Linsen – rund und stimmig

Gestern hab ich früh Feierabend gemacht….die Hitze, diese anhaltende feuchte-schwüle Luft, kein Wind….das hat mir doch ganz schön zugesetzt…..mir war schwindelig und mein Magen wollte auch nicht so richtig.

Also schnell nach Hause, erneut unter die Dusche und ab auf die Couch…..später wurde mir noch schwindeliger und so richtig schlecht…und den Weg zur Toilette bin ich an dem Tag noch sehr oft gegangen.

Soooo und irgendwann war der Magen auch wieder leer und auch der Darm hat sich nach und nach beruhigt…..ebenso mein Kreislauf….Ich lag dann erst einmal auf der Couch und hab halbwegs geschlafen.

Gleichzeitig hab ich eine Dokumentation über „Linsen“ mehr gehört, als gesehen….also über das Gemüse: Linsen……und so nach und nach kam auch mein Appetit wieder….

Und irgendwann, noch während die Doku lief, bin ich aufgestanden und hab so nebenbei einen vegetarischen Sommer-Linseneintopf gekocht…..Linsen hab ich immer in verschiedenen Varianten in meiner Vorratskammer…..und Möhren, Porree, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten gibt es bei mir auch fast immer im Kühlschrank….

Und weil es eben kein deftiger Winter-Eintopf werden sollte, hab ich noch einen Fladenbrot-Teig zusammen geknetet, eines ohne Hefe, in kleine Kugeln geformt, ausgerollt und in der Bratpfanne gebacken.

Gegessen hab ich von Beiden aber nur eine kleine Probier-Portion. Aber für heute Mittag war das eine komplette Mahlzeit im Büro…und den Rest des Linsen-Eintopf hab ich schnell portioniert und einen Teil eingefroren…..und war auch gerade noch mein Abendessen:

Was ich nie wirklich glauben konnte und deshalb diesem Gemüse für sehr lange Zeit eher ablehnend gegenüberstand, ist das Linsen wirklich gut schmecken, wenn man einen Schuss Essig dazu gibt. Ich hab es früher immer ohne gemacht, der Geschmack hat mich aber nie überzeugt….hahaha.

Jetzt kommt bei Gerichten mit Linsen immer etwas Sherry-Essig hinzu und auf einmal ist der Geschmack für mich rund und stimmig.

es läuft nicht – geht noch weiter

Heute hat eine meiner dänischen Kollegen angerufen und gemeint in einer meiner Firmen wäre großes Durcheinander und ich solle mir das mal anschauen und ihr erklären….ich hab nach geschaut und hab es ihr erklärt., nämlich das es kein Durcheinander gibt und alles i.O. aussieht……aber sie hat es nicht verstanden, weil bei ihr ganz andere Zahlen angekommen sind…

Nun gut….wir schauen zur gleichen Zeit in die GLEICHE Excel-Datei….aber ich vergleiche diese natürlich mit den Werten aus meinen Deutschen Buchhaltungssystem….sie dagegen überträgt diese Werte in ihr Dänisches System (jaaa – das ist nicht effektiv, aber bisher hat es immer funktioniert)…aber sie meinte meine Daten wären falsch.

Ich habe vorgeschlagen, das ich es mir noch einmal in Ruhe anschaue und es ihr dann per Mail erkläre, da neben der Sprachbarriere ja auch noch Ihre Aufregung hinzukam und ich überhaupt nicht verstanden habe, wo ihr Problem liegt. Normalerweise lässt sie einen immer zappeln, wenn man etwas von ihr möchte…..jetzt hatte sie es eilig und ich hab versprochen, es sofort zu machen…also habe ich ca. 25 Minuten lang Daten verglichen, rauskopiert und ihr erklärt wo bei mir die Daten herkommen und hingehen, hatte mir aber bereits Sorgen gemacht, weil sie das eigentlich aus der Datei alles ablesen kann und es trotzdem nicht verstanden hat…also etwas ist faul im Staate Dänemark (😂 ähmm sorry für den Shakespeare-Klassiker…das konnte ich mir nicht verkneifen: also irgendwas läuft auf jeden Fall schief).

Dann kam eine E-Mail: STOP – sie hat die Fehler in ihrem System gefunden. Danach war Stille…Ich brauchte jedoch eine Weile um das abzuschütteln und um mich wieder auf meine eigentliche Arbeit zu konzentrieren….

……….

Heute nach Feierabend wollte ich endlich meinen Impfpass vom Arzt abholen….ab 16 Uhr ist dienstags geöffnet…und ich hatte mich schon gewundert das es draussen so leer war…..kein Wunder – die sind jetzt in Urlaub….hahahaha

voll genervt

Manchmal läuft es einfach….und manchmal eben nicht….ich befinde mich gerade in so einer Nicht-Lauf-Phase…

Dabei sind es gar nicht mal die großen Dinge…sondern eher die Kleinen….aber lästig sind diese schon.

Letzten Woche Mittwoch hab ich ja den Arbeitsplatz meiner Kollegin schnell wieder geräumt, hab alle meine Sachen in die Arbeitstasche verfrachtet (darunter nicht zur Laptop und Arbeitspapiere, sondern auch so jede Menge Kleingedöns…eben alles, was ich an dem Platz zuvor ausgepackt hatte). Zuhause dann hab ich den ganzen Krams wieder auf meinem Esszimmertisch aufgebaut und hab die nächsten Tage von dort gearbeitet…soweit – so gut.

MONTAG Morgen nun, stand ich um 6:45 Uhr vor der Bürotür und kam nicht rein….Ich konnte meine Zutrittskarte nicht finden. Das Auto stand natürlich wieder ziemlich weit weg….zum Glück bin ich aber schon mal ins Treppenhaus gekommen….

Da hab ich mich dann in unserem Stockwerk auf die Betontreppe gesetzt und erst einmal in aller Ruhe die gesamte Firmentasche und meine Handtasche ausgepackt…die muss ja irgendwo sein, diese blöde Karte….und hab gesucht…

Okay, also nachdem ich quasi jedes Papier einzeln hochgehoben hatte, musste ich einsehen: Also entweder sie liegt irgendwo im Büro oder Zuhause….Montag Morgen kurz vor 7 Uhr….meine Kollegen kommen garantiert nicht vor 8 Uhr….hmmmm? Und nu? – wieder zurück zum Auto laufen….Neeeeee.

Ich hab es mir im Treppenhaus etwas gemütlicher gemacht und das Laptop angeworfen…und tatsächlich kam ich hier über das WLAN eine Verbindung zu unseren Servern…..so hab ich eben schon mal das gearbeitet, was ich so machen konnte….und schon mal so einiges an den Drucker geschickt….

Um kurz nach 8 Uhr kam dann der GF und ich konnte endlich hinein….aber meine Karte hab ich auch dort nicht gefunden….nun gut….Das Auto hatte ich Sonntag komplett von Innen gereinigt, also da liegt sie definitiv auch nicht….

Nun ist der Controller der Einzige der an Schlüssel (also diese altmodischen Dinger, die man noch analog ins Schloss stecken muss) oder Ersatz-Zutrittskarten kommen kann, aber der ist ja bereits auf einer der Nordsee-Inseln….na das können ja heitere 2 Wochen werden.

….Später am Abend hab ich Zutrittskarte tatsächlich wieder gefunden….Zuhause, auf meinem Esszimmertisch….unter dem Schreibblock…..puh – Glück gehabt.

………

DIENSTAG Abend fahre ich mit dem Rad zum Einkaufen….das was ich brauchte, passte alles in den Rucksack…und da vor kurzem meine Ersatzluftpumpe kaputt gegangen ist (die hat sich während des Pumpvorgangs in ihre Einzelteile zerlegt) hab ich mir bei dieser Gelegenheit mal eine von diesen größeren Luftpumpen gekauft…stand extra drauf: für Auto-Ventile…Prima – hab ich.

Nach dem Einkauf war es noch so schwül, das ich eine größere Runde mit Rad und Rucksack gedreht habe….und irgendwo, mitten in der Pampa, kam ich auf die glorreiche Idee, mit der neuen Luftpumpe den Luftdruck am Hinterrad etwas zu erhöhen…kann ja nicht schaden.

Also Schutzkappe ab, Luftpumpe angelegt, arretiert und los-gepumpt…..nach 3 oder 4 Pumpstößen war mein Reifen: PLATT. Nanu? …. was soll das denn….Also noch einmal von vorne: Luftpumpe erneut angelegt, arretiert und los-gepumpt…..aber es wollte keine Luft in den Reifen hinein.

Inzwischen war ich durch die Schwüle und die ganze Aktion in Schweiß gebadet….der Himmel zog sich zu und es fing leicht an zu regnen….na gut….dann schiebe ich das Rad eben nach Hause….allerdings lagen fast 6km vor mir und ich hatte Schuhe an, die zwar zum Radfahren gut funktionieren, aber nicht zum Laufen.

Zum Glück blieb es bei nur ein paar Regentropfen…und so bin ich dann nach Hause gehumpelt, hab das Rad geschoben…..aber es hat eine Weile gedauert….und ich hatte echt den Kaffee-auf….mein Gesicht war hochrot, mein Fuß tat weh, ich hatte Durst und ich wollte nur noch unter die Dusche und ab auf die Couch….

Ich hab das Rad tatsächlich einfach mit plattem Reifen zuhause abgestellt…erst heute morgen hab ich es mit meiner normalen Mini-Luftpumpe versucht: Luftpumpe angelegt, arretiert und gepumpt….und innerhalb kürzester Zeit war der Reifen wieder aufgepumpt.

Na diese tolle Luftpumpe werde ich zurück geben….eine die nur Luft raus-,nicht aber rein-pumpt, kann ich nun wirklich nicht gebrauchen…Heute kann ich drüber lachen…aber gestern Abend war ich voll genervt…

…..

Helgoland – 4.Teil – Fun Facts

Natürlich sind wir dann noch durch das, auf halber Höhe liegende, Einkaufsgebiet geschlendert…

Und jetzt noch zwei Besonderheiten, wenn es um Helgoland geht:

Wenn jemand fragt, wo liegt der höchste Berg von Pinneberg, dann lautet die Antwort: Auf Helgoland….und das ist kein Scherz….Wenn man sich auf Helgoland aufhält, befindet man sich im Kreis Pinneberg…JAWOHL….und das obwohl Büsum zum Kreis Dithmarschen gehört….und die Insel ca. 70km vom Festland entfernt liegt.

Nachdem Helgoland mal zu Dänemark, dann zu Schleswig, wieder Dänemark, dann zu Großbritannien gehörte, dann wieder zum Deutschen Reich, dann gehörte sie zum Kreis Süder-Dithmarschen, danach war sie Kreisfrei und wurde letztlich wegen der guten Verkehrsanbindung über Hamburg 1932 dem Kreis Pinneberg zu geordnet.

Das zweite Besonderheit ist, das die Insel zwar zu Deutschland gehört, aber eben nicht zum Inland und auch nicht zum europäischen Gemeinschaftsgebiet zählt….sondern zum sogenannten „Drittland“ und das ist der Grund warum es auf Helgoland keine Umsatzsteuer gibt und dazu zollfreies Einkaufen möglich macht.

Alkohol, Zigaretten, Parfum und Süßigkeiten gibt es deshalb in sehr vielen Geschäften in großen Mengen zu kaufen….Aber Vorsicht, bei Einfuhr nach Deutschland kann es zu Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer führen, wenn man sich nicht an die zollfreien Einfuhrmengen hält. Natürlich kann man mehr kaufen, das muss dann aber beim Zoll angegeben werden.

Helgoland – 3.Teil – gewaltiger Ausblick

Wenn man nun oben, angekommen, auf dem unebenen Plateau, den schmalen Wegen entlang der Klee-Wiesen folgt kommt man unweigerlich auf die andere Seite der Insel…und dann kommen diese WOW-Momente:

Da steht man oben und schaut fast gerade die Steilküste hinunter

Und läuft man dann weiter, hat man dieses grandiose Panorama:

Ich war nahezu überwältigt von der rauen Schönheit der Felsen, von der unfassbaren Höhe, die ich nur Minuten zuvor mir an dieser Stelle so gar nicht vorstellen konnte…..und ich verzichte an dieser Stelle auf die weiteren Bilder, die man sonst immer von Helgoland zu sehen bekommt….die Felsen mit den vielen Vögeln, die sich zu Hunderten an den Felsen schmiegen und laut Ihr Dasein kundtun und die „Lange Anna“, der Felsen der scheinbar losgelöst vor dem Rest der Insel hinauf ragt.

Mein Gänsehaut-Moment war einfach dieses Bild oben…..und die Erklärungen meines Schwagers, wie die Insel immer mehr Felsen verliert….wie weit er als Kind mit seinen Eltern an die Lange Anna heran kam, wo jetzt nur noch Vögel sein können, weil der Weg dorthin so schmal geworden ist…der Rest ist schon weggebrochen….

Wir waren als Kinder nie auf dieser Insel…dabei war unser Weg genauso weit, meine Schwester genauso alt wie mein heutigere Schwager…er war ja damals der Nachbarjunge. Na egal – das ist ein anderes Thema.

Wir sind auf jeden Fall rundherum gelaufen….haben jeden Ausblick genossen…und später haben wir uns für längere Zeit in einem Cafè niedergelassen….Es gab Eis mit belgischen Waffeln und Karamellsoße, Kaffee und Latte Macchiato, für meine Schwester: Friesentee mit Kluntje-Kandies und Sahne…..wir haben mit einem Glas Sekt meine gute Beurteilung gefeiert…..wir haben es uns einfach gut gehen lassen.

Es fühlte sich einfach nach Urlaub an….

Helgoland – 2.Teil – Ankunft

Wie bereits vorher geschrieben, ist der Mensch ein Herdentier.

Kurz vor Ankunft des Schiffes auf Helgoland, kommt die Ansage: Bitte bleiben Sie auf Ihren Plätzen, bis Sie AUFGEFORDERT werden, zum Ausgang zu gehen.

Und was passiert….Noch bevor das Schiff angelegt hat, geben 2 Passagiere in Richtung Ausgang…und immer mehr Menschen stehen auf und folgen den Beiden.

Wir 5 Personen an unserem Tisch schauen uns nur ungläubig an und schütteln die Köpfe. Der für uns zuständige Steward gebietet dem Herden-Auftrieb ein Ende und komplimentiert die Menschen zurück auf ihre Plätze. Es gibt eine Einbahnstraßen-Regelung….und eine Reihenfolge für die verschiedenen Ebenen….Und keine Angst jeder wird das Schiff verlassen können…und unser Aufenthalt auf der Insel beträgt ja nicht 4 Stunden, wie ich gelesen hatte….sondern 5,5 Stunden…also lange genug.

Ach ja wer schon mal auf Helgoland war, wird sich nun vielleicht fragen und was ist mit den „Börtebooten“? Denn normalerweise fahren die Schiffe eben nicht bis in den Hafen hinein, sondern man wird vorher auf kleinere ca. 50 Personen fassenden Holzschiffe „ausgebootet“, die einen dann an Land bringen. Diese Tradition ist jetzt erst einmal der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen….weil man hier den Menschen beim Umsteigen auf das kleinere Schiff helfen muss…was bedeutet, es kommen sich noch mehr Menschen viel zu nahe.

Wir kamen also direkt vom Fährschiff im Hafen an Land…und von dieser Seite sieht die Insel erst einmal klein aus. Mit einer kleinen Inselbahn auf Rädern konnte man direkt von der Fähre in den Ort fahren….es gibt auch mindestens 1 E-Taxi.

Wir sind aber natürlich zu Fuß gelaufen….es wirkte wie ein kleines Fischerdorf und in den kleinen bunten Häuschen waren kleine Geschäfte und Imbisse.

und so hab ich gar nicht vermutet, das es dahinter hoch zur „Innenstadt“ geht und noch weiter rauf auf die andere Seite der Insel mit, der so oft gepriesenen rauen Felsklippen-Seite. Hier wirkte es erst einmal beschaulich und fast niedlich.

Es war jetzt kurz nach 12 Uhr Mittags….und das Frühstück an Bord bestand aus 2 Brötchen-Hälften mit 1x Käse und 1x Salami, dazu eine Tasse Kaffee….also jetzt kein kulinarisches Highlight, das ich auch nicht aufgegessen habe.

Und hier gab es jetzt jede Menge Fischbrötchen, Krabbenbrötchen und Hummerbrötchen. Helgoland steht kulinarisch für Knieper (Taschenkrebse) und Hummer.

Hummer gehört nicht zu meinem Speiseplan, weil er einfach zu teuer ist (So ein 1/2 Hummer im Restaurant hier kostete als Gericht 39,50 EUR.), aber mal ein Brötchen mit frischem Hummerfleisch war gerade noch „bezahlbar“…..Also haben wir uns Drei, jeder mit einem Hummerbrötchen und dem Hinweis auf die Möwen acht zu geben, am Kai nieder gelassen, man war das lecker und auch frisch.

Was mich auch gereizt hätte, wäre ein Mittagessen mit Taschenkrebsen, die lagen so mit 15-19 EUR im für mich normalen Rahmen…..aber wir haben uns später für den Besuch eines Cafés entschieden…..immerhin gab es für uns noch das vorbestellte Abendessen auf der Fähre.

Da wir uns bereits einig sind, das wir auf jeden Fall noch ein weiteres Mal auf diese Insel kommen, steht der Ablaufplan bereits: Besuch der Bunkeranlagen, Rundfahrt um die Insel herum UND Mittagessen mit Taschenkrebsen, dafür kein Essen an Bord.

Also nach der Stärkung mit dem leckeren Hummerbrötchen sind wir weiter entlang geschlendert, haben den Bereich der Innenstadt erst einmal gemieden und haben auf einer schönen schmalen Strecke ein Viertel der Insel umrundet….dabei ging es immer höher hinauf bis zum Leuchtturm.

Oben angekommen hatte man einen schönen Ausblick über die kleebedeckten Wiesen…und immer noch wirkte es nicht so, als ob es hier eine raue Naturschönheit zu entdecken gibt. die Wege führten durch die Wiesen herum und es gab schöne Fernsicht ….aber grandiose Klippen hätte ich hier immer noch nicht vermutet….

Helgoland  – 1.Teil – Überfahrt

Die zweite Nacht ging zu Ende,  in der ich nicht so richtig schlafen konnte…aber immerhin ist jetzt Wochenende. Nur das mit dem Ausschlafen ging nicht….Heute geht`s von Büsum nach Helgoland.

Samstag Morgen 5.15 Uhr der Wecker klingelt, 6 Uhr fertig mit Duschen, Anziehen und Frühstück bereiten, 6:45 Uhr  fertig mit den sonstigen Vorbereitungen und alles im Rucksack verstaut…noch mal schnell die Adresse des Parkplatzes am Fähranleger Büsum nachgeschaut, den Korb mit Frühstück, Kaffee usw. schnappen und alles ins Auto verfrachtet…incl. Corona-Negativ-Test, Windjacke, Sonnen-Regen-Cappi und……??  Noch einmal aus dem Auto in die Wohnung, das vergessene Halstuch holen….so jetzt aber…. 7 Uhr Abfahrt….

Das Wetter war in Pinneberg bei 16 Grad sehr trübe, dafür ohne Regen und so sollte es auf Helgoland auch werden….

Die Fahrt auf der Autobahn dauerte nur 1 Stunde….wenig Autos unterwegs… hinter dem Nordostsee-Kanal musste ich jedoch die Geschwindigkeit massig reduzieren….ein sehr heftiger Regen kam da runter…kurz vor Heide war wieder alles strahlend schön und fast sonnig…aber nur fast….

Dieses Mal hat das Timing mit Schwester+Schwager besser gepasst…für 5 EUR konnte man quasi direkt am Fähranleger im Hafengebiet Büsum sein Auto den ganzen Tag stehen lassen….und obwohl es langsam voll wurde, stand ich mit meinem Auto dann direkt neben den Beiden….die waren auch erst ein paar Minuten früher angekommen und hatten schon mal unsere Tickets abgeholt.

Es waren auch hier 16 Grad, aber so ganz ohne Sonne und mit einer Menge Wind….Mein Schwager mit kurzer Hose und nur im kurzärmeligen Hemd und Weste fror ein wenig…hätte es aber nie zugegeben….aber sein Gegrummel über die Wetterverhältnisse waren eindeutig. Wir Mädels haben geschmunzelt, aber ich hatte schon Befürchtungen wenn das Wetter so bleibt, wird das für den Schwager keine schöne Fahrt und damit auch nicht für uns…immerhin sind wir 2x 2 Stunden auf dem Schiff unterwegs…..aber mein Schwager, als ECHTER Norddeutscher, weigert sich immer wieder eine Jacke mit zu nehmen….hahaha….aber meine Schwester hatte für den Notfall eine dünne  klein-gefaltete Regenjacke für ihn dabei….aber nur im allergrößten Notfall hätte er diese auch tatsächlich angezogen. Zum Glück konnte sie ihn immerhin davon überzeugen. doch auf seine alten Wanderschuhe zurück zu greifen und nicht die Neuen zu nehmen, die er vorher noch nie getragen hat.

Sooooo wir standen also eine ganze Weile in langer Schlange VOR dem Schiff  (durch Corona-Abstände wirken alle Warteschlangen immer doppelt und dreifach so lang) ca. 1 Stunde und es wurden immer mehr Menschen…..ich glaube einer der Mitarbeiter hatte von 400 Menschen gesprochen die heute mitfahren wollten und damit tatsächlich nur die Hälfte der Passagiere, die normalerweise auf dieses Schiff gehen.

Aber ich hatte einen kleinen Schock, als wir dann unsere reservierten Plätze im 2. Unterdeck einnahmen….Das Schiff sah auch mit 400 Menschen  irgendwie bereits VOLL besetzt aus…..und das auf jedem Deck…..SOOO viele Menschen hab ich schon lange nicht mehr auf einem Fleck gesehen und es gab ja kein Entkommen….wir sind auf einem Schiff.

Da ich damit nicht gerechnet und mich somit auch innerlich nicht damit auseinander gesetzt hatte, traf es mich komplett unvorbereitet…ich brauchte eine Weile um mich damit zu arrangieren.

Ich hab ja ein Problem mit Enge und seit Corona gab es eigentlich NIE eine Situation die für mich unangenehm war….da hatte ich das glattweg vergessen…Aber so leicht gibt die Klaustrophobie nicht auf: und selbst meine Schwester so eng neben mir sitzen zu haben, musste ich erst wieder lernen zuzulassen.

Wir saßen an einem 6 Tisch mit 2 Frauen aus Ostdeutschland, die auch witzigerweise schon in der Warteschlange hinter uns standen….das war zuerst auch ungewohnt wieder mit fremden Menschen an einem Tisch zu sitzen….aber wir hatten es mit den Beiden echt gut getroffen. Unglaublich nett….Wir 3 saßen auf der einen Seite auf der Bank und die Beiden saßen uns Gegenüber….ICH hab mich natürlich auf die Gangseite gesetzt….wo dann aber später die Schlange stand, um im Schneckentempo Kuchen+Getränke oder das Frühstück zu holen…..Auch wir mussten unser bestelltes Frühstück selber abholen….Aber Abstand halten war auf dem Schiff so gar nicht möglich.

Aber nach ca. 1/2 Stunde hatte ich mich gut mit dem Platz und der Situation arrangiert und es war eine lustige zweistündige Fahrt von Büsum nach Helgoland..

Ach ja: den Corona-Test hätten wir uns sparen können….seit Montag baucht man keinen mehr, um auf das Schiff zu kommen. Auf den Gängen herrschte Maskenpflicht, am Platz nicht….und auch draußen trugen die meisten keine mehr….Ich trug die aber immer solange, bis wir auf dem Oberdeck einen Stehplatz ergattern konnten…und dann erst hab ich sie abgenommen….

Gab es noch im Laufe der letzten 1,5 Jahre die Aussagen, das unser Leben sich nach Corona deutlich ändern wird, das wir nur noch online shoppen und weniger Reisen, das wir lernen mehr Rücksicht zu nehmen und eine Art natürlichen Abstand entwickeln, kann ich mit dieser Erfahrung heute mein eigenes Fazit bringen:

NEIN – der Mensch ist so nicht gemacht….wenn irgendwo EIN Mensch ist…rotten sich viele um diesen Menschen herum, möglichst nahe…wir sind Herden-Tiere….und Rücksicht durch Abstand geht nur eine Weile – und das auch nicht freiwillig.

Soooo und dann endlich ging die Fahrt auch schon los…..

Endspurt zum Wochenende – Kochen

Gekocht hab ich in dieser Woche nur mein eigenes „Chicken Tikka-Masala“…. ich hatte alles da, bis auf den Joghurt, aber mit etwas mehr Tomatenmark und etwas Milch hab ich das kompensiert…..ich liebe dieses indische Gericht und tatsächlich hab durch dieses Gericht ganz langsam Koriander lieben gelernt….

Das hab ich lange nicht mehr selber gemacht…..das Indische Restaurant in meiner Nähe kann das viel besser…aber meines war genau richtig für mich: scharf, aber nicht zu scharf….schön würzig….hmmm davon hab ich gleich 3 Mahlzeiten gehabt.

Und da es morgen schon ganz früh in Richtung Büsum geht, hab ich heute auf die Schnelle eine Focaccia mit Kräutern gebacken und gleich mal ein Stück mit Lachs belegt:

Das war dann auch gleich mein Abendessen und ich hab Morgen für die Fahrt ein schönes Frühstück für unterwegs.

Ich hab mal wieder viel zu spät gemerkt, das ich gar kein Brot mehr habe…..den Teig hab ich also nur ca. 1 Stunde gehen lassen…aber das Ergebnis ist toll geworden….sonst geht das Fladenbrot oft beim Backen in der Mitte hoch….dieses Mal hab ich den Teig in der Mitte vorher immer wieder platt gedrückt…..und es hat gewirkt.

Die Focaccia ist schön gleichmässig geworden…

Ach und zum Corona-Test war ich auch noch, hoffentlich das Letzte Mal…..meine 2. Impfung ist ja erst eine Woche her….deshalb musste ich mich noch einmal testen lassen, sonst komme ich Morgen nicht auf die Fähre nach Helgoland…..

Gewitter und Abgabetermine

Gewitter und Abgabetermine

Donnerstag ging es eigentlich gleich weiter, wie am Mittwoch…wohlweißlich hatte ich kurzerhand entschieden, ich bleibe auch den Rest der Woche im Homeoffice….

Meine Hauptfirma wollte ich heute fertig bekommen…und dafür musste ich noch jede Menge Zeugs bearbeiten…..vormittags hab ich noch viel anderes nebenher erledigen müssen….aber ab Mittags dann:

.Anfangs etwas widerwillig, hab ich mich dann tiefer und tiefer in die Zahlen gegraben….und noch tiefer: hab Kosten abgegrenzt und andere zurück gebucht, Rückstellungen gebildet und andere aufgelöst, hab verglichen, Querberechnungen gemacht, alles in die Formblätter übertragen, Quer-Checks und Kreuzverbindungen aufgezeigt….Zahlen abgestimmt und Sachverhalte nachverfolgt….hahaha …alles fein säuberlich in die Excel-Tabellen eingetragen und verformelt…..

….und auf einmal war ich FERTIG….okay, es ist wieder einmal spät geworden…aber alles ist fertig für den Abgabetermin am Freitag….ich hatte ja nicht damit gerechnet es tatsächlich an einem einzigen Tag hinzubekommen…

Zwischenzeitlich bin ich nur mal aufgestanden um die Velux-Fenster rundherum in den Zimmern immer weiter zu schließen….es war ein halber Weltuntergang da draußen, Gewitter mit Starkregen und durch den Wind kam dieser auch durch den schmalen Spalt ,den ich fast immer auflasse…..in meinem Kleiderzimmer hatte sich auf dem Laminat schon ein kleiner See gebildet….aber ich hab es schnell gemerkt.

Ich liebe Gewitter und meine Schwester schrieb mir eine Nachricht: „Erinnerst Du Dich, wie wir als Kinder auf den Dachboden gegangen sind Gewitter zu beobachten“….ohhh ja, daran erinnere ich mich …. Angst hatten wir eigentlich nie vor Gewitter (ich hatte aber große Angst vor dem Keller hahahaha).

Nach dem ich das „Büro“ für den Tag geschlossen hatte (Laptop zu geklappt, Bildschirm und Drucker ausgeschaltet) hab ich mir als erstes ein Glas Wein gegönnt….ähm….und noch ein zweites Glas, weil der Wein sooo lecker war (immer noch vom Weingut Weitzel – den Blanc de Noir 2019 gibt es jetzt nicht mehr zu kaufen, auch nicht mit einem neueren Jahrgang – schade)

Anschließend bin ich bei nur noch leichtem Regen noch eine kleine Runde von 2,3 km gelaufen….

In dieser Woche hab ich weitestgehend auf die morgentlichen Walking-Runden verzichtet….einmal war ich morgens, einmal Mittags, einmal gar nicht und dann einmal abends, einmal „Bodenturnen“….aber eben nicht so viel und so lange, wie sonst. üblich…aber es ist auch eine Ausnahme-Woche.

Ab der kommenden Woche läuft vieles wieder normaler….die restlichen Abgabetermine sind ab jetzt wieder etwas weiter auseinander gezogen und gehen bis zum Ende des Monats….

Nicht lustig

Tja Mittwoch bin ich gut gelaunt in die Firma gefahren….leider hab ich keinen Parkplatz in der Nähe gefunden, durch die vielen Baustellen fallen immer mehr Parkplätze in der Umgebung weg..und so hab ich, gut bepackt mit Laptop und den Unterlagen, erst einmal einen „Spaziergang“ zum Büro gemacht.

Ich war mit dem Controller verabredet…was aber auch heißt, einer von uns muss sich ein anderes Büro suchen (unsere 1-Mitarbeiter-pro-Büro Regelung gilt ja immer noch)….ich hatte durch ein Gespräch vorab erfahren, das die junge Kollegin mit den kleinen Kindern sich für „diesen Sommer“ verabschiedet hat…war also davon ausgegangen, das sie in dieser Woche nicht mehr ins Büro kommen wird….

Hab mich also dort eingerichtet und schon etwas gearbeitet….und dann stand sie auf einmal in der Tür…..sie war vollkommen durch den Wind…hat sich mehrfach entschuldigt, mehrfach und wieder…und sie hätte ein schlechtes Gewissen,….aber es war MEIN Fehler….ich hab ihre Worte fehlinterpretiert….ich habe sie schlichtweg falsch verstanden….hahaha…

Na klar hab ich sofort den Platz geräumt, bin da weder böse und grantelig (was sie mir aber irgendwie nicht geglaubt hat – seufz)….ach, ich gehe dann einfach in den Besprechungsraum….

…..ähmmm, neeee …..für uns überraschend ,war einer unser großen Chefs bei uns eingetroffen…d.h. der Besprechungsraum wird auf jeden Fall genutzt….seufz….okay – alle anderen Büros waren bereits besetzt….sogar der Trainee-Platz…..grummel….grummel…..

Nun gut, dann hab ich eben meine Sachen geschnappt, hab das schöne Hamburg wieder verlassen und mein Büro wieder im Homeoffice aufgebaut….ist sowieso viel ruhiger hier….und genug zu tun, habe ich sowieso…

Aber irgendwie war der Wurm drin an diesem Tag.

Nicht nur, das einer unserer Wirtschaftsprüfer den Chefs aus DK per Mail geschrieben hat er brauche jetzt dringend die Daten, weil ICH ungeduldig werden würde….BITTE? …. hab bei meiner Antwort mal kurz darauf hingewiesen, das ich hier nicht die treibende Kraft bin….und dann bekam ich auch schon den Anruf….der WP liess mir ausrichten, es wäre ein Joke gewesen….es war nicht ernst gemeint…immerhin war doch ein Smiley in der Mail….AHA…..na gut…aber die Mail ging an unsere obersten Chefs….das finde ich in der Tat nicht so witzig,

….sondern es kamen auch komische Ansagen aus der Zentrale, halbgare Zeitpläne die in sich widersprüchlich sind und auf meine Rückfragen gab es auch keine klaren Antworten…na so liebe ich das, wenn die Struktur der Zeitpläne noch nicht stimmig ist, während ich aber schon mitten in den Abgabeterminen stecke….zum Glück hab ich ein gutes Gedächtnis und konnte mich noch an die Regeln vom letzten Jahr erinnern…..Der Controller hat noch nicht einmal in den Zeitplan geschaut…hatte die Regel-Änderungen also noch gar nicht wahrgenommen…hahaha…

Ich hab dann doch noch lange gearbeitet…aber letztlich hab ich das fertig bekommen, was ich unbedingt fertig haben wollte…aber es war für mich ein eher zäher und schwieriger Tag…

Danach war es ein sehr kurzer Abend….ich war einfach nur platt….