Ein Riss…..und dann Schlaflosigkeit

Also Autofahren macht mir Spaß und da das 1. Jahr mit meinem Wagen jetzt rum ist, war gestern Erst-Inspektion in Hamburg, hab durch Zufall eine Fiat-Werkstatt im Umkreis meines Arbeitgebers gefunden.

Die sind wirklich nett und hatten den Wagen auch schnell fertig, so daß ich ihn am frühen Nachmittag abholen konnte. Alles i.O, bin ja auch erst knappe 13.000km gefahren.

Erst mal nach Hause fahren und später ging es über die Autobahn nach Elmshorn (zu einem weiteren Besichtigungstermin)…

tja…und dann machte es PENG…ein Steinschlag…musste erst einmal suchen…achja..ca 0.5 cm..

ähmmm….neeeee 2cm, 5cm, 20cm….in Elmshorn angekommen waren es so ca. 30 cm die sich quer über die Scheibe schlängelten, runter von der Autobahn, Warnblinklicht an, Kfz-Versicherung anrufen…Was nun?

Die freundliche ServiceKraft hat mir sofort eine Werkstatt im gleichen Ort rausgesucht, den Auftrag sofort per Mail an die Werkstatt gesendet….und ich bin vorsichtig dorthin gefahren…Ankunft 17.50 Uhr..um 18.00 Uhr ist dort Feierabend. Also Glück gehabt.

Den Wagen musste ich natürlich da lassen…und was soll ich sagen, natürlich fing es dann an zu regnen…und zwar so richtig….gut, das ich wenigstens darauf vorbereitet war….also Regenjacke und ein Regen-Cap hatte ich dabei…trotzdem wurde ich ziemlich nass.

Na und die zu besichtigende Wohnung war zwar richtig toll…dafür aber an einer belebten Hauptverkehrs-Straße und im unteren Stockwerk war auch noch ein großer Pizza-Lieferservice….hahahaha aber das Haus hatten die von Außen so super fotografiert, das man das nicht einmal erahnen konnte…Respekt an die Marketing-Abteilung des Maklerbüros….

Da stand ich nun, tropfnass…immer noch innerlich aufgewühlt durch den Riss in der Windschutzscheibe und jetzt musste ich auch noch einen weiteren Termin für heute Abend absagen…und dann endlich mal schauen, wo hier der Bahnhof ist…muss ja noch zurück nach Pinneberg.

Mit Hilfe einer freundlichen (nicht deutschstämmigen – ich erwähne das extra, weil es sonst ja immer nur negative Meldungen in diese Richtung gibt) Familie, die mich in die richtige Richtung lotste….und dann ging es auch schon zügig zurück nach Hause.

Ich war ko und wollte einfach nur noch schlafen.

Die letzten Tageblieb mein Blutdruck beängstigend hoch…und so hab ich mir für den restlichen Abend Ruhe verordnet….schön gemütlich Tee trinken, etwas lesen, früh ins Bett gehen……ich bin auch prima schnell eingeschlafen.

Aber um 2.16 Uhr (lt. meinem Tracker) bin ich aufgewacht…..meine Herz pochte fast schmerzhaft, meine Gedanken kreisten um die vergangenen Tage….JETZT erst hab ich den inneren Stress so richtig gespürt. Ich mag solche Konflikte nicht….will ja eigentlich nichts weiter als in Ruhe zu leben…..aber da muss ich jetzt durch….

Für den Rest der Nacht hab ich gelesen, bin dann mal ins Wohnzimmer auf die Couch, dann versucht mit Entspannungsmusik abzuschalten und den Rest meines Hörbuchs über Wikileaks angehört…..geschlafen hab ich nicht mehr….

Aktivitätsmodus  – aktiviert

Wer mich kennt weiß , das ich augenblicklich in einen Aktivitätsmodus wechsle, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe…..also hab ich gestern, nach dem Gespräch mit meinem Hausdrachen, bereits die Wohnungs-Suche gestartet.

Hab meinen Account bei einem der größten Immobilien-Portale reaktiviert,  einen aktuellen Bonitäts-Check der Schufa eingekauft, meine Suchanfrage aktualisiert und mir bereits ein paar Wohnungen herausgesucht.

Gesten  Nachmittag hatte ich  schon die 1. Besichtigung.  Die Wohnung war auf den Bildern schön fotografiert, aber es war einfach klein und ENG dort….und alles sehr alt / verbraucht.  Auch wenn die Lage und die Nähe zum Elbstrand einfach klasse war.

Heute Mittag hab ich mir eine Neubau-Wohnung angeschaut….das Haus ist noch nicht ganz fertig, soll aber im Oktober bezugsfertig werden. Modernste Bauweise, Ausstattung gehoben,  komfortabel, riesiger Balkon, tolles Ambiente,…leider durch die vielen Schrägen sehr verwinkelt,  neben der Autobahn und vor allem RIESIGE Fensterflächen in Süd-West-Ausrichtung…..aber KEINE Außenjalousie oder wenigstens eine Markise.  Also da hat man mal wieder an der falschen Stelle gespart.

Okay, heute Abend hab ich noch eine Besichtigung, dafür von Hamburg ein Stück weiter weg, in Quickborn….dafür eine   größere Mietfläche auf 3 Zimmer verteilt….bezahlbar….aber warten wir es mal ab.

In den nächsten Tagen, hab ich dann noch weitere 3 Besichtigungen……

…..na da wird sich doch bestimmt etwas Passendes finden lassen

Und noch eine Abrechnung ….

…dieses Mal eine Nette.

Witzigerweise hab ich gerade mal wieder den direkten Vergleich zu meinen wirklich netten Vermietern aus Hessen….die haben sich am Wochenende gemeldet mit der NK-Abrechnung aus 2019 für die letzten Monate die ich dort verbracht habe.

Ich hatte schon befürchtet, das die Beiden oder Einer evtl. durch Corona zu Schaden gekommen sind, und hab deshalb auch nicht nachgefragt…..und so begann die Mail auch erst einmal mit einer Entschuldigung für die sehr späte Abrechnung, der ausgiebigen Frage nach meinem Befinden und dem Job und wie wohl ich mich hier fühle …..und dann mit der Ankündigung das ich noch ein sattes Guthaben ausgezahlt bekomme.

Sie haben die ausführliche Berechnung angehängt, und die Aufteilung erklärt…nur mit dem Monat August hatten sie ein Problem. Da im August der Mieterwechsel stattgefunden hatte, habe ich diesen nur anteilig bezahlt und den Rest des Monats die Nachmieterin.

Irgendwie hatten die Vermieter diese Aufteilung der Miete für den August aber in der Abrechnung nicht richtig berücksichtigt und sich die NK für einen Monat selbst angerechnet…und dann gefragt ob das so korrekt wäre.

…ich hab kurz nachgerechnet und festgestellt, das bei mir knappe 60 EUR weniger Guthaben berücksichtigt wurden…und hab geschrieben, das es für mich so okay ist, da ich dann ja auch noch für die paar Tage mehr an NK-tragen muss….das kommt schon ungefähr hin….

….und prompt bekam ich die Rückmeldung, das seien sie schon MEINEM Berufs-Ethos schuldig (eine herrlich antiquierte Ausdrucksweise,) und jetzt hätten sie es auch neu für uns Beide gerechnet…ich bekam eine neue Berechnung und auch meine Nachmieterin bekam eine korrigierte Abrechnung…

Dann haben wir noch ein paar Mal per Mail geplaudert …das war richtig nett….und davon kann ich jetzt locker die Nachzahlung an meinen Hausdrachen bezahlen…..und den Rest für die Steuernachzahlung zur Seite legen…..

Jetzt reicht es mir !! mit dem Hausdrachen

Soooo, nach Monaten der friedlichen Co-Existenz durch Nicht-Beachtung, ist es heute dann zum Eklat gekommen.

Angebahnt hatte es sich schon direkt nach meinem Kurzurlaub…als ich wieder kam lag die Nebenkosten-Abrechnung 2020 auf der Treppe. Eigentlich für mich keine so große Sache.

Aber es war nur eine Seite ausgedruckt aus dem Computer, keine Berechnungen, keine Anlagen.

Also hab ich mal angefangen zu rechnen: Im Mietvertrag steht abgerechnet wird im Verhältnis der Quadratmeter (witzigerweise AUCH die Heizkosten, was mich eh schon schlechter stellt, das hat sie nach dem Vormieter, den sie übrigens raus-geklagt hat, geändert, weil der ihrer Meinung nach, zu wenig geheizt hat), also nix von wegen über den Verbrauch die Kosten zu beeinflussen..Einzig das Wasser wird nach Verbrauch berechnet und die Müllgebühren nach Köpfen im Haus (also 50/50)

Na dann rechnen wir mal: Das Haus hat eine Wohnfläche von 200qm und ich ca.80qm. Schon mit einfachem Dreisatz ergeben die 80qm einen Anteil von 40%.

Warum ich dann allerdings 50% der Grundsteuer zahlen soll, war mir nicht klar. Also hab ich höflich über WhatsApp (unsere aktuell einzige Form der Kommunikation) um Beleg-Einsicht gebeten und um ihre Aufschlüsselung der Berechnung….Den ersten Hickhack wegen des Termins lasse ich jetzt mal aus. Ich hatte dann heute Vormittag vorgeschlagen…aber

der Termin sollte dann doch erst um 14 Uhr sein, …weil sie vorher einen anderen Termin hatte…..der Termin bestand dann darin, das Grundstück zu mähen…..ja stimmt….so ein Rasenmäher versteht keinen Spaß, wenn man den Termin verschiebt.

Mir war es aber egal, war ja eh da…..dann hat sie aber schon um 11.30 Uhr geschrieben, ich könnte JETZT schon runterkommen…..na gut – dann hab ich es hinter mir.

Kaum bin ich in ihrer Wohnung und wir sitzen:

Drachen: Wo liegt Ihr Problem?
Ich: ich hab kein Problem, ich möchte bloß verstehen ,was ich hier berechnet bekomme
Drachen: also wenn Sie mir nicht vertrauen (aggressiv)
Ich: Doch, aber ich würde gerne den Grundsteuer-Bescheid sehen
Drachen: Warum?
Ich: weil ich nicht verstehe das ich 50% der Grundsteuer zahlen soll, wenn ich nur 40% der Gesamtmietfläche habe
Drachen: Sie haben 80%
Ich: Nein, ich habe 80qm,
Drachen: Aber dann sind das doch keine 40%
Ich: Doch, bei einer Gesamtfläche von 200qm
Drachen: Aber sie haben doch nur 80qm
Ich: ja aber das sind weniger als die Hälfte von 200qm (die Frau war mal Buchhalterin, aber das ist wohl zu lange her)
Drachen: was wollen Sie jetzt
Ich: den Grundsteuer-Bescheid sehen

Ich meinte zu Ihr, sie brauchen sich doch nicht angegriffen zu fühlen, ich will Ihnen doch nichts, will doch nur verstehen, was sie da gerechnet hat….Aber ja, sie fühlt sich von mir angegriffen (obwohl ich ganz ruhig und sachlich bin)…das sagte ich auch:

SIE waren doch mal Bilanzbuchalterin,…ich bin es immer noch, können wir nicht ganz sachlich die Zahlen checken.. Sie meinte jedoch, ich würde Sie beschuldigen, falsch zu rechnen….dann zeigte ich ihr auf, wo sie sich bei meinen Abschlägen tatsächlich verrechnet hat……das tat ihr Leid…ich meinte, das ist doch okay, Fehler passieren und es geht doch nur um die Klärung von 3 Punkten…..und jetzt zeigte soe mir den Grundsteuer-Bescheid…

Und in dem Moment sagte sie, sie wolle mir jetzt eine korrigierte Fassung geben und zog diese von irgendwoher…..AHA…..okay…ich hab also schnell auf die neue Fassung geschaut ….und siehe da, hier hatte sie die Grundsteuer tatsächlich mit 40% berechnet….ich meinte dann: na sehen Sie, ist doch alles i.O. mit den 40% bin ich einverstanden. (Sie bestreitete immer noch, das es 40% seien….aber das hab ich schnell nachgerechnet jetzt waren es die richtigen 40%)

Aber sie hatte auch noch die Pauschal-berechneten Heizkosten reduziert….und dann ging es weiter:

Ich: Ach die Heizkosten haben sich auch verändert
Sie: das ist doch normal
Ich: Nein, ich meine die Heizkosten haben sich in dieser 2.Fassung zur 1. Fassung geändert
Sie: ….....
Ich: Alles ist gut…ich will Ihnen doch nichts….die korrigierte Fassung der Abrechnung hätte ich gerne schon vorher gehabt. Dann hätten wir uns das hier erspart....und so sieht es doch jetzt gut aus.

Dann habe ich sie noch einmal darauf hingewiesen, das ich die 100EUR für die Reparatur der Aussenjalousie-Steuerung, die sie mir als meinen "Anteil" lt. Mietvertrag auch in die NK-Abrechnung geschrieben hat, bezahle- um des lieben Friedens willen...auch wenn ich inzwischen einiges an Schriftverkehr im Netz gefunden habe, in dem klar entschieden wurde, das die Reparatur der Steuerung vom Vermieter zu tragen ist.

Und dann kamen wir auch auf unser „Verhältnis“ zueinander zu sprechen, und sie meinte ich wäre ja nicht ganz unschuldig daran…Ja, das sehe ich auch so, aber eben auch, das ich keine LUST mehr habe, bei jedem Kontakt mit ihr weitere Regeln aufgedrückt zu bekommen.

….und dann kam es: also sie fordert mich jetzt auf, mein Fahrrad an der Seite des Hauses zu entfernen und in den Schuppen zu bringen…auch Andere hätten sich gemeldet, die das nicht schön fänden.. (Das Fahrrad ist von der Straße fast nicht sichtbar….es steht weder auf dem Rasen, noch berührt es das Haus….da ist kein Fenster und es ist eine „tote Stelle“….)

Ich: das glaube ich Ihnen nicht
Sie: Sie vertrauen mir nicht, dann brauchen wir nicht weiter machen
Ich: Doch schon, aber das Rad ist kaum sichtbar und nur IHNEN gefällt es einfach an keiner Stelle...ich glaube nicht, das es andere interessiert
Sie: aber sie haben kein Recht das selber zu entscheiden
Ich: aber ich bin auch nicht Ihre Tochter oder Sohn, das ich mich so gängeln lasse
Sie: die Vormieter haben es auch gemacht, warum Sie nicht
Ich: weil ich nicht für jede kleine Fahrt erst durch Ihren Garten laufen will
Sie: aber das ist meine Entscheidung, was Sie zu tun und zu lassen haben, danach müssen Sie sich als Mieter richten
Ich: nein, das mache ich nicht…ich halte mich schon an alle Ihre Regeln, ob sinnvoll oder nicht
Sie: ich hab Ihnen doch auch alle Wünsche erfüllt
Ich: welche Wünsche?
Sie: na die Blumenvase neben der Treppe zu entfernen
Ich: ja und sonst ?
Sie: ......

Durch meine ganz klare Weigerung das Rad zu entfernen, meinte sie, dann würde sie sich mit Ihrem Sonn besprechen und dann ihre Konsequenzen ziehen.

Meine wenig diplomatische Antwort: Wenn das Ihr einziges Problem mit mir ist, dann tun sie das….

Für mich war schon während des Gesprächs klar, und das hatte ich ja schon seit unserem letzten Disput wegen meines Rades entschieden,….wenn sie das mit dem Fahrrad so nicht akzeptieren kann, wo ich mich an alle ihre bescheuerten Regeln halte, dann war es das sowieso hier für mich.

Ich bin dann aufgestanden, hab gesagt das ich den Betrag aus der NK jetzt überweisen werde und ihr alles Gute gewünscht und bin gegangen.

sooooo…..ein Jahr wäre ich zwar gerne noch geblieben…aber so hab ich gleich heute angefangen nach einer neuen Wohnung zu suchen…

Es empört mich immer noch, das sie versucht hat mir die falsche NK-Abrechnung unter-zujubeln…nur weil ich hartnäckig blieb, rückte sie dann doch noch mit der bereits korrigierten Abrechnung heraus…..mit anderen Worten sie WUSSTE ganz genau, das die Version, die sie mir gegeben hatte, falsch war…..das ist unerhört.

Steuererklärung – frustrierend

Steuererklärungen machen auch mir, als Bilanzbuchhalter, keinen Spaß….und dieses Mal war es sogar richtig unerfreulich…..Das erste Mal in über 30 Jahren Berufserfahrung muss ich Steuern nachzahlen…

Ich gehöre zu den Menschen, die dachten, mit einer Riester-Rente kann man ja nichts falsch machen….und als ich damals dann zu einem anderen Arbeitgeber gewechselt habe, wurde ich per Vertrag „Zwangs-Mitglied“ in einer Pensionskasse.

Der Arbeitgeber hatte sein eigenes Modell einer Riester-Rente und so hatte ich auf einmal 2 Verträge…den einen hab ich dann ziemlich lange noch privat weiter angefüttert, bis es mir nach 10 Jahren dämmerte, das es idiotisch ist….also hab ich diesen Vertrag still-gelegt.

Als ich nun im vergangen Jahre realisierte, das auch dieser stillgelegte Vertrag verloren ist, falls mir etwas passieren sollte (ein Riester-Vertrag kann nur an den Ehepartner vererbt werden)….und sowieso keine sonstigen Vorteile bringt, hab ich den Vertrag verkauft….mir war bewusst, das ich rückwirkend alle Steuervorteile wieder zurück zahlen musste und so kam es auch….aber okay, der Betrag der ausgezahlt wurde, war trotzdem gut.

Aber im Jahr der Auszahlung musste ein Teil auch noch als Sonder-Einnahme versteuert werden…und genau dieser Betrag ist es jetzt, der den Steuerbetrag so erhöht, das eine Nachzahlung dabei herauskommt….das ist frustrierend, aber okay….so ist es nun mal.

Eine kleine Bitte hätte ich hierzu: Alle nett gemeinten Ratschläge, was ich hier hätte besser/anders machen können, einfach weg zu lassen🌼 …ich erzähle es nur, weil es mich gerade beschäftigt ….und will mich nicht noch schlechter fühlen. Danke schön.

Laugen-Brötchen

Nach einem unerfreulichen Vormittag mit meiner Steuererklärung für 2020, hab ich mich nun schöneren Dingen zu gewendet: dem Essen.

In den letzten 1,5 Wochen hab ich weder Brot, noch Brötchen gebacken…und nun wird es mal wieder Zeit. Es gibt Laugen-Brötchen. Das hab ich noch nicht sooft gemacht und war entsprechend gespannt, ob alles klappt.

Aus meinem üblichen Hefeteig mit Weizenmehl hab ich kleine Teiglinge geformt. Dann aus 50g Kaisernatron und 1Liter Wasser eine Lauge hergestellt. Über den Begriff Lauge und was man nun als Lauge bezeichnen darf und ob diese oder jene Laugenkonzentration gefährlich ist, wird im Internet viel geschrieben und zum Teil sogar echt Angst erzeugt.

Wichtig zu wissen: bei jeder Lauge sollte man sehr vorsichtig sein. Einmalhandschuhe um die Hände zu schützen und noch viel wichtiger: eine Schutzbrille für die Augen….keine Art von Lauge darf in die Augen geraten. Ich hab z.B. meine Sonnenbrille genommen, die umschließt die Augen ziemlich gut….dafür musste ich zwar das Licht in der Küche anschalten, während es draußen wieder einmal regnet, aber es dauert ja nicht allzu lange.

Nachdem das Natron im Wasser einmal aufgekocht wurde, kann der Herd wieder ausgeschaltet werden….nun jeden Teigling für ca. 30 Sekunden hineintauchen und anschließen mit dem Schöpflöffel daraus retten und auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben…..

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, die Teiglinge einritzen (wer mag noch mit grobem Salz bestreuen) und für 20 Minuten im Ofen backen (hier aber ohne Wasserdampf).

Das Ergebnis ist echt toll geworden….die Brötchen schmecken herrlich und sind innen richtig luftig.

Ich hab früher immer gedacht, das Laugengebäck und auch Laugen-Croissants gesünder sind, als normale Brötchen und Croissants, weniger Kalorien und Fett haben…hahahhaha…das ist aber nicht der Fall: der einzige Unterschied ist die Lauge. Der Teig ist Derselbe.

Kleine Radtour

Kleine Radtour

Also heute hatte ich keine Lust mich schon wieder in ein Auto zu setzen…..eine kleine Radtour gegen Abend sollte mir die notwendige Ruhe bringen.

Der Tag heute war tatsächlich mal trocken und als ich direkt vor meiner Haustür los fuhr, waren es angenehme 20 Grad….ich hatte ein ärmelloses Shirt an und der Fahrtwind kühlte die Haut auf den Armen.

Als erstes ging es in und durch den Stadtforst Klövensteen….und dann immer weiter in Richtung Wedel….allerdings mit leichtem Linksdrall….also durch das Schnaakenmoor, eine sehr schöne Strecke….da hab ich gemerkt, das ich mein Mobiltelefon vergessen hatte, wollte ein Bild der blühenden Heide machen…dann ging es weiter zum Wildgehege…und als ich den Rückweg einschlagen wollte, hab ich es mal wieder geschafft, in die falsche Richtung zu fahren….also anstatt in Richtung der Holmer Sandberge, fand ich mich auf einmal in Rissen wieder…die Wege hier waren toll zu fahren und nach einem nochmaligen Richtungs-Fehlgriff war ich auf dem Weg nach Sülldorf….auch dies eine sehr schöne Strecke für das Rad….nur nicht der Weg, den ich mir als Rückweg vorgestellt hatte…..ich hätte jetzt bis Schenefeld fahren können und von dort kenne ich schöne Strecken oder aber ich versuche es noch einmal durch den Wald…irgendwo muss ich ja mal wieder auf den richtigen Radweg treffen….so hab ich es dann gemacht.

Ja das Smartphone hilft mir normalerweise schon, den richtigen Weg zu finden falls ich mal wieder mitten im Nichts stehe…so aber musste ich mich auf die wenigen Schilder verlassen und diese spärlichen aber großen Schilder des Naturparks „Wedeler Aue“…

Irgendwann war ich endlich wieder auf der richtigen Fährte und ab ging es nach Hause.

Die gesamte Strecke mit 36 km lief prima….Meine Ausdauer ist wieder ausreichend da, die Beinmuskulatur hat die Strecke ohne Probleme bewältigt und ich hatte locker eine für mich zügige Reise-Durchschnitts-Geschwindigkeit….es hat mir großen Spaß gemacht und nun sitze ich, frisch geduscht und mit einem Glas Wein auf dem Balkon, zur Abend-Entspannung.

Und stelle fest, das diese nette Kerze zur Mücken-Abwehr die Mücken gut vertreibt…aber mich auch gleich mit…der Geruch ist nicht auszuhalten….hahaha….ich glaub ich hole lieber eine normale Kerze.

Gefangen im Labyrinth der Stadt

Gestern Vormittag war es eine fast unwirkliche Verkehrs-Situation in Hamburg.

Mein geplanter Tagesausflug sollte noch einmal nach Hamburg gehen: Planten und Blomen. Dieser riesige offen zugängliche Park liegt MITTEN im Zentrum von Hamburg.

Wer öfter durch Hamburg fährt, weiß um die vielen Baustellen und um die angespannte Verkehrslage in der Innenstadt.. Aber durch meinen Urlaub hab ich irgendwie nicht so richtig realisiert, das Freitag war….und so hab ich mir erst einmal keine Gedanken gemacht…hab das Auto genommen und dachte tatsächlich, ich komme ohne große Schwierigkeiten auch dorthin. Blöder Fehler.

Je weiter es auf Mittag zuging, umso voller wurde es, ich bin mit Navi gefahren, habe dann Ausweichwege genommen, um verstopfte Straßen zu vermeiden und kam langsam, und noch langsamer in die Innenstadt, aber meinem Ziel trotzdem nicht näher….es wurde immer schlimmer….die Straßen waren verstopft, immer mehr gesperrte Straßen die ein Abbiegen oder Entkommen unmöglich machten. Und aus allen kleinen Straßen drängten noch zusätzlich Autos auf die bereits verstopften größeren Straßen.

Normale Fahrzeit bis zum Park: 25 Minuten…nach fast 1,5 Stunden stand ich in einem derart dichten Verkehrschaos, ohne Möglichkeit irgendwohin auszuweichen….von Ziel Planten-und-Blomen hatte ich mich dadurch schon immer weiter entfernt….war mittlerweile an der Binnenalster, dorthin würde ich normalerweise nie freiwillig mit dem Auto fahren, aber in jeder Richtung staute es sich….es gab einfach kein Entrinnen.

Mein Ziel hatte sich nach fast 2 Stunden Fahrzeit im Labyrinth der Stadt reduziert auf: ich will hier raus…..und zwar sofort.

Aber zunächst ging gar nichts mehr…so langsam brodelte es in mir….und deshalb nahm ich den erstbesten freien Parkplatz der sich mir an einer Stelle bot – und hab das Auto abgestellt…Erst einmal RAUS aus dem Auto….tief durchatmen und ein paar Schritte entlang der Außenalster laufen….aber der Lärm des sich immer weiter stauenden Verkehrs, die vielen Menschen die hier entlang flanierten, so richtig entspannen konnte ich nicht, trotz der tollen Aussicht.

Dann kam erst einmal etwas Regen und mein Groll auf diese Situation verzog sich wieder….Und dann hat es tatsächlich noch mehr als 1 Stunde gedauert, bis ich mein Auto aus der Stadt herausbugsiert hatte, erst einmal in die falsche Richtung, aber das war mir egal…Hauptsache raus aus diesem Verkehrslabyrinth, raus aus der Stadt …danach ging es in einem weiten Bogen um die Stadt herum, bis ich am späten Nachmittag wieder zuhause ankam.

Also, ich hab Ecken von Hamburg gesehen, in denen ich noch niemals war….soweit immerhin etwas Gutes…hahhahaha …..okay – beim nächsten Anlauf auf „Planten und Blomen“ nehme ich garantiert die Bahn.

Vorboten auf den Herbst – Kochbirnen

Vor ein paar Tagen war ich in der Gemüseabteilung eines Supermarkts….und da lagen sie, etwas versteckt, nicht direkt beim Gemüse – auch nicht wirklich beim Obst….aber doch in Augenhöhe….die Vorboten auf den Herbst: Kochbirnen.

Und was macht man damit?

Eigentlich kann man alles damit machen, wozu man auch sonst Birnen kochen muss: Birnenkompott z.B.

Aber ich liebe es ganz klassisch in dem für mich typischsten der norddeutschen Eintöpfe – Birnen, Bohnen und Speck:

Das einzige Zugeständnis das ich bei dem Rezept mache: ich schneide den Bauchspeck kleiner, als ich es von meinem Vater und meiner Oma her kenne….Bei uns gab es das früher immer mit Speckstücken von ca. 5x5x5 cm und mit hohem Fettanteil….während ich heute auf ein gut durchwachsenes Stück achte und es eben kleiner würfele.

Kochbirnen zu bekommen ist in der Mitte Deutschlands eher schwierig, genauso wie Landgurken.

Aber hier oben in Schleswig-Holstein muss man einfach nur die Augen aufhalten…und so ist es mir in diesem Sommer, der sich schon fast wie Herbst anfühlt, gelungen, schon früh Kochbirnen zu kaufen.

Also hab ich gleich mal zugegriffen und heute Morgen einen ganzen Topf gekocht….jetzt hab ich zumindest 5 Portionen die ich einfrieren kann.

Jetzt überlege ich schon, es mal mit dem Einkochen von Kochbirnen in Gläsern zu probieren….hmmmm ….allerdings hab ich eine innere Scheu vor dem Einkochen.

Anfang der 90er Jahre hab ich Apfelmus eingekocht und auch selbst gesammelte Pilze….und am Ende der ganzen Arbeit war der Inhalt in den meisten Gläsern schon nach kurzer Zeit schimmelig…ich hab also etwas falsch gemacht und danach alle Lust verloren, es noch einmal zu probieren.

Das ist, zugegebenermaßen schon lange her….ich könnte es ja doch noch einmal probieren….

Urlaubtag – Wasserfreuden

Urlaubtag – Wasserfreuden

Seit ich aus dem Kurzurlaub in Hessen wieder zurück bin, warte ich schon jeden Tag ungeduldig darauf, das der Regen in Hamburg wenigstens mal für ein paar Stunden verlässlich aufhört…ich wollte doch unbedingt ein weiteres Mal zu dem Bootsverleih an der Alster, um noch einmal ein Kajak auszuleihen.

Gestern Nachmittag hat es dann geklappt…..bei trübem, aber trockenem Wetter war ich wieder auf einem der Alsterkanäle unterwegs….wieder war es zu der Uhrzeit fast leer ..wie ich später feststellte waren nach 19 Uhr die Vereine unterwegs, als die Bootsverleiher schon geschlossen hatten.

Mit fast kindlicher Freude und tiefliegender Ruhe ging es mit ruhigen Paddelschlägen durch den Kanal….ich bin in die gleiche Richtung wie beim letzten Mal gefahren, dieses Mal aber weiter und ich war mit 1,5 Stunden auch auch länger unterwegs.

Hab mit dem Rumpf ein paar Gleichgewichtsübungen im Kajak gemacht, nur um zu Testen, wie gut und sicher ich mich dabei fühle: Ergebnis: gut fühle ich mich dabei – richtig gut….und schon nach knappen 30 Minuten konnte ich meine tiefliegenden Bauchmuskeln bei der Arbeit spüren….hahaha sehr schön.

Mir ist ein 2er Kanu begegnet, das zusätzlich mit einer Mülltonne bestückt war…die beiden Frauen haben tatsächlich Müll aus dem Kanal geholt. Klasse Aktion, das habe ich ihnen auch gesagt und sie freuten sich sichtlich über meine Respektsbezeugung. Später fiel mir ein, ich hätte fragen wollen ob sie das privat machen oder ob es eine Vereinsaktion ist….noch am gleichen Abend hab ich gelesen, das man so ein Kanu kostenlos bei einem Bootsverleih ausleihen kann, wenn man sich dazu verpflichtet auf der Fahrt eben Müll zu sammeln…..KLASSE.

Ansonsten sind mir noch ein paar Kinder in 2er Kanus begegnet….und das waren für 1,5 Stunden tatasächlich die einzigen Menschen, die mir auf dem Kanal begegnet sind.

Meine Geschwindigkeit im Kajak war gefühlt sehr langsam…also gemütlich. Etwas ungewohnt so keine Kontrolle über meine Geschwindigkeit zu haben…und auch kein anderes Boot, das in meine Richtung fuhr, um auch nur einen Anhaltspunkt zu bekommen, wie langsam oder schnell ich eigentlich unterwegs bin. Ich bin ja sonst immer in einem sportlichen Modus….hierbei fehlte mir nun jedes vergleichende Element….okay…also mit einem jungen Paar, das am Kanal entlangspazierte blieb ich eine Weile gleichauf.

Dann schob ich den Gedanken an einen sportlichen Vergleich schnell wieder weg und genoss einfach die ruhige Fahrt. Das Wetter blieb trübe, aber die Temperatur war angenehm auf dem Wasser und ich hatte an vielen Stellen sogar Gegenwind.

Und wieder stellte sich das Gefühl von unglaublicher Freiheit ein, obwohl einige Menschen auf den Brücken standen oder am Kanal entlang liefen. Ein Gefühl das ich oft verspüre, wenn ich mit dem Fahrrad im Sommer an Feldern vorbei fahre…wenn ich ohne Zwang und festem Ziel einfach drauf los im Wald wandere.

Am Ende meiner Tour angekommen, war wieder der schwierigste Teil vom Kajak auf den höherliegenden Steg auszusteigen….also ohne Hilfe wäre mir das nicht geglückt….ich fühlte mich wie eine Robbe…hmmm….das muss aber auch besser gehen oder nicht? fühlte mich wie eine alte Frau hahahaha

Der Bootsverleiher meint, das es durch den hohen Steg so schwierig ist und tatsächlich hab ich später eine Vereinspaddler gesehen, die an einem niedrigen Steg ausstiegen, das sah wesentlich leichter aus….- okay die sind natürlich geübt.

Zufrieden mit meiner Tour (okay also das Gefühl einer alten Frau beim Aussteigen vergessen wir mal schnell wieder) wollte ich diesem Tag noch ein weiteres richtiges Urlaubsgefühl geben…also bin ich nur ca. 2 km weiter gefahren und hab in dem tollen vietnamesischen Restaurant, in dem ich jetzt schon ein paar Mal war, zu Abend gegessen…allerdings lieber drinnen….so langsam wurde mir doch kalt mit meiner halblangen Sporthose und dem dünnen Shirt mit dünner Regenjacke drüber.

Hamburg hat ja schon wieder eine hohe Inzidenz und ich musste meinen Impfnachweis vorzeigen, um drinnen sitzen zu dürfen…kein Problem…..hab ich ja auf dem Mobiltelefon.

Nach dem leckeren Essen hab ich zum Abschluss noch eine kleine Walkingrunde an der Alster gemacht….auf der Suche nach

  • einem Restaurant direkt am Wasser. Ich bekomme ja sehr bald schon Besuch meines Rentner-Kollegen aus Hessen mit seiner Frau….die Beiden sind inzwischen echte Freunde geworden und ab jetzt nenne sie hier: „Die Rentner“.
  • weitere Bootsverleiher mit Kajaks (bei dem ich bisher war, der hat nur 2Stck. Einer-Kajaks und möchte auch eigentlich lieber SUP vermieten)
  • Kanu-/Kajaksport-Vereinen mit ihren Anlegestellen

Als ich, auf einer Brücke stehend, zwei Herren beim Aussteigen aus ihren Kajaks beobachtete, hab ich gefragt, zu welchem Verein sie gehören ….und ob der Verein auch Anfänger aufnimmt….und hab gleich mal für nächste Woche Tag und Uhrzeit genannt bekommen, wo ich mal kommen und reinschnuppern kann, immerhin hat jeder mal als Anfänger angefangen……prima – DANKE…

Sooooo – das war doch ein schöner und zufriedenstellender Urlaubstag….