rande des Waldes aufgehalten….

Und als es dann auch im Wald heller wurde, bin ich wieder kreuz und quer durch den Klövensteen gewandert…. So eine tiefenentspannte Atmosphäre gibt es nur am Morgen

…und dazu der Duft der Pilze….das nasse Wetter der letzten Tage hat sehr viele Pilze sprießen lassen…also keine, die ich jetzt Essen würde…aber trotzdem toll…ich bin auf schmalen Pfaden durch den Wald gelaufen und überall standen diese kleinen malerischen Kerlchen herum:

Auf dem Rückweg bin ich noch am Hofladen vorbei gelaufen und habe frische Eier für das Frühstück gekauft….und damit waren es heute Morgen schon einmal 8,5 km und das fast ohne Menschen im Wald…

Herbst-Typ

Ich war schreibfaul in dieser Woche…und ich merke wie Körper und Seele sich erst langsam an die dunklere Jahreszeit anpassen….denn ich bin auch insgesamt ein wenig faul.

Ich bin gut drauf, aber weniger unternehmungslustig und schneller müde. Okay – aber dafür gehe ich jetzt wieder regelmässig abends meine Walkingrunde.

Das ist schon etwas schräg: ich gehe lieber bei Dunkelheit, leichter Kühle und Regen…als im Sommer Abends, wenn es lange hell ist und dazu noch warm….Es macht mir jetzt einfach wieder viel mehr Freude zu laufen…auch gestern Abend nach 21 Uhr, als der Regen auf das Velux-Fenster prasselte …da hab ich einen kurzen Moment gezögert…will ich wirklich da raus? Aber der Impuls raus zu gehen war größer. Nach ein paar Minuten hat es dann nur noch genieselt, ich hab die Regenjacke mit Kapuze genommen und bin dann 3/4 Stunde mit schnellen Schritten durch die Dunkelheit gelaufen….

Danach hab ich mich mit einem heißen Tee noch auf die Couch verzogen und bin später zufrieden in mein Bett gefallen….

Meinen Kleiderschrank hatte ich schon am Wochenende auf Herbst-Betrieb umgestellt…hahahha also die reine Sommerkleidung wieder in die Kisten verstaut, aus denen ich die -Langarm-Shirts, Übergangs-Pullis und natürlich die bei mir unverzichtbaren warmen Strickjacken hervor geholt habe….

Soooo ….und jetzt fehlt mir zu meinem Glück nur noch der GOLDENE Oktober….aber der kommt bestimmt noch, auch wenn es in Hamburg und Pinneberg in den letzten Tagen viel geregnet hat. Aber wir alle wissen ja inzwischen, das länger anhaltender Regen eigentlich das ist, was wir uns wünschen sollten…..

Backen mit Apfelmus

Ich weiss nicht warum, aber schon seit ein paar Tagen habe ich Lust darauf, einmal etwas mit Apfelmus zu backen….das hab ich noch nie gemacht.

Also hab ich einen Rührkuchen mit kleingeschnittenen Äpfeln gemacht und einen Teil der Äpfel durch Apfelmus ersetzt.

Für den Rührteig alle Zutaten (bis auf Apfel und Apfelmus) zusammen in eine Rührschüssel geben und gut durchrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht, danach die klein geschnittenen Äpfel und das Apfelmus dazu geben. Das ganze dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und ca. 30 Minuten bei 180Grad backen:

Ich hab den unteren Rand abgeschnitten und probiert….der Kuchen ist erstaunlich locker und sehr lecker…und das ging jetzt so einfach.

Den Kuchen nehme ich morgen mit zur Arbeit…die Kollegen werden sich freuen….Aber ich werde in dieser Firma vor neue Herausforderungen gestellt…wir haben nämlich auch einen Veganer…

Also hab ich mich mal über das allwissende Internet schlau gemacht und viele vegane Kuchen mangels entsprechender Zutaten schnell wieder verworfen.

Also ich hatte vor einiger Zeit schon rein pflanzliche Margarine gekauft…trotzdem: backen ohne Eier, ohne Milch…hmmmm?

Also hab ich einfach mal „frei-schnauze“ Mehl, Zucker, Margarine, Vanillezucker, und reichlich Apfelmus zu einem Teig verarbeitet und in Muffin-Förmchen verfrachtet…das Backpulver hatte ich eh vergessen….und als die tatsächlich auch ohne zu 3/4 fertig gebacken waren, habe ich aus Vollkornhaferflocken, Zimt und Zucker und etwas Margarine in einer Pfanne leicht geröstet/karamelisiert ein Topping gebastelt und noch auf den Muffins drapiert….hahahaha

Also der Geschmack ist gut, die Konsistenz wirkt ein wenig zäh beim kauen (zuviel Apfelmus und kein Backtriebmittel um den Teig locker werden zu lassen)

…aber naja…immerhin kann man es essen 🙂

Brot – luftig und leicht zu backen

Heute hab ich es gebacken – das „No-Knead-Brot“…oder rauf rein Deutsch: Brot ohne Kneten….

Ich begegne dem Rezept in letzter Zeit im Internet immer wieder…also hab ich gestern angefangen den Teig vorzubereiten. Auch für dieses Brot gibt es inzwischen verschiedene Varianten….

Was so besonders daran ist?

Nun es kommt mit sehr wenig Hefe aus, ca. 1Gramm (anstatt sonst 6-7Gramm). Der Teig ruht sehr lange – zwischen 17-24 Stunden. Danach wird der Teig aus der Schüssel genommen, nur kurz 2-4x übereinander „gefaltet“ und ruht danach noch einmal 2-7 Stunden (wie gesagt, je nach Rezept) in einem Gärkorb.

Ein ofenfester Topf mit Deckel wird im Backofen auf 220-250 Grad vorgeheizt, der Teig wird aus dem Gärkorb in den heißen Topf gestürzt und mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten gebacken….danach noch einmal ca. 30 Minuten ohne Deckel… Fertig.

und das ist das Ergebnis meines 1. Versuchs:

Außen knusprig, innen schön fluffig. Perfekt für ein mediterranes Abendbrot ….lecker !! Nur den ofenfesten Topf hätte ich entweder etwas ölen oder mit einer Backfolie auslegen sollen….der Boden des Brotes ist im Topf kleben geblieben.

Für die, die es genau mögen hier das Rezept: 400gr. Weizenmehl / 1gr. Hefe / 325ml lauwarmes Wasser / Salz nach belieben.

Einfacher Spätzle-Auflauf

In der letzten Woche war ich mit ein paar Kollegen Mittags zum Essen in einem kleinen Restaurant/Bar in Hamburg und alle haben wir das gleiche Gericht gestellt: Spätzeauflauf mit Spinat

Und ich fand das so lecker, das ich es gestern zuhause nach gekocht habe.

Ich hab fertige Spätzle genommen und gekocht.

Danach den frischen Spinat gewaschen, getrocknet und die teilweise riesigen Blätter zerrupft. Den Spinat mit etwas Olivenöl in einer Wokpfanne mit kleingehackter Zwiebel und Knoblauch ca.1 Minute angebraten bis er zusammengefallen ist. Danach mit etwas Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt.

In eine Auflaufform die Spätzle gegeben, darüber den Spinat verteilt und mit geriebenen Mozzarella bestreut und für 15-20 Minuten im Backofen bei ca. 180Grad Umluft überbacken bis der Käse leicht gebräunt war.

Einfach, schnell und lecker:

Eine Art Fastfood für Zuhause….

Entspannter Tag

Mein Samstag war ein Sammelsurium an vielen kleinen erledigen Dingen – unspektakulär aber echt prima.

  • ich hab tatsächlich in dieser Woche die Melitta-Kaffeemaschine bekommen, die ich haben wollte…und am Samstag ausprobiert. Fazit: die Maschine sieht toll aus, ist easy zu händeln und macht leckeren Kaffee
  • hatte mich endlich dazu durchgerungen ein neues Smartphone anzuschaffen…bei meinem ist ja das Display gesprungen. Anstatt also 139 EUR in eine Display-Reparatur zu stecken (wo es aktuell kein Austausch-Display für gibt) hätte ich dieses Auslaufmodell für 220 EUR noch einmal neu kaufen können…hab stattdessen noch einmal 30EUR drauf gelegt und das aktuelle Nachfolgemodel erworben…es ist gestern geliefert worden
  • Ich war mit dem Fahrrad noch im Fahrradladen meines Vertrauens und die haben meinen kleinen Radcomputer neu justiert…mitten im Urlaub hatte der auf einmal keine Signale mehr angenommen…außerdem haben sie das Schloß geölt, es hakt immer wieder und ich hatte schon fast befürchtet auch noch ein Neues zu brauchen…die sind echt nett dort und wollen nicht auf Teufel-komm-raus neue Teile verkaufen….Respekt!
  • Danach bin ich zum Friseur geradelt….die Haare sind jetzt noch ein Stück kürzer ….und die gute Frau hatte wohl einen Knick in der Optik: ich habe mit der Hand gezeigt, bis wohin ich die Haare am Hinterkopf angeglichen haben möchte….wenn ich es heute im Spiegel betrachte sind die Haare allerdings ca. 8cm KÜRZER als gewollt….und sie hat meinen Wirbel nicht berücksichtigt…sieht merkwürdig aus. Hier zeigt es sich mal wieder ,wie wenig Friseure zuhören können… ist aber egal: die wachsen ja recht schnell bei mir und ich brauche noch ca. 1cm bis sich die Haare beim Wirbel wieder ordentlich an den Kopf schmiegen..nun scheint es eben, als ob ich direkt aus dem Bett komme OHNE die Haare frisiert zu haben. Nicht gerade das, was ich eigentlich zeigen möchte ….hahaha…(als sofort-Lösung hab ich nach dem Haareföhnen ein Capi aufgesetzt, das „drückt“ die Haare am Hinterkopf nach unten….)
  • Danach hab ich noch ein paar Lebensmittel eingekauft (limitierte Menge durch den Rucksack)
  • Später hab ich dann noch mehrere Maschinen Wäsche gewaschen
  • Außerdem noch das Bügeln der Wäsche von letzter Woche erledigt ( ich muss in der kommenden Woche wieder für 2 Tage beruflich nach Dänemark, da brauche ich meine bürotauglichen Klamotten)
  • ich habe noch etwas Schriftkram erledigt
  • und das was man sonst so im Haushalt macht: putzen, aufräumen
  • sogar eine kurze Runde Dehn- und Streckübungen hab ich noch gemacht.

Zum Abendessen gab es dann einen Salat mit gebratenen Pilzen, gerösteten Pinienkernen, Gurke, Rote Beete und Feta-Käse (das ist in diesem Sommer eindeutig mein Lieblingssalat geworden) und als „Beilage“ ein Hüftsteak aus der Pfanne medium-rare

Der Tag plätscherte als ruhig und gelassen dahin und nach den 20Uhr-Nachrichten bin ich noch 1 Stunde durch den bereits dunklen Abend gelaufen… hier wird es jetzt schon schnell dunkel…der Herbst ist nicht mehr fern…

Nachwehen vom Blutspenden hatte ich übrigens KEINE: die Einstichstelle in der Armbeuge hat man schon am nächsten Tag nicht mehr gesehen, ich war weder schlapp noch müde….alles Bestens.

Das waren heute insgesamt 12,5 km die ich heute gelaufen bin….damit liege ich in dieser Woche schon bei insgesamt 65km+ die Fahrrad-Kilometer… jaaaa das ist nicht schlecht.

Zwischenbilanz 2.Teil ( Kopie aus meinem Archiv von 09/2015)

Ich bin reich…und Deutschland?

…neiiinn nicht an Geld, aber an Leben.

Am Frankfurter Bahnhof bin ich heute durch eine großen Menge Flüchtlinge gegangen. Helfer boten Essen und Trinken und Kleidung an…das ist schon ein komisches Gefühl.

ICH auf dem Weg nach Hause. In MEINE Welt.
Ich durfte in einem Land aufwachsen, welches jetzt 70 Jahre ohne Krieg erlebt. Ich hatte immer so viel zu essen, dass ich den Luxus habe auswählen zu können und werfe weg, was ich zu viel habe, weil es vergammelt. Ich habe so viel Wasser, das ich 10Minuten unter der Dusche stehen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und mein Auto wasche ich, ohne darüber nach zu denken.
Ich gehe zum Arzt und brauche nicht direkt zu bezahlen, denn das macht meine Versicherung und ich merke nicht einmal wie teuer das ist.

Ich habe Arbeit die mich ernährt und es reicht für ein relativ sorgloses Leben. Während meiner Arbeit sitze ich in einem Einzelbüro, arbeite im Warmen und bin auch gegen die Sonne geschützt. Und wenn ich abends kaputt bin, hat das nichts damit zu tun das ich körperlich zu schwer arbeiten musste.

Ich habe meine Heimat, die mir trotzdem manchmal fremd ist, durch die vielen unterschiedlichen Bundesländer, mit vielen unterschiedlichen Landstrichen und ihren Eigenheiten. Ich habe meine Sprache, die ich gerne differenziert einsetze und ich kann so viel Bildung erhalten wie ich möchte. Denn auch nach 10 Schuljahren, können wir uns Ausbildung, Studium, Fernstudium, Zusatzausbildung, private Bildung ermöglichen…okay nicht für umsonst, aber immerhin wir haben Zugang zu fast allen Bildungsangeboten.

Wir haben so viel Freiheit, das wir vergessen was das eigentlich heißt und so viele Wahlmöglichkeiten, das wir schon wieder darauf verzichten… Wir dürfen wählen gehen, aber viele tun es nicht. Wir leben in einer Demokratie in einem Land in Frieden…wir haben die Möglichkeit uns frei zu bewegen, frei unsere Meinung zu sagen. Wir sind so frei, dass auch jeder Depp seine noch so verqueren Meinungen vertreten darf, solange es seine Meinung ist (und keine Hetze)….

Mit einem deutschen Pass darf man fast in jedes Land reisen, um es zu besuchen und selbst wenn man ein Visum benötigt, bekommt man es relativ leicht. wir sind es so gewohnt uns frei auf der Welt zu bewegen, das es fast unglaublich erscheint, das anderen das nicht möglich ist.

Wir haben einen Rechtsstaat, auch wenn unsere Gerichte sich mit Nachbarschaftsstreits und Unterhaltsklagen auseinander setzen müssen und wir haben eine Exekutive, die versucht zu helfen und zu beschützen…bei uns wird Niemand willkürlich von der Polizei erschossen oder ohne den Grund zu kennen inhaftiert.

Ich bin reich…auch wenn ich es manchmal vergesse…manchmal bin ich zu reich um dankbar zu sein, aber dann erinnere ich mich und bin unendlich dankbar. Denn Niemand hat es sich aussuchen können, wo er geboren wird….