Blick auf mich Selbst

Freitag Nachmittag in Hamburg, ich sitze im Außenbereich eines Cafès in einer der Haupt-Einkaufsstraßen in der Nähe vom Hauptbahnhof und lasse die Atmosphäre auf mich wirken.

Beobachte die Menschen die vorbei gehen, laufen, eilen, schlendern…wie sie mit ihren Begleitungen agieren, wie sie sich geben, sich kleiden…

es ist ein schöner Moment, warm und sonnig…aber nicht zu sehr, geschützt unter ein paar Bäumen…und mit einem leckeren Eis-Kaffee in der Hand. (ich warte auf den Anruf, das ich mein Auto abholen kann, hab also Zeit).

Als Mensch vergleicht man sich ja ständig mit anderen und so interessieren mich zwar alle Menschen die vorbei gehen…aber gerade Frauen die mehr in meine Alters-Kategorie fallen, interessieren mich dabei etwas mehr….weil diese sooo unterschiedlich sein können.

Sich selbst betrachtet man ja aus der „Innen-Sicht“ und das ist immer irgendwie extrem: entweder extrem kritisch oder extrem weich-gezeichnet….dem eigenen Antlitz gegenüber können wir kaum unvoreingenommen sein…da ist immer irgendwie ein Filter davor.

Und dann gibt es bei mir diese kleinen Momente, wo ich mich für einen kurzen Moment von Außen betrachte….ein kurzer Widerschein in einem Schaufenster oder Spiegel….unverhofft…und für eine kurze Sekunde sehe ich mich dann nicht als „ICH“, sondern wie jeden Dritten… es scheint als ob mein Verstand eine Millisekunde länger braucht, um das Bild als mich selbst zu erkennen…

…und genau in solchen kurzen Momenten erkenne ich mich als das was andere sehen: eine Frau Anfang 50….normal eben: normale Größe, normale Figur, normales Gewicht, normale Kleidung, lustige Augen, kupfer-gefärbte kurze Haare, natürliche Ausstrahlung.

Nett anzusehen – aber eben älter, als meine Innen-Ansicht mir zeigt oder als mein Körper sich fühlt. Ich fühle mich jünger und agiler als der spontane Blick in einen Spiegel offenbart…

Nette Anekdote am Rande: kaum schwinge ich mich an dem Abend an der S-Bahnstation aufs Rad und muss einem Mann ausweichen, lächele ichihn an, ganz automatisch weil er mich direkt anschaut….und er pfeift mir nach…hahahaha….und wir müssen beide lachen…

die Odyssee geht weiter…

Seit Montag ist mein Auto jetzt bereits in der Werkstatt…und bis Mittwoch einschließlich hab ich mich auch gut informiert gefühlt….bis zu dem Moment wo der KFZ-Meister mir von den Software-Problem erzählt hat….

Den ganzen Donnerstag habe ich NICHTS von der Werkstatt gehört.

Freitag Mittag habe ich angerufen und erfahren das FIAT sich noch nicht gemeldet hat und daher das Update noch nicht aufgespielt werden konnte…er es aber im Blick hat und auf JEDEN FALL wird er mir das Auto soweit fertig machen, das ich am Wochenende das Auto nutzten kann…

Freitag kurz vor Feierabend hab ich noch einmal in der Werkstatt angerufen…. Es ging keiner dran..

Samstag Morgen hab ich angerufen und bin im Verkauf des Autohauses gelandet und ein sehr unmotivierter Verkäufer hat versucht mir „zu helfen“ …hat aber jede meiner Aussagen als unqualifiziert und falsch weg geschoben….also das Telefonat hat mich nur insoweit weiter gebracht, das eben mein Auto nicht abholbereit ist und ich mich über den Verkäufer geärgert habe…also kundenfreundlich geht anders.

Dafür hätte der Meister ein Ersatzteil für meinen Wagen herausgesucht das mehr als 1.000 EUR kostet…ob ich das beauftragt hätte? ICH – ich weiß davon nichts…ich bin bis gerade ja immer noch davon ausgegangen, das es ein Software-Update gibt und das sollte insgesamt nicht mehr als 200 EUR kosten….

….so, jetzt bin ich echt verärgert, weil man mich nicht mehr am Freitag zurück gerufen hat um mir den Stand der Dinge mitzuteilen…. Das wäre echt das Mindeste gewesen. Ich hätte es ja sogar verstanden wenn der Meister sagt ,so kann ich mit dem Auto jetzt nicht mehr fahren und deshalb dauert es noch bis ich es wieder bekomme … sich aber gar nicht zu melden, ist echt unverschämt.

Nun gut, das ich an diesem Wochenende ohne Auto bin, ist zwar nicht schön…aber auch kein Beinbruch…das Wetter ist zumindest wieder so gut, das ich mit dem Rad fahren kann…. und was soll ich mich weiter aufregen: ich kann die Situation eh nicht ändern…

Zwischenbilanz 2.Teil ( Kopie aus meinem Archiv von 09/2015)

Ich bin reich…und Deutschland?

…neiiinn nicht an Geld, aber an Leben.

Am Frankfurter Bahnhof bin ich heute durch eine großen Menge Flüchtlinge gegangen. Helfer boten Essen und Trinken und Kleidung an…das ist schon ein komisches Gefühl.

ICH auf dem Weg nach Hause. In MEINE Welt.
Ich durfte in einem Land aufwachsen, welches jetzt 70 Jahre ohne Krieg erlebt. Ich hatte immer so viel zu essen, dass ich den Luxus habe auswählen zu können und werfe weg, was ich zu viel habe, weil es vergammelt. Ich habe so viel Wasser, das ich 10Minuten unter der Dusche stehen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und mein Auto wasche ich, ohne darüber nach zu denken.
Ich gehe zum Arzt und brauche nicht direkt zu bezahlen, denn das macht meine Versicherung und ich merke nicht einmal wie teuer das ist.

Ich habe Arbeit die mich ernährt und es reicht für ein relativ sorgloses Leben. Während meiner Arbeit sitze ich in einem Einzelbüro, arbeite im Warmen und bin auch gegen die Sonne geschützt. Und wenn ich abends kaputt bin, hat das nichts damit zu tun das ich körperlich zu schwer arbeiten musste.

Ich habe meine Heimat, die mir trotzdem manchmal fremd ist, durch die vielen unterschiedlichen Bundesländer, mit vielen unterschiedlichen Landstrichen und ihren Eigenheiten. Ich habe meine Sprache, die ich gerne differenziert einsetze und ich kann so viel Bildung erhalten wie ich möchte. Denn auch nach 10 Schuljahren, können wir uns Ausbildung, Studium, Fernstudium, Zusatzausbildung, private Bildung ermöglichen…okay nicht für umsonst, aber immerhin wir haben Zugang zu fast allen Bildungsangeboten.

Wir haben so viel Freiheit, das wir vergessen was das eigentlich heißt und so viele Wahlmöglichkeiten, das wir schon wieder darauf verzichten… Wir dürfen wählen gehen, aber viele tun es nicht. Wir leben in einer Demokratie in einem Land in Frieden…wir haben die Möglichkeit uns frei zu bewegen, frei unsere Meinung zu sagen. Wir sind so frei, dass auch jeder Depp seine noch so verqueren Meinungen vertreten darf, solange es seine Meinung ist (und keine Hetze)….

Mit einem deutschen Pass darf man fast in jedes Land reisen, um es zu besuchen und selbst wenn man ein Visum benötigt, bekommt man es relativ leicht. wir sind es so gewohnt uns frei auf der Welt zu bewegen, das es fast unglaublich erscheint, das anderen das nicht möglich ist.

Wir haben einen Rechtsstaat, auch wenn unsere Gerichte sich mit Nachbarschaftsstreits und Unterhaltsklagen auseinander setzen müssen und wir haben eine Exekutive, die versucht zu helfen und zu beschützen…bei uns wird Niemand willkürlich von der Polizei erschossen oder ohne den Grund zu kennen inhaftiert.

Ich bin reich…auch wenn ich es manchmal vergesse…manchmal bin ich zu reich um dankbar zu sein, aber dann erinnere ich mich und bin unendlich dankbar. Denn Niemand hat es sich aussuchen können, wo er geboren wird….

5 Jahre – Zwischenbilanz

WordPress hat mir gerade gratuliert, das ich mich heute vor 5 Jahren angemeldet habe…

und aus lauter Neugierde hab ich mir noch einmal meine ersten Beitrage auf dieser Plattform angeschaut.

Der 2. Eintrag das war dieser hier: http://Ich bin reich…und Deutschland?

(DA der Link nicht wirklich funktioniert oder bei manchen als „nicht sicher“ angezeigt wird, werde ich den Beitrag von 2015 noch einmal posten)

Und auch wenn er durch Corona nicht mehr so ganz passt, hat er doch noch Gültigkeit und ich stehe weiterhin zu meinen Aussagen.

Auch oder auch gerade weil sich in der Zwischenzeit das Streitklima hier so verschlechtert hat:

  • viele beanspruchen für sich allein „die Wahrheit“ zu kennen und glauben wer diese am Lautesten vertritt, hat automatisch auch Recht
  • Wir haben es tatsächlich verlernt, anderen zuzuhören und Diskussionen sachlich zu führen
  • Und die die am lautesten in Deutschland nach Meinungsfreiheit schreien, vergessen dabei – das auch die die Anderen, die nicht ihre Meinung teilen, ein Recht darauf haben ihre Meinung gleichberechtigt zu äußern- egal ob laut oder leise
  • Jeder hat das Recht seine Meinung zu SAGEN….aber Niemand kann das Recht einfordern, das auch nach seiner Meinung GEHANDELT wird

Vieles liegt im Argen, na klar….und bei vielen Dingen schüttele ich auch ungläubig den Kopf…das muss doch besser gehen…

..aber ich lebe gerne in Deutschland und finde das es uns mit 81,5 Millionen Menschen die in 16 Bundesländern und mit einer Bundesregierung unter einen Hut gebracht werden müssen, durchaus auch schlechter gehen könnte….

Ich erwarte gar nicht, das alle meiner Meinung sind 😎…ich äußere einfach nur meine Sichtweise

Ansonsten hat sich in diesen 5 Jahren sooo viel bei mir verändert: ich bin 2x umgezogen, 1x dabei sogar das Bundesland gewechselt, hab 2x den Arbeitgeber gewechselt und mich von meinem langjährigen Freund getrennt… bin beruflich vor lauter Arbeit fast untergegangen, hab mich körperlich und seelisch überfordert, meinen Vater beerdigt und habe ein ganz neues Lebensgefühl in Schleswig-Holstein erfahren…. Mir geht es gut und ich bin dankbar für jede Erfahrung …auch wenn manche schmerzhaft waren….

Auto – Software-Probleme ?

Es ist bereits der 4. Tag ohne Auto…

Ich hatte gehofft, das sich die Werkstatt heute noch einmal meldet.

Gestern am späten Nachmittag bekam ich einen Anruf….ich hab es schon nicht mehr so genau im Kopf….aber es gibt da eine Art Software-Problem bei einem „Signalgeber“…und dafür gibt es wohl ein update oder patch.

Die Beschreibung was das Update lösen soll, deckt sich wohl mit dem Fehler beim Gas-geben UND auch mit der Fehlermeldung die meinen Tempomaten betrifft….daher ist der Meister zuversichtlich, das es mit dem Update tatsächlich möglich ist, die Fehler zu eliminieren. Aber erst einmal mussten die direkt bei Fiat eine Erlaubnis einholen, das Update auch durchführen zu dürfen….so ganz kapiere ich es nicht, zumal es sich um eine zertifizierte Fiat-Werkstatt handelt…

Diese Erlaubnis sollte voraussichtlich heute kommen…aber seitdem hab ich nichts wieder gehört.

Also wenn ich es richtig verstanden habe, hat mein Auto kein technisches Problem wo ein Teil ausgetauscht werden muss, wie bei einem Kabelbruch und auch kein elektronisches Problem wo ein elektronisches Bauteil getauscht werden muss, sondern mein Auto hat ein Software-Problem.

…. ? ….? …? Das lässt mich einigermaßen sprachlos zurück. Spätestens jetzt realisiere ich, das Autos tatsächlich fahrende Computer sind.

Vorbei die Zeiten, wo kundige Freizeit-Mechaniker in ihrer Garage munter an den Autos geschraubt haben und dann freudig das defekte und dreckige Teil in der Küche auf der Spüle liegend der Gattin die Funktionsweise zu erklären…(hahahha – sorry – meine Phantasie ist heute echt gut drauf)

Nun gut – also noch ist mein Auto weder upgedated, noch fertig….

Weiter geht es mit täglich 1,8km laufen / 20 Minuten S-Bahn fahren / 1,5km laufen und am Abend das Gleiche noch einmal in umgekehrter Reihenfolge.

Das Gute ist, auf diese Weise bewege ich mich momentan tagsüber mehr, als sonst…und zusätzliche Abendrunden brauche ich auch nicht mehr ….hahahha. im Durchschnitt liege ich jetzt bei täglich 15.000-17.000 Schritten…

Ein bisschen stolz …

…fühle ich mich schon.

Heute darf ich mal als ein kleiner „Alltags-Held“ fühlen….hahaha – jawohl ich bin nach mehr als 20 Jahren tatsächlich heute zum Blutspenden gegangen…

Was mich in den Jahren abgehalten hat, obwohl ich ein Befürworter bin? Ich bin ein Angsthase wenn es um Nadeln geht…es ist übrigens egal um welche Art von Nadeln und auch die Größe ist egal. Ich bin ein Bangbüx.

Die Helferinnen beim Blutspendedienst waren geradezu begeistert von meinen „schönen“ Venen, und auch von meiner universellen Blutgruppe, der Eisenwert war optimal und überhaupt….na gut…also bis auf den Blutdruck…. Was muss sie aber auch den Blutdruck messen NACHDEM sie mir in den Finger gepiekst hat, um den Eisenwert zu prüfen. hahaha …da muss der ja in die Höhe schnellen.

Und damit war dann das Schlimmste auch schon vorüber….denn die Nadel in die Armbeuge gesetzt zu bekommen hat nur etwas weh getan…aber der Pieks in den Finger….AUA….

Na egal, alle dort waren nett und freundlich, und als „Erstspender“ (der Blutspende-Ausweis vom DRK zählt hier nicht) hat die gesamt Prozedur knapp eine Stunde gedauert, incl. 10 Minuten Ruhezeit danach und einen kleinen Happen essen und trinken.

Wie gesagt, ich hab kein Problem mit Blut-sehen oder die Nadel sehen, mir wird nicht schlecht oder schummerig…ich falle auch nicht in Ohnmacht.

Und so kann ich heute ein wenig Stolz auf mich sein, das ich es durch gezogen habe…und ich habe vor, das jetzt regelmässig zu machen….da werde ich mich mal mit dem Controller zusammen tun ….so das wir uns gegenseitig erinnern können.

Als kleinen Anreiz für „Dauerspender“ gibt es ab der 3. Blutspende eine kleine Aufwandsentschädigung. (ich glaube sie hat etwas von 18,50 EUR gesagt) …hahahaha….find ich auch nicht verkehrt….Geld kann auch ein guter Anreiz sein und wir Menschen lassen uns doch gerne ködern…Also reich wird man damit nicht, aber darum geht es ja auch nicht…

Ich fühle mich auch mit 500ml Blut weniger in meinem Körper pudelwohl….so und jetzt ist mein Körper dran, das wieder auszugleichen…

Der Freigeist im Brot

Einmal in der Woche von Zuhause aus zu arbeiten hat echte Vorteile. Nicht nur das ich mir den Weg spare, sondern ich kann auch anders kochen…

Gestern Abend hab ich mal wieder ein einfaches Sauerteig-Brot vorbereitet und heute Morgen hab ich es dann in aller Ruhe im Backofen gebacken…dieses Mal ist es fast perfekt:

Das sind jetzt etwas mehr als 400g und damit eigentlich zu viel für mich alleine…aber meine bisherigen Versuche mit kleineren Sauerteig-Broten waren nicht so erfolgreich und ich habe keinen blassen Schimmer warum.

Die kleineren Brote oder Brötchen funktionieren perfekt mit Hefe….aber in der Verbindung Sauerteig + Hefe hab ich scheinbar noch nicht den Dreh raus.

Dabei muss ich sagen, das ich ohne Rezept arbeite und mich an der Teig-Konsistenz orientiere….ich mag es inzwischen überhaupt nicht mehr mich akribisch an ein Rezept zu halten. Selbst in diesem Bereich bin ich ein Freigeist geworden…

Na egal…dann friere ich ein paar Scheiben ein…. Heute Mittag hab ich das Brot gleich als Basis für das schnelle Mittagessen genommen:

Eine Scheibe Brot mit Olivenöl beträufelt (anrösten war nicht nötig, da ja noch ganz frisch), ein Stück Schweinefilet aufgeschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und kurz angebraten auf das Brot gelegt. Aus Tomaten, Frühlingszwiebeln und Knoblauch in der gleichen Bratpfanne eine Art Tomaten-Chutney gemacht, pikant abgeschmeckt und über das Filet gegeben…FERTIG ist das schnelle aber frische Mittagessen im Homeoffice:

Freiheit und Solidarität

So ein paar Tage ohne Auto und mein ist Leben schon anders…ich bin es eben gewohnt immer und überall ganz unkompliziert hinzufahren und mache mir nicht so viele Gedanken darüber: wann und wie…. es ist meine Form der Unabhängigkeit.

Ja klar steht das Auto die meiste Zeit des Tages ungenutzt herum und bestimmt geht es auch ohne. Diese Diskussion führe ich öfter mit meinen Kollegen, von den gerade viele der Jüngeren gar kein eigenes Auto haben.

Es gibt ein paar, die sich bewusst dagegen entschieden haben und alles per Fahrrad erledigen. Andere merken das ein Auto evtl. doch keine soo schlechte Idee ist und denken gerade darüber nach, sich doch eines anzuschaffen.

Ich möchte gar nicht auf mein Auto verzichten…diese Freiheit kostet natürlich einiges, mir ist es das wert.

Nach Feierabend bin ich vom Büro nach Ottensen gelaufen, von dort durch die Geschäftsstraßen bis zur S-Bahn Station Altona geschlendert …und war auch wieder einmal im „Mercado“.

Dort oben im 4. Stock gibt es einen Blutspende-Dienst!!!

Meine Abneigung gegen Spritzen im Besonderen ist fast so groß, wie die Überwindung überhaupt im Allgmeinen zum Arzt zu gehen und trotzdem denke ich in der letzten Zeit darüber nach, doch mal wieder Blut zu spenden.

In den letzten Monaten ist die Bereitschaft zur Blutspende in der Bevölkerung wegen Corona stark zurück gegangen und beim letzten Mal, als ich in dem Gebäude war, hab ich in letzter Minute einen Rückzieher gemacht.

Die hätten mich ohne Termin ohnehin nicht reingelassen…ist eben alles komplizierter geworden.

Heute hab ich das dem Controller erzählt, er war wohl auch länger nicht und so haben wir uns beim Unterhalten darüber nebenbei über die Homepage zur Blutspende angemeldet, was gar nicht so einfach war….na so richtig anwenderfreundlich ist die nämlich nicht…aber letztlich hat es geklappt…

Mein Kollege geht Morgen, da bin ich im Homeoffice…ich hab jetzt einen Termin für Donnerstag….seufz…

Die Kardiologin und auch meine Frauenärztin in Hessen haben mir sowieso zu Blutspende geraten…ist gut für zu hohen Blutdruck und für Frauen in den Wechseljahren soll es das Osteoporose-Risiko senken… naja dann…seufz….auf zum Pieksen….

Die Odyssee hat begonnen..

…mein Auto ist jetzt seit gestern Vormittag in der Werkstatt.

Ich hatte es ja bereits vermutet – oder auch : befürchtet. Der Fehler tritt ja nicht immer auf und schon auf der Fahrt zur Werkstatt, war mein Auto mustergültig.

Gaaanz lieb und brav hat er das Gas angenommen….War ja klar…der Vorführeffekt. Am späten Nachmittag rief der Meister an, um mir mit zu teilen das der Fehler immer noch nicht wieder aufgetaucht ist.

Sein Vorschlag: ein Kollege nimmt den Wagen mit nach Hause und schaut wie sich das Fahrzeug im normalen Straßenalltag verhält…er würde mich dann Morgen anrufen um zu besprechen, wie es weiter geht.

Heute nun hab ich den ganzen Tag auf den Anruf gewartet. Ist das nun ein gutes Zeichen oder eher das Gegenteil…hmmm….

Ich saß bereits in der S-Bahn nach Hause, da kam der Anruf…also gestern Abend hat mein Auto auch keine Mucken gemacht. Aber heute Morgen hat der Kollege gleich 2x den von mir beschriebenen Fehler erlebt: Das Gaspedal war getreten, aber es passierte nichts….kein Vorwärtsdrang des Autos….

ENDLICH – nun endlich haben es auch die Profis in der Werkstatt erlebt….man kommt sich ja mit der Zeit wie ein „Hypochonder“ vor….so nach dem Motto die hat wohl ne Meise oder ist zu blöd gas-zu-geben.

Die schlechte Nachricht ist allerdings, das der Meister mit seinem Team noch keine Ahnung hat, um was für einen Fehler es sich handelt…der Fehlerspeicher zeigt nichts an….und es leuchten auch keine Warnlampen auf.

Der gute Mann hat mir aber Mut gemacht, sie hätten noch so 1-2 Ideen, die sie morgen mal ausprobieren wollen…da hilft nur Daumen drücken…

Ich befürchte, ich muss mir um weitere Engpässe beim Kauf eines Gefrierschranks keine Sorgen mehr machen…die Kfz-Werkstatt will ja auch leben….

Wie heißt es doch so schön: Auto fängt mit „AU“ an und hört mit „O“ auf und in de Mitte ist das „T“ für TEUER….. ich bin gespannt

Der Zoo und die Perspektiven

Der Zoo und die Perspektiven

Mein heutiges Ziel für den Ausflug war ganz nahe….Hagenbecks Tierpark in Hamburg…

Meine Erinnerungen an diesen Zoo sind bereits ähmmm ca. 45 Jahre alt…..und ich bin in den letzten Monaten immer mal wieder daran vorbei gefahren….und jetzt endlich wollte ich auch mal rein. Eigentlich wollte ich auf Schwester und Schwager warten….aber das kann ja dauern.

Es ist Sonntag, einigermaßen schlechtes Wetter bei 14 Grad mit 70%iger Wahrscheinlichkeit für Regen…also hatte ich gehofft ,es wird schon nicht so voll werden….hahahaha

Die Fahrt aus meiner norddeutschen Provinz bis zum Tierpark hat auch nur ca 30 Minuten gedauert und es war erst kurz nach 9 Uhr morgens…das mit der Parkplatzsuche war kein Problem…ich hab schnell einen gefunden…aber es wurde vor dem Eingang schon ……voll….

Hmmm 22 EUR für einen Erwachsenen…okay – ist viel Geld, aber schon angemessen.

Sehr gepflegt und schön, wirkt der Tierpark an vielen Stellen wie ein richtiger Park und weniger wie ein Zoo….echt klasse…aber war der Zoo tatsächlich schon immer so klein? hahahaha ja sehr wahrscheinlich hab ich als 7jährige einfach eine andere Perspektive gehabt….

…aber irgendwie fühlte ich mich gerade bei den verschiedenen Raubtieren wirklich unbehaglich wegen der Größe der Gehege….hmmm, ja es ist schön die Tiere so nah zu sehen, die wir sonst im Leben wahrscheinlich nie zu sehen bekommen würden…ist das heute eigentlich noch zeitgemäß Zoos zu haben?

Wahrscheinlich fühlt es sich für mich komisch an, weil ich sonst eher die Weite der Landschaften suche…so fühlt es sich für mich doppelt eng an….

Ich hab auch wirklich nur eines tatsächlich aus meiner Kindheit wieder erkannt…die Autos im Märchenland….hahaha

So gegen Mittag wurde es mir aber so voll und laut im Tierpark, wobei die Aras tatsächlich noch lauter waren als die Menschen hahaha

….und nach einer kleinen Mittagspause bei den rosa Flamingos mit meinem selbstgemachten Pulled Pork und Brötchen und einem abschließenden Gruß der Pelikane, hab ich mich auf den Rückweg gemacht….

Hmmm ich glaube das war für eine lange Zeit mein letzter Besuch in einem Zoo/Tierpark….