Genuß-Mensch

Ich bin ein Genuss-Mensch und das bezieht sich nicht nur auf Essen und Trinken…..aus diesem Grund kommt das Wort „genießen“ in meinen Beiträgen überproportional oft vor.

Ich genieße das Leben, eine Stimmung, einen Spaziergang, ein Glas Wein, gutes Essen, puristische Gerichte aus guten Zutaten…ich genieße die Stille eines Morgens, den Gesang der Vögel , Wolken die am Himmel ziehen, ich genieße melodische Musik, die Dunkelheit der Nacht oder die Paddelbewegung in einem Kajak auf der Alster….und ich genieße die Zufriedenheit die ich empfinde, wenn ich mit mir im Reinen bin.

Ich erfreue mich an vielen Dingen und schaffe in vielen Situationen das Schönste daraus zu entdecken und es zu genießen.

Gutes Essen ist dabei natürlich nicht unwichtig…und zu Weihnachten gehört eben für mich auch immer ein guter Braten dazu….vor 2 Tagen habe ich im Backofen eine Puten-Unterkeule gebraten und durch eine langes Telefonat mit meiner Lieben ehemaligen Kollegin aus Hessen fast vergessen, den Backofen auszuschalten….

….was soll ich sagen, die Lasur ist perfekt, das Fleisch super zart…dazu meinen selbst gekochten Rotkohl….und die Soße aus dem Bratenfond….DAS ist Genuß pur für mich…ohne Schnick-und -Schnack…

Weihnachts-Ritual

Weihnachts-Ritual

Wie schon die letzten zwei Jahre, hab ich auch in diesem Jahr Heiligabend die Stadt Lüneburg besucht. Damit ist es mein Weihnachts-Ritual seitdem ich hier in Norddeutschland lebe.

Wie schön mehrfach hier im Blog erwähnt, liebe ich die Weihnachts-Atmosphäre in dieser gemütlichen Stadt und sie erinnert mich an den Ort, in dem ich in NRW groß-geworden bin.

Die Fahrt dauerte am Nachmittag eine knappe Stunde…zum Glück war der Elbtunnel frei befahrbar.

Mir war schon den ganzen Tag kalt….und ich war noch nicht wirklich überzeugt, ob ich wirklich Lust haben werde das Auto für einen Spaziergang durch die Stadt zu verlassen. Hatte ich auch nicht…aber es dann trotzdem getan…irgendwann wird mir schon wieder warm werden…aber die Füße blieben kalt…brrrr…brrrr….

Ich bin durch diese beschauliche Stadt gelaufen und habe beim Anblick der schönen Fassaden, kleinen Gassen und beleuchteten Plätze nach meinem Weihnachtsfrieden gesucht….doch die kalten Füße und das innere Frösteln hielten mich davon ab.

Einen heißen Tee (aus dem Thermobecher), einen Glühwein (im Außenbereich eines kleinen Cafes sitzend) und eine Stunde Laufend durch die Stadt später, war es dann auch bei mir da…die Sonne war inzwischen unter gegangen, es waren nur noch ruhig entspannte Menschen in den Straßen, ohne Hektik und Stress.

Mir war inzwischen auch komplett warm…..und ich bin zufrieden und mit entspannten Gedanken durch die beleuchtete Dunkelheit gelaufen.

Nach knappen 2,5 Stunden bin ich dann wieder nach Hause gefahren……Die Wohnung war schon aufgeräumt, das Essen vorbereitet…..

So ging es dann sehr schnell mit meinem Festessen: Gebratene Entenbrust mit Rotkohl und Klößen:

Als Nachtisch mein Lieblings-Vanille-Eis und ein Glas Rose

Ich wünsche Euch allen ein friedliches, gesundes und freudiges Weihnachtsfest….

Schwuuups

Zum Thema Eis und Glätte kann ich auch schon mal einen aktuellen Bluterguss beitragen.

Bin gestern Abend mit dem Auto in die Tiefgarage gefahren und hab diese auf dem selben Weg verlassen, indem ich die Auffahrt hoch gelaufen bin…. Dumm nur, das ich mit einem Fuß genau auf das kleine Stück gekommen bin, wo etwas Wasser gefroren war….

….und da ich zügigen Schrittes die Schräge hochlief, hat es mir die Füße weggehauen und ich bin nach hinten gefallen….Zum Glück bin ich im Fallen nach links weggedreht, so das ich nicht auf dem Rücken, sondern auf Hüfte und Ellenbogen zum Stillstand kam.

AUA – unterhalb des Ellenbogens war zum Glück die Orthese, die den Aufprall abgemildert hat….es ist nichts passiert….nur meine Hüfte ist leicht geprellt und der Bluterguss ist groß und inzwischen schön dunkel und schmerzhaft…aber sonst ist alles Heile geblieben….Glück gehabt.

Kälte draußen – MillimeterArbeit Drinnen

Schön das der Winter sich von seiner schönen Seite zeigt und heute sogar etwas Schnee gebracht hat.

Es ist seit Anfang der Woche lausig kalt…und durch den eisigen Wind fühlen sich auch -1 Grad auf einmal wie -6 Grad oder mehr an…Schön est es bei der trockenen Kälte zu laufen….wozu gibt es gefütterte Wollmützen und Handschuhe…und heute hab ich sogar mal meine Thermohose für die morgentliche Walkingrunde hervor gekramt.

Dienstag war dann endlich auch der Handwerker hier, um im Arbeitszimmer die fehlende Silikon-Dichtung an den Erker-Fenstern anzubringen…und sofort merke ich den Unterschied. Die Temperatur im Zimmer ist jetzt wieder auf Normalmaß und auch die relative Luftfeuchtigkeit hat sich auf einen normalen Wert eingependelt.

Aber seit Montag Mittag hatte ich ein gravierenderes Problem…und zwar im Wohnzimmer. Die Balkontür ließ sich auf einmal nicht mehr richtig schließen….. Tür auf zum Lüften – alles prima…ich mache die Tür wieder zu und sie schließt mit der unteren Hälfte nicht richtig….es blieb ein Spalt von fast 1,5 cm !!!

Jaaaa – sage mal….das kann doch nicht sein…es ging doch bis eben noch….

  • mit Taschenlampe und Leiter hab ich rundherum alle Scharniere überprüft.- alles in Ordnung
  • von Außen geschaut, wo hakt es denn – nichts gefunden
  • von Innen geschaut – nichts gefunden.
  • nach Fremdkörpern in der Zarge und den Scharnieren gesucht – nichts gefunden
  • Mit leichter Gewalt versucht die Tür zu schließen – ging nicht

Das kann doch alles nicht wahr sein….hmmm was jetzt?

Okay, also ich wusste ja das Dienstag früh der Fenstermonteur kommen soll – ich mache jetzt nichts weiter, schlage keinen Alarm bei Vermietern oder Hausverwaltung….hab alles provisorisch abgedichtet, wie bereits im Arbeitszimmer auch….trotzdem war die Temperatur im Wohnzimmer am Abend bei 15 Grad und am nächsten Morgen bei 13 Grad.

Der Handwerker kam auch ziemlich pünktlich mit nur 30 Minuten Verspätung und nachdem die Silkon-Dichtung innerhalb von 2 Minuten erledigt war, hat er sich meiner Balkontür gewidmet.

Was ich nicht wusste, es war ein Glaser….kein Fenstermonteuer….aber er hat sich tapfer meinem Problem gestellt und durch die nächtlichen Frosttemperaturen wollte er mir auch gerne helfen….echt nett.

Aber auch er hat den Fehler nicht gefunden…alle Scharnier geprüft usw….also das, was ich ja auch schon gemacht habe…er hat zusätzlich noch im Türrahmen einige Teile gelöst ob die evtl. doch stören, hat geschaut, ob sich die Tür verzogen hat….nichts…

Ich hab gerade den frisch gekochten Kaffee für ihn aus der Küche geholt, da kam die erlösende Antwort….er hat es durch reinen Zufall gefunden – er weiß jetzt woran es liegt.

Außen an der Balkontür ist im unteren Bereich ein „Ablaufschutz“ angebracht…und der hatte sich etwas verschoben und somit die Tür blockiert…was aber weder von außen noch von Innen zu sehen war.

Mir war nicht einmal klar, das diese Schutzleiste beweglich ist….die Tür sah für mich wie aus einem Guss aus. Also der nette Handwerker hat die Schutzleiste nur ein paar Millimeter verschoben – Tür schließt wieder richtig – Problem gelöst. Das Trinkgeld hatte er sich echt verdient …..

…und jetzt – jetzt ist es wieder warm und gemütlich in den Räumen und zieht auch nicht mehr……

Lammfleisch – ganz schnell zubereitet

Ich hab heute schon mal für Morgen Mittag vorgekocht, muss ja Morgen wieder nach Hamburg ins Büro…und deshalb gab es heute Abend auch nur ein kleines Stück vom Lamm zum Abendessen….das ist soooo perfekt gegart und so zart.

Gebratenen Weißkohl mit scharfem Thai-Curry gewürzt, dazu das Endstück eines Lamm-Lachs mit Pfeffer und mein frisches Roggenbrot von heute Morgen mit Butter.

Vielleicht nicht die perfekte Kombination…seufz – aber lecker !

und dazu auch noch schnell zubereitet….

Noch nicht bereit – für den Wechsel

Ich bin zufrieden mit diesem letzten Urlaubstag….hab ich doch heute all das geschafft, was ich mir vorgenommen habe UND hab sogar noch einmal einen Winzer-Glühwein trinken können.

Erst jetzt, nach einer Woche, fühle ich mich wieder RICHTIG entspannt…das sagt auch mein Blutdruck und die Herzfrequenz. Ich reagiere echt empfindlich auf solche Aktionen, wie mit dem Drachen und vor allem brauche ich lange, um sie wirklich zu verdauen.

Zumal in den letzten Tagen auch die Arbeits-Situation meiner Schwester mal wieder Anlass zur erneuten Sorge gab….die neue Pflege-Dienstleitung, die jetzt kurzfristig erst einmal in Teilzeit übernommen hatte, um etwas Ordnung in das Chaos der Vorgänger zu bringen, hat schon wieder gekündigt….und wieder machen sich alle Mitarbeiter Sorgen, das der ambulante Pflegedienst wegen fehlender PDL aufgelöst werden muss.

Wenn von Fachkräfte-Mangel in der Pflege die Rede ist, hört man zu, nickt – jawohl es muss etwas getan werden und schiebt es zur Seite….Ich übrigens auch. Das fühlt sich ja weit weg an.

Ja…bis jetzt…denn jetzt ist das Thema auch für mich ganz nah – es sind tatsächlich Arbeitsplätze bedroht und damit auch der Job meiner Schwester: gibt es keine PDL – gibt es ab Januar keine Abrechnung mehr mit den Krankenkassen – dann gibt es kein Geld für die geleistete Arbeit – und dann ist der Pflegedienst weg vom Fenster.

Der Chef versucht alles, um das Thema „fehlende Führungskräfte“ zu entzerren….aber genau dieses ist schon länger das Kern-Problem….und konnte auch innerhalb eines Jahres nicht wirklich dauerhaft gelöst werden….denn ein „Aufstieg“ bedeutet hier nicht unbedingt wirklich mehr Geld, dafür aber mehr Stress und das im Büro…und nicht in der Pflege selber. Und selbst wenn sich jetzt eine Kollegin dazu entscheidet, dauert es eine Weile bis die Weiterbildung abgeschlossen ist – mindestens 9 Monate bis zu 3 Jahren…da erkennt man die Versäumnisse, die dort schon vor langer Zeit gemacht wurden. Das passiert wenn es immer ein „weiter so“ gibt und ein „irgendwie wird es schon gehen“.

Na klar, meine Schwester hat eine mündliche Zusage, dann eben in einer der stationären Abteilungen des Trägers arbeiten zu können…trotzdem hat auch sie Angst….liebt sie doch ihren Job in der mobilen Krankenpflege, die Unabhängigkeit und ihre „alten Leute“ und selbst aller Stress und all die Zusatzschichten kann sie verknusen, wenn es nur weiter geht. DAS nenne ich mal Engagement…ich hätte schon längst in diesem Job hingeschmissen…schlechte Bezahlung, schlechte Arbeitszeiten im Schicht-Dienst, wenig Anerkennung.

Ihre Bewerbungsunterlagen haben wir nun komplett vorbereitet, aber innerlich ist sie noch nicht bereit für einen Wechsel….aber wenn es notwendig wird, dann kann sie sofort loslegen.

Dies und das ….so vor Weihnachten

Heute ist der 20.12. mein letzter Urlaubstag….während dann alle Anderen in den Weihnachtsurlaub gehen, gehe ich zurück an meinen Schreibtisch…auf zur Jahresend-Rallye. Die Mail meiner liebsten dänischen Kollegin während meines Urlaubs hat mich ein wenig in Schrecken versetzt. Sie schreibt das die Chefs auf die noch vorhandenen Controller (also eigentlich Buchhalter) den Druck weiter erhöhen….immer weniger Kollegen, müssen immer mehr arbeiten, weil die, die weg gehen, nicht ersetzt werden können. Sie finden keine neuen Mitarbeiter.

Die Kollegin hat ein ausgesprochen ausgeglichenes Wesen, arbeitet strukturiert, zügig und die Arbeitsergebnisse, die sie erzielt, waren immer gleichbleibend auf hohem Niveau…zumindest bis zum Sommer…seitdem wird es für sie immer schwieriger und wir haben uns schon öfter darüber unterhalten. Jetzt schreibt sie, wenn es nicht besser wird, dann sucht sie sich einen neuen Job. Sie wäre damit ja auch nicht die Erste die in DK das Unternehmen verlässt.

Und genau das ist es auch, was der Controller und ich in Hamburg mitbekommen…es wird immer mehr Arbeit auch bei uns abgeladen, was eigentlich ursprünglich nicht zu unseren Aufgaben zählt…aber die dänischen Kollegen haben einfach keine Zeit mehr, sich mit bestimmten Themen auseinander zu setzen. Noch schaffe ich es weitere Sonderaufgaben von mir fern zu halten.

So aber heute ist noch Urlaub und so hab ich meine Weihnachtsgrüße fertig geschrieben und gleichzeitig noch ein paar Briefe mit meiner Adressänderung an diverse Versicherungen und andere Stellen, die ich nicht selber online ändern konnte.

Nachher geht es noch zum Einkaufen….alles was ich so in den nächsten 1-2 Wochen brauchen werde, mit Ausnahme von frischem Obst und Gemüse.

Ich hab mich jetzt bei einem Kajak-Verein zum Grundkurs angemeldet…die nehmen aktuell jedoch keine Voranmeldungen an…ich soll mich im Frühjahr noch mal melden….also hab ich es mir auf Termin gelegt…der Kontakt war sehr nett und unkompliziert und mit Ahoj unterschrieben…..

Außerdem hab ich von Familie Nett (meine ehemaligen Nachbarn, die neben dem Drachen wohnen) eine Rückmeldung auf meine Einladung erhalten. Sie kommen gerne in der 1. Januar-Woche…zu VIERT. Ohhh wow – also sogar die beiden erwachsenen Töchter wollen mitkommen.

Hmmm da muss ich mir noch etwas anderes einfallen lassen…Flammkuchen für 5 Personen bekomme ich mit meinem Backofen nicht gleichzeitig fertig…werde noch einen Eintopf oder eine Paella machen….mal sehen, was mir da noch für Ideen kommen.

Morgen früh kommt endlich die Glasbau-Firma, um mein Fenster im Arbeitszimmer mit einer Silikondichtung wieder winddicht zu machen….hab vor ein paar Tagen mal vorsichtig bei meiner Vermieterin angefragt, ob sie schon Gelegenheit hatte….ich nehme an sie hatte es vergessen, denn prompt kam der Anruf zur Terminabstimmung. Also Morgen früh….okay, dann fahre ich erst später ins Büro. Es wird jetzt auch Zeit mit dem Fenster, seit heute sind die Temperaturen wieder um den Gefrierpunkt.

Nach langem hin-und-her hab ich mich endgültig entschieden KEINEN Tannenbaum aufzustellen…das lohnt sich nicht und ich finde es bei mir auch so, sehr gemütlich und kuschelig weihnachtlich.

Und weil ich die besten Ideen unter leichtem Zeitdruck entwickele….kümmere ich mich heute erst um die „Bei-Geschenke“. Also mit meiner Familie ist abgesprochen, das ich Ihnen Geld schenke…das klingt zwar langweilig, ist aber für uns alle praktisch – so kauft sich jeder das, was er gerne haben möchte und sich sonst evtl. nicht kaufen würde. Wir sind alt genug, unsere Haushalte sind komplett so eingerichtet, auch Deko ist überall genügend vorhanden….

…aber da wir in diesem Jahr komplett auf Süßigkeiten als Bei-Geschenk verzichten, besorge ich noch ein Kleinigkeiten der anderen Art….ich hab schon ein paar Ideen im Kopf: Eintrittskarten fürs Museum im Gottorfer Schloss, Hafenrundfahrt im Frühling, Eintrittskarten für Hagenbecks Tierpark (wollte ich eigentlich nie wieder hin, aber Schwester+Schwager waren viele Jahre nicht mehr dort).

Roggenbrot mit Röstzwiebeln

ich hab den Roggen-Sauerteig in 2 kleinere Brote verwandelt …wow also die sehen ja richtig gut aus…und schmecken auch noch richtig gut.

Da ich den Zwiebelgeschmack jetzt nicht dominieren lassen wollte, war ich also zurückhaltend bei der Zugabe der Röstzwiebeln und so ist jetzt der Kümmelgeschmack ein kleeeinnnn-wenig mehr im Vordergrund…..aber dafür passt das Verhältnis Salz zu Kümmel prima…und der Zwiebelgeschmack kommt ganz leicht am Ende des Kauvorgangs.

Mit Butter und Leberwurst (Seit Linsenfutter, den Kommentar mit der Leberwurst geschrieben hat, hab ich immer mal wieder mal ein kleines Stück Leberwurst im Haus hahahaha) passt das prima zusammen.

Falsche Schublade geöffnet

Ich hab in dieser Woche die Grammatik-Grundregeln der Dänischen Sprache wiederholt und wiederholt und wiederholt und so langsam kann ich mir das Eine oder Andere tatsächlich schon merken.

Das mir die Grammatik keinen Spaß bereitet, hab ich ja schon geschrieben….eine letzte Lektion liegt noch vor mir: Die reflexiven Possessivpronomen…danach ist dieser Grammatik-Block erst einmal überstanden, hoffe das es anschließend mehrere Lektionen gibt, um all das Gelernte zu vertiefen.

Ich arbeite beim Lernen auch heute noch nach den gleichen bewährten Regeln, wie früher schon in der Schule…Alles was ich mir merken möchte, schreibe ich ganz altmodisch per Hand auf. Es ist inzwischen erwiesen, das diese Form der handschriftlichen Wiederholung besser für das Erinnern ist, als wenn man es nur über eine Tastatur einstippt.

Dabei ist die langfristige Speicherung von Informationen in unserem Gehirn schon eine echte Meisterleistung. Das Erlernte wird wahrgenommen, interpretiert und konsolidiert, landet dann im Kurzzeitgedächtnis und wird erst nach mehrmaligem Wiederholen ins Langzeitgedächtnis verschoben. Um das so Gelernte wieder abrufen zu können, muss man es dann später nur wieder finden.

Es ist quasi wie, wenn ich meinen Schrank öffne und anfange zu suchen…ich öffne Schublade, um Schublade…und manchmal finde ich dann Sachen, an die ich mich schon lange nicht mehr erinnern konnte….bevor ich dann das hoffentlich Gesuchte wieder finde.

Bei den Abend-Walkingrunden der letzten Tage, rekapituliere ich immer wieder ein paar der dänischen Regeln, die mir dann ganz spontan einfallen….und wiederhole sie halblaut.

und auf einmal höre ich mich sagen: das ist ein = „Esta es un…“

MOMENT-EINMAL….das ist NICHT Dänisch…das ist Spanisch.

Da hat sich meine Erinnerung wohl in der Schublade vertan….und auch wenn ich diese nun wieder versuche zu schließen, kommen mir unvermittelt immer wieder spanische Wörter in die Quere….dabei habe ich Spanisch nie wirklich benutzt und auch nur 2 Jahre Wirtschafts-Spanisch gelernt, auf der Höheren Handelsschule vor 35 Jahren.

Wieso mir ausgerechnet JETZT diese Worte wieder einfallen, ist mir ein leichtes Rätsel….das kann ja heiter werden, wenn ich jetzt die verschiedenen Sprachen auch noch anfange zu mixen….als ob es nicht schon so genug wäre…

Flammkuchen und anderes aus Teig

Gekocht hab ich in dieser Woche wesentlich weniger, als ich es sonst tue, war dafür ja ein paar Mal auswärts essen und ansonsten hab ich mich aus meinem Gefrierschrank bedient, in dem viele frisch gekochte Gerichte genau auf so einen Einsatz warten.

Für die Wanderung gestern, hatte ich kein Brot zuhause, also nicht einmal einen Brotteig in Bearbeitung ….also gab es ein schnelles Pfannenbrot – ohne Hefe, dafür mit Salz, Kümmel und Thymian und in etwas Olivenöl als Fladenbrot in der Bratpfanne gebacken. Da ich schnell ins Brenner Boor wollte…hab ich kein Bild gemacht, aber es sah jetzt auch nicht spektakulär aus…war aber lecker.

Am Mittag hab ich aus den Resten eines selbstgemachten Tomaten-Ketchup mit viel Knoblauch, Passata aus dem Glas und etwas Rotwein eine Tomatensoße gekocht und die fertigen Spaghetti darin geschwenkt…dazu frisch gehobelter Parmesan…das war richtig lecker….

Und da ich ja Familie Nett, meine ehemaligen Nachbarn, zum Flammkuchen-Essen einladen werde (die Einladung ist verschickt, wir müssen uns nur noch auf einen Termin einigen) musste ich ja mal wieder ausprobieren ob ich das überhaupt noch kann.

Jaaa – der sieht gut aus….2/3 von links gerechnet sind klassisch mit Schmand, Speck und Zwiebeln….das 1/3 rechts ist mit Käse und geräucherten Putenbrust-Streifen.

Der Backofen hätte noch etwas heißer sein sollen, damit der Teig noch knuspriger wird….aber das klappt schon mal ganz gut und lecker war es auch so…also zumindest die klassische Seite des Flammkuchen….aber das kann ich fürs nächste Mal noch feinjustieren.

…und weil ich scheinbar jede Menge Lust aufs Teig kneten hatte, hab ich auch gleich mal wieder einen Brotteig mit Sauerteig und Roggenmehl angesetzt, verfeinert mit Röstzwiebeln und Kümmel…auf das Brot bin ich echt gespannt…aber das backe ich erst Montag…..