Aufregung- 2.Teil

Schon seit ein paar Wochen ist geplant das Schwester+Schwager Ostern zu mir kommen. Mein Schwager muss unbedingt mal raus …und Beide waren ja lange krank zuhause….Es würde Beiden gut tun, nach so langen Monaten mal wieder für 1 Nacht woanders zu sein.

Also war geplant das sie Ostersamstag zu mir kommen, wir in Pinneberg einkaufen gehen ohne Termin (Flensburg hat aktuell nur Einkaufen mit Terminen)…ich koche für den Abend und Oster-Sonntag bereite ich einen Oster-Brunch …mit anschließender Wanderung irgendwo in der Natur.

Schleswig-Holstein liegt mit der 7-Tage-Inzidenz ja noch weit unter 100 und die Regelung besagt schon seit ein paar Wochen: Es dürfen sich Personen aus 2 Haushalten treffen mit maximal 5 Erwachsenen = Passt also….

Hätte passen können…dumm nur, das seit Montag für 3 Kreise in Schleswig-Holstein verschärfte Regeln gelten werden und zwar ab dem 01.04. und das sind ausgerechnet: PINNEBERG, Segeberg und FLENSBURG…hier sind die Inzidenzen über 100 und steigen weiter …

Und gerade jetzt wäre es wichtig gewesen, das die Beiden mal raus kommen…seit dem Wochenende ist klar, das meine Schwester nun kurzfristig operiert werden muss….und das macht uns allen Dreien Angst. Ja – es ist ein Routine-Eingriff der in Deutschland hunderttausende Mal im Jahr gemacht wird…aber eine Operation am Auge klingt wirklich nicht ungefährlich….Sie hat am linken Auge den Grauen Star….d.h. die getrübte Linse des Auges wird entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Wird das nicht gemacht, kann droht langfristig die Erblindung.

Jetzt ist meine Schwester noch kein 55 Jahre alt, also eigentlich noch viel zu jung für diese Krankeit….aber andere Erkrankungen wie Diabetes können schneller zum Grauen Star führen…und das ist wohl bei ihr passiert….Sie hat seit ca.1.5 Jahren ein Mischform Diabetes 1 und 2. Ich mache mir viele Gedanken und bin voller Sorge.

Als mein Schwager mich informierte, das die Besuchsregelungen zu Ostern jetzt verschärft wurden, waren wir uns ziemlich schnell einig, das wir nun etwas umplanen werden….

Mein Vorschlag war: meine Schwester kommt mich am 31.03. alleine besuchen und bleibt über Nacht (mein Schwager hat keinen Urlaub)…zusammen gedenken wir dann am 01.04. dem 3. Todestag unseres Vaters…..sie fährt dann am 01.04. nachmittags zurück …und ich komme Ostern für einen Tag zu Besuch nach Flensburg.

Den Vorschlag konnten wir ihr aber erst Dienstag Abend machen….und freudig hat sie dann zugestimmt…froh – das wenigsten sie mal rauskommt….und auch das wir einen Schwestern-Abend haben können….

Hmmm, nur mir blieb jetzt wenig Zeit, meine Wohnung schon ein paar Tage früher als ursprünglich geplant, in einen für mich akzeptabel vorzeigbaren Zustand zu versetzen…denn ich hatte die restliche Putzaktion wie Bad und Kleiderzimmer auf meine freien Tage legen wollen….

Dienstag hab ich früher angefangen zu arbeiten und bin auch länger geblieben….aber müde und kaputt bin ich immer noch und diese Unruhe in mir ist immer noch da….Ruhepuls und Blutdruck sind weiter viel zu hoch…und ich hab das Gefühl mein Herz schlägt unrund…mein Darm beginnt den inneren Stress aufzugreifen und fängt auch wieder an zu rebellieren….Mist, Mist….

Aufregung- 1.Teil

Diese Woche hat es in sich….Während ich noch mit den Auswirkungen der Zeitumstellung und dem gleichzeitigen Vollmond und einer schlechten Nachricht vom Wochenende kämpfe, wurde meine komplette Woche durcheinander gewirbelt.

Montag Morgen, 7 Uhr Arbeitsbeginn im Büro…ich war da – aber arbeiten konnte ich nicht. Die komplette Server-Farm in DK war am Wochenende ausgefallen. Aus den Mails der Kollegen Vorort konnte ich entnehmen, das sie bereits den gesamten Sonntag, inklusive der Nacht auf Montag versuchten die Probleme zu lösen um alle Programme wieder ans Laufen zu bekommen.

Natürlich wurden zuerst die Programme wieder hergestellt, die nötig sind, um den laufenden Betrieb zu monitoren. Alle vor-und nachgelagerten Abteilungen mussten warten…Also auch Ich. Außer Outlook und Excel lief keines unserer Programme….und wir hatten auch keinen Zugriff auf die gespeicherten Dateien.

Was macht man also, wenn 95% der Arbeitsaufgaben nicht erledigt werden können….zuerst hab ich mich gelangweilt…weil ich ja noch alleine im Büro war, dann hab ich mich mit Kollegen unterhalten, dann bin ich 1/2 Stunde spazieren gegangen…..dann kam der Controller und wir haben uns lange unterhalten…dann hab ich das bisschen Ablage gemacht, was da noch lag….und dann hab ich mich weiter gelangweilt und gemerkt, wie ich langsam immer missmutiger wurde…immerhin wollte ich Mittwoch und Donnerstag Urlaub machen, es ist Monatsende…durch die Zeitumstellung am Wochenende und dem Vollmond bin ich hundemüde und fühle mich wie gerädert… Na zum Glück hatte ich schon in der letzten Woche einen kleinen Zeitpuffer erarbeitet, so das die eiligsten und wichtigsten Aufgaben zum Monatsende bereits erledigt waren….Um 12 Uhr Mittags dann hab ich geschlossen: das war`s jetzt…ich geh nach Hause.

Wohlwissend, das es keinen Sinn macht, unmittelbar nach Hause zu fahren, bin ich bei dem schönen Wetter in den Altonaer Volkspark gegangen….ich musste erst einmal wieder ruhiger werden…mein Blutdruck ist seit dem Wochenende mal wieder viel zu hoch…ich fühlte mich körperlich matt, übermüdet und vor allem komplett überdreht….irgendwie fühlte ich mich gestresst und körperlich angegriffen.

Zwei Stunden bin ich durch den Volkspark gelaufen….bei strahlendem Frühlingswetter bin ich langsam gegangen, hab tief und bewusst geatmet und versucht mich wieder in einen ruhigen normalen Zustand zu bringen. So weit hinein war war ich noch nie im Volkspark und als ich in die Nähe einen schönen großen alten Gasthofes kam, sah ich Menschen mit Kaffeebechern…ooooch komm, da hat scheinbar ein Cafè geöffnet…. tatsächlich das „Bauernhaus“ bietet Kaffee und Kuchen to go….prima: also mit einem Becher Kaffee und einem Stück frischen Apfelkuchen (KEINE Industrieware) bin ich dann weiter gelaufen, bis zur nächsten Parkbank, die lag etwas geschützt und hab mich nieder gelassen…himmlisch: Kaffee und Kuchen, draußen bei Sonnenschein und drumherum Vogelgezwitscher und ansonsten Ruhe…

Später zuhause bin ich dann auf die Couch gefallen und hab erst einmal geschlafen…natürlich war das nicht so klug, so war ich am Abend wieder munter, fühlte mich immer noch aufgekratzt und mein Blutdruck auch noch/wieder viel zu hoch….so hab mich mit dem riesigen Stapel Bügelwäsche beschäftigt und bin am späten Abend noch einmal 1/2 Stunde gelaufen.

In der Nacht auf Dienstag hab ich dann weniger als 4 Stunden geschlafen. Ich war schon um 4:30 Uhr (Sommerzeit, also eigentlich 3:30 Uhr) wieder wach und konnte nicht weiter schlafen…nun gut – also bin ich wieder müde und noch mehr gerädert aufgestanden und früh ins Büro gefahren.

Gestern Abend wurde ich dann zum Glück noch informiert, das die Systeme wieder laufen…okay, also hab ich den Dienstag genutzt, um das versäumte vom Montag aufzuarbeiten … immerhin etwas.

Rote Beete aus dem Ofen

Während gerade das Rindfleisch für „Peposo notturno“ (DANKE an „nocheinglaswein“ für diese tolle Idee) langsam im Ofen gart, hab ich die im Hofladen gekauften Rote Beete Knollen in kochendem Wasser mit Salz und etwas Weinessig blanchiert…Danach abgekühlt, geschält und in Würfel geschnitten. Möhren und Knollensellerie roh geschält und gewürfelt…mit Salz, Pfeffer und Olivenöl durchmischt und in eine Auflaufform gegeben…

Ab damit in den Backofen, der noch ein paar Stunden bei knappen 80 Grad, das Gemüse mal eben, so nebenbei noch mit backen kann….

Auf diese sanfte Garmethode ist das Gemüse nach jetzt knapp 1/2 Stunde noch ganz leicht bissfest, sehr würzig und sehr sehr lecker….Damit hab ich gar nicht gerechnet, das es sooo gut schmeckt. Ohne Schnick-Schnack – einfach lecker als Gemüsebeilage oder als Hauptgericht.

Bei mir soll es das Gemüse als Beilage zum langsam gegarten Rindfleisch geben…also MORGEN….aber ich bezweifele, das es sich bis morgen vor mir verstecken kann 😇.

Ausflugsziel: Dosenmoor

Obwohl der Name: Dosenmoor, eher vermuten lässt, das es sich um ein kleines zusammengepferchtes Gelände handelt, ist es doch eher ein großes…eines der größten Hochmoore in Schleswig-Holstein…und ich hatte vorher noch nie etwas davon gehört. Es liegt nahe bei Neumünster, neben dem Einfelder See…den ich auch noch nicht kenne.

Heute am Sonntag hab ich mich ja regelrecht dazu gezwungen sehr früh aufzustehen und den Tag aktiv zu gestalten, da mir die Umstellung auf die Sommerzeit echte Probleme bereitet.

Die knappen 75km bis zum Moor waren friedlich und ereignislos…und auch auf dem Parkplatz war am Sonntag-Vormittag nichts los…was auch dadurch kam, das ich auf einem Platz stand, der eigentlich nicht offiziell als Parkplatz ausgewiesen war…

Der erste Weg, mitten hinein ins Moor, war mit einem Band abgesperrt und zusätzlich stand auf Schildern, das das Betreten verboten ist…Hoppla…okay – also das Moor wird schon seit Jahren renaturiert…also wieder verwässert und Gefahrenquellen sind an manchen Stellen wohl nur schwer erkennbar…und zusätzlich herrscht gerade Brutzeit….daher waren einige Wege gesperrt….

Aber nur ca. 300 m weiter begannen die schönen zugelassenen Wege …sooo jetzt also hinein und diese schöne Landschaft geniessen…

Die Sonne hat sich jetzt nicht so wirklich blicken lassen….alles sah noch irgendwie farblos nach Winter aus. Aber in die Weite zu schauen….diese klare kühle Luft einzuatmen….dieser gewaltigen Stille zu lauschen (in einem normalen Wald zwitschert und tiriliert es ja ununterbrochen und auf vielfältigste Art…aber hier im Moor war es einfach still)….dazu brauche ich keine Sonne. Mitten im Nichts war eine kleine Anhöhe mit ein paar geschützten Bänken…da hab ich mich nieder gelassen und mein Frühstück ausgepackt…

Für den Rückweg hatte ich mir vorgenommen, direkt am Einfelder See zu laufen…aber da, wo ich die Möglichkeit hatte vom Moor Richtung See zu laufen (ein Bahndamm trennt beide Gebiete)…gab es keinen Zugang zum Spazierweg am Wasser….obwohl ich Menschen gesehen habe, die dort liefen…aber scheinbar war der „Einstieg“ auf der anderen Seite ….ich bin dann eben ein Stück an der Bundesstraße gelaufen, bis ich wieder den Bahndamm in Richtung Moor unterqueren konnte. Dann eben nicht heute…

Okay, also den See werde ich noch einmal gesondert aufsuchen….da der See sehr groß ist, macht es Sinn, dann das Fahrrad mitzunehmen….

Ich war zufrieden mit meinem Ausflug mit knappen 9km….Aber jetzt wollte ich wieder nach Hause….ich hab ja noch einiges vor…

Süßer Hefezopf – Osterbrot

Dieses Mal hat es geklappt mit dem süßen Hefezopf….ich hab mich noch einmal durch ein paar Rezepte gelesen und mein eigenes modifiziert:

Damit der Zopf noch lockerer wird, hab ich bei 250g Mehl noch 50g Naturjoghurt dazu gegeben. Nach dem Backen hab ich noch flüssige Butter darüber gepinselt und den Zopf mit Zucker bestreut (mangels Hagelzucker, hab ich mich für Puderzucker entschieden)…dafür hatte ich aber auch die im Rezept angegebene Zuckermenge fast halbiert…und trotzdem ist es süß genug.

Mit dem Ergebnis bin ich dieses Mal sehr zufrieden. Der Zopf ist innen luftig und lecker und wie man es bei einem richtigem Hefezopf erwarten kann, gibt es beim aufreißen diese lockere faserige Konsistenz.

Und wie immer wenn ich etwas mit Hefe mache, hab ich die angegebenen Ruhezeiten für den Teig um ein vielfaches verlängert…diesen Teig hab ich gestern Nachmittag angesetzt und heute Morgen dann den Zopf geflochten und aus dem restlichen Teig kleine Schnecken gelegt.

Jetzt kann ich mit heißem Kaffee und einem süßen kleinen Frühstück gleich meinen heutigen Tagesausflug starten: Das Ausflugsziel heißt: Dosenmoor und liegt bei Neumünster (Einfeld) …und da gibt es auch den Blocksberg, der aber wohl eher ein Hügel ist…so hab ich gelesen….

schnell……ERLEDIGT

So früh an einem Samstag Morgen im Baumarkt zu sein, das macht schon Spaß…zumindest wenn es draußen stark regnet und dazu auch noch windig ist…um diese Zeit verirren sich dann wirklich nur gaaanz wenige Menge hierher.

Ich konnte also wirklich ganz entspannt durch den großen Baumarkt mit Gartencenter laufen…hab neben den notwendigen Einkäufen (neuer Duschkopf /Dichtungsband / Kabelabdeckung / Sichtschutzfolien) auch noch ein paar nette Kleinigkeiten gefunden….Eine Oster-Dekoschale mit Blumen für den Treppenaufgang und einige Pflanzen für den Balkon…..

Da ich festgestellt habe, das die Rauch-Warnmelder in meiner Wohnung nicht funktionieren (auch nicht nicht neuen Batterien), hab ich gleich mal neue besorgt. Ja, das ist eigentlich Sache des Vermieters, aber ich hab keine Lust auf Diskussionen mit meiner Vermieterin, also mache ich es lieber selbst.

Die Tankstelle ist direkt neben dem Baumarkt…sehr praktisch…..ist also auch erledigt und dann noch die leeren Flaschen zum Getränkemarkt bringen….auch erledigt.

Den Rest des Tages werde ich jetzt so lange zuhause verbringen, bis der Paketdienst kommt (leider können die mir kein Zeitfenster nennen…irgendwann HEUTE soll geliefert werden) …ich hab wieder mal ein paar meiner neuen schönsten Wald-und Wolken-Fotos auf Leinwand ziehen lassen….da freue ich mich schon drauf.

Da ich ja jetzt eh nicht weg kann, kommt es jetzt zum Showdown im Wohnzimmer: der erweiterte Frühjahrsputz …gerade hab ich die riesige hellbeige Couch nicht nur gesaugt, sondern noch mit einem feuchten Tuch komplett bearbeitet….den Boden darunter und dahinter bis in die letzten Ecken vom Staub befreit., was immer einiges an Akrobatik verlangt, durch die fast bodentiefen Schrägen und der großen schweren Couch davor. Es ist einfach unglaublich wie schnell sich hier der Staub sammelt.

Danach hab ich mit einem Schrubber in der Hand und auf Knien rutschend, den kleinen hellen Teppich davor wieder aufgearbeitet…befreit von Schmutz und Staub stellen sich so auch die plattgetretenen Teppichfasern wieder auf. Der Teppich wirkt nun wieder frisch und sauber.

So arbeite ich mich von der einen Seite des Wohnzimmers langsam rüber zur Esszimmerseite und Putzen wird zum Fitness-Training.

jetzt aber schnell

Ich komme in so einen Modus, wo ich auf Nachrichten anders reagiere als sonst.

Ohh die Inzidenz in Pinneberg steigt langsam in Richtung 100: jetzt aber schnell noch in den Baumarkt, bevor die doch wieder schließen müssen…ich schiebe schon seit Monaten einige (notwendige) Einkäufe vor mir her und Blumen für den Balkon hätte ich gerne auch noch…..der Baumarkt in meiner Nähe öffnet um 7 Uhr….da werde ich gleich mal schnell hinfahren…bevor es zu voll wird.

Ohh im Suez-Kanal steckt seit ein paar Tagen ein riesiges Containerschiff fest und mehr als 200 Schiffe warten darauf, das dieser Pfropf entfernt wird…aber es kann noch ein paar Tage dauern…Lieferketten hat man in dem Zusammenhang früher auch nicht gehört…jetzt aber heißt es das Dinge knapp werden können, Produktionen keinen Nachschub erhalten und Benzin könnte teuer werden.

Noch teurer?…ist eh schon teuer in diesem Jahr….dann lieber noch einmal das Auto volltanken…

…um es mal so auszudrücken:

Es geht mir auf den Keks, das ich mich von den Nachrichten in einen „jetzt-aber-schnell-Modus“ habe drängen lassen. Ich bin ja doch immer diejenige, die zu mehr Gelassenheit rät….

Hmmm….ich sollte mal wieder auf mich selber hören….ja – aber erst NACH dem Baumarkt-Besuch und nach dem Tanken…aber dann….hahaha….

Ich wünsche Euch allen einen tollen Samstag…und immer schön gelassen bleiben …

Spaziergang durch den alten Elbtunnel

Nach 3 Tagen Homeoffice war ich gestern noch der Meinung, ich schaffe das nie mit dem Abgabetermin heute…und bin trotzdem pünktlich in den Feierabend gegangen. Der Tag heute, wieder im Büro, mit 2 großen Bildschirmen und einer Grabesstille auf der gesamten Etage (nanu, wo sind die denn alle hin?) hab ich konzentriert die fertig gestellten Daten verglichen, abgestimmt, nachbearbeitet und erklärt…..sooooo und noch vor meinem regulären Feierabend hab ich die Reports für diese letzte Gesellschaft in die Konzernzentrale gesendet…Geschafft.

Danach hab ich mit dem Prokuristen telefoniert, das er schon mal so ungefähr weiß, wo wir mit den Zahlen gelandet sind und vor allem WARUM die Zahlen so aussehen, wie sie aussehen…..und er damit schon mal ein paar Erklärungshilfen auf dem Schirm hat…danach hab ich noch ein paar Telefonate geführt und mit dem Controller geplaudert und dann ziemlich pünktlich das Weite gesucht.

….im wahrsten Sinne….Feierabend – ab an die Landungsbrücken….erst einmal ein Fischbrötchen essen und dann die kalte Luft um die Nase wehen lassen…

Etwas später ging es dann in und durch den alten Elbtunnel…..da war ich das letzte Mal vor ca. 8 Jahren…da wohnte ich noch in Hessen und war mit meinem heutigen Ex-Freund hier auf Kurz-Urlaub…Aber meine Erinnerungen an den alten Elbtunnel reichen tatsächlich bis in meine Kindheit….

Seitdem ich jetzt hier wohne, wollte ich schon ein paar Mal durch den Tunnel laufen, aber entweder es waren zu viele Leute, oder es war zu heiß, dann kam Corona…aber HEUTE – ganz spontan:

Vor dem Personenaufzug standen Leute und warteten….momentmal – ich wollte doch die Treppe nehmen…hmmm ach ja – da ist ja der „Einstieg“….also erst einmal 24 Meter Treppen runter….

und dann knappe 450 m den Tunnel entlang …..es war fast menschenleer (ein paar Radfahrer und wenige Fußgänger)…..ich mag diese alten Kacheln…und diese unterkühlte Atmosphäre…..am anderen Ende dann wieder über die Treppen 24 Meter nach oben….. und schon ist man ist Steinwerder …..allerdings im Industriegebiet und da macht das Laufen nicht so viel Spaß…da nehme ich bald mal mein Fahrrad mit und erkunde ich weitere Umgebung.

…ich hab also schon nach ein paar Minuten den Rückweg angetreten und dann das gleiche noch einmal in umgekehrter Reihenfolge. Nur dieses Mal hab ich beim Aufstieg am Ende des Tunnels, den Lastenaufzug genommen….hahaha ist doch bequemer….

Das Auto hatte ich in der Nähe vom Michel abstellt…und so bin ich noch ein Weilchen oberhalb der Landungsbrücken und im Alten Elbpark herum gelaufen, hab mich auf einer Bank niedergelassen (Witzig: dieser Flanierweg hat den Straßennamen: „Bei der Erholung“ ) und hab noch etwas auf die Elbe geschaut…..das war ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Vorbereitung – Zeitumstellung

Ohhh man….jetzt gibt es das ja immer noch: kommendes Wochenende wird uns wieder einmal eine Stunde unseres Tages abgezogen und erst im September wieder zurück gegeben. Der Sonntag hat daher nur 23 Stunden…..und verschiebt für das kommende 1/2 Jahr das Leben um genau diese eine Stunde….

Und das wird meinen Tagesablauf erst einmal für 1-2 Wochen gehörig durch einander bringen. In diesem Jahr versuche ich mich darauf vorzubereiten, indem ich aktuell 1 Stunde früher am Abend zu Bett gehe und so versuche morgens, bereits vor dem Wecker, von alleine wach zu werden.

Quasi ein sanften Übergang von 5 Uhr Morgens auf 4 Uhr Morgens Weckzeit.

Die meisten Menschen haben mit der jährlich wiederkehrenden Zeitumstellung keine Probleme…ich schon.

Dabei wurde bereits 2019 beschlossen, das die Umstellung in 2021 abgeschafft wird….Aber seit Ende 2019 hat die Welt andere Sorgen und hat es deshalb nicht geschafft sich auf eine europäisch einheitliche Zeit NACH Ende der Zeit-Umstellung zu einigen….und da es keine Einigung gibt, bleibt alles wie es ist….

Na dann – gute Nacht 😃

Per Hand und schriftlich

Das eigene Schriftbild ist ja fast so unverwechselbar, wie ein Fingerabdruck. Nun, ich hatte noch nie eine schöne Handschrift und irgendwie war ich auch froh, als in den weiterführenden Schulen die Schrift nicht mehr separat benotet wurde. Gibt es das eigentlich noch in einer der heutigen Schulformen?

Später in meinem Job, hab ich mir eine schnörkellose Druckschrift angewöhnt, mit relativ kleinem Schriftbild…immerhin hab ich immer mit vielen Zahlen zu tun und auch Zahlen-Buchstaben-Kombinationen und dazu dann kurze Erklärungen, Anmerkungen oder Querverweise.

Im Laufe meines Berufslebens hat das Handschriftliche im gleichen Maße abgenommen, wie der Computer an Bedeutung zunahm. Aber so ganz ist es nie verschwunden….denn auch heute noch gibt es immer wieder Belege die handschriftlich ergänzt werden müssen…und die mir der Computer eben nicht mal eben schnell abnehmen kann.

In den letzten Jahren hat die Lesbarkeit meiner Ziffern, Zahlen und Buchstaben jedoch immer weiter abgenommen. meine Schrift wurde nachlässiger, unlesbarer…Jahreslang war es gerade noch so zu erkennen, was es heißen sollte… Notizen, Merkzettel und Mitschriften bei Meetings waren bei mir eher eine Art von Steno und für andere erschien es eher wie eine Geheimschrift, die keiner mehr entziffern konnte.

Das hab ich mir jedoch nicht bewusst ausgesucht, sondern aus Stress, Hektik und einfach aus purem Zeitmangel wurde ich beim Schreiben immer schneller, hektischer und damit kryptischer.

Das war so lange kein Problem, wie ich meine internen Notizen, noch selber entziffern konnte….tja…bis dann der Moment kam, wo ich es eben nicht mehr konnte…das war alles noch, bevor ich Hessen den Rücken gekehrt habe….ich hab dann wieder versucht mich beim Schreiben zu disziplinieren…und es ging eine Zeit wieder etwas besser..aber lange hielt dann nicht…dann der Bruch und mein Wechsel nach Schleswig-Holstein.

Jetzt bin ich schon 1,5 Jahre raus aus dem Stress, aber meine Schrift ist so unsauber geblieben. Nein, so kann das nicht auf Dauer bleiben. Ich hätte gerne wieder ein ordentliches Schriftbild….Ich hab mich in den letzten 2-3 Monaten dazu gezwungen, wieder langsamer und damit ordentlicher zu schreiben.

Zuerst hat es erst einmal viele Wochen gekostet, es überhaupt zu realisieren in welchem Moment das herum-kritzeln anfängt, um es dann für den Moment zu ändern….das war frustrierend, denn natürlich liegt mein Augenmerk beim Arbeiten nicht unbedingt darauf, wie es auf dem Beleg aussieht, sondern das es richtig ist. Erst beim Buchen (welches Konto soll das sein?) oder bei der Ablage (WAS soll das für eine komische Beleg-Nummer sein?) fiel es mir dann auf.. Aber im Laufe der Wochen ging das mit dem Auffallen immer schneller…und jetzt merke ich es schon während ich etwas schreibe…realisieren, durch atmen – langsamer und deutlicher schreiben.

Und inzwischen hab ich tatsächlich wieder eine (relativ) schöne schnörkellose und gut lesbare Blockschrift. Das muss man zwar nicht haben….ich mag es aber trotzdem.

….ach ja das schnelle Schreiben, beschränkt sich bei mir nicht auf die Handschrift allein..auch bei.m Tippen am PC bin ich noch viiieel zu schnell….und vertippe mich dadurch relativ oft, obwohl ich im 10Finger-System schreibe….ich tippe einfach zu schnell….so das ich oft „hc“ anstatt „ch“ schreibe oder „ei“ anstatt „ie“ 🙂